Fides News - German (Standard)http://www.fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. AFRIKA/ÄGYPTEN - Richter des ägyptischen Staatsrats dementiert “falsches Narrativ” zum Dokument von Abu Dhabihttp://www.fides.org/de/news/71459-AFRIKA_AeGYPTEN_Richter_des_aegyptischen_Staatsrats_dementiert_falsches_Narrativ_zum_Dokument_von_Abu_Dhabihttp://www.fides.org/de/news/71459-AFRIKA_AeGYPTEN_Richter_des_aegyptischen_Staatsrats_dementiert_falsches_Narrativ_zum_Dokument_von_Abu_DhabiKairo - Als "falsches Narrativ“ bezeichnet Mohamed Mahmoud Abdel Salam, Richter des ägyptischen Staatsrats, Positionen, die im Westen und in den arabischen Ländern die Menschen glauben machen wollen, dass das Dokument über die menschliche Bruderschaft darauf abzielt, die verschiedenen Glaubensrichtungen in einer "einheitlichen Weltreligion" zu verschmelzen. Solche „Erzählungen“ seien kunstvoll konstruiert und würden dazu hergezogene Daten und Realität zu manipulieren. <br />In einem Beitrag, der auf der Website „abouna.org“ auch in arabischer Sprache veröffentlicht wurde, schreibt Richter Mahmud Salam in voller Kenntnis der Sachlage: Als Berater von Scheich Ahmed al Tayyeb, dem Großimam von al Azhar, war er persönlich - auch zusammen mit dem ägyptischen Priester Yoannis Lahzi Gaid, damals persönlicher Sekretär des Papstes - an der Ausarbeitung des Dokuments über die menschliche Bruderschaft für den Weltfrieden und das gemeinsame Zusammenleben beteiligt, das der Großimam und Papst Franziskus am 4. Februar 2019 in Abu Dhabi unterzeichnet haben. Im August 2019 wurde Mahmud Salam zum Sekretär des Höheren Ausschusses für menschliche Brüderlichkeit ernannt, einem Gremium zur Förderung von Initiativen, die sich an den Inhalten des Abu-Dhabi-Dokuments orientieren.<br />Anlässlich des zehnten Jahrestages der Gründung des ägyptischen Hauses der Familie hatte auch Scheich Ahmed al Tayyeb am 8. November letzten Jahres vor denjenigen gewarnt, die ein falsches Bild der Brüderlichkeit zwischen den Religionen propagieren, demzufolge Judentum, Christentum und Islam nur Strömungen einer einzigen "abrahamitischen" Religion seien. Dabei warnte er vor dem gefährlichen Anspruch, der sich hinter jedem Versuch verberge, alle Menschen in einer einzigen religiösen Zugehörigkeit zu vereinen. <br />Erst vor wenigen Tagen distanzierte sich auch der koptisch-orthodoxe Patriarch Tawadros II. von Theorien, die auf die Existenz einer hypothetischen "abrahamitischen Religion" hindeuten, in der Judentum, Christentum und Islam auf unbestimmte Weise verschmelzen würden. „Diese Idee", so Papst Tawadros, "ist kategorisch inakzeptabel". Eine solche Theorie stelle eine Leugnung der drei monotheistischen Religionen dar und werde zu politischen Zwecken instrumentalisiert, um die besonderen Merkmale des Judentums, des Christentums und des Islams auszulöschen.<br /> <br /><br />Sat, 15 Jan 2022 13:20:42 +0100ASIEN/MYANMAR - Bischöfe fordern Achtung der Menschenwürde und Zugang für humanitäre Hilfehttp://www.fides.org/de/news/71458-ASIEN_MYANMAR_Bischoefe_fordern_Achtung_der_Menschenwuerde_und_Zugang_fuer_humanitaere_Hilfehttp://www.fides.org/de/news/71458-ASIEN_MYANMAR_Bischoefe_fordern_Achtung_der_Menschenwuerde_und_Zugang_fuer_humanitaere_HilfeYangon - "Die Bischofskonferenz von Myanmar setzt sich für Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung ein und bittet alle Beteiligten nachdrücklich, den humanitären Zugang zu notleidenden Menschen und Vertriebenen zu erleichtern, um grundlegende humanitäre Hilfe leisten zu können“, heißt es in der offiziellen Erklärung, die die birmanischen Bischöfe zum Abschluss ihrer Jahresversammlung veröffentlicht haben. „Die Menschenwürde und das Recht auf Leben dürfen nicht angetastet werden. Wir fordern ebenso nachdrücklich den Respekt vor dem Leben, vor der Unantastbarkeit von Gotteshäusern, Krankenhäusern und Schulen. Alle, die ihr Bestes tun, um den Menschen zu helfen, müssen geschützt und unterstützt werden". <br />Die Erklärung wurde und vom Vorsitzenden der Bischofskonferenz von Myanmar , Kardinal Charles Maung Bo, und allen Bischöfen des Landes unterzeichnet ist, die "tiefe Trauer über die derzeitige Situation im Land" ausdrücken und besorgt sind "über das sehr hohe Risiko für das Leben und die Sicherheit unschuldiger Menschen und insbesondere vertriebener Kinder, Frauen, älterer und kranker Menschen in den betroffenen Gebieten, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft oder ihrem religiösen Glauben“. <br />"Tausende sind auf der Flucht und Millionen leiden Hunger", beklagen die birmanischen Bischöfe. Sie seien "allen Priestern, Ordensleuten und Katecheten, die die Gläubigen auf ihrem Weg durch die Gefahren des Lebens begleiten und ihnen seelsorgerischen Beistand und die Sakramente spenden, unendlich dankbar". Sie ermutigen daher Priester, Ordensleute und Katecheten, "ihre Mission der Liebe und des Opfers gegenüber den Bedürftigen fortzusetzen, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft oder ihrem religiösen Glauben". <br />"Wir sind inspiriert von der Gemeinschaft aller Menschen in Myanmar, die die fliehenden Menschen mitfühlend aufgenommen haben und ihnen Erfrischungen, Unterkunft und Essen angeboten haben“ heißt es in der Erklärung weiter. Dies seien „große und kleine Gesten, die das Heilmittel für dieses Land sein werden".<br />Auch für die Zukunft wenden sich die Bischöfe an die Weltkirche und der Gemeinschaft der Wohltäter, „um alle Menschen in Myanmar ohne Diskriminierung zu unterstützen". Die Bischöfe appellieren deshalb beherzt an alle Diözesen mit der Bitte, "den Frieden in unserem Land mit allen Kräften zu fördern, insbesondere durch intensives Gebet". „Unsere seelsorgerische Begleitung wird den Menschen in Not Trost spenden. Unsere Hilfe und Unterstützung in diesem Land wird jeden erreichen, ohne Unterscheidung nach Herkunft oder Religion", sind die Bischöfe gewiss.<br /> <br /><br />Sat, 15 Jan 2022 12:07:45 +0100AFRIKA/TOGO - Generalversammlung der Priester von Togo: Austausch und Orientierungshilfehttp://www.fides.org/de/news/71457-AFRIKA_TOGO_Generalversammlung_der_Priester_von_Togo_Austausch_und_Orientierungshilfehttp://www.fides.org/de/news/71457-AFRIKA_TOGO_Generalversammlung_der_Priester_von_Togo_Austausch_und_OrientierungshilfeKara - "Die Frage der Gleichstellung und der Gesundheit der Priester liegt nicht in der alleinigen Zuständigkeit der Bischöfe", so Erzbischof Nicodème Barrigah-Benissan von Lomé und Apostolischer Administrator von Atakpamé, anlässlich der Generalversammlung der Bruderschaft der Diözesanpriester von Togo .<br />Pfarrer Moise Dadja, Diözesanpriester und Leiter von „Radio Sainte Therese“ mit Sitz in Sokodé, erklärte gegenüber Fides, dass die Teilnehmerzahl der Generalversammlung infolge der Maßnahmen zur Einschränkung der Covid-19-Pandemie auf 210 der insgesamt 1108 in den sieben Diözesen Togos inkardinierten Priester beschränkt werden musste.<br />"Die eigentliche Arbeit begann am Montag, den 10. Januar 2022, mit der Ankunft der Teilnehmer und den Begrüßungszeremonien und wurde am Morgen des 11. Januar mit dem Eröffnungsgottesdienst unter dem Vorsitz des Erzbischofs von Lomé fortgesetzt, bei der weitere 113 Priester in die F.P.D.T. aufgenommen wurden".<br />Im Anschluss hielt Erzbischof Barrigah einen Vortrag zum Thema "Gleichstellung und die Gesundheit des Priesters", der zu einem fruchtbaren Austausch zwischen den Teilnehmern führte.<br />Bischof Jacques Longa von Kara verlas die Botschaft, in der sich die togolesischen Bischöfe zu diesem Anlass an die Teilnehmer wandten und in deren Mittelpunkt der Pastoralleitfadens für den Dienst und das Leben der Priester in Togo stand. "Es handelt sich um eine Orientierungshilfe“, so Bischof Longa, „das die togoische Bischofskonferenz den Priestern unserer Teilkirche gemäß dem Lehramt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker zur Verfügung stellt. Ziel ist es, jedem Priester zu helfen, sein Amt als Mittel zur Heiligung zu leben und das Volk der Gläubigen dabei zu begleiten, unserem Vorbild Jesus Christus zu folgen". <br />Das Treffen fand vom 10. bis 13. Januar 2022 im Interdiözesanen Philosophischen Hauptseminar Benoit XVI. in Tchitchao in der Diözese Kara statt. Das nächste Treffen ist für Januar 2023 in der Diözese Aného geplant.<br /> <br />Sat, 15 Jan 2022 11:53:31 +0100AFRIKA/NIGER - Terroristische Gewalt in der Sahelzone “Über 30 Millionen Menschen brauchen Schutz und Hilfe“http://www.fides.org/de/news/71456-AFRIKA_NIGER_Terroristische_Gewalt_in_der_Sahelzone_Ueber_30_Millionen_Menschen_brauchen_Schutz_und_Hilfehttp://www.fides.org/de/news/71456-AFRIKA_NIGER_Terroristische_Gewalt_in_der_Sahelzone_Ueber_30_Millionen_Menschen_brauchen_Schutz_und_HilfeNiamey - "Für drei Gymnasiasten, die einige Tage Urlaub bei ihren Familien im Dorf Ngoula verbracht hatten, war dir Rückkehr in die Schule am vergangenen Montag verhängnisvoll. Einem der insgesamt vier Freunde gelang die Flucht, die anderen drei befinden sich seitdem in den Händen unbekannter, mutmaßlicher Islamisten, die die Region kontrollieren. Bevor sie das Dorf Djayeli erreichten, das etwa 20 Kilometer von Ngoula entfernt liegt, wurden sie entführt, und derzeit gibt es keine Neuigkeiten“, so Pater Mauro Armanino von der Gesellschaft für die Afrikamissionen gegenüber Fides mit Blick auf das Klima der sozialen Gewalt, das in Niger herrscht. Das Land ist zunehmend vom islamistischen Terrorismus bedroht und der Missionar zeichnet das Bild einer "unsicheren und unter ihrer Kontrolle stehenden Sahelzone". <br />"In diesem Gebiet", fährt er fort, "wurde im September 2018 auch der italienissche Missionar der Afrikamissionen, Pater Pierluigi Maccalli, entführt wurde“, so Pater Mauro, "Diese Jungen werden vielleicht irgendwann freigelassen, oder man bietet ihnen an, sich den kämpfenden Truppen in der Dreiländerregion zwischen Niger, Burkina Faso und Mali anzuschließen“. „Sie könnten für immer verschwinden", betonte er, "genau wie Dutzende anderer entführter Menschen rund um den Tschadsee, wo Boko Haram, der Islamische Staat und das Banditentum dieselben terroristischen Strategien verfolgen". <br />Niger ist laut UNO eines der Länder des afrikanischen Kontinents mit dem niedrigsten Index für menschliche Entwicklung und die Lage ist nach wie vor zutiefst instabil und in vielen seiner Gebiete, insbesondere an seinen Grenzen, von Terroranschlägen heimgesucht. Terroristische Übergriffe an den Grenzen zu Mali, Burkina Faso und Nigeria haben zu einer noch nie dagewesenen Flüchtlingswelle geführt. Ende Dezember 2021 zählte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen rund 600 000 Flüchtlinge, davon 51 % vertriebene Binnenflüchtlinge im Niger. Der Rest sind Menschen aus den Nachbarstaaten, vor allem Malier und Burkinabe in der Region Tillabery, Nigerianer in der Stadt Maradi und in Diffa. <br /> „Eines der Fahrzeuge der Gendarmerie von Torodi, einer Stadt etwa 50 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, wurde letzte Woche durch eine Sprengladung zerstört, die an der Straße zur Grenze mit Burkina Faso platziert wurde", berichtet der Missionar gegenüber Fides. „Vier Soldaten werden als tot und einige als verwundet gemeldet. Dies war der zweite Terroranschlag dieser Art. Der letzte Anschlag fand Ende November statt und forderte drei Tote und zwei verwundete Angehörige der nigrischen Nationalgarde“. „In der Stadt Makalondi“, fährt er fort, „gab es kurz vor Weihnachten und im gleichen Grenzgebiet einen Doppelanschlag. Hunderte von bewaffneten Männern griffen das Zollgebäude und die Polizeistation an, wobei mindestens sechs Menschen starben. Infolgedessen waren Hunderte von Familien gezwungen, ihre Häuser, Felder und Ernten zu verlassen".<br />„Wie das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Maßnahmen mitteilte, werden mehr als 30 Millionen Menschen in den Sahelländern Hilfe und Schutz benötigen", so Pater Armanino. „Konflikte, Gewalt, Zwangsumsiedlungen und sozioökonomische Krisen haben zu einem raschen Anstieg des Nahrungsmittelbedarfs geführt. Heute", so schließt er, "zwingen der demografische Druck, die Ernährungsunsicherheit und der Klimawandel Millionen von Menschen zum Kampf ums Überleben“. <br /> <br /><br/><strong>Link correlati</strong> :<a href="https://youtu.be/IkSuKa2QUD4.">Interview im Video</a>Sat, 15 Jan 2022 11:37:57 +0100AFRIKA/ÄTHIOPIEN - Ursulinen besorgt um inhaftierte Mitschwesterhttp://www.fides.org/de/news/71455-AFRIKA_AeTHIOPIEN_Ursulinen_besorgt_um_inhaftierte_Mitschwesterhttp://www.fides.org/de/news/71455-AFRIKA_AeTHIOPIEN_Ursulinen_besorgt_um_inhaftierte_MitschwesterAddis Abeba - "Ein Vertreter der äthiopischen Gemeinschaft hat mir gesagt, dass Schwester Abrehet Teserma immer noch im Gefängnis ist. Das größte Problem, neben der Verhaftung selbst, ist, dass wir keine Nachrichten haben und heute, 40 Tage nach der Verhaftung, immer noch nichts wissen. Der Grund für ihre Verhaftung und ihren Aufenthalt im Gefängnis ist uns nicht bekannt. Wir sind besorgt und traurig“, dies betont Mutter Raffaella Pedrini, Generaloberin der Ursulinenschwestern von Gandino gegenüber Fides zum ungewissen Schicksal von Schwester Abrehet Teserma, die als Erzieherin im Kindergartens in Shola, Addis Abeba, tätig war und am 30. November letzten Jahres zusammen mit fünf anderen Schwestern der Töchter der Nächstenliebe vom Heiligen Vinzenz und zwei Diakonen von Polizeibeamten mitgenommen wurden . <br />"Unsere Schwestern bringen ihr Mahlzeiten und das Nötigste und stehen daher in ständigem Kontakt mit ihr. Aber sie dürfen ihr nicht direkt begegnen, sie sehen sie aus der Ferne, lassen das, was sie braucht, und gehen wieder. Offensichtlich geht es unserer Schwester gut und sie wirkt gelassen, aber wir können Ihnen nichts Genaues über ihren allgemeinen Zustand sagen, da wir sie seit diesem Tag nicht mehr aus der Nähe gesehen haben“, so die Generaloberin..<br />Die Lage in dem großen Land am Horn von Afrika ist auch nach 14 Monaten Krieg, der innzwischen weit über die Region Tigray, in der er im November 2020 begann, hinausgeht, weiterhin sehr angespannt. Zaghafte Anzeichen für eine Beruhigung gab es in der Vorweihnachtszeit, als die Rebellen der Tigray People's Liberation Front einen einseitigen Waffenstillstand und einen bedingungslosen Rückzug aus den Regionen Amhara und Afar erklärten. Die TPLF hat ihre Absicht angekündigt, nach Tigray zurückzukehren und "die Türen für humanitäre Hilfe zu öffnen", was den Zehntausenden von Zivilisten, die durch den Konflikt zu Hunger und Flucht gezwungen sind, zumindest eine erste Erleichterung in Aussicht stellte. <br />"Wir sind alle sehr besorgt über das Schicksal von Abrehet Teserma und die allgemeine Situation, aber wir erleben diesen Moment als eine Gelegenheit tiefen Glaubens. Wir sehen, dass andere Ordensleute in einer ähnlichen Situation sind und dass sie alle die Unmöglichkeit teilen, die Gründe zu verstehen. Es wäre aber sehr wichtig, die Gründe zu kennen, die zur Verhaftung geführt haben, auch um eine Entscheidung über das weitere Vorgehen zu treffen. Wir befinden uns also in völliger Ungewissheit. Ich persönlich telefoniere jeden Tag und spreche mit unserer Verantwortlichen in Addis Abeba, Schwester Abrehet Cahasai, manchmal sogar mehrmals am Tag. Wir haben uns von Anfang an mit dem Sekretariat der katholischen Kirche Äthiopiens in Verbindung gesetzt und warten auf Nachrichten oder Hinweise. Wir haben uns entschieden, dem Rat unseres Koordinators in Äthiopien zu folgen und uns auf das Sekretariat zu verlassen, und wir hoffen, dass wir bald Ergebnisse erzielen werden", fasst Mutter Raffaella Pedrini abschließend zusammen.<br /> <br />Sat, 15 Jan 2022 11:11:45 +0100ASIEN/PAKISTAN - Christliches Mädchen vergewaltigt: Menschenrechtsaktivist bestätigt Festnahme der Täterhttp://www.fides.org/de/news/71446-ASIEN_PAKISTAN_Christliches_Maedchen_vergewaltigt_Menschenrechtsaktivist_bestaetigt_Festnahme_der_Taeterhttp://www.fides.org/de/news/71446-ASIEN_PAKISTAN_Christliches_Maedchen_vergewaltigt_Menschenrechtsaktivist_bestaetigt_Festnahme_der_TaeterOkara - "Wir danken der Polizei für ihre prompte Reaktion und ihr rasches Handeln bei der Verhaftung der Täter, die einen christliches Mädchen angegriffen hatten. Es ist wichtig, dass wir die Kultur der Straflosigkeit durchbrechen", so der Christ und Menschenrechtsaktivist Ashiknaz Khokhar, zum jüngsten Fall eines 16-jährigen christlichen Mädchens aus Okara das von muslimischen Männern entführt und vergewaltigt wurde, gegenüber Fides.<br />Die Polizei in Okara nahm am 10. Januar die Beschuldigten Muhammad Arif und zwei Komplizen fest. Der Beschwerde zufolge belästigte der 30-jährige Arif die Schülerin mit Textnachrichten und Telefonanrufen, mit sexuellen Absichten. Als das Mädchen sich weigerte, entführte Arif sie am 7. Januar, gab ihr ein Schlafmittel und brachte sie mit zwei Komplizen nach Faisalabad, wo er sie wiederholt vergewaltigte, bevor er sie unter traumatischen Bedingungen freiließ.<br />"Das Mädchen hat ein schweres physisches und psychisches Trauma erlitten“, bekräftigt Ashiknaz Khokhar gegenüber Fides, „Durch den Schock ist sie noch nicht einmal in der Lage zu sprechen. Die Familie hat Anzeige erstattet und die Polizei hat draufhin die Gewalttäter festgenommen“. "Die Zahl solcher Fälle nimmt zu, und die Regierung ist bisher nicht in der Lage, entschiedene Maßnahmen zum Schutz von Mädchen zu ergreifen, die religiösen Minderheiten in Pakistan angehören. Diese Mädchen erleiden ein psychisches und physisches Trauma, und auch das Ansehen der Familie ist stark beeinträchtigt", stellt Khokhar fest.<br />Dies ist bereits der dritte Fall, der von der christlichen Gemeinschaft in den ersten Januartagen 2022 gemeldet wurde: die 17-jährige Zarish und die 15-jährige Angel werden in Kot Radha Kishan vermisst. <br />Nach Berichten über Frauenrechte, die Mitte 2021 veröffentlicht wurden, wurden allein in der pakistanischen Provinz Punjab im ersten Halbjahr 2021 insgesamt 6.754 Frauen entführt. Das Phänomen der Entführungen erregt besondere Aufmerksamkeit, wenn es sich um nicht-muslimische Mädchen handelt, die entführt, konvertiert und in islamische Ehen gezwungen werden, wobei die Täter in der Regel straffrei bleiben.<br /> <br />Sat, 15 Jan 2022 10:40:47 +0100ASIEN/SYRIEN - Internationale Konferenz der Religionen im Nordosten des Landeshttp://www.fides.org/de/news/71454-ASIEN_SYRIEN_Internationale_Konferenz_der_Religionen_im_Nordosten_des_Landeshttp://www.fides.org/de/news/71454-ASIEN_SYRIEN_Internationale_Konferenz_der_Religionen_im_Nordosten_des_LandesQamishli - In der syrischen Stadt Amuda, nahe der Grenze zur Türkei und 30 Kilometer von Qamishli entfernt, fand vom 10. bis 11. Januar die Erste Internationale Konferenz der Religionen und Glaubensgemeinschaften in Mesopotamien statt, an der muslimische, christliche, jesidische und alawitische Gelehrte und Konferenzteilnehmer aus Syrien und anderen Ländern teilnahmen. „Auf der Grundlage der zweitägigen Reden und Debatten", so Abdul Rahman Badrakhan, Mitglied des Veranstaltungskomitees, gegenüber dem Fernsehsender Suroyo TV, "diskutierten die Teilnehmer der Konferenz über die Entscheidungen, die getroffen werden müssen, um den Weg des friedlichen Zusammenlebens zu beschreiten. Und sie erörterten den Beitrag, den die Glaubensgemeinschaften zu den Prozessen leisten können, die notwendig sind, um den Frieden zu sichern und die Grundsätze der Demokratie und des friedlichen Zusammenlebens in der Gesellschaft zu festigen". <br />Abgesehen von den positiven Absichtserklärungen der Teilnehmer sind auch der Ort, an dem die Veranstaltung stattfand und die Namen der lokalen und internationalen Vertreter, die an der Veranstaltung teilnahmen, von besonderer Bedeutung in einem syrischen Kontext, in dem die konkurrierenden Strategien sowohl regionaler Akteure als auch globaler Mächte aufeinanderprallen.<br />Die Stadt Qamischli befindet sich im Nordosten Syriens in einer Region, die der Kontrolle der Regierung in Damaskus entzogen wurde und der so genannten Autonomen Verwaltung Nordostsyriens untersteht, die von den Syrischen Demokratischen Kräften regiert wird, einem während des Syrienkonflikts gebildeten Bündnis kurdisch geführter Kräfte und Milizen, das die Absicht bekundet, in der Region eine säkulare und demokratische Regierung mit föderalistischem Gepräge einzusetzen. <br />An der Konferenz nahmen auch Vertreter der Syrischen Unionspartei teil, einer politischen Organisation, die sich als Vertreterin der lokalen syrisch-christlichen Gemeinschaften versteht und sich seit Beginn des Syrienkonflikts mit den kurdischen Kräften verbündet hat, die eine treibende Kraft bei der Entwicklung der Autonomie in dieser Region waren und sind.<br />Das gesamte Gebiet ist weiterhin schweren Übergriffen der türkischen Armee ausgesetzt. Die Regierung in Ankara will verhindern, dass in den grenznahen syrischen Gebieten eine von kurdischen politischen Kräften und Milizen kontrollierte autonome Einheit entsteht. In den letzten Monaten haben die türkischen Militäroperationen deshalb auch Städte und Dörfer im Khabur-Tal getroffen, die traditionell von Christen bewohnt werden. Während des interreligiösen Treffens in Amuda verurteilte Abdul Karim Sarukhan, Mitglied der Islamischen Demokratischen Konferenz, die jüngste türkische Bombardierung der Stadt Kobanê und erinnerte an die bei diesem Luftangriff getöteten Zivilisten.<br />Nadine Maenza, Präsidentin des US-amerikanischen Komitees für internationale Religionsfreiheit , nahm ebenfalls an der Konferenz teil und äußerte sich via Twitter zufrieden über den Erfolg der Initiative. Nach Angaben von SyriacPress bezeichnete der syrisch-katholischen Patriarchen Mor Ignace Youssif III. Younan, in seiner Botschaft an die Konferenzteilnehmer die Initiative als "eine Plattform zur Förderung der Liebe zwischen den Religionen". <br />In Syrien, das immer noch von einer Nachkriegszeit voller ungelöster Spannungen und dem Leid von Millionen schutzloser Menschen überschattet wird, bedauerten die Konferenz der Religionen im Zweistromland, dass die Fragen der Religionsfreiheit und des Schutzes der verschiedenen Glaubensgemeinschaften zu einem Terrain geworden sind, auf dem sich widersprüchliche Strategien und Propaganda regionaler und globaler politischer Akteure gegenüberstehen und miteinander konkurrieren.<br /> <br />Fri, 14 Jan 2022 13:23:21 +0100AMERIKA/VENEZUELA - Bischöfe: “Trotz der negativen Zeichen im Land, sehen wir Zeichen des Lichts und der Hoffnung“http://www.fides.org/de/news/71453-AMERIKA_VENEZUELA_Bischoefe_Trotz_der_negativen_Zeichen_im_Land_sehen_wir_Zeichen_des_Lichts_und_der_Hoffnunghttp://www.fides.org/de/news/71453-AMERIKA_VENEZUELA_Bischoefe_Trotz_der_negativen_Zeichen_im_Land_sehen_wir_Zeichen_des_Lichts_und_der_HoffnungCaracas - Zum Abschluss ihrer 117. Ordentlichen Vollversammlung veröffentlichten die venezolanischen Bischöfe eine Botschaft zum neuen Jahr 2022, die gestern vom neu gewählten Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Erzbischof Jesús González de Zárate von Cumana vorgestellt wurde. An der Präsentation nahmen auch der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Bischof Raúl Biord, Bischof von La Guaira, und Bischof José Manuel Romero von El Tigre, in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Bischöflichen Kommission für Jugend teil.<br />Die Botschaft der Bischöfe gliedert sich in drei Themenbereich: die Pandemie, die Schwäche der Demokratie und der Weg der Synode. Angesichts der vor zwei Jahren ausgebrochenen Covid-19-Pandemie und des Auftretens neuer Varianten, unterstreichen die Bischöfe die Bedeutung von Impfungen: "Wir schließen uns dem Appell von Papst Franziskus an, der uns daran erinnert, dass Impfen ein Akt der Liebe ist". Anschließend erneuerten sie ihre Dankbarkeit und ihren Segen für das Gesundheitspersonal, "das jeden Tag sein Leben aufs Spiel setzt, um die vielen kranken Menschen zu versorgen".<br />"Die Pandemie hat nicht nur Leiden, Schmerzen und Tod in der Bevölkerung verursacht, sondern auch die Übel, die die Venezolaner bereits in der Vergangenheit heimgesucht haben, noch verschlimmert", so die Bischöfe. In diesem Zusammenhang erwähnen sie die Demontage der demokratischen Institutionen und der staatlichen Unternehmen, die erzwungene Auswanderung von Millionen Venezolanern, insbesondere von jungen Menschen, die hohe Armutsrate, die Unterernährung von Kindern und die ungerechten Lebensumstände älterer Menschen. Hinzu kommen "die psychologischen, moralischen und geistigen Schäden, die die Venezolaner in dem Drama, das wir erleben, erfahren" und die wirtschaftlichen Probleme des Landes sowie eine Krise des Bildungswesens.<br />„Wir befinden uns als Land in einer schweren demokratischen und globalen Krise", fahren sie fort, "in der der Mensch und seine Würde, insbesondere die Armen, vom politischen Regime ins Abseits gedrängt werden, um ein ausgrenzendes ideologisches System hervorzuheben, wobei der Sinn der Demokratie als Macht des Volkes verloren geht“, so die Bischöfe, „Wenn eine Ideologie als Machtsystem die Oberhand gewinnt, die die Menschenrechte verletzt und die Würde der Person ablehnt, erzeugt sie Ungerechtigkeit und institutionelle Gewalt". Doch sie betonen auch: "trotz der negativen Zeichen im Land, sehen wir, dass es Zeichen des Lichts und der Hoffnung in der Mitte unseres Volkes gibt", die sich insbesondere in der Hilfe und Solidarität mit den Kranken und Armen ausdrücken.<br />Der letzte Teil der Botschaft ist dem synodalen Weg gewidmet: "Als Kirche leben wir die Erfahrung des gemeinsamen Weges. Eines der grundlegenden Elemente dieses Prozesses ist die Förderung des Zuhörens", betonen sie und laden alle ein, "gemeinsam als Volk Gottes zu gehen, beseelt von der uns anvertrauten Sendung, das Evangelium Jesu Christi jeden Tag mehr erfahrbar zu machen, ist ein bereicherndes Zeugnis für die Gegenwart des Heiligen Geistes in unserer Geschichte".<br />"Es ist an der Zeit, dass wir alle gemeinsam am Aufbau eines Landes arbeiten, in dem es Chancen für alle gibt, damit diejenigen, die weggegangen sind, die Möglichkeit haben, zurückzukehren und die Familie und die nationale Einheit wiederherzustellen“, schließen die Bischöfe ihre Botschaft.<br /> <br />Fri, 14 Jan 2022 12:53:35 +0100AFRIKA/KAMERUN - Katholischer Priester im Südosten des Landes festgenommenhttp://www.fides.org/de/news/71452-AFRIKA_KAMERUN_Katholischer_Priester_im_Suedosten_des_Landes_festgenommenhttp://www.fides.org/de/news/71452-AFRIKA_KAMERUN_Katholischer_Priester_im_Suedosten_des_Landes_festgenommenYaoundé – Der katholische Priester Bekong Tobias wurde am vergangenen 2. Januar in der Nähe der Pfarrei Saint Charles Lwanga am Checkpoint-Molyko, Buea, in der anglophonen Region im Südosten Kameruns von bewaffneten Männern festgenommen, die angeblich den Sicherheitskräften angehören. In der Region herrscht seit Jahren ein Konflikt zwischen der staatlichen Armee und den dort ansässigen Unabhängigkeitsbewegungen. <br />Einem Zeugen zufolge wurde der Priester, der auch Rektor des Saint Paul's College Bojongo ist, von bewaffneten Männern brutal in einen Militärlastwagen gestoßen. Die Soldaten sollen in diesem Zusammenhang auch das Auto des Priesters durchsucht aber nichts Verdächtiges gefunden haben. <br />Einige Stunden später trafen Offiziere der Armee am Ort der Verhaftung ein und versuchten, die Identität der bewaffneten Männer festzustellen, wobei sie behaupteten, man wüsste nicht, welcher Einheit oder Organisation sie gehörten. Laut Zeugenaussagen wurde die Verhaftung jedoch von Soldaten des Schnellen Interventionsbataillons , einer Eliteeinheit der kamerunischen Armee, durchgeführt. Ein Video der Festnahme von Pfarrer Tobias wurde in den sozialen Medien veröffentlicht.<br /> <br />Fri, 14 Jan 2022 12:30:08 +0100ASIEN/CHINA - Welt-Lepra-Tag: Katholische Stiftung hilft Betroffenenhttp://www.fides.org/de/news/71448-ASIEN_CHINA_Welt_Lepra_Tag_Katholische_Stiftung_hilft_Betroffenenhttp://www.fides.org/de/news/71448-ASIEN_CHINA_Welt_Lepra_Tag_Katholische_Stiftung_hilft_BetroffenenNanjing - Wie jedes Jahr brachten Mitglieder der „Nanjing Ark Charity Foundation“, der Wohltätigkeitsstiftung der katholischen Gemeinde von Nanjing, der Hauptstadt der Provinz Jiangsu - eine der vielen katholischen Hilfswerke, die über das gesamte chinesische Festland verstreut sind - den geheilten Leprakranken, die Gäste des „Nanjing Public Health Medical Centre“ sind, Spenden, Geschenke und gute Wünsche zum chinesischen Neujahr. <br />Der 69. Welt-Lepra-Tag und der 30. chinesische Lepra-Tag werden am kommenden 30. Januar begangen. Mit ihrem Besuch setzten die ehrenamtlichen Helfer die katholische Tradition der Fürsorge für Leprakranke und Bedürftige in der Gemeinde Nanjing fort, die mittlerweile auf das Jahr 2000 zurückgeht. Es handelt sich jedoch um ein ganzjähriges Engagement, das sich nicht auf den Lepra-Tag beschränkt. Die freiwilligen Helfer der Stiftung besuchen regelmäßig Leprakranke und deren Pfleger und bieten ihnen nicht nur die benötigten materiellen Güter, sondern auch geistigen und moralischen Trost, indem sie ihnen zuhören, ihre Einsamkeit durchbrechen und ihre Sorgen teilen.<br />Due Nanjing Ark Charity Foundation wurde m Jahr 2015, im Rahmen der Feierlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen des Ark-Nanjing-Sonderpädagogikzentrums in der Kathedrale der Erzdiözese Nanjing, die der Unbefleckten Empfängnis gewidmet ist, offiziell ins Leben gerufen und ist seit vielen Jahren mit Genehmigung des „Nanjing Municipal Bureau of Civil Affairs“ tätig. Die neue Stiftung widmet sich den Benachteiligten in der Gesellschaft: den alten Menschen und den Waisen, den Armen, den Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung, den Opfern von Naturkatastrophen, Kindern aus armen Verhältnissen, denen eine Ausbildung ermöglicht wird, und vor allem den Kindern von Wanderarbeitern und berufstätigen Eltern, die am meisten benachteiligt sind. Sie betreibt auch eine Tafel, eine Wäscherei, und Duschen. Und nicht zuletzt fördert sie die Berufsausbildung, um eine Chance zur Eingliederung in die Gesellschaft zu ermöglichen... <br />In der Geschichte der Hilfe für Leprakranke in China stand die chinesische katholische Kirche immer an vorderster Front: katholische Nonnen leiten das Leprazentrum in Yunnan leiten. Schwester Xue Ling von der Diözesankongregation der Heiligen Familie in Lanzhou, Provinz Gansu, kam am 13. Juni 2008 bei einer Überschwemmung ums Leben, während sie Leprakranken half. Ihre Kongregation unterstützt seit Jahren Leprapatienten im Bezirk Huiyang in der Provinz Guangdong . Seit 2009 haben die chinesischen Schwestern in Zusammenarbeit mit der „Jinde Charity“ begonnen, am Peking-Marathon teilzunehmen, um Spenden für die Projekte der katholischen Kirche für alte Menschen, Waisen, AIDS-Prävention und auch für Leprakranke zu sammeln .<br /> <br />Fri, 14 Jan 2022 12:15:10 +0100VATIKAN - Der selige Paulo Manna und die Päpstliche Missionsunionhttp://www.fides.org/de/news/71451-VATIKAN_Der_selige_Paulo_Manna_und_die_Paepstliche_Missionsunionhttp://www.fides.org/de/news/71451-VATIKAN_Der_selige_Paulo_Manna_und_die_Paepstliche_MissionsunionVatikanstadt - Die Päpstliche Missionsunion ist eines der vier Päpstlichen Missionswerke wurde vom seligen Pater Paolo Manna gegründet und von Papst Benedikt XV. am 31. Oktober 1916 unter dem Namen "Missionsvereinigung des Klerus" anerkannt. Paul VI. nannte das Werk "die Seele der anderen Päpstlichen Missionswerke". <br />Paolo Manna wurde am 16. Januar 1872 in Avellino geboren. Im Jahr 1891 trat er in das Seminar für Auslandsmissionen in Mailand ein, das später zum Päpstlichen Institut für Auslandsmissionen wurde. Am 19. Mai 1894 wurde er zum Priester geweiht und als Missionar nach Birma entsandt. In den 12 Jahren seiner Missionstätigkeit kehrte er zu seinem großen Bedauern aus ernsten gesundheitlichen Gründen dreimal nach Italien zurück, zuletzt 1907. Der missionarische Geist, der weiterhin in seinem Herzen brannte, veranlasste ihn, den Weg der missionarischen Bildung durch Predigt und Presse einzuschlagen. Er wollte nicht nur den Fortschritt des Glaubens in der Welt bekannt machen und durch Gebete und Spenden Hilfe für die Missionare leisten, sondern vor allem die Kirche dafür sensibilisieren, ihre Aufgabe der Evangelisierung mit mehr Missionaren und einheimischen Geistlichen wahrzunehmen. <br />Als Leiter der Zeitschrift "Le Missioni Cattoliche" und vor allem mit seinem ersten Werk "Missionari autem pauci" weckt er eine Welle der Begeisterung für die Missionen und eine große Zahl von Missionsberufungen: so beginnt seine große Aufgabe der missionarischen Bildung des gesamten Klerus, der er sich mit ganzer Kraft widmet. Sein Plan, eine "Missionsvereinigung des Klerus" zu gründen, wurde 1916 mit der Zustimmung von Papst Benedikt XV. verwirklicht.<br />Auf dem ersten internationalen Kongress der Päpstlichen Missionsunion wurde am 3. Januar 1922 die Notwendigkeit betont, in den Seminaren Missionswissenschaften zu unterrichten, ein Fach, das in den katholischen Ausbildungsstätten damals noch unbekannt war. Pater Manna betonte in seinen immer zahlreicheren Veröffentlichungen die unersetzliche Rolle der Priester bei der Verkündigung des Evangeliums und der Entstehung des missionarischen Bewusstseins des gesamten Gottesvolkes. <br />In seiner Enzyklika "Maximum Illud" empfahl Papst Benedikt XV. die Präsenz der Union in allen Diözesen und förderte so ihre weitere Verbreitung. In diesem Zusammenhang widmete sich Pater Manna einer großen Predigt- und Drucktätigkeit und begeisterte Bischöfe, Priester und Laien für das missionarische Ideal. Sein Motto lautete "Alle sind Missionare!". Für Pater Manna ist jeder Getaufte, vor allem aber jeder Priester ein Missionar, und er beklagte, dass die Priester die wichtigste und grundlegende Aufgabe der Kirche, die Evangelisierung der Welt, der ganzen Welt, vernachlässigen und griff damit dem voraus, was das Zweite Vatikanische Konzil feierlich verkünden sollte. <br />Neben den Priestern wurden auch Ordensmänner und -frauen und geweihte Laien als Missionare anerkannt. Mit dem Dekret "Huic Sacro" eröffnete die Kongregation der Propaganda Fide 1949 auch ihnen die Möglichkeit, der Union beizutreten. Mit einem Dekret vom 28. Oktober 1956 verlieh Pius XII. der Union den Titel eines "Päpstlichen Werkes" und benannte sie in "Päpstliche Missionsvereinigung der Kleriker, Ordensleute und geweihten Laien" um, die heute als "Päpstliche Missionsunion" bezeichnet wird. Mit dem Apostolischen Schreiben "Graves et increscentes" vom 5. September 1966 brachte der heilige Paul VI. seine Anerkennung für dieses Päpstliche Werk zum Ausdruck und empfahl es erneut allen Bischöfen der Kirche.<br />Von 1924 bis 1934 war Pater Manna auch Generaloberer seines Instituts. 1926 wurde das Seminar für Auslandsmissionen in Mailand mit dem Missionsseminar in Rom zusammengelegt, wodurch das Päpstliche Institut für Auslandsmissionen entstand. Von 1937 bis 1941 war Pater Manna Internationaler Sekretär der Union. 1943 wurde er Oberer der süditalienischen Provinz und zog nach Ducenta in das Herz-Jesu-Seminar für die Auslandsmissionen, das er selbst gegründet hatte. <br />Seine "Beobachtungen über die moderne Methode der Evangelisierung", in denen er eine andere Ausbildung der einheimischen Seminaristen und die Gründung von Ortskirchen vorschlägt, die einheimischen Geistlichen anvertraut werden, sind das Ergebnis dieses jahrelangen Engagements. In seinem späten Leben verfasste er seinen Weltmissionsplan "Unsere 'Kirchen' und die Verkündigung des Evangeliums", in dem er die antiken Kirchen aufforderte, Missionsseminare einzurichten, um sich direkt an der Evangelisierung der Welt zu beteiligen und die jungen Kirchen in der Mission zu unterstützen. Pater Paolo Manna starb am 15. September 1952 in Neapel. <br />Johannes Paul II. sprach ihn am 4. November 2001 selig, und in seiner Predigt bei der Messe auf dem Petersplatz sagte er: "Auch in Pater Paolo Manna sehen wir einen besonderen Abglanz der Herrlichkeit Gottes. Er verbrachte sein ganzes Leben mit der Missionsarbeit. Auf jeder Seite seiner Schriften wird die Person Jesu, der Mittelpunkt des Lebens und der Sinn der Mission, lebendig".<br /> <br /><br />Fri, 14 Jan 2022 12:02:13 +0100VATIKAN - Zum 150. Geburtstag des seligen Paolo Manna: Gebet und missionarische Impulsehttp://www.fides.org/de/news/71450-VATIKAN_Zum_150_Geburtstag_des_seligen_Paolo_Manna_Gebet_und_missionarische_Impulsehttp://www.fides.org/de/news/71450-VATIKAN_Zum_150_Geburtstag_des_seligen_Paolo_Manna_Gebet_und_missionarische_ImpulseVatikanstadt - "Die Aktualität des missionarischen Wirkens: Der selige Paolo Manna und die Welt von heute" ist das Thema der beiden Konferenzen, in deren Mittelpunkt das Gebet und missionarische Reflexion stehen und die am Samstag, den 15. Januar, und Sonntag, den 16. Januar, anlässlich des 150. Geburtstages des seligen Pater Paolo Manna, dem Gründer der Päpstlichen Missionsunion , stattfinden werden. <br />Pater Paolo Manna war 12 Jahre lang Missionar in Birma . Nachdem er aus gesundheitlichen Gründen nach Italien zurückgekehrt war, widmete er seine ganze Energie der missionarischen Bildungunter Priestern und dem gesamten Volk Gottes durch Predigten und Schriften.<br />Um den 150. Jahrestag seiner Geburt zu feiern, hat die Päpstliche Missionsunion in Zusammenarbeit mit den Päpstlichen Missionswerken und dem Internationalen Zentrum für missionarische Bildungsarbeit sowie der Vereinigung der Priester und Ordensleute von Myanmar in Rom, der Nationaldirektion der Päpstlichen Missionswerke in Myanmar und dem Päpstlichen Collegio Urbano Urban College die beiden abendlichen Veranstaltungen organisiert.<br />Am Samstag, den 15. Januar, um 15.00 Uhr findet im Zentrum für missionarische Bildungsarbeit in Rom eine Debatte zum Thema "Fokus Myanmar" statt: "Die missionarischen Aktivitäten von Pater Manna in Myanmar" stehen dabei im Mittelpunkt mit „Historischen Anmerkungen und Überlegungen zur aktuellen Situation" mit Beiträgen von Pater Dinh Anh Nhue Nguyen und Schwester Monika Juszka. Um 15.45 Uhr wird gemeinsam der Rosenkranz für Myanmar gebetet.<br />Der zweite Termin ist für Sonntag, den 16. Januar, zum Thema "Fokus Italien und Missionswerke" vorgesehen. Um 18.30 Uhr wird in der Kapelle des Päpstlichen Urbano-Kollegs der Präsident der Päpstlichen Missionsgesellschaften, Erzbischof Giovanni Pietro Dal Toso die feierliche Vesper zum liturgischen Gedenken an den seligen Paolo Manna leiten. Im Anschluss findet um 19.00 Uhr findet eine Debatte zum Thema "Pater Manna und die Förderung der Mission und der Missionswerke in Italien" statt. „Historische Anmerkungen und die Relevanz des missionarischen Eifers des Evangeliums heute" erläutern von Pater Dinh Anh Nhue Nguyen und Schwester Monika Juszka. <br />Die Online-Teilnahme über Zoom steht allen offen und die Veranstaltung kann auch auf Facebook https://www.facebook.com/JesuitYouthMyanmar/ mitverfolgt verfolgt werden<br />Abend 1 <br />https://us02web.zoom.us/j/85821560949?pwd=a3FrTnFnV3BuYkNJV2llSGpsNjlRUT09<br />Meeting ID: 858 2156 0949 Kennwort 4Dy4yP <br />Abend 2 <br />https://us02web.zoom.us/j/89443748654?pwd=ZFRRN05abVJPUWVXN2dSandyaWlsQT09<br />Meeting ID: 894 4374 8654 Kennwort Wet1k2<br />P. Dinh Anh Nhue Nguyen wurde in Qui Nhon geboren und ist Generalsekretär der Päpstlichen Missionsunion sowie Direktor des Internationalen Zentrums für missionarische Bildungsarbeit und Direktor des Fidesdienstes.<br />Schwester Monika Izabela Juszka , wurde in Łódź geboren. Nach dem Abitur trat sie in die Kongregation der Claretinerinnen von der Unbefleckten Jungfrau Maria ein. Sie absolvierte ein Pädagogikstudium an der Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität in Warschau und studierte Theologie an der Päpstlichen Theologischen Fakultät Bobolanum in Warschau und an der Päpstlichen Universität Urbaniana in Rom. Danach promovierte sie mit einer Arbeit über die Theologie der missionarischen Spiritualität: "Die missionarische Spiritualität eines Christen in den Schriften des seligen Pater Paolo Manna ". Sie arbeitete in verschiedenen Schulen und Kindergärten in Polen und Italien gearbeitet und ist seit 2015 ist sie Mitarbeiterin der Nationaldirektion der Päpstlichen Missionswerke in Polen und arbeitet im polnischen Sekretariat der Päpstlichen Missionsunion. Seit dem 1. Januar 2020 ist sie Sekretärin der Päpstlichen Kindermissionswerke in Polen.<br /> <br /><br /><br />Fri, 14 Jan 2022 11:44:39 +0100AFRIKA - Zeugen des Evangeliums und der Gnade Gottes: Redemptoristen beenden 75jähriges Jubiläumhttp://www.fides.org/de/news/71449-AFRIKA_Zeugen_des_Evangeliums_und_der_Gnade_Gottes_Redemptoristen_beenden_75jaehriges_Jubilaeumhttp://www.fides.org/de/news/71449-AFRIKA_Zeugen_des_Evangeliums_und_der_Gnade_Gottes_Redemptoristen_beenden_75jaehriges_JubilaeumOuagadougou - "Dieses Jubiläumsfest ist für uns auch ein Anlass, wahre Zeugen des Evangeliums und der Gnade Gottes zu sein, indem wir unserer Berufung folgen und das Charisma der Kongregation in der heutigen Zeit leben“, so Pater Marc Toguyeni, Missionar der Redemptoristen , anlässlich des 75. Jahrestages der Gründung der ersten Niederlassung der Kongregation in Westafrika.<br />"Am 8. Januar 2022 leitete der Weihbischof der Erzdiözese Ouagadougou, Léopold Médard Ouedraogo, die Abschlussmesse des Jubiläumsjahres in der Pfarrei Unsere Liebe Frau von der Immerwährenden Hilfe in Kossodo, Erzdiözese Ouagadougou. Weitere Feierlichkeiten fanden an verschiedenen Orten unserer Missionen statt", erklärt Pater Marc. Dazu gehörten Garbado, Niamey, Niger, Fada N'Gourma, Burkina Faso, Tiébissou, Elfenbeinküste, Bérécingou, Benin.<br />Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden auch sechs Brüder zu Diakonen geweiht, darunter vier Redemptoristen und zwei Ordensleute des Heiligen Vinzenz von Paul. <br />"Möge der Herr unsere Hoffnung stärken und uns die Kraft geben, die Sendung des Heils im Zeichen der wachsenden Solidarität mit der verwundeten Welt engagiert fortzusetzen", schloss der Missionar, der sich an alle Redemptoristen wandte.<br />Am 28. Mai 1946 wurde die Heilige Kongregation der Propaganda Fide durch ein Reskript offiziell ermächtigt, Redemptoristen-Missionare zu entsenden, die sich an der Evangelisierungsarbeit in der Sahara beteiligen sollten. Nach dem Reskript ging Pater Constant Quillard zusammen mit fünf weiteren Mitbrüdern in das damalige Französisch-Westafrika ein und gründete dort die erste Redemptoristenmission.<br /> <br />Fri, 14 Jan 2022 11:26:42 +0100ASIEN/SRI LANKA - Gedenken an Ostern 2019: Tausend Tage sind seit den verheerenden Anschlägen vergangenhttp://www.fides.org/de/news/71447-ASIEN_SRI_LANKA_Gedenken_an_Ostern_2019_Tausend_Tage_sind_seit_den_verheerenden_Anschlaegen_vergangenhttp://www.fides.org/de/news/71447-ASIEN_SRI_LANKA_Gedenken_an_Ostern_2019_Tausend_Tage_sind_seit_den_verheerenden_Anschlaegen_vergangenColombo - Die Kirche in Sri Lanka begeht am heutigen 14. Januar, einen besonderen Gedenktag: eintausend Tage sind seit den Osteranschlägen von 2019 vergangen, die Selbstmordattentäter auf Kirchen und Hotels verübten. Die Gläubigen gedenken dieser Anschläge mit einem "Nationalen Bittgebet“ unter dem Motto: 'Herr, erhöre mein Flehen".<br />Auf Anweisung von Kardinal Malcolm Ranjith werden Priester, Nonnen und Laien am Morgen des 14. Januar in der Basilika Unserer Lieben Frau von Lanka in Tewatta einen gemeinsamen Gedenklit feiern. "Diese Feier soll auch unsere Forderung nach Wahrheit und Gerechtigkeit für die Opfer zum Ausdruck bringen", so der Kardinal. <br />"Das Land hat viele Herausforderungen zu bewältigen. Wir wenden uns an unsere Mutter Maria, um ihren Schutz, ihre Führung und ihren Segen zu erbitten", so Anton Ranjith, Weihbischof von Colombo. "Priester, Ordensleute, Pfarreien und alle Ordensgemeinschaften haben die Katholiken eingeladen im Gedenken an die Anschläge gemeinsam mit dem Kardinal zu beten", so Pater Srikantha Fernando, Pfarrer der Pfarrei „Our Lady of Sorrows in Kadawala“ gegenüber Fides. "Wir alle fordern gemeinsam, dass die Wahrheit hinter den Anschlägen von Ostern ans Licht kommt und öffentlich gemacht wird", sagte er.<br />Hochrangige Kirchenvertreter haben in den vergangenen Jahren und Monaten von der Regierung immer wieder transparente und ehrliche Erklärungen zu den Anschlägen gefordert. Laut Bischof Raymond Wickramasinghe von Galle, müssen die Verantwortlichen für die Anschläge "vor Gericht gestellt werden". Auf einem Online-Forum, das in den letzten Tagen für die in Europa lebenden Sri Lanker organisiert wurde, äußerte sich Kardinal Ranjith besorgt über die Ereignisse und politischen Erwägungen während der Präsidentschaftswahlen, gefolgt von den Terroranschlägen am Ostersonntag. Nach Ansicht des Kardinals verheimlichen die Ergebnisse der präsidialen Untersuchungskommission möglicherweise einige wichtige Informationen über die Anschläge, während einige Beamte und Politiker möglicherweise versuchen, die Wahrheit zu vertuschen.<br />Medienberichten zufolge hat die Regierung 650 Millionen Rupien für die Untersuchung der Anschläge ausgegeben. <br />Neun Selbstmordattentäter, die mit der lokalen islamistischen Extremistengruppe "National Thowheed Jamath" in Verbindung stehen, verübten am 21. April 2019 Anschläge auf drei Kirchen und drei Luxushotels. Insgesamt 279 Menschen wurden getötet, darunter 37 Ausländer aus Japan, der Schweiz, Spanien und dem Vereinigten Königreich, Dänemark, Portugal, Indien, der Türkei, Australien, den Niederlanden, Bangladesch, den USA und China. Darüber hinaus wurden bei den Anschlägen mehr als 500 Menschen verletzt.<br /> <br />Fri, 14 Jan 2022 11:15:51 +0100AFRIKA/EGITTO - Papst Tawadros hält „Besuchsverbot“ für Jerusalem für hinfällig und überholthttp://www.fides.org/de/news/71445-AFRIKA_EGITTO_Papst_Tawadros_haelt_Besuchsverbot_fuer_Jerusalem_fuer_hinfaellig_und_ueberholthttp://www.fides.org/de/news/71445-AFRIKA_EGITTO_Papst_Tawadros_haelt_Besuchsverbot_fuer_Jerusalem_fuer_hinfaellig_und_ueberholtKairo - Die koptischen Christen Ägyptens, die nach Jerusalem pilgern, verstoßen dabei nicht gegen eine Bestimmung der kirchlichen Behörden, denn die in der Vergangenheit von koptischen Bischöfen erlassenen Vorschriften, die im historischen Kontext des arabisch-israelischen Konflikts ihren Gläubigen die Weisung erteilt hatten, die Heilige Stadt nicht zu besuchen, seien heute hinfällig und von der Geschichte überholt. Dies betonte Patriarch Tawadros in einem am 7. Januar anlässlich des koptischen Weihnachtsfestes ausgestrahlten Fernsehinterview, mit der klaren Absicht, Zweifel zu beseitigen, die viele koptische Christen nach wie vor von einer Pilgerreise nach Jerusalem abhalten. <br />In dem Interview erinnerte Papst Tawadros daran, dass die Chroniken bereits seit dem 13. Jahrhundert die Anwesenheit eines koptischen Bischofs in der Heiligen Stadt bezeugen, und wies darauf hin, dass die Einstellung der Pilgerfahrten aus Ägypten nicht zuletzt zur schwindenden Präsenz der Kopten im Heiligen Land beigetragen hat. Der koptische Patriarch erinnerte auch die wiederholten Einladungen nach Jerusalem, die der palästinensische Präsident Abu Mazen bei seinen offiziellen Besuchen in Ägypten an Ägypter ausgesprochen hat.<br />Bereits 2016 wurde deutlich, dass die früheren Verbote koptischer Pilgerreisen ins Heilige Land nicht mehr gerechtfertigt waren und von den Kopten nicht mehr als verbindlich empfunden wurden. In jenem Jahr stieg die Zahl der ägyptisch-koptischen Pilger, die nach Jerusalem kamen, um die Riten der Karwoche zu feiern, exponentiell an. Dieser spontane Zustrom koptischer Pilger in die Heilige Stadt stellte das Besuchsverbot infrage, das der damalige Patriarch Schenuda III. im Jahr 1979 über die Gläubigen verhängt hatte. In den Jahren, in denen sich der arabisch-israelische Konflikt zuspitzte, hatte der koptische Patriarch Schenuda III. den Gläubigen seiner Kirche Pilgerfahrten in den jüdischen Staat untersagt und seine Haltung auch nach der Normalisierung der Beziehungen zwischen Ägypten und Israel nicht geändert. Dieses Verbot wurde zwar nie formell aufgehoben, aber bereits 2014 hatte die Reise von etwa 90 koptischen Christen ins Heilige Land während der Karwoche mehrere Beobachter dazur veranlasst auf die Überholtheit der disziplinarischen Bestimmung gegen Pilgerreisen im Kontext der bestehenden Beziehungen zwischen den beiden Nachbarstaaten zu unterstreichen.<br />Auch die Reise von Patriarch Tawadros II. nach Jerusalem zur Beerdigung von Erzbischof Abraham, dem Oberhaupt der örtlichen koptisch-orthodoxen Gemeinde, im November 2015 hat sicherlich zur weiteren Förderung koptischer Pilgerreisen ins Heilige Land beigetragen. Die Reise des Patriarchen, die von der koptisch-orthodoxen Kirche zunächst als "Ausnahme" dargestellt wurde, wurde von den ägyptischen Kopten als beredtes Zeichen dafür verstanden, dass der neue Patriarch nicht die Absicht hat, Verbote beizubehalten, die das spirituelle Leben der Gläubigen beeinträchtigen würden.<br /> .<br /><br />Thu, 13 Jan 2022 13:17:28 +0100AMERIKA/NICARAGUA - Bischof von Matagalpa: Menschenwürde und Freiheit sind Voraussetzung für einen Neubeginnhttp://www.fides.org/de/news/71443-AMERIKA_NICARAGUA_Bischof_von_Matagalpa_Menschenwuerde_und_Freiheit_sind_Voraussetzung_fuer_einen_Neubeginnhttp://www.fides.org/de/news/71443-AMERIKA_NICARAGUA_Bischof_von_Matagalpa_Menschenwuerde_und_Freiheit_sind_Voraussetzung_fuer_einen_NeubeginnMatagalpa - "Das Prinzip der Menschenwürde ist grundlegend für den Wiederaufbau eines Landes. Die Achtung der Person und ihrer Würde müssen die Achsen sein, um die sich alle Bemühungen drehen müssen, damit sie zur Grundlage jeder sozialen Organisation werden. Der Mensch ist das Ebenbild Gottes, was bedeutet, dass er mit einer unermesslichen Würde ausgestattet ist, und wenn der Mensch beleidigt wird..., wird auch Gott beleidigt", dies bekräftigte Bischof Rolando J. Álvarez von Matagalpa in seiner Predigt am Sonntag, den 9. Januar, in der Kathedrale St. Peter der Apostel zum Fest der Taufe des Herrn.<br />In Bezug auf die Bedeutung des Festes sagte der Bischof: "An diesem Tag der Offenbarung der Heiligen Dreifaltigkeit können wir auf die Fürsprache des Sohnes, der seinen Geist auf unser Land gesandt hat, zum Vater beten und für Nicaragua beten, in dem solide und grundlegende Fundamente gelegt werden müssen; zwei davon sind das Prinzip der Menschenwürde und das Prinzip der Freiheit“. <br />"Die Freiheit ist ein weiterer Pfeiler, auf dem Nicaragua wieder aufgebaut werden muss, sie ergibt sich aus der Achtung der Würde", fügte er hinzu und zitierte in diesem Zusammenhang Papst Johannes Paul II. Dann fuhr er in Anlehnung an den Heiligen Johannes Paul II. fort: "Die Freiheit ist das Maß für die Würde und Größe der Völker. Ohne Freiheit kann die Option eines neuen Landes nicht verwirklicht werden. Die Freiheit ermöglicht jeder Gesellschaft zu wachsen, sie bringt ein Gefühl der individuellen und sozialen Verantwortung mit sich, denn der Mensch arbeitet dabei gewissenhaft für sein eigenes Wohl und für das Gemeinwohl".<br />Vor dem Schlusssegen nahm der Bischof im Namen der diözesanen Jugend-Kommission die Aussendung der Jugendpastoralgruppe vor, die in der Woche vom 9. bis 15. Januar „auf Mission“ ist. Die Jugendlichen aus den verschiedenen Pfarreien und Gemeinden werden unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften zur Eindämmung der Pandemie an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen: Momente des Gebets, virtuelle Gespräche über das Thema "Mission und Gemeinschaft der jungen Kirche", die „Kultur-Nacht“ und Initiativen der Nächstenliebe. Am Samstag, den 15. Januar, wird eine Delegation an der offiziellen Schlussmesse im Heiligtum von Esquipulas teilnehmen.<br /> <br /><br />Thu, 13 Jan 2022 12:42:04 +0100AFRIKA/ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK - Brand verwüstet Flüchtlingscamp auf dem Gelände der Kathedrale von Alindaohttp://www.fides.org/de/news/71444-AFRIKA_ZENTRALAFRIKANISCHE_REPUBLIK_Brand_verwuestet_Fluechtlingscamp_auf_dem_Gelaende_der_Kathedrale_von_Alindaohttp://www.fides.org/de/news/71444-AFRIKA_ZENTRALAFRIKANISCHE_REPUBLIK_Brand_verwuestet_Fluechtlingscamp_auf_dem_Gelaende_der_Kathedrale_von_AlindaoBangui – Infolge eines gewaltigen Brandes, der am 11. Januar das Flüchtlingscamp "Galileo" der katholischen Kirche im Zentrum von Alindao, einer Stadt 500 km östlich von Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, verwüstet hat wurden rund 1.500 Flüchtlingsunterkünfte durch die Flammen zerstört. An anderen Gebäuden entstand erheblicher Sachschaden, etwa zwanzig Menschen wurden ins Krankenhaus eingeliefert. <br />Das Camp „Galileo“ ist das größte Auffangcamp in der Stadt Alindao und befindet sich auf dem Gelände der in der Kathedrale des Heiligen Herzens von Alindao. Es beherbergt derzeit Vertriebene aus Basse-Kotto, die vor den Übergriffen der UPC–Milizen unter Leitung von Ali Darass fliehen.<br />Wie Anita Cadonau, Sprecherin des UN-Büros für humanitäre Angelegenheiten in Zentralafrika , gegenüber der Nachrichtenagentur AFP mitteilt sind insgesamt 4.803 Menschen obdachlos und brauchen Lebensmittel, Wasser und andere lebensnotwendige Hilfsgüter. <br />Nach Angaben der Behörden handelte es sich bei dem Feuer nicht um Brandstiftung. Die Einrichtung war bereits am 12. Februar 2020 in Brand geraten und wurde mehrfach von Rebellen angegriffen .<br />Seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2013 sind Hunderttausende von Menschen vor den Kämpfen geflohen.<br />Nach dem jüngsten OCHA-Bericht gab es Anfang 2022 in der Zentralafrikanischen Republik mehr als 670.000 Binnenvertriebene und 741.000 Flüchtlinge in den Nachbarländern.<br /> <br />Thu, 13 Jan 2022 12:23:18 +0100AFRIKA/MAROKKO - Studierende helfen afrikanischen Migranten: “Wir lernen sie kennen und lieben”http://www.fides.org/de/news/71442-AFRIKA_MAROKKO_Studierende_helfen_afrikanischen_Migranten_Wir_lernen_sie_kennen_und_liebenhttp://www.fides.org/de/news/71442-AFRIKA_MAROKKO_Studierende_helfen_afrikanischen_Migranten_Wir_lernen_sie_kennen_und_liebenFes - "Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen". Dieses Zitat aus dem Matthäus-Evangelium inspirierte eine Gruppe von Universitätsstudenten aus den afrikanischen Ländern südlich der Sahara zur Gründung der Aktion "Studenten-Solidarität" von Fez, die vor drei Jahren in der marokkanischen Stadt auf den Weg gebracht wurde.<br />"Für viele afrikanische Migranten endet die Auswanderungsreise, die eigentlich Europa zum Ziel hat, in Marokko. Sie leben in den Außenbezirken der großen Städte, wie hier in Fes, um zu überleben und sich auf die Rückkehr in ihre Herkunftsländer vorzubereiten", so Amanda Ouedraogo, Leiterin der Gruppe.<br />„Das Wichtigste für uns ist nicht, Lebensmittel zu spenden, sondern diese Menschen dort zu besuchen, wo sie leben, oft in baufälligen Häusern, Zeit mit ihnen zu verbringen, mit ihnen zu reden, aber vor allem, ihnen vorurteilsfrei zuzuhören", schreibt die Studentin aus Burkina Faso, die ein Stipendium der Universität von Fes hat. Indem wir uns mit ihnen unterhalten und ihnen zuhören, lernen wir sie kennen und lieben". Die „Studenten-Solidarität“ organisiert monatlich Besuche in den verschiedenen Vierteln am Stadtrand von Fez, in denen Migranten leben. "Die Mitglieder der Organisation leben selbst bescheiden, um Lebensmittelpakete kaufen zu können, die sie dann an diese Menschen verteilen. In den Vierteln, in denen sie leben, gruppieren sich die Migranten nach Nationalität, was unsere Besuche erleichtert, weil wir so unsere Unterstützung besser auf sie abstimmen können“.<br />Die Studentin aus Burkina Faso fügt hinzu, dass sich die Initiative der Gruppe auch außerhalb von Fes ausbreitet. "In der Stadt Settat in der Region Casablanca gibt es jetzt eine Gruppe mit demselben Namen, die die gleichen Aktionen wie wir durchführt. Einer der Initiatoren in Settat ist ein ehemaliges Mitglied der Gruppe in Fez. Mit den wenigen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen und die wir zu mobilisieren versuchen, tun wir, was wir können, für diese unsere Brüder und Schwestern. Das Wichtigste ist jedoch, dass wir ihnen in unserem Herzen Platz einräumen, denn nur so können wir sie verstehen und lieben".<br />Die Initiative wird von dem italienischen Missionar Pater Matteo Revelli von der Gesellschaft für die Afrikamissionen unterstützt und will afrikanischen Migranten auf der Durchreise durch Marokko begleiten.<br /> <br />Thu, 13 Jan 2022 12:05:31 +0100ASIEN/KASACHSTAN - Von der Ausgangssperre wegen der Unruhen zum pandemiebedingten Lockdownhttp://www.fides.org/de/news/71441-ASIEN_KASACHSTAN_Von_der_Ausgangssperre_wegen_der_Unruhen_zum_pandemiebedingten_Lockdownhttp://www.fides.org/de/news/71441-ASIEN_KASACHSTAN_Von_der_Ausgangssperre_wegen_der_Unruhen_zum_pandemiebedingten_LockdownAlmaty - Die Lage in Kasachstan habe sich nach den Unruhen, die am 5. Januar begonnen hatten, wieder "normalisiert", aber über den Straßen von Almaty liege "ein Schleier tiefer Traurigkeit". Dies berichtet Pater Guido Trezzani. Der italienische Missionar lebt und arbeitet in Talgar, in der Nähe von Almaty, und leitet als Direktor die das katholische Hilfswerk Caritas in Kasachstan. "Viele von uns empfinden angesichts dessen, was in den letzten Tagen in einem Teil der Bevölkerung geschehen ist, ein ungutes Gefühl“, so der Missionar, „Abgesehen von den Kriminellen und Mördern, die all das verursacht haben, gibt es die Masse der normalen Menschen, die ihnen hinterher gelaufen sind: ganz normale Familienväter, Ehefrauen, Großeltern und Kinder haben mit einem Lächeln im Gesicht Geschäfte und Supermärkte geplündert, als wollten sie sagen: ‚Warum nicht? Jeder macht es‘. In der übrigen Bevölkerung herrschte große Traurigkeit und Verbitterung“.<br />Seit einigen Tagen versuchen die Menschen, zu einem normalen Leben zurückzukehren, "aber es herrscht immer noch eine große Spannung. Einige der Mütter, die am Caritas-Kasachstan-Projekt für Kinder mit Down-Syndrom beteiligt sind, leben in den am schlimmsten betroffenen Gebieten und haben immer noch Angst, ihre Häuser zu verlassen", erklärt Pater Trezzani, der hinzufügt: "Die gestrige Nachricht besagt, dass wir von einer Ausgangssperre im Zusammenhang mit den Unruhen direkt zu einem Lockdown infolge der Pandemie übergehen werden: Wir befinden uns hier wieder in der roten Zone, weil die Zahl der Covid-19-Infektionen anscheinend plötzlich gestiegen ist“.<br />Dies werde mit ziemlicher Sicherheit auch die Schließung von Schulen und einer Rückkehr Online-Unterricht führen: "Ich habe gehört, dass viele Lehrer die Familien kontaktieren, um zu fragen, ob sie einen Anschluss und einen Computer haben. Das wäre ein großes Problem für uns, denn unsere Kinder wollen unbedingt zu Schule gehen“. Im so genannten „Arche-Dorf“ beherbergt die Caritas etwa 70 Kinder, Waisen oder Kinder aus gefährdeten Familien, und etwa 30 Kinder mit körperlichen oder geistigen Behinderungen. <br />Bereits während des ersten Lockdowns im Jahr 2020 hatte Patar Trezzani gegenüber Fides auf die Schwierigkeiten hingewiesen, die mit dem Online-Unterricht für diese Kinder verbunden sind: "Wenn Eltern in der ganzen Welt mit der Schließung von Schulen die Schwierigkeiten des Fernunterrichts erfahren haben, so haben sich diese Komplikationen für uns aufgrund der großen Anzahl von Kindern im Schulalter vervielfacht. Sie alle müssen mit technologischen Hilfsmitteln ausgestattet werden, aber Computer und Internetverkehr sind hier nicht ausreichend. Wir haben Wartelisten, um denjenigen Vorrang zu geben, die ihren Unterricht und ihre Hausaufgaben machen müssen.<br /> <br />Thu, 13 Jan 2022 11:51:07 +0100AMERIKA/HAITI - Zwölf Jahre nach dem Erdbeben: Redemptoristen weihen nach Wiederaufbau die Pfarrkirche St. Gerard einhttp://www.fides.org/de/news/71440-AMERIKA_HAITI_Zwoelf_Jahre_nach_dem_Erdbeben_Redemptoristen_weihen_nach_Wiederaufbau_die_Pfarrkirche_St_Gerard_einhttp://www.fides.org/de/news/71440-AMERIKA_HAITI_Zwoelf_Jahre_nach_dem_Erdbeben_Redemptoristen_weihen_nach_Wiederaufbau_die_Pfarrkirche_St_Gerard_einPort-au-Prince - Der Sonntag, 9. Januar, wird in den Herzen der Gemeindemitglieder und in den Annalen der Kongregation der Redemptoristen für immer als Datum der Einweihung der neuen Pfarrkirche St. Gerard Maiella im Stadtteil Carrefour-Feuilles der Hauptstadt Port-au-Prince in Erinnerung bleiben. Fast 12 Jahre nach dem Erdbeben, das die ehemalige Pfarrkirche zerstörte, und nach vier Jahren harter Arbeit weihte der Erzbischof Max Leroy Mesidor Port-au-Prince die neue Pfarrkirche in einer feierlichen und freudigen Atmosphäre ein. Die neue Kirche ist zwar groß, war aber immer noch zu klein, um alle zu beherbergen, die an der Feier teilnehmen wollten. Die symbolträchtige Zeremonie wurde von allen Anwesenden sehr intensiv erlebt. <br />In seiner Ansprache dankte der Gemeindepfarrer, Pater Jean-Claudel Pierre, C.S.R., dem Herrn für dieses Werk und dem Erzbischof für seine seelsorgerische Betreuung der Gläubigen von St. Gerard sowie den Architekten, Ingenieuren und Arbeitern, die am Wiederaufbau dieses Gebäudes mitgewirkt haben. Gleichsam dankte er auch allen Institutionen und Personen, die einen finanziellen Beitrag geleistet haben. Die Kirche werde nach der Einweihung in einer zweiten Phase der Arbeiten ganz fertiggestellt werden müssen, so dass die Großzügigkeit der Gemeindemitglieder und aller Menschen guten Willens weiterhin benötigt werde, betonte er abschließend.<br /> <br />Thu, 13 Jan 2022 11:07:08 +0100