Fides News - German (Standard)https://www.fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. AMERIKA/KOLUMBIEN - Woche des Gebets für geistliche Berufungen 2026: “Jesus beruft in der Gemeinschaft”https://www.fides.org/de/news/77609-AMERIKA_KOLUMBIEN_Woche_des_Gebets_fuer_geistliche_Berufungen_2026_Jesus_beruft_in_der_Gemeinschafthttps://www.fides.org/de/news/77609-AMERIKA_KOLUMBIEN_Woche_des_Gebets_fuer_geistliche_Berufungen_2026_Jesus_beruft_in_der_GemeinschaftBogotá – Vom 26. April bis 3. Mai 2026 begeht die Kirche in Kolumbien eine „Nationale Woche des Gebets um geistliche Berufungen“. Diese Woche ist dem Gebet, der Besinnung und der pastoralen Begleitung gewidmet und hat zum Ziel, „die Kultur der Berufungen zu stärken, die Berufungsfindung zu fördern und das missionarische Engagement in den kirchlichen Gemeinschaften des Landes zu erneuern“.<br />Die Aktionswoche der kolumbianischen Bischofskonferenz wird, findet im Rahmen des 63. Weltgebetstags um geistliche Berufungen statt, der jeweils am vierten Sonntag der Osterzeit, in diesem Jahr am 26. April, begangen wird. Papst Paul VI. rief diesen Gebetstag 1964 ins Leben, um der Aufforderung nachzukommen, „den Herrn der Ernte zu bitten, Arbeiter in seine Ernte zu senden“ . Ziel ist es, durch das Gebet Berufungen zum Priester- und Ordensleben zu fördern, die als Gabe Gottes an die gesamte christliche Gemeinschaft verstanden werden.<br />Unter dem Motto „Jesus beruft, formt und sendet in Gemeinschaft“ lädt die Initiative der kolumbianischen Kirche dazu ein, Berufung als „freie Gabe Gottes, geboren aus der Tiefe des Herzens und gereift in Gemeinschaft, als Weg zu Entfaltung, Dienst und Heiligkeit“ neu zu entdecken.<br />Der von der kolumbiansichen Bischofskonferenz für dieses Jahr veröffentlichte pastorale Leitfaden betont, dass Berufung immer in und aus der Kirche gelebt wird, wo jeder Lebensstand – Laie, Priester, Ordensangehöriger oder Familie – an der Evangelisierung teilhat. Er hebt hervor, dass jede Berufung in einer christlichen Gemeinschaft entsteht, die berufen ist, ein Ort der Willkommenskultur, der Begleitung und der Aussendung zu sein.<br />Der dafür vorgeschlagene Weg umfasst verschiedene pastorale Dimensionen: Liturgie, Glaubensbildung, Gebet und Gemeinschaftserfahrung.<br />Die Woche des Gebets um Berufungen beginnt mit dem Sonntagsgottesdienst, „Quelle und Höhepunkt jeder Berufung“, und entfaltet sich über thematische Tage, die die verschiedenen Phasen des christlichen Lebens beleuchten: das Zuhören in der Kindheit, die Berufungsfindung in der Jugend, die Rolle der Familie als Ort der Berufung und die Begleitung derer, die einer konkreten Berufung zum Priester- oder zum Ordensleben gefolgt sind.<br />Besonders hervorgehoben wird die Initiative „24 Stunden mit dem Herrn“, die die eucharistische Anbetung als Zeichen der kirchlichen Gemeinschaft und des Vertrauens auf das Wirken des Heiligen Geistes vorschlägt.<br />So bildet das Gebet den Mittelpunkt der Berufungsarbeit und einen Raum der Begegnung mit Christus, um Gottes Ruf im Leben jedes Einzelnen zu hören und zu erkennen. Berufung wird daher als „Projekt der Liebe und des Glücks“ dargestellt, das sich im Dienst am Nächsten verwirklicht.<br />Daten aus dem Statistischen Jahrbuch der Kirche helfen, dieses pastorale Engagement in einen breiteren Kontext zu stellen. Weltweit sinkt die Zahl der Priester kontinuierlich. In Amerika betrifft dieser stetige Rückgang sowohl Diözesan- als auch Ordenspriester, was zu einer steigenden pastoralen Belastung und einer höheren Anzahl von Gläubigen pro Priester führt.<br />In Kolumbien, einem Land mit überwiegend christlicher Tradition, etwa 52 Millionen Einwohnern und einer geschätzten katholischen Bevölkerung von rund 48 Millionen Gläubigen, spiegelt sich diese Realität in einem weitverzweigten kirchlichen Netz wider, das ein erhebliches Engagement der Seelsorger erfordert: Bei mehr als 78 Kirchsprengeln und rund 4.600 Pfarreien auf einer Fläche von über 1,1 Millionen km² gibt es nur 9.700 Priester, sowohl Diözesan- als auch Ordenspriester. Das bedeutet, dass nur ein Priester auf 5.000 Einwohner kommt – eine Zahl, die die Auswirkungen dieses Ungleichgewichts in der Priesterberufung verdeutlicht.<br />Hinzu kommt ein bedeutendes kirchliches Netzwerk mit über 11.000 Ordensfrauen, 51.000 Katecheten und Katechetinnen und fast 73.000 Laienmissionaren, die trotz stagnierender Berufungen und demografischem Wandel die Evangelisierung fortsetzen.<br />Die Kirche in Kolumbien hat stets die enge Verbindung zwischen Berufung und Mission betont und sie als wesentlichen Bestandteil einer Kirche anerkannt, die „hinausgeht“. Dies unterstreicht die Mitverantwortung christlicher Gemeinden für die Förderung von Berufungen und die missionarische Dimension, die sich auch in der Entsendung von Diözesanpriestern als „Fidei donum“-Misssionare ausdrückt – ein Zeichen der Verbundenheit der einzelnen Kirchen bei der weltweiten Verkündigung des Evangeliums.<br />In einer Betrachtung über die Begleitung von Priestern in Kolumbien betonte der Erzbischof von Cali, Luis Fernando Rodríguez Velásquez, kürzlich die Bedeutung des priesterlichen Lebens im Land und dankte für „den täglichen Einsatz der Priester und Diakone, die oft unter Bedingungen von Gewalt, Armut oder geografischer Isolation das sakramentale und gemeinschaftliche Leben aufrechterhalten“. Er hob zudem hervor, wie wichtig es sei, das geweihte Amt im Einklang mit einer Kirche zu betrachten, die berufen ist, zunehmend missionarisch und den Lebensrealitäten des Volkes Gottes näher zu sein.<br />Sat, 25 Apr 2026 10:26:19 +0200Zahl der Berufungen steigt in Afrika und Asien: Frucht eines lebendigen Glaubenshttps://www.fides.org/de/news/77606-Zahl_der_Berufungen_steigt_in_Afrika_und_Asien_Frucht_eines_lebendigen_Glaubenshttps://www.fides.org/de/news/77606-Zahl_der_Berufungen_steigt_in_Afrika_und_Asien_Frucht_eines_lebendigen_GlaubensVon Guy Bognon* <br /><br /><br />Wir veröffentlichen einen Beitrag von Pater Guy Bognon, Generalsekretär des Päpstlichen Missionswerks des heiligen Apostels Petrus, anlässlich des 63. Weltgebetstages für geistliche Berufungen .<br /><br />***<br /><br />Rom – Der von Papst Paul VI. ins Leben gerufene Weltgebetstag für geistliche Berufungen, der erstmals am Sonntag, dem 12. April 1964, begangen wurde, findet dieses Jahr am 26. April, dem vierten Sonntag der Osterzeit, dem „Sonntag des Guten Hirten“, statt.<br /><br />Dieser besondere Gebetstag für geistliche Berufungen ist eng mit der Päpstlichen Werk des heiligen Apostels Petrus verbunden, das sich ausschließlich den Berufungen zum Priester- und Ordensleben in den Gebieten widmet, die dem Dikasterium für Evangelisierung, der Sektion für Erstevangelisierung und die Neuen Teilkirchen, unterstehen.<br /><br />1. Der Weltgebetstags für geistliche Berufungen: Um was geht es?<br /><br />Wie viele Wörter, die ihrer ursprünglichen Bedeutung beraubt werden, um das Gewissen zu beruhigen, wird der Begriff „Berufung“ zunehmend nur noch in seiner allgemeinen Bedeutung als Neigung oder als besonderer Impuls verstanden, den ein Mensch zu einem Beruf, einer Tätigkeit oder einem Lebensstand verspürt.<br /><br />Folglich wächst die Tendenz, diesen Tag zu einem Gebetstag für jeden Lebensstand, für jede Art von Berufung zu machen.<br /><br />Kehren wir jedoch zum Kontext der Initiative von Papst Paul VI. zurück, wird deutlich, dass es nicht wirklich darum ging, dafür zu beten, dass Menschen die Berufung zum Historiker, Schriftsteller, Geschäftsmann oder Maler verspürten oder annahmen, oder dass viele junge Menschen sich für die Ehe entschieden, um Ehepaare, Mütter und Väter in der Gesellschaft zu werden, da es in diesem Bereich keinen Mangel gab.<br /><br />Obwohl der Begriff „Berufung“ auch diese Bedeutungen annehmen kann, versteht die Kirche ihn im Zusammenhang mit einem Gebetstag für geistliche Berufungen in seinem engeren Sinne als eine innere Bewegung, durch die ein Mensch sich von Gott berufen und zum geweihten, priesterlichen und geistlichen Leben berufen fühlt. Das Ziel dieses Tages war daher in erster Linie, dafür zu beten, dass viele Menschen, insbesondere junge Menschen, sich entscheiden würden, Priester oder Ordensleute zu werden und so Christus mit ihrem ganzen Leben in der Welt zu verkünden.<br /><br />Tatsächlich begann die erste Botschaft des Papstes am Samstag, dem 11. April 1964, anlässlich des ersten Weltgebetstages um Priester- und Ordensberufungen mit den Worten: „Bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter für seine Kirche aussendet“ . Der Grund für diesen Aufruf war klar: „Wenn man einen besorgten Blick auf die endlose Weite des geistigen Ackerlandes wirft, das auf der ganzen Welt auf priesterliche Hände wartet, entspringt die herzliche Anrufung des Herrn der Seele gemäß der Einladung Christi.“<br /><br />Dieser Aufruf des Papstes, der an Christi eigene Worte anknüpft, entsprang einer beunruhigenden Beobachtung: dem Mangel an Hirten und Menschen, die sich mit ganzem Herzen und voller Kraft den vielfältigen pastoralen Bedürfnissen der Evangelisierung widmen. Genau aus diesem Grund wurde dieser Tag in jener ersten Botschaft zum „Weltgebetstag für Priester- und Ordensberufungen“ erklärt.<br /><br /><br /><br /><br />Diese Einladung zum Gebet richtet sich an alle Glieder des Gottesvolkes, und das Gebet gilt allen Gliedern des Gottesvolkes, damit jedes einzelne, seinen Möglichkeiten und seiner Rolle entsprechend, zur Entstehung und zum Gedeihen priesterlicher und geistlicher Berufungen beitragen kann. <br /><br />Das Gebet, zu dem alle Glieder des Gottesvolkes besonders am Sonntag des Guten Hirten eingeladen sind, soll in die tägliche Andacht aufgenommen werden, da überall und jederzeit der Bedarf an Hirten auf immer neue Weise spürbar ist. Diese Gebete und Andachten tragen stets Früchte.<br /><br />Durch die Ausbildung einheimischer Geistlicher mittels Unterstützung diözesaner und interdiözesaner Priesterseminare und Bildungshäuser der Orden in Missionsgebieten verzeichnet da Päpstliche Missionswerk des heiligen Apostels Petrus einen jährlichen Anstieg der Zahl der Seminaristen und Novizen, die sich für den Weg ins Priester- oder Ordensleben entscheiden.<br /><br />Betrachtet man beispielsweise die Daten des Studienjahres 2023/24 und des Studienjahres 2024/25 , so ergibt sich ein positiver Unterschied von 23 Seminaren und 5.297 Seminaristen.<br /><br />Es gibt zahlreiche Erklärungsansätze für diesen jährlichen Anstieg der Seminar- und Studierendenzahlen.<br /><br />2. Einige naheliegende Gründe für den Anstieg der Priesterberufungen<br /><br />Im Allgemeinen und aus der Perspektive des Glaubens lässt sich sagen, dass der Anstieg der Priester- und Ordensberufungen ein greifbares Zeichen dafür ist, dass der Herr die Gebete seines Volkes erhört, das sich in seinen Nöten an ihn wendet, und gleichzeitig seinen Teil der Verantwortung übernimmt. Wie der heilige Papst Johannes Paul II. in seinem Apostolischen Schreiben „Pastores Dabo Vobis“ so treffend formuliert: „Das Geschenk Gottes hebt die Freiheit des Menschen nicht auf, sondern weckt sie, bringt sie zur Entfaltung und fordert sie ein. Darum geht das umfassende Vertrauen in die unbedingte Treue gegenüber der Verheißung Gottes in der Kirche mit der schwerwiegenden Verantwortung einher, mitzuwirken beim Tun Gottes, der uns ruft, beizutragen zur Schaffung und Erhaltung von Bedingungen, unter welchen der von Gott gesäte Same Wurzel schlagen und reiche Frucht bringen kann“. Diese Bedingungen bilden wohl in gewissem Maße den fruchtbaren Boden, der Priester- und Ordensberufungen in manchen Ländern fördert, wo man es am wenigsten erwarten würde.<br /><br />Den Berichten der Ausbilder in den Priesterseminaren zufolge stammen die jungen Menschen, die ins Priesterseminar kommen, oft aus einfachen Verhältnissen und leben in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen. Manche von ihnen haben Armut erlebt und dadurch ein Gespür für das Leid der Bedürftigen, Kranken, Stimmlosen, Verlassenen und Gedemütigten entwickelt. Sie verspüren tief in sich den Ruf, ihr Leben dem Dienst an denen zu widmen, für die niemand Zeit hat. Durch die Erfahrung schwieriger Situationen haben sie die Fähigkeit zur Stille, zur Besinnung, zur persönlichen Weiterentwicklung, zum geistlichen Leben und zum Gebet erworben. Sie sind offener für Gottes leisen und sanften Ruf, der sie zum Dienst an anderen beruft.<br /><br />Orte, an denen es viele Berufungen gibt, sind Orte, an denen der Glaube leidenschaftlich gelebt wird. Für Priester und Ordensleute braucht es in erster Linie Christen. Diese zahlreichen Berufungen sind die Frucht eines lebendigen Glaubens, der freudig, ohne Komplexe und ohne falsche Scham gelebt wird; mit der regelmäßigen Ausübung der Sakramente der Taufe, Kommunion, Firmung, Buße und Ehe gemäß den Regeln der Kirche.<br /><br />Berufungen entstehen in Umfeldern, in denen die Lehren der katholischen Kirche befolgt werden, ohne sie auszuwählen und nur das beizubehalten, was gefällt und beruhigt, und leichtfertig abzulehnen, was als schwierig, hart oder überholt gilt.<br /><br />Dies sind Orte, an denen Seelsorger, Priester, Ordensleute und auch Laien durch vielfältige pastorale Projekte und eine fundierte Katechese leicht mit jungen Menschen in Kontakt treten können; Orte, an denen junge Menschen die Gewissheit haben, dass ihre Erfahrungen in der Kirche ihre Freiheit nicht einschränken, sondern sie vielmehr bereichern und zu ihrer vollen Entfaltung beitragen.<br /><br />Dies sind Pfarreien oder Diözesen, in denen die Berufungspastoral – ohne übermäßige intellektuelle und abstrakte Komplexität – in der Einfachheit der lokalen Gegebenheiten strukturiert und organisiert ist, um junge Menschen mit Hingabe und Liebe auf ihrer Suche nach Gottes Willen für ihr Leben zu begleiten. Dies verdeutlicht, dass selbst in diesen Missionsländern, in denen es generell viele Berufungen gibt, deren Rückgang oder Nichtvorhandensein in Pfarreien zu beobachten ist, in denen die Pfarrer sich wenig um junge Menschen kümmern und Schwierigkeiten haben, eine wirksame Berufungspastoral zu leisten.<br /><br />Abschließend sei darauf hingewiesen, dass die Gebiete und Diözesen, in denen noch Kleine Seminare existieren, einen deutlichen Anstieg priesterlicher und geistlicher Berufungen verzeichnen. Deren Ziel ist es, „den christlichen Reifungsprozess der Jugendlichen zu unterstützen, die erkennen lassen, die Veranlagung der Berufung zum Priestertum des Dienstes in sich zu haben. Sie sollen entsprechend ihrem Alter jene innere Freiheit entwickeln, die sie fähig macht, auf den Plan Gottes in ihrem Leben zu antworten“ <br />Laut den Aussagen der Rektoren sind diese Kleinen Seminare die wichtigste Quelle für Kandidaten, die in vorbereitende Seminare und große Seminare sowie Noviziate und andere Bildungseinrichtungen der Ordens eintreten.<br />Angesichts dieses Anstiegs der Berufungen, der die Gründung neuer Seminare erforderlich macht, sieht sich das Päpstliche Missionswerke des heiligen Apostels Petrus seiner Rolle stärker involviert und sucht beständig nach Wegen und Mitteln, zur Ausbildung dieser jungen Menschen beizutragen, die diese besondere Berufung zum geweihten Leben verspüren.<br /><br />3. Die heutigen Aufgaben des Päpstlichen Missionswerks des Apostels Petrus im Bereich der Berufsförderung<br /><br />Die Ausbildung eines jungen Menschen, der eine göttliche Berufung verspürt, ist nicht allein Aufgabe seiner Familie, geschweige denn seiner Heimatpfarrei, sondern der gesamten Weltkirche. Daher benötigen Priesterseminare und Bildungshäuser der Orden die großzügige Unterstützung aller Gläubigen, um den Kandidaten die angemessene und notwendige Ausbildung zu ermöglichen, die sie befähigt, Hirten und Missionare der Kirche zu werden. <br /><br />Ohne die Unterstützung des Päpstlichen Missionswerks des Apostels Petrus, das auf die Mittel der Nationaldirektionen der Päpstlichen Missionswerke zurückgreift, müssten heute viele Priesterseminare schließen, die Gründung dringend benötigter neuer Seminare wäre schwierig, wenn nicht gar unmöglich, und viele junge Männer, die das Potenzial zum Priestertum hätten, müssten einen anderen Lebensweg einschlagen. In seinem Apostolischen Schreiben zum hundertjährigen Bestehen des Missionswerks des heiligen Apostels Petrus im Jahr 1989 schrieb Papst Johannes Paul II.: „Das Wachstum des einheimischen Klerus könnte durch unzureichende Ressourcen behindert werden. Zahlreiche Bischöfe aus Missionsländern bezeugen, dass auch heute noch so manche Diözese ihre Hoffnungen auf einen einheimischen Klerus ohne die Hilfe des Missionswerks des heiligen Apostels Petrus zunichtemachen könnte.“ Jahrzehnte später sind diese Worte des Papstes aktueller denn je.<br /><br />Auf Grundlage aktueller Daten hat das Päpstliche Missionswerk des heiligen Apostels Petrus für das Studienjahr 2024/25 ordentliche Zuschüsse an folgende Einrichtungen vergeben:<br /><br />- 449 Kleine Seminare mit insgesamt 53.405 Seminaristen, davon 84 % in Afrika und 16 % in Asien.<br /><br />- 141 Vorbereitende Seminare mit insgesamt 6.575 Seminaristen, davon 77 % in Afrika, 17 % in Asien, 2 % in Amerika und 1 % in Ozeanien.<br /><br />- 211 Große Seminare mit insgesamt 23.312 Seminaristen, davon 68 % in Afrika, 21 % in Asien, 1 % in Amerika und 1 % in Ozeanien.<br /><br />Neben den Priesterseminaren, in denen Diözesanpriester ausgebildet werden, betreut das Päpstliche Missionswerk des heiligen Apostels Petrus auch die Novizen und Novizinnen der in den Missionsgebieten ansässigen Ordensgemeinschaften. Es stellt dafür jährlich einen Beitrag in Form von ordentlichen Zuschüssen für Noviziate diözesaner und päpstlicher Ordensgemeinschaften bereit. Laut den aktuellsten Daten betreut die Gesellschaft 1.200 Noviziate mit insgesamt 7.845 Novizen und Novizinnen, davon 2.801 Novizen und 5.044 Novizinnen. Auch die Zahl der Ordensberufungen ist zahlreich und nimmt stetig zu, insbesondere in Afrika und Asien.<br /><br />Es ist festzuhalten, dass trotz zunehmender Berufungen in den Missionsgebieten die Ernte weiter wächst und der Bedarf an Mitarbeitenden immer dringlicher wird, insbesondere in den Kirchen, die in dieser Zeit, in der die Mission überall erforderlich ist, am dringendsten Hilfe benötigen. Jede Ortskirche ist durch ihre Berufung dazu aufgerufen, die Bedürfnisse der Weltkirche und damit aller anderen Kirchen durch Gebet und Austausch zu berücksichtigen und sich daran zu beteiligen. Ungeachtet des Bedarfs oder der Dringlichkeit der Mission in ihrem eigenen Gebiet sollte jede Kirche in der Lage sein, sich für die Erfahrungen anderer Kirchen zu interessieren und ihre Ressourcen mit ihnen zu teilen, um den Leib Christi bis an die Enden der Erde und bis zum Ende der Zeiten auszubreiten.<br /><br /><br /><br />*Priester der Gesellschaft der Sulpizianer <br />Generalsekretär des Päpstlichen Apostel-Petrus-Werks <br />Sat, 25 Apr 2026 10:24:46 +0200ASIEN/HONG KONG - “Seid offen für den Heiligen Geist”: Kardinal Chow ermutigt die ersten auf der Grundlage des “Antiquum ministerium” beauftragen Katecheten und Katechetinnenhttps://www.fides.org/de/news/77614-ASIEN_HONG_KONG_Seid_offen_fuer_den_Heiligen_Geist_Kardinal_Chow_ermutigt_die_ersten_auf_der_Grundlage_des_Antiquum_ministerium_beauftragen_Katecheten_und_Katechetinnenhttps://www.fides.org/de/news/77614-ASIEN_HONG_KONG_Seid_offen_fuer_den_Heiligen_Geist_Kardinal_Chow_ermutigt_die_ersten_auf_der_Grundlage_des_Antiquum_ministerium_beauftragen_Katecheten_und_KatechetinnenHongkong – „Seid offen für den Heiligen Geist und gebt dem Dienst der Katecheten und Katechetinnen eine neue, vielschichtige und tiefgründige Bedeutung“, so der Bischof der Diözese Hongkong, Kardinal Stephen Chow Sau-yan, in seiner Ansprache an die ersten sieben Katecheten, die von der Diözese gemäß den Vorgaben des „Antiquum ministerium“, dem Apostolischen Schreiben in Form eines Motu Proprio, mit dem Papst Franziskus im Mai 2021 den laikalen Dienst des Katechten offiziell einführte, ernannt und beauftragt wurden.<br />Der Auftrag an die Katecheten von Hongkong wurde am 19. April in der Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis erteilt. Wie die Wochenzeitschrift der Diözese „KungKaoPo“ berichtet, wurde die Feier unter dem Vorsitz von Kardinal Chow von Diözesanvikar Joseph Choi Wai-man, dem Vorsitzenden der Diözesankommission für den Katechesedienst, und zahlreichen Priestern konzelebriert.<br />Bei der Verleihung des silbernen Kreuzes bekräftigten die neuen Katecheten und Katechetinnen Hongkongs, wie alle Katecheten der Weltkirche, gegenüber dem Bischof ihren Wunsch, „zum Aufbau der Ortskirche beizutragen, insbesondere in den Pfarreien, indem sie als Zeugen des Glaubens, Wegweiser, Ausleger des Geheimnisses Gottes, Begleiter auf dem Lebensweg und Erzieher wachsen.“<br />In seiner Predigt bezog sich der Kardinal auf die Begegnung Jesu mit den beiden Jüngern in Emmaus und betonte, dass diejenigen, die Jesus begegnen, berufen sind, die Offenbarung des Herrn mit offenem Herzen anzunehmen und den Glauben durch Beziehungen weiterzugeben: „Ihr Katecheten und Katechetinnen könnt eure Berufung durch die verschiedenen Dienste leben, indem ihr euch stetig erneuert und euer Wissen, eure Glaubenserfahrung und euer geistliches Leben vertieft.“<br />Die Katecheten und Katechetinnen sollen ihren Dienst in verschiedenen Bereichen der Diözese ausüben: in Pfarreien, im Verband Katholischer Studenten und in der Pastoralkommission für Ehe und Familie.<br />Nach einem Jahr intensiver Ausbildung und der anschließenden Beauftragung zum Laiendienst äußerten die Katecheten und Katechetinnen die Hoffnung, dass künftig immer mehr Menschen dem Ruf Gottes folgen und sich der Gruppe der Katecheten anschließen würden, geleitet vom Heiligen Geist, um ihre persönlichen Charismen in den Dienst der Kirche zu stellen.<br />Laut Diözesanvikar Joseph Choi Wai-man wird die Diözese in den kommenden zwei Jahren die Erfahrungen der ersten Katecheten und Katechetinnen evaluieren und dann über die weitere Entwicklung entscheiden.<br /> <br /><br />Fri, 24 Apr 2026 12:09:27 +0200AFRIKA/ANGOLA - Zum Besuch von Papst Leo XIV. in Afrika: “Ein Zeichen der Nähe Gottes zu unserem Volk”https://www.fides.org/de/news/77610-AFRIKA_ANGOLA_Zum_Besuch_von_Papst_Leo_XIV_in_Afrika_Ein_Zeichen_der_Naehe_Gottes_zu_unserem_Volkhttps://www.fides.org/de/news/77610-AFRIKA_ANGOLA_Zum_Besuch_von_Papst_Leo_XIV_in_Afrika_Ein_Zeichen_der_Naehe_Gottes_zu_unserem_VolkLuanda – „Es waren intensive Tage voller Freude, Glauben und Begeisterung für uns alle“, schreibt Schwester Idalina Mareco von Don-Bosco-Schwestern an Fides aus Luanda am Rande der Afrikareise von Papst Leo XIV., die gestern zu Ende ging.<br />„Ein Zeichen der Nähe Gottes zu unserem angolanischen Volk, das unter Wunden, Hunger, Ungerechtigkeit, sozialer Spaltung und Arbeitslosigkeit leidet. Der Heilige Vater kennt den Schmerz der Menschen, erkennt aber auch ihren menschlichen Reichtum und ihre Ressourcen. In all seinen Ansprachen erinnerte er an diese Ressourcen und ermutigte zu Hoffnung, Frieden und Versöhnung. Wir alle brauchen diese Momente, die uns enger zusammenschweißen und uns in der Gemeinschaft um den Stellvertreter Christi vereinten“, bekräftig Schwester Idalina die in der Provinz Luanda lebt und arbeitet.<br />„Gemeinsam können Sie Angola zu einem Projekt der Hoffnung machen. Die katholische Kirche, deren Wirken zum Wohle des Landes Sie, wie ich weiß, sehr schätzen, möchte Sauerteig im Teig sein und das Wachstum eines gerechten Modells des Zusammenlebens fördern, das frei ist von den Arten der Knechtschaft, die von Eliten mit viel Geld und falschen Freuden aufgezwungen werden. Nur gemeinsam werden wir die Gaben dieses wunderbaren Volkes vervielfachen können, bis hin in die städtischen Randgebiete und die entlegensten ländlichen Regionen, in denen sein Leben pulsiert und seine Zukunft vorbereitet wird“ sagte der Papst am Samstag, dem 18. April, in seiner Ansprache an Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft und das diplomatische Korps im Präsidentenpalast in Luanda.<br />„Den Papst bei uns zuhause willkommen zu heißen“, schreibt die Don-Bosco-Schwester Laurinda Kinha, „bedeutet eine Zeit der Gnade. Angesichts der vielfältigen Erfahrungen des angolanischen Volkes in jüngster Zeit bringt der Besuch des Heiligen Vaters einen tiefen und echten Trost. Und als Kirche bekräftigt er konkret unser Bekenntnis zu unserer Einzigartigkeit. Der Hirte besucht seine Herde; Dieser Gedanke birgt auch ein gewisses Privileg in sich, da es sich um die erste eigene Reise seit Beginn seines Pontifikats handelt“.<br />Die Angolaner hofften, so die Ordensfrau, dass die vom Papst überbrachte Botschaft des Glaubens ihnen zeigen wird, wie wahre Versöhnung unter Brüdern und Schwestern gelebt werden kann.<br /> <br />Fri, 24 Apr 2026 10:19:48 +0200ASIEN/THAILAND - Katholische Gemeinde in Surath Thani nach schweren Überschwemmungen: "Leuchtfeuer der Hoffnung und des Mitgefühls in der Region”https://www.fides.org/de/news/77605-ASIEN_THAILAND_Katholische_Gemeinde_in_Surath_Thani_nach_schweren_Ueberschwemmungen_Leuchtfeuer_der_Hoffnung_und_des_Mitgefuehls_in_der_Regionhttps://www.fides.org/de/news/77605-ASIEN_THAILAND_Katholische_Gemeinde_in_Surath_Thani_nach_schweren_Ueberschwemmungen_Leuchtfeuer_der_Hoffnung_und_des_Mitgefuehls_in_der_Region Surat Thani – „Die Folgen der verheerenden Überschwemmungen sind in der Diözese noch immer spürbar. Als Ortskirche befinden wir uns nach der Nothilfe in einer Phase der langfristigen Hilfe und unterstützen dabei Menschen und Familien, die ihre Häuser, ihre Arbeit und ihre Existenzgrundlage verloren haben“, so Pfarrer John Baptist Amornkit Promphakdee, Generalvikar und Sprecher der t der Diözese Surat Thani im äußersten Süden Thailands, gegenüber Fides. Hier begleiten und unterstützen katholische Gemeinden dank der Caritasstelle der Diözese und in Zusammenarbeit mit der nationalen Caritas die lokalen Gemeinschaften, die im November 2025 von den schlimmsten Überschwemmungen der Geschichte heimgesucht wurden. Die Regierung bezeichnete die Regenfälle als „ein Ereignis, das alle 300 Jahre vorkommt“. Die Flutkatastrophe hinterließ Verwüstung, von der sich die Menschen nur schwer erholen können, und führte zu über 630.000 Binnenvertriebenen.<br /> „Wie unser Bischof Paul Trairong Multree und die gesamte Gemeinde es sich wünschen, hoffen wir, dass die Kirche von Surat Thani weiterhin ein Leuchtfeuer der Hoffnung und des Mitgefühls in der Region sein wird“, sagte der Geistliche.<br />„Die Kirchengemeinde“, fuhr er fort, „tut ihr Bestes und unterstützt bedürftige Familien, insbesondere in den fünf am stärksten betroffenen Gemeinden der Provinz Songkhla. Unser Bischof Paul Trairong Multree besucht gemeinsam mit Priestern, Ordensschwestern, Laien und Freiwilligenteams der Caritas die von den Überschwemmungen betroffenen Gemeinden, verteilt Hilfsgüter, ermittelt den Bedarf und leitet entsprechende Maßnahmen ein.“ <br />In der aktuellen Wiederaufbauphase bemühen sich staatliche Hilfsorprogramme und zivilgesellschaftliche Organisationen, „die Lebensgrundlagen wiederherzustellen, die Infrastruktur wiederaufzubauen und langfristige Gesundheitsprobleme anzugehen, insbesondere solche, die Kinder betreffen“, berichtet der Generalvikar.<br />Zu diesem Zweck hat die katholische Gemeinde von Surat Thani ein spezielles Projekt auf den Weg gebracht, das sich an Schülerinnen und Schüler acht kleiner Schulen in der Provinz Songkhla richtet „und deren gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion“ fördern soll.<br />„Die Vertriebenen“, so Pfarrer John Baptist Amornkit, „feierten in Songkran, das traditionelle thailändische Neujahrsfest , unter schwierigen Bedingungen und in kleinem Rahmen. Sie arbeiten unermüdlich daran, sich aus dem Schlamm und Geröll zu befreien. Priester, Ordensleute und Laien sind für die Betroffenen da und bieten den Familien materielle und spirituelle Unterstützung.“<br />Surat Thani ist eine der größten Diözesen Thailands und umfasst die gesamte Südspitze des Landes in einer Region mit über 10 Millionen Einwohnern, von denen etwa 9.000 katholisch sind – eine kleine Minderheit, die sich auf 41 Pfarreien verteilt.<br /> <br />Fri, 24 Apr 2026 10:16:32 +0200LEO XIV. IN AFRIKA - Der Papst am Ende seiner langen Afrikareise: “Setzt die Mission der ersten Jünger Jesu voll Freude fort“https://www.fides.org/de/news/77613-LEO_XIV_IN_AFRIKA_Der_Papst_am_Ende_seiner_langen_Afrikareise_Setzt_die_Mission_der_ersten_Juenger_Jesu_voll_Freude_forthttps://www.fides.org/de/news/77613-LEO_XIV_IN_AFRIKA_Der_Papst_am_Ende_seiner_langen_Afrikareise_Setzt_die_Mission_der_ersten_Juenger_Jesu_voll_Freude_fortMalabo – „Wie in den ersten Jahrhunderten der Kirche ist Afrika gerufen, heute einen entscheidenden Beitrag zur Heiligkeit und zum missionarischen Charakter des christlichen Volkes zu leisten“, mit Blick auf die Zeit der Apostel und die Zukunft verabschiedete sich Papst Leo mit seinen letzten Worten an die im Stadion von Malabo versammelten Gläubigen und vom gesamten Kontinent am Ende seiner ersten langen Reise als Bischof von Rom nach Afrika. Die Messe im Stadion von Malabo war der letzte Programmpunkt seines Besuchs in Äquatorialguinea. Vor seiner Rückkehr nach Rom bekräftigte Papst Leo, dass er Afrika „mit einem unschätzbaren Schatz an Glauben, Hoffnung und der Liebe“ verlasse: „Ein großer Schatz aus Geschichten, Gesichtern, freudigen und leidvollen Zeugnissen, die mein Leben und meinen Dienst als Nachfolger Petri in hohem Maß bereichern.“ Und er vertraute „euch alle, eure Familien, eure Gemeinschaften, eure Nation und alle afrikanischen Völker“ der Fürsprache der Jungfrau Maria an.<br />Zu Beginn seiner Predigt erinnerte Papst Leo an den schmerzlichen Tod des 39jährigen Generalvikars der Diözese Malabo, Pfarrers Fortunato Nsue Esono, der maßgeblich zu den Vorbereitungen des Papstbesuchs beigetragen hatte. Er starb unerwartet am Freitag, 17. April, in seinem Wohnsitz in der Pfarrei Unserer Lieben Frau von Bisila im Stadteil Paraiso, wie aus einer offiziellen Erklärung der erzbischöflichen Kanzlei hervorgeht. Die Todesursache ist noch nicht bekannt. „Ich lade dazu ein, diesen Moment des Schmerzes im Geiste des Glaubens zu leben“, sagte der Papst, „und ich vertraue darauf, dass - ohne sich von voreiligen Kommentaren oder Schlussfolgerungen leiten zu lassen - die Umstände seines Todes vollständig aufgeklärt werden.“<br />In seiner letzten Predigt in Äquatorialguinea, die sich auf die Lesungen des Tages bezog, sprach Leo XIV. über den Umgang mit der Heiligen Schrift. „Alle biblischen Texte“, so der Papst, „offenbaren nämlich im Glauben ihren wahren Sinn, denn im Glauben wurden sie geschrieben und bis zu uns überliefert worden: Deshalb ist ihre Lektüre immer sowohl ein persönlicher als auch ein kirchlicher Akt, keine einsame oder bloß technische Übung. Zusammen lesen wir die Heilige Schrift als gemeinsames Gut der Kirche unter Anleitung des Heiligen Geistes, der ihre Entstehung inspiriert hat, und der apostolischen Tradition, die sie bewahrt und über die ganze Erde verbreitet hat.“<br />Im Schlussteil seiner Predigt erinnerte Leo XIV. daran, dass die lebendige Quelle der Sendung der Kirche die Erfahrung der unverdienten und vorausschauenden Liebe des Herrn ist: „Er liebt uns als Erster allezeit“, so der Papst, „Sein Wort ist für uns Evangelium, und wir haben nichts Besseres, das wir der Welt verkünden können. Diese Evangelisierung bezieht uns alle ein, seit unserer Taufe, die das Sakrament der Geschwisterlichkeit, das Bad der Vergebung und eine Quelle der Hoffnung ist. Durch unser Zeugnis wird die Verkündigung des Heils zur Tat, zum Dienst, zur Vergebung. Mit einem Wort: sie wird Kirche.“<br />Der Papst erinnerte schließlich an die einleitenden Worte des Apostolischen Schreibens „Evangelii Gaudium“ von Papst Franziskus: „Die Freude des Evangeliums erfüllt das Herz und das gesamte Leben derer, die Jesus begegnen“ und ermutigte „euch alle, die Kirche in Äquatorialguinea, die Mission der ersten Jünger Jesu voll Freude fortzusetzen“. „Lest gemeinsam das Evangelium“, schloss er, „und verkündet es mit Begeisterung, wie es der Diakon Philippus. Indem ihr gemeinsam Eucharistie feiert, bezeugt ihr mit eurem Leben den Glauben, der rettet damit das Wort Gottes zum guten Brot für alle werde.“<br />Thu, 23 Apr 2026 08:54:59 +0200AFRIKA/SUDAN - Sudanesische Luftwaffe nimmt Bombardierungen von Kordofan mit bemannten Flugzeugen wieder aufhttps://www.fides.org/de/news/77612-AFRIKA_SUDAN_Sudanesische_Luftwaffe_nimmt_Bombardierungen_von_Kordofan_mit_bemannten_Flugzeugen_wieder_aufhttps://www.fides.org/de/news/77612-AFRIKA_SUDAN_Sudanesische_Luftwaffe_nimmt_Bombardierungen_von_Kordofan_mit_bemannten_Flugzeugen_wieder_aufKhartum – Die sudanesische Luftwaffe hat nach monatelanger Unterbrechung die Bombardierung Kordofans mit bemannten Flugzeugen wieder aufgenommen. An diesem Mittwoch flogen sudanesische Militärflugzeuge erstmals seit Monaten wieder über Kordofan und bombardierten Ziele der „Rapid Support Forces“ nahe der Stadt Dilling im Bundesstaat Süd-Kordofan. <br />Die sudanesische Luftwaffe hatte ihre Luftoperationen über den Regionen Kordofan und Darfur eingestellt, nachdem die RSF-Luftabwehr mehrere Kampf- und Transportflugzeuge abgeschossen hatte. Das letzte Flugzeug ging in Babanusa in West-Kordofan verloren. Der Verlust bemannter Flugzeuge hatte die von General Abdel Fattah al-Burhan geführte sudanesische Luftwaffe gezwungen, auf Drohnen zurückzugreifen. Diese unbemannten Fluggeräte haben jedoch eine begrenzte Reichweite. In den vergangenen Monaten hatten Drohnen der sudanesischen Streitkräfte wiederholt die RSF und ihren Verbündeten, die Sudanesische Volksbefreiungsbewegung-Nord , in Dilling und nahegelegenen Städten wie Abu Zabad, Al-Fula, Al-Mujlad und Lagawa angegriffen.<br />Am 22. April bombardierten Kampfflugzeuge aus russischer Produktion mehrere Ziele der RSF und der SPLM-N in der Nähe von Dilling, der zweitgrößten Stadt in Südkordofan, die monatelang von dem Militärbündnis der RSF/SPLM-N und bombardiert worden war.<br />Den erneuten Einsätzen bemannter sudanesischer Flugzeuge gingen in den Vormonaten gezielte Angriffe auf die Luftverteidigung der RSF voraus. Insbesondere im Februar wurde eine in China hergestellte Raketenbatterie getroffen, die vermutlich von den Vereinigten Arabischen Emiraten an die RSF geliefert worden war.<br />Unterdessen werden die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des dreijährigen Krieges intensiviert . General al-Burhan reiste im Anschluss an die jüngste International Sudan-Konferenz in Berlin zu Gesprächen nach Saudi-Arabien und Oman. Die saudische Führung unterstützt den von Ägypten angeführten Versuch, einen Waffenstillstand zwischen den sudanesischen Konfliktparteien zu erreichen.<br /> <br />Thu, 23 Apr 2026 13:45:36 +0200ASIEN/LAOS - Apostolischer Vikar von Vientiane: “Neue Priester sind ein Geschenk Gottes an die laotische Kirche”https://www.fides.org/de/news/77611-ASIEN_LAOS_Apostolischer_Vikar_von_Vientiane_Neue_Priester_sind_ein_Geschenk_Gottes_an_die_laotische_Kirchehttps://www.fides.org/de/news/77611-ASIEN_LAOS_Apostolischer_Vikar_von_Vientiane_Neue_Priester_sind_ein_Geschenk_Gottes_an_die_laotische_KircheThakhek – Die kleine katholische Kirche in Laos hat zwei einheimische Priester, die mit ihrem Dienst zur Seelsorge in laotischen Gemeinschaften beitragen werden, die in kleinen Dörfern in einem zerklüfteten und gebirgigen Gebiet verstreut leben. In Anwesenheit von über 1.200 katholischen Gläubigen aus ganz Laos und Nachbarländern wie Thailand und den Philippinen, spendete Bischof Jean-Marie Vianney Prida Inthirath, Apostolischer Vikar von Savannakhet, an diesem Mittwoch , in der Kirche „St. Louis“ in Thakhek die Priesterweihe von Peter Gnantina Phiakeo und Philip Nouy Kamhou, beide Ordensleute der Kongregation der Redemptoristen .<br />Dies ist ein außergewöhnliches Ereignis für die Ortskirche in einem Land, in dem es insgesamt nur 20 Priester gibt und in dem keine ausländischen Missionare leben, da deren Anwesenheit von der Regierung nicht gestattet ist. Bischof Anthony Adoun Hongsaphong, Apostolischer Vikar von Vientiane, der bei der Veranstaltung anwesend war, beschrieb den Weihegottesdienst gegenüber Fides als „feierliches und freudiges Fest, an dem viele junge Menschen, über 40 Priester – die Hälfte davon Redemptoristen aus der Provinz Thailand – und zahlreiche Ordensschwestern teilnahmen. Alle wollten gemeinsam Gott loben und für die beiden neuen Priester beten, ein unermessliches Geschenk Gottes an die laotische Kirche.“<br />Der feierliche Gottesdienst, der über zweieinhalb Stunden dauerte, wurde, wie der Apostolische Vikar berichtet, durch eine Gebetsvigil vorbereitet. Am Vorabend hatten sich alle Gläubigen in Thakhek zur Anbetung des Allerheiligsten Sakraments versammelt. „Die große und vielfältige Gemeinschaft der anwesenden Gläubigen nahm mit lebendigem Glauben und tiefer geistlicher Intensität teil, lobte Gott und legte die Zukunft der Kirche in Laos in seine Hände“, so Bischof Anthony Adoun Hongsaphong.<br />Im Gespräch mit der Fides sagt Bischof Enrique Figaredo, Apostolischer Präfekt von Battambang, Kambodscha, und derzeitiger Präsident der Bischofskonferenz von Laos und Kambodscha : „Die laotische Gemeinde schreitet trotz bestehender Einschränkungen und Schwierigkeiten mit Glauben, Hoffnung und Liebe voran. Sie lässt sich nicht entmutigen. Laos ist ein wunderschönes Land, sowohl was seine Naturschönheit als auch den Charakter seiner Menschen betrifft, die stets so freundlich und gastfreundlich sind. Wir freuen uns sehr, dass der Herr seiner Ernte weiterhin Arbeiter schenkt, gerade in einer Gemeinde, die so dringend Priester für die Seelsorge der Gläubigen benötigt. Der Herr wirkt Wunder an einem wunderbaren Ort. Die kleine laotische katholische Kirche blickt hoffnungsvoll in die Zukunft, vertraut auf Gottes Vorsehung, und die Berufung zweier neuer Priester ist von großer Bedeutung, um Freude und Zuversicht für die Zukunft zu wecken. Wir stehen unseren Brüdern und Schwestern in Laos zur Seite, begleiten sie im Gebet und gehen mit ihnen den Weg, den der Herr uns weist, im Vertrauen darauf, dass er uns führen und uns das Licht und die Kraft seines Geistes schenken wird.“<br /> Thu, 23 Apr 2026 13:35:52 +0200LEO XIV. IN AFRIKA - Ordensschwester zum Besuch von Papst Leo: „Im Gleichgewicht zwischen prophetischen Worten und Diplomatie sowie die Nähe zu den Schwächsten“https://www.fides.org/de/news/77603-LEO_XIV_IN_AFRIKA_Ordensschwester_zum_Besuch_von_Papst_Leo_Im_Gleichgewicht_zwischen_prophetischen_Worten_und_Diplomatie_sowie_die_Naehe_zu_den_Schwaechstenhttps://www.fides.org/de/news/77603-LEO_XIV_IN_AFRIKA_Ordensschwester_zum_Besuch_von_Papst_Leo_Im_Gleichgewicht_zwischen_prophetischen_Worten_und_Diplomatie_sowie_die_Naehe_zu_den_SchwaechstenMalabo – An diesem Dienstag begann Papst Leo XIV. die letzte Etappe seiner Afrikareise in Äquatorialguinea. „Nach 44 Jahren ist wieder ein Nachfolger Petri unter uns, und wir haben ihn mit großer Zuneigung empfangen. So, wie es nur Äquatorialguinea kann! Es war eine Begegnung zwischen Himmel und Erde. Der Papst beschenkte uns mit seiner Güte und erinnerte uns mit seinen eindringlichen Worten und der Umarmung der Kinder an die Gegenwart Christi unter uns“, schreibt Schwester Giusy Becchero von Don Bosco Schwestern die im Erzbistum Malabo tätig sind, an Fides. „Der schönste Moment war, als er die Kinder in seine Arme nahm und sich von ihnen umarmen ließ … Ich musste an den Satz denken: ‚Selig sind die Sanftmütigen, die rein sind im Herzen‘“, fügt die Ordensfrau hinzu.<br />„Diese Reise erinnert an die des heiligen Johannes Paul II. im Jahr 1982, der von Präsident Teodoro Obiang Nguema Mbasogo empfangen wurde. Vor ihm, der bereits über vier Jahrzehnte an der Macht ist, hielt auch Leo XIV. im Präsidentenpalast eine besonnene, aber dennoch bedeutsame Rede. Ohne einen forschen Ton anzuschlagen, rief er die Verantwortlichen eindringlich dazu auf, sich „in den Dienst von Recht und Gerechtigkeit zu stellen“ und betonte die Wichtigkeit eines aufrichtigen Engagements für das Gemeinwohl. „Ich weiß, dass Sie das beeindruckende Projekt in Angriff genommen haben, eine Stadt zu errichten, die seit wenigen Monaten die neue Hauptstadt Ihres Landes ist. Sie haben ihr einen Namen gegeben, in dem der Name des biblischen Jerusalem anzuklingen scheint: Ciudad de la Paz. Möge diese Entscheidung einen jeden zum Nachdenken anregen, welcher Stadt er dienen will!“, sagte der Papst in seiner Ansprache an den Präsidenten, die Verantwortlichen und die Mitglieder des Diplomatischen Korps. „Es ist wichtig zu wissen“, betonte Schwester Giusy, „dass bis vor wenigen Tagen Malabo die Hauptstadt von Äquatorialguinea war; nun wird es eine neue Hauptstadt geben, die Stadt des Friedens heißen wird. Der Heilige Vater sprach ausführlich über das Thema Frieden und sagte, dass Frieden nicht wie eine Stadt errichtet werden kann, sondern von innen heraus entsteht.“<br />Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des nach ihm benannten Campus „León XIV.“ der Nationaluniversität in Malaba. Es lohne sich, so Papst Leo XIV. in seiner Ansprache, „weiterhin auf die Bildung der kommenden Generationen und auf jene ebenso anspruchsvolle wie edle Aufgabe zu setzen, die darin besteht, nach der Wahrheit zu suchen und das Wissen in den Dienst des Gemeinwohls zu stellen“. Eine Wahrheit, „die uns vorausgeht, uns ruft, uns übersteigt“ und es gelte „wiederzuentdecken, dass die Wahrheit nicht hergestellt, nicht manipuliert und nicht wie eine Trophäe besessen wird, sondern dass man sie annimmt, sie in Demut sucht und ihr verantwortungsvoll dient“.<br /> „Über die offiziellen Treffen hinaus setzte der Papst, ganz im Sinne seines Pontifikats, auch konkrete Zeichen“, fuhr Schwester Giusy fort. „Der Besuch der psychiatrischen Klinik ‚Jean-Pierre Olié‘ in Malabo war ein bewegender Moment des Tages. Durch den Besuch bei den Kranken und dem medizinischen Personal rückte er eine oft vernachlässigte Realität in den Fokus: die der schutzbedürftigen Menschen, insbesondere derer, die an psychischen Erkrankungen leiden. Diese seelsorgerische Geste erinnert uns daran, dass die Menschenwürde weder vom sozialen Status noch von der Gesundheit abhängt, sondern jedem Menschen innewohnt. Die Klinikleitung verstand diesen Besuch als starkes Signal, als Aufruf zu mehr Aufmerksamkeit für diejenigen, die oft vergessen werden. In einem Land, in dem die Herausforderungen im Gesundheitswesen und im sozialen Bereich weiterhin groß sind, dient die Anwesenheit des Papstes als Ansporn, inklusivere und humanere Strategien zu entwickeln.“<br />„Dieser Aufenthalt in Äquatorialguinea“, so die Ordensschwester abschließend, „verkörpert treffend den Geist der Afrikareise Leos XIV.: ein sensibles Gleichgewicht zwischen prophetischen Worten und Diplomatie sowie die Nähe zu den Schwächsten. Indem er Recht, Gerechtigkeit und Solidarität anspricht, wendet sich der Papst nicht nur an die Regierungsvertreter, sondern an die gesamte Gesellschaft und lädt sie ein, die Hauptrolle in einer gerechteren und geschwisterlicheren Zukunft zu übernehmen.“<br /> Wed, 22 Apr 2026 12:54:04 +0200AFRIKA/NIGERIA - “Wahre Entwicklung kann nicht allein am Bruttoinlandsprodukt gemessen werden, sondern an der effektiven Verbesserung der Lebensbedingungen“https://www.fides.org/de/news/77604-AFRIKA_NIGERIA_Wahre_Entwicklung_kann_nicht_allein_am_Bruttoinlandsprodukt_gemessen_werden_sondern_an_der_effektiven_Verbesserung_der_Lebensbedingungenhttps://www.fides.org/de/news/77604-AFRIKA_NIGERIA_Wahre_Entwicklung_kann_nicht_allein_am_Bruttoinlandsprodukt_gemessen_werden_sondern_an_der_effektiven_Verbesserung_der_LebensbedingungenAbuja – „Die unaufhörlichen gewalttätigen Angriffe und sinnlosen Tötungen im ganzen Land sind unmenschlich, nicht zu rechtfertigen und ein schwerer Angriff auf die Unantastbarkeit des Lebens“, erklärte der katholische Laienrat Nigerias in einer Stellungnahme im Anschluss an die 157. Versammlung des Vorstands in Akure am vergangenen Wochenende.<br />Der größte Verband nigerianischer Laien ruft die politischen und institutionellen Führungskräfte dazu auf, „Leben und Eigentum zu schützen und gleichzeitig nachhaltige Wirtschaftspolitiken umzusetzen, die die Menschenwürde zum Wohle der gesamten Nation in den Vordergrund stellen.“<br />Die Zunahme bewaffneter Banden und schwerer Formen der Bandengewalt hat verschiedene Ursachen, eine der Hauptursachen liegt jedoch in der Armut eines großen Teils der Bevölkerung in einem Land, das reich an Bodenschätzen ist. Der Rat der Laien prangert deshalb „die Kluft zwischen Arm und Reich sowie die wachsenden Schwierigkeiten an, die das Leid vieler Nigerianer verschärfen“, und ruft die Bevölkerung auf, „Ungerechtigkeiten anzuprangern, den Frieden zu fördern, die Schwächsten zu verteidigen und die Würde jedes Menschen zu schützen.“<br />Der katholische Laienrat von Nigeria ist überzeugt, dass „wahre Entwicklung in der modernen Gesellschaft nicht allein am Bruttoinlandsprodukt gemessen werden kann“, sondern „auf der effektiven Verbesserung der Lebensbedingungen und der Emanzipation der Menschen beruht“.<br />Wenn wahre Entwicklung auf der Menschenwürde gründe, „wirkt diese als treibende Kraft für soziale Gerechtigkeit und schafft eine nachhaltige, mitfühlende und stabile Gesellschaft“.<br />Die Stellungnahme schließt mit der Bekräftigung des Engagements des Rates, „in Zusammenarbeit mit der Katholischen Bischofskonferenz von Nigeria für das Wohl der Bevölkerung zu arbeiten, indem Frieden, Einheit, Gerechtigkeit und verantwortungsvolle Führung in Nigeria gefördert werden.“ „Wir werden uns energisch dafür einsetzen, dass die Regierung ihren Verpflichtungen nachkommt, Möglichkeiten zur Selbstbestimmung schafft und Probleme wie Unsicherheit, Ungleichheit und Ausgrenzung angeht, während wir gleichzeitig die Bildung und das Wachstum der Laien durch Katechese und ein tieferes Verständnis der Soziallehre der katholischen Kirche fördern.“<br />In Nigeria kommt es weiterhin zu Morden, Raubüberfällen und Angriffen auf Dörfer. Zu den jüngsten Opfern zählt der anglikanische Priester Emmanuel Ezeokwe, der in den frühen Morgenstunden des gestrigen Tages, dem 21. April, von einer Banditenbande ermordet wurde.<br />Ezeokwe war Pfarrer der anglikanischen Kirche von Zinai im Erzdiakonat der anglikanischen Diözese Yola. <br />Laut einer Erklärung der anglikanischen Kirche von Nigeria, die in den sozialen Medien veröffentlicht wurde, wurde der Geistliche von Banditen getötet, die die Gemeinde Zinai im Distrikt Song des Bundesstaates Adamawa im Nordosten Nigerias überfielen.<br /> Wed, 22 Apr 2026 12:27:19 +0200ASIEN/PAKISTAN - Christlicher Friedhof in Lahore geschändethttps://www.fides.org/de/news/77602-ASIEN_PAKISTAN_Christlicher_Friedhof_in_Lahore_geschaendethttps://www.fides.org/de/news/77602-ASIEN_PAKISTAN_Christlicher_Friedhof_in_Lahore_geschaendetLahore – In Lahore wurde ein christlicher Friedhof geschändet und mehrere Gläubige brutal angegriffen. Wie die Anwältin Aneeqa Maria Anthony von der Organisation „The Voice Society“ erklärte, ereignete sich der Vorfall am vergangenen 18. April. Dabei wurden junge Christen, die ihre verstorbenen Angehörigen besuchten angegriffen. Dank der Unterstützung von „The Voice“, die den Verletzten Rechtsbeistand und medizinische Versorgung leistete, wurde am Tag nach dem Vorfall in Lahore Anzeige gegen neun Männer wegen versuchten Mordes, sexueller Belästigung und Schändung einer Kultstätte erstattet.<br />Der Angriff ereignete sich, als der junge Christ Pervez Masih eingriff, um christliche Mädchen zu verteidigen, die von jungen Muslimen beleidigt und belästigt wurden. Pervez Masihs Vater ist Friedhofswärter, und seine Familie kümmert sich um den christlichen Friedhof in Asif Town in Lahore. Der Friedhof wird täglich von christlichen Bürger Lahores aufgesucht, um ihrer Verstorbenen zu gedenken und für sie zu beten. Nebenan befindet sich eine Kirche, in der Gottesdienste, Trauermessen und Gebete stattfinden. Besucher, insbesondere Mädchen, werden immer wieder von jungen Muslimen aus der Nachbarschaft belästigt. Am 18. April eskalierte die Situation und mindestens neun Jugendliche drangen auf den Friedhof ein und beschädigten Gräber und Kreuze. Sie stachen wiederholt auf Pervez Masih ein und misshandelten die christlichen Frauen, indem sie sie schlugen und ihnen die Kleider vom Leib rissen.<br />Mitarbeitende von „The Voice Society“ setzen sich dafür ein, die Angreifer zur Rechenschaft zu ziehen und der christlichen Gemeinde Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Der Angriff, so Anthony, „stellt eine Schändung eines heiligen Ortes dar, ein religiös motiviertes Hassverbrechen, das die volle Anwendung des Gesetzes erfordert.“ Die Polizei hat unterdessen vier Verdächtige festgenommen, die Ermittlungen dauern an.<br /> Wed, 22 Apr 2026 10:55:48 +0200LEO XIV. IN AFRIKA - Papst in Äquatorialguinea: “Die Soziallehre der Kirche ist eine Hilfe für alle, die sich den neuen Herausforderungen stellen wollen”https://www.fides.org/de/news/77601-LEO_XIV_IN_AFRIKA_Papst_in_Aequatorialguinea_Die_Soziallehre_der_Kirche_ist_eine_Hilfe_fuer_alle_die_sich_den_neuen_Herausforderungen_stellen_wollenhttps://www.fides.org/de/news/77601-LEO_XIV_IN_AFRIKA_Papst_in_Aequatorialguinea_Die_Soziallehre_der_Kirche_ist_eine_Hilfe_fuer_alle_die_sich_den_neuen_Herausforderungen_stellen_wollenMalabo – „Es ist immer eine Freude, Orte in der Welt zu sehen, an denen die Kirche wächst“, so Papst Leo XIV. bei der Pressekonferenz auf dem Flug von Luanda nach Malabo in Äquatorialguinea an, dem letzten Land seiner ersten Reise nach Afrika als Papst, wo er von zahlreichen Gläubigen vom ersten Augenblick seiner Ankunft an mit überschwänglicher Freude empfangen wurde. Und er erklärte in seiner ersten Rede im Präsidentenpalast vor Vertretern der Regierung, des diplomatischen Korps und der Zivilgesellschaft, er freue sich, „hier zu sein und das geliebte Volk von Äquatorialguinea zu besuchen“.<br />Begrüßt wurde er von Präsident Teodoro Obiang Nguema Mbasogo, der vor 44 Jahren auch Papst Johannes Paul II. willkommen geheißen hatte. Er steht symbolisch für jene politischen Führer und Machthaber, die in vielen afrikanischen Staaten ihre Macht über ungewöhnlich lange Zeiträume sichern. Vor 44 Jahren bezeichnete Papst Johannes Paul II. in seiner Ansprache an den Präsidenten Obiang Nguema Mbasogo – der durch einen Putsch gegen das diktatorische Regime seines Onkels Francisco Macías Nguema an die Macht gekommen war – als „die symbolische Mitte, in der die lebenddigen Bestrebungen eines Volkes zusammenlaufen, um ein soziales Klima echter Freiheit, Gerechtigkeit, Achtung und Förderung der Rechte jedes Einzelnen und jeder Gruppe sowie besseren Lebensbedingungen zu schaffen, die es allen ermöglichen, sich als Menschen und als Kinder Gottes zu verwirklichen“. Papst Leo XIV. griff diese Worte in seiner Ansprache auf und betonte: „Das sind immer noch aktuelle Worte, die alle, denen öffentliche Verantwortung übertragen ist, zum Nachdenken anregen können“, wobei er in seiner Ansprache auch an die Kriterien erinnerte, die Christen auf dem Weg der Geschichte und im Umgang mit den Angelegenheiten der Welt leiten.<br />Dabei zitierte der Papst wiederholt den heiligen Augustinus, der in seinem Werk „De Civitate Dei“ „die Ereignisse und die Geschichte nach dem Modell zweier Städte deutete: der Stadt Gottes, der ewigen Stadt, die durch die bedingungslose Liebe zu Gott gekennzeichnet ist, zusammen mit der Liebe zum Nächsten, vor allem zu den Armen; und der irdischen Stadt, einem Ort unserer vorübergehenden Wohnstätte, in der Mann und Frau bis zu ihrem Tod leben“. „In dieser Perspektive“, so der Bischof von Rom, „existieren die beiden Städte bis zum Ende der Zeiten nebeneinander.“ Und die Christen sind berufen, „in der irdischen Stadt zu leben, dabei aber Herz und Verstand auf die himmlische Stadt auszurichten, ihre wahre Heimat ist.“<br /> „Jeder Mensch“, so Papst Leo XIV. weiter, „kann etwas mit dem uralte Bewusstsein anfangen, dass wir auf Erden wie auf der Durchreise leben“. Und es bleibe entscheidend, „dass jeder den Unterschied erkennt zwischen dem, was Bestand hat und dem, was vergeht“. Man müsse sich „von unrechtmäßigem Reichtum und von der Illusion des Beherrschens fernhalten“.<br />Aus diesem Grund – bekräftigt Papst Leo – „ist die Soziallehre der Kirche eine Hilfe für alle, die sich den neuen Herausforderungen stellen wollen, die unseren Planeten und das menschliche Zusammenleben bedrohen, indem sie vor allem das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit suchen“. Dies sei „ein wesentlicher Bestandteil der Sendung der Kirche: zur Gewissensbildung beizutragen durch die Verkündigung des Evangeliums, durch das Aufzeigen moralischer Maßstäbe und echter ethischer Grundsätze, durch Achtung der Freiheit jedes Einzelnen und der Selbstbestimmung der Völker und ihrer Regierungen“.<br />Mit Blick auf Äquatorialguinea und andere afrikanische Länder bekräftigt Leo XIV., dass „die Ausgrenzung das neue Gesicht sozialer Ungerechtigkeit ist“. Er erinnert daran, dass sich die Kluft zwischen einer „kleinen Minderheit“ – 1 % der Bevölkerung – und der übergroßen Mehrheit dramatisch vergrößert hat“. Er betont, dass „der rasante technologische Wandel, die wir beobachten, eine Rohstoffe-Spekulation beschleunigt hat“, die „wesentliche Anliegen, wie die Bewahrung der Schöpfung, die Rechte lokaler Gemeinschaften, die Würde der Arbeit und den Schutz der öffentlichen Gesundheit in den Hintergrund zu drängen scheint“. In diesem Zusammenhang zitiert er Papst Franziskus in seinem Schreiben „Evangelii Gaudium“ über „diese Wirtschaft, die tötet“. Er stellt fest, dass die gegenwärtige „Ausbreitung bewaffneter Konflikte eine ihrer Hauptursachen in der Kolonisierung von Öl- und Mineralvorkommen hat, ohne Rücksicht auf das Völkerrecht und das Selbstbestimmungsrecht der Völker“. Und die neuen Technologien selbst „scheinen in erster Linie für kriegerische Zwecke konzipiert und eingesetzt zu werden“.<br />Doch– so fuhr der Nachfolger Petri fort – „Gott will das nicht.“ Und „sein heiliger Name darf nicht durch den Willen, andere zu beherrschen, durch Anmaßung und Diskriminierung entweiht werden; vor allem darf er niemals zur Rechtfertigung todbringender Entscheidungen und Handlungen herangezogen werden.“<br />Die Schlussworte von Papst Leos erster Ansprache in Äquatorialguinea sind ermutigend: „Ihr Land“, so der Papst, „ist ein junges Land! Ich bin daher überzeugt, dass Sie in der Kirche Unterstützung finden, um freie und verantwortungsbewusste Menschen heranzubilden, mit dem Sie gemeinsam in die Zukunft gehen können“. Der Papst erinnert daran, dass „in einer von Machtmissbrauch verwundeten Welt“ die Völker „nach Gerechtigkeit dürsten“ und dass „es gilt diejenigen wertzuschätzen, die an den Frieden glauben und es zu wagen, unkonventionelle politische Maßnahmen zu ergreifen, bei denen das Gemeinwohl im Mittelpunkt steht“. Abschließend betont er, dass „die Stadt Gottes, die Stadt des Friedens“, als nur angenommen werden kann „als ein Geschenk, das von oben kommt und auf das wir unsere Sehnsucht und all unsere Ressourcen ausrichten“. „Lassen Sie uns gemeinsam, mit Weisheit und Hoffnung, auf die Stadt Gottes zugehen, die Stadt des Friedens“, schloß der Bischof von Rom.<br /> <br />Tue, 21 Apr 2026 09:39:26 +0200VATIKAN - Zwischen Geschichte und Transzendenz: Urbaniana Universität veranstaltet Konferenz zum Thema „Die Zukunft des Verlangens“https://www.fides.org/de/news/77600-VATIKAN_Zwischen_Geschichte_und_Transzendenz_Urbaniana_Universitaet_veranstaltet_Konferenz_zum_Thema_Die_Zukunft_des_Verlangenshttps://www.fides.org/de/news/77600-VATIKAN_Zwischen_Geschichte_und_Transzendenz_Urbaniana_Universitaet_veranstaltet_Konferenz_zum_Thema_Die_Zukunft_des_VerlangensRom – Das menschliche Herz, von Gott als „unruhig“ geschaffen und von Augustinus beschrieben, und die Sehnsucht nach Frieden, die in Zeiten „anhaltender Kriege“ die Völker bewegt; das Verlangen als Bezugspunkt für die Annäherung an die Verheißungen des Evangeliums und das Schicksal menschlicher Sehnsüchte angesichts der Möglichkeiten und Manipulationen der Künstlichen Intelligenz. Das Thema einer fakultätsübergreifenden Konferenz zum Thema „Die Zukunft der Sehnsucht: Zwischen Geschichte und Transzendenz“, die am Mittwoch, dem 22. April, von 8:30 bis 12:30 Uhr stattfindet, ist voller Anregungen eröffnet viele verschiedene Wege, die es zu beschreiten gilt. <br />Der erste Vortrag von Theologieprofessor Antonio Landi deutet bereits im Titel auf die enge Verflechtung des Verlangens Gottes und des Verlangens des Menschen mit dem Geheimnis der Menschwerdung. Der Patrologe Armando Genovese zeichnet im zweiten Vortrag „Das unruhige Herz: Eine Reise ins Verlangen nach Augustinus“ die Wege des heiligen Bischofs von Hippo nach, der, indem er dem Verlangen seines Herzens folgte und auf es hörte, der Gnade Christi begegnete. Der dritte Vortrag von Religionstheologe Carmelo Dotolo mit dem Titel „Sehnsucht nach Frieden. Für einen schöpferischen Lebensstil“ beleuchtet den gemeinsamen Friedenswunsch als Quelle friedlichen Zusammenlebens verschiedener Völker und als Mittel des Widerstands gegen die Folgen permanenter Konflikte.<br />Nach der Debatte präsentiert Philosophieprofessor Adrian Ndreca seinen Vortrag „Die explorative Distanz des Verlangens als Raum der Begegnung. Für eine Phänomenologie der Unvollständigkeit“. Giambattista Formica, Professor für Geschichte der zeitgenössischen Philosophie, befasst sich in seinem Vortrag „Erkenne dich selbst: Das Verlangen und die Interaktion mit KI“ mit den Unsicherheiten rund um die Dynamik des Verlangens im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Die Teilnahme an der Konferenz ist über die virtuelle Plattform Zoom möglich .<br /> <br /><br /><br/><strong>Link correlati</strong> :<a href="https://www.fides.org/it/attachments/view/file/Locandina_Convegno_Desiderio_030326_1_.png">Veranstaltungsplakat</a>Tue, 21 Apr 2026 15:23:35 +0200ASIEN/PAKISTAN - Kinderehen und der Fall der Christin Maria Shahbaz: Christliche Gemeinschaft fordert Achtung der Gesetze zum Schutz von Minderjährigenhttps://www.fides.org/de/news/77599-ASIEN_PAKISTAN_Kinderehen_und_der_Fall_der_Christin_Maria_Shahbaz_Christliche_Gemeinschaft_fordert_Achtung_der_Gesetze_zum_Schutz_von_Minderjaehrigenhttps://www.fides.org/de/news/77599-ASIEN_PAKISTAN_Kinderehen_und_der_Fall_der_Christin_Maria_Shahbaz_Christliche_Gemeinschaft_fordert_Achtung_der_Gesetze_zum_Schutz_von_MinderjaehrigenLahore – „Die Umsetzung von Kinderschutzgesetzen ist dringend geboten, und die durch den Fall der Christin Maria Shahbaz offengelegten Gesetzeslücken müssen umgehend geschlossen werden. Die bestehenden Gesetze zur Kinderehe weisen Unklarheiten auf, die ausgenutzt werden und es einigen Männern ermöglichen, unter dem Vorwand angeblicher Eherechte das Sorgerecht für minderjährige Mädchen zu erlangen“, so der katholischer Politiker Anthony Naveed, Vizepräsident des Parlaments der pakistanischen Provinz Sindh, gegenüber Fides.<br />Im April 2026 fällte das pakistanische Bundesverfassungsgericht ein umstrittenes Urteil im Fall der 13-jährigen Christin Maria Shahbaz, die 2025 in Lahore entführt worden war. Obwohl ihre Familie Beweise für ihr Alter und ihre fehlende Einwilligung vorlegte und die Entführung sowie die Zwangsheirat anprangerte, genehmigte das Gericht, dass Maria, bei ihrem Entführer bleiben sollte, mit der Begründung, sie habe die Pubertät erreicht.<br />In Pakistan, einem überwiegend muslimischen Land, wird häufig auf der Grundlage von Unterschieden zwischen Zivilrecht und islamischem Recht gehandelt, das kein festes Mindestalter für die Eheschließung vorsieht und diese mit Eintritt der Pubertät erlaubt. Naveed merkt jedoch an: „Die Gesetze gegen Kinderehen in ganz Pakistan wurden zum Schutz Minderjähriger und zur Gewährleistung der in der Verfassung verankerten Grundrechte erlassen“, so Naveed, „Diese Gesetze wurden vom Bundesverfassungsgericht in seinen Urteilen bereits als mit islamischen Geboten vereinbar erklärt, was die Notwendigkeit ihrer strikten Anwendung unterstreicht.“ <br />Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Fall Maria, so Naveed weiter, „hat schwerwiegende Mängel bei der Umsetzung der Gesetze zum Schutz Minderjähriger aufgezeigt“. Naveed stellt fest: „Obwohl die Gesetze gegen Kinderehen die Handlung unter Strafe stellen und Strafen für diejenigen vorsehen, die eine Minderjährige heiraten, sowie für diejenigen, die eine Kinderehe vollziehen oder bezeugen, berühren sie nicht die Rechtsgültigkeit von Ehen mit Minderjährigen. Daher ist diese Ehe faktisch nicht ungültig.“<br />Naveed berichtet, dass „die Familie zusammen mit ihrem Anwaltsteam nun beim Obersten Gerichtshof Berufung gegen diese Entscheidung eingelegt hat.“<br />In diesem Zusammenhang bemerkt Pater Lazar Aslam , Direktor der Kommission für Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie des Kapuziner-Ordens, „eine alarmierende Zunahme von Entführungen, Zwangsbekehrungen und Zwangsehen minderjähriger christlicher Mädchen in Pakistan“ und merkt an, dass das jüngste Gerichtsurteil das Phänomen weiter fördern und legitimieren könnte. „Wir lehnen die jüngste Rechtsprechung, die religiöses Recht missbraucht, um Kindesentführung zu legitimieren, kategorisch ab. Diese Entwicklungen stellen eine systemische Ungerechtigkeit dar, die insbesondere Minderheiten in einen Zustand ständiger und allgegenwärtiger Angst versetzt“. Der Ordensmann berichtet gegenüber Fides von einer „kürzlich ereigneten herzzerreißenden Tragödie“: Zwei christliche Schwestern – die achtjährige Zarish und die vierzehnjährige Muqaddas – wurden in Sadiqabad entführt und nach Karatschi verschleppt, ihrer Heimat und ihrer Unschuld beraubt. Die Polizei bestätigte die Gewalttaten nach deren Auffinden im Viertel „Shirin Jinnah Colony“.<br /> „Muqaddas, die ältere Schwester, die nach unvorstellbaren Qualen auf die Intensivstation verlegt wurde, an den Folgen der Misshandlung gestorben. Ein vierzehnjähriges Mädchen, ein zerstörtes Leben. Möge der Herr sie in seinen Armen halten, an einem Ort, wo ihr niemand mehr schaden kann, wo jede Träne trocknet und jede Wunde heilt“, sagt der Ordensmann.<br />Die Kommission „Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie“ weist auf eine Liste der jüngsten Fälle hin, die die christliche Gemeinde betreffen . Am 24. März verschwand die siebzehnjährige Christin Niya aus ihrem Zuhause in Kot Radha Kishan. Ihre Familie bestätigte, dass sie entführt und zur Konversion gezwungen worden war. Trotz der formellen Anzeige, in der der Hauptangeklagte benannt wurde, gibt es keine Fortschritte in dem Fall. Es gibt Hinweise auf mangelnde Kooperation der örtlichen Strafverfolgungsbehörden, während die Verantwortlichen die Familie weiterhin bedrohen.<br />Am 6. April erhielt die 20-jährige Christin Laiba Javaid eine schriftliche Morddrohung, in der sie aufgefordert wurde, ihrem christlichen Glauben abzuschwören und einen muslimischen Mann zu heiraten. Andernfalls, so die Drohung, würde sie hingerichtet.<br />Am 8. April wurde die 14-jährige Christin Waziya Zahid in Toba Tek Singh entführt. Ihre Eltern sagen, sie sei mit der Absicht entführt worden, sie zwangsweise zum Islam zu bekehren und einen muslimischen Mann zu heiraten.<br />„In vielen Fällen besteht trotz privater Unterstützung durch einige muslimische Geistliche eine gewisse Zurückhaltung, an öffentlich aufzutreten“, so Pater Aslam ,„Daher sind es Vertreter der christlichen Institutionen wie Erzbischof Khalid Rehmat, der neue Erzbischof von Lahore, die das Thema ansprechen und die Familien verteidigen, deren Rechte ungestraft mit Füßen getreten und deren Töchter verschleppt werden.“<br />Im Zeichen der Solidarität mit den Familien der Opfer fordert die Kommission die pakistanische Regierung auf, „die sofortige und sichere Rückkehr der entführten Mädchen in ihre Herkunftsfamilien“ zu gewährleisten und „diejenigen, die Zwangsbekehrung als Deckmantel für das Verbrechen der Entführung nutzen, strengstens zu verfolgen“.<br /> <br />Tue, 21 Apr 2026 13:33:19 +0200AFRIKA/ÄTHIOPIEN - Mögliche Eskalation der Gewalt in Tigray befürchtethttps://www.fides.org/de/news/77598-AFRIKA_AeTHIOPIEN_Moegliche_Eskalation_der_Gewalt_in_Tigray_befuerchtethttps://www.fides.org/de/news/77598-AFRIKA_AeTHIOPIEN_Moegliche_Eskalation_der_Gewalt_in_Tigray_befuerchtetAddis Abeba – Die Volksbefreiungsfront von Tigray hat die Wiedereinsetzung des Regionalparlaments bekannt gegeben, dessen Wahl einer der Auslöser des Krieges in Nordäthiopien war. In einem Facebook-Post erklärte die Front, ihr Zentralkomitee habe beschlossen, die von rund 2,8 Millionen Menschen gewählte und im Namen des Friedens suspendierte Regierungsversammlung von Tigray wieder einzusetzen. „Diese Entscheidung wurde getroffen, weil die Bundesregierung das Abkommen von Pretoria ohne unsere Zustimmung verletzt“, sagte ein hochrangiger Funktionär der Front, der anonym bleiben wollte.<br />Laut lokalen Medienberichten besteht in diesem Zusammenhang die Befürchtung einer Wiederaufnahme des blutigen Konflikts zwischen der äthiopischen Regierung und regionalen Kräften, der zwischen 2020 und 2022 bereits mindestens 600.000 Opfer gefordert hat. Seitdem wird das Land gemäß dem Friedensabkommen von Pretoria regiert, das die dauerhafte Einstellung der Kampfhandlungen zwischen der Regierung und der TPLF vorsieht. Das Abkommen wurde von der Afrikanischen Union vermittelt und am 2. November 2022 in der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria unterzeichnet . Es sah die Einrichtung einer provisorischen Verwaltung für Tigray im Rahmen eines Dialogs zwischen den beiden Parteien vor, die die gewählten Gremien der Region bis zu Neuwahlen ersetzen sollte. Obwohl die Befreiungsfront, die Äthiopien drei Jahrzehnte lang regierte, weiterhin Einfluss auf regionaler Ebene ausübt, ist sie nach dem Machtantritt von Premierminister Abiy Ahmed nicht mehr als Partei registriert.<br />Die von den Bundesbehörden nicht anerkannten Wahlen von 2020 waren einer der Auslöser des blutigen Krieges, der die Region in eine beispiellose humanitäre Krise stürzte. Mehr als 1.300 Menschen starben aufgrund von Nahrungsmittel- und Medikamentenmangel. Hilfsorganisationen berichten, dass bis zu 80 % der Bevölkerung auf Nothilfe angewiesen sind und die Finanzierungslücken das Gesundheitssystem massiv belasten.<br /> Tue, 21 Apr 2026 12:47:51 +0200AFRIKA/D.R. KONGO - Spaltungen in den Reihen der “Wazalendo”-Milizen führen zu einer Zuspitzung der Sicherheitslagehttps://www.fides.org/de/news/77596-AFRIKA_D_R_KONGO_Spaltungen_in_den_Reihen_der_Wazalendo_Milizen_fuehren_zu_einer_Zuspitzung_der_Sicherheitslagehttps://www.fides.org/de/news/77596-AFRIKA_D_R_KONGO_Spaltungen_in_den_Reihen_der_Wazalendo_Milizen_fuehren_zu_einer_Zuspitzung_der_SicherheitslageKinshasa – Die Bevölkerung im Hochland der Lemera/Ruzizi-Ebene in der Provinz Südkivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist Gewalt und Schikanen durch rivalisierende Gruppen ausgesetzt.<br />Auf der einen Seite steht die mit Ruanda verbündete M23-Bewegung auf der anderen Seite die so genannten „Wazalendo“-Milizen. Diese entstanden als Selbstverteidigungsgruppen zur Unterstützung der regulären kongolesischen Armee, um dem Vormarsch der Rebellen der M23 entgegenzuwirken, sind aber im Laufe der Zeit zu einem Problem für die lokale Bevölkerung geworden – eben jener Bevölkerung, die sie angeblich schützen wollen.<br />Der jüngste Bericht der lokalen Menschenrechtsorganisation ACMEJ stellt fest, dass sich die Sicherheitslage in den Dörfern Nyamutiri, Kibungu, Ndolera, Businga und Kibanga im Lemera-Hochland/in der Ruzizi-Ebene katastrophal zuspitzt. Laut dem Bericht, der Fides vorliegt, „fehlen dort wie auch Lemera-Hochlands in weiten Teilen, politische, administrative und traditioneller Autoritäten“. „In einem kleinen Teil des Lemera-Gebiets, in einigen Dörfern, üben M23-Kämpfer und ihre Verbündeten die Kontrolle aus; im Großteil des Gebiets liegt die Macht jedoch bei jungen, bewaffneten Wazalendo“, heißt es in dem Bericht.<br />Einige „Wazalendo“-Kämpfer haben sich von ihrer Bewegung abgespalten und bewaffnete Banden gebildet, die von der lokalen Bevölkerung Schutzgeld erpressen. Der Bericht stellt fest: „Laut übereinstimmenden Quellen unter lokalen Anführern und Beobachtern gibt der Übertritt einiger junger Wazalendo-Mitglieder Anlass zu weiterer Besorgnis in einigen Dörfern der zentralen Lemera-Region. Tatsächlich wird angenommen, dass mehrere Fälle von Missbrauch und Menschenrechtsverletzungen, die in verschiedenen Dörfern der zentralen und gebirgigen Lemera-Region gemeldet wurden, von diesen Überläufern verübt wurden.“<br />Die Unsicherheit hat dazu geführt, dass „in anderen Dörfern der zentralen Lemera-Region mehrere bewaffnete Jugendliche eine lokale Verteidigungsbewegung reaktiviert haben, um die Bewohner vor nächtlichen Angriffen unbekannter maskierter Bewaffneter zu schützen.“<br />Laut ACMEJ wird die durch die „Wazalendo“-Überläufer verursachte Unsicherheit von der M23-Bewegung begrüßt. In dem Bericht heißt es, dass „M23-Soldaten und ihre ruandischen Verbündeten in den Gebieten Rbanga, Lemera und Mulenge zu bloßen Beobachtern des Vorgehens dieser Banditen geworden sind und denken: ‚Sollen sie doch ihre Brüder und Eltern töten; wir sind ja noch da, und da sie uns nicht angreifen, ist das für uns kein Problem, wir werden sie weiterhin kontrollieren, indem wir sie spalten.‘“<br /> Tue, 21 Apr 2026 12:41:05 +0200ASIEN/CHINA - “Begegnung mit dem Herrn - Ein synodaler Weg“: Bischöfe kommen zu geistlichen Exerzitien zusammenhttps://www.fides.org/de/news/77597-ASIEN_CHINA_Begegnung_mit_dem_Herrn_Ein_synodaler_Weg_Bischoefe_kommen_zu_geistlichen_Exerzitien_zusammenhttps://www.fides.org/de/news/77597-ASIEN_CHINA_Begegnung_mit_dem_Herrn_Ein_synodaler_Weg_Bischoefe_kommen_zu_geistlichen_Exerzitien_zusammenWuhan – Insgesamt 23 Bischöfe aus neun chinesischen Provinzen nahmen vom 13. bis 18. April an der ersten Exerzitienwoche des Jahres 2026 zum Thema „Begegnung mit dem Herrn – Ein synodaler Weg“ teil. Geleitet wurden die Exerzitienim Priesterseminar für Philosophie und Theologie Südzentralchinas in Wuhan, der Hauptstadt der Provinz Hubei, von Pfarrer Johann Baptist Zhang Shijiang, Gründer der Kommunikationsplattform „Xinde.org“ und Leiter der führenden katholischen Hilfsorganisation Chinas „Jinde Charities“. <br />Pfarrer Zhang strukturierte seine Meditationen in vier Unterthemen: „Loslassen und sich für die innere Einkehr selbst entleeren“, „Hinausgehen auf dem Weg zur Reife" , „Den Herrn lieben und in voller Gemeinschaft mit ihm leben" “ und „Gesunde und heilsame Freundschaft" . Er forderte die Teilnehmer außerdem auf, über ihr spirituelles Leben, ihren pastoralen Dienst und ihre persönliche Disziplin nachzudenken, und bezog sich dabei auch auf die von den zivilen Behörden initiierte Bildungskampagne mit dem Titel „Thematische Bildung“.<br />Auch Bischof Joseph Shen Bin von Shanghai, nahm an den Exerzitien teil und zelebrierte den Schlussgottesdienst.<br />Am Ende der Exerzitien brachten die Bischöfe ihre Dankbarkeit für die tiefgründigen Meditationen zum Ausdruck, die ihnen geholfen hatten, die Verbindung zwischen dem Leben und Wirken der Heiligen Apostel und ihrem eigenen pastoralen Dienst und geistlichen Leben zu erkennen. Die Meditationen verknüpften zudem die traditionelle chinesische Kultur mit dem christlichen Glauben und boten eine zeitgemäße, biblisch fundierte Antwort auf dringende Bedürfnisse und Probleme im Zusammenhang mit der Verwaltung kirchlicher Einrichtungen und Vermögenswerte – frei von jeglicher Neigung zu Exzessen und Korruption. <br />Während der Exerzitien konnten die anwesenden Bischöfe sich über Zweifel und Sorgen austauschen, die sie mitunter belasten, und sich mit neuem Eifer dem Auftrag widmen, das Evangelium in ihrer jeweiligen Situation zu verkünden.<br /> Tue, 21 Apr 2026 12:08:02 +0200ASIEN/SRI LANKA - Kardinal Ranjith gedenkt der Osteranschläge: " Wir sind der Wahrheit näher, aber es gibt noch immer Hindernisse“https://www.fides.org/de/news/77595-ASIEN_SRI_LANKA_Kardinal_Ranjith_gedenkt_der_Osteranschlaege_Wir_sind_der_Wahrheit_naeher_aber_es_gibt_noch_immer_Hindernissehttps://www.fides.org/de/news/77595-ASIEN_SRI_LANKA_Kardinal_Ranjith_gedenkt_der_Osteranschlaege_Wir_sind_der_Wahrheit_naeher_aber_es_gibt_noch_immer_HindernisseColombo – „Die derzeitige sri-lankische Regierung, die 2024 ihr Amt antrat, verfolgt eine positivere Haltung gegenüber dem Massaker vom Ostersonntag im April 2019 und sucht nach der Wahrheit. Allerdings versuchen einige Beamte des sogenannten ‚deep state‘, die reibungslose Durchführung der Ermittlungen zu behindern“, so der Erzbischof von Colombo, Kardinal Malcolm Ranjith, in einer Botschaft zum siebten Jahrestag des Massakers, bei dem sich sieben Selbstmordattentäter in einer Kirche und einem Hotel in die Luft sprengten und 278 Menschen töteten. <br />„Heute bitten wir alle Gläubigen, für Sri Lanka zu beten. Seit sieben Jahren setzen wir uns unermüdlich für den Frieden der Religionen ein und verfolgen weiterhin Transparenz und Wahrheit. Es gab Anzeichen dafür, dass hinter den Anschlägen nicht nur religiöse Fanatiker, sondern auch Politiker standen, die mit Gewalt Chaos und ethnische sowie religiöse Unruhen stiften wollten. Deshalb haben wir auf einer unabhängigen Untersuchung bestanden. Heute bekräftigen wir unsere Bitte um Unterstützung und Gebete. Unser Volk leidet und braucht Hilfe“, so der Kardinal in der Botschaft, die Fides vorliegt.<br />In einer Ansprache Anlass des Gedenkens, die der Kardinal heute in der St.-Antonius-Kirche in Kochchikade, in der Nähe von Colombo, hielt, schilderte er den gesamten Vorfall und die Schritte der Ermittlungen. In der vollbesetzten Kirche dankte er den buddhistischen Führern, die sich „uns im ständigen Aufruf zur Ruhe angeschlossen hatten, und so konnten wir den Ausbruch von Gewalt nach diesen Bombenanschlägen verhindern.“<br />Bezüglich der politischen und sozialen Kontext, die den Anschlägen zugrunde liegt, bemerkte er: „Der Rechtsstaat war zunehmend geschwächt durch politische Einmischung und ist zum Spielball von Selbstsucht, politischem Bankrott und dem Aufstieg von Lügen und Kriminalität geworden.“ „Da die meisten Opfer Katholiken waren und diese Anschläge an unserem höchsten Feiertag, dem Ostersonntag, in unseren Kirchen verübt wurden, ist die Suche nach der Wahrheit hinter diesen Anschlägen unser grundlegendes Recht, sowohl für die Familien der Opfer als auch für die Kirche. Die Suche nach allen Verantwortlichen für diese Morde und Zerstörungen ist nicht nur ein Recht der Opfer, sondern aller Bürger dieses Landes, und es ist die Pflicht der Regierung, uns auf faire und transparente Weise Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.“ „Niemand steht über dem Gesetz und darf ungestraft davonkommen, wenn er sich der Tat schuldig gemacht hat“, mahnte er.<br />Am 6. Oktober 2024 versprach der sri-lankische Präsident Anura Kumara Dissanayake bei einem Besuch der St.-Sebastian-Kirche in Katuwapitiya, „die Wahrheit hinter diesen Anschlägen nicht im Sande der Zeit versinken zu lassen“. Dazu sagte der Kardinal: „Wir fordern ihn dringend auf, dieses Versprechen zu halten, indem er eine umfassende, transparente und wahrheitsgemäße Untersuchung dieser Morde durchführt und die Wahrheit hinter diesem brutalen Massaker mutig ans Licht bringt.“<br />„Heute schöpfen wir Kraft aus unserem Glauben. Gerechtigkeit gehört dem Herrn. Das vergossene Blut ist das unschuldiger Männer, Frauen und Kinder, und es schreit zum Himmel nach Gerechtigkeit. Wir wissen, dass der Herr dieses Gebet erhören wird. Er wird uns Gerechtigkeit schenken. Bis dahin werden wir unseren Kampf fortsetzen“, so der Erzbischof von Colombo abschließend.<br /> Tue, 21 Apr 2026 11:04:53 +0200Papst Franziskus und das “Mysterium Lunae”https://www.fides.org/de/news/77594-Papst_Franziskus_und_das_Mysterium_Lunaehttps://www.fides.org/de/news/77594-Papst_Franziskus_und_das_Mysterium_LunaeVon Gianni Valente<br /><br />Rom – Der erste Todestag von Papst Franziskus fällt mit einer bemerkenswerten apostolischen Reise des jetzigen Bischofs von Rom zusammen. Umgeben von den Gläubigen, die auch Papst Fanziskus so sehr liebte, besucht Papst Leo vier Länder auf dem afrikanischen Kontinent. Dort wird er von kleine Gemeinden und jubelnde Menschenmengen willkommen geheißen – Länder, die zum Teil bereits zur Zeit der Apostel vom christlichen Evangelium erreicht wurden, und andere, in denen christliche Gemeinschaften dank der Arbeit der Missionare der letzten Jahrhunderte entstehen konnten.<br />Diese glückliche Fügung bietet auch die Gelegenheit, die dankbar auf das Geheimnis der Kirche auf ihrem Weg durch die Geschichte zu blicken und dem Nachfolger Petri ein dankbares Andenken zu bewahren, der am Ostermontag, dem 21. April 2025, von dieser Welt schied, nachdem er am Ostersonntag zuvor von der Loggia des Petersdoms aus die Welt mit seiner letzten Kraft gesegnet hatte.<br />Im Geheimnis der Kirche geschieht nichts zufällig. Und selbst die alltäglichsten Umstände können Licht und Trost spenden.<br />Ein Jahr nach seinem Tod, als sich der Nebel, in den Kritiker und eigennützige Lobredner die Tage und Jahre seines Pontifikats gehüllt hatten, langsam auflöst, hilft uns der nötige Abstand, die Züge und Nuancen der Worte zu erfassen, die Papst Franziskus während seiner Zeit als Bischof von Rom dem Herzen der Kirche Christi zuflüsterte.<br />Papst Franziskus bekräftigte als Nachfolger Petri auf seine Weise, dass der Glaube nicht aus dem menschlichen Herzen entspringt, sondern eine Gabe Christi ist, der seine Anziehungskraft auf Menschen jeden Alters und jeder Herkunft ausüben kann. Er betonte, dass die Kirche deshalb nicht aus sich selbst lebt, sondern allein durch die Gnade Christi. In seiner täglichen Lehre, in seinen Predigten, Katechesen und Dokumenten beschrieb er unzählige Details und Ausdrucksformen dieses Merkmals – der Abhängigkeit in von der Gnade Christi –, das wie ein genetischer Abdruck den gesamten Weg der Kirche durch die Geschichte prägt.<br />In seinem Lehramt hat Papst Franzisku wiederholt betont, dass jede Form kirchlicher Introversion, der Selbstbezogenheit, eine Krankheit darstellt. Und dass Christus seine Kirche stets von der Selbstbezogenheit und vom Klerikalismus, die sie ständig bedrängen, befreien kann, indem er sie immer wieder zu sich zieht und sie immer wieder mit seiner Vergebung erneuert.<br />Bereits in seiner kurzen Ansprache an die Generalkongregation der Kardinäle vor dem Konklave im Jahr 2013, das ihn zum Bischof von Rom wählte, hatte er, um das innigste Geheimnis der Kirche anzudeuten, die ihm so wichtige patristische Metapher des „Mysterium Lunae“ aufgegriffen: jene Formel, mit der die griechischen und lateinischen Kirchenväter der ersten Jahrhunderte zum Ausdruck brachten, dass die Kirche nicht von selbst leuchtet, sondern ein undurchsichtiger, dunkler Körper bliebe, wenn Christus sie nicht mit seinem Licht und seiner Gnade erleuchte, wie die Sonne den Mond.<br />Gerade weil sie Christus gehört, lebt sie nicht für sich selbst und leuchtet nicht aus eigenem Licht – betonte auch Papst Franziskus –, ist die Kirche missionarisch. Ihrem Wesen nach kann sie nicht selbstzufrieden sein, sich nicht selbst voranbringen, sich nicht selbst verkünden. Sie kann nur auf etwas anderes als sich selbst verweisen. Sie kann nur auf die Gnade und das Wirken des auferstandenen Christus verweisen, der ihr Leben schenkt und sie erleuchtet, wie der Mond das Licht der Sonne reflektiert.<br />Die missionarische Umkehr war das Kennzeichen des Pontifikats von Papst Franziskus.<br />Die dringende Forderung eines erneuerten missionarischen Geistes wurde zum Kern seines Lehramtes. Sie war der rote Faden, der sich durch sein gesamtes Wirken als Petrusnachfolger zog. Ein Faden, der sich nun durch das Lehramt des gegenwärtigen Nachfolgers Petri zieht. Er integrierte die beiden Päpste mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten und Temperamenten, ungeachtet der vielen Spekulationen über mögliche „Gegensätze“ der Persönlichkeiten der verschiedenen Bischöfe von Rom. Noch vor seiner ersten Afrikareise veröffentlichte Papst Leo XIV. mit einer symbolträchtigen Geste am 12. April einen Brief an die Kardinäle. Darin bekräftigte er Aspekte, die beim Konsistoriums im Januar in den Arbeitsgruppen zu den von Papst Franziskus in seinem programmatischen Apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ vorgeschlagenen missionarischen Perspektiven erörtert worden waren. In seinem Brief erinnerte Papst Leo auch an die Notwendigkeit, sich erneut mit „Evangelii Gaudium“ zu befassen, um „ehrlich“ zu prüfen, was nach all den Jahren tatsächlich rezipiert wurde und was unbekannt und nicht umgesetzt bleibt.<br />Ein Jahr nach seinem Tod scheint es noch deutlicher, dass selbst das Pontifikat von Papst Franziskus mit seiner vom Geist des Evangeliums geleiteten Unruhe auf etwas anderes als sich selbst hinwies. Das „Mysterium Lunae“, die Formel und Intuition, die für ihn das Herz und das Geheimnis der Kirche erfasste, lässt sich auch auf sein christliches Wirken und die Zeit seines Petrusamtes anwenden.<br />Von Beginn seines Pontifikats an hatte Papst Franziskus der Welt erklärt, dass er, ein armer „Sünder, auf den Christus blickte“, keine Wunder vollbringen könne. Er war jemand, der seine Grenzen nie verbarg, der nicht im Zeichen einer Geste der Schlichtheit, sondern „aus psychiatrischen Gründen“ nicht in den Apostolischen Palast zog, weil er es vorzog, in einem Haus zu leben, wo er täglich mit vielen anderen Menschen in Kontakt stand. Jahrelang wiederholte er unermüdlich, dass das Christentum die Welt nicht durch päpstliche Strategien erobert und fesselt, sondern durch „delectatio“, wie der heilige Augustinus sagte; „durch Anziehungskraft“, wie er immer wieder mit einem Zitat von Papst Benedikt betonte.<br />Lange Zeit haben Kommentatoren den Fokus ausschließlich auf die Person des Papstes, seine persönlichen Eigenschaften, seine Qualitäten und seine Schwächen gerichtet. Indem sie ihn vom lebendigen Leib der Kirche trennten, stilisierten sie ihn zu einem Einzelwesen, einem Star, einem Parteiführer. Und sie entfachten eine weltweite Polarisierung um ihn.<br />In Abwandlung eines alten orientalischen Sprichworts könnte man sagen: Als Papst Franziskus auf den Mond verwies, blickten die Narren nur auf ihn und verweilten bei seinen unbestreitbaren Qualitäten, seinen Charakterzügen oder den Fehlern, die er auf seinem Weg begangen hatte. <br />Das Volk Gottes hingegen, seinem Glauben folgend, blickte, als es Papst Franziskus sah, auf den Mond, auf den er zeigte. Deshalb liebt es Papst Bergoglio auch heute noch.<br />Diese Dynamik wiederholt sich bis heute auf einzigartige und unvorhersehbare Weise an dem Ort, wo seine sterblichen Überreste für immer ruhen. In der Basilika Santa Maria Maggiore verweilen Römer und Pilger in Stille im Gebet vor seinem Grab. Und sie verweilen nicht nur dort: Wenige Schritte weiter erreichen sie die Paulinische Kapelle und beten vor der Ikone der Jungfrau Maria „Salus Populi Romani“, vor der Papst Franziskus während seines Pontifikats insgesamt 126 Mal betete. So erstreckt sich die dankbare Erinnerung an Papst Franziskus nicht nur auf ihn selbst, sondern umarmt ihn auch mit Gebeten, Bitten und Danksagungen an die ihm so teure Ikone der Jungfrau Maria im Herzen Roms.<br /><br />Mon, 20 Apr 2026 09:13:04 +0200ASIEN/USBEKISTAN - Bischöfe Zentralasiens bringen Verbundenheit mit Papst Leo XIV. zum Ausdruck und wählen Kardinal Marengo zum Vorsitzenden der Bischofskonferenzhttps://www.fides.org/de/news/77593-ASIEN_USBEKISTAN_Bischoefe_Zentralasiens_bringen_Verbundenheit_mit_Papst_Leo_XIV_zum_Ausdruck_und_waehlen_Kardinal_Marengo_zum_Vorsitzenden_der_Bischofskonferenzhttps://www.fides.org/de/news/77593-ASIEN_USBEKISTAN_Bischoefe_Zentralasiens_bringen_Verbundenheit_mit_Papst_Leo_XIV_zum_Ausdruck_und_waehlen_Kardinal_Marengo_zum_Vorsitzenden_der_BischofskonferenzTaschkent – Unterstützung für Papst Leo XIV. „in seinen Friedensbemühungen und in seinem pastoralen Dienst an der ihm anvertrauten Herde und an allen, die unter Krieg und Ungerechtigkeit leiden“ bekräftigen die Bischöfe der zentralasiatischen Länder, die sich vom 15. bis 19. April in Taschkent, Usbekistan, zur Fünften Vollversammlung der Zentralasiatischen Bischofskonferenz versammelt hatten.<br />Zu Beginn ihrer Versammlung brachten sie damit ihre Verbundenheit mit dem Bischof von Rom nach den verbalen Angriffen von US-Präsident Donald Trump zum Ausdruck. Die Teilnehmer der Versammlung beteten laut einer am Ende der Tagung veröffentlichten Erklärung auch „um den Frieden für die gesamte Menschheit“. An der Versammlung nahmen die Bischöfe von Usbekistan, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan, der Mongolei und Aserbaidschan teil. Zu Beginn des Treffens war auch Erzbischof George Panamthundil, Apostolischer Nuntius in Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan, anwesend. Der Apostolische Nuntius in Usbekistan und Russland, Erzbischof Giovanni D'Aniello, richtete eine Grußotschaft an die Teilnehmer der Vollversammlung.<br />Am am vergangenen 17. April fanden die Wahlen des Vorstands der Konferenz statt. Kardinal Giorgio Marengo wurde zum Vorsitzenden, Bischof José Luis Mumbiela Sierra zum stellvertretenden Vorsitzenden und Bischof Jewgeni Zinkowski zum Generalsekretär gewählt.<br />Während der Plenarsitzungen tauschten die Bischöfe Erfahrungen in der Seelsorge aus und schilderten die dringenden Bedürfnisse der verschiedenen Ortskirchen mit dem Ziel „sich gegenseitig in der Einheit und der Verantwortung für den ihnen anvertrauten Auftrag zu unterstützen“.<br />Am 18. April besuchten katholischen Bischöfe in der usbekischen Hauptstadt das Zentrum für Islamische Zivilisation in Usbekistan. Sie sahen den Besuch als Gelegenheit, ihr Engagement für den interreligiösen Dialog zu bekräftigen.<br />Wie die Bischöfe Zentralasiens in ihrer Abschlusserklärung betonten, „rufen sie alle Gläubigen dazu auf, inständig für den Frieden unter den Völkern zu beten, die unter ungerechten Kriegen leiden, und sie der besonderen Fürsprache der Jungfrau Maria, der Königin des Friedens, anzuvertrauen, um den Segen eines gerechten und dauerhaften Friedens für alle zu erbitten.“<br /> Mon, 20 Apr 2026 13:41:10 +0200