EUROPA/ITALIEN - Schwester Inês Paulo Albino: “Kinder sollten uns zu einem Perspektivwechsel bewegen”

Donnerstag, 19 März 2026 kindheit   kinder   menschenrechte   menschliche entwicklung   menschenleben   evangelisierung  

Trani (Fides) – „Die Anwesenheit von Kindern, wo immer sie sind, sollte uns zu einem Perspektivwechsel bewegen und uns dazu anregen, nicht nur all unsere Ressourcen in sie zu investieren, sondern auch gemeinsam mit ihnen die Ärmel hochzukrempeln und eine Zukunft zu gestalten. Jedes Kind, das zu uns kommt, bringt einen Traum mit. Und nichts ist menschlicher, als zu versuchen, diesen Traum wahr werden zu lassen“, so Schwester Inês Paulo Albino (ASC), Generalsekretärin des Päpstlichen Kindermissionswerks, zu dessen Schutzpatronen der heilige Josef gehört, dessen Fest am 19. März gefeiert wird.
Schwester Inês sprach letzte Woche auf einer Konferenz zum Thema Kinderrechte in der süditalienischen Hafenstadt Trani in Apulien. Anlass war die Feier des dreijährigen Bestehens der Sozialeinreichtung „Serafina Cinque“ der Cittadella Sanguis Christi“ in Trani, einer Einrichtung der Schwesternkongregation der Anbeterinnen des Blutes Christi (ASC), die sich dem Schuzt des Lebens, insbesondere des ungeborenen Lebens, widmet. Das Zentrum unterstützt und begleitet Paare in schwierigen Lebenslagen mit Blick auf den unerfüllten Kinderwunsch oder eine unerwünschte Schwangerschaft. Besonderes Augenmerk liegt auf armen und benachteiligten Frauen.
„Als Generalsekretärin des Kindermissionswerk und schon zuvor als Ordensfrau, die lange mit Kindern gearbeitet hat“, erklärte Schwester Albino, „empfinde ich tiefe Trauer über die Situation der Kinder in allen Ländern und Gesellschaften, in denen ihnen ihre Rechte verweigert werden. Dies stellt eine schreckliche Katastrophe für die gesamte Menschheit dar.“
Das von Schwester Mimma Scalera (ASC) der Leiterin der „Cittadella Sanguis Christi“, gewählte Konferenzthema bot Schwester Albino die Gelegenheit, über ihre Erfahrungen der letzten zwei Jahre als Generalsekretärin des Kindermissionswerks zu sprechen: „Seit Beginn meines Dienstes habe ich etwa zehn Länder besucht und über die virtuelle Plattform viele weitere Menschen mit sehr unterschiedlichen Lebensumständen kennengelernt. In Afrika, Asien und Amerika habe ich Kinder gesehen, die von ihren Eltern in jeder Hinsicht umsorgt und unterstützt wurden; genauso wie ich viele gesehen habe, die sich selbst überlassen waren. Sie gehen oft nicht zur Schule, haben nicht genug zu essen und leiden Hunger. In Europa und Nordamerika haben Kinder alles, sind aber dennoch oft unzufrieden; sie sind auf sich allein gestellt, haben keine Bezugspunkte, erleben oft Einsamkeit und seelische Not und sprechen mehr mit Fremden als mit ihren Eltern.“
Nel corso del suo intervento Suor Inês Paulo Albino ha inoltre ripercorso brevemente la storia e la mission della POSI ricordando che ogni anno la POSI finanzia circa 3.000 progetti per offrire ai bambini di tutto il mondo, la possibilità di crescere e amare Gesù e conoscere la vita missionaria della Chiesa, tramite la formazione e l’animazione missionaria, l’educazione pre-scolastica e scolastica, la formazione cristiana e la promozione della vita.
In ihrem Vortrag schilderte Schwester Inês Paulo Albino auch kurz die Geschichte und Arbeit des Kindermissionswerks und erinnerte daran, dass das Päpstliche Missionswerk jedes Jahr etwa 3.000 Projekte finanziert, um Kindern auf der ganzen Welt die Möglichkeit zu geben, die missionarische Arbeit der Kirche kennenzulernen, durch missionarische Bildungsarbeit im Bereich im Vorschul- und Schulalter.
(EG) (Fides 19/03/2026)


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