Fides News - German (Standard)https://www.fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. AMERIKA/BOLIVIEN - Ascensión de Guarayos feiert 200-jährige Präsenz der Franziskaner im bolivianischen Amazonasgebiethttps://www.fides.org/de/news/77677-AMERIKA_BOLIVIEN_Ascension_de_Guarayos_feiert_200_jaehrige_Praesenz_der_Franziskaner_im_bolivianischen_Amazonasgebiethttps://www.fides.org/de/news/77677-AMERIKA_BOLIVIEN_Ascension_de_Guarayos_feiert_200_jaehrige_Praesenz_der_Franziskaner_im_bolivianischen_Amazonasgebiet<br />Ascensión de Guarayos – Vom 13. bis 15. Mai finden im Apostolischen Vikariat Ñuflo de Chávez die Feiern zum 200-jährigen Bestehen dieser historischen Stadt im Osten Boliviens und den Beginn der Franziskaner-Mission unter der Volksgruppe der Guarayo, die die spirituelle und kulturelle Identität der Region tiefgreifend geprägt hat.<br /><br />Unter dem Motto „ Ascensión – zwei Jahrhunderte, eine Identität“ bringen die Feierlichkeiten Gläubige, Vertreter der Zivil- und Kirchenbehörden sowie Repräsentanten indigener Gemeinschaften zusammen. „Zweihundert Jahre zu feiern bedeutet nicht nur, der Vergangenheit zu gedenken, sondern auch hoffnungsvoll die Sendung anzunehmen, die uns der Herr heute anvertraut“, schreibt Pater Kasper Mariusz Kaproń , Pfarrer der Pfarrei Ascensión del Señor, in einem Schreiben anlässlich der Jubiläumsfeiern.<br /><br />Die 1826 von dem Franziskaner José Gregorio Salvatierra gegründete Mission Ascensión de Guarayos zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen der Evangelisierung im bolivianischen Amazonasgebiet. Zwei Jahrhunderte lang begleiteten die Mitglieder des Franziskanerordens die einheimischen Gemeinschaften nicht nur durch die Verkündigung des Evangeliums, sondern auch in den Bereichen der Bildung und der menschlichen Entwicklung sowie dem Erhalt der Kultur und der Sprache der Einheimischen.<br />Die Evangelisierung der Guarayo-Region begann im späten 18. Jahrhundert, als die Franziskaner auf Initiative Kongregation „de Propaganda Fide“ von Tarata aus Expeditionen in die Dschungel Ostboliviens unternahmen. Nach Jahren des Zusammenlebens und des Erlernens der Sprache und der Bräuche der Guarayo errichteten die Missionare ein Netz von Niederlassungen, die die Gemeinschaftsorganisation, Landwirtschaft, Handwerk und Katechese förderten. Ascensión de Guarayos war eine der wichtigsten Gründungen im Rahmen dieses Prozesses und entwickelte sich im Laufe der Zeit zum bedeutendsten religiösen und kulturellen Zentrum der Region.<br /><br />„Ascensión de Guarayos ist nicht nur eine Stadt mit Geschichte; sie ist eine Gemeinschaft, die aus dem Evangelium entstanden ist und vom Glauben der Generationen geprägt wurde“, schreibt der Gemeindepfarrer in seinem Brief und betont die tiefe Verbindung zwischen der Identität der Menschen und der Missionsarbeit der Franziskaner.<br /><br />Die Pfarrei Ascensión del Señor ist auch heute noch ein Zentrum lebendiger Seelsorge. Kinder und Jugendliche singen aktiv in Chören und Orchestern und bewahren so die musikalische Tradition der alten Missionen.<br /><br />Laut den Organisatoren der Feiern umfasst das Programm zum 200-jährigen Jubiläum Eucharistiefeiern, Prozessionen und kulturelle Darbietungen, die Glauben und indigene Identität vereinen. Der Festgottesdienst wird vom Weihbischof von La Paz, Pedro Luis Fuentes Valencia, zelebriert. Die Organisatoren betonen außerdem: „Ascensión öffnet seine Türen, um die Freude seiner Gemeinde und die Kraft einer lebendigen Tradition mit allen zu teilen.“<br /><br />Die Jubiläumsfeiern finden im Jubiläumsjahr zum 800. Todestag des Heiligen Franz von Assisi statt.<br /><br />„Christus führt uns zusammen und sendet uns aus: von den Wurzeln unserer Missionsgeschichte hin zu einer österlichen Kirche im Aufbruch“, erklärte der Pfarrer in seinem Schreiben, in dem er die Gemeinde auf ruft, ihr Engagement für die Verkündigung des Evangeliumszu erneuern.<br /><br />Die Erfahrungen aus zwei Jahrhunderten Mission, in denen indigene Völker begleitet und ihre Kultur und Sprache gefördert wurden, zeigen, dass authentische Evangelisierung darin besteht, die Würde indigener Gemeinschaften zu achten und zu bewahren. Diese Gemeinschaften sind berufen, aktiv am kirchlichen Leben teilzunehmen und eine gerechtere und nachhaltigere Zukunft für die Amazonasregion selbst zu gestalten.<br /><br />Das Apostolische Vikariat Ñuflo de Chávez, zu dem auch Ascensión de Guarayos gehört, wurde 1951 gegründet und der Seelsorge der Franziskaner anvertraut. Es umfasst die Provinzen Guarayos und Ñuflo de Chávez im Departamento Santa Cruz mit einer Fläche von rund 90.000 Quadratkilometern. Das Vikariat hat etwa 196.000 Einwohner, von denen mehr als 159.000 katholisch sind. Es gibt 21 Pfarreien, 21 Priester, 25 Ordensschwestern und 4 Seminaristen. Der Kirchsprengel wird derzeit vom Apostolischen Vikar, Bischof Bonifatius Antonius Reimann Panic , geleitet.<br /> <br />Thu, 14 May 2026 14:13:47 +0200ASIEN/INDIEN - Drei baptistische Pastoren aus dem Volk der Kuki in Manipur getötethttps://www.fides.org/de/news/77684-ASIEN_INDIEN_Drei_baptistische_Pastoren_aus_dem_Volk_der_Kuki_in_Manipur_getoetethttps://www.fides.org/de/news/77684-ASIEN_INDIEN_Drei_baptistische_Pastoren_aus_dem_Volk_der_Kuki_in_Manipur_getoetetImphal – Drei Baptistenpastoren wurden bei einem Hinterhalt auf einen Konvoi von Baptisten der Kuki-Ethnie im indischen Bundesstaat Manipur brutal ermordet, weitere Personen wurden verletzt. Der Angriff ereignete sich am 13. Mai gegen 10 Uhr morgens vor dem Hintergrund der äußerst instabilen Lage in Manipur, einem Bundesstaat im Nordosten Indiens. Dort herrscht ein Bürgerkrieg zwischen den ethnischen Gruppen der Kuki und Meitei . In den letzten Monaten ist auch die dritte ethnische Gruppe des Bundesstaates, die Naga, in den Konflikt verwickelt. <br />Wie das Vereinigte Christliche Forum Nordostindiens berichtet, ereignete sich der Hinterhalt auf die Mitglieder der Baptistengemeinde auf der Straße zwischen Kangpokpi und Lamka, als die Delegation von einem Gottesdienst zurückkehrte. Laut Angaben der Kuki-Gemeinde soll der Angriff von einer bewaffneten Naga-Gruppe verübt worden sein. Die Ermittlungen dauern an.<br />Pastor Vumthang Sitlhou, Präsident der „Thadou Baptist Association“ , sowie die Pastoren V. Kaigoulun und Paogou kamen bei dem Überfall ums Leben. Zu den Schwerverletzten zählen vier weitere Pastoren sowie die beiden Fahrer.<br /><br />In seguito all'incidente, le forze dell'ordine hanno immediatamente imposto un blocco lungo la strada statale National Highway-2, un'arteria che collega il Manipur con il Nagaland e il resto del paese, mentre si teme una nuova escalation di scontri inter-comunitari. <br /><br />„Diese brutale und unmenschliche Gewalttat hat unschuldige Diener Gottes das Leben gekostet, die ihr Leben dem Frieden, dem Dienst an der Gemeinschaft und dem spirituellen Wohlergehen ihrer Gemeinden gewidmet haben“, sagte Allen Brooks, Sprecher von UCFNEI. Er sei „zutiefst schockiert, traurig und bestürzt“.<br /><br />„Diese religiösen Führer“, so Brooks weiter, „waren weder Kämpfer noch Politiker, sondern spirituelle Wegweiser und zugleich Säulen der Hoffnung, der Versöhnung und der moralischen Orientierung in einer Region, die lange von Konflikten gezeichnet war.“<br /><br />„Dieser kaltblütige Hinterhalt auf Diener Gottes zeugt von einer so tiefen Bosheit und Unmenschlichkeit, dass er das Gewissen jedes zivilisierten Menschen erschüttert“, heißt es in einer Erklärung von UCFNEI.<br /><br />„Die Ermordung von Baptistenpastoren der Kuki-Gemeinschaft“, heißt es in der Erklärung weiter, „ist nicht einfach ein Angriff auf Einzelpersonen oder einen Stamm, sondern ein Angriff auf den christlichen Glauben, die Heiligkeit des Lebens und das Fundament der Geschwisterlichkeit in Nordostindien. Kein politischer oder ethnischer Konflikt kann jemals die Tötung unbewaffneter Pastoren und Kirchenmitarbeiter auf öffentlichen Straßen rechtfertigen.“<br /><br />Das Forum fordert die Regierungen von Manipur und des Bundes auf, eine gründliche Untersuchung einzuleiten, um die Täter zu identifizieren und für eine rasche Bestrafung zu sorgen. Es fordert außerdem ein dringendes Eingreifen, „um Versöhnung und Dialog zwischen den Gemeinschaften zu fördern und eine weitere Eskalation der Gewalt zu verhindern“ und gleichzeitig „um den Schutz gefährdeter christlicher Gemeinschaften und religiöser Führer in der Region zu gewährleisten.“<br /><br /> „Wir rufen alle christlichen Konfessionen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Menschen guten Willens in Nordostindien und im Rest des Landes dazu auf, sich im Gebet, im Fasten und im friedlichen Eintreten für Gerechtigkeit zu vereinen. Möge diese Tragödie uns nicht weiter spalten, sondern unseren Entschluss stärken, Gewalt im Namen Christi zu bekämpfen, der sagte: ‚Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht <br />Wed, 13 May 2026 13:40:18 +0200AFRIKA/COTE D’IVOIRE - Weihbischof von Abidjan ernannthttps://www.fides.org/de/news/77683-AFRIKA_COTE_D_IVOIRE_Weihbischof_von_Abidjan_ernannthttps://www.fides.org/de/news/77683-AFRIKA_COTE_D_IVOIRE_Weihbischof_von_Abidjan_ernanntVatikanstadt – Papst Leo XIV. hat den bisherigen Pfarrer der Gemeinde “Saint Ambroise Ma Vigne, Ma vie”, Pfarrer Aguia Jean Martial Arnaud Kouamé zum Weihbischof von Abidjan ernannt und ihm den Titularsitz Sutunurca verliehen.<br />Bischof Aguia Jean Martial Arnaud Kouamé wurde am 26. März 1977 in Abidjan geboren. Er erwarb ein kanonische Lizenziat in Philosophie und einen Bachelor in Theologie am Priesterseminar der Universität St. Paul VI. Am 15. Januar 2005 wurde zum Priester geweiht und in das Erzbistum Abidjan inkardiniert.<br />Danach hatte er folgende Ämter inne und absolvierte weitere Studien: Pfarrvikar der Kathedrale St. Paul in Abidjan und der Kirche „St. François d’Assise de la Zinsel“ in Straßburg ; Lizenziat im Kanonischen Recht und Master in Philosophie sowie in Geschichte und Philosophie der Wissenschaften an der Universität Straßburg; Pfarrvikar der Gemeinde „Bonne Nouvelle“ in Hem und der Kirche „St. Fiacre“ in Dunkerque ; Lizenziat in Moraltheologie an der Universität Lille ; Doktorat in Ethique, Option Ethique et Religion, an der Universität Straßburg ; Pfarrvikar der Kirche „Notre Dame du Chêne du Pays de Fleckenstein“ in Straßburg ; Pfarrer der Geminde „St. François Xavier d’Abobo“ in Abidjan ; Pfarrer der Gemiende „Saint Ambroise Ma vigne Ma Vie in Abidjan“ .<br /> <br />Wed, 13 May 2026 13:25:28 +0200AFRIKA/KENIA - Bischof von Wote ernannthttps://www.fides.org/de/news/77682-AFRIKA_KENIA_Bischof_von_Wote_ernannthttps://www.fides.org/de/news/77682-AFRIKA_KENIA_Bischof_von_Wote_ernanntVatikanstadt – Papst Leo XIV. hat den bisherigen Weihbischof und Apostolischen Administrator der Diözese, Simon Peter Kamomoe, zum bischof von Wote ernannt.<br /> Bischof Simon Peter Kamomoe wurde am 26. November 1962 in Gatundu geboren und am 18. Juni 1994 zum Priester geweiht. <br />Am 13. Februar 2024 wurde er zum Titularbischof von Tubune in Numidien und Weihbischof von Nairobi ernannt und empfing am 6. April 2024 die Bischofsweihe. Am 5. Juli 2025 wurde er zum Weihbischof von Wote ernannt und am 16. September 2025 zum Apostolischen Administrator des Bistums Wote. Seit dem 25. März 2026 ist er Apostolischer Administrator Bistums Wote während der Sedisvakanz.<br /> <br />Wed, 13 May 2026 13:16:17 +0200Studientag an der Päpstlichen Universtät Urbaniana beleuchtet die Relevanz der „Kontextuellen Theologie“ im Dienste der Missionhttps://www.fides.org/de/news/77680-Studientag_an_der_Paepstlichen_Universtaet_Urbaniana_beleuchtet_die_Relevanz_der_Kontextuellen_Theologie_im_Dienste_der_Missionhttps://www.fides.org/de/news/77680-Studientag_an_der_Paepstlichen_Universtaet_Urbaniana_beleuchtet_die_Relevanz_der_Kontextuellen_Theologie_im_Dienste_der_MissionRom – In seiner Eröffnungsansprache beim jüngsten Studientag an der Päpstlichen Universität Urbaniana am 12. Mai sprach Kardinal Víctor Manuel Fernández, Präfekt des Dikasteriums für die Glaubenslehre, in seinem Beitrag zur Diskussion über kontextuelle Theologie über die Lehre vom gerechten Krieg. „Betrachten wir beispielsweise die Lehre vom gerechten Krieg. Es stimmt, dass diese Lehre Elemente enthält, die auch heute noch relevant sind. Das Problem ist, dass es heute katholische Gruppen in der Politik gibt, die, von Priestern ermutigt, diese Lehre nutzen, um alle Kriege als Formen der ‚legitimen Verteidigung‘ zu rechtfertigen. Ausgehend von einem vermeintlich dringenden Verteidigungsbedarf relativieren oder interpretieren sie die Anforderungen an einen gerechten Krieg sehr weit. Dies zeigt die Notwendigkeit, diese Lehre an den aktuellen Kontext anzupassen, sie zu überdenken und sie präziser und aussagekräftiger zu gestalten“, erklärte er.<br /><br />Kontextuelle Theologie zur Unterscheidung <br /><br />Kontextuelle Theologie könne dazu beitragen, klassische Kategorien neu zu überdenken und ihren instrumentellen Gebrauch zu vermeiden und erscheine somit als ein Instrument der theologischen Unterscheidung und nicht als Nährboden des Relativismus. Vor allem anhand dieses überzeugenden Beispiels untersuchte der Studientag mit dem Titel „Meilensteine der Kontextuellen Theologie heute“ im Anschluss an die Grußworte, des Rektors der Universität, Prof. Vincenzo Buonuomo, die Bedeutung dieser „grundlegend kontextuellen Theologie“, zu der Papst Franziskus in seinem Motu proprio „Ad theologiam promovendam“ ausdrücklich aufgerufen hatte. Professor Steve Bevans, ein weiterer hochrangiger Gast der Konferenz, bezeichnete dies als einen „wahren lehramtlichen Wendepunkt“.<br /><br />Zur Veranschaulichung des Themas, griff Kardinal Fernandez auch auf seine persönlichen Erfahrungen zurück und erinnerte an eine wichtige Episode. In einem Artikel aus dem Jahr 2007 verteidigte er den salvadorianischen Jesuitenpater Jon Sobrino, eine Figur der Befreiungstheologie, gegen dessen Schriften die Kongregation für die Glaubenslehre eine Notifikation veröffentlicht hatte. Gegenstand war eine Aussage Sobrinos, wonach in der lateinamerikanischen Reflexion die Armen einen theologischen Bezugspunkt bilden, der die Reflexion von Anfang an prägt. Die Notifikation wandte sich gegen diesen Ansatz und erklärte, dass „der grundlegende theologische Bezugspunkt nur der Glaube der Kirche sein kann“, schloss aber vor allem, dass „andere Ausgangspunkte für theologische Arbeit die Gefahr bergen, willkürlich zu sein und letztlich ihren Inhalt zu verfälschen“.<br /><br />In diesem Zusammenhang betonte der Kardinal: „Aus diesem Grund argumentierte ich in jenem Artikel, dass der Glaube der Kirche zwar der grundlegende Ausgangspunkt, der wichtigste theologische Bezugspunkt ist, dies aber andere komplementäre, nicht alternative Ausgangspunkte nicht ausschließt, die jede Reflexion ‚von Anfang an‘ in Frage stellen. Und in diesem Sinne schlug ich vor, von einem ‚unvermeidlichen unmittelbaren Kontext‘ zu sprechen, der eng mit dem grundlegenden Ausgangspunkt, der Offenbarung, verbunden ist.“<br /><br />Als der Kardinal 2010 zum Rektor der Päpstlichen Katholischen Universität von Argentinien ernannt wurde, rief dieser Artikel in Rom Vorbehalte hervor und verzögerte das für die Zulassung notwendige „Nihil obstat“ des Vatikans. Nach einem Austausch mit dem Dikasterium veröffentlichte er 2011 einen zweiten Text, in dem er seine Überzeugungen bekräftigte, aber einige Passagen präzisierte und unter anderem hinzufügte: „Es ist gerade der Glaube der Kirche, der die solideste und tiefgründigste Grundlage dafür bietet, die Armen so zu sehen, wie Gott sie sieht, und sich um ihre Lage zu kümmern“ und dass „niemand Angriffe auf die Würde der Ausgegrenzten besser erkennt als diejenigen, die sich vom Glauben der Kirche erleuchten lassen.“ Er argumentierte weiter, dass die bloße Akzeptanz der Tradition der Kirche uns gegenüber der Geschichte, in die Gott uns gestellt hat, gleichgültig machen könne, wenn wir gleichzeitig nicht offen seien für das, was um uns herum geschieht: „Deshalb habe ich den Ausdruck ‚unvermeidlicher unmittelbarer Kontext‘ wieder eingeführt und erklärt, dass dieser Kontext unvermeidbar sei, weil ‚ein Theologe, wenn er reflektiert, die schmerzhafte Situation, die die Mehrheit des Volkes Gottes an ihrem Wohnort erleidet, nicht völlig ignorieren oder beiseite schieben kann‘ und dass der Kontext ‚diejenigen, die Offenbarung empfangen, dazu einlädt, weitere Aspekte ihres unerschöpflichen Reichtums zu entdecken‘.“<br /><br />Der Kardinal schloss seine Überlegungen mit dem Hinweis, dass „der theologische Dialog mit dem Kontext und jede Inkulturationsbemühung vom Herzen des Evangeliums, dem Kerygma, ausgehen muss und nicht von peripheren Wahrheiten. Diese erste Verkündigung findet sich nicht nur am Anfang, wenn das Evangelium einem Menschen zum ersten Mal begegnet. Sie ist übergreifend; sie muss die gesamte Katechese und die gesamte Theologie in all ihren Themen als zentraler und beständiger Faden durchdringen . Es ist die Verkündigung, die die Erfahrung der Begegnung mit dem lebendigen Christus erweckt. Von dort entspringt jeder Prozess der Begegnung mit dem Evangelium im Kontext eines bestimmten Ortes.“<br /><br />Kontextualität im Laufe der Zeit<br /><br />Im Anschluss an Kardinal Fernández erinnerte der renommierte Missionswissenschaftler Professor Stephen Bevans daran, dass der 1. November 2023 mit dem Apostolischen Schreiben „Ad Theologiam Promovendam“ einen Meilenstein markierte. Darin fordert Papst Franziskus einen Paradigmenwechsel hin zu einer Theologie, die grundlegend kontextbezogen sei. Bevans zeigte auch auf, wie diese Ausrichtung in der langen Geschichte der Theologie verwurzelt ist. Von den verschiedenen biblischen Stimmen bis hin zu den großen Synthesen der Kirchenlehrer Augustinus und Thomas von Aquin werde der Glaube stets ausgehend von konkreten historischen Situationen konzipiert. Die Aussage des Konzils von Nicäa, wonach das fleischgewordene Wort „wesensgleich mit dem Vater“ ist, verdeutliche diese Dynamik: Die Lehre konnte die Ausdrucksformen und Denkweisen der zeitgenössischen Philosophie aufnehmen, ohne den Glauben zu verraten. Auch die Enzyklika „Rerum Novarum“ von Papst Leo XIII. erscheint Bevans als eine kontextbezogene Theologie, die angesichts der Auswirkungen der Industriellen Revolution entstanden ist.<br /><br />Professor und Pater Ambroise Atakpa verknüpfte seinerseits Kontextuelle Theologie und Kulturpluralismus eng miteinander. „Kontextuelle Theologie und Kulturpluralismus sind zwei Seiten derselben Medaille“, erklärte er; erstere sei die Folge des letzteren. Er erinnerte an die Instruktion von 1659 an die Missionare in China und Indochina, die warnte: „Nichts ist absurder, als Frankreich, Spanien, Italien oder irgendeinen anderen Teil Europas nach China bringen zu wollen. Es ist nicht all dies, was ihr bringen müsst, sondern der Glaube, ein Glaube, der weder die Lebensweise noch die Gebräuche irgendeines Volkes ablehnt oder beleidigt“, sofern diese nicht dem Evangelium widersprechen.<br /><br />Im Zusammenhang mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil hob er den Text der Internationalen Theologischen Kommission „Die Einheit des Glaubens und der theologische Pluralismus“ hervor. Eine darin enthaltene These besagt, dass „Einheit und Pluralität im Ausdruck des Glaubens ihren letztlichen Grund im Geheimnis Christi selbst finden“, welches „die Ausdrucksmöglichkeiten jeder historischen Epoche übersteigt“. Eine andere These besagt, dass „aufgrund des universalen und missionarischen Charakters des christlichen Glaubens die von Gott offenbarten Ereignisse und Worte in jeder menschlichen Kultur ständig neu überdacht, neu formuliert und gelebt werden müssen“, während das Evangelium jede Kultur „zu ihrer Fülle“ führt und sie gleichzeitig einer „schöpferischen Kritik“ unterzieht.<br /><br />Fünf Kontinente im Dialog<br /><br />Der zweite Teil des Studientages veranschaulichte diese Perspektiven anhand konkreter Beispiele durch die Vorträge von Theologen der Institute der Päpstlichen Universität Urbaniana in Ozeanien, Lateinamerika, Europa, Asien und Afrika.<br /><br />In Ozeanien entsteht Theologie buchstäblich aus dem steigenden Meeresspiegel. Angesichts der Bedrohung von Inseln wie Kiribati und Tuvalu „leben viele in der Angst, ihr Land zu verlieren, das so eng mit ihrer Identität und ihrem Zugehörigkeitsgefühl verbunden ist“, erklärte Pater Toutaiolepo, der einen zwanzigstündigen Flug zur Konferenz auf sich genommen hatte. In diesem Kontext, betonte er, „wird Theologie zur prophetischen Stimme, die Ungerechtigkeit anprangert und sich für den Umweltschutz einsetzt“, ganz im Sinne von „Gaudium et Spes“ und „Laudato Si’“.<br /><br />Aus Lateinamerika kommend erinnerte Juan Antonio Prado daran, dass die Befreiungstheologie aus dem Zusammenspiel von Armut und neoliberaler Politik entstanden ist. Ignacio Ellacuría sprach von den „Armen der Erde“ als dem Ort, an dem sich die Wahrheit des Evangeliums entscheidet. Gustavo Gutiérrez betonte, dass „Fortschritte in der Befreiungstheologie nicht möglich sein werden, solange die Armen nicht selbst ihrer Hoffnung Ausdruck verleihen, ausgehend von ihrer eigenen Welt und in ihren eigenen Begriffen.“ Aus dieser Perspektive sind die Armen nicht bloß Objekt, sondern Subjekt theologischer Reflexion.<br /><br />Europa stehe jedoch vor einer anderen Art von Krise, bemerkte Professor Giuseppe Busani. Der Jesuit Christoph Theobald beschreibt eine „spirituelle Leere“ in einem Kontext, in dem sich laut Busani zwar auch „eine intensive Suche nach Spiritualität“ manifestiert, diese aber „unsicher und orientierungslos“ sei. Es gebe „ein Gefühl ohne Worte, eine Ahnung ohne Begriffe“: Gott werde nicht geleugnet, sondern „gleichgültig betrachtet“. Busani betont in Anlehnung an Elmar Salmann, dass man sich von einer Ära, in der „der Geist über den Körper, die Einheit über die Vielfalt triumphierte“, zu einer Welt entwickelt habe, in der Vielfalt, Körper, Geschichtlichkeit und Gefühl vorherrschen, ohne dass irgendjemand wisse, „was man theologisch damit anfangen soll“. Daher die Idee, das Christentum nicht länger als „ideologische Wahrheit“, sondern als „einladendes Motiv“ darzustellen, wobei die Geheimnisse des Glaubens eher „Räume und Wege“ als zu errichtende Hindernisse seien.<br /><br />Bischof Peter Paul Saldanha erinnerte daran, dass in Asien Mission – im Einklang mit der Föderation Asiatischer Bischofskonferenzen – als ein „dreifacher Dialog“ mit den Armen, den Kulturen und den Religionen verstanden wird. Er bezog sich auf die Methode Anubhava–Vichāra–ācāra und zitierte Michael Amaladoss: „Im Orient steht die Erfahrung im Vordergrund. Praxis ist wichtiger als Theorie; Praxis nährt die Theorie und stellt sie mitunter infrage.“ Er zeigte auf, wie asiatische Theologien nach einer inklusiven Sprache streben, in der „die Wirklichkeit dialogisch, ganzheitlich und harmonisch ist“ und in der sie es vorziehen, vom Absoluten als „einem Absoluten im Relativen“ zu sprechen.<br /><br />Schließlich zeichnete Pater Michel Wenceslas Tiendrebéogo in Afrika den Weg einer „Theologie im subsaharischen Kontext“ nach: von der „Anpassung“ zur „Inkarnation“, dann zur Befreiung und zum Wiederaufbau. Afrikanische Theologen suchten in ihren eigenen Kulturen nach Bildern, die Christus zum Ausdruck bringen konnten – „Vorfahre“, „Älterer Bruder“, „Meister der Initiation“, „Heiler“, „Führer“ – und die von Johannes Paul II. geförderte Option der „Kirche als Familie Gottes“ ist seiner Ansicht nach „die wirksame Frucht des Dialogs der afrikanischen Theologie mit ihrem Kontext“.<br /><br />Eine neue theologische Katholizität<br /><br />Zusammenfassend skizzierte der Studientag an der Päpstlichen Universität Urbaniana eine theologische Offenheit, in der lokale Theologien in einen kritischen und fruchtbaren Dialog treten. In seiner Antrittsrede warnte Kardinal Fernández vor einer gedanklichen Blockade, die sich auf die „klassische römische Theologie“ und die „nordeuropäische“ Theologie konzentriere: „Manchmal braucht es jemanden Verrückten, der sein Land und sein Volk von ganzem Herzen liebt und der das Evangelium von bestimmten kulturellen Schichten unterscheiden kann, die sich dort angesiedelt haben, ohne jedoch einen wesentlichen Teil seiner Botschaft auszumachen. Er muss es dann im Lichte der Erfahrungen seines Volkes neu lesen. Es geht dann darum, etwas anzustoßen, das wir nicht nur als ‚spirituelles Ereignis‘, sondern auch als ‚kulturelles und sprachliches Ereignis‘ bezeichnen würden, das es den Menschen ermöglicht, sich in der Botschaft des Evangeliums vollkommen wiederzufinden“, erklärte er.<br /><br />Steve Bevans ha ricordato a sua volta che, se le teologie contestuali costituiscono un imperativo, esse sono soltanto una tappa di un processo la cui prossima fase potrebbe essere una «nuova cattolicità» teologica, in cui le teologie locali entrano in un dialogo critico e fecondo le une con le altre per arricchirsi reciprocamente. «La teologia può fiorire solo se è in contatto con i popoli di tutto il mondo, con tutta la Chiesa, afferma. Credo che quanto più siamo aperti agli altri, tanto più le nostre teologie contestuali fioriranno nella loro specificità. Le teologie non dovrebbero mai isolarsi le une dalle altre. Le teologie possono sempre imparare le une dalle altre».<br /><br />Questa lunga passeggiata attraverso la teologia contestuale è fondamentale perché mostra quanto la riflessione sulla missione e sull’inculturazione non possa accontentarsi di petizioni di principio e di slogan. Il passaggio attraverso l’intelligenza delle situazioni e dei contesti, lungi dall’aprire al relativismo o alla sacralizzazione delle culture, permette al contrario un approccio più fine alla complessità del reale e all’intelligenza della fede… al servizio della missione.<br /><br />Dieser lange Spaziergang durch die kontextuelle Theologie ist entscheidend, weil er zeigt, dass die Reflexion über Mission und Inkulturation sich nicht mit leeren Phrasen und Parolen zufriedengeben darf. Die Auseinandersetzung mit Situationen und Kontexten, die keineswegs zu Relativismus oder der Sakralisierung von Kulturen führt, ermöglicht im Gegenteil einen differenzierteren Zugang zur Komplexität der Wirklichkeit und zur Intelligenz des Glaubens – im Dienst der Mission.<br /> Wed, 13 May 2026 13:06:35 +0200EUROPA/BELGEN - Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke im Amt bestätigthttps://www.fides.org/de/news/77681-EUROPA_BELGEN_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_im_Amt_bestaetigthttps://www.fides.org/de/news/77681-EUROPA_BELGEN_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_im_Amt_bestaetigtVatikanstadt – Kardinal Luis Antonio G. Tagle, Pro-Präfekt des Dikasteriums für die Evangelisierung hat am 5. Mai 2026 Pfarrer Théogène Havugimana aus dem Klerus der Diözese Nyundo für die kommenden fünf Jahre im Amt als Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Belgien bestätitgt .<br />EG <br />Wed, 13 May 2026 12:00:06 +0200ASIEN/KAMBODSCHA - Apostolischer Präfekt von Battambang: “Zur Beilegung des Konflikts zwischen Kambodscha und Thailand müssen alle einen Beitrag leisten”https://www.fides.org/de/news/77678-ASIEN_KAMBODSCHA_Apostolischer_Praefekt_von_Battambang_Zur_Beilegung_des_Konflikts_zwischen_Kambodscha_und_Thailand_muessen_alle_einen_Beitrag_leistenhttps://www.fides.org/de/news/77678-ASIEN_KAMBODSCHA_Apostolischer_Praefekt_von_Battambang_Zur_Beilegung_des_Konflikts_zwischen_Kambodscha_und_Thailand_muessen_alle_einen_Beitrag_leistenBattambang – „Wir dürfen weder Gleichgültigkeit noch Hass verfallen. Wir müssen friedliche Lösungen finden, um den Konflikt an der Grenze zu Thailand beizulegen und die volle Harmonie und Stabilität wiederherzustellen“, sagt Bischof Enrique Figaredo, der Apostolischer Präfekt von Battambang. In der Region leben infolge des Krieges an der Grenze zwischen Thailand und Kambodscha im Jahr 2025 zahlreiche Flüchtlinge. Die beiden Staaten unterzeichneten im Dezember 2025 einen Waffenstillstand und befinden sich derzeit in einer diplomatischen Pattsituation, die durch einen Waffenstillstand geregelt ist. Die großflächigen Kämpfe haben zwar aufgehört, aber die Grenzen bleiben geschlossen und die politischen Spannungen sind weiterhin sehr hoch.<br />Bischof Figaredo, der auch Präsident von Caritas Kambodscha ist, engagiert sich unermüdlich für die Tausenden von Menschen, die durch den Konflikt vertrieben wurden, und ermutigt sie. Seine Besuche an Orten und in Situationen der Unsicherheit sollen Mitgefühl und Solidarität durch materielle Hilfe zeigen, aber auch die Liebe Gottes zu den Schwächsten zum Ausdruck bringen.<br />Der Apostolische Präfekt von Battambang besuchte in den vergangenen Tagen vertriebene Familien, darunter auch eine christliche Familie aus Battambang, die kürzlich in eine von der Regierung bereitgestellte Notunterkunft im Bezirk Svay Chek in der Provinz Banteay Meanchey gezogen war, nachdem ihr Haus von thailändischen Soldaten angegriffen und besetzt worden war. Der Bischof berichtete: „Ich habe mit ihnen gebetet, wir haben in der Bibel gelesen, und ich habe ihr neues Zuhause gesegnet. Dieser Segen war nicht nur ein Wunsch nach Frieden und Wohlergehen, sondern auch eine Erinnerung daran, dass sie weiterhin unter dem ständigen und liebevollen Schutz des Herrn stehen.“<br />Bischof Figaredo hofft zudem auf die Wiedereröffnung aller Grenzübergänge, die von Tausenden Kambodschanern und Thailändern zur Arbeit genutzt wurden. „Dafür müssen wir jedoch Vertrauen und Verständnis auf der Grundlage gegenseitigen Respekts wiederherstellen. Wir appellieren an die Politiker, auf Hassreden zu verzichten und sich auf die Lösung des Konflikts zu konzentrieren“, sagte er. „Beide Seiten könnten heute vermeiden, sich auf unwichtige Details oder Differenzen zu konzentrieren und stattdessen das größere Wohl ihrer Völker in den Blick nehmen: ein Ende des Krieges und einen dauerhaften Frieden“, bemerkt er.<br /> „Der zunehmende Nationalismus in beiden Ländern hat die Situation verschärft, wobei historische Ansprüche instrumentalisiert werden, um nationale Unterstützung zu mobilisieren“, erklärt er.<br />Es gehe nicht nur um Territorialität. 1962 entschied der Internationale Gerichtshof zugunsten Kambodschas über die Souveränität über den Tempel von Preah Vihear, doch das umliegende Gebiet von etwa 4,6 Quadratkilometern blieb umstritten. „Neben den territorialen Fragen spielen Politik und Emotionen eine Rolle“, fügt der Apostolische Präfekt hinzu.<br />Dazu gehörten Faktoren wie „nationale Souveränität, Regierungsführung und historisches Erbe sowie emotionale Aspekte wie Nationalismus, Stolz und die sensible Geschichte der Beziehungen zwischen den beiden Ländern“.<br /> „In dieser Situation“, so der Präfekt, „kommt der Zivilgesellschaft und den Medien eine entscheidende Rolle zu, da sie dazu beitragen können, die Spannungen zwischen den beiden Ländern abzubauen – oder leider auch zu verschärfen.“ Daher „rufen wir zu gemeinsamen Anstrengungen auf, um hetzerische Rhetorik zu vermeiden und uns auf die Deeskalation der Lage zu konzentrieren.“ Die Negativität rund um den Konflikt, stellt er fest, „wurde durch Fehlinformationen und übertriebene Medienberichte angeheizt. Es ist dringend notwendig, den Kreislauf gegenseitiger Provokationen zu durchbrechen und einen neuen Ansatz zu fördern, der auf Respekt, Versöhnung und Frieden beruht. Jeder muss, kann und muss seinen Beitrag leisten – auf beiden Seiten der Grenze.“<br /> Wed, 13 May 2026 11:52:07 +0200AFRIKA/NIGERIA - Nach der Entführung im Februar: Pfarrer Nathaniel Asuwaye ist freihttps://www.fides.org/de/news/77679-AFRIKA_NIGERIA_Nach_der_Entfuehrung_im_Februar_Pfarrer_Nathaniel_Asuwaye_ist_freihttps://www.fides.org/de/news/77679-AFRIKA_NIGERIA_Nach_der_Entfuehrung_im_Februar_Pfarrer_Nathaniel_Asuwaye_ist_freiAbuja – Der am 7. Februar 2026 entführte Pfarrer Nathaniel Asuwaye ist freigelassen worden . Das Bistum Kafanchan teilte dies den Gläubigen am 12. Mai in einer Erklärung mit: „In tiefer Dankbarkeit gegenüber Gott geben wir die Freilassung von Pfarrer Nathaniel Asuwaye nach dreimonatiger Gefangenschaft bekannt.“ „Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können“, heißt Erklärung, die Fides vorliegt weiter, „dass Pfarrer Nathaniel nun in Sicherheit ist und die notwendige medizinische Versorgung erhält. Sein Zustand ist stabil, er ist guter Dinge und dankt für die Gebete und die Unterstützung.“ <br />Pfarrer Nathaniel ist Gemeindepfarrer der Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit in Karku im Verwaltungsbezirk Kaura im Bundesstaat Kaduna und wurde am frühen Morgen des 7. Februar zusammen mit zehn Gemeindemitgliedern von bewaffneten Männern aus seinem Pfarrhaus entführt . Bei dem Überfall wurden mindestens drei Menschen getötet.<br /> „Nach der Entführung“, erinnert sich das Bistum, „riefen wir die Gläubigen zum Gebet für seine Freilassung auf.“ „Ende April widmeten wir den Mai unaufhörlichen Gebeten während unserer jährlichen Andachten und anderer Gebete, insbesondere während der Heiligen Messe“ . „Gott, der jene nicht verlässt, die seinen Namen tragen und ihn anrufen, hat unsere Gebete erhört und die sichere Rückkehr von Pater Nathaniel gewährt“, schließt die Erklärung von Pater Jacob Shanet, dem Kanzler des Bistums.<br />Über das Schicksal der zehn weiteren Personen, die zusammen mit dem Priester entführt wurden, gibt es derzeit keine Neuigkeiten.<br />Nach der Freilassung von Pfarrer Nathaniel befinden sich mindestens zwei weitere Priester weiterhin in der Gewalt von Entführern. Es handelt sich um Pfarrer Joseph Igweagu aus dem Bistum Aguleri im Bundesstaat Anambra, der am 12. Oktober 2022 entführt wurde und Pfarrer Emmanuel Ezema aus der Diözese Zaria im Bundesstaat Kaduna, der am 2. Dezember 2025 entführt wurde .<br /> <br />Wed, 13 May 2026 11:51:05 +0200AFRIKA/MOSAMBIK - Weitere islamistische Übergriffe in der Provinz Cabo Delgado: Bischof von Quelimane bittet um Gebethttps://www.fides.org/de/news/77674-AFRIKA_MOSAMBIK_Weitere_islamistische_Uebergriffe_in_der_Provinz_Cabo_Delgado_Bischof_von_Quelimane_bittet_um_Gebethttps://www.fides.org/de/news/77674-AFRIKA_MOSAMBIK_Weitere_islamistische_Uebergriffe_in_der_Provinz_Cabo_Delgado_Bischof_von_Quelimane_bittet_um_GebetQuelimane – In der Provinz Cabo Delgado kommt es zu weiteren islamistischen Übergriffen. Jüngste Angriffe in Distrikten wie Nangade, Mocímboa da Praia und südlichen Gebieten richteten sich gegen Zivilisten, Soldaten, Missionare und Bergleute. Dabei wurden Menschen getötet, Häuser in Brand gesteckt und Hunderte vertrieben. Bei einem Überfall in Namacuili kamen mindestens vier Menschen ums Leben, während bewaffnete Gruppen die Distrikte Ancuabe und Macomia angreifen. „Die Lage scheint außer Kontrolle geraten zu sein“, sagte Bischof Osório Citora Afonso von Quelimane gegenüber Fides. „Die Angriffe dauern in denselben Gebieten an, und die Bevölkerung lebt in Angst. Besonders Frauen befinden sich in einer schwierigen Lage. Abgesehen von den Nachrichtenberichten geht die Zerstörung weiter; viele Opfer und Christen wurden getötet. Ich bitte alle, für uns zu beten“, so der Consolata-Missionar, der zugleich Apostolischer Administrator des Erzbistums Beira ist.<br />Insgesamt wurden über eine Million Menschen durch den Konflikt vertrieben. Die Kämpfe mit mosambikanischen und ruandischen Streitkräften dauern an, und es gibt Berichte über getötete Soldaten und Überfälle von Aufständischen. Zudem bleibt der Zugang zu humanitärer Hilfe schwierig. Das Nationale Institut für Katastrophenmanagement warnte, dass die humanitäre Hilfe in der nördlichen Provinz Cabo Delgado aufgrund einer Kombination aus Terroranschlägen, Überschwemmungen und Hochwasser, die dieselben Gemeinden betreffen, stark unter Druck steht. In einer von den lokalen Behörden veröffentlichten Erklärung sagte Marques Naba, der INGD-Delegierte in Cabo Delgado, dass die humanitäre Hilfe an ein „komplexes und gleichzeitig auftretendes Szenario“ angepasst werden müsse. Naba erklärte, dass von der aktuellen Regenzeit 4.570 Häuser betroffen waren, von denen 1.316 zerstört wurden. Unterdessen konnten mehr als 600.000 Menschen, die zuvor durch den Konflikt in Cabo Delgado vertrieben worden waren, in ihre Heimatgebiete zurückgekehrt. Die Regierung und regionale Streitkräfte sind aktiv im Einsatz, doch die Situation führt zu einer immer ernsteren humanitären Krise.<br /> Tue, 12 May 2026 14:23:16 +0200AMERIKA/KOLUMBIEN - Apostolischer Vikar von Tierradentro ernannthttps://www.fides.org/de/news/77675-AMERIKA_KOLUMBIEN_Apostolischer_Vikar_von_Tierradentro_ernannthttps://www.fides.org/de/news/77675-AMERIKA_KOLUMBIEN_Apostolischer_Vikar_von_Tierradentro_ernanntVatikanstadt – Papst Leo XIV. hat den bisherigen Pfarrer der Gemeinde des heiligen Antonius von Padova auf der Insel Kiriwina und der Pfarrei des seligen Johannes Mazzuconi auf der Insel Woodlark zum Apostolischen Vikar von Tierradentro ernannt. <br />Bischof Homero Marín Arboleda wurde am 17. November 1959 in Circasia in Kolumbien, geboren. Er studierte Philosophie am Priesterseminar „La Milagrosa“ in Medellín und Theologie am Priesterseminar „Villa Paúl“. Am 21. November 1987 wurde er für die Kongregation der Mission zum Priester geweiht.<br />Danach hatte er folgende Ämter inne und absolvierte weitere Studien: Pfarrvikar und Pfarrer in Vitoncó ; Vizerektor und Dozent am Priesterseminar „Páez Indígena“ ; Pfarrer von Willa ; Rektor des Kleinen Seminars von Páez, Dozent am Großen Seminar; kanonisches Lizenziat in Missionswissenschaft an der Päpstlichen Universität Urbaniana in Rom ; Provinzialrat in Kolumbien ; Ausbilder am Priesterseminar „Páez Indígena“ und Rektor des Großen Seminars „La Milagrosa“ in Medellín ; Vizerektor des Seminars in Bomana, Papua-Neuguinea ; Pfarrer der Pfarrei „Holy Name of Jesus“ in Bomana ; Oberer der Lazaristen-Mission in Papua-Neuguinea ; Pfarrer der Pfarrei des heiligen. Antonius von Padua auf der Insel Kiriwina und der Pfarrei des seligen Johannes Mazzucconi auf der Insel Woodlark .<br /> Tue, 12 May 2026 13:47:20 +0200AFRIKA/GHANA - Apostolisches Vikariat Donkorkrom in den Rang einer Diözese erhoben und erster Bischof ernannthttps://www.fides.org/de/news/77676-AFRIKA_GHANA_Apostolisches_Vikariat_Donkorkrom_in_den_Rang_einer_Dioezese_erhoben_und_erster_Bischof_ernannthttps://www.fides.org/de/news/77676-AFRIKA_GHANA_Apostolisches_Vikariat_Donkorkrom_in_den_Rang_einer_Dioezese_erhoben_und_erster_Bischof_ernanntVatikanstadt – Papst Leo XIV. hat das Apostolische Vikariat Donkorkrom in den Rang einer Diözese erhoben und sie der Erzdiözese Accra als Suffraganbistum unterstellt und den bisherigen Apostolischen Vikar von Donkorkrom, John Alphonse Asiedu , zum ersten Bischof der neuen Diözese ernannt.<br />La Diocesi di Donkorkrom si trova nella parte orientale del Ghana. Si estende su una superficie di 5.040 km² e conta una popolazione di 228.754 abitanti, di cui 37.462 cattolici. La Diocesi comprende 9 parrocchie, 14 Istituti di educazione e 3 istituti di beneficenza. Vi operano 14 sacerdoti diocesani, 8 sacerdoti religiosi e 22 religiose; i seminaristi sono 2.<br />Das Bistum Donkorkrom liegt im Osten Ghanas. Es umfasst eine Fläche von 5.040 km² und hat 228.754 Einwohner, von denen 37.462 katholisch sind. Zum Bistum gehören neun Pfarreien, 14 Bildungseinrichtungen und drei karitative Einrichtungen. Es gibt 14 Diözesanpriester, acht Ordenspriester und 22 Ordensschwestern; außerdem gibt es zwei Seminaristen.<br /> <br />Tue, 12 May 2026 13:35:22 +0200ASIEN/CHINA - Neue Kirche in der Diözese Wenzhou ist der heiligen Therese von Lisieux gewidmethttps://www.fides.org/de/news/77673-ASIEN_CHINA_Neue_Kirche_in_der_Dioezese_Wenzhou_ist_der_heiligen_Therese_von_Lisieux_gewidmethttps://www.fides.org/de/news/77673-ASIEN_CHINA_Neue_Kirche_in_der_Dioezese_Wenzhou_ist_der_heiligen_Therese_von_Lisieux_gewidmetWenzhou – Die Weihe und Eröffnung einer neuen Kirche, die der heiligen Therese von Lisieux, der Schutzpatronin der Missionen, gewidmet ist, markiert einen Neuanfang für das Glaubensleben und das Engagement der katholischen Gemeinde Zhaoyang, die zur Pfarrei Shuitou im Bezirk Pingyang in der Provinz Zhejiang gehört. Die kleine Küstengemeinde im Bistum Wenzhou, die seit jeher hauptsächlich aus Fischerfamilien besteht, feierte am 4. Mai die Weihe und Eröffnung der neuen Pfarrkirche.<br />Rund 2000 Gemeindemitglieder nahmen an den Feierlichkeiten teil. Pfarrer Hu Longjian zelebrierte den Dankgottesdienst, der vom Gemeindepfarrer Lin Shengli und 20 weitere Diözesanpriestern konzelebriert wurde, die sich sich um den Altar, vor der Statue der heiligen Therese, die über den Weg der Gemeinde wachen wird, versammelt hatten.<br />Die neue Kirche ist feierlich und zugleich schlicht und lädt zur Besinnung ein. <br />Mitglieder der Gemeinde hatten lange den Wunsch geäußert, die neue Kirche der Heiligen des „Kleinen Weges“ zu weihen. Der Bau und die Weihe der neuen Kirche sind zugleich ein Zeugnis des Glaubens.<br />Wie der Gemeindepfarrer betont, hat der katholische Glaube in der Region Zhaoyang eine lange Geschichte. Die Getauften leben ihre Zugehörigkeit zur katholischen Kirche mit Einfachheit und Freude im Alltag, indem sie einander helfen und kleine Werke der Nächstenliebe vollbringen. In diesem Sinne verbindet sie seit jeher eine gemeinsame Verehrung für die heilige Therese, deren Vorbild ihnen Trost spendet und die Demut, Hingabe und Nächstenliebe der kleinen Gemeinde perfekt widerspiegelt.<br />Die Kirche konnte dank des Engagements der Diözesanpriester und der geistlichen und materiellen Großzügigkeit aller Gläubigen entstehen, die nach ihren Möglichkeiten durch Spenden und Arbeit beitrugen. Nun findet die gesamte Gemeinde in der Kirche einen Ort zum Beten, zum Empfang der Sakramente und zur Erfahrung geschwisterlicher Gemeinschaft angesichts der Anforderungen und Herausforderungen des Alltags.<br /> Tue, 12 May 2026 13:28:06 +0200OZEANIEN/AUSTRALIEN - Kardinal Bo über die Arbeit der Päpstlichen Missionswerke: “Nicht nur Nächstenliebe, sondern Gemeinschaft”https://www.fides.org/de/news/77671-OZEANIEN_AUSTRALIEN_Kardinal_Bo_ueber_die_Arbeit_der_Paepstlichen_Missionswerke_Nicht_nur_Naechstenliebe_sondern_Gemeinschafthttps://www.fides.org/de/news/77671-OZEANIEN_AUSTRALIEN_Kardinal_Bo_ueber_die_Arbeit_der_Paepstlichen_Missionswerke_Nicht_nur_Naechstenliebe_sondern_GemeinschaftSydney – Nicht nur Nächstenliebe, sondern Gemeinschaft. So definierte der Erzbischof von Yangon Kardinal Charles Maung Bo, das Egagement der Nationaldirektion der Päpstlichen Missionswerke in Australien zugunsten der Menschen in Myanmar. Er tat dies bei der Eröffnung der alle zwei Jahre stattfindenden Vollversammlung der Australischen Bischofskonferenz, an der er vergangene Woche teilnahm.<br />Der Erzbischof von Yangon erläuterte, wie Myanmar gleichzeitig Wirtschafts-, Beschäftigungs-, Sozial-, Gesundheits- und Bildungskrisen durchlebt. „Ihre Solidarität ist keine abstrakte Idee; sie ist ein Licht in der Dunkelheit“, sagte er. „Ihre Unterstützung erinnert unser leidendes Volk daran, dass es von der Weltkirche nicht vergessen ist.“ Der Kardinal, ein Salesianer Don Boscos, fügte hinzu, dass das Jubiläum anlässlich der Einführung des Weltmissionssonntags vor 100 Jahren uns daran erinnere, dass Mission „nicht nur die Arbeit von Missionaren ist, sondern die Verantwortung der gesamten Kirche“. Kardinal Bo bat um Gebete für die Menschen in Myanmar und leitete anschließend gemeinsam mit den Bischöfen eine kurze Zeremonie zur Amtseinführung des neuen Nationaldirektors von „Catholic Mission“, Peter Gates.<br /> „Die Anwesenheit von Kardinal Bo inmitten aller australischen Bischöfe und seine Zusammentreffen mit so vielen Australiern während seines Besuchs verkörperten durch Gesten, Worte und Taten das von Papst Leo XIV. gewählte Thema des Weltmissionssonntags: ‚Eins in Christus, vereint in der Mission‘“, sagte Peter Gates gegenüber Fides. „Diese Momente der Gnade“, fügte Gates hinzu, „waren wunderbare Zeichen der Hoffnung für alle und für eine Welt, die so dringend Einheit, Frieden und Liebe braucht.“<br /> Tue, 12 May 2026 12:54:02 +0200ASIEN/PHILIPPINEN - Bischöfe zum Amtsenthebungsverfahren gegen Sara Duterte: "Wahrheit soll ans Licht kommen und Gerechtigkeit siegen“https://www.fides.org/de/news/77672-ASIEN_PHILIPPINEN_Bischoefe_zum_Amtsenthebungsverfahren_gegen_Sara_Duterte_Wahrheit_soll_ans_Licht_kommen_und_Gerechtigkeit_siegenhttps://www.fides.org/de/news/77672-ASIEN_PHILIPPINEN_Bischoefe_zum_Amtsenthebungsverfahren_gegen_Sara_Duterte_Wahrheit_soll_ans_Licht_kommen_und_Gerechtigkeit_siegenManila – Das Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsidentin Sara Duterte sei „ein demokratischer Beweis für Rechenschaftspflicht“ und keine „politische Verfolgung“, bemerkte Bischof José Colin Bagaforo, Bischof von Kidapawan und Koordinator des „Interreligiösen Rates der Führungskräfte für nationalen Wandel“, in dem sich Vertreter kirchlicher Gemeinschaften, zivilgesellschaftlicher Organisationen sowie von Verbänden, Gewerkschaften und Studentenbewegungen zusammenschließen, um die Öffentlichkeit mit landesweiten Initiativen für das Problem der Korruption zu sensibilisieren.<br />Das Repräsentantenhaus hat nach einem ersten Amtsenthebungsverfahren im Jahr 2025 zum zweiten Mal ein Amtsenthebungsverfahren zulasten der Vizepräsidentin Sara Duterte gebilligt. Die Anklagepunkte wegen Korruption, Bestechung, Schmiergeldzahlungen, illegalem Vermögen, Veruntreuung öffentlicher Gelder und Bedrohung des philippinischen Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. wurden wieder aufgenommen. Die Abgeordneten stimmten mit 257 Ja-Stimmen, 25 Nein-Stimmen und 9 Enthaltungen für die Amtsenthebungsklage gegen Sara Duterte, die Tochter des ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte. Bestätigt der Senat das Verfahren, wird Sara Duterte ihres Amtes enthoben und dauerhaft von der Bekleidung öffentlicher Ämter ausgeschlossen, was ihre politische Karriere faktisch beendet. Bereits 2025 wurde Sara Duterte wegen anderer Vorwürfe angeklagt, das Verfahren jedoch vom Obersten Gerichtshof aus formalen Gründen eingestellt.<br />In einer öffentlichen Erklärung bemerkte Bischof Bagaforo: „Ein Amtsenthebungsverfahren ist ein verfassungsmäßiges und demokratisches Verfahren, das sicherstellen soll, dass Amtsträger, denen umfassende Macht anvertraut ist, dem Volk gegenüber rechenschaftspflichtig bleiben.“ Er betonte, dass „kein Bürger ein faires Verfahren fürchten sollte.“ Laut Bischof Bagaforo, der auch Präsident der Bischöflichen Kommission für Interreligiösen Dialog ist, sollte Sara Duterte dieses Verfahren als „Chance zur öffentlichen Rehabilitierung ihres Namens“ begreifen, während eine Ablehnung „das Vertrauen in die Regierung weiter untergraben könnte, insbesondere in einem Land, das seit Langem von Korruptionsvorwürfen geplagt wird.“ Er hoffe, dass Regierung, Zivilgesellschaft, Justiz und Öffentlichkeit zusammenarbeiten, damit „das Amtsenthebungsverfahren friedlich und transparent abläuft“ und „die Wahrheit ans Licht kommt und Gerechtigkeit siegt.“<br />In dieser Phase der philippinischen Geschichte stehe die Zukunft der Nation auf dem Spiel, erklärte der baptistische Abgeordnete Bienvenido Abante, der betonte, dass es in dem Verfahren um die Frage gehe, ob man noch immer glaube, dass niemand über dem Gesetz stehe. <br />Der Fall geht nun an den Senat, ein Gremium mit 24 Mitgliedern, von denen mehr als die Hälfte nach den Zwischenwahlen 2025 als Unterstützer und Verbündete der Familie Duterte gelten. Für eine Amtsenthebungsverfahren wären mindestens zwei Drittel der Senatoren, also 16 Stimmen, erforderlich. <br />In einer am heutigen 12. Mai veröffentlichten Erklärung appellierte die katholische Bischofskonferenz der Philippinen an die Senatoren, ihrer verfassungsmäßigen Pflicht nachzukommen, indem sie das Verfahren fortsetzten, die Beweise anhörten und den Fall auf der Grundlage von Wahrheit, Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit entschieden. Die Bischöfe appellieren an die Senatoren mit der Bitte, „dass der Prozess nicht verzögert wird und dass der Senat so schnell wie möglich als Amtsenthebungstribunal einberufen wird“, heißt es in der vom Vorsitzenden der philippinischen Bischofskonferenz, Erzbischof Gilbert Garcera, unterzeichneten Stellungnahme.<br />Die Bischöfe warnen die Senatoren vor Handlungen, die als „Verletzung der verfassungsmäßigen Pflichten“ oder „Schwächung des Vertrauens in die demokratischen Institutionen während eines politisch brisanten nationalen Prozesses“ ausgelegt werden könnten.<br />Die philippinischen Bischöfe rufen die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, „wachsam zu bleiben, die Entwicklungen zu verfolgen und sich gegen Fehlinformationen und Falschmeldungen im Zusammenhang mit dem Amtsenthebungsverfahren zu wehren“. „Unser tiefster Wunsch und unser innigstes Gebet ist, dass die Wahrheit ans Licht kommt“, erklären sie. Unter Bezugnahme auf das Fest Unserer Lieben Frau von Fatima am 13. Mai riefen die Bischöfe zum Gebet für die politischen Führer und die gesamte Nation auf.<br />Beobachter weisen darauf hin, dass dieser Fall den Konflikt zwischen den Familien Duterte und Marcos verdeutlicht: Obwohl Vertreter beider Clans, Ferdinand Marcos Jr. und Sara Duterte, 2022 gemeinsam kandidierten und die Präsidentschaftswahl gewannen, gerieten die beiden Familien anschließend politisch aneinander. Die Kluft vertiefte sich nach der Verhaftung des ehemaligen Präsidenten Rodrigo Duterte, der von der Marcos-Regierung unterstützt wurde. Er wurde aufgrund eines Haftbefehls des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag wegen Morden im Zusammenhang mit seinem Anti-Drogen-Kampf verhaftet. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen.<br /> Tue, 12 May 2026 12:53:20 +0200AFRIKA/NAMIBIA - Apostolischer Vikar von Rundu ernannthttps://www.fides.org/de/news/77669-AFRIKA_NAMIBIA_Apostolischer_Vikar_von_Rundu_ernannthttps://www.fides.org/de/news/77669-AFRIKA_NAMIBIA_Apostolischer_Vikar_von_Rundu_ernanntVatikanstadt – Papst Leo XIV. hat den bisherigen Apostolischen Administrator des Vikariats, Pater Linus Ngenomesho , zum Apostolischen Vikar des Apostolischen Vkariats Rundu ernannt.<br />Bischof Linus Ngenomesho wurde am 22. August 1969 in Omatando im Erzbistum Windhoek geboren. Er studierte Philosophie und Theologie am „St. Joseph’s Oblates Scholasticat“ in Cedera in Südafrika. Am 26. Januar 2002 wurde er zum Priester der Kongregation der Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria geweiht.<br />Danach hatte er folgende Ämter inne: Pfarrvikar in Gobabis und stellvertretender Novizenmeister im OMI-Ausbildungshaus in Dabra ; Provinzialrat der Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria der Provinz Namibia ; Direktor des OMI-Ausbildungshauses und Pfarrer von St. Bonifatius in Windhoek ; Dekan des Dekanats Windhoek ; Mitglied des Konsultorenkollegiums der Erzdiözese Windhoek ; Pfarrer der Gemeinde „St. Peter Claver“ in Ukahandja ; Provinzialoberer der Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria der Provinz Namibia und Präsident der OMI-Region für Afrika und Madagaskar . Generalsekretär der Bischofskonferenz von Namibia ; seit 2020 Apostolischer Administrator des Apostolischen Vikariats Rundu.<br /> Mon, 11 May 2026 13:23:08 +0200AFRIKA/TSCHAD - Zivilisten sterben bei Angriffen der Luftwaffe auf Dschihadistenhttps://www.fides.org/de/news/77668-AFRIKA_TSCHAD_Zivilisten_sterben_bei_Angriffen_der_Luftwaffe_auf_Dschihadistenhttps://www.fides.org/de/news/77668-AFRIKA_TSCHAD_Zivilisten_sterben_bei_Angriffen_der_Luftwaffe_auf_DschihadistenN’Djamena – Flugzeuge der tschadischen Streitkräfte haben nigerianische Dschihadisten der Boko-Haram am Ufer des Tschadsees angegriffen, wobei es zivile Opfer gab.<br />Lokalen Quellen zufolge wurden bei den Bombenangriffen mehrere Dutzend Fischer getötet, die – mit der Erlaubnis der Dschihadisten – weiterhin ihre Netze im See auswarfen, der an Tschad, Niger und Nigeria grenzt. Mindestens 40 Fischer werden vermisst.<br />Die Luftangriffe, die seit dem 8. Mai andauern, sind eine Reaktion auf einen Angriff der Dschihadisten auf tschadische Soldaten am 4. Mai, bei dem 23 Soldaten getötet wurden. Am 6. Mai starben bei einem weiteren Gefecht am Ufer des Tschadsees mindestens 27 Menschen, darunter 11 Soldaten und 16 Dschihadisten.<br />Neben der Präsenz von Dschihadisten rührt die Instabilität in der Tschadseeregion von Konflikten zwischen Bauern und Hirten her, die weite Gebiete im Süden, Zentrum und Osten des Landes betreffen. Insbesondere Mitglieder der Zaghawa-Volksgruppen werden beschuldigt, das Vieh der lokalen Bevölkerung in der Seeregion zu plündern, wobei sie angebliche von hochrangigen Armeeangehörigen geschützt werden. Die Angriffe auf tschadische Soldaten werden mutmaßlich nicht nur von Dschihadisten, sondern auch von lokalen Hirten verübt, deren Vieh gestohlen wurde. <br />Schätzungen von Analysten zufolge haben Konflikte zwischen Bauern und Hirten zwischen 2021 und 2024 über tausend Tote und etwa zweitausend Verletzte gefordert. <br />Am Ende des Regina Caeli-Gebets hat Papst Leo XIV. an diesem Sonntag an die Unsicherheit in mehreren Sahelstaaten erinnert. „Mit Besorgnis habe ich die Nachrichten über die zunehmende Gewalt in der Sahelzone zur Kenntnis genommen, insbesondere im Tschad und in Mali, die von den kürzlich erfolgten Terroranschlägen betroffen sind. Ich versichere den Opfern mein Gebet zu und bin in Gedanken bei all jenen, die leiden. Ich ersehne das Ende jeder Form von Gewalt und unterstütze alle Bemühungen um Frieden und Entwicklung in diesem geschätzten Land“, so der Papst wörtlich.<br /> Mon, 11 May 2026 13:16:10 +0200Am Vorabend des Muttertags: Chinesisch katholische Gemeinden feiern “unsere liebe Frau von China”https://www.fides.org/de/news/77667-Am_Vorabend_des_Muttertags_Chinesisch_katholische_Gemeinden_feiern_unsere_liebe_Frau_von_Chinahttps://www.fides.org/de/news/77667-Am_Vorabend_des_Muttertags_Chinesisch_katholische_Gemeinden_feiern_unsere_liebe_Frau_von_ChinaPeking – Jedes Jahr am zweiten Samstag im Mai – dem Tag vor dem Muttertag im Marienmonat – feiert die Kirche in China ein besonderes Fest zu Ehren der „Himmlischen Mutter Chinas“.<br />Dieses Fest erinnert an die Entscheidung, China Unserer Lieben Frau von Donglv zu weihen, ein Gelübde, das die Bischöfe des Ersten Chinesischen Konzils 1924 in Shanghai einstimmig ablegten.<br />Die Einführung des Festes war ein bedeutsames Zeichen der Marienverehrung, die viele chinesische Katholiken prägt. Am 8. Dezember 1941 entsprach Papst Pius XII. dem Wunsch der chinesischen Bischöfe und führte das große Fest zu Ehren der „Königin von China“ offiziell ein. Die Bischöfe daraufhin die Gottesmutter von Donglv im Marienheiligtum der Provinz Hebei zur „Unserer lieben Frau von China und Himmlischen Königin des chinesischen Volkes“.<br />In den letzten Jahrzehnten hat sich die Marienverehrung der chinesischen Katholiken trotz wechselvoller Zeiten weitere Ausdrucksformen gezeigt, und die Feierlichkeiten zu Ehren Marias, der Königin von China, sind heute mit dem Muttertag verbunden. Es entstanden weibliche Ordensgemeinschaften, die der Himmlischen Mutter gewidmet sind, wie beispielsweise die Kongregation der Missionarinnen der Himmlischen Mutter der Diözese Yanggu in Shandong. Sie wurde 1940, während des Krieges, von dem ersten chinesischen Kardinal, Thomas Tien Ken-sin, der aus der Provinz Shandong stammt, gegründet.<br />Jedes Jahr am Fest der Schutzpatronin nehmen die Generaloberin und die Ordensfrauen an der eucharistischen Anbetung, dem gemeinsamen Rosenkranzgebet und dem Barmherzigkeitsrosenkranz sowie einer Marienprozession teil.<br />Am 9. Mai trafen sich die Rosenkranzgruppen der Pfarrei Nanxi in der Diözese Wenzhou im Anschluss an den feierlichen Dankgottesdienst zu Ehren Unserer Lieben Frau von China zu einem Glaubenskurs zur Figur der Gottesmutter. Der Gemeindepfarrer, ein Einheimischer, konnte die Geschichte der Marienverehrung im lokalen Dialekt auch den Älteren verständlich erklären und hob Maria als Vorbild und Trost für alle Mütter in ihrer wichtigen Aufgabe hervor, ihre Kinder auf ihrem Glaubensweg zu begleiten und ihnen zu helfen, ihre Berufung zu entdecken. „Es gibt kein wirksameres Gebet als den Rosenkranz“, sagte der Pfarrer und schloss das Treffen mit dem gemeinsamen Gebet zu Ehren Unserer Lieben Frau von China ab.<br />In den Pfarreien der Provinz Jiangxi erhielten am Muttertag, dem 10. Mai, viele Mütter Geschenke und Blumensträuße. Priester und Laien besuchten die Mütter in den Krankenhäusern.<br />Auch im Bistum Peking feierte jede Pfarrei neben der feierlichen Eucharistiefeier den Muttertag mit der Verteilung von Geschenken als Zeichen der Dankbarkeit. In der Erlöserkathedrale erhielt jede Mutter ein kleines Säckchen mit einer Pflanze und einer Grußkarte, während in der Kirche des Bistumsseminars Porzellangeschirr verschenkt wurde.<br />Mon, 11 May 2026 13:05:43 +0200ASIEN/INDONESIEN - Nach siebzehn Jahren kehren Kamillianer nach Bolawolon zurück: „Wo alles begann“https://www.fides.org/de/news/77666-ASIEN_INDONESIEN_Nach_siebzehn_Jahren_kehren_Kamillianer_nach_Bolawolon_zurueck_Wo_alles_begannhttps://www.fides.org/de/news/77666-ASIEN_INDONESIEN_Nach_siebzehn_Jahren_kehren_Kamillianer_nach_Bolawolon_zurueck_Wo_alles_begannKupang – Der 3. Mai 2026 wird für die Kamillianer Indonesiens und die Pfarrgemeinde Bolawolon auf der Insel Flores ein historisches und bedeutsames Datum bleiben. In einer feierlichen Zeremonie wurde Pater Andrea Yobe offiziell als erster Pfarrer des Kamillianer-Ordens in der Gemeinde Bolawolon in sein Amt eingeführt. Damit begann ein neues Kapitel für die Kamillianer-Missionare in der Diözese Maumere.<br /><br />Diesen berichtet Pater Luigi Galvani gegenüber Fides, der selbst jahrelang auf der Insel Flores lebte und arbeitete, und heute im „St. Camillus Social Center“ in Kupang in West-Timor tätig ist.<br /><br />„Für viele hatte diese Rückkehr der Kamillianer nach Bolawolon den Charakter einer ‚Rückkehr nach Emmaus‘. Vor 17 Jahren begannen die Kamillianer, mich eingeschlossen, in dieser Pfarrei ihre Tätigkeit in Indonesien, nachdem sie von den Philippinen gekommen waren“, bemerkt er. „Hier unternahmen sie ihre ersten Schritte und konzentrierten sich vor allem auf die Berufungsförderung und verschiedene soziale Wohlfahrtsaktivitäten.“<br /><br />„Wenn man heute auf ihren Weg in Indonesien zurückblickt, kann man wahrlich von einer von der göttlichen Vorsehung gesegneten Geschichte sprechen. In nur siebzehn Jahren ist die Präsenz der Kamillianer in Indonesien mit positiver und vorausschauender Entwicklung gewachsen, die heute konkrete und vielversprechende Früchte trägt“, so Pater Galvani. „Derzeit zählt die Delegation der Kamillianer 24 junge Priester, 6 Diakone, 25 Theologiestudierende, 8 Novizen und mehr als 40 Seminaristen im Philosophiestudium, die sich auf vier Priesterseminare verteilen. Diese Zahlen zeugen nicht nur vom institutionellen Wachstum, sondern vor allem vom Mut so vieler junger Menschen, die sich entschieden haben, ihr Leben im Geiste des heiligen Kamillus von Lellis dem Dienst an Gott und den Kranken zu widmen“.<br /><br />Neben der religiösen Ausbildung haben die Kamillianer auch bedeutende soziale und seelsorgerische Initiativen auf den Weg gebracht. „Die beiden Gemeindezentren in Maumere und Kupang sind mittlerweile zu wichtigen Anlaufstellen für Treffen, Seminare und Bildungsprogramme geworden, die sich insbesondere an junge Menschen richten. Hinzu kommt ein positiver missionarischer Impuls, der das Wachstum der Mission der Kamillianer in Indonesien bezeugt. Zwei junge Missionare wurden bereits nach Taiwan und zwei weitere nach Australien entsandt – ein Zeichen für eine junge Gemeinschaft, die sich nicht nur um sich selbst kümmert, sondern auch den Wunsch verspürt, die empfangene Gabe über ihre Grenzen hinaus weiterzugeben. Derselbe Geist prägt auch das Engagement für die Berufungsförderung in Pakistan und Osttimor“, heißt es in dem Bericht.<br /><br />Die neue Aufgabe, die den Kamillianern in der Pfarrei Bolawolon anvertraut wurde, gewinnt im Kontext der Diözese Maumere, einer lebendigen Kirche mit vielen Berufungen, noch an Bedeutung. Die Diözese umfasst 42 Pfarreien und 61 Diözesanpriester sowie 60 Ordensinstitute, davon 17 für Männer und 43 für Frauen. Sie ist eine dynamische, missionsorientierte Kirche, die tief im Glauben der Bevölkerung der Insel Flores verwurzelt ist.<br /><br />„Die Amtseinführung von Pater Andrea“, so Pater Galvani abschließend, „ist nicht bloß eine Ernennung durch die Gemeinde, sondern ein Symbol für eine wachsende Mission und einen hoffnungsvollen Traum. Die Kamillianer kehren nicht als Fremde nach Bolawolon zurück, sondern als Söhne und Töchter, die die Heimat wiederentdecken, wo alles begann. Von hier aus setzen sie ihre Missionsreise fort, blicken mit neuem Enthusiasmus in die Zukunft und sind bestrebt, im Dienst an der Kirche, den Armen und Kranken zu wachsen. Alles Weitere vertrauen sie wie immer Gott an, der in all den Jahren still jeden Schritt ihrer Mission geleitet hat.“<br /> <br />Mon, 11 May 2026 12:46:01 +0200AFRIKA/NIGERIA - Bischof von Wukari: “Seit September über 98.000 Vertriebene, 217 zerstörte Kirchen und über 100 Tote“https://www.fides.org/de/news/77665-AFRIKA_NIGERIA_Bischof_von_Wukari_Seit_September_ueber_98_000_Vertriebene_217_zerstoerte_Kirchen_und_ueber_100_Totehttps://www.fides.org/de/news/77665-AFRIKA_NIGERIA_Bischof_von_Wukari_Seit_September_ueber_98_000_Vertriebene_217_zerstoerte_Kirchen_und_ueber_100_ToteAbuja – „Seit September wurden über 98.000 Menschen, darunter 16 Priester, aufgrund der anhaltenden Gewalt im südlichen Teil des Bundesstaates Taraba vertrieben, während 217 Kirchen vollständig zerstört wurden“, berichtet Bischof Mark Maigida Nzukwein von Wukari in einer Erklärung, die im Anschluss an die dritte Generalversammlung der Diözese veröffentlicht wurde. „Auch die Wohnungen von acht Priestern wurden verwüstet, und Schätzungen zufolge wurden über 100 Menschen getötet“, heißt es in der Erklärung. Zu den zuletzt angegriffenen Kirchen gehört die „Saint James the Great Catholic Church“ in Adu im Distrikt Takum . Ein Brand beschädigte am 4. März die Marienkathedrale in Wukari schwer . <br />Die Gewalt betrifft vor allem Gebiete wie den Distrikt Chanchanji in im Verwaltungsbezirk Takum sowie die Bezirke Ussa und Donga.<br />Diese Angriffe auf ländliche Gemeinden werden höchstwahrscheinlich von Banden Hirten aus dem Volk der Fulani verübt, die vorwiegend christliche oft von der Volkgsgruppe der Tiv bewohnte Dörfer ins Visier nehmen. Nachdem sie Häuser, Kirchen und andere Gebäude zerstört haben, besetzen die Angreifer oft illegal das Land der geflohenen Bewohner. Die Überfälle der Hirten verschärfen den jahrhundertealten Landkonflikt zwischen den Tiv und den Jukun .<br />Am 12. Februar dieses Jahres demonstrierten Geistliche der Diözesen Wukari und Jalingo und forderten ein sofortiges Eingreifen der Regierung, um die Welle von Morden, Entführungen und Zerstörungen zu stoppen, die christliche landwirtschaftliche Gemeinden, insbesondere die Tiv-Bevölkerung im südlichen Taraba, betrifft . Am Rande der Demonstration berichtete die Diözese Wukari: „Bislang wurden mehr als 80 Menschen getötet, viele weitere verletzt, über 200 Gemeinden und Kirchen zerstört und über 90.000 Christen zur Flucht gezwungen.“ <br />Knapp drei Monate später sind diese Zahlen trotz dringender Appelle an die Behörden, die Sicherheit der Bevölkerung in den betroffenen Gebieten wiederherzustellen, weiter gestiegen.<br /> <br />Mon, 11 May 2026 11:31:17 +0200ASIEN/INDIEN - Neue Föderation der Kirchen in Indien will “die drängendsten Probleme des Landes angehen”https://www.fides.org/de/news/77664-ASIEN_INDIEN_Neue_Foederation_der_Kirchen_in_Indien_will_die_draengendsten_Probleme_des_Landes_angehenhttps://www.fides.org/de/news/77664-ASIEN_INDIEN_Neue_Foederation_der_Kirchen_in_Indien_will_die_draengendsten_Probleme_des_Landes_angehenBangalore – Die Föderation der Kirchen in Indien ist der neue nationale ökumenische Dachverband christlicher Kirchen aller Konfessionen in Indien. Sie wurde am 8. Mai im Rahmen des vierten nationalen ökumenischen Treffens von Bischöfen und christlichen Führungskräften in Bangalore gegründet. „Sie ist eine Plattform, die den ökumenischen Dialog stärken wird, indem sie die drängendsten Probleme des Landes angeht und als geeinte Front die Anliegen der christlichen Gemeinschaft in Indien im aktuellen Kontext berücksichtigt“, erklärt Pater Anthoniraj Thumma, Sekretär für Ökumene in der Katholischen Bischofskonferenz und Koordinator des ökumenischen Treffens der indischen Bischöfe, gegenüber Fides.<br />Das neue Gremium habe sich zum Ziel gesetzt, „die Gemeinschaft und Geschwisterlichkeit im Herrn Jesus Christus unter den Bischöfen und Kirchenoberhäuptern auf nationaler Ebene zu fördern. Die Gründung der NFCI ist ein bedeutender Schritt hin zur christlichen Einheit, ein Meilenstein im ökumenischen Prozess und ein neues Kapitel in der Geschwisterlichkeit und Solidarität der Kirchen in Indien“, heißt es in einer Erklärung, die Fides vorliegt.<br />„Angesichts der kritischen Lage der Kirchen in Indien, die mit zahlreichen Herausforderungen und Schwierigkeiten wie Gewalt gegen Priester, Pastoren und Gläubige, strengen Anti-Konversionsgesetzen in einigen Bundesstaaten und Versuchen der Veruntreuung von Kirchenvermögen konfrontiert sind, bestand dringender Bedarf an einer gemeinsamen Front zur Bewältigung dieser Probleme. Nach zweijährigen Diskussionen über ihre Gründung und die Ausarbeitung ihrer Richtlinien wurde die NFCI nun offiziell ins Leben gerufen“, so Thumma.<br />Der Verband werde die Kirchen in der Öffentlichkeit vertreten und „ein einheitliches Bild des Christentums präsentieren sowie als die Stimme der christlichen Gemeinschaft gegenüber dem Land fungieren“, fügt er hinzu. „Er wird die Zusammenarbeit gefördert und die sichtbare Einheit der Mitgliedskirchen gestärkt, wobei deren Identität, Traditionen und Strukturen respektiert werden. Und man wird sich mit den Anliegen der Kirchen und der christlichen Gemeinschaft in Indien befassen.“<br />Im Vergleich zu den bereits bestehenden Foren und Gremien kirchlicher Gemeinschaften im Land zeichne sich die Föderation dadurch aus, dass „keines von ihnen alle Kirchen umfassend einbezieht“; außerdem „sie ist ausschließlich Bischöfen und kirchlichen Führungskräften gewidmet“. <br />Die erste Initiative der Föderation war ein ökumenischer Gebetsgottesdienst für die Einheit der Christen, der auf den anlässlich der Gebetswoche für die Einheit der Christen gemeinsam vom Dikasterium für die Einheit der Christen und dem Ökumenischen Rat der Kirchen erarbeiteten Impulsen basierte. Die Begrüßungsansprache bei der Gründungsversammlung hielt Kardinal Anthony Poola, Erzbischof von Hyderabad und Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz. Er betonte die drängenden Probleme der christlichen Glaubensgemeinschaft und unterstrich die Notwendigkeit der Einheit der Kirchen, um diese wirksam anzugehen. „Es ist wichtig, aufeinander zuzugehen und sich als Christen zu vereinen, um ein besseres Verständnis der Wahrheit zu erlangen und im Geiste der Gemeinschaft und Geschwisterlichkeit zusammenzuarbeiten.“ Kardinal Anthony Poola wurde zum ersten Präsidenten der neuen Föderation gewählt.<br /> Mon, 11 May 2026 11:03:53 +0200