Fides News - German (Standard)http://www.fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. AMERIKA/PERU - Jesuit in einer indigenen Gemeinde im Amazonasregion tot aufgefundenhttp://www.fides.org/de/news/64625-AMERIKA_PERU_Jesuit_in_einer_indigenen_Gemeinde_im_Amazonasregion_tot_aufgefundenhttp://www.fides.org/de/news/64625-AMERIKA_PERU_Jesuit_in_einer_indigenen_Gemeinde_im_Amazonasregion_tot_aufgefundenLima - Am Morgen des gestrigen Freitag wurde der spanische Jesuitenpater Riudavets Carlos Montes einer indigenen Gemeinde in Yamakentsa tot aufgefunden. Er war gefesselt und seine Leiche trug „Anzeichen von Gewalt“. Am Nachmittag gab der Jesuitenorden die Nachricht bekannt und äußerte, „Bestürzung und Trauer“. Die Verlautbarung betont „die Ablehnung jeder Form von Gewalt“, während man darauf vertraue, dass die Behörden die Ursachen und Umstände des Mordes rasch klären werde.<br /> Unterdessen brachte die peruanische Bischofskonferenz in einer von ihrem Vorsitzenden Erzbischof Miguel Cabrejos von Trujillo unterzeichneten Erklärung der Ordensgemeinschaft der Jesuiten ihr Beileid zum Ausdruck. Seit 38 Jahren habe sich „Pater Riudavets der Bildungsarbeit unter den Familien der einheimischen Gemeinden des Amazonas gewidmet“, so der Erzbischof, der die Behörden auffordert, nach den Verantwortlichen für das Verbrechen zu suchen. In einer Sendung des Fernsehsenders „RPP Noticias“ teilte der Bezirksleiter der örtlichen Schulen, Gumercinda Duire, mit, dass der Körper des Missionars in der Morgendämmerung von der Köchin auf dem Boden seiner Wohnung in der Schule „Valentín Salegui“ gefunden wurde. Die indigene Gemeinde befindet sich im Bezirk Yamakentsa , der zum Apostolischen Vikariat Jaén gehört. "Der Pater war sehr beliebt. Und was nun passiert ist, ist sehr seltsam", so der Bezirksleiter der Schulen zum gewaltsamen Tod des Ordensmannes.<br /> <br />Sat, 11 Aug 2018 10:25:40 +0200AFRIKA/ÄGYPTEN - Ehemaliger Mönch gesteht Mord an Bischof Epiphaniushttp://www.fides.org/de/news/64624-AFRIKA_AeGYPTEN_Ehemaliger_Moench_gesteht_Mord_an_Bischof_Epiphaniushttp://www.fides.org/de/news/64624-AFRIKA_AeGYPTEN_Ehemaliger_Moench_gesteht_Mord_an_Bischof_EpiphaniusKairo – Der Ägypter Wael Saad Tawadros, der noch bis vor wenigen Tagen Mönch des koptisch-orthodoxen Klosters St Makarios war, wurde von den ägyptischen Justizbehörden als Täter des Mordes am koptisch-orthodoxen Bischof Epiphanius identifiziert. Der Bischof war in den frühen Morgenstunden des 29. Juli in dem Kloster tot aufgefunden wurde, das er als Abt leitete. Laut ägyptischen Medienberichten gestand der ehemalige Mönch das Verbrechen und erklärte, dass er Bischof Epiphanius mit einer Eisenstange getötet hatte.<br />Am vergangenen 5. August wurde Wael Saad Tawadros, der bis dahin unter Namen Jesaja al Makary Mönch des Klosters San Makarios war, aus dem Kloster verwiesen und mit einer vom koptisch-orthodoxen Patriarchen Tawadros II. unterzeichneten Anweisung des Mönchsstandes enthoben. Der ehemalige Mönch wurde aufgefordert, "für die Rettung seiner Seele Reue zu zeigen" . Zunächst hatte ein Sprecher der koptisch-orthodoxen Kirche jedoch dementiert, dass die Maßnahmen gegen Wael mit dem Tod von Bischof Epiphanius in Verbindung standen.<br />In den frühen Morgenstunden des Sonntags, 29. Juli, wurde die Leiche des Bischofs Epiphanius auf dem Weg von seiner Zelle zur Kirche des Klosters in einer Blutlache gefunden. Der Bischof wollte wie gewöhnlich den Tag mit Morgengebet beginnen, bevor der Sonntagsgottesdienst beginnen sollte . Der Bischof war 64 Jahre alt und wurde in Tanta geboren. Nach dem Medizinstudium war er 1984 in das Kloster von St Makarios in der Region Wadi Natrun eingetreten und wurde 2002 zum Priester geweiht. Als Forscher und Wissenschaftler hatte an der Übersetzung mehrer Bücher der Bibel vom Griechischen ins Arabische mitgearbeitet. Die Mönche des Klosters St. Makarios hatten ihn am 3. Februar 2013 mehrheitlich zu ihrem Abt gewählt. Er war ein Schüler von Matta el Meskin – geistliche Schlüsselfigur in der jüngeren Geschichte der koptisch-orthodoxen Kirche – und pflegte intensive Beziehungen der geistlichen Gemeinschaft mit Freunden und Klostergemeinschaften der katholischen Kirche.<br /> .<br />Sat, 11 Aug 2018 10:07:30 +0200ASIEN/TURKMENISTAN - Pater Madej: “Poesie ist ein stilles Zeugnis der Liebe Gottes”http://www.fides.org/de/news/64623-ASIEN_TURKMENISTAN_Pater_Madej_Poesie_ist_ein_stilles_Zeugnis_der_Liebe_Gotteshttp://www.fides.org/de/news/64623-ASIEN_TURKMENISTAN_Pater_Madej_Poesie_ist_ein_stilles_Zeugnis_der_Liebe_GottesAschgabat - "Manchen Ungläubigen lassen sich erst durch die Annäherung an poetische Texte zum Nachdenken über ihre Existenz anregen, weil Poesie Fragen aufwirft, die Mathematik und Physik nicht stellen. Eine Dame hat mir einmal erzählt, dass sie sich nach dem Lesen meiner Gedichtsammlung für die Taufe entschieden habe. Dies gab mir zu verstehen, dass es nützlich ist, als Priester auch ein Dichter zu sein: Die Poesie ist für mich ein stilles Zeugnis der Liebe Gottes", so P. Andrzej Madej, polnischer Priester der Oblaten von der Makellosen Jungfrau Maria und Vorsteher des Missio sui iuris Turkmenistan am Vorabend der Veröffentlichung seiner neuesten Gedichtsammlung in polnischer Sprache "Pod skrzydlem aniola" .<br />"Ich schreibe seit fast 50 Jahren Gedichte“, so der Missionar weiter „und in vielen Momenten meines Lebens hat der Herr mir gezeigt, dass ich weitermachen soll. Als ich Anfang der siebziger Jahre als Seminarist in Rom war, benutzte der Obere der Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria, ein großer Theologe, in seinen Predigten und Katechesen häufig poetische Ausdrücke. Dort habe ich gelernt, dass Symbolismus ein großartiges Werkzeug für das Predigen ist. Ich möchte als Priester durch Poesie noch mehr und intensiver Priester sein ".<br />P. Madej veröffentlicht jedes Jahr eine Gedichtsammlung: Die Gedichte sind in polnischer Sprache geschrieben, werden aber oft auch ins Russische übersetzt, was sie den Gläubigen Turkmenistans zugänglich macht: "Meine Mission ist es, unter den Menschen zu sein, weshalb ich nicht die Zeit habe, die Gedichte selbst zu übersetzen. Aber einige der Gläubigen sprechen Russisch und fragen mich nach den neuesten Texten. Einige können auch die polnische Sprache lesen und fungieren als Dolmetscher und Übersetzer in der Gemeinschaft", erklärt der Ordensmann.<br />Der Oblate ist seit 1997 in Turkmenistan tätig, als Johannes Paul II. die Missio sui iuris errichtete, womit die katholische Kirche in dem Land wiedergeboren wurde. Dreizehn Jahre lang wurde die Präsenz der Oblaten nur als Vertretung der vatikanischen Botschaft zugelassen: zuerst traf man sich in Privatwohnungen und die Messe wurde auf dem Gelände Apostolischen Nuntiatur in Aschgabat gefeiert. Im Jahr 2010 erkannte die turkmenische Regierung die katholische Präsenz offiziell an. Die turkmenische katholische Gemeinde besteht aus etwa zweihundert Gläubigen und trifft sich in der Kapelle der Verklärung des Herrn in der Hauptstadt Aschgabat, wo sie von zwei Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria betreut wird. Von den rund 5 Millionen Einwohnern Turkmenistans sind etwa 90% Muslime.<br /> <br />Sat, 11 Aug 2018 09:45:37 +0200ASIEN/SYRIEN - Kloster der heiligen Tekla in Maalula bald wieder für Besucher geöffnethttp://www.fides.org/de/news/64622-ASIEN_SYRIEN_Kloster_der_heiligen_Tekla_in_Maalula_bald_wieder_fuer_Besucher_geoeffnethttp://www.fides.org/de/news/64622-ASIEN_SYRIEN_Kloster_der_heiligen_Tekla_in_Maalula_bald_wieder_fuer_Besucher_geoeffnetMaalula - Das griechisch-orthodoxe Kloster der heiligen Tekla in der syrischen Stadt Maalula wird bald wieder für Pilger und Touristen geöffnet sein. Die Wiederaufbau- und Restaurierungsarbeiten, bei denen versucht wurde, die schweren Schäden, die der Kultstätte in der Zeit zwischen September 2013 und März 2014 zugefügt worden waren, soweit wie möglich zu beheben. Während dieser Monate war das Bergdorf Maalula von regierungsgegnerischen Rebellen erobert worden.<br />Einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau des orthodoxen Klosters der heiligen Tekla leistete der Verband der russischen Kriegs-Veteranen "Boevoe Bratstvo" . Wie russische Medien berichten sollen die Nonnen bereits in das Kloster zurückgekehrt sein, das gegenwärtig zu 90% wiederaufgebaut wurde und dessen Wiederaufbau- und Restaurierungsarbeiten in den kommenden Wochen abgeschlossen werden sollen.<br />Maalula liegt rund 55 km nordöstlich von Damaskus und ist in der ganzen Welt als einer der Orte bekannt, an denen noch Aramäisch gesprochen wird, die Sprache Jesu. Dort befindet sich sowohl das Kloster der heiligen Tekla als auch das griechisch-orthodoxe Heiligtum der heiligen Märtyrer Sergios und Bakchos. Am 3. Dezember 2013 wurden 13 griechisch-orthodoxe Nonnen aus dem Kloster der heiligen Tekla zusammen mit drei ihrer Mitarbeiter aus dem Kloster entführt worden. Die Entführung endete am Sonntag, den 9. März 2014, glücklich mit der Freilassung der Schwestern und der drei Angestellten auf libanesischem Territorium. Zu der Freilassung war es auch durch Vermittlung der Geheimdienste von Libanon und Katar gekommen und sie fand im Tausch gegen die Freilassung von 153 Frauen aus syrischen Gefängnissen statt.<br /> .<br />Fri, 10 Aug 2018 13:18:09 +0200ASIEN/PAKISTAN - Katholischer Politiker in das Parlament der Provinz Sindh gewählthttp://www.fides.org/de/news/64621-ASIEN_PAKISTAN_Katholischer_Politiker_in_das_Parlament_der_Provinz_Sindh_gewaehlthttp://www.fides.org/de/news/64621-ASIEN_PAKISTAN_Katholischer_Politiker_in_das_Parlament_der_Provinz_Sindh_gewaehltKarachi - Der katholische Laie Anthony Naveed wurde als einziger Christ in das Parlament der der Provinz Sindh gewählt. Er ist Mitglied der Pakistan People Party gewählt und wird in der Zeit von 2018 bis 2023 Abgeordneter in der Provinz Sindh sein. Andere politische Parteien haben Kandidaten Die anderen politischen Parteien wählten Hindus für die den religiösen Minderheiten vorgesehene Sitze in der Versammlung.<br />Bei einem Danksagungsgottesdienst in der katholischen Kirche St. Peter in Karatschi sagte er vor 500 Gläubigen: "Ich bin Gott dankbar dafür, dass ich Pakistan und der christlichen Glaubensgemeinschaft dienen darf. Ich danke dem Vorsitzenden der PPP Bilawal Bhutto Zardari für die Gelegenheit, dass er mir diese verantwortungsvolle Aufgabe in der Provinzversammlung anvertraut hat“. Und mit Tränen in den Augen fügte er hinzu: "Ich bin glücklich, in dieser Kirche getauft und gefirmt worden zu sein; habe dieser Kirche als junger Mann gedient und heute trete ich als erwachsener Katholin mein Amt, als Mitglied der Provinzialversammlung an".<br />Anthony Naveed machte zu Beginn der 1990er Jahre einen Abschluss im Fach Politikwissenschaft und engagierte sich Mitglied der PPP-Jugendbewegung "People's Student Federation" in Karachi. Von 1998 bis 2005 war er auch aktives Mitglied der Jugendkommission in der Erzdiözese Karatschi und vertrat die Erzdiözese Karachi in Toronto beim Weltjugendtag 2002.<br />Nach 15-jährigem politischem Engagement wurde er 2005 zum stellvertretenden Stadtrat in Jamshed gewählt wo bis 2010 tätig war. Dank seines Engagements ernannte der damalige Kabinettschef des Büros für religiöse Harmonie der Provinz Sindh, Syed Murad Ali Shah, im Jahr 2016 zu seinem Assistenten.<br />Im Gespräch mit Fides stellt Anthony Naveed: "Ich konzentriere mich auf die Umsetzung der Bestimmung, die vorsieht, dass 5% der Arbeitsplätze in Regierungsbüros für religiöse Minderheiten vorgesehen sind. Ich werde mich dafür einsetzen, dass fünf Studienplätze für Studenten aus Minderheiten in Universitäten vorgesehen sind und werde daran arbeiten die Entwicklung unter religiösen Minderheiten in Pakistan voranzubringen". Und er fügt hinzu: "Ich folge der Vision der verstorbenen Politikerin Benazir Bhutto, wenn es darum geht armen und bedürftigen Minderheiten zu dienen, die in Pakistan immer noch abgelehnt und unterdrückt werden". Und er sagt: "Ich glaube, dass die PPP die einzige politische Partei ist, die wirklich die Rechte von Minderheiten schützen will und sich für die Entwicklung von Minderheiten einsetzt".<br />Im vergangenen April wurde der Christ Anwar Lal Din, ebenfalls Mitglied der PPP, erster christliche Senator in der Provinz Sindh .<br /> <br />Fri, 10 Aug 2018 12:51:10 +0200ASIEN/PHILIPPINEN - Kirche antwortet mit Programmen für Drogenabhängige auf den “Drogenkrieg” der Regierunghttp://www.fides.org/de/news/64620-ASIEN_PHILIPPINEN_Kirche_antwortet_mit_Programmen_fuer_Drogenabhaengige_auf_den_Drogenkrieg_der_Regierunghttp://www.fides.org/de/news/64620-ASIEN_PHILIPPINEN_Kirche_antwortet_mit_Programmen_fuer_Drogenabhaengige_auf_den_Drogenkrieg_der_RegierungManila – Der argentinische Missionar Pater Luciano Airel Felloni, der seit zwanzig Jahren auf den Philippinen lebt, brachte in seiner Pfarrei in der Diözese Novaliches in der Nähe von Manila, ein Rehabilitations-Projekt für Drogenabhängige auf den Weg. Dieser Ansatz versteht sich als Antwort der katholischen Kirche auf die Anti-Drogen-Kampagne des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte, der seit seiner Wahl im Juni 2016, versucht das Problem durch den gewaltsamen Einsatz der Polizei zu lösen. Die Strategie der Regierung basiert auf Angst und Abschreckung und wird viel kritisiert: seit Beginn der Präsidentschaft wurden am Tag im Durchschnitt rund 33 Menschen von der Polizei am Tag getötet und weitere 23.500 Personen wurden Opfer willkürlicher Tötung durch Schwadronen der so genannte "vigilantes". Bei der überwiegenden Mehrheit der Opfer handelt es sich um arme Menschen, die sich eine private Entzugsklinik nicht leisten können.<br />Vor dem Hintergrund dieses Phänomens haben viele Priester und Ordensleute im ganzen Land, darunter auch Pfarrer Felloni, Rehabilitationsprogramme für Drogenabhängige auf den Weg gebracht, mit denen der Mangel an öffentlichen Einrichtungen ausgeglichen werden soll. Im September 2016 begann Pater Felloni, während die Zahl der in seiner Gemeinde die Zahl der Opfer der Anti-Drogen-Kampagne weiter anstieg, in seiner Pfarrei ein ambulantes Rehabilitationsprogramm.<br />"Wir haben uns gefragt, was wir mit unseren geringen Möglichkeiten tun können, um eine Kampagne gegen Drogen zu unterstützen, die die Würde jedes Menschen schützt und für die Gemeinschaft wirklich von Nutzen ist", so Pater Felloni.<br />Anfangs stieß das Projekt auf Ablehnung bei der Polizei und Skepsis bei den Drogenabhängigen selbst. Innerhalb eines Jahres meldeten sich jedoch insgesamt 40 Patienten zur Behandlung an und nachdem die von Pfarrer Felloni initiierte Gruppen den ersten sechsmonatigen Entzugszyklus erfolgreich abschließen konnte, wuchs das Vertrauen.<br />Pater Felloni will ehemalige Drogenabhängige in die Gesellschaft integrieren und ihnen helfen, "ein gutes Leben zu führen". Neben der Initiative von Pater Felloni gibt es im ganzen Land viele weitere Programme und Initiativen von Pfarreien, Einrichtungen und Organisationen der katholischen Kirche, die Süchtigen helfen, aus der Drogenabhängigkeit heraus zu finden.<br />Die katholische Kirche auf den Philippinen hat die Regierung wiederholt aufgefordert, ihre Strategie des „Drogenkriegs“ zu ändern: auch die Bischöfe weisen darauf hin, dass Entzug und Rehabilitation von ehemaligen Drogenabhängigen im sozialen Gefüge der Menschen der einzig richtige Weg ist. <br /> <br />Fri, 10 Aug 2018 11:35:49 +0200AFRIKA/COTE D’IVOIRE - Amnestie für politische Gefangene: “Ein großer Schritt in Richtung Frieden”http://www.fides.org/de/news/64619-AFRIKA_COTE_D_IVOIRE_Amnestie_fuer_politische_Gefangene_Ein_grosser_Schritt_in_Richtung_Friedenhttp://www.fides.org/de/news/64619-AFRIKA_COTE_D_IVOIRE_Amnestie_fuer_politische_Gefangene_Ein_grosser_Schritt_in_Richtung_FriedenAbidjan – Am 6. August 2018, dem Vorabend des Unabhängigkeitstags, beschloss der ivorische Präsident Alassane Ouattara etwa 800 politische Gefangenen im Rahmen einer Amnestie freizulassen, darunter auch Simone Gbagbo, Ehefrau des ehemaligen Präsidenten der Republik, die wegen Kriegsverbrechen verurteilt wurde.<br />"Dies ist eine politische Entscheidung, die in einem angespannten sozio-politischen Kontext getroffen wurde: fast die gesamte bürgerliche und politische Gesellschaft besteht auf die Freilassung politischer Gefangener nach den Gewalttaten im Zusammenhang mit der Wahl von 2011 im Zeichen echter Versöhnung", so Pater Donald Zagore, ivorischer Priester der Gesellschaft der Afrikamissionen.<br />"Die Elfenbeinküste ist seit 1999 in einen Teufelskreis von Spaltung und gesellschaftspolitischer Gewalt geraten", fährt Zagore fort, „der mit dem Ausbruch einer blutigen bewaffneten Revolte im Jahr 2002 gewann und bis zur Gewalt nach den Wahlen von 2011 reichte, bei der nach Angaben der internationalen Staatengemeinschaft fast 3.000 Menschen starben".<br />"Im Prozess der Aussöhnung, der von den gegenwärtigen Regierenden auf den Weg gebracht wurde, ist die Gerechtigkeit das Grundprinzip, auf dem nationale Versöhnung aufgebaut werden soll. Unglücklicherweise verharrt die ivorische Justiz in einer Logik unverhohlener Unparteilichkeit, die Gerechtigkeit für Sieger praktiziert und damit nicht mehr Instrument des Friedens und der Versöhnung ist, sondern zu einem Instrument der Ungerechtigkeit und Spaltung", so der Missionar.<br />"In einem solchen Kontext war Frieden nicht mehr möglich“, bekräftigt P. Zagore, „Der einzige Ausweg war eine Amnestie mit der Freilassung aller politischen Gefangenen, die einen aufrichtigen Dialog und wahre Versöhnung begünstigt. Alle sozialen, politische und religiösen Gruppen hatten zu einer solchen Freilassung der politischen Gefangenen aufgerufen“. <br />„Auch die katholischen Bischöfe des Landes hatten eine solche Politik eindringlich gefordert. Mit der Amnestie ist heute ein großer Schritt in Richtung einer echten und definitiven Aussöhnung getan worden, auch wenn der Weg noch lange ist. Doch alle Ivorer dürsten nach Frieden und Versöhnung", so der Missionar abschließen.<br /> <br />Fri, 10 Aug 2018 11:00:44 +0200AFRIKA/ÄTHIOPIEN - Apostolischer Vikar zur Gewalt im Osten: „Wir haben die Nähe des Herrn gespürt”http://www.fides.org/de/news/64618-AFRIKA_AeTHIOPIEN_Apostolischer_Vikar_zur_Gewalt_im_Osten_Wir_haben_die_Naehe_des_Herrn_gespuerthttp://www.fides.org/de/news/64618-AFRIKA_AeTHIOPIEN_Apostolischer_Vikar_zur_Gewalt_im_Osten_Wir_haben_die_Naehe_des_Herrn_gespuertHarar – Die Spannungen, die zu Episoden des Vandalismus gegen verschiedene ethnische Gemeinschaften in der somalischen Region Osten Äthiopias geführt haben , scheinen sich ihrem Ende zuzuneigen. Die Gewalt betraf insbesondere die Hauptstadt Jijiga, aber auch andere Städte in der Region.<br />"Am Samstag, den 4. August, war ich anlässlich der Segnung einer Kapelle in einem Vorort von Jijiga, etwa 5 km von der Hauptstadt entfernt. Es waren rund 300 Katholiken anwesend, darunter etwa sechzig aus Dire Dawa und Harar“, so Bischof Angelo Pagano, Apostolischer Vikar von Harar, der damit direkt in die tragischen Ereignisse verwickelt war.<br />„Nach der heiligen Messe und vor dem Schlusssegen, gibt es der Regel eine Prozession mit der Monstranz um die Kapelle auf dem Gelände der Mission herum. Doch wir wurden durch ein Feuer in einer orthodoxen Kirche in rund 50 Meter Entfernung blockiert. Junge Männer, die mit Stöcken bewaffnet waren, näherten sich uns und begannen Steine auf uns zu werfen. Ich zog mein Gewand aus und machte mich zusammen mit einem Dorfältesten auf den Weg: Wir gingen hin, um zu sehen, was dort geschah. Wir konnten mit einigen jungen Leuten sprechen, die uns aber aufgefordert haben, wegzugehen. Auf dem Rückweg fanden wir einen Priester, der leider bereits tot war und in einem anderen verletzten Priester, den wir mitnehmen konnten. Wir wurden ungefähr 6 Stunden belagert, obwohl wir die somalische Polizei gerufen hatten, die jedoch nicht kam. Es gelang uns, ein paar Leute mit vier oder fünf Autos wegzuschicken, während eines angegriffen und von Schüssen getroffen wurde, wobei glücklicherweise niemand verletzt wurde, so dass die Insassen dann zu Fuß entkommen konnten. Einer unserer Christen kam in Begleitung eines einem Soldaten, der uns mit vier weiteren Autos begleitete, so dass wir schließlich in der Nacht Jijiga ankamen. Am nächsten Tag stellten wir fest, dass wurden in verschiedenen Gegenden unseres Vikariats Harar acht bis 10 orthodoxe Kirchen in Brand gesteckt worden waren und Priester, Diakone und Mitarbeiter der Kirchen ums Leben gekommen waren. Besonders betroffen sind unsere christlich-orthodoxen Schwester und Brüder“, so der Bischof. <br />"Wir haben die Nähe des Herrn gespürt, er war der Einzige, der uns geholfen hat. Wir hatten nichts, um den 500 Menschen, die wir in unseren katholischen Missionseinrichtungen untergebracht haben, zu helfen. Dank der Zusammenarbeit aller fünf Priester unseres Vikariats und mit Unterstützung der Orthodoxen haben wir es geschafft, alle mit Lebensmitteln zu versorgen, und uns als Familie zu fühlen", so der Bischof weiter, "Am Tag nach dem Angriff erfuhren wir, dass auch unsere neue Kapelle zerstört worden war, sie konnten sie zwar nicht in Brand setzen, weil sie aus Ziegeln gebaut ist, aber sie zerstörten alles, was wir nicht mitnehmen konnten, Heiligenbilder, Kruzifix, Stromgeneratoren usw.".<br /> „Am Montag rief der Präsident der somalischen Region, Abdi Illey die christlichen Religionsvertreter zusammen, und ich ging auch hin“, so der Apostolische Vikar weiter, “Er sagte, dass er Frieden wolle und er forderte uns auf, unseren Gläubigen zu sagen, dass sie sich nicht rächen sollten, da es sich bei den Vandalen um Kriminelle handelte. Ich intervenierte, indem ich darauf wies darauf hin, dass es meiner Meinung nach nicht nur um Kriminelle ging, sondern um einen Religionskrieg und dass er hätte sehen sollen, wie sich die somalischen Rebellen benahmen, wie sie ausschließlich Kultstätten angegriffen und nur Christen getötet haben. Ich sagte ihm auch, dass, wie er uns eingeladen hat, den Frieden zu verbreiten, dies auch die muslimischen Religionsvertreter von ihren Minaretten tun sollten“. <br />"Seit zwei Jahren lebe ich in dieser Region und habe festgestellt, dass solche Episoden am Ende eines jeden Jahres auftreten. September 2016, Oktober 2017 und jetzt August 2018. Das führt mich immer mehr zu der Überzeugung, dass dies Angriffe sind, die geplant sind und in verschiedenen Gegenden desselben Vikariats durchgeführt werden. Es ist für mich kein Zufall, dass sich Gewalttaten immer wieder in unserer Gegend wiederholen. Wir vertrauen sehr auf unseren neuen Präsidenten der Regierung, der bisher sehr präsent war und für den Frieden unseres Volkes arbeitet. Illey musste unterdessen zurücktreten und wurde verhaftet, doch wir befürchten Rückschläge. Die unmittelbare traurige Konsequenz ist, dass viele Christen begonnen haben, das Gebiet zu verlassen, um in Harar und Umgebung Zuflucht zu suchen", so der Apostolische Vikar abschließend.<br /> <br />Thu, 09 Aug 2018 13:50:40 +0200AFRIKA/ÄGYPTEN - "Marienfastenzeit”: Kopten beten nach dem Mord an Bischof Epiphanios für den Patriarchen und die Klösterhttp://www.fides.org/de/news/64617-AFRIKA_AeGYPTEN_Marienfastenzeit_Kopten_beten_nach_dem_Mord_an_Bischof_Epiphanios_fuer_den_Patriarchen_und_die_Kloesterhttp://www.fides.org/de/news/64617-AFRIKA_AeGYPTEN_Marienfastenzeit_Kopten_beten_nach_dem_Mord_an_Bischof_Epiphanios_fuer_den_Patriarchen_und_die_KloesterKairo – Koptisch-orthodoxe Christen auf der ganzen Welt begehen derzeit die "Marienfastenzeit“ zur Vorbereitung auf das Fest Mariä Entschlafung und beten dabei inbesondere für ihren Patriarchen Tawadros II. und für die Klöster des Landes, in der schwierigen Zeit nach dem Mord an Bischof Epiphanios, der am Morgen des 29. Juli im Kloster San Makarios ermordet wurde, das er als Abt leitete. Die Zeit des Gebets und des Fastens wird am 22. August enden, wenn die koptisch-orthodoxe Kirche das Fest Mariä Himmelfahrt feiert. In der Zwischenzeit laufen die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Mord an Bischof Epiphanios, wobei bisher ein Verdächtiger festgenommen oder angeklagt werden konnte.<br />Wie ägyptische Medien berichten, soll die koptische Kirche die Ermittlungsbehörden gebeten haben, Teilergebnisse der Untersuchung vertraulich zu behandeln, um Gerüchte zu vermeiden, die Verwirrung schaffen. In den letzten Tagen war in den Medien, das Gerücht von der angeblichen Verhaftung eines Mitarbeiters des Klosters in Umlauf gebracht worden, der auch als Chauffeur für Bischof Epiphanios tätig war. Außerdem wurde berichtet, dass Überwachungskameras im Kloster nicht funktioniert haben sollen und es deshalb keine nützlichen Elemente zur der Lösung des Falles gibt. Während in der koptischen Diaspora in Nordamerika Gerüchte im Umlauf sind, dass die ägyptischen Sicherheitskräfte Mönche im Klosters von St. Makarios gefoltert haben sollen, um Aussagen zu erzwingen und bei den Ermittlungen auch in die heiligsten Bereiche des Klosters eingedrungen waren.<br />In seiner letzten wöchentlichen Audienz am Mittwoch würdigte Papst Tawadros die Realität des koptischen Mönchtums und sagte, er sei zuversichtlich, dass die Mönchsgemeinschaften "bis zum Ende der Welt" in den ägyptischen Wüsten bleiben und an künftige Generationen die Reichtümer ihrer geistlichen Gaben weiter geben werden, und dies nicht durch Schwächen, Irrtümer, Sünden und Verbrechen einzelner Personen aufgelöst werden können. "Über den christlichen Glaube", so Papst Tawadros in diesen Zusammenhang, "wacht der Herr und er braucht keine anderen Beschützer".<br /> .<br />Thu, 09 Aug 2018 13:12:58 +0200ASIEN/PAKISTAN - Kardinal Coutts: “Ein Aufruf zum Gebet und zum Dienst an meinem Volk und der Weltkirche”http://www.fides.org/de/news/64616-ASIEN_PAKISTAN_Kardinal_Coutts_Ein_Aufruf_zum_Gebet_und_zum_Dienst_an_meinem_Volk_und_der_Weltkirchehttp://www.fides.org/de/news/64616-ASIEN_PAKISTAN_Kardinal_Coutts_Ein_Aufruf_zum_Gebet_und_zum_Dienst_an_meinem_Volk_und_der_WeltkircheKarachi - "Ich bin nicht auserwählt, weil ich am kompetentesten bin. Dies ist Gottes Plan für mich: Ihm ganz nah beim Heiligen Vater zu dienen. Es ist eine Verantwortung und ein Aufruf dazu, mehr zu beten und zu dienen. Meine Erhebung zum Kardinal ist eine Ehre für die Kirche und für Pakistan, deshalb fordere ich alle Gläubigen auf, mich mit ihrem Gebet zu unterstützen, damit ich die mir übertragenen Aufgaben erfüllen kann“, so Kardinal Joseph Coutts, bei seiner Rückkehr nach Pakistan nachdem er beim Konsistorium am 29. Juni im Vatikan zum Kardinal kreiert worden war. <br /> „Für mich bedeutet die Kardinalswürde, dass ich mehr für mein Volk und die universale Kirche tun werde", bekräftigt der Kardinal. Der Generalvikar der Erzdiözese Karachi, P. Saleh Diego, berichtet, dass immer noch zahlreiche Gratulanten den Kardinal besuchen und dieser wiederum plant alle Pfarreien der Diözese zu besuchen.<br />Der Kardinal erinnert an den festlichen Empfang bei seiner Rückkehr: Bei seiner Ankunft aus Rom begleitete ihn eine Gruppe von über 200 Motorrädern vom Flughafen zur St. Patrick’s-Kathedrale in Karachi und entlang der Straßen säumten Gläubige mit traditionellen Gewändern, Blumengirlanden, Blumensträußen und Blütenblätter den Weg.<br /> „Ich bin glücklich über die Glückwunschbotschaften und Besuche, die ich aus dem ganzen Land bekomme, nicht nur von Christen, sondern auch von vielen nichtchristlichen Gruppen. Es ist ein Moment der Freude, aber gleichzeitig eine große Verantwortung für mich. Ich lade alle Gläubigen ein, mich mit Gebet zu unterstützen ", so Kardinal Coutts vor über 5.000 Gläubigen, die sich in der Saint Patrick’s-Kathedrale versammelt hatten.<br />Der Kardinal konzelebrierte die Dankmesse für seine Erhebung in den Kardinalsrang zusammen mit allen katholischen Bischöfen in Pakistan. Die Titelkirche des neuen Kardinals ist die Kirche San Bonaventura auf dem Palatin in Rom.<br /> <br />Thu, 09 Aug 2018 12:44:07 +0200AFRIKA/ÄTHIOPIEN - Priester sterben bei Brandanschlägen auf Kirchen in der somalischen Regionhttp://www.fides.org/de/news/64614-AFRIKA_AeTHIOPIEN_Priester_sterben_bei_Brandanschlaegen_auf_Kirchen_in_der_somalischen_Regionhttp://www.fides.org/de/news/64614-AFRIKA_AeTHIOPIEN_Priester_sterben_bei_Brandanschlaegen_auf_Kirchen_in_der_somalischen_RegionAddis Abeba – Patriarch Matthias I. und die Heilige Synode der äthiopisch-orthodoxen Tewahedo Kirche haben beschlossen, die 16 Tage des Fastens und des Gebets vor und nach dem Fest der Entschafung Mariens dem Frieden und der Versöhnung in der somalischen Region Jijiga in Äthiopien zu widmen, wo es in den vergangenen Tagen zu ethnischen Konflikten kam, bei denen rund 30 Menschen starben. Die äthiopisch-orthodoxe Kirche ist von der Spirale der Gewalt besonders betroffen: Nach Angaben der lokalen Medien wurden mindestens sieben orthodoxe Kirchen angegriffen und in Brand gesteckt. Lokale Quellen sprechen von mindestens sechs ermordeten Priestern und mehreren getöteten Gläubigen.<br />Die Auseinandersetzungen begannen gegen Ende der vergangenen Woche, als Kämpfer der somalischen Liyu-Milizen unter Leitung von Abdi Illey ein Treffen zwischen den Mitgliedern des regionalen Parlaments und der Bevölkerung Stadt Dire Daua, stören wollten, bei dem die Menschenrechtsverstöße in der Region angeprangert werden sollte. Auf die Gewalt reagierte die äthiopischen Armee mit der Positionierung der Truppen rund um die institutionellen Gebäude, einschließlich der Gebäude des Regionalparlaments und des Präsidentenpalastes, in dem Abdi Illey residiert. Daraufhin wurden auf Initiative der Mitglieder der Liyu-Milizen Ziele angegriffen, die in Verbindung mit ethnischen Minderheiten stehen. Die Spirale der Gewalt hat auch zu einer Zuspitzung der Kontraste zwischen der regionalen Verwaltung und der Regierung von Addis Abeba geführt, was schließlich den Rücktritt von Abdi Illey mit sich brachte, der- wie von lokalen Medien berichteten - wurde von den Behörden in Addis Abeba in Gewahrsam genommen wurde.<br />Die somalische Region ist seit einiger Zeit instabil. Der äthiopische Premierminister Abyi Ahmed stattete dieser Region Anfang April seinen ersten Besuch nach Amtsantritt ab. Im Moment, so die offiziellen Quellen der orthodoxen Tewahedo-Kirche, werden über 20.000 äthiopische Binnenflüchtlinge in den orthodoxen Pfarreien in Jijiga betreut.<br />Die äthiopisch-orthodoxe Tewahedo-Kirche wird von Abuna Matthias I. geleitet und ist die einzige autochthone Kirche in der Region südlich der Sahara. "Der Schlüssel zur Einheit unter den Kirchen", sagte er dem äthiopischen Patriarchen nach einem Treffen mit Papst Franziskus 29. Februar 2016, "ist heute in der Ökumene der Märtyrer".<br /> <br /><br />Wed, 08 Aug 2018 13:40:12 +0200ASIEN/SÜDKOREA - Koreanischer Jugendtag steht bevorhttp://www.fides.org/de/news/64615-ASIEN_SUeDKOREA_Koreanischer_Jugendtag_steht_bevorhttp://www.fides.org/de/news/64615-ASIEN_SUeDKOREA_Koreanischer_Jugendtag_steht_bevorSeoul - Die Erzdiözese Seoul ist Gastgeberin des vierten Koreanischen Jugendtages , der vom 11. bis 15. August unter dem Motto "Ich bin es, fürchtet euch nicht" stattfindet. Die Vorbereitung läuft derzeit auf Hochtouren. "Zu der Veranstaltung werdem in Seoul fast 2000 junge Katholiken aus den 16 koreanischen Diözesen zusammenkommen. Durch die Gelegenheit, ihre Lebenserfahrungen zu teilen und sich darüber auszutauschen, werden alle Teilnehmer die Möglichkeit haben, ihren Glauben zu bekräftigen und auf den Ruf Christi zu antworten ", heißt es in einem Schreiben der Pressestelle der Diözese Seoul.<br />Auf dem Programm, der Veranstaltung, die nach dem Vorbild der Weltjugendtage organisiert ist, stehen der Eröffnungsgottesdienst am 12. August mit dem Erzbischof von Seoul, Kardinal Andrew Yeom Soo-jung, eine Wallfahrt zu den heiligen Stätten in Seoul , ein „Kulturfestival“ in der Myeongdong Kathedrale, mehrere Konzerte und Abendgebete mit der Gemeinschaft von Taize und schließlich der Schlussgottesdienst am 15. August. Die jugendlichen Teilnehmer werden in einheimischen Familien untergebracht werden, die ihre Verfügbarkeit in den verschiedenen Pfarreien der Hauptstadt gegeben haben.<br />Die koreanische Ortskirche feiert bereits ihren vierten Jugendtag, am dritten Jugendtreffen 2014, das mit dem Asian Youth Day zusammenfiel, und in Daejeon stattfand, nahm Papst Franziskus teil. <br />Wed, 08 Aug 2018 13:39:14 +0200AMERIKA/BRASILIEN - Zuwanderung aus Venezuela: JRS-Anwalt bedroht, Grenzen wieder offenhttp://www.fides.org/de/news/64613-AMERIKA_BRASILIEN_Zuwanderung_aus_Venezuela_JRS_Anwalt_bedroht_Grenzen_wieder_offenhttp://www.fides.org/de/news/64613-AMERIKA_BRASILIEN_Zuwanderung_aus_Venezuela_JRS_Anwalt_bedroht_Grenzen_wieder_offenBoa Vista – Auf Morddrohungen an Mitarbeiter des Flüchtlingshilfswerks der Jesuiten und eine Hetzkampagnen der Medien gegen Vertreter der katholischen Glaubensgemeinschaft, antwortet die Kirche mit „einer Ablehnung jeglicher Aufstachelung zu Gewalt und Intoleranz“. In den vergangenen Tagen wurden zahlreiche fremdenfeindliche Nachrichten verbreitet und eine Hetzkampagne auf den Weg gebracht, die im Rufmord an einem Anwalt des JRS gipfelte. Eine Erklärung der Diözese Roraima, die auch andere kirchliche Organisationen unterzeichneten, umreißt es die Fakten: „In den letzten Tagen wurde in den sozialen Medien ein Video verbreitet, in dem ein Mitarbeiter unseres Dienstest einer Gruppe von venezolanischen Migrantenfamilien über den Rechtsweg bei der Evakuierung einer besetzten Immobilie oder eines Grundstück erklärt. Diese Familien wohnten bisher gewaltlos in einem verlassenen Haus“, in einem Vorort der Landeshauptstadt, Boa Vista “und waren davon informiert worden, dass sie das Gebäude verlassen sollten.". „In Brasilien wird das staatliche Handeln wird durch eine Reihe von Bestimmungen geregelt, die die grundlegenden Rechte der Menschen schützen, vor allem von solchen, die sich in einer Notsituation befinden“, heißt es in dem Schreiben weiter, „und das versuchte der Mitarbeiter zu erklären.“ <br />Jedoch "haben bösartige Menschen kürzlich" das Video mit folgender Unterschrift veröffentlicht: "NGOs unterstützen mit Hilfe der Arbeiterpartei venezolanische Einwanderer bei der Besetzung von Häusern brasilianischer Eigentümer“. Die Ortskirche weist darauf hin, dass es dabei „um politische Manipulation geht". Brasilien steht kurz vor einem Wahlkampf und es kam bereits wiederholt zu Angriffen auf die katholische Kirche und Einwanderer. Der Kanal, der das Video veröffentlichte, gehört einem Politiker der Patriotischen Partei, die den Präsidentschaftskandidaten Jair Bolsonaro der extremen Rechten unterstützt.<br />Bei einer Pressekonferenz erläuterte die Diözese Roraima den Vorfall der Öffentlichkeit. Weitere 37 Institutionen unterzeichneten das veröffentlichte Kommuniqué, während die brasilianische Bischofskonferenz "Solidarität und Unterstützung für alle kirchlichen Aktionen zur Gewährleistung eines würdigen Lebens für Flüchtlinge und Migranten" zum Ausdruck brachte. Die Diözese appelliert an die Zivilgesellschaft des Staates Roraima, "die sich aus Einwanderern vieler verschiedener Länder zusammensetzt, die ein Mosaik verschiedener Kulturen und Geschichten bilden, unter Beweis zu stellen, dass wir eine einladende und offene Gesellschaft sind". Und sie fordert "einen verantwortungsvollen und reifen Umgang mit den sozialen Medien, damit sie ein Vehikel für Einheit und Solidarität sind und nicht dazu dienen, fremdenfeindliche und gewalttätige Positionen und Diskurse zu unterstützen".<br />Unterdessen annullierte ein zweitinstanzliches Gericht in Roraima am gestrigen Dienstag das von dem Richter Helder Girão Barreto ausgesprochen Urteil, das die Einreise und die Aufnahme von Einwanderern aus Venezuela bis zur Wiederherstellung eines "numerischen Gleichgewichts" bei der Eingliederung von Ausländern in das Land aussetzen sollte.<br /> <br />Wed, 08 Aug 2018 12:33:27 +0200ASIEN/INDONESIEN - Nach dem Erdbeben: „Hilfsmaßnahmen sind dringend erforderlich“http://www.fides.org/de/news/64612-ASIEN_INDONESIEN_Nach_dem_Erdbeben_Hilfsmassnahmen_sind_dringend_erforderlichhttp://www.fides.org/de/news/64612-ASIEN_INDONESIEN_Nach_dem_Erdbeben_Hilfsmassnahmen_sind_dringend_erforderlichMataram - „Für die Tausenden von Menschen, die vom Erdbeben auf der Touristeninsel Lombok betroffen sind, sind enorme Hilfsmaßnahmen erforderlich", so der katholische Priester Pater Laurencius Maryono, Pfarrer von Santa Maria Immacolata in Mataram, Hauptstadt der westlichen Provinz Nusa Tenggara. Tausende von Menschen sind von dem Erdbeben vom vergangenen 5. August betroffen, bei dem laut Regierungsangaben mindestens 105 Menschen ums Leben kamen.<br />"Die Menschen leiden sehr, sie brauchen Kleidung, Nahrung, Wasser, Medikamente und andere Hilfsgüter, um nach der Katastrophe überleben zu können", bemerkt Pater Maryono. "Die Vertriebenen schlafen auf der Straße und sind von großer Angst und Trauer ergriffen", fügt er hinzu.<br />Die Menschen erinnern sich noch immer an den verheerenden Tsunami von 2004, der den Tod von 168.000 Menschen in Indonesien verursachte. Das Erdbeben hat Häuser und Leben in diesem riesigen Archipel zerstört und mehr als 84.000 Menschen vertrieben, berichtet der Sprecher der Agentur für die Bewältigung von Naturkatastrophen, Sutopo Purwo Nugroho. Internationale Hilfsorganisationen und Länder auf der ganzen Welt haben begonnen, Hilfsgüter für die Überlebenden bereitzustellen. "Die Herausforderung für die Hilfsarbeit ist enorm", bemerkt der Priester.<br />Caritas Indonesien und Catholic Relief Services brachten weltweite Spendenaufrufe auf den Weg und leisten auf verschiedenen Ebenen einen Beitrag zur humanitären Hilfe. Außerdem haben "katholische Krankenhäuser im ganzen Land ihr medizinisches Personal in das betroffene Gebiet geschickt, um dort Dienst zu leisten", so Schwester Paulina von den Steyler Missionsschwestern.<br /> <br />Wed, 08 Aug 2018 12:01:02 +0200ASIEN/IRAK - Ninive-Ebene: Cristen erinnern an die Vertreibung und feiern die Rückkehrhttp://www.fides.org/de/news/64611-ASIEN_IRAK_Ninive_Ebene_Cristen_erinnern_an_die_Vertreibung_und_feiern_die_Rueckkehrhttp://www.fides.org/de/news/64611-ASIEN_IRAK_Ninive_Ebene_Cristen_erinnern_an_die_Vertreibung_und_feiern_die_RueckkehrKaramles – Hunderte von irakischen Christen nahmen am Abend des 6. August an einer Prozession in den Straßen der traditionell von Christen bewohnten Stadt Karamles in der Ninive-Ebene teil, . Mit dieser Initiative wollten die Christen von Karamles an die Ereignisse in der Nacht vom 6. auf den 7. August erinnern, als eine Offensive der dschihadistischen Milizionäre des selbsternannten Islamischen Staates viele Zehntausende von Christen dazu zwang, die Städte und Dörfer der Ninive-Ebene zu verlassen.<br />Der Prozession ging eine Reflexion über den Schmerz und das Leiden voraus, die diesen dramatischen Massenexodus begleiteten im Lichte des Mysteriums des Kreuzes betrachteten. Dabei der Abschnitt des Evangeliums gelesen, in dem Jesus verspricht, verspricht, dass er zum Vater beten wird, um ihn zu bitten, den Heiligen Geist und "Tröster" auf seine Jünger herab zu senden. Danach begann die Lichterprozession, und auf dem Weg rezitierten die Teilnehmer den Psalm 150 und feierten auf diese Weise auch den "Neuanfang", der in ihrem Leben mit der Rückkehr in ihr Dorf und ihre Häuser nach Jahren der dschihadistischen Belagerung begann.<br />Karamles ist zusammen mit den anderen Dörfern und Städten der Ninive-Ebene ein historisches Wahrzeichen der einheimischen christlichen Gemeinschaften im antiken Mesopotamien. Genau um diese Ebene geht es bei dem Projekt einer "autonomen Region" für Christen, das seit langem in Teilen der irakischen christlichen Gemeinschaften in Betracht gezogen wird, um zumindest teilweise den Traum der Vorfahren von einer "Heimat" für chaldäische, assyrische und syrische Christen verwirklichen soll. <br />In der Nacht vom 6. auf den 7. August 2014 flohen Zehntausende von Christen aus Qaraqosh, Karamles, Talkief, Bartalla und anderen bewohnten Gebieten der Gegend und suchten danach größtenteils im irakischen Kurdistan Zuflucht. Die irakische Armee und die kurdischen Peschmerga-Truppen in der Region hatten sich vor den Dschihadisten zurückgezogen. In den letzten Jahren gab es keine Initiative oder Erklärung "zum Schutz der irakischen Christen", die nicht auf die Notwendigkeit hinwies, dass die Rückkehr der Chaldäer, Syrer und Assyrer in die Städte und Dörfern in die Ninive-Ebene garantiert werden muss.<br />Seit der endgültigen Niederlage des IS kursieren unterschiedliche und nicht bestätigte Informationen über das Ausmaß der Rückkehr der christlichen Bewohner, die aus ihren Dörfern in der Ninive-Ebene vertrieben wurden. In Karamles konnten die 300 christlichen Familien, die bereits im vergangenen Dezember zurückgekehrt waren, bereits Weihnachten und Ostern feiern.<br /> <br /><br />Tue, 07 Aug 2018 13:39:08 +0200ASIEN/INDIEN - Antichristliche Massaker von Kandhamal jähren sich zum zehnten Malhttp://www.fides.org/de/news/64610-ASIEN_INDIEN_Antichristliche_Massaker_von_Kandhamal_jaehren_sich_zum_zehnten_Malhttp://www.fides.org/de/news/64610-ASIEN_INDIEN_Antichristliche_Massaker_von_Kandhamal_jaehren_sich_zum_zehnten_MalKandhamal - Die antichristliche Massaker in Orissa fanden vor nunmehr 10 Jahren statt: Es handelte sich um die größte Welle von Gewalt gegen christliche Gläubige in der Geschichte Indiens. Noch heute braucht die Bevölkerung des Distrikts Kandhamal im indischen Bundesstaat Orissa, der Schauplatz der Massaker war, immer noch besondere Aufmerksamkeit und wartet auf Gerechtigkeit.<br />"Wir hoffen, dass man sich an den Genozid in Orissa im Jahr 2008 erinnert. Nur acht Tage nach der Feier des Unabhängigkeitstags erlebte Indien den größten Angriff auf eine religiöse Gemeinschaft in seiner Geschichte. Kandhamal begeht den 25. August als Gedenktag für Opfer, und dieses Jahr jährt sich die Gewalt zum zehnten Mal", so das „National Solidarity Forum-Team“ in dem sich über 70 indischen Organisationen zusammenschließen, darunter Aktivisten, Priester, Ordensleute und Anwälte, Christen und Hindus.<br />Nach Angaben des "National Solidarity Forum" wurden während dieser Welle der Gewalt 393 Kirchen und Kultstätten der Christen aus dem Volk der Adivasi und der Kaste der Unantastbaren zerstört, etwa 6.500 Häuser wurden dem Erdboden gleichgemacht, über 100 Menschen wurden getötet, über 40 Frauen wurden Opfer von Vergewaltigung, Belästigung und Demütigung und mehrere Bildungs-, Sozial- und Gesundheitseinrichtungen wurden geplündert. Über 12.000 Kinder konnten keine Schule besuchen. Mehr als 56.000 Menschen mussten aus Kandhamal in die Wälder flüchten. Mehrere Fälle von Zwangsbekehrung vom Christentum zum Hinduismus wurden gemeldet. Die Vertriebenen von Kandhamal sind leben in verschiedenen Teilen des Landes verstreut. Viele von ihnen können nicht in ihre Heimatdörfer zurückkehren und wurden gezwungen, ein neues Leben fern von ihren Geburtsorten zu beginnen.<br /> „Es muss betont werden, dass die ursprünglichen Menschen in Kandhamal lebenden Menschen nie Gewalt angewandt oder darauf reagiert haben. Nach zehn Jahren der Gewalt und des Missbrauchs, kämpfen die Überlebenden Kandhamal noch immer für Frieden, Gerechtigkeit und Harmonie“, unterstreicht das Forum in der Verlautbarung.<br />Wie die katholische Ortskirche in Orissa berichtet, war die Entschädigung der Regierung für die Opfer und Überlebenden von Kandhamal minimal. Es gab über 3.300 Beschwerden, aber nur 820 Fälle wurden vor Gericht registriert. Von diesen Verfahren wurden 518 Fälle als vom Gerichtshof zulässig anerkannt. Und von diesen 518 Fällen wurden 247 Fälle aus verschiedenen Gründen archiviert, ohne die Schuldigen festzustellen, etwa wegen des Fehlens von Beweisen oder Zeugen. Die übrigen Fälle sind noch bei den erstinstanzlichen Gerichten anhängig, während viele Verfahren bereits mit einem Freispruch beendet wurden. Betrachtet man die ursprünglich vorgelegten Beschwerden, so gab es nur in 1% der Fälle einem verfahrensrechtlichen Abschluss.<br />Am 2. August 2016 wurde durch ein Urteil des Obersten Gerichtshofs anerkannt, dass Umfang und Ausmaß der Entschädigung für die Opfer von Kandhamal nicht zufrieden stellend waren. "Daher müssen diejenigen, die deren Anspruch auf Entschädigung nicht berücksichtig wurde, dringend einbezogen werden, einschließlich der Entschädigung für die Familien vieler Todesopfer, Entschädigung für die Zerstörung von Häusern und Eigentum, Entschädigung für Gebäude von Kirchen und NGOs ", bemerkt das Forum.<br /> Der Oberste Gerichtshof bezeichnete die Tatsache, dass 315 Fälle von Gewalt an der Gemeinde archiviert wurden, als beunruhigend und forderte die Regierung des Staates auf, diese 315 Fälle erneut zu prüfen. Aber das Urteil wurde noch nicht umgesetzt. Um den Überlebenden der Massaker von Kandhamal Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, fordert das Forum für die Opfer von Orissa heute: eine Task Force zur Überwachung von Fällen und Prozessen; Maßnahmen zum Schutz von Zeugen; eine freie und unabhängige Untersuchung, damit die archivierten Fälle neu aufgerollt werden.<br />„Heute ist keiner der Verbrecher, die für die Gewalt verantwortlich sind, im Gefängnis. Mörder, Vergewaltiger, Plünderer sind auf freiem Fuß sind, während sieben unschuldige Christen noch zu unrecht im Gefängnis sind“ und des Mordes an einem Anführer der Hindu beschuldigt werden.<br /> In diesem Zusammenhang appellieren das „National Solidarity Forum“ und der Verband der Überlebenden von Kandhamal „an diejenigen, die in den säkularen Staat, , Demokratie, Gerechtigkeit, Frieden und Harmonie glauben, sich dem Tag für die Opfer von Kandhamal am kommenden 25. August 2018 anzuschließen". Der Tag wird in Kandhamal am 28. August und am 29. August in Bhubaneshwar gefeiert und es werden über 10.000 Teilnehmer erwartet.<br /> <br />Tue, 07 Aug 2018 13:13:49 +0200AMERIKA/PERU - Neues Straßenbaugesetz gefährdet indigene Völkerhttp://www.fides.org/de/news/64609-AMERIKA_PERU_Neues_Strassenbaugesetz_gefaehrdet_indigene_Voelkerhttp://www.fides.org/de/news/64609-AMERIKA_PERU_Neues_Strassenbaugesetz_gefaehrdet_indigene_VoelkerLima - "Ohne die Zustimmung der indigenen Völker der Region und ohne sich mit ihnen zu beraten, genehmigt die Provinz Purús den Bau von Straßen in der Region", sagt Ismael Vega, Direktor des Zentrums für Anthropologie und praktische Anwendung im Amazonasgebiet , das im Jahr 1974 von den neun Diözesen des peruanischen Regenwaldes als Institution im Dienste der ausgegrenzten Bevölkerung des Amazonas geschaffen wurde, und sich in besonderer Weise für die Anliegen der Ureinwohner einsetzt. Vega weist darauf hin, dass der Bau der Infrastrukturen auf dem im Januar vom Parlament gebilligten neuen "Straßenbaugesetz" beruht. "Mit der Verabschiedung des Gesetzes, das die Staatsstraßen und die Instandhaltung von unbefestigten Straßen in der Region Ucayali zur Priorität macht“, so Vegas weiter, „bringt das Parlament das Leben der indigenen Völker am Amazonas erneut in ernsthafte Gefahr und insbesondere diejenigen, die in freiwilliger Isolation leben oder sich in der Anfangsphase der Kontaktaufnahme befinden und in dieser Provinz leben".<br />Vega hatte bereits in den vergangenen Monaten unterstrichen, dass "dieses neue Gesetz, das eine Bedrohung für die indigenen Völker und den Amazonas darstellt, in jenem Zeitraum im Amtsblatt offiziell veröffentlicht wurde, als Papst Franziskus in seiner Rede in Puerto Maldonado sagte, dass diese Menschen heute durch Megaprojekte der Infrastruktur und des Bergbaus gefährdet sind". Das Prinzip der "vorherigen Zustimmung", die durch die Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation festgelegt wurde, "wurde 2011 von Peru ratifiziert. Konkret wird diese Regel jedoch nicht umgesetzt: die indigenen Völker werden nicht konsultiert", so Mónica Villanueva, Direktorin des Kulturzentrums des Dominikanerordens für die Rechte der indigenen Völker "José Pío Aza" und ehemalige Präsidentin von Signis in Lateinamerika und der Karibik.<br />Das betreffende Gesetz wurde am 15. Dezember letzten Jahres vom Kongress gebilligt, wobei die Regierung auf Änderungsvorschläge oder ein Veto verzichtete, weshalb es nach Ablauf der in der Verfassung festgelegten Frist in Kraft trat. "Nun versucht man, dieses Inkrafttreten aufzuschieben“, so Ismael Vega, "doch bisher hat nur die Parlamentarische Kommission für indigene Völker, Umwelt und Ökologie sich dazu geäußert, während die Regierungspartei unter Keiko Fujimori die Debatte über eine Ausnahmeregelung ablehnt."<br />Der Präsident der Kommission, Marco Arana, bezeichnete das Gesetz als „Attentat auf die Rechte der Menschen in freiwilliger Isolation, die extrem verletzlich sind". "Das Gesetz bezieht sich direkt auf drei indigene Reservate, zwei territoriale Reservate, drei Nationalparks und ein Naturschutzgebiet der Provinz", so betont er. Das Kulturministerium, dessen Kompetenzen den Schutz der indigenen Völker beinhalten, hatte das Gesetz während der Debatte, aus eben diesem Grund abgelehnt“.<br /> <br />Tue, 07 Aug 2018 12:18:03 +0200AFRIKA/ÄGYPTEN - Nach dem Mord an Bischof Epiphanios führen Ermittler über vierhundert Verhörehttp://www.fides.org/de/news/64608-AFRIKA_AeGYPTEN_Nach_dem_Mord_an_Bischof_Epiphanios_fuehren_Ermittler_ueber_vierhundert_Verhoerehttp://www.fides.org/de/news/64608-AFRIKA_AeGYPTEN_Nach_dem_Mord_an_Bischof_Epiphanios_fuehren_Ermittler_ueber_vierhundert_VerhoereKairo –Über vierhundert Verhöre, wurden von den ägyptischen Justizbehörden in der Region Wadi-Natrun im Rahmen der Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Mord an dem koptisch-orthodoxen Bischofs Epifanio durchgeführt oder sollen in den nächsten Tagen stattfinden. Der Abt kam am Sonntag, den 29. Juli, im von ihm geleiteten Kloster San Macario gewaltsam ums leben. Zum Verhör wurden von den Ermittlern neben den Mönchen auch die Arbeiter, Bauern und Mitarbeiter des Klosters geladen, sie gewöhnlich Zugang zum Kloster hatten. Doch, so offizielle Quellen der koptisch-orthodoxen Kirche, keine der bisher verhörten Personen, komme als Täter des abscheulichen Mordes an Bischof Epiphanios in Frage.<br />Unterdessen wurde am Sonntag, dem 5. August, auf der Grundlage einer vom koptisch-orthodoxen Patriarchen Tawadros II. genehmigten Bestimmung der nun ehemalige Mönch Isaiah el Makary aus dem Kloster verwiesen, der damit seinen Lebensstand als Mönch und auch den Ordensnamen ablegen musste. Der ehemalige Mönch, der auch sein Ordensgewand abgeben musste, wurde aufgefordert, "für die Errettung seiner Seele zu Buße zu üben", während an alle die Einladung erging, die Reinheit des monastischen Lebens zu bewahren. Die Maßnahmen, die gegen den ehemaligen Mönch ergriffen wurden, so Pater Boulos Halim, Sprecher der koptischen Kirche, sollen nicht mit dem Tod von Anba Epiphanios in Verbindung stehen. Sie seien das Ergebnis eines kanonischen Disziplinarverfahrens ist, das bereits Anfang 2018 begonnen hatte und dessen erste dreijährige Suspendierung vom monastischen Leben wurde widerrufen worden war, nachdem die Mitbrüder des Mönchs eine Petition zu seiner Verteidigung unterschrieben hatten.<br />Die strengen Maßnahmen, die gegen den ehemaligen Mönch Jesaja Makary ergriffen wurden, sind Teil des Umdenkens im Zusammenhang mit dem Klosterleben, das bereits vor einige Zeit in der koptisch-orthodoxen Kirche begann, das eine unbestreitbare Beschleunigung nach dem Mord an Bischof hatte Epiphanios fand. Am Freitag, den 3. August, beschloss der für koptisch-orthodoxen Klöster zuständige Ausschuss der Heilige Synode der, 12 Regeln bereits von Patriarch Tawadros II. ratifizierte Regeln, die alle diejenigen zu befolgen haben, die in einer Klostergemeinschaft in der koptisch-orthodoxen Kirche leben. Die Maßnahmen zielen darauf ab, das klösterliche Leben als einen von der Welt getrennten Zustand zu erhalten, der durch Momente des Gebets, der Arbeit und der Stille geprägt ist. Deshalb wurden die Mönche und Nonnen auch gebeten, ihre persönlichen Konten und Blogs, die in sozialen Medien verwaltet werden, zu schließen. Papst Tawadros hat im Zuge der Maßnahmen auch ein Jahr lang die Aufnahme neuer Kandidaten für das Klosterleben ausgesetzt, und strengere Zeiten für den Zugang von Besuchern und Pilgern zu den Klöstern angeordnet. Unter den 12 Disziplinarmaßnahmen ist auch das Verbot für Mönche und Nonnen, Spenden von den Gläubigen anzunehmen. Diese sollen nur vom Abt oder der Äbtissin des Klosters angenommen werden können.<br /> .<br />Mon, 06 Aug 2018 15:09:26 +0200ASIEN/PAKISTAN - Religiöse Minderheiten begrüßen den Wahlsieg von Imran Khanhttp://www.fides.org/de/news/64607-ASIEN_PAKISTAN_Religioese_Minderheiten_begruessen_den_Wahlsieg_von_Imran_Khanhttp://www.fides.org/de/news/64607-ASIEN_PAKISTAN_Religioese_Minderheiten_begruessen_den_Wahlsieg_von_Imran_KhanLahore - Imran Khan, der mit der Pakistan Tehreek-e-Insaf , die die jüngsten allgemeinen Wahlen in Pakistan gewonnen hat, kündigte öffentlich an, dass er das Erbe des Staatgründers Muhammad Ali Jinnah pflegen werde: Dies impliziert, dass alle Bürger Pakistans - einschließlich derer, die religiösen Minderheiten angehören - die gleichen Rechte auf Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit genießen. „Diese ersten Worte Imran Khan nach der Abstimmung, macht religiöser Minderheiten in Pakistan Hoffnungen“, so Pater Qaisar Feroz OFM Cap, Leiter der Pressstelle der Pakistanischen Bischofskonferenz. Pater Feroz betont weiter: „Wenn Imran Khan in der Lage sein wird, das zu tun, wird es eine große Veränderung in der Geschichte Pakistans geben und es wird ein Erfolg seiner Regierung wahrgenommen werden“. Die Führungskräfte der Pakistan Tehreek-e-Insaf seien im Allgemeinen gut ausgebildet und hoch qualifiziert. „Und wenn Imran Khan die richtigen Leute für die Ministerien benennt, wird dies sicherlich ein großer Schritt nach vorne sein.“<br />Die Parlamentswahlen fanden in Pakistan fanden am 25. Juli 2018 statt. Nach den von der Wahlkommission Pakistans veröffentlichten Ergebnissen hat die Partei von Imran Khan, Pakistan Tehreek-e-Insaf , 116 Sitze im Parlament erhalten und kann damit die Regierung bilden. Die Pakistan Muslim League Nawaz ist mit 64 Sitzen die zweitstärkste Partei und die Pakistan People Party erhielt 43 Sitze und landete damit auf dem dritten Platz.<br />Kailash Sarhadi, ein Mitglied der Sikh-Gemeinde, Sekretär der interreligiösen Kommission in Pakistan und Direktor des „Masterpeace Pakistan“ betont: „Die pakistanischen religiösen Minderheiten begrüßen die Wahl von Imran Khan. Er vertritt die Lehre des Islam und möchte Minderheiten Rechte, Freiheit und Gerechtigkeit auf ähnliche Weise geben wie es zu Zeiten des Propheten Mohammed in Arabien geschah“. „In seiner ersten Rede als Anführer der wichtigsten politischen Partei bei den Wahlen 2018, hat Imran Khan die Herzen vieler gewonnen… ohne Unterschied von Kaste, Glaubensbekenntnis, Ethnie und Religion". Kailash erinnert daran, dass Imran Khan bereits ein zentralisiertes Bildungs-System in der Provinz Khyber Pakhtun Khwa einführte und dort zwei Krankenhäuser und eine Universität bauen ließ, die nach internationalen Standards arbeiten und sich in den Dienst sowohl der Reichen, als auch der Armen stellen. "Ich bin deshalb zuversichtlich, was die Verbesserung des Bildungssystems und des Gesundheitssystems im Land anbelangt".<br />Der christliche Abgeordnete Haroon Imran Gill, Mitglied der Provinzialversammlung der Provinz Punjab, der den für die Minderheiten vorbehaltenen Sitz im PTI innehaben wird betont: "Ich freue mich, dass Imran Khan die Wahl gewonnen hat: Er ist ein sehr leidenschaftlicher Politiker der sich um die Rechte religiöser Minderheiten in Pakistan kümmert, und er ist eine internationale Persönlichkeit, die wissen wird, wie man arbeitet, um religiöse und unterdrückte Minderheiten in Pakistan zu fördern“.<br /> <br />Mon, 06 Aug 2018 14:10:08 +0200AMERIKA/KOLUMBIEN - Bischof Henao wünscht “gemeinschaftliche Führungsstrukturen”http://www.fides.org/de/news/64606-AMERIKA_KOLUMBIEN_Bischof_Henao_wuenscht_gemeinschaftliche_Fuehrungsstrukturenhttp://www.fides.org/de/news/64606-AMERIKA_KOLUMBIEN_Bischof_Henao_wuenscht_gemeinschaftliche_FuehrungsstrukturenBogotá – Insgesamt 311 führende Vertreter der Zivilgesellschaft wurden in den vergangenen zweieinhalb Jahren ermordet. Es handelt sich um die dramatischen Daten, die Anfang Juli vom Büro des Ombudsmanns für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis zum 30. Juni 2018 veröffentlicht wurden. Als Reaktion auf diese besorgniserregende Situation hat die Caritas gemeinsam mit der Generalstaatsanwaltschaft, der US-amerikanischenOrganisation für Entwicklung USAID, der Indigenen-Organisation des Landes, der Vereinigung der afrokolumbianischen Binnenflüchtlinge und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen und verschiedenen Medien, darunter Caracol TV, Blu Radio und El Espectador, die Kampagne "Lideramos la vida" auf den Weg gebracht, die führende Vertreter der Zivilgesellschaft schützen will.<br />Die Zahl der Morde hat seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens mit der FARC zugenommen, da die zuvor von der Guerillaorganisation besetzten Gebiete heute zu einer Art "Niemandsland" geworden sind, wo sich verschiedene kriminellen Fraktionen bekämpfen. "Wir spüren die Auswirkungen der Morde an unseren sozialen Führungskräften", so Bischof Héctor Fabio Henao, Präsident von Caritas Kolumbien und des kolumbianischen Friedensrates in einer Live-Übertragung in den sozialen Medien. "In einer Gesellschaft, die so lange unter einem Konflikt gelitten hat", fuhr der Prälat fort, "wird das Gefühl für Menschlichkeit beeinträchtig, die Fähigkeit zum Mitgefühl und die Fähigkeit zur Solidarität untereinander". Deshalb sind Führungspersönlichkeiten in den Gemeinden "Schlüsselpersonen, die sich der konkreten Bedürfnisse der Gemeinschaften, denen sie sich selbst mit Leib und Seele schenken, großzügig annehmen", weil sie selbst ein starkes Zugehörigkeitsgefühl verspüren und sich mit den Mitmenschen identifizieren. Sie verstehen ihr Engagement als eine Art "Apostolat".<br />Sie sind auch für den Zusammenhalt des sozialen Gefüges notwendig: "Ich stelle fest, dass es keine wirklichen Gemeinschaften gibt, wo Menschen nur in sozialen Medien kommunizieren". "Die Gesellschaft braucht Führer in allen Bereichen und diejenigen, solche, die sich für soziale Rechte einsetzen" wie den Zugang zu Wasser, Land oder Kommunikationswegen "und damit für eine permanente Dynamik der Suche nach einer Alternativen im Leben der am meisten gefährdeten Menschen", so Bischof Henao. Der Prälat betonte vor allem die Notwendigkeit "beschützender Gemeinschaften ", die "die Schwachstellen und Risiken" identifizieren und Wege des persönlichen und gemeinschaftlichen Selbstschutzes als Gegenmittel gegen Gewalt entwickeln. Eine effektivere Lösung sei es, eine „gemeinschaftliche Führungsstruktur“, so dass es „nicht eine einzige Person ist, die alle anderen mitzieht, sondern ein Kollektiv, das Probleme bespricht und darüber nachdenkt, um nach Lösungen zu suchen und Ziele zu setzen ".<br />In diesem Fall seien Morde an einer Person nutzlos, da es keine einzelnen Führungspersönlchkeiten gebe. Fundamental wie auch die Zusammenarbeit den Behörden, die Caritas und Friedensrat fördern „weil Maßnahmen und Initiativen für die Sicherheit auf den Weg gebracht wurden, von denen viele nicht wissen. “In diesem Sinne, fordert Bischof Henao "mehr Engagement“, von Seiten des Staates, um die Wirksamkeit dieser Initiativen auf lokaler Ebene zu fördern. Angesichts der Resignation so vieler Menschen, müsse die Antwort „Entschlossenheit bei der Ausübung der Staatsbürgerschaft und für den Wiederaufbau der Nation“ sein. Um die Versuchung der Hoffnungslosigkeit entgegenzutreten, zitiert der Prälat „äußerst interessante Beispiele von Gemeinden, die entschieden haben Veränderungen herbeizuführen und denen es uns gelungen ist“. "Das macht Hoffnung. Und wir müssen darauf bestehen, Vertrauen zwischen lokalen Akteuren und Behörden zu schaffen, Dialog zu fördern und Brücken zu bauen". „Es gibt viel Angst in den Gemeinden“, so der Bischof weiter, aber es gibt auch „eine gewisse Hartnäckigkeit“, wie die lokalen Friedensräte unter Beweis stellen, „in denen sich indigenen Gemeinschaften, Afro-Kolumbianer und Bauern für den Aufbau beschützender und starker Gemeinschaften engagieren“ und Vorschläge für ein friedliches Zusammenleben entwickeln.<br />Im Hinblick auf die Aussetzung der Friedensgespräche zwischen der Regierung und der Guerillabewegung ELN bis zum Amtsantritt der neuen Regierung bedauert Henao vor allem Nachrichten über die Nichterfüllung eines Waffenstillstandes. Doch er gibt auch hier die Hoffnung nicht auf und weist auf die Notwendigkeit hin, "weiter daran zu arbeiten, damit die Situation durch den Dialog gelöst werden kann".<br /> <br />Mon, 06 Aug 2018 13:40:18 +0200