Fides News - German (Standard)http://www.fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. NEWS ANALYSIS/OMNIS TERRA - Afrika: Armut und religiöses Unwissen begünstigen islamistischen Extremismushttp://www.fides.org/de/news/62953-NEWS_ANALYSIS_OMNIS_TERRA_Afrika_Armut_und_religioeses_Unwissen_beguenstigen_islamistischen_Extremismushttp://www.fides.org/de/news/62953-NEWS_ANALYSIS_OMNIS_TERRA_Afrika_Armut_und_religioeses_Unwissen_beguenstigen_islamistischen_ExtremismusRund 33.000 Menschen starbein in Afrika in der Zeit von 2011 bis il 2016 bei bewaffneten Konflikgen von Gruppen, deren Ideologie religiöser Extremismus zugrunde liegt. Dies geht aus einem Bericht der UNDP mit dem Titel “Journey to Extremism” hervor, der auf Interviews mit 718 Befragten besucht, von denen 495 ehemals in extremistischen Gruppen kämpfen oder dies in einigen Fällen immer noch tun. Insgesamt 145 Befragte bezeichnen sich als “neutral”.<br />Die Interviews wurden in Kamerun, Kenya, Niger, Nigeria, Somalia und dem Sudan geführt. Wie aus dem Bericht hervorgeht hat die Radikalisierung vielfältige Ursachen: soziale und ethbnische Ausgrenzung, Analphabetismus und Arbeitslosigkeit; der Einfluss extremistischer Prediger auf Jungendliche, die nur geringes religiöses Wissen besitzen und die Auswirkungen einer Politik, die Probleme nicht löst, sondern zu deren Zuspitzung führt <br /><br/><strong>Link correlati</strong> :<a href="http://omnisterra.fides.org/articles/view/51">mehr bei Omnis Terra</a>Mon, 25 Sep 2017 13:39:35 +0200ASIEN/PHILIPPINEN - “Ugnayan Bayan”-Forum fordert Ende der willkürlichen Hinrichtungen und Schutz der Menschenrechtehttp://www.fides.org/de/news/62952-ASIEN_PHILIPPINEN_Ugnayan_Bayan_Forum_fordert_Ende_der_willkuerlichen_Hinrichtungen_und_Schutz_der_Menschenrechtehttp://www.fides.org/de/news/62952-ASIEN_PHILIPPINEN_Ugnayan_Bayan_Forum_fordert_Ende_der_willkuerlichen_Hinrichtungen_und_Schutz_der_MenschenrechteGenf – “Wir müssen unsere Demokratie und die Menschenrechte auf den Philippinen schützen”, so die philippinische Plattform “Ugnayan Bayan”, bei einer Kundgebung vor dem Gebäude der Vereinten Nationen in den vergangenen Tagen anlässlich der 36. Sitzung des UN-Menschenrechtsrat in Genf. “Der so genannte ‘Krieg gegen Drogen’ unter Präsident Duterte führte zu tausenden willkürlichen Hinrichtungen, Straffreiheit und ersten Anezchen einer bevorstehenden autoritären Regierung”.<br />Zeitgleich nahmen zahlreiche Christen in Manila an einem Gottesdienst in der St. Agustin’s-Kirche teil, mit dem ein friedlicher Marsch zum Luneta Park im Zentrum der Stadt begann, bei dem die Teilnehmer gegen die ‘Politik der Morde’ und die Verhängung des Kriegsrechts protestierten. <br />Dem “Ugnayan Bayan”-Forum schließen sich auch zahlreiche katholische Ordensleute an, darunter der Jesuitenpater Albert Alejo, der betont: “Willkürliche Hinrichtungen sind kennzeichnend für den Drogenkrieg unter der Regierung Duterte. Seit Juni 2016 starben mindestens 12.000 Menschen, darunter auch 54 Minderjährige. Das Drogenproblem ist mehr als ein kriminelles Problem. Es ist auch ein Problem des öffentlichen Gesundheitswesens und Folge von Armut ”.<br />Deshalb fordert “Ugnayan Bayan “die Beendigung der Straffreiheit: Wir fordern unabhängige Ermittulgen zu den Morden und die strafrechtliche Verfolgung der Killer sowie Garantien für den Rechtsstaat”. “Präsident Duterte”, heißt es in der Verlautbarung, “muss für tausende Hinrichtungen verantwortlich gemacht werden”.<br />Auch katholische Gemeinden auf den Philippinen prangern insbesondere die Tötung von Minderjährigen an, darunter der 17jährige Katholik Kian de los Santos, Carl Angelo Arnaiz und Reynaldo de Guzman , die in der Untersuchungshaft von Beamten ermordet wurden. <br />Deshalb fordert die Plattform insbesondere den Schutz der Menschenrechte: “Der Präsident betrachtet Menschenrechte als Hindernis für Frieden und Entwicklung und droht Menschenrechtsaktivisten, die gegen die Regierung protestieren”. Deshalb so “Ugnayan Bayan” “müssen wir dringend unsere demokratischen Institutionen konsolidieren und schützen”. <br /> <br />Fri, 22 Sep 2017 13:31:41 +0200AFRIKA/NIGERIA - Bischof von Nsukka bedauert Brand in der Moschee und Spannungen in der Regionhttp://www.fides.org/de/news/62950-AFRIKA_NIGERIA_Bischof_von_Nsukka_bedauert_Brand_in_der_Moschee_und_Spannungen_in_der_Regionhttp://www.fides.org/de/news/62950-AFRIKA_NIGERIA_Bischof_von_Nsukka_bedauert_Brand_in_der_Moschee_und_Spannungen_in_der_RegionAbuja - “Die Zerstörung einer Kulstätte, die es so zuvor noch nicht gegeben hat, ist nicht nur abscheulich, sondern auch völlig inaktzeptabel und muss von allen verurteilt werden”, so Bischof Godfrey Onah von Nsukka, nach dem Brand in der Moschee in Oguurute im Süden Nigerias, am vergangenen 16. September.<br />Unmittelbar nach dem Brand besuchte der Bischof den dort ansässigen Imam und brachte ihm seine Verbundenheit zum Ausdruck. “Der Imam dankte der katholischen Kirche für diese beondere Aufmerksamkeit”, heißt es in einer Verlautbarung zum Besuch des Bischofs, “Der Bischof von Nsukka erinnert alle, Christen und Nichtchristen, daran, dass die Region Nsukka für das friedliche Zusammenleben bekannt ist… das Christentum lehrt uns, dass wir unseren Nächsten lieben sollen, wie uns selbst“, so Bischof Onah. “Die katholische Kirche wird alles tun, was in ihrer Macht steht um sicher zu stellen, dass Muslime und Christen hier auch künftig in Frieden Leben”. <br />Wie polizeilichen Ermittlungen hergeht, wurde der Brand wahrscheinlich von einem Kurzschluss ausgelöst. Zunächst hatte man jedoch vermutet, dass die Mosche von den “Indigenous People of Biafra “ in Brand gesteckt wurde, die für die Unabhängigkeit Biafras kämpfen, dass die südlichen Staaten Cross River, Ebonyi, Enugu, Anambra, Imo, Bayelsa, Rivers, Abia und Akwa Ibom umfasst. Die Unaghängigkeitskämpfer dementierten jedoch eine solche Vermutung. <br />Zwar betont die IPOB, dass man die eigenen Forderungen auf friedliche Weise durchsetzen wolle, trotzdem ist die Lage angespannt, so dass das Oberste Gericht in Abuja die IPOB als „illegal und terroristisch“ bezeichnet.<br />Das Urteil, das auf Antrag des Justizministers Abubakar Malami erlassen wurde, verbietet allen anderen Bewegungen und Einzelbürgern eine “aktive Unterstützung der IPOB. Die nigerianische Regierung prangert in diesem Zusammenhang auch an, dass die IPOB aus dem Ausland finanzielle Unterstützung erhalte, unter anderem von Frankreich und Großbritannien. <br />Im Gedächtnis Nigerias ist der Biafra-Krieg noch sehr lebendig, da bei dem Konflikt um die Sezession des Südens, der reich an Erdölvokommen ist, rund eine Millione Menschen starben, unter anderem auch infolge der von der Regierung verhängten Blockade der Lebensmittelversorgung in der Region. <br /> <br /><br />Fri, 22 Sep 2017 12:53:23 +0200ASIEN/JAPAN - Kardinal Filoni an den Schauplätzen des Tsunami: “Gott hat euch nicht vergessen”http://www.fides.org/de/news/62951-ASIEN_JAPAN_Kardinal_Filoni_an_den_Schauplaetzen_des_Tsunami_Gott_hat_euch_nicht_vergessenhttp://www.fides.org/de/news/62951-ASIEN_JAPAN_Kardinal_Filoni_an_den_Schauplaetzen_des_Tsunami_Gott_hat_euch_nicht_vergessenSendai - “Gott liebt euch, trotz eures Leids, er ist nicht gleichgültig und er vergisst euch nicht”, so Fernando Filoni, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, an die Einwohner der vom Tsunami des Jahres 2011 verwüsteten Gebiete gewandt, beim Gottesdienst in Sendai am 22. September, dem sechsten Tag seines Besuchs in Japan. <br />Vor dem Gottesdienst besuchte Kardinal Filoni die Schauplätze der Naturkatastrophe vom 11. März 2011, bei der mindestens 18.000 Menschen Starben und unermessliche Schäden verursacht wurden: “Wie viele Opfer, wie viele Schäden, wie Viele zerstörte Familien und deren Besitz, der mit harter Arbeit erwirtschaftet wurde sind verloren, wie viele Gemeinden und Pfarreien wurden grundlegend verändert”, so der Kardinal in seiner Predigt weiter. Er danke allen „die hier noch in der Seelsorge und in karitativen Einrichtungen unter den Opfern des Erdbebens tätig sind“. Angesichts solcher Katastrophen stelle man sich oft folgende Fragen: "Warum gibt es das Böse in der Welt? Wie lässt sich so etwas Trauriges erklären? Nicht immer hat der Mensch einer Erklärung für alles und manchmal erlaubt das Schweigen ein Nachdenken darüber, dass wir sowohl für das Gute als auch für das Böse keine angemessene Erklärung haben”. In diesem Zusammenhang erinnerte der Kardinal auch an die biblische Figur des Hiob: “Er ist Symbol für jeden Menschen, der tiefes Leid erfährt und stellte sich dieselben Fragen. Doch er stellte die Logik derjenigen infrage, die von der göttlichen Rache sprachen oder sinnlose moralische Erklärungen geben und bezeichnete diese als oberflächlich”. Wen das Böse in unser Leben komme und es erschüttert, so der Kardinal, bestehe die einzige “wahre Weisheit” darin, sich im Gebet Gott anzuvertrauen, wie Hiob dies tat. Die einzige wahre Antwort könne aus der Erfahrung des Heils erwachsen, das Christus in die Welt brachte, der durch seine Menschwerdung “unsere Schwäche annahm und durch sein tiefes Leid und sein Sterben den Stachel des Todes zerstörte, der den Menschen Angst macht”. Mit Bezug auf das Tagesevangelium erinnerte der Kardinal an die Figur Jesu “die in Städten und Dörfern unterwegs war und dort die Frohe Botschaft vom Reich Gottes verkündete und Menschen heilte” . “Auf seinem Weg”, so der Präfekt des Missionsdikasteriums, “begegnete Jesus Menschen, wenn er ihnen begegnete näherte er sich ihnen; wenn er sich ihnen näherte, heißt er durch seine spirituelle Kraft sowohl körperliche als auch geistige Krankheiten. Das ist Jesus. Das muss auch die Kirche tun, immer und an jedem Ort und bei jeder Gelegenheit”.<br />Am Ende seiner Predigt bezeichnete Kardinal Filoni seinen Besuch in Sendai als Zeichen der christlichen Verbundenheit und Hilfe für die von der Katastrophe des Jahres 2011 betroffenen Menschen: “Gott liebt euch, trotz des Leides, er ist nicht gleichgültig und er vergisst euch nicht... ”. .<br />Fri, 22 Sep 2017 12:17:58 +0200AMERIKA/CHILE - Landrechtskonflikt: Angehörige der politischen Häftlinge aus dem Volk der Mapuche besetzen Kathedralehttp://www.fides.org/de/news/62949-AMERIKA_CHILE_Landrechtskonflikt_Angehoerige_der_politischen_Haeftlinge_aus_dem_Volk_der_Mapuche_besetzen_Kathedralehttp://www.fides.org/de/news/62949-AMERIKA_CHILE_Landrechtskonflikt_Angehoerige_der_politischen_Haeftlinge_aus_dem_Volk_der_Mapuche_besetzen_KathedraleConcepcion – Angehörige der politischen Häftlinge aus dem Volk der Mapuche besetzen seit dem gestrigen 21. September die Kathedrale von Concepción. Nun bittet Erzbischof Fernando Chomali die Behörden die Forderungen der Mapuche ernsthaft in Betracht zu ziehen: "Dieses Volk braucht mehr Anerkennung in der Verfassung und ihre Kultur verdient mehr Respekt, das Problem der Landrechte wurde nicht gelöst und es handelt sich um ein grundlegendes Problem. Deshalb glaube ich, dass es an der Zeit ist, damit ernsthaft zu befassen".<br />Über Twitter ließ der Erzbischof wissen, dass er sich bereit erklärt hat, mit dem Vertreter der PPM, Juan Carlos Tralkal, zu sprechen nachdem diese auch mit einem Hungerstreik begonnen haben, mit dem sie die Öffentlichkeit auf das Problem aufmerksam machen wollen. <br />Erzbischof Chomali betonte unterdessen im Rahmen einer Pressekonferenz, dass die Häftlinge sich immer noch in Untersuchungshaft befinden, weil bisher kein Prozess auf den Weg gebracht wurde Die Besetzung sei abgesprochen und man werde auf keinen Fall die Polizei bitten, die Aktivisten zu entfernen. Erzbischof Chomali erklärte sich zudem bereit, zwischen den lokalen Behörden in und den Angehörigen der politischen Häftlinge aus dem Volk der Mapuche zu vermitteln.<br />Juan Carlos Tralkal dankte unterdessen der Kirche für ihr Engagement und erklärte: "Die Besetzung der Kathedrale ist eine symbolische Geste mit der wir hauptsächlich das Ziel verfolgen … die Aufmerksamkeit auf das Problem der PPM im Gefängnis von Temuco aufmerksam zu machen".<br />Die Kirche Engagiert sich für die „Sache der Mapuche“ seit dem Beginn des Landrechtskonflikts zuletzt auch im Rahmen eines Dialogs zwischen den Mapuche und der chilenischen Regierung unter Leitung von Bischof und mit Unterstützung der Chilenischen Bischofskonferenz.<br /> <br />Fri, 22 Sep 2017 11:23:04 +0200ASIEN/MALAYSIA - Rektor des Großen Seminars “College General” in Penang ernannthttp://www.fides.org/de/news/62948-ASIEN_MALAYSIA_Rektor_des_Grossen_Seminars_College_General_in_Penang_ernannthttp://www.fides.org/de/news/62948-ASIEN_MALAYSIA_Rektor_des_Grossen_Seminars_College_General_in_Penang_ernanntVatikanstadt – Kardinal Fernando Filoni, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker hat am 1. Juli 2017 Pfarrer, Stanley Antoni aus dem Klerus der Diözese Penang zum Rektor des Interdiözesanen Großen Philosophats “College General” in Penang ernannt.<br />Der neue Rektor wurde am 29. Juni 1973 in Tapah im Staat Perak geboren und am 25. September 2008 in der St. Joseph’s-Kirche in Bidor zum Priester geweiht. Nach seiner Priesterweihe war er Vikar in verschiedenen Diözesen. Danach erwarb er eine Lizenz im Fach Philosophie an der Päpstlichen Universität Urbaniana in Rom . Nach seiner Rückkehr in die Heimat war er im College General tätig. Seit 2014 leitet er auch das Bahasa Malaysia Apostolate.<br /> <br />Fri, 22 Sep 2017 10:54:23 +0200ASIEN/MYANMAR - Christian Solidarity Worldwide fordert Waffenembargo gegen Myanmarhttp://www.fides.org/de/news/62947-ASIEN_MYANMAR_Christian_Solidarity_Worldwide_fordert_Waffenembargo_gegen_Myanmarhttp://www.fides.org/de/news/62947-ASIEN_MYANMAR_Christian_Solidarity_Worldwide_fordert_Waffenembargo_gegen_MyanmarYangon – In einem Schreiben an den UN-Menschenrechtsrat fordert die Nichtregierungsorganisation “Christian Solidarity Worldwide” sofortige Maßnahmen zur Beendigung der ethnischen Säuberung unter den in Myanmar lebenden Rohingya durch die birmanische Armee und ein Waffenembargo für Myanmar. CSW bittet den UN-Menschenrechtsrat um “Maßnahmen, mit denen Druck auf die birmanische Armee ausgeübt werden, insbesondere eine globales Waffenembargo und die Aussetzung von militärischen Ausbildungsprogrammen für die birmanische Armee”. Im Rahmen einer Resolutionen sollen die Vereinten Nationen das Ende der Tötung von Zivilisten und den sofortigen Zugang für Hilfslieferungen für alle Bedürftigen, unabhängig von Religion oder Ethnie im Staat Rakhine fordern".<br />Der Direktor der christlichen Menschenrechtsorganisation, Mervyn Thomas, betont: „Die aktuelle Tragödie an der Grenze zwischen Bangladesch und Myanamar ist in den vergangenen drei Wochen wirklich erschreckend. Die internationale Staatengemeinschaft muss handeln, damit die ethnische Säuberung beendet wird, die bereits zur Flucht von mindestens 400.000 Rohingya, zum Tod von tausenden Menschen und zur Zerstörung von hunderten Dörfern geführt. Hat. Die birmanische Armee ist für diese Krise verantwortlich”.<br />“In den vergangenen sechs Jahren hat in Birma zwar eine Zeit der vorsichtigen Reformen und der Demokratie begonnen. Doch in diesem Moment glauben wir, dass die Krise so schwerwiegend ist, dass eine starke Botschaft an die Militärs von lebenswichtiger Bedeutung ist: man darf nicht unterschiedslos töten. Der Oberbefehlshaber der Armee, General Min Aung Hlaing, ist der einzige, der diese Situation beenden kann. Die internationale Staatengemeinschaft muss Druck auf ihn ausüben”. CSW erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die birmanische Armee Menschenrechtsverstöße auch in den Konflikten mit anderen ethnischen Minderheiten, darunter die christlichen Kachin und Shan begeht.<br />Die muslimische Ethnie der Rohingya gehört zu den am meisten verfolgen Minderheiten der Welt. Sie sind staatenlos, seit dem in Birma 1982 ein entsprechendes Gesetz erlassen wurde, dass angehörigen der Ethnie, auch wenn diese seit Generationen im Staat Rakhine leben, die Staatsangehörigkeit verweigert. Bereits 2012 führte die Gewalt im birmanischen Staat Rakhine zur Massenflucht und seit Oktober 2016 brachte die birmanische Armee eine militärische Offensive gegen die Zivilbevölkerung in Rakhine auf den Weg, nachdem eine bewaffneter Zweig der Rohingya, die Arakan Rohingya Salvation Army , birmanische Militärkonvois an der Grenze angegriffen hatte.<br /> <br />Thu, 21 Sep 2017 09:35:27 +0200ASIEN/JAPAN - Kardinal Filoni in Osaka: Die Kirche ist kein “Dienstleister”http://www.fides.org/de/news/62946-ASIEN_JAPAN_Kardinal_Filoni_in_Osaka_Die_Kirche_ist_kein_Dienstleisterhttp://www.fides.org/de/news/62946-ASIEN_JAPAN_Kardinal_Filoni_in_Osaka_Die_Kirche_ist_kein_DienstleisterOsaka – Neue Impulse bei der Verkündigung des Evangeliums erwachsen in Japan, wie anderswo, “nicht aus den von kirchlichen Apparaten auf den Weg gebrachten Methoden sondern aus der Rückkehr zur Erfahrung der Liebe Christi”. Nur wer aus dieser Quelle schöpfe könne als Mitarbeiter der Mission der Gefahr entgehen, sich auf reinen Aktivismus zu beschränken und dabei “die ursprüngliche Mission zu vergessen, die darin besteht, wie Jesus unter den Armen eine Botschaft der Befreiung des Menschen von vielfältiger Unterdrückung zu verkünden”, so Kardinal Fernando Filoni, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker in seinen Ansprachen an die Bischöfe und an die Priester, Ordensleute und Laien der Diözese Osaka am fünften Tag seines Besuchs in Japan.<br />Die Bischöfe der Region Osaka, denen er am frühen Nachmittag begegnete, erinnerte der Kardinal an die Gefahr, die Kirche als eine Art ‘Dienstleistungsunternehmen’ darzustellen. Kirchliche Einrichtungen im Bereich des Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesens seien bei der Zusammenarbeit mit den zivilen Behörden, in den vergangenen Jahrzehnten “ein konkretes Zeichen der Ermutigung und der Unterstützung für das ganze japanische Volk gewesen, das in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg eine sehr schwierige Zeit erlebte”. Dies habe bei vielen Menschen Sympathie geweckt. Doch in der Gegenwart, so Kardinal Filoni, “dürfen wir nicht die Gefahr ignorieren, die darin besteht, dass kirchliche Mitarbeiter sich darauf beschränken als Bürokraten die Einrichtungen im Bildungs- und Sozialwesen, die vom Staat unterstützt werden, zu verwalten, denn dabei riskieren wir, das wir der Versuchung des Wettbewerbs nachgeben”. Nicht selten, so der Kardinal, der ein konkretes Beispiel für eine solche Entwicklung nannte, „werden die Aktivitäten der Pfarrgemeinden, in deren Trägerschaft sich Kindergärten und Schulen befinden, oder die häufigen Versammlungen so zeitraubend, dass dafür die Seelsorge und die Glaubensbildung eingeschränkt wird”. Um dies zu verhindern, so Kardinal Filoni, sei es in gewissen Situationen notwendig, “dass wir über unsere Rolle in den verschiedenen Bereichen der sozialen Dienstleistung nachdenken“. Und wenn die Dienstleistungen, die die Kirche in den verschiedenen Bereichen, bereitstellt, “nicht ihrem eigentlichen Zweck entsprechen”, so der Präfekt von Propaganda Fide, dann „müssen die Bischöfe den Mut haben und darüber nachdenken, wie man den eigentlichen missionarischen Zielen wieder in den Vordergrund stellen kann”. Den japanischen Bischöfen empfahl Kardinal Filoni auch eine Intensivierung der bereits existierenden Programme für die Pastoral unter Migranten. <br />Am Nachmittag des 21. September , sprach Kardinal Filoni bei der Begegnung mit Priestern, Ordensleuten und Laien der Region Osaka erneut über Faktoren, von denen auch in Japan neue missionarische Impulse ausgehen, wie Papst Franziskus sich diese wünscht. Japan, so der Präfekt des Missionsdikasteriums “ist nicht immun gegen Krankheiten, unter denen unser Jahrhundert leidet: Säkularisierung, religiöse Gleichgültigkeit, ethischer Subjektivismus, Verlust des Sinns für das Heilige, die auch in westlichen christlichen Gemeinden weit verbreitet sind”. Es seien viereinhalb Jahrhunderte vergangen, seit das Evangelium erstmals in Japan verkündet wurde und Christen machten nur einen kleinen Teil der Bevölkerung aus, während die Mehrheit der Japaner das Christentum noch als “fremd” im Vergleich zur eigenen Kultur betrachten. Angesichts einer solchen Situation, so Kardinal Filoni, könne man meinen, dass man in einer Pastoral des “Konservierens”, die sich darauf konzentriert die Einrichtungen und die wenigen Gläubigen zu erhalten, indem man möglicherweise auf so genannte ‘moderne’ pastorale Methoden vertraut. “Und doch”, so der Präfekt von Propaganda Fide “hat der Papst immer wieder betont, dass die Mission „nicht aus den von kirchlichen Apparaten auf den Weg gebrachten Methoden sondern aus der Rückkehr zur Erfahrung der Liebe Christi. Das Problem ist der Glaube; es fehlt die Begegnung mit dem lebendigen Christus in der Liebe, es fehlt die intime Beziehung zu ihm im Gebet; wenn dies alles fehlt, dann wird das Profil der Kirche unklar und die Mission verliert an Kraft“. In der heutigen japanischen Gesellschaft, die von der Einsamkeit alter Menschen, dem Rückgang der Geburtenrate und einer hohen Selbstmordrate gekennzeichnet sei, könne die Kirche auch heute noch Trost spenden, wenn sie zur Botschaft der Erlösung durch Christus zurückkehre. In diesem Zusammenhang nannte Kardinal Filoni auch das Vorbild der heiligen Teresa von Kalkutta: “Kümmere dich nicht um Zahlen. Hilf einem nach dem anderen und beginne immer mit den Menschen in deiner Nähe”, empfahl Mutter Teresa. Dies sei die Art und Weise, in der auch Jesus das Evangelium verkündete: “die Frohe Botschaft des Reiches Gottes wird dadurch verkündet, dass man in die Augen des Einzelnen schaut, sowohl in Pfarreien als auch in Krankenhäusern, Schulen, am Arbeitsplatz und auf der Straße, überall”.<br /> <br /><br /><br/><strong>Link correlati</strong> :<a href="http://www.fides.org/it/attachments/view/file/INCONTRO_del_CArd._Filoni_con_i_Vescovi_della_Regione_di_Osaka_21-09-2017_.docx http://www.fides.org/it/attachments/view/file/DISCORSO_del_Card_Filoni_ai_sacerdoti_religiosi_e_fedeli-laici_a_Osaka_21-09-2017_.docx">Ansprache von Kardinal Filoni an die Bischöfe Ansprache von Kardinal Filoni an Priester, Ordensleute und Laien</a>Thu, 21 Sep 2017 13:39:34 +0200AFRIKA/NIGERIA - Apostolisches Vikariat Bomadi in den Rang einer Diözese erhoben und erster Bischof ernannthttp://www.fides.org/de/news/62945-AFRIKA_NIGERIA_Apostolisches_Vikariat_Bomadi_in_den_Rang_einer_Dioezese_erhoben_und_erster_Bischof_ernannthttp://www.fides.org/de/news/62945-AFRIKA_NIGERIA_Apostolisches_Vikariat_Bomadi_in_den_Rang_einer_Dioezese_erhoben_und_erster_Bischof_ernanntVatikanstadt – Papst Franziskus hat am heutigen 21. September das Apostolische Vikariat Bomadi in den Rang einer Diözese erhoben und der Erzdiözese Benin City als Suffraganbistum unterstellt und den bisherigen Apostolischen Vikar Hayacinth Oroko Egbebo, M.S.P., zum ersten Bischof der neuen Diözese ernannt. <br /> <br />Thu, 21 Sep 2017 12:49:33 +0200ASIEN/INDIEN - “Anti-Bekehrungs-Gesetz” in Jharkhand führt zur Polarisierung der Gesellschafthttp://www.fides.org/de/news/62944-ASIEN_INDIEN_Anti_Bekehrungs_Gesetz_in_Jharkhand_fuehrt_zur_Polarisierung_der_Gesellschafthttp://www.fides.org/de/news/62944-ASIEN_INDIEN_Anti_Bekehrungs_Gesetz_in_Jharkhand_fuehrt_zur_Polarisierung_der_GesellschaftRanchi – Die so genannten Anti-Bekehrungs-Gesetze seien de facto ein Verstoß gegen die Religionsfreiheit und polarisierten die indische Gesellschaft. Dies betont der der indische Theologe Pater Michael Kerketta , der in Ranchi, der Hauptstadt des indischen Unionsstaates Jharkhand, als Dozent arbeitet. <br />Auch in Jharkhand wurden am vergangenen 5. September die so genannten Gesetze “gegen religiöse Bekehrung” verabschiedet und vom Gouverneur des Staates Draupadi Murmu unterzeichnet. Paradoxerweise nennt sich das Gesetz “Freedom of Religion Bill”. <br />“Diese Bestimmungen betreffen nicht hinduistische Religionsgemeinschaften, wie Christen, Muslime, Sikh und andere. Es ist unsere Aufgabe, Ungerechtigkeiten anzuprangern, die gegen die Religionsfreiheit und gegen die Verfassung verstoßen. Aus diesem Grund werden wir zusammen mit Vertretern anderer Religionsgemeinschaften, darunter auch Hindus, bei einer öffentlichen Kundgebung in Ranchi am kommenden Samstag, den 23. September dagegen protestieren”, so der Jesuit.<br />“Die Regierung in Jharkhand befindet sich in den Händen der nationalistischen Baratya Janata Party, wie die indische Regierung unter Premierminister Narendra Modi. Hinduistische Extremisten sind hier stark und haben viel Raum in der Gesellschaft. In den vergangenen Tagen haben antichristliche Kundgebungen für Unruhe in der Stadt gesorgt. Christen befinden sich hier wegen angeblicher Zwangsbekehrungen im Gefängnis“, so Pater Kerketta.<br />Der Jesuit erinnert in diesem Zusammenhang an den offenen Brief des Generalsekretärs der Indischen Bischofskonferenz, Bischof Theodore Mascarenhas an den indischen Premierminister Narendra Modi, in dem dieser vor einer offenen Hasskampagen gegenüber religiösen Minderheiten unter dem Premierminister von Jharkhand, Raghubar Das, warnt “Wenn dies nicht umgehend bekämpft wird, dann könnte der Staat und die Bevölkerung auf einen Pfad des Hasses und der Gewalt gelangen”, so der Bischof. In seinem offenen Brief erinnert er auch daran, dass “die katholische Kirche Zwangsbekehrungen entschlossen ablehnt. Doch gleichsam besteht sie auf dem Recht der Verkündigung des eigenen Glaubens”. Christen antworten auch, wenn sie Opfer von Gewalt werden „nicht mit Gewalt“, sondern sie arbeiten weiter unter den Armen und Ausgeschlossenen im Bereich im „Bildungs- und Gesundheitswesen und durch soziales Engagement”.<br />“Derzeit gibt es in Ranchi keine soziale oder religiöse Gewalt, doch das Klima ist angespannt und Minderheiten fürchten sich vor Übergriffen gewaltbereiter Hindus”, so Pater Kerketta abschließend. <br />Seit dem Jahr 2000 wurden “Anti-Bekehrungs-Gesetze” in sechs indischen Staaten: in Chhattisgarh bereits im Jahr 2000; in Tamil Nadu im Jahr 2002 ; in Gujarat im Jahr 2003; und in Rajasthan im Jahr 2006 ; in Himachal Pradesh im Jahr 2007, zuletzt in Jharkhand 2017. Ähnliche Bestimmungen wurden zuvor in Odisha bereits 1967, in Madhya Pradesh im Jahr 1968 und in Arunachal Pradesh im Jahr 1978 auf den Weg gebracht . Derzeit sind also in sechs von insgesamt neun Staaten in Kraft. In Gujarat ist eine schriftliche Genehmigung für eine eventuelle Konversion zu einer anderen Religion, während in anderen Staaten eine „Mitteilung“ an die zuständigen Behörden notwendig ist.<br /> <br />Thu, 21 Sep 2017 12:38:20 +0200AMERIKA/MEXIKO - Erdbeben fordert über 200 Todesopfer: Bischöfe bitten um Hilfsbereitschafthttp://www.fides.org/de/news/62943-AMERIKA_MEXIKO_Erdbeben_fordert_ueber_200_Todesopfer_Bischoefe_bitten_um_Hilfsbereitschafthttp://www.fides.org/de/news/62943-AMERIKA_MEXIKO_Erdbeben_fordert_ueber_200_Todesopfer_Bischoefe_bitten_um_HilfsbereitschaftPuebla – Nach dem verheerenden Erdbeben am 19. September versuchen neben Organisationen der Zivilgesellschaft und Hilfstrupps auch katholische Gemeinden dazu beizutragen, dass rasch ein genaues Bild von den verursachten Schäden entsteht und Betroffenen die notwendige Hilfe erhalten. Bis gestern betrug die Zahl der Toten allein in Puebla 43, insgesamt 163 Kirchen wurden beschädigt und 1.700 Häuser zerstört. Dies teilen die lokalen Behörden nach dem Erdbeben von einer Stärke von 7.1 auf der Richterskala mit, von dem vor allem die Stadt Puebla besonders schwer betroffen ist. In ganz Mexiko wurden bisher 217 Todesopfer gezählt.<br />Bischof Felipe Pozos Lorenzini von Puebla feierte gestern einen Trauergottesdienst für 12 Opfer in der Gemeinde Atzala. In dieser Gemeinde, rund 170 Kilometer südlich von Mexikostadt wird man sich insbesondere an die erst zwei Monate alte Arizbeth Escamilla erinnern, die beim Einsturz des Dachs der Kirche "Santiago Apostol“ starb, in der sie getauft werden sollte. Das Dach der Kirche aus dem 17. Jahrhundert stürzte bei den ersten Erdstößen nach wenigen Sekunden ein. Unter den Überlebenden befindet sich der Gemeindepfarrer.<br />Bei der gestrigen Generalaudienz auf dem Petersplatz erinnerte Papst Franziskus mit folgenden Worten an die Opfer des Erdbebens in Mexiko: “„In diesem Augenblick der Trauer will ich meine Nähe und mein Gebet für das geliebte mexikanische Volk bekunden“, so der Papst in seinen Grüßen an die spanischsprachigen Pilger. „Beten wir alle gemeinsam zu Gott, damit er jene aufnimmt, die ihr Leben verloren haben und jene tröste, die ihre Geliebten oder ihr Zuhause verloren haben.“ <br />Erst vor zwölf Tagen hatte ein Erdbeben der Stärke 8.2, bei dem 98 Menschen starben, das Land erschüttert. Diesmal lag das Epizentrum rund 12 km südöstlich von Axochiapan im Staat Morelos, rund 160 Kilometer von der mexikanischen Hauptstadt entfernt. Ebenfalls am 19. September waren im Jahr 1985 beim schlimmsten Erdbeben in der Geschichte des Landes nach offiziellen Angaben 3.200 Menschen gestorben.<br />Der Sekretär der Mexikanischen Bischofskonferenz, Prälat Alfonso G. Miranda Guardiola, bittet in einer offiziellen Verlautbarung “das Volk Gottes”, den “Brüdern und Schwestern, die die unter den verschiedenen Naturkatastrophen leiden, die unser Land heimgesucht haben“ zu helfen. Bereits nach dem Erdbeben vom vergangenen 7. September hatte die Bischofskonferenz zusammen mit dem Caritasverband insbesondere in den Staaten Oaxaca und Chiapas.<br /> <br />Thu, 21 Sep 2017 11:36:23 +0200ASIEN/JAPAN - Kardinal Filoni: Christ wird man wegen der “Anziehungskraft” des Evangeliumshttp://www.fides.org/de/news/62942-ASIEN_JAPAN_Kardinal_Filoni_Christ_wird_man_wegen_der_Anziehungskraft_des_Evangeliumshttp://www.fides.org/de/news/62942-ASIEN_JAPAN_Kardinal_Filoni_Christ_wird_man_wegen_der_Anziehungskraft_des_EvangeliumsHiroschima – Die Verkündigung des Evangeliums bedeute “weder Indoktrinierung noch Zwang”. Man entscheide sich für das Evangelium nicht wegen „ideologischer Proselytenmacherei” sondern wegen der “Anziehungskraft” mit der „inneren Freiheit zu erkennen, dass man ein Kind Gottes ist“. Dies betonte Kardinal Fernandon Filoni mit Bezug auf Papst Bendedikt XVI. und Papst Franziskus, zur Dynamik der Verbreitung des Christentums in aller Welt. Der Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker tat dies in seiner Predigt beim Gottesdienst in der Kathedrale von Hiroschima am vierten Tag seines Besuchs in Japan, dem 20. September.<br />Dabei erinnerte der Kardinal auch an die koreanischen Märtyrer Andreas Kim und Paul Chong. “Die Gesichte der Evangelisierung in Korea”, so der Präfekt des Missionsdikasteriums, „erinnert uns daran, einige Anhänger des Konfuzianismus, die von der Wahrheit des Evangeliums fasziniert waren, sich auf eigene Faust mit der katholischen Lehre und biblischen Texten befassten und sie als außerordentlich befanden; sie schickten einen von ihnen nach Peking, damit er sich dort taufen ließe. Nach seiner Rückkehr in die Heimat taufte dieser erste Getaufte, der später auch als Märtyrer starb, die andern aus der Gruppe und gründete so die koreanische Kirche, ohne irgendeinen Einfluss von außen. Nach diesem glücklichen Anfang”, so Kardinal Filoni weiter, “wurde in der Geschichte der katholischen Kirche in Korea jedoch das Blut vieler Märtyrer vergossen . Nicht anders geschah es auch in Japan, viele wurden zu Blutzeugen. Wie Jesus Opfer des Hasses und der Ungerechtigkeit wurde, so wurden auch die Märtyrer dieses Landes Opfer grundlosen Hasses”. In Japan, so der Kardinal, sei die Erstverkündigung bekämpft und die Verfolgung begonnen worden, “weil sie als dem damals herrschenden Sozialstaat feindlich gesinnt galt“. Heute, so der Kardinal weiter, “gibt es andere nicht weniger schwerwiegend Hindernisse: Säkularisierung, Hedonismus, Gleichgültigkeit, Vergötterung von Wohlstand und Geld”. Doch auch heute sei die Verkündigung des Evangeliums “ein Werk der Nächstenliebe” und alle die, die Botschaft des Evangeliums bereitwillig annehmen ist sie „Anlass zu Freude und Dankbarkeit“.<br /> .<br />Wed, 20 Sep 2017 13:36:10 +0200ASIEN/PHILIPPINEN - Pfarrer Chito: “Meine Entführung war der Wille Gottes”http://www.fides.org/de/news/62941-ASIEN_PHILIPPINEN_Pfarrer_Chito_Meine_Entfuehrung_war_der_Wille_Gotteshttp://www.fides.org/de/news/62941-ASIEN_PHILIPPINEN_Pfarrer_Chito_Meine_Entfuehrung_war_der_Wille_GottesManila – “Meine Entführung war der Wille Gottes. Eine Prüfung, die er für mich wollte. Ich vertraue auf ihn. Meine Zukunft sehe ich nur auf Marawi: Christen und Muslime sind Brüder und Schwestern und wir Glauben an den einen Gott”, so Pfarrer Teresito Soganub , der am 23. Mai von den Terroristen der “Maute”-Bewegung nach der Belagerung der Stadt Marawi auf der Insel Mindanao entführt und nach 117tägiger Geiselhaft wieder freigelassen wurde. In den Händen der Gruppe mit Verbindungen zum Islamischen Staat befinden sich 40 weitere Geiseln. <br />Bei seiner Ankunft in Manila berichtete Pfarrer Chito über seine Entführung, aus der er nach eigenen Angaben nie fliehen wollte, “weil er das Schicksal der anderen Geiseln teilen wollte”. Der katholische Geistliche danke der Armee für ihre Bemühungen bei der Freilassung und “all denen, die für uns und unser Überleben gebetet haben”. Auf Marawi will sich Pfarrer Chito auch künftig für Dialog und Friedensarbeit einsetzen: “Christen und Muslime glauben an einen Gott und wir wollen in Frieden leben”, betont er in diesem Zusammenhang. <br />Bischof Edwin De La Pena von Marawi erklärt unterdessen, dass “Pfarrer Chito zunächst eine Ruhepause machen wird, bevor er wieder als Seelsorger und Mitarbeiter der Apostolischen Prälatur Marawi tätig sein wird”. “Die Freilassung von Pfarrer Chito macht uns Hoffnung für die anderen Geiseln, unter denen sich auch Katholiken befinden”, so der Bischof. „Wir wünschen uns, dass der Krieg bald zu Ende geht und die Einwohner von Marawi in ihre Häuser zurückkehren und ihre Leben und ihre Stadt wieder aufbauen können”.<br />In diesem Zusammenhang bittet der Bischof katholische Gemeinden im ganzen Land sich der von der Krise in Marawi betroffenen Gemeinden anzunehmen, “damit wir den einheimischen Gemeinden beim langfristigen Wiederaufbau helfen können“. “Das gemeinsame Bemühen der ganzen katholischen Kirche auf den Philippinen wird für die betroffenen Gemeinden eine Botschaft der Hoffnung sein”, so Bischof De La Peña. <br />Im Rahmen der Initiative “Adoptiere eine Gemeinde”, will die Apostolische Präfektur Marawi in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband der Philippinen und dem Missionsorden der Redemptoristen helfen. <br />Ein Spendenaufruf soll auch für den Wiederaufbau der Kathedrale in Marawi auf den Weg gebracht werden. Dabei will die Apostolische Präfekt auch um einen außerordentlichen Zuschuss der Päpstlichen Missionswerke bitten. <br /> <br />Wed, 20 Sep 2017 13:07:59 +0200ASIEN/JAPAN - Kardinal Filoni: In Hiroschima “hat sich Christus ein weiteres Mal am Kreuz geopfert hat”http://www.fides.org/de/news/62940-ASIEN_JAPAN_Kardinal_Filoni_In_Hiroschima_hat_sich_Christus_ein_weiteres_Mal_am_Kreuz_geopfert_hathttp://www.fides.org/de/news/62940-ASIEN_JAPAN_Kardinal_Filoni_In_Hiroschima_hat_sich_Christus_ein_weiteres_Mal_am_Kreuz_geopfert_hatHiroschima – Hiroschima “ist der Ort an dem sich Christus im zwanzigsten Jahrhundert ein weiteres Mal geopfert hat”. Und auch für die katholische Kirche bedeute Hiroshima heute “Stadt des Friedens”, so “Gott den Menschen nicht verlassen hat und sich nicht versteckt, sondern wo er wohnt”, so Kardinal Fernando Filoni, Präfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, mit einem Blick des Glaubens auf die Stadt und deren weltweit anerkannte spirituelle Berufung, wo am 6. August 1945 das erste von einer Atombombe ausgelöste Massaker der Menschheitsgeschichte stattfand. Er tat dies in seiner Ansprache an Priester, Ordensleute und Laien der Erzdiözese Hiroshima, denen er am vierten Tag seines Besuchs in Japan, am 20. September begegnete. “Hier”, so der Präfekt von Propaganda Fide weiter, “ermahnt der gekreuzigte Christus auch heute noch von diesem neuen Golgota herab alle Völker”, einschließlich derer, die im Namen der Religion “zu Hass, Spaltung und Krieg“ aufrufen. <br />Der Kardinal nutzte den Anlass auch, um den Katholiken der Erzdiözese Wege aufzuzeigen, damit Raum für einen “neuen missionarischer Impuls” entsteht, wie Papst Franziskus es sich im Apostolischen Schreiben “Evangelii gaudium” wünscht. Der Erzdiözese Hiroshima mit ihren 7 Millionen Einwohnern und rund 20.000 Katholiken stellt der Kardinal die Frage: ”Ist Christus hier bekannt? Hat er hier seinen Platz? Kann er Erlösung anbieten? Wird das Reich Gottes hier verkündet?”. Auf diese Fragen müsse man eine Antwort finden, so der Kardinal. „Während wir auf die Missionstätigkeit der Vergangenheit mit Bewunderung zurückblicken, dürfen wir uns nicht darauf beschränken, deren Werke nur zu verwalten. Denn wenn die missionarische Motivation fehlt, wird auch die apostolische Begeisterung fehlen, es wird die Freude bei der Verkündigung des Evangeliums fehlen”.<br />"Von der Herrlichkeit, der Gnade und der Wahrheit, die Christus brachte”, so der Präfekt des Missionsdikasteriums abschließend, “darf auch das japanische Volk nicht ausgeschlossen sein. Gott ist nicht vor den Pforten dieses Landes stehen geblieben, das obschon es edel und kultiviert ist, auf das Reich Gottes wartet: Sagt den Blinden, Tauben, Kranken und Armen, den Hoffnungslosen oder denjenigen, die unter der Spaltung der Familien leiden, den Drogenabhängigen und denen, die den Selbstmord als einzigen Ausweg aus der Verzweiflung betrachten, dass es für sie eine Frohe Botschaft gibt”. <br />Im Rahmen seines Aufenthalts in Hiroschima besuchte Kardinal auch das Friedensdenkmal und das Mahnmal für die Opfer der Atombombe.<br /> .<br />Wed, 20 Sep 2017 12:45:22 +0200AMERIKA/ANTILLE - Bischöfe bringen nach Hurrikan Irma Verbundenheit mit den Opfern zum Ausdruck und bitten um Spendenhttp://www.fides.org/de/news/62939-AMERIKA_ANTILLE_Bischoefe_bringen_nach_Hurrikan_Irma_Verbundenheit_mit_den_Opfern_zum_Ausdruck_und_bitten_um_Spendenhttp://www.fides.org/de/news/62939-AMERIKA_ANTILLE_Bischoefe_bringen_nach_Hurrikan_Irma_Verbundenheit_mit_den_Opfern_zum_Ausdruck_und_bitten_um_SpendenPort of Spain – Katholische Gemeinden auf den Antillen bringen nach dem Hurrikan Irma erste Hilfsprogramme auf den Weg. “Von den jüngsten Hurrikans, die über die karibischen Inseln hinweg zogen war Irma mit Sicherheit der schlimmste”, so der Geschäftsbeauftragte der Apostolischen Nuntiatur in Port of Spain Pfarrer. “Der Hurrikan Maria, der in den vergangenen Tagen auch Trinidad & Tobago heimsuchte ist dagegen nur ein Tropensturm, der keine großen Schäden verursacht zu haben scheint”, so Pfarrer Kaborè.<br />“Die Apostolische Nuntiatur”, so der Geschäftsbeauftragte, “ist in ständigem Kontakt mit den Ortskirchen und insbesondere mit den Bischöfen, der am meisten betroffenen Inseln, darunter Bischof Riocreux von St Martin-St Barthélémy, Bischof Pinder von den Bahamas und Bischof LLanos von Antigua und Barbuda. Dort scheinen die Schäden am größten zu sein: ´der Apostolische Administrator von Saint John’s-Basseterre, Bischof LLanos, teilte uns am gestrigen 19. September mit, dass er Tortola, Virgin Gorda und Anguilla besucht hat, wo es sehr schwierig warm mit den Opfern auf den betroffenen Inseln Kontakt aufzunehmen. Bischof Luigi Secco von Willemstad berichtet per E-mail von der Situation vor Ort. Viele katholische Gruppen, darunter die “Living Waters Community’ in Port of Spain halfen den Opfern besonders rasch”. <br />In mehreren Botschaften brachten die Bischöfe der Region ihre Verbundenheit mit den Opfern zum Ausdruck und bitten um Spenden. Außerdem forderten sie ein Moratorium des Internationalen Währungsfonds für die Auslandsverschuldung. “Die Inseln Tortola, Virgin Gorda und Anguilla berichten von umfassenden Schäden und befinden sich in einer wirklich kritischen Situation”, so der Nuniaturvertreter weiter, „Bischof Llanos und die ihm anvertrauten Gemeinden brauchen dringend Hilfe. Die Bischöfe stehen auf der Seite der Menschen und besuchen betroffene Familien, um ihnen Trost zu spenden”, so Pfarrer Kaboré, der um das Gebet für die Region bittet. <br />Wie aus dem Bericht der “Caribbean Disaster Emergency Management Agency” hervorgeht, den das Sekretariat der Bischofskonferenz der Antillen zitiert, “ist die Situation besonders kompliziert, weil die British Virgin Islands von Großbritannien regiert werden und für Hilfsprogramme entsprechende Genehmigungen notwendig sind“.<br />Am meisten betroffen sind die Diözesen Saint John’s-Basseterre , insbesondere der Norden der Diözese Basse-Terre und der Norden der Diözese Willemstad sowie die Missio sui iuris Turks and Caicos und die Erzdiözese Nassau . <br /> <br />Wed, 20 Sep 2017 12:18:25 +0200AFRIKA/D. R. KONGO - Massaker in Flüchtlingscamp: 34 Burundier von Sicherheitskräften getötethttp://www.fides.org/de/news/62938-AFRIKA_D_R_KONGO_Massaker_in_Fluechtlingscamp_34_Burundier_von_Sicherheitskraeften_getoetethttp://www.fides.org/de/news/62938-AFRIKA_D_R_KONGO_Massaker_in_Fluechtlingscamp_34_Burundier_von_Sicherheitskraeften_getoetetKinshasa – Insgesamt 34 burundische Flüchtlinge wurden am vergangenen 16. September in der im Flüchtlingscamp in der Nähe des Dorfes Kamanyola in der Ruzizi-Ebene im Südkivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo von Sicherheitsbeamten getötet.<br />Wie Beobachter aus Kreisen der Ortskirche berichten kam es zu den tragischen Ereignissen nach der Festnahme von vier Burundieren in der Nacht des 13. September, die beschuldigt wurden, entlang des Umgebungszauns des Camps mit Schlagstöcken bewaffnet zu patrouillieren ohne dafür eine Genehmigung der lokalen Behörden zu besitzen. Die vier Beschuldigten wurden zunächst vom Amt für Immigration in Kamanyola festgenommen und dann an das lokale Büro des Geheimdienstes übergeben worden.<br />Die Flüchtlinge sagten aus, dass sie einen Rundgang gemacht hätten, weil man erfahren habe, dass ein Übergriff der mit der burundischen Regierung in Verbindung stehenden Miliz Imbonerakure auf das Camp bevorstehe. <br />Am Abend des 15. September forderten zahlreiche burundischen bei einer Massenkundgebung die Freilassung der vier Inhaftierten aus den Händen des ANR. In den frühen Morgenstunden des 16. September spitzte sich die Situation zu als die Sicherheitskräfte das Feuer auf die Menge eröffnete und insgesamt 34 Burundier tötete und rund einhundert verletzte. <br />Wie die Behörden bekannt geben, sollen auch ein Sicherheitsbeamter getötet und mehrere Beamte verletzt worden sein, was bedeuten würde, dass einige der Flüchtlinge bewaffnet waren. <br />“Es ist schwierig einzuschätzen, ob die Flüchtlinge tatsächlich Waffen besitzen”, so der Beobachter, „denn die Sicherheitsbeamten hätten keine bewaffneten burundische Flüchtlinge festgenommen. Vielmehr sind Gerüchte im Umlauf, dass in der Ruziz-Ebene bewaffnete Burundier unterwegs sind, die direkt aus Burundi kommen und nicht im Flüchtlingscamp in Kamanyola untergebracht sind”.<br />Insgesamt seien die Einwohner der Region misstrauisch gegenüber burundischen Flüchtlingen, während die lokalen Behörden sich nicht um Integration bemühten.<br />Über 410.000 Burundier flohen in die Demokratische Republik Kongo und nach Tansania nach dem Beginn der von der dritten Amtszeit von Pierre Nkurunziza in 2015 ausgelösten Krise. Das dritte Präsidentschaftsmandat widerspricht den Friedensvereinbarungen von Arusha. Seither kommt es in Burundi zu Spannungen zwischen regierungsnahen Milizen und oppositionellen Guerillagruppen.<br /> <br />Wed, 20 Sep 2017 11:47:51 +0200AMERIKA - Kinderarbeit: 152 Millionen Kinder und Jugendliche sind betroffenhttp://www.fides.org/de/news/62937-AMERIKA_Kinderarbeit_152_Millionen_Kinder_und_Jugendliche_sind_betroffenhttp://www.fides.org/de/news/62937-AMERIKA_Kinderarbeit_152_Millionen_Kinder_und_Jugendliche_sind_betroffenNew York – Eine neue Untersuchung, die die Internationale Arbeitsorganisation und der Walk Free Foundation in Zusammenarbeit mit der Internationalen Organisation für Migration erstellt wurde, dokumentiert das Ausmaß der modernen Sklaverei in aller Welt.<br />Die bei der 72. Vollversammlung der Vereinten Nationen in diesen Tagen veröffentlichte Studie dokumentiert, dass 2016 über 40 Millionen Menschen weltweit Opfer der modernen Sklaverei wurden und 152 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5 und 17 Jahren arbeiten müssen. <br />Besonders betroffen von moderner Sklaverei sind Frauen und Mädchen: ihr Anteil beträgt 71% . Im Bereich der sexuellen Ausbeutung handelt es sich bei 99% um Frauen und im Falle der Zwangsehe sind es 84%. Wie aus der Untersuchung hervorgeht, sind von den insgesamt 40 Millionen Opfern der modernen Sklaverei rund 25 von Zwangsarbeit betroffen und rund 15 Millionen von einer Zwangsehe. <br />Die von Zwangsarbeit betroffenen Kinder werden vorwiegend in der Landwirtschaft beschäftigt . Eines von fünf Kindern arbeitet im Dienstleistungsbereicht und 11,9 % sind in der Industrie beschäftigt.<br />Bei der Sitzung vom 12. September forderte der Ständige Vertreter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen, Erzbischof Ivan Jurkovič, in seiner Ansprache an die Vollersammlung: "Wir müssen von Gesetzen zur Aktion übergehen“. Die moderne Form der Sklaverei müsse “an der Wurzel bekämpft werden", so der Vatikanvertreter. „Die neuen Formen der Sklaverei müssen verboten werden, so wie die Sklaverei in der alten Welt abgeschafft wurde: indem eine neue Vision vom Menschen und seiner Würde zugrunde gelegt wird und zwar bei der Gesetzgebung, in der Bildung und durch die Förderung eines Umdenkens".<br />Abschließend bekräftigte Erzbischof Jurkovič, dass “alle sich der dramatischen Situation bewusst sein müssen, damit neue und grausame Formen der Versklavung von Menschen ausgerottet werden. Es wird zunehmend deutlich, dass wir uns heute mit einem globalen Phänomen konfrontiert sehen".<br /> <br />Wed, 20 Sep 2017 10:42:25 +0200ASIEN/PAKISTAN - Katholischer Lehrer beklagt “Scheitern des Bildungswesens”http://www.fides.org/de/news/62936-ASIEN_PAKISTAN_Katholischer_Lehrer_beklagt_Scheitern_des_Bildungswesenshttp://www.fides.org/de/news/62936-ASIEN_PAKISTAN_Katholischer_Lehrer_beklagt_Scheitern_des_Bildungswesens<br /><br />Faisalabad – “In Pakistan beobachten wir ein Scheitern des Bildungswesens. Der Tod des christlichen Schülers Sharon Masih, der von seinen Mitschülern umgebracht wurde, während Lehrer gleichgültig blieben, zeigt dies sehr klar. Es existiert ein Klima des Hasses gegenüber Nichtmuslimen, die Atmosphäre an Schulen hat sich verschlechtert. Christliche Kinder und Jugendliche sind nicht nur Opfer muslimischer Schüler sondern auch der Lehrer” so der katholische Lehrer und Vorsitzender der “Pakistan Minorities Teachers’ Association” , Anjum James Paul. Anjum James Paul war ein Mitschüler des ermordeten katholischen Ministers Shahbaz Bhatti, und setzt sich wie dieser für Menschenrechte und Minderheiten im Land ein. Sein Verein arbeitet mit dem pakistanischen Bildungsministerium zusammen. <br />“Aus unseren insgesamt 14 Untersuchungen, die wir der Regierung vorgelegt haben, geht hervor, dass Intoleranz an öffentlichen Schulen weit verbreitet ist und der Mord an Sharon ist dafür ein vielsagendes Beispiel“, so Anjum James Paul weiter, „Es gibt Vorurteile und Hass gegenüber religiösen Minderheiten, die von Schulbüchern, die an öffentlichen Schulen benutzt werden, in denen Missachtung gegenüber anderen Religionen verbreiten, befeuert werden. Wir müssen an den Schulen dringend das Zusammenleben und die Toleranz fördern und zwar schon bei kleinen Kindern. Das Bildungssystem hat großen Einfluss auf die Denkweise junger Leute und damit auf die ganze Gesellschaft. Dies haben wir in unserem ‚Weißbuch zu Bildung’ bereits vor zehn Jahren betont”.<br />“In den vergangenen Jahren gab es einige Fortschritte und positive Veränderungen, doch es wurde nicht genug getan. Es kommt zu einer institutionalisierten Diskriminierung von Nichtmuslimen und das ist sehr gefährlich. Wir müssen dringend die Wurzeln des Extremismus bekämpfen und einer globalen Reform der Lehrpläne mehr Aufmerksamkeit und Engagement widmen. Dabei sollten wir uns idealerweise auf die Rede des Staatsgründers Ali Jinnah aus dem Jahr 1947 über den Schutz und die Freiheit religiöser Minderheiten beziehen; aber auch auf das Gesetz des Obersten Gerichts vom 19. Juni 2014, das die Regierung verpflichtet konkrete Maßnahmen zum Schutz der religiösen Minderheiten zu ergreifen und gleiche Rechte für alle Bürger zu garantieren”, so der katholische Lehrer abschließend.<br /> <br />Tue, 19 Sep 2017 09:30:47 +0200ASIEN/SÜDKOREA - Vertreter christlicher Konfessionen bemühen sich gemeinsam um Frieden in Koreahttp://www.fides.org/de/news/62933-ASIEN_SUeDKOREA_Vertreter_christlicher_Konfessionen_bemuehen_sich_gemeinsam_um_Frieden_in_Koreahttp://www.fides.org/de/news/62933-ASIEN_SUeDKOREA_Vertreter_christlicher_Konfessionen_bemuehen_sich_gemeinsam_um_Frieden_in_KoreaSeoul – Im Rahmen eines Gipfeltreffens der “World Alliance of Religions Peace” forderten 2.000 Teilnehmer unterschiedlicher Nationen, Ethnien und Religionen am vergangenen 18. September in einem gemeinsamen Appell, in dem sie einen Waffenstillstand, Friedensverhandlungen und den Beginn einer Ära der dauerhaften Aussöhnung auf der koreanischen Halbinsel fordern. Anwesend waren über 50 führender Politiker und aus 30 verschiedenen Ländern und über 680 Religionsvertreter aller christlicher Konfessionen. <br />“Religionsvertreter müssen mit gemeinsamer Kraft und mit Berufung auf den einen Schöpfer alle Kriege beenden und den künftigen Generationen den Weltfrieden hinterlassen”, heißt es in dem Appell. Die Vertreter der Vereinten Nationen sollen deshalb „alle möglichen Anstrengungen unternehmen, um ein internationales Recht zu verabschieden, das die Beendigung aller Kriege garantiert und zum Frieden in der Welt beiträgt“. Die einzelnen Völker sollen ermutigt werden, “sich um den Frieden in der Welt zu bemühen”. “Friede ist nicht das Ergebnis des individuellen Engagements, sondern gemeinsamer Bemühungen und der Einheit vieler, die dabei zusammenarbeiten“, so die Teilnehmer des Gipfels.<br />An der Schlussfeier im Olympiastadion in Seoul nahmen am gestrigen 18. September 200.000 teil, die sich verpflichteten, als “Botschafter des Friedens” aufzutreten. <br />Das Klima auf der koreanischen Halbinsel bleibt angespannt. Während das Regime unter Kim Jong-Un sich den Status einer Atommacht anstrebt, drohen die USA mit einer “militärischen Option”. Unterdessen brachten auch China und Russland militärische Übungen vor der Küste Nordkoreas auf den Weg. Vor einem solchen Hintergrund, so die Religionsvertreter, seien “Bemühungen um den Frieden dringender denn je”. <br /> <br />Tue, 19 Sep 2017 16:21:01 +0200ASIEN/JAPAN - Kardinal Filoni in Nagasaki: Christus ist kein “Guru” der Moralhttp://www.fides.org/de/news/62935-ASIEN_JAPAN_Kardinal_Filoni_in_Nagasaki_Christus_ist_kein_Guru_der_Moralhttp://www.fides.org/de/news/62935-ASIEN_JAPAN_Kardinal_Filoni_in_Nagasaki_Christus_ist_kein_Guru_der_MoralNagasaki – Die ersten Missionare, die das Evangelium in Japan verkündeten, haben ihr Leben nicht allein dafür riskiert, “um Christus als Weisen oder Guru der Moral zu verkünden, oder als Förderer des Wohlstands”. Sie waren nur deshalb bereit, das eigene Leben zu opfern, um “das Geheimnis Jesu, des Gottessohns” zu verkünden, “der sein Leben hingibt um den Menschen aus seiner existenziellen Einsamkeit, der Armut der Sünde und der demütigenden Versklavung zu erlösen”, so Kardinal Filoni, in seiner Messe beim Gottesdienst, den er am dritten Tag seines Besuchs in Japan am heutigen 19. September in der Kathedrale von Nagasaki zelebrierte.<br />“Viele Jahrzehnte, nachdem das Evangelium nach Japan gebracht wurde”, so der Präfekt von Propaganda Fide “sehen wir heute eine Gefahr, d.h. die Relativierung sowohl der Sendung der Kirche bei der Verkündigung des Evangeliums als auch der Person Christi. Christus wird zum Beispiel als Weiser dargestellt, der eine gute Regel für das Leben aufzeigt, oder als guter Mensch, der Armen und Ausgegrenzten seiner Zeit half … und wir riskieren, das auch die Aufgabe der Kirche als Aufgabe einer Hilfsorganisation verstanden wird”. <br />Karitative Werke und die Verbreitung moralischer Lehren, so der Kardinal, gehörten zwar zum Sendungsauftrag der Kirche, doch sie dürfen nicht von ihrem Ursprung getrennt werden. „Wenn wir über die Geschichte seit der Ankunft des heiligen Franz Xaver in Kagoshima vor 400 Jahren nachdenken”, so der Präfekt des Missionsdikasteriums weiter, “verstehen wir, dass für diesen großen Seminar die Verkündigung des Namen Jesu in Japan seinem großen Wunsch Ausdruck verlieh, in diesen Land die Verkündigung der Liebe und des Erbarmens Gottes zu bringen, da dieses zwar edle und kultivierte Volk jeder göttlichen Offenbarung entbehrte”. Auch heute, so Kardinal Filoni abschließend, “sind wir deshalb zu einer großen Mission unter der notleidenden und von Hass, Neid, Abtreibung, Kriegen, Gewalt gegen Arme, Drogen und der tödlichen Abhängigkeit von Erfolg und Geld zerstörten Menschheit zu bringen“.<br /> <br /><br /><br/><strong>Link correlati</strong> :<a href="http://www.fides.org/it/attachments/view/file/OMELIA_del_Card._Filoni_Nagasaki_19-09-2017_.docx">Predigt von Kardinal Filoni im Wortlauti</a>Tue, 19 Sep 2017 16:20:00 +0200