Fides News - German (Standard)http://www.fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. AFRIKA/KENIA - Geplante Schließung von Flüchtlingscamps: Flüchtlingshilfswerk der Jesuiten appelliert an die Regierunghttp://www.fides.org/de/news/69966-AFRIKA_KENIA_Geplante_Schliessung_von_Fluechtlingscamps_Fluechtlingshilfswerk_der_Jesuiten_appelliert_an_die_Regierunghttp://www.fides.org/de/news/69966-AFRIKA_KENIA_Geplante_Schliessung_von_Fluechtlingscamps_Fluechtlingshilfswerk_der_Jesuiten_appelliert_an_die_RegierungNairobi - "Das Flüchtlingshilfswerk der Jesuiten schließt sich dem Appell der Konferenz der katholischen Bischöfe von Kenia und empfiehlt der kenianischen Regierung, in diesem besonderen Moment der Unsicherheit äußerste Vorsicht walten zu lassen und auf der Grundlage der durch das Völkerrecht auferlegten rechtlichen Verpflichtungen und die Konvention der Organisation für Afrikanische Einheit zu handeln“, so das kenianische Büro des Jesuit Refugee Service zu der angekündigten Schließung der Flüchtlingslager in Dadaab und Kakuma. Am 24. März kündigte der Innenminister des Kabinetts, Fred Matiang'i, die Absicht der Regierung an, die Lager Dadaab und Kakuma zu schließen, und gab dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen zwei Wochen Zeit, um einen entsprechenden Plan vorzulegen. Die Entscheidung wurde bereits von vielen kritisiert, einschließlich der katholischen Bischöfe von Kenia .<br />Das Flüchtlingshilfswerk der Jesuiten erinnert an die völkerrechtlichen Verpflichtungen und fordert die Regierung von Nairobi insbesondere auf, "das Prinzip der Nichtzurückweisung" zu respektieren, zu dem die moralische Verpflichtung hinzukomme, sich um die Schwächsten in der Gesellschaft zu kümmern, das Gemeinwohl zu gewährleisten und die "praktischen Grenzen der Schließung von Flüchtlingslagern, in denen mehr als 410.000 Menschen leben" zu beachten.<br />JRS würdigt die Bemühungen und das Engagement der kenianischen Regierung, Flüchtlinge und Vertriebene großzügig aufzunehmen und zu schützen und Tausenden von asylsuchenden Familien einen sicheren Raum zu bieten, erinnert jedoch auch an die Zuspitzung der Lage für Vertriebene aus Somalia, dem Südsudan, der Region der Großen Seen und in jüngerer Zeit aus die Region Tigray in Äthiopien aufgrund langwieriger und aufkommender Konflikte und der Covid-19-Pandemie. JRS bekräftigte sein Engagement, die kenianische Regierung weiterhin zu unterstützen.<br /> <br />Mon, 19 Apr 2021 13:45:08 +0200ASIEN/VIETNAM - "Zeit der Gnade": Diözese Nha Trang feiert 50jähriges Priesterjubiläum des Bischofs und blickt auf 350 Jahre seit der Ankunft des Evangeliums zurückhttp://www.fides.org/de/news/69967-ASIEN_VIETNAM_Zeit_der_Gnade_Dioezese_Nha_Trang_feiert_50jaehriges_Priesterjubilaeum_des_Bischofs_und_blickt_auf_350_Jahre_seit_der_Ankunft_des_Evangeliums_zurueckhttp://www.fides.org/de/news/69967-ASIEN_VIETNAM_Zeit_der_Gnade_Dioezese_Nha_Trang_feiert_50jaehriges_Priesterjubilaeum_des_Bischofs_und_blickt_auf_350_Jahre_seit_der_Ankunft_des_Evangeliums_zurueckNha Trang - Er selbst sei ein geistlicher Sohn und Nachfolger des ehemaligen Bischofs der Diözese Nha Trang, Kardinal Francis Xavier Nguyen Van Thuan, der sein Priesterleben und seinen bischöflichen Dienst stark beeinflusst habe. Dies betontBischof Joseph Vo Duc Minh von Nha Trang anlässlich des 50. Jahrestages seiner Priesterweihe und erinnert daran, dass er am 24. April 1971, bei seiner Weihe, "für immer Priester" wurde. Beim feierlichen Gottesdienst zum 50jährigen Weihejubiläum lud Bischof Joseph Vo Duc Minh seine Priester und Ordensleute und alle Pfarreien der Diözese Nha Trang ein, in "enger und fruchtbarer Gemeinschaft mit ihm, den Herrn zu preisen und ihm zu danken". "Der Weg des Kreuzes ebnet immer den Weg der Hoffnung", sagte er mit einem Zitat von Kardinal Francis Xavier Nguyen Van Thuan, dessen Worte sich in seiner Erinnerung als Priester und Hirte eingravierten. "Hab keine Angst“, habe Van Thuan zu ihm gesagt, „der Herr Jesus wird immer bei dir sein. Wende deinen Blick den Missionaren und Märtyrern in Vietnam zu. Der Weg des Kreuzes ebnet immer den Weg der Hoffnung. Hab keine Angst, sondern vertraue ständig auf Gott. Ich segne dich und ich bete für dich, ich habe dich lieb und ich glaube an dich. "<br />Noch heute, so der Bischof, verrichte er seinen Dienst mit dem Geist und dem Blick, den er von Kardinal Van Thuan empfangen habe: "Wir blicken mit dankbarer Erinnerung, Dankbarkeit und Barmherzigkeit in die Vergangenheit; wir blicken mit gutem Willen und Erstaunen in die Gegenwart und entdecken dabei die Werke Gottes und das Geschenk seiner Gnade: Wir blicken mit einem Herzen voller Begeisterung und Vertrauen in die Vorsehung Gottes in die Zukunft. "<br />Im Rahmen des Gottesdienstes zum Weihejubiläum in der Kathedrale von Nha Trang, an dem alle vietnamesischen Bischöfe teilnahmen , die sich zur Versammlung der Bischofskonferenz versammelt hatten, wurde auch an die Ankunft des Evangeliums in Nha Trang vor 350 Jahren erinnert. Missionaren unter der Leitung des französischen Bischofs Pierre Lambert de la Motte waren am 1. September 1671 hierher gekommen. Bischof de la Motte war der erste Bischof des Vikariats von Dang Trong , das 1659 gegründet wurde und auch das Gebiet Südvietnams, einschließlich der heutigen Diözese Nha Trang, umfasste. Zu der Zeit, als die örtlichen Katholiken verfolgt wurden, machte Bischof de la Motte, selbst Mitglied der Gesellschaft für Aussenmissionen von Paris , seinen Pastoralbesuch in Begleitung von zwei französischen Missionaren und zwei vietnamesischen Priestern aus Siam. Der Bischof gründete die Gemeinde Lam Tuyen und gründete die Kongregation der Anbetungsschwestern vom Heiligen Kreuz, die ebenfalls 350. Jahrestag ihrer Gründung feierten.<br />Bischof Minh betonte, dass "die Kirche alle Menschen im Namen Christi, des einen Erlösers, liebt und ihnen dient“. Die Missionare seien gekommen, „um das Evangelium zu bringen und dieses Land zu segnen". Er lud die Gläubigen ein, "dankbar und stolz auf ihre Vorfahren zu sein, die mutig die Frohbotschaft annahmen" und ihren Glauben „heute in Harmonie mit anderen zu leben und zur Entwicklung der Nation beizutragen". Bischof Joseph Vo Duc Minh wurde von den vietnamesischen Bischöfen offiziell damit beauftragt, die Seligsprechung von Bischof de la Motte einzuleiten.<br />Die Diözese Nha Trang hat eine Ausdehnung von 9.487 Quadratkilometern und umfasst die zwei benachbarte Provinzen Khanh Hoa und Ninh Thuan in Süd-Zentralvietnam mit insgesamt 1.564.400 Einwohnern und 180.000 Katholiken. Diözese wurde 1957 gegründet und hat heute 115 Pfarreien mit fast 300 Priestern.<br /> <br />Mon, 19 Apr 2021 13:34:50 +0200ASIEN/MYANMAR - Putschgegner rufen Regierung der nationalen Einheit aus: Bevorstehender ASEAN-Sondergipfel berät über die Lage in Myanmarhttp://www.fides.org/de/news/69964-ASIEN_MYANMAR_Putschgegner_rufen_Regierung_der_nationalen_Einheit_aus_Bevorstehender_ASEAN_Sondergipfel_beraet_ueber_die_Lage_in_Myanmarhttp://www.fides.org/de/news/69964-ASIEN_MYANMAR_Putschgegner_rufen_Regierung_der_nationalen_Einheit_aus_Bevorstehender_ASEAN_Sondergipfel_beraet_ueber_die_Lage_in_MyanmarBangkok - "Eine Ära der Angst und Spaltung endet und eine Ära der Hoffnung beginnt", so Salai Maung Taing San, Sprecher des neu gebildeten "Burmese National Unity Government“ bei einer Online-Konferenz zur Gründung der „Gegenregierung", die sich der Militärjunta gegenüberstellt, die am 1. Februar bei einem Staatsstreich die Macht übernahm. Das Militär verhinderte mit seinem Putsch eine Zivilregierung, noch bevor das bei den Wahlen am vergangenen 8. November gewählte neue Parlament zusammentreten konnte. Die Parlamentarier gründeten nach dem Putsch ein Komitee , das am 16. April die Bildung der Regierung der nationalen Einheit und der einer neuen Bundesarmee ankündigte.<br />Wie Salai Maung Taing San bestätigt, vertritt die neue Regierung auch Parteien ethnischer Minderheiten und deren Verteidigungseinheiten sowie die birmanische Zivilgesellschaft. Der Einigungsprozess soll auf der Grundlage einer neuen Bundesverfassung ausgearbeitet werden, die eine Ende 2008 vom Militär gewünschten Verfassung ablöst. Die neue Regierung betrachtet sich als wahren Vertreter eines Landes, das sich in den Händen einer blutigen Junta befindet, die bis heute über 730 Menschen getötet und auch die buddhistische Neujahrsfeier in ein Blutbad verwandelt hat.<br />Salai Maung Taing San, der auch Sondergesandter des CRPH bei den Vereinten Nationen ist, erklärte, dass die neue Exekutive immer noch U Win Mynt als Präsidenten und die Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi als Staatsrätin anerkennt, die sich noch in Haft befinden. Die Leitung der Regierung übetnehmen deshalb der Vizepräsident Duwa Lashi La und Premierminister Mahn Win Khaing Than. Die Regierung hat insgesamt 26 Mitglieder, davon 11 Minister. Der Premierminister ist Vertreter der ethnischen Gruppe der Karen und der Vizepräsident gehört der ethnischen Gruppe der Kachin an. Salai Maung Taing San selbst ist ein angesehener Arzt aus dem Staat Chin.<br />Paradoxerweise hat die Junta damit eine noch vor wenigen Monaten unvorstellbares politisches Ziel begünstigt: die Entstehung einer Regierung, in der die verschiedenen ethnischen Minderheiten vertreten sind und die auf einer Einheit von Zielen beruht, die von die Opposition gegen Tatmadaw zusammengeschweißt wird. Erstmals zeichnet sich auch die Entstehung einer Föderation ab. Der Weg wird nicht einfach sein, beginnend mit der internationalen Anerkennung der Geheimregierung, aber ihr Schicksal wird sich bald klären: Am 24. April werden in Jakarta die zehn Mitglieder der ASEAN, der Vereinigung Südostasiatischer Staaten zu einem Sondergipfel zusammenkommen, die sich bei dem Treffen über die Lage in Myanmar beraten werden.<br />Zu dem Treffen werden Ministerpräsident und Staatsoberhäupter erwartet, aber auch der Chef der Militärjunta, General Min Aung Hlaing. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit soll der General zunächst einen Bericht zur Lage in Myanmar vorlegen. Danach soll der eigentliche Gipfel prüfen, ob die Möglichkeit einer Mediation besteht. Die neue birmanische Regierung der nationalen Einheit schlägt vor, dass zu dem Gipfeltreffen der ASEAN anstelle des Generals Min Aung Hlaing Vertreter der neuen Exekutive eingeladen werden, die die birmanische Bevölkerung vertritt.<br /> <br />Mon, 19 Apr 2021 12:44:13 +0200AFRIKA/MOSAMBICO - Humanitäre Krise spitzt sich zu: Bischöfe Fordern Zukunftsperspektiven für junge Menschen und Ende der Konfliktehttp://www.fides.org/de/news/69963-AFRIKA_MOSAMBICO_Humanitaere_Krise_spitzt_sich_zu_Bischoefe_Fordern_Zukunftsperspektiven_fuer_junge_Menschen_und_Ende_der_Konfliktehttp://www.fides.org/de/news/69963-AFRIKA_MOSAMBICO_Humanitaere_Krise_spitzt_sich_zu_Bischoefe_Fordern_Zukunftsperspektiven_fuer_junge_Menschen_und_Ende_der_KonflikteMaputo – Nach Schätzungen sind rund 11.104 Menschen , die aus der Stadt Palma geflohen sind , auf dem Gelände einer Schule in Quitunda untergebracht. Dies teilt die Internationale Organisation für Migranten mit.<br />Laut IOM übernachten rund 30 Prozent der vertriebenen Familien im Freien, während die restlichen 70 Prozent in Notunterkünften leben. 62% der Vertriebenen sind Kinder, 21% Männer und 17% Frauen. Die Menschen brauche vor allem Lebensmittel sowie Unterkünfte, Decken und Kleidung. <br />Die ernste Situation im Norden des Landes war auch Gegenstand einer gemeinsamen Erklärung der Bischöfe "Wir bedauern und verurteilen alle begangenen barbarischen Aktionen", bekräftigen die mosambikanischen Bischöfe in ihrer Botschaft, die im Rahmen der Vollversammlung der Bischofskonferenz in Maputo veröffentlicht wurde.<br />Die Bischöfe von Mosambik bedauern die "tragische Situation, in der die Menschen in Cabo Delgado leben", wo "wehrlose Menschen getötet, verletzt und misshandelt, ihr Eigentum geplündert, ihre Häuser zerstört und die Leichen ihrer Familien geschändet werden, während die Überlebenden gezwungen werden, das Land, in dem sie geboren wurden und in dem ihre Vorfahren begraben sind, zu verlassen".<br />Die Bischofskonferenz von Mosambik betont, es entstehe zunehmend der Eindruck, „dass hinter diesem Konflikt Interessen verschiedener Art und Herkunft stehen oder die Absicht einiger Gruppen, sich die Nation und ihre Ressourcen anzueignen". Die Provinz Cabo Delgago ist reich an Gas- und Ölvorkommen sowie Edelsteinen, aber "die mangelnde Transparenz" über ihre korrekte Verwendung, schreiben die Bischöfe, sei "eine Quelle der Unzufriedenheit, Spaltung und Trauer, die den Aufstand und die Ressentiments befeuert". <br />Hoffnungslosigkeit und mangelnde Zukunftsperspektiven führen nach Ansicht der Bischöfe dazu, dass „unsere jungen Menschen sich dazu verführen lassen, sich den verschiedenen Formen des Aufstands anzuschließen, von Verbrechen bis Terrorismus“ oder der nicht weniger schädlichen Gefahr des „politischen oder religiösem Extremismus zu erliegen“. "Für die meisten jungen Menschen gibt es keine Möglichkeiten, ein würdiges Leben aufzubauen", während die Gesellschaft und die politischen Führer "ihr Leiden ignorieren und nicht auf ihre Stimme hören", so die Bischöfe.<br />Die Bischöfe bekräftigen, dass "nichts Gewalt rechtfertigt" und drücken "Solidarität mit den Schwächsten und mit jungen Menschen aus, die ein würdiges Leben anstreben" und erinnern in diesem Zusammenhang daran, dass "Religionen einen großen Beitrag zur Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaften und zur Verfolgung eines Ideals und damit zu einer vereinten und solidarischen Gesellschaft leisten können".<br />Abschließend wünsche die, dass "die nationalen politischen Kräfte, die im Land anwesenden Organisationen, die internationale Gemeinschaft sich zusammenschließen und vertriebenen Bevölkerungsgruppen helfen und mehr Arbeitsplätze und Entwicklungsmöglichkeiten für alle schaffen" und dass "jeder zur Befriedung und zum Schutz der Bevölkerung beiträgt" und bitten um angemessene Maßnahmen zur Beendigung der „tragischen Situation in Cabo del Gado“.<br /> <br />Mon, 19 Apr 2021 12:03:19 +0200AMERIKA/PARAGUAY - Erzbischof von Asunción appelliert an Pharmaunternehmen: “Es ist nicht der Moment, Geld auf Kosten der Kranken zu verdienen”http://www.fides.org/de/news/69962-AMERIKA_PARAGUAY_Erzbischof_von_Asuncion_appelliert_an_Pharmaunternehmen_Es_ist_nicht_der_Moment_Geld_auf_Kosten_der_Kranken_zu_verdienenhttp://www.fides.org/de/news/69962-AMERIKA_PARAGUAY_Erzbischof_von_Asuncion_appelliert_an_Pharmaunternehmen_Es_ist_nicht_der_Moment_Geld_auf_Kosten_der_Kranken_zu_verdienenAsunción - "Dies ist nicht die Zeit für Spekulationen, um Geld auf Kosten der Krankenn zu verdienen", betont Erzbischof Edmundo Valenzuela von Asunción in einem Interview mit der einer lokalen Zeitung mit Blick auf die gewährte schwierige Situation im Land.<br />Der Erzbischof wendet sich mit einer Botschaft der Hoffnung an alle Covid-19-Patienten und fordert die Angehörigen auf, den Glauben an Gott nicht zu verlieren. In dem gestern veröffentlichten Interview mit der Zeitung "Ultima Hora" bat er Priester, wo dies möglich ist, zu Kranken auf die Intensivstation gehen, um ihnen in diesen kritischen Momenten Kraft zu geben. In diesem Zusammenhang bittet er die Berhöden des Landes und große internationaler Unternehmen den Kauf von Medikamenten zu ermöglichen, die den Kranken helfen und die Angst der Angehörigen lindern. Die Regierung bittet er um schnelles und entschlossenes Handeln: "Leider wurde gezielte geplante Maßnahmen für dieses Jahr nicht durchgeführt, aber er muss solche Maßnahmen geben, da diese Pandemie bis 2023 andauern wird´“, mahnt er.<br />Angesichts der Not vieler Menschen beklagt Erzbischof Valenzuela: "Unsere Sozialpastoral konnte im vergangenen vielen Menschen mit Lebensmitteln und auch mit Medikamenten helfen, aber es reicht nicht aus… und dieses Jahr gingen uns die Mittel aus und es reichte nicht einmal für die Medikamente, die wir unter den Ärmsten verteilen sollten." Aus diesem Grund forderte der Erzbischof, insbesondere Pharmaunternehmen, auf, "Kosten für Medikamente zu senken. Dies ist nicht die Zeit für Spekulationen, um Geld auf Kosten der Kranken zu verdienen. Dies ist der Moment der Menschlichkeit, der Sensibilität gegenüber den Bedürftigen".<br />In den vergangen Wochen wurden in Paraguay täglich 1.500 bis 2.500 neue Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie gab es 250.000 Infizierte und 5.315 Tote.<br /> <br />Mon, 19 Apr 2021 11:19:34 +0200AMERIKA/COSTA RICA - Bischöfe laden zum Gebet für die Bewältigung der Pandemie einhttp://www.fides.org/de/news/69961-AMERIKA_COSTA_RICA_Bischoefe_laden_zum_Gebet_fuer_die_Bewaeltigung_der_Pandemie_einhttp://www.fides.org/de/news/69961-AMERIKA_COSTA_RICA_Bischoefe_laden_zum_Gebet_fuer_die_Bewaeltigung_der_Pandemie_einSan José - Am kommenden Donnerstag, den 22. April, laden die Bischöfe von Costa Rica zum Gebet für die Überwindung der Corona-Pandemie ein. Im Rahmen von Heiligen Messe und der Stunden der Anbetung sollen die Katholiken des Landes an diesem Tage für diese Absicht beten. Dies gab die Bischofskonferenz von Costa Rica in einem gemeinsamen Appell aller Bischöfe bekannt.<br />Die Bischöfe wollen damit ihre Solidarität mit allen Menschen in der gegenwärtigen Pandemie zum Ausdruck bringen und appellieren Gläubigen mit der Bitte um Zusammenhalt, „weil wir diese schwere Krankheit nur gemeinsam überwinden können; wir werden es tun, wenn wir die von den Behörden geforderten Gesundheitsmaßnahmen respektieren, wenn wir in dem anderen einen Bruder sehen, auf den wir aufpassen müssen, wenn wir auf uns selbst aufpassen, und wenn wir uns bewusst werden, wie schwerwiegend es ist, nicht zu handeln, um diesen Moment zu bewältigen".<br />Angesichts der erheblichen Zunahme der verzeichneten Fälle in den letzten Tagen fordern die Bischöfe nachdrücklich dazu auf, "die Anstrengungen zu verdoppeln, um die Überlastung und den Zusammenbruch der Gesundheitssysteme zu vermeiden" und bitten um Gebete für die Opfer der Pandemie und für den Trost ihrer Familien. Deshalb sollen die Priester aller Pfarrgemeinden des Landes, "besondere Moment des Gebets organisieren und die Gläubigen dazu motivieren". Entsprechende Vorlagen für die Gestaltung stellt die bischöfliche Liturgiekommission zur Verfügung.<br />„Mit Glauben, Vertrauen und Beharrlichkeit wollen wir den Gott des Lebens darum bitten, uns zu helfen, diese Pandemie zu überwinden, den Kranken Gesundheit zu gewähren und denen Trost zu spenden, die ihre Lieben verloren haben. Wir bitten um die Gnade, in diesem Gesundheitskrise verantwortlich zu handeln und ein Zeugnis von Nächstenliebe und Solidarität als Kirche geben zu können“, schließt die Botschaft der Bischöfe. In Costa Rica gab es seit Beginn der Pandemie insgesamt 229.000 Infizierte und 3.071 Tote bei einer Bevölkerung von etwa 5 Millionen Einwohnern.<br /> <br />Mon, 19 Apr 2021 11:03:31 +0200AMERIKA/HAITI - Entführung am 11. April: Presse berichtet von Freilassung einer Geiselhttp://www.fides.org/de/news/69960-AMERIKA_HAITI_Entfuehrung_am_11_April_Presse_berichtet_von_Freilassung_einer_Geiselhttp://www.fides.org/de/news/69960-AMERIKA_HAITI_Entfuehrung_am_11_April_Presse_berichtet_von_Freilassung_einer_GeiselPort au Prince - "Eine der am vergangenen Sonntag in Haiti entführten Personen wurde Berichten zufolge freigelassen. Seitdem gibt es keine weiteren Nachrichten von den Entführern. Insgesamt neun Personen werden immer noch als Geiseln gehalten", berichtete die Zeitung "Le Telegramme" auf ihrer Website am Samstagabend, 17. April. Am Sonntag, den 11. April, waren in der Nähe von Port-au-Prince zehn Menschen entführt worden, davon fünf Priester, zwei Nonnen und drei Verwandte eines der Priester .<br />„Wie einheimische Quellen berichten, soll an diesem Samstag, dem 17. April, eine der Geiseln freigelassen worden sein. Nach den uns vorliegenden Beweisen wurde den Entführern ein Lösegeld in Höhe von 50.000 US-Dollar für die Freilassung aller Geiseln gezahlt. Entgegen der Vorhersage, hat die Entführerbande namens „400 Mawozo“ jedoch nur eine Geisel befreit: Es ist die Mutter von Pfarrer Jean Anel Joseph, der am vergangenen Sonntag, das Amt in seiner neuen Gemeinde antreten sollte", schreibt die Zeitung" Le Telegramme "und fährt fort:" Die haitianische Frau ist ungefähr 70 Jahre alt und war die schwächste der Gruppe und ihre Gesundheit hatte sich verschlechtert. Sie soll berichtet haben, dass die Entführten unter sehr prekären Bedingungen in einem Wald unter einem Baum festgehalten wird und ihre Hände und Füße gefesselt sind. “<br />Aus lokalen Presseberichten geht auch hervor, dass die Entführer seit dieser Freilassung nicht mehr mit den Mitgliedern der Priestergesellschaft von Saint-Jacques in Kontakt getreten waren, die im Auftrag der Behörden mit den Entführern verhandeln. Am vergangenen Donnerstag, dem 15. April, waren öffentliche und private haitianische Schulen sowie viele kommerzielle Aktivitäten geschlossen, um Solidarität mit den Geiseln zu zeigen und um gegen die allgemeine Unsicherheit zu protestieren, die in Haiti seit vielen Monaten zunimmt .<br />Bei den Entführten handelt es sich um fünf Priester der Priestergesellschaft von Saint Jacques, zwei Ordensschwestern und zwei Laien. Unter ihnen sind Michel Briand, ein 67-jähriger bretonischer Missionar aus Messac, der seit vielen Jahren auf der Insel lebt, und Agnès Bordeau, eine Ordensfrah aus dem französischen Département Sarthe.<br /> <br />Mon, 19 Apr 2021 10:47:46 +0200NEWS ANALYSIS - Zunehmender religiöser Extremismus in Asien: Antworten der Kirchenhttp://www.fides.org/de/news/69959-NEWS_ANALYSIS_Zunehmender_religioeser_Extremismus_in_Asien_Antworten_der_Kirchenhttp://www.fides.org/de/news/69959-NEWS_ANALYSIS_Zunehmender_religioeser_Extremismus_in_Asien_Antworten_der_KirchenJakarta - Am diesjährigen Palmsonntag, den 28. März, starben bei einem Bombenanschlag auf die Herz-Jesu-Kathedrale in Makassar, der Hauptstadt von Süd-Sulawesi , zwei Attentäter, während mindestens 20 Menschen verletzt wurden . Es war der dritte Selbstmordanschlag in Indonesien in den letzten Jahren. Die Angreifer waren Berichten zufolge Mitglieder von Jamaah Ansharut Daulah , einer vom Islamischen Staat inspirierten Gruppe, die verdächtigt wird, die Terroranschläge organisiert zu haben. Die terroristische Gruppe bombardierte 2018 drei Kirchen in Surabaya, Ost-Java, und tötete 28 Menschen.<br />Indonesien, das bevölkerungsreichste Land mit muslimischer Mehrheit der Welt und von verschiedenen extremistischen religiösen Gruppen bedroht. Im Jahr 2019 wurden in der Kathedrale in Jolo im Süden der Philippinen bei einem Sprengstoffattentat insgesamt 23 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt. Diese Gewalttaten erschüttern die öffentliche Meinung, die Politik und die Religionsgemeinschaften in der Region.<br />Asien, der größte Kontinent der Welt, sieht sich mit Problemen wie Armut, sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten, Arbeitslosigkeit, autoritären Regierungen, digitaler Kluft, Naturkatastrophen sowie religiösem Extremismus und Terrorismus konfrontiert. Diese Herausforderungen betreffen Regierungen, Gemeinschaften, zivilgesellschaftliche Gruppen, Religionsgemeinschaften einschließlich christlicher Kirchen. Der nachfolgende Beitrag versucht, die Reaktion der Kirche auf den zunehmenden religiösen Extremismus in Asien zu erklären und zu veranschaulichen <br /><br /><br/><strong>Link correlati</strong> :<a href="http://omnisterra.fides.org/articles/view/158">Mehr bei "Omnis Terra"</a>Sat, 17 Apr 2021 13:19:44 +0200AFRIKA/RUANDA - Vorsitzender der Bischofskonferenz zum Versöhnungsprozess nach dem Genozid: “Eine aktive Bewältigung war notwendig”http://www.fides.org/de/news/69958-AFRIKA_RUANDA_Vorsitzender_der_Bischofskonferenz_zum_Versoehnungsprozess_nach_dem_Genozid_Eine_aktive_Bewaeltigung_war_notwendighttp://www.fides.org/de/news/69958-AFRIKA_RUANDA_Vorsitzender_der_Bischofskonferenz_zum_Versoehnungsprozess_nach_dem_Genozid_Eine_aktive_Bewaeltigung_war_notwendigButare - "Als ich 1997 zum Bischof ernannt wurde, waren gerade drei Jahre seit dem Völkermord vergangen und das Land war am Boden zerstört: Ruinen überall, zerstörte Häuser, viele von Mord oder Gewalt betroffene Familien und viele Menschen, die Ruanda verlassen hatten und geflohen waren. Es gab viele Waisenkinder, von denen einige sehr jung waren, und im Herzen der Bevölkerung herrschte große Wut. Wir mussten von vorne anfangen. Die Kirche war aus einer ernsten Situation hervorgegangen und hatte drei Bischöfe verloren, von denen zwei getötet wurden und einer vermisst war, sowie viele Priester und Ordensleute. Wir haben uns an die Seite der der Bevölkerung gestellt, um dem Land zu helfen, sich zu erholen. Unsere Arbeit war von Anfang an darauf ausgerichtet, sich zu versöhnen, auch wenn es sehr schwierig war, viele hatten nicht die Kraft dazu“. Insgesamt 27 Jahre sind seit den hundert schrecklichen Tagen des Genozids vergangen, der Ruanda verschlang und in einen Strudel des Grauens stürzte. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Ruanda, Bischof Philippe Rukamba von Butare, rekonstruiert diesen dramatischen April im Interview mit Fides und erklärt, was sich seitdem verändert hat und welche Rolle die Kirche beim Übergang zu einer endgültigen Ära des Friedens spielt.<br />„Das Wichtigste“, sagt er, „ war, zu versuchen, die Familien der Opfer mit den Tätern der Massaker zu versöhnen, und dies konnte nur durch aktive Bewältigung geschehen, wobei zunächst versucht werden musste, zu verstehen, was überhaupt geschehen war. Unsere Kommission für Gerechtigkeit und Frieden bat deshalb einige Länder um Hilfe, die ebenfalls Zeiten großer ethnischer oder religiöser Spannungen erlebt hatten wie Südafrika und Nordirland, und die durch einen komplexen Versöhnungsprozess daraus hervorgegangen waren. Auf diese Weise wurde ein sehr nützlicher Weg angetreten, der uns half, zur verstehen, was die Herzen der Menschen bewegt“. "Allmählich hat sich die Situation im Land verbessert, und als Kirche haben wir versucht, den Staat zu unterstützen, indem wir uns auch zur Verfügung gestellt haben, um Priester oder Ordensleute zur Rechenschaft zu ziehen, die zu Protagonisten von Verbrechen geworden waren", so der Bischof.<br />Die katholische Kirche war selbst auch von der mörderischen Wut jener Tage betroffen. Sie verlor viele ihrer Mitarbeiter, die sich gegen Gewalt aussprachen, trug aber zum Teil auch dazu bei, sie die Spaltung zu schüren.<br />"Am Anfang wurde der Kirche vorgeworfen, dem Völkermord in gewisser Weise den Weg bereitet zu haben. Einige Priester und Ordensleute haben sich tatsächlich aktiv beteiligt, und einer davon wurde zum Beispiel in Den Haag zu lebenslanger Haft verurteilt. Im Laufe der Jahre haben wir als führende Kirchenvertreter eigestehen müssen, dass viele Christen sowie Angehörige anderer Glaubensrichtungen nicht richtig gehandelt und sich am Völkermord beteiligt haben. Wir haben aber auch verstanden, dass wir vorwärts gehen müssen, indem wir entschlossen einen neuen Weg berschreiten. Der Heilige Vater bat anlässlich des Besuchs von Präsident Kagame im Vatikan im Jahr 2017 im Namen der Christen um Vergebung für den Völkermord. Ich denke, ich kann sagen, dass wir einen fruchtbaren Prozess hinter uns haben, auch weil wir zusammen mit den Menschen begonnen, die Versöhnung in den Pfarreien auf allen Ebenen zu fördern, gestärkt vom Appells von Johannes Paul II., der uns zu einer Gewissensprüfung aufgefordert hat. In unseren Pfarreien gibt es begleitende Initiativen, die Opfer und Verfolger zusammenzubringen, die um Vergebung gebeten haben. Wir haben kürzlich ein Gebäude in einer Pfarrei in Butare eingeweiht, in dem Familien von Opfern und Täter untergebracht sind, die ihre Taten bereut haben“.<br />Das Verhältnis zu den politischen Autoritäten war nicht immer einfach, auch aufgrund des schweren Erbes, das der Völkermord im Land hinterlassen hat. Seit dem Besuch des Präsidenten beim Papst im Jahr 2017 hat sich jedoch etwas geändert: „Die Situation“, so Bischof Rukamba, „hat sich sehr verbessert und die Beziehungen zwischen Staat und Kirche haben sich verändert. Seit einigen Monaten haben wir einen Kardinal, Antoine Kambanda, Erzbischof von Kigali, und wir können sagen, dass wir eine neue Zusammenarbeit erleben. Im Moment suchen wir nach einer Rahmenvereinbarung, die die Beziehungen zwischen Staat und Kirche endgültig regelt. Am Tag der Erinnerung an den Völkermord fand eine Zeremonie statt, bei der zum ersten Mal die Namen einiger Priester öffentlich erwähnt und an Bischof Joseph Ruzindana von Byumba erinnert wurde, der während der Zusammenstöße getötet wurde. Sie wurden als "Gerechte" bezeichnet und es wurde anerkannt, dass sie sich der Gewalt widersetzten und Leben gerettet haben."<br /> <br />Sat, 17 Apr 2021 13:09:49 +0200OZEANIEN/PAPUA NEUGUINEA - Missionsschwestern bemühen sich um Inkulturation: „Das Evangelium muss die Herzen der Menschen erreichen“http://www.fides.org/de/news/69957-OZEANIEN_PAPUA_NEUGUINEA_Missionsschwestern_bemuehen_sich_um_Inkulturation_Das_Evangelium_muss_die_Herzen_der_Menschen_erreichenhttp://www.fides.org/de/news/69957-OZEANIEN_PAPUA_NEUGUINEA_Missionsschwestern_bemuehen_sich_um_Inkulturation_Das_Evangelium_muss_die_Herzen_der_Menschen_erreichenPort Moresby - "Inkulturation ist ein Eckpfeiler unserer Arbeit: Wir müssen dieselbe Sprache wie die Menschen verwenden, damit die Verkündigung des Evangeliums in die Herzen und in das Bewusstsein eindringen kann. Nur so kann die Botschaft Jesu im Leben der Menschen auf Akzeptanz stoßen“, so die aus Italien stammende Schwester Chiara Colombo, von den Immacolata-Missionsschwestern des Päpstichen Insituts für die Außenmissionen, im Gespräch mit Fides, zur missionarischen Arbeit der Ordensfrauen in Papua-Neuguinea und die Herausforderungen, denen sich die Misionarinnen dort täglich stellen müssen.<br />Schwester Chiara Colombo lebt seit 2016 in Kiriwina, der größten der Trobriand-Inseln, etwa 200 Kilometer vor der äußersten Südostspitze der Insel Papua. Hier unterstützen sie und ihre Mitschwestern die Arbeit der beiden Pfarreien, von denen jede sechs Gemeinden hat: Besuche in Dörfern, Seelsorge, Katechese und Gesundheitsvorsorge gehören dazu. "Das Leben hier ist nicht immer einfach“ betont Schwester Chiara, „wenn es regnet, haben wir Wasser, wenn es nicht regnet, haben wir es nicht wie alle anderen auch. Die Stromversorgung hängt von Sonnenkollektoren oder Generatoren ab, die mit Diesel betrieben werden, der per Schiff zu den Händlern an der Küste gelangen und im Hinterland in Kanistern verkauft wird. Die Dienstleistungen sind nur die grundlegenden und es entsteht das Gefühl ist, dass die Regierung nicht alles tut, um sie zu garantieren“. "Im Krankenhaus“, berichtet die Nonne, „gibt es keine Ärzte, nur Krankenschwestern und Sanitäter, die Medikamente zur Verfügung stellen, die nur für die Behandlung von Krankheiten wie Malaria und Ruhr zur Verfügung stehen".<br />Unterdessen ist die Bevölkerung in den vergangenen vierzig Jahren von drei auf acht Millionen angewachsen, wobei 40% der Einwohner jünger als fünfzehn Jahre sind. "Junge Menschen“, so die Missionsschwester, „kämpfen darum, ihren Platz in einer sehr widersprüchlichen Gesellschaft zu finden: reich an Ressourcen, über die jedoch ausländische Unternehmen verfügen, fasziniert vom Fortschritt, aber immer noch nicht in der Lage, der Mehrheit ihrer Kinder eine angemessene Ausbildung zu garantieren. Es gibt nur wenige Schulen und sie sind daher selektiv, so dass nur wenige Zugang zur höheren Bildung haben".<br />In der Hauptstadt Port Moresby und in der Stadt Kerema befinden sich zwei Gymnasien in Trägerschaft der Missionsschwestern. In Watuluma auf der Insel Good Enough betreiben sie auch eine Berufsschule, wo Tischler, Mechaniker und Elektriker ausgebildet werden. "Junge Menschen sind heute unsere Priorität“, betont Schwester Chiara, „wir wollen Bürger ausbilden, die in der Lage sind, ihr Land fruchtbar zu machen und gleichzeitig das Ökosystem zu respektieren, in dem sie leben."<br />Im Hinblick auf die Erstevangelisierung in Papua-Neuguinea betont die Ordensfrau: "In diesem Bereich gibt es zwei besondere Herausforderungen“, so Schwester Chiara abschließend, „zum einen die Fragmentierung zwischen verschiedenen christlichen Konfessionen, die durch die kontinuierlichen Verbreitung neuer Sekten und die daraus resultierende Spaltung innerhalb der Gemeinschaften und Familien noch verstärkt wird. Das andere ist das Fortbestehen des Aberglaubens der Vorfahren: Die Verkündigung Christi zielt deshalb darauf ab, den Elementen der traditionellen Kultur zu begegnen, die nicht im Einklang mit dem Evangelium stehen, und gleichzeitig die positiven Aspekte aufzugreifen."<br /> <br /><br/><strong>Link correlati</strong> :<a href="https://www.youtube.com/watch?v=IxI899VIhag">Interview im Video</a>Sat, 17 Apr 2021 12:28:23 +0200AMERIKA/BRASILIEN - Bischöfe beenden Vollversammlung: “Wir dürfen nicht schweigen, wenn das Leben bedroht ist”http://www.fides.org/de/news/69955-AMERIKA_BRASILIEN_Bischoefe_beenden_Vollversammlung_Wir_duerfen_nicht_schweigen_wenn_das_Leben_bedroht_isthttp://www.fides.org/de/news/69955-AMERIKA_BRASILIEN_Bischoefe_beenden_Vollversammlung_Wir_duerfen_nicht_schweigen_wenn_das_Leben_bedroht_istBrasilia - „Brasilien erlebt die Zuspitzung einer bereits ernsten gesundheitlichen, wirtschaftlichen, ethischen, sozialen und politischen Krise, die durch eine Pandemie verschärft wird, die uns herausfordert und die strukturellen Ungleichheiten hervorhebt, die in der brasilianischen Gesellschaft tief verwurzelt sind. Obwohl jeder an der Pandemie leidet, sind ihre Folgen für das Leben der Armen und Schwachen am verheerendsten. Diese Realität des Leidens muss in den Herzen der Jünger Christi widerhallen. Alles, was das Leben fördert oder bedroht, betrifft unsere Mission als Christen. Wann immer wir zu sozialen, wirtschaftlichen und politischen Fragen Stellung nehmen, tun wir dies auf der Grundlage des Evangeliums. Wir dürfen nicht schweigen, wenn das Leben bedroht ist, Rechte nicht respektiert werden, Gerechtigkeit untergraben ist und Gewalt verbreitet wird“, heißt es in einer Erklärung der Bischofskonferenz Brasiliens , die am Ende der Generalversammlung der brasilianischen Bischöfe, die vom 12. bis 16. April im digitalen Format tagten , veröffentlicht wurde.<br />„Wir sind Hirten und unsere Mission ist es, auf die Menschen aufzupassen“, schreiben die Bischöfe in ihrer Botschaft, „Unser Herz leidet unter der nur begrenzt möglichen Teilnahme des Volkes Gottes an den Gottesdiensten in Kirchen. Die Heiligkeit des menschlichen Lebens erfordert jedoch Weisheit und Verantwortung von uns. Daher müssen wir in diesem Moment weiterhin die erforderlichen Gesundheitsprotokolle bei der Feier von Gottesdiensten einhalten.“<br />Die Bischöfe danken den Familien, die als einen privilegierten Ort "für die Erfahrung des Glaubens und der Solidarität" bezeichnen, und den Gemeinden die durch verschiedene Initiativen die Erfahrung der Hauskirche gefördert haben. "Im Gebet und in der Fürsorge für das Leben vereint, werden wir diesen Moment überwinden“, ermutigen die Bischöfe die Menschen.<br />Sie bekräftigen daher, dass die drei Gewalten des Landes die Aufgabe haben, Brasilien auf der Grundlage der Verfassung zu führen, die die Gesundheit als "Recht aller und Pflicht des Staates" garantiert. "Reden und Einstellungen, die die Realität der Pandemie leugnen, Gesundheitsmaßnahmen ignorieren und die demokratische Rechtsstaatlichkeit bedrohen, sind daher inakzeptabel", mahnen die Bischöfe.<br />Die Bischöfe fordern in diesem Zusammenhang "größere Investitionen in die öffentliche Gesundheit und die Versorgung der Kranken, die Erhaltung und Stärkung des einheitlichen Gesundheitssystems“. Die öffentliche Politik müsse außerdem den Zugang zur Bildung gewährleisten, und dabei den vom Papst Franziskus vorgeschlagenen globalen Bildungspakt umsetzen. Besorgt äußern sich die Bischöfe über die vielfältigen Formen von Gewalt in der Gesellschaft, über Desinformation und Hassreden, insbesondere über soziale Netzwerke und über den Missbrauch von Religion als Instrument politischer Auseinandersetzung.<br />Die Bischöfe äußern auch ihre Sorge um das gemeinsame Haus und bekräftigen die Notwendigkeit, soziale Ungleichheiten im Land zu überwinden und eine bessere Politik zu fördern, "die sich nicht wirtschaftlichen Interessen unterwirft sondern von Geschwisterlichkeit und sozialer Freundschaft geleitet wird". Sie schließen mit einem nachdrücklichen Appell „an die Einheit von Zivilgesellschaft, Kirchen, Körperschaften, sozialen Bewegungen und allen Menschen guten Willens rund um den Pakt für das Leben und für Brasilien. Mit erneutem Engagement müssen wir konkrete Initiativen auf den Weg bringen, um Solidarität und Austausch zu fördern. “<br /> <br />Sat, 17 Apr 2021 11:59:00 +0200AMERIKA/HAITI - Gottesdienste und Kundgebungen im Zeichen der Solidarität mit Entführungsopfernhttp://www.fides.org/de/news/69954-AMERIKA_HAITI_Gottesdienste_und_Kundgebungen_im_Zeichen_der_Solidaritaet_mit_Entfuehrungsopfernhttp://www.fides.org/de/news/69954-AMERIKA_HAITI_Gottesdienste_und_Kundgebungen_im_Zeichen_der_Solidaritaet_mit_EntfuehrungsopfernPort au Prince - In allen zehn Diözesen des Landes brachten Katholiken in Haiti am Donnerstag, dem 15. April, mit besonderen Gottesdiensten ihre Solidarität mit den Opfern von Entführungen zum Ausdruck. In der Pfarrei Saint-Pierre in Pétion-Ville konzelebrierte die Bischöfe des Landes bei einem gemeinsamen Gottesdienst und forderten in diesem Rahmen erneut die Freilassung aller Opfer von Entführung und die Beendigung der allgemeinen Unsicherheit.<br />Die Bischofskonferenz hatte auch darum gebeten im alle Kirchenglocken des Landes im Zeichen der Gemeinschaft, des Gedenkens und der Gebete für Menschen "sprechen zu lassen", die Opfer von Entführungen, Gewalt und Unsicherheit im Allgemeinen sind. Unterdessen empfingen die in der Pfarrei Saint Pierre versammelten Gläubigen die Bischöfe mit dem Lied "Nou Bouke" , wobei von einigen Gottesdiensteilnehmern auch Plakate im Zeichen des Protests mitgeführt wurden.<br />"Wir verurteilen nachdrücklich alle Entführungen im Land", so der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Haiti, Erzbischof Launay Saturné. Der Bischof betonte in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass die haitianische Bischofskonferenz und die Konferenz der haitianischen Ordensleute die sofortige und bedingungslose Freilassung aller im Land entführten Personen fordern. "Wir beten für die Beendigung der Unsicherheit und der Entführungen. Wir träumen von einem Haiti ohne Unsicherheit, ohne Entführungen und ohne Gewalt. Wir beten für die Freilassung aller Entführten und für die Bekehrung aller an den Entführungen Beteiligten", so der Bischof weiter, der dabei alle Bürger aufforderte, ihren Beitrag zur Entstehung eines neuen Haiti zu leisten, und die Behörden an die Pflicht erinnerte, die eigene Verantwortung zu übernehmen.<br />Im Anschluss an den Gottesdienst versammelten sich Menschenrechtsaktivisten zu einer spontanen Demonstration, die von der Polizei mit dem Einsatz von Tränengas aufgelöst wurde. Am Rande der Demonstration wurde auch ein Fahrzeug wurde in Brand gesetzt.<br />Am 15. April hatte die katholische Kirche von Haiti auch die Schließung katholischer Schulen, Universitäten und aller anderen Institutionen angeordnet, um die jüngsten Entführungen von Kirchenvertretern anzuprangern . In der Hauptstadt blieben auch Einkaufszentren im Zeichen des Protests geschlossen.<br /> <br />Sat, 17 Apr 2021 11:28:10 +0200AFRIKA/MOSAMBIK - Pfarrer Jorge Joaquim Pinho zum Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke ernannthttp://www.fides.org/de/news/69956-AFRIKA_MOSAMBIK_Pfarrer_Jorge_Joaquim_Pinho_zum_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_ernannthttp://www.fides.org/de/news/69956-AFRIKA_MOSAMBIK_Pfarrer_Jorge_Joaquim_Pinho_zum_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_ernanntVatikanstadt – Kardinal Luis Antonio G. Tagle, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker hat am 28. Januar 2021 Pfarrer Jorge Joaquim Pinho aus dem Klerus der Erzdiözese Beira für fünf Jahre zum Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Mosambik ernannt.<br />Der neue Nationaldirektor wurde am 25. August 1972 geboren und ist seit 16 Jahren Priester. Er studierte Philosophie in Maputo , Schulmanagement und -verwaltung in Beira und einen in Pastoraltheologie in Salamanca . Er war Lehrer am Propädeutischen Seminar, Dozent an der Universität Beira und Pfarrer in zwei Pfarreien. Ein Jahr lang war er Diözesandirektor der Päpstlichen Missionswerke in seiner Erzdiözese. Derzeit ist er Pfarrer und Schatzmeister der Erzdiözese.<br /> <br />Sat, 17 Apr 2021 11:03:17 +0200AFRIKA/DR KONGO - Gewalt im Osten des Landes: Hinter den Statistiken verbergen sich unschuldige Opferhttp://www.fides.org/de/news/69953-AFRIKA_DR_KONGO_Gewalt_im_Osten_des_Landes_Hinter_den_Statistiken_verbergen_sich_unschuldige_Opferhttp://www.fides.org/de/news/69953-AFRIKA_DR_KONGO_Gewalt_im_Osten_des_Landes_Hinter_den_Statistiken_verbergen_sich_unschuldige_OpferKinshasa - "Dies sind trockene Zahlen, hinter denen sich jedoch Menschen verbergen, unschuldige Opfer", so das Netzwerk „Rete Pace per il Congo“ der Missionare in der Demokratischen Republik Kongo, in einem Kommentar zu den Berichten der Vereinten Nationen und lokale NGOs über die Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung im Osten der Demokratischen Republik Kongo.<br />In seinem am 11. Februar 2021 veröffentlichten Bericht mit den zwischen Januar und Dezember 2020 gesammelten Daten erklärte der Gemeinsame Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen , dass die ugandischen Rebellen der ADF, in den Gebieten Beni , Irumu und Mambasa insgesamt 166 Angriffe verübten und mindestens 849 Zivilisten töteten. Aus dem Bericht geht hervor, dass im gleichen Zeitraum mindestens 108 Zivilisten Opfer von Verstößen gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit wurden, für die ebenfalls die ADF verantwortlich gemacht wird, darunter 103 Verletzte und 5 Frauen, die Opfer sexuellen Missbrauchs wurden. Darüber hinaus dokumentierte der BCNUDH die Entführung von mindestens 77 Personen, darunter 20 Frauen und 3 Minderjährige, die später freigelassen wurden. Im Februar 2021 dokumentierte BCNUDH insgesamt 495 Fälle von Menschenrechtsverletzungen auf kongolesischem Gebiet. 65% dieser Verstöße wurden von Milizsoldaten bewaffneter Gruppen und 35% von staatlichen Sicherheitsbeamten begangen. Diese Verstöße führten zum Tod von mindestens 197 Zivilisten, darunter 23 Frauen und 12 Kinder. Bewaffnete Gruppen wurden für die willkürliche Hinrichtung von mindestens 175 Personen, darunter 22 Frauen und 9 Kinder, verantwortlich gemacht, während Sicherheitskräfte auch für die außergerichtliche Hinrichtung von mindestens 22 Personen, darunter 1 Frau und 5 Kinder, verantwortlich gemacht wurden.<br />In einem am 5. März 2021 veröffentlichten Bericht über den Zeitraum vom 1. bis 28. Februar 2021 berichtete das Friedensforum in Beni mit Sitz im Nord-Kivu, dass 105 Menschen getötet und 34 Menschen entführt wurden , von denen bisher nur 13 freigelassen wurden.<br />Die meisten Verbrechen wurden nach Angaben der NGO in der Region Beni und in geringerem Maße in Ituri begangen. Laut FPB "können wir unter anderem verschiedene Gründe dafür benennen, weshalb die der ADF diese Massaker und Menschenrechtsverletzungen weiterhin verüben kann: die von der Bevölkerung an sie gesendeten Alarme werden von den Sicherheitskräften nicht ernst genommen, die Lockerung des militärischen Vorgehens gegen den ADF und die Demotivation von Soldaten aufgrund der Umleitung ihrer nicht ausgezahlten Gehälter usw.". Um der Gewalt ein Ende zu setzen, bittet die FPB den Stabschef der staatlichen Armee , die Soldaten zu ersetzen, die schon lange im Einsatz sind, ohne positive Ergebnisse erzielt zu haben.<br />Laut einem am 22. Februar 2021 vom Kivu Security Tracker veröffentlichten Bericht sind im Osten der Demokratischen Republik Kongo 122 bewaffnete Gruppen aktiv, insbesondere in den Provinzen Nord-Kivu, Süd-Kivu, Ituri und Tanganjika. In Süd-Kivu wurden , in Nord-Kivu , in Ituri und in Tanganjika . Einige bewaffnete Gruppen operieren auch gleichzeitig in zwei oder drei Provinzen.<br />Die KST nennt dabei die vier größten bewaffneten Gruppen sind: die Alliierten Demokratischen Kräfte , die Demokratischen Kräfte für die Befreiung Ruandas , die Allianz der Patrioten für einen freien und souveränen Kongo und die Nduma-Defence for Congo .<br />Erst vor kurzem hatten die kongolesischen Bischöfe in einem gemeinsamen Appell die Beendigung der Gewalt im Osten des Landes gefordert.<br /> Sat, 17 Apr 2021 09:45:05 +0200AMERIKA/CHILE - Neues Einwanderungsgesetz: Erzbischof Chomali äußert sich besorgthttp://www.fides.org/de/news/69950-AMERIKA_CHILE_Neues_Einwanderungsgesetz_Erzbischof_Chomali_aeussert_sich_besorgthttp://www.fides.org/de/news/69950-AMERIKA_CHILE_Neues_Einwanderungsgesetz_Erzbischof_Chomali_aeussert_sich_besorgtConcepción - "Das Schmerzlichste an dieser unglücklichen Situation ist, dass der Migrationsprozess in Chile eine Reihe anomaler Situationen aufgedeckt hat…. Ich hoffe, dass dieses neue Gesetz den Schmerz wiedergutmachen wird, der besonders in den letzten Jahren Tausende von Migranten zugefügt wurde", so Erzbischof Fernando Chomali von Concepción in einem von der Tageszeitung „El Mercurio“ veröffentlichten Beitrag zur aktuellen Situation von Tausenden von Migranten im Land.<br />Der Erzbischof von Concepción erinnert an die jüngsten Ereignisse in der chilenischen Hauptstadt: "Eine große Gruppe von Migranten belagerte ein Büro im Zentrum von Santiago, weil sie versuchten, auf der Grundlage des neuen Einwanderungsgesetzes eine reguläre Position zu erlangen. Sie wurden dabei von Verzweiflung, Angst, Informationsmangel und Angst getrieben. Das Szenario war düster: eine Versammlung mitten in einer Pandemie, die zu mehr Infektionen und Todesfällen führte. Dies war vorhersehbar und eigentliche vermeidbar".<br />Erzbischof Chomali beschreibt die Realität der Migranten in Chile: "Sie lassen sie herein - wir erinnern uns an die Flugzeuge aus Haiti, die im Morgengrauen ankamen, und an den Zustrom von Menschen, die lange Monate aus dem Norden angereist waren - und sobald sie hier ankommen, fehlt es an Garantien für eine zivile Behandlung oder einen Arbeitsplatz. Sie sind vielmehr von Ausweisung bedroht, und kümmern sich trotzdem in aller Ruhe um die Kranken oder älteren Menschen, um die sich sonst niemand kümmern würde. Sie putzen bis in die frühen Morgenstunden, … transportieren Lebensmittel im Regen oder in der höllischen Hitze, unter bedauerlichen Arbeitsbedingungen, schlecht bezahlt, ohne jede Art von Versicherung. Und als ob das nicht genug wäre, leben sie in überfüllte Unterkünften, unter unmenschlichen Bedingungen zu teuren Preisen".<br />Chile sieht sich in einer sehr schwierigen Situation mit der Not vieler Migranten konfrontiert. Gesundheitseinrichtungen stehen aufgrund der Zunahme von Covid-19-Fällen unter großem Druck, was auch die gute vorankommende Impfkampagne insbesondere in den Städten nicht zum Erliegen bringt. Darüber hinaus müssen die Krankenhäuser Patienten behandeln, die seit einem Jahr wegen der Coronapandemie nicht aufgenommen wurden und an anderen Krankheiten leiden, weshalb und die medizinische Versorgung nicht mehr hinausgezögert werden kann.<br />Zu weiteren Spannungen führt nun ein neues Migrationsgesetz, das ein seit 1975 unter der Diktatur von Augusto Pinochet erlassene bisherige Gesetzt ersetzt. Es kommt bereits zu kontroversen Debatten über das neue Gesetz, das strengere Grenzkontrolle und Beschleunigung von Abschiebungen vorsieht und ein Arbeitsvisum aus dem Herkunftsland erfordert, um zu verhindern, dass arbeitssuchende Ausländer zunächst als Touristen einreisen.<br />Insbesondere an der Nordgrenze zwischen Chile und Bolivien reisten in den Monaten Februar und März Tausende von Einwanderern illegal nach Chile ein, was zum Zusammenbruch der Infrastruktur mehrerer kleiner Grenzstädte führte.<br /> <br />Fri, 16 Apr 2021 13:31:27 +0200EUROPA/POLEN - Pfarrer Maciej Bedzinski zum Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Polen ernannthttp://www.fides.org/de/news/69952-EUROPA_POLEN_Pfarrer_Maciej_Bedzinski_zum_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_in_Polen_ernannthttp://www.fides.org/de/news/69952-EUROPA_POLEN_Pfarrer_Maciej_Bedzinski_zum_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_in_Polen_ernanntVatikanstadt – Kardinal Luis Antonio G. Tagle, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker hat am 15. Januar 2021 Pfarrer Maciej Bedzinski aus dem Klerus der Diözese Radom für fünf Jahre zum Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Polen ernannt. <br />Der neue Nationaldirektor ist 39 Jahre alt und seit 13 Jahren Priester. Nach siebenjähriger Tätigkeit als Pfarrvikar ist er seit 2014 Sekretär des Päpstlichen Werkes für die Glaubensverbreitung und des Apostel-Petrus-Werkes in Polen. Im selben Jahr promovierte er und schloss sein Aufbaustudium mit einer Spezialisierung im Fach Spiritualität mit dem Studium der christlichen Mystik ab. Er besuchte Studienseminare für Pressesprecher an der Wyszynski-Universität in Warschau und ist Mitglied zahlreicher katholischer Vereinigungen und Mitglied der Päpstlichen Missionsunion. Seit vielen Jahren ist er zudem einer der Organisatoren von missionarischen Feriencamps für die Jugendlichen der Diözese. Er ist Autor von Arbeitsmaterialien für die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit der Päpstlichen Missionswerke und Organisator von Missionskongressen. Zudem wirkt er an der Schule für Missionsanimatoren mit und hat mehrere Reisen in Missionsgebiete unternommen.<br /> <br />Fri, 16 Apr 2021 13:06:29 +0200AFRIKA/KAMERUN - Katholische Kirche übernimmt Mittlerrolle: “Die Menschen haben großes Vertrauen in die Kirche”http://www.fides.org/de/news/69951-AFRIKA_KAMERUN_Katholische_Kirche_uebernimmt_Mittlerrolle_Die_Menschen_haben_grosses_Vertrauen_in_die_Kirchehttp://www.fides.org/de/news/69951-AFRIKA_KAMERUN_Katholische_Kirche_uebernimmt_Mittlerrolle_Die_Menschen_haben_grosses_Vertrauen_in_die_KircheBamenda - „Die katholische Kirche übernimmt in Kamerun die Vermittlerrolle beim Dialog: In diesem Sinne versuchen wir zwischen den beiden Parteien zu vermitteln, auch wenn sie das Problem durch Dialog selbst lösen müssen. In den englischsprachigen Regionen geben 40% der Bevölkerung an, christlich zu sein, und unsere Präsenz zielt darauf ab, den Frieden zu fördern. Wir arbeiten viel mit der lokalen Bevölkerung zusammen, aber auch mit dem Militär und separatistischen Kämpfern, damit der Dialog zu einer Lösung führen kann. Es muss gesagt werden, dass unsere Arbeit zur Förderung des Friedens dazu geführt hat, dass wir einen hohen Preis im Zusammenhang mit Gewalt gegen unsere Laien und Priester zahlen mussten", so Erzbischof Andrew Nkea Fuanya von Bamenda gegenüber Fides in einer Bilanz zur schmerzhaften Situation, in der die anglophonen Regionen des Landes seit 2016 leben und die von Konflikten, extremer Gewalt, Armut und Terror geprägt ist.<br /> Der Erzbischof erklärt, warum auch Mitarbeiter, darunter Priester und Ordensleute im Fadenkreuz der Gewalt landeten, obschon sie als Vermittler auftraten: "Dieser Zustand ist aufgrund eines dramatischen zugrunde liegenden Missverständnisses entstanden. Jeder hier glaubt an die Kirche, unabhängig von seiner eigenen Position. Aber es gab eine Zeit, in der die Regierung uns als "Befürworter der Rebellen" darstellte, während wie Separatisten uns für "regierungsfreundlich" hielten, weil wir die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung verurteilen. Wir wissen jedoch, dass auch die Kirche Christi verfolgt wird, wie er selbst im Evangelium sagte: "Sie werden den Meister und seine Jünger verfolgen". Es ist also keine neue Situation für uns, den Preis zu zahlen, bis wir Frieden für unsere geliebten Regionen und unsere geliebten Menschen erreichen.“<br />Im internationalen Kontext, so der Erzbischof, habe die jüngste Reise von Kardinal Pietro Parolin, der im vergangenen Januar Kamerun besuchte, viele Erwartungen und große Hoffnungen geweckt. Der Staatssekretär des Vatikans war der erste Vertreter einer ausländischen Behörde, der seit Beginn der Krise im Jahr 2016 die Bevölkerung der nordöstlichen und nordwestlichen Regionen Kameruns besuchte.<br />Erzbischof Nkea Fuanya bemerkt: „Ich glaube, dass der Besuch des Kardinals ein entscheidender Schritt in Richtung Frieden sein wird. Kardinal Parolin kam nach Bamenda, um mir als neuem Metropoliten der Diözese das Pallium zu überreichen, aber vor allem, um die Nähe des Papstes zu den notleidenden Menschen auszudrücken. Es war ein großer Trost für Priester und Bischöfe, Ordensleute und Laien, dass der Papst uns nahe steht. Kardinal Parolin begegnete bei einem Treffen den Priestern und Bischöfen: Es war ein großer Ansporn, unserer Mission treu zu bleiben, und eine große Ermutigung für das Volk. Der Kardinal hat gezeigt, dass der Papst unsere Situation mit tiefer Besorgnis genau verfolgt. Trotz der Drohungen der Opposition gegen diejenigen, die an den Veranstaltungen teilnahmen, ließ sich die Bevölkerung nicht abhalten und dies zeigt ohne Zweifel, wie glücklich die Menschen waren, den Gesandten des Papstes zu treffen, der mit einer Friedensbotschaft gekommen war. Sein Besuch war ein Meilenstein auf dem Weg zum Frieden für unsere Regionen. Für uns ist es wichtig zu wissen, dass der Heilige Stuhl den Frieden wünscht und versucht, ihn aktiv zu fördern, indem er mit beiden Seiten spricht. Das Engagement der Kirche auf universeller und lokaler Ebene ist von grundlegender Bedeutung. Wir als Bischöfe informieren den Heiligen Stuhl über jeden Schritt und somit kann der Heilige Stuhl durch die Aktivitäten der örtlichen Bischöfe einen Beitrag leisten. Die Bevölkerung hat großes Vertrauen in die Kirche, und deshalb betrachten viele Parteien den Heiligen Stuhl als einen glaubwürdigen Akteur, der den Dialog und die Versöhnung unterstützen kann. “<br /> Fri, 16 Apr 2021 12:50:18 +0200AFRIKA/MOSAMBIK - Neuer Angriff auf Palma: UNICEF warnt vor Zuspitzung der humanitären Lagehttp://www.fides.org/de/news/69949-AFRIKA_MOSAMBIK_Neuer_Angriff_auf_Palma_UNICEF_warnt_vor_Zuspitzung_der_humanitaeren_Lagehttp://www.fides.org/de/news/69949-AFRIKA_MOSAMBIK_Neuer_Angriff_auf_Palma_UNICEF_warnt_vor_Zuspitzung_der_humanitaeren_LageMaputo – Erneut wurde gestern Abend die Stadt Palma im Nordosten Mosambiks angegriffen. Erst vor drei Wochen waren dort nach einem groß angelegten dschihadistischen Angriff Dutzende Tote zu verzeichnen und Tausende zur Flucht gezwungen . Militärischen Quellen zufolge kam es zu Schießereien zwischen Soldaten und dschihadistischen Kämpfern. Inzwischen sei die Situation wieder unter Kontrolle.<br />Ein Element, das darauf hindeutet, dass die so genannten Al-Shabaab-Milizen einen qualitativen Sprung gemacht haben, ist die Tatsache, dass während die Kämpfer den Anschlag in Palma verübten, zeitgleich an zwei Orten im Umkreis von 200 km weitere Angriffe durchgeführt wurden. "Mueda, Pundanhar und Palma wurden fast gleichzeitig angegriffen", so ein Sprecher des Militärs. Der Angriff auf Mueda wurde jedoch von anderen Quellen bisher nicht bestätigt.<br />Das Kinderhilfswerk UNICEF warnt unterdessen vor einer Zuspitzung der humanitären Lage der Bevölkerung Nordmosambiks und der Mosambikaner, die im benachbarten Tansania Zuflucht gesucht haben. „Heute leiden fast 13% der Kinder unter fünf Jahren an akuter Unterernährung, von denen fast 4% in schwerer Form betroffen sind. Und diese Zahlen beziehen sich nur auf die Regionen, zu denen wir Zugang haben", sagte Manuel Fontaine, Direktor für Notfallhilfen bei UNICEF. Derzeit gibt es ungefähr 700.000 Vertriebene und es besteht die Gefahr, dass es im Juni bereits eine Million sein werden, wenn sich die Situation nicht verbessert.<br />Der Präsident von Simbabwe, Emmerson Dambudzo Mnangagwa, drückte seine Solidarität mit der mosambikanischen Regierung und den Einwohnern des Landes aus. „Ein Anschlag auf einen von uns ist ein Anschlag auf uns alle. Wir bestehen nur vereint. Daher können wir uns nicht zurücklehnen und zulassen, dass die Aufständischen ihre Aktionen ohne eine solide regionale Reaktion fortsetzen“, sagte Mnangagwa vor den Mitgliedern seiner Partei. "Letzte Woche habe ich am Gipfeltreffen der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft in Mosambik teilgenommen, bei dem die regionale Führungsspitze beschlossen hat, sofort technische Missionen zur Wiederherstellung von Frieden und Stabilität zu entsenden", so der Präsident von Simbabwe mit Blick auf die Planung von möglichen Militäreinsätzen der SADC.<br />Die Verteidigungsminister von Botswana, Simbabwe und Südafrika, die derzeit die Troika bilden, werden am 28. April zusammentreten, um ein außerordentliches Treffen zur Lage vorzubereiten.<br /> <br />Fri, 16 Apr 2021 12:17:23 +0200ASIEN/SÜDKOREA - Viele Katholiken nutzen das Angebot von Online-Gottesdiensten: Bischöfe wünschen Rückkehr in die Kirchen nach dem Ende der Pandemiehttp://www.fides.org/de/news/69948-ASIEN_SUeDKOREA_Viele_Katholiken_nutzen_das_Angebot_von_Online_Gottesdiensten_Bischoefe_wuenschen_Rueckkehr_in_die_Kirchen_nach_dem_Ende_der_Pandemiehttp://www.fides.org/de/news/69948-ASIEN_SUeDKOREA_Viele_Katholiken_nutzen_das_Angebot_von_Online_Gottesdiensten_Bischoefe_wuenschen_Rueckkehr_in_die_Kirchen_nach_dem_Ende_der_PandemieSeoul – Die Zahl der Katholiken, die Sonntagsgottesdienste über soziale Medien und Fernsehen mitverfolgen, nimmt in Südkorea zu. Laut einem Bericht, der von der katholischen Bischofskonferenz in Südkorea veröffentlicht wurde, ist die Zahl Zuschauer der von der „Catholic Peace Broadcasting Corporation“ auf dem speziellen YouTube-Kanal, auf dem Live-Gottesdienste und pastorale Ereignisse in digitaler Form übertragen werden, im Laufe des letzten Jahres gestiegen. Angesichts der geltenden Gesundheitsprotokolle hätten sich viele Katholiken im Allgemeinen dafür entschieden, online an der Messe teilzunehmen, heißt es in dem Bericht.<br />Dieser Trend wirft jedoch pastorale Bedenken auf. "Viele Mitglieder unserer Pfarrkirchen haben es vorgezogen, an den im Fernsehen oder auf dem YouTube-Kanal gestreamten Sonntagsgottesdienste teilzunehmen… Aber der Wert einer liturgischen Feier in Gegenwart der Gläubigen, in der man als physische Personen gemeinsam an der wirklichen Gemeinschaft teilhat, die der Dreh- und Angelpunkt des Lebens einer katholischen Gemeinde ist, sollte nicht vergessen werden", heißt es in der Notiz der Bischofskonferenz.<br />Von den insgesamt 52,9 Millionen Einwohnern Südkorea machen Katholiken 11,2% aus. Die von der Bischofskonferenz veröffentlichten Daten zeigten, dass im Jahr 2020 von den 5,9 Millionen Katholiken im Land nur 8.631 oder 0,15% persönlich an Messen und Liturgien teilnahmen, die auch während der Pandemie in Kirchen stattfanden. Die Bischöfe betonen, man verstehe die weit verbreitete Besorgnis der Menschen über Gesundheitsprobleme und daher die von vielen getroffene Entscheidung, nicht physisch an Gottesdiensten in Kirchen teilzunehmen. Unterdessen ging die Zahl der Taufen im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr jährlich um 62,6% auf 30.285 zurück, während die Zahl der von der kirchlichen Eheschließungen um 43% auf 7.915 zurückging.<br />In der Erklärung der koreanischen Bischöfe heißt es, dass auch im Jahr 2021 die Teilnahme der Gläubigen an den Gottesdiensten angesichts der jüngsten Entwicklung der Pandemiesituation im Land gering ist. Dabei weisen die Bischöfe darauf hin, dass Online- oder Fernsehgottesdienste kein vollständiger Ersatz für eine Feier sein können, an der Gläubige vor Ort teilnehmen. Die menschliche und zwischenmenschliche Beziehung, die konkret und real ist, sei grundlegend für den christlichen Glauben und könne nicht durch eine virtuelle oder digitale Beziehung ersetzt werden. Wie Papst Franziskus erinnern die Bischöfe daran, dass Sakramente in der digitalen Umgebung "nicht virtuell gespendet werden können. Aus diesem Grund will die koreanische Kirche, sobald sich Gesundheitskrise beruhigt und die Daten zur Pandemie sich verbessern, die Gläubigen auffordern, in die Kirchen zurückzukehren.<br /> <br />Fri, 16 Apr 2021 11:42:50 +0200AMERIKA/NICARAGUA - Jusitita-et-Pax-Kommission beklagt hohe Arbeitslosenrate und Zunahme von Armut und Kriminalitäthttp://www.fides.org/de/news/69947-AMERIKA_NICARAGUA_Jusitita_et_Pax_Kommission_beklagt_hohe_Arbeitslosenrate_und_Zunahme_von_Armut_und_Kriminalitaethttp://www.fides.org/de/news/69947-AMERIKA_NICARAGUA_Jusitita_et_Pax_Kommission_beklagt_hohe_Arbeitslosenrate_und_Zunahme_von_Armut_und_KriminalitaetManagua – Die Justitia-et-Pax -Kommission der Erzdiözese Managua äußert sich zur aktuellen Lage im Land uns ist besorgt über "hohe Arbeitslosigkeitsraten, schlechte Lebensverhältnisse, niedrige Löhne und die Zuspitzung der Armut" in Nicaragua.<br />Die Botschaft, die die sich an Katholiken und an alle Menschen guten Willens wendet, zitiert im Titel den biblischen Vers „Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Wer durstig ist, den werde ich unentgeltlich aus der Quelle trinken lassen, aus der das Wasser des Lebens strömt“ und erinnert daran, dass Christen nach der Passion und dem Tod des Herrn freudig dessen Auferstehung feiern, die allen Hoffnung auf ein neues Leben schenkt. "Der Geist des Lebens begleitet uns immer in Schwierigkeiten. Die Jünger Christi stehen können sich dank dieses Geistes den Schwierigkeiten der Gesellschaft stellen, in der sie mit neuer Hoffnung leben", bekräftigt die Botschaft.<br />Angesichts der von nicht wenigen Problemen und Schwierigkeiten geprägten aktuellen Lage, fordert die Kommission dazu auf, sich von den Worten von Papst Franziskus in seiner Enzyklika "Fratelli tutti" inspirieren zu lassen, wo es heißt: " Es gibt wirtschaftliche Regeln, die sich als wirksam für das Wachstum, aber nicht gleicherweise für die Gesamtentwicklung des Menschen erweisen.[ Der Reichtum wächst, aber auf ungleiche Weise, und so »entstehen neue Formen der Armut« “.<br />Mit Besorgnis stellt die Kommission fest: "Im aktuellen Kontext sehen wir eine Zunahme der allgemeinen Kriminalität und der institutionalisierten Gewalt, begleitet von Strafgesetzen, die diese Probleme nicht lösen und vielmehr zu selektiven Verurteilungen führen."<br />Noch einmal erinnert die Kommission abschließend an die Worte von Papst Franziskus: "Alle Christen und Menschen guten Willens sind aufgerufen, für den Schutz des Lebens in all seinen Formen zu kämpfen, die Haftbedingungen zu verbessern und gleichzeitig die Menschenwürde von Personen zu respektieren, denen sie entzogen sind Freiheit, auch mit Blick auf die lebenslange Haft, die im Grunde einer verborgene Todesstrafe gleichkommt“.<br /> <br />Fri, 16 Apr 2021 11:08:17 +0200