Fides News - German (Standard)https://www.fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. AFRIKA/MALAWI - Ordensfrau misshandelt: Bischöfe sagen “Nein” zu religiöser Intoleranzhttps://www.fides.org/de/news/74904-AFRIKA_MALAWI_Ordensfrau_misshandelt_Bischoefe_sagen_Nein_zu_religioeser_Intoleranzhttps://www.fides.org/de/news/74904-AFRIKA_MALAWI_Ordensfrau_misshandelt_Bischoefe_sagen_Nein_zu_religioeser_IntoleranzLilongwe - Ein Mann mit psychiatrischen Problemen wurde von der Polizei in Blantyre im Zusammenhang mit der Gewalt gegen eine katholische Ordensfrau in Zomba verhaftet. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei dem Festgenommenen um einen Patienten des psychiatrischen Krankenhauses in Zomba.<br />An dem Tag, an dem er die Nonne angegriffen hat, soll der Verdächtige auch die Feierlichkeiten zum Fest des Fastenbrechens „Eid al Fitr“ zum Abschluss des Ramadan gestört haben, die im Kamuzu-Stadion in Blantyre stattfanden.<br />In einer Mitteilung hatte die Bischofskonferenz von Malawi berichtet, dass am Morgen des 11. April in Zomba eine katholische Ordensfrau von unbekannten Männern entführt worden war, die ihr eine Mitfahrgelegenheit in ihrem Auto angeboten hatten. Die Schwester wurde von den Insassen des Wagens angegriffen und gefoltert. "Die Angreifer erklärten der Nonne, die Gewalt sei darauf zurückzuführen, dass man ihren Glauben und ihre religiöse Identität nicht akzeptiere, und stellten ihre Intoleranz unter Beweis, indem sie den Rosenkranz und das Kreuz, die sie trug, gewaltsam entfernten und aus dem Autofenster warfen, so dass sie verwundet, ohnmächtig und traumatisiert zurückblieb", heißt es in der Mitteilung.<br /> „In unserem jüngsten Hirtenbrief ‚Die traurige Geschichte Malawis‘ haben wir die Malawier vor der Entwicklung von Trends gewarnt, die von religiöser Intoleranz zeugen", erinnern die Bischöfe. "Jeder friedliebende Malawier weiß, dass das oberste Gesetz unserer Nation, unsere Verfassung, die Religionsfreiheit vorsieht und daher jeder Bürger das Recht hat, einer religiösen Gruppe seiner Wahl anzugehören und daher nicht daran gehindert werden kann, die Religion seiner Wahl irgendwo im Land zu praktizieren und zu manifestieren."<br />"Wir hoffen jedoch, dass die Polizei, die mit dieser Angelegenheit betraut wurde, diesen schrecklichen Angriff auf die katholische Ordensfrau und andere ähnliche Fälle gewissenhaft untersuchen wird, damit der Gerechtigkeit Genüge getan wird und diese entarteten, hasserfüllten Tendenzen religiöser Intoleranz ein für alle Mal eingedämmt und beseitigt werden", erklärte die Bischofskonferenz.<br /> Mon, 15 Apr 2024 13:32:58 +0200AFRIKA/D. R. KONGO - Bischof von Buta ernannthttps://www.fides.org/de/news/74905-AFRIKA_D_R_KONGO_Bischof_von_Buta_ernannthttps://www.fides.org/de/news/74905-AFRIKA_D_R_KONGO_Bischof_von_Buta_ernanntVatikanstadt – Papst Franziskus hat den bisherigen Regionalvikar des Ordens des heiligen Augustinus in der Demokratischen Republik Kongo, Pater Martin Banga Ayanyaki zum Bischof von Buta wurde am 1. Dezember 1972 in Dungu in der Verwaltungsprovinz Haut-Uélé geboren. Nach Abschluss seines Studiums der Philosophie am Institut des Heiligen Augustinus und der Theologie an der Universität Saint-Eugène de Mazenod in Kinshasa legte er am 30. November 2002 die ewigen Gelübde ab und wurde am 28. August 2003 in Poko, Diözese Dungu-Doruma, zum Priester geweiht.<br />Danach hatte er folgende Ämter und absolvierte weitere Studien: Vizepfarrer in Poko, Diözese Doruma-Dungu ; Mitglied des Augustiner-Vikariats und Pfarrer in Poko ; Regionalvikar des Augustinerordens ; pastoraler Mitarbeiter im Kloster „Santa Maria del Popolo“ in Rom ; Doktor der Soziologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom . Seit 2022 ist er Regionalvikar des Ordens des Heiligen Augustinus und Professor für Soziologie und Anthropologie an der Universität des Heiligen Augustinus in Kinshasa.<br /> <br /><br />Mon, 15 Apr 2024 12:59:34 +0200ASIEN/HEILIGES LAND - Pater Bouwen nach iranischem Angriff: “Die Entwicklung ist unvorhersehbar. Wir brauchen eine Friedenskonferenz”https://www.fides.org/de/news/74903-ASIEN_HEILIGES_LAND_Pater_Bouwen_nach_iranischem_Angriff_Die_Entwicklung_ist_unvorhersehbar_Wir_brauchen_eine_Friedenskonferenzhttps://www.fides.org/de/news/74903-ASIEN_HEILIGES_LAND_Pater_Bouwen_nach_iranischem_Angriff_Die_Entwicklung_ist_unvorhersehbar_Wir_brauchen_eine_Friedenskonferenzvon Gianni Valente<br /> <br />Jerusalem - "Seit dem erneuten Ausbruch der Gewalt in Israel-Palästina am 7. Oktober 2023 wird die Region von einer Reihe tragischer Ereignisse überrollt, die sich einer rationalen Analyse zu entziehen scheinen".<br />Pater Frans Bouwen, ein belgischer Missionar der Weißen Väter, lebt seit mehr als 50 Jahren in Jerusalem. Er engagiert sich für den ökumenischen Dialog und leitete 46 Jahre lang, von 1969 bis 2015, die renommierte Zeitschrift „Proche Orient Chrétien“. Dies ist auch der Grund, warum Pater Bouwen es gewohnt ist, mit klarem Realismus die Notlagen und Erschütterungen zu analysieren, die das geopolitische Szenario im Nahen Osten durchziehen. Der Missionar der "Weißen Väter" sagt im Interview mit Fides: "Die Gründe für Aktionen erscheinen meist emotional oder sogar leidenschaftlich. Daher ist es praktisch unmöglich vorherzusagen, was nach der beunruhigenden Beschleunigung durch den iranischen Angriffs am Sonntag, den 14. April, geschehen wird".<br /><br /><br />Die Entwicklung nach dem iranischen Angriffs lässt sich nicht vorhersagen. Vielmehr warnten vor dem Abschuss von Drohnen und Raketen auf israelisches Gebiet die Geheimdienste schon lange im Voraus...<br />FRANS BOUWEN: Die iranische Aktion war in der Tat vorhersehbar nach dem maßgeblichen israelischen Angriff auf das iranische Konsulat in Damaskus, bei dem mehrere hochrangige iranische Beamte getötet wurden. In gewisser Weise fühlte sich der Iran verpflichtet, nach den vielen Drohungen, die seine Führer in letzter Zeit ausgesprochen hatten, Vergeltung zu üben. Meines Erachtens ging es dabei in erster Linie darum, den eigenen Ruf zu schützen und das Gesicht zu wahren. Auf diese Weise befriedigte der Iran in gewisser Weise den reaktionsfreudigsten Teil seiner Gesellschaft und zeigte Israel, dass seine Drohungen ernst genommen werden müssen.<br /><br />Welche Absichten hat der Iran für die Zukunft?<br /><br />BOUWEN : Offenbar will der Iran nicht weiter gehen. Viel wird von der Reaktion Israels und der westlichen Staaten abhängen, die ihre Unterstützung für Israel zum Ausdruck bringen. Diese Situation wird von allen als ein Weckruf gesehen, der ein schnelles, gemeinsames und entschlossenes Handeln erfordert.<br /><br />Wie sollte man vorgehen, um das Schlimmste zu verhindern?<br /><br />BOUWEN : Papst Franziskus hat es am Sonntag, den 14. Mai, nach dem Regina-Caeli-Gebet gut ausgedrückt. Vor allem müssen wir uns jeder Aktion enthalten, die den Nahen Osten in eine neue Spirale der Gewalt führen könnte, die die gesamte Region in einen allgemeinen Krieg stürzen könnte, der unweigerlich schwerwiegende weltweite Auswirkungen haben würde. Alle betroffenen Staaten im Nahen Osten und in der ganzen Welt müssen sich darauf verständigen, zu einer Einstellung der Feindseligkeiten aufzurufen und sich zu ernsthaften Verhandlungen zusammenzusetzen, um eine Lösung für die zugrunde liegenden politischen und nationalen Konflikte zu finden und eine stabile Situation für den gesamten Nahen Osten zu schaffen.<br /><br /><br />Welche Verantwortung tragen andere Länder und internationale Organisationen in einem solchen Szenario?<br /><br />BOUWEN: Verhandlungen dieser Art können nicht nur zwischen Israelis und Palästinensern geführt werden, weil die Ungleichheiten zwischen den beiden beteiligten Parteien zu groß sind. Differenzen zwischen dem Besatzer und dem Besetzten, zwischen einem der am stärksten bewaffneten Länder der Welt und einem wehrlosen Volk. Die westlichen Staaten tragen in dieser Angelegenheit eine große Verantwortung, da sie durch ihr Handeln oder ihre Untätigkeit zugelassen haben, dass sich die Situation allmählich zu der Sackgasse entwickelt hat, in der sie sich heute befindet.<br /><br /><br />Wie sehen realistische Lösungsansätze aus?<br /><br />BOUWEN : Nur eine solche Friedenskonferenz wird eine Lösung bringen können. Für diejenigen von uns, die in diesen Ländern leben, scheinen die beiden möglichen Lösungen - zwei Staaten für zwei Völker oder ein einziger Staat mit gleichen Rechten und Pflichten für alle - im Moment menschlich nicht machbar zu sein. Doch im Heiligen Land gibt es auf beiden Seiten des Konflikts viele Menschen, die bereit sind, zusammenzuleben und eine bessere Welt für alle aufzubauen, angefangen bei den trauernden Eltern, deren Vertreter vor einigen Tagen von Papst Franziskus empfangen wurden.<br /><br /> <br />Wo sehen Sie von Ihrem Wohnsitz in Jerusalem aus, mit Blick auf die "Via Dolorosa", konkrete Zeichen der Hoffnung auf Veränderung?<br /><br />BOUWEN: Diejenigen von uns, die in der Nähe des Tempelbergs und der al-Aqsa-Moschee leben, waren zutiefst beeindruckt von der Würde und Selbstbeherrschung der Zehntausenden von muslimischen Gläubigen, die den ganzen Ramadan hindurch jeden Tag zum Gebet kamen, ohne dass es zu nennenswerten Zwischenfällen kam. Dies zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Palästinenser in Frieden leben und sie selbst sein wollen, getreu ihrer Identität und ihren Traditionen. Als Zeichen der Solidarität mit ihren Brüdern und Schwestern, die unter der Gewalt im Gazastreifen und in Teilen des Westjordanlandes leiden, verzichteten sie auf alle großen Feiern und beschränkten sich darauf, zu beten und den Ramadan mit ihren Familien zu begehen.<br /><br />Wie steht es mit den Christen?<br /><br />BOUWEN : Die christlichen Feiern der Karwoche und des Osterfestes nach dem gregorianischen Kalender fanden im gleichen Geist der Solidarität und Nüchternheit und mit einer besonderen religiösen Inbrunst statt. Bei der Palmsonntagsprozession zeigten die Christen ihren Wunsch, Jesus in seinem Leiden treu zu folgen, geleitet von ihrem Glauben, der sie lehrt, dass dieser Weg zur Auferstehung und zum Sieg über das Böse und den Tod führt. Es ist die Aufgabe der Seelsorger, die Gläubigen in dieser "Hoffnung über die Hoffnung hinaus" zu bestärken, indem sie anerkennen, wie der heilige Paulus im Römerbrief lehrt: „Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.<br />Mon, 15 Apr 2024 12:51:55 +0200AFRIKA/SUDAN - Vor einem Jahr begann der Bürgerkrieghttps://www.fides.org/de/news/74902-AFRIKA_SUDAN_Vor_einem_Jahr_begann_der_Buergerkrieghttps://www.fides.org/de/news/74902-AFRIKA_SUDAN_Vor_einem_Jahr_begann_der_BuergerkriegKhartoum – Rund 16.000 Tote und über 8 Millionen Vertriebene und Flüchtlinge: die schwerste Vertreibungskrise der Welt. Diese Zahlen veranschaulichen die humanitäre Tragödie des vergessenen Krieges im Sudan, der vor genau einem Jahr, am 15. April 2023, ausbrach, als nach monatelangen Spannungen die etwa 300.000 Mann starke reguläre Armee unter der Führung von General Abdel Fattah al-Burhan und die paramilitärische Miliz der „Rapid Support Forces“ unter Leitung von Mohamed Hamdan "Hemedti" Dagalo mit etwa 100.000 Mann in Konflikt gerieten .<br />Es ging um die Integration der RSF in die nationale Armee, insbesondere den Zeitpunkt der Integration und die Kommando- und Kontrollstruktur. Der Konflikt, der in der Hauptstadt Khartum begann, breitete sich bald auf Darfur, die Hochburg der RSF, und dann praktisch auf das ganze Land aus. In Darfur nahm der Krieg sofort eine ethnische Dimension an und legte unverheilte Wunden aus dem vorangegangenen Konflikt zu Beginn der 2000er Jahre frei. Die RSF sind aus den berüchtigten arabischen Dschandschawid aus berittenen Kämpfern hervorgegangen, die das vorherige Regime von Omar al Bashir zur Unterdrückung der nicht-arabischen Bevölkerung in dieser riesigen Region im Westen des Sudan eingesetzt hatte. Zu den beiden Kriegsparteien, SAF und RSF, gesellten sich dann die verschiedenen bewaffneten Gruppen, die bereits im Sudan präsent waren und sich der einen oder anderen Seite anschlossen .<br />Der Krieg hat die Landwirtschaft des Landes verwüstet, so dass zu den oben genannten Zahlen noch die rund fünf Millionen Menschen hinzukommen, die vom Hungertod bedroht sind, und die 18 Millionen, die sich in einer schweren Nahrungsmittelkrise befinden.<br />Und Lebensmittel sind zu einer Waffe geworden: Beide Kriegsparteien verhindern, dass Konvois mit Nahrungsmittelhilfe, die von humanitären Organisationen geschickt werden, in die vom Gegner kontrollierten Gebiete fahren.<br />Die Vorwürfe über schwere Menschenrechtsverletzungen durch das Militär und die Milizen häufen sich, darunter sexuelle Gewalt, Folter und Massenhinrichtungen.<br />Die beiden Fraktionen scheinen sich nicht an den Verhandlungstisch setzen zu wollen, weil sie beide glauben, den Konflikt gewinnen zu können. Auch die Unterstützung von außen, die beide erhalten, könnte das Kalkül der beiden rivalisierenden Anführer beeinträchtigen. Die RSF wird von russischen Söldnern aus der ehemaligen Wagner-Group, von den Vereinigten Arabischen Emiraten, die Hilfe über die Zentralafrikanische Republik, den Tschad und die libysche Cyrenaika schicken, unterstützt. Die reguläre Armee wird hingegen von Ägypten, der Türkei und dem Iran unterstützt , während die ukrainischen Spezialeinheiten gelegentlich Videos veröffentlichen, in denen sie russische Söldner, die die SFR unterstützen, treffen. Auf dem sudanesischen Kriegsschauplatz, inmitten einer nicht enden wollenden humanitären Tragödie, kommt es zu einer seltsamen Vermischung<br /> Mon, 15 Apr 2024 12:19:36 +0200ASIEN/MYANMAR - Bischof Loikaw: "Ich sehe Licht in den Gesichtern der leidenden Menschen, aber wir brauchen einen Aufbruch zu neuer Hoffnung“https://www.fides.org/de/news/74901-ASIEN_MYANMAR_Bischof_Loikaw_Ich_sehe_Licht_in_den_Gesichtern_der_leidenden_Menschen_aber_wir_brauchen_einen_Aufbruch_zu_neuer_Hoffnunghttps://www.fides.org/de/news/74901-ASIEN_MYANMAR_Bischof_Loikaw_Ich_sehe_Licht_in_den_Gesichtern_der_leidenden_Menschen_aber_wir_brauchen_einen_Aufbruch_zu_neuer_Hoffnung<br />Loikaw - "Ich bin in der Pfarrei von Soudu, einem Dorf in der Diözese Loikaw. Es ist eine der Pfarreien, in denen das pastorale Leben noch möglich ist. Unsere Kathedrale in Loikaw ist immer noch von der burmesischen Armee besetzt. Mehr als die Hälfte der Kirchen in der Diözese sind geschlossen und leer, weil die Gläubigen geflohen sind. Wir leben in einem Zustand der Vertreibung und der Bedrängnis, aber ich danke dem Herrn, weil er mir mit dieser Erfahrung die Möglichkeit gegeben hat, meinem Volk näher zu sein, näher an den Menschen, die so sehr Trost und Solidarität brauchen", sagt der Bischof von Loikaw Celso Ba Shwe, der ebenfalls als Flüchtling lebt und im November 2023 gezwungen war, seine Kathedrale und das angrenzende Pastoralzentrum zu verlassen, das von der burmesischen Armee besetzt ist, die den Komplex zu einer Militärbasis gemacht hat, gegenüber Fides. Der Bischof verbrachte erst Weihnachten, dann die Fastenzeit und nun auch Ostern außerhalb seiner Kirche, um die Flüchtlinge zu besuchen und mit ihnen die Feiertage zu begehen.<br />Drei Jahre nach dem Staatsstreich, sagt er heute verbittert: "Wir können nicht länger mit einem internen Krieg weitermachen. Die Nation und die gesamte Bevölkerung werden am Ende geschwächt und vernichtet sein. Wir müssen jetzt einen Ausweg finden und Wege der Verhandlung, des Dialogs und der Versöhnung einschlagen. Wir sind sehr besorgt über die soziale und politische Lage, das soziale Gefüge ist zerrissen, die Menschen sind verwirrt und desorientiert. Überall gibt es Vertriebene, die Gewalt wütet, die Stadt Loikaw ist nur noch von den kämpfenden Einheiten, d.h. Soldaten und Oppositionsmilizen, besetzt. Wir werden Tag für Tag Zeuge eines langsamen Todes unseres schönen Landes. Das alles macht uns wirklich zu schaffen. Wir beten zu Gott, dass er uns einen Weg des Friedens öffnet, denn so kann es nicht weitergehen". Doch trotz der Tragödie findet der Bischof auch Worte der Hoffnung: "Christus ist auch für uns auferstanden, ich sehe Licht in den Gesichtern der leidenden Menschen und das tröstet mich. Lasst uns die Hoffnung nicht verlieren, denn Gott ist es, der sie uns gibt. Die Menschen leiden, widerstehen, hoffen. Aber wir brauchen einen Aufbruch zu neuer Hoffnung. Wir danken Papst Franziskus, der die Welt immer wieder an unser Leid erinnert und für uns betet".<br />Im Bürgerkrieg versuchen die Rebellen nach dem Erfolg der "Operation 1027" , strategisch Grenzgebiete zu erobern, um die Versorgung der Junta zu verhindern, die stattdessen den zentralen Teil des Landes und die größeren Städte kontrolliert. In den letzten Tagen haben die Oppositionskräfte eine weitere wichtige Stadt erobert und damit der Regierungsarmee einen schweren Schlag versetzt: Es handelt sich um die Stadt Myawaddy im Südosten, an der Grenze zu Thailand, wo sich ein Militärstützpunkt befand, der von der zurückgedrängten regulären Armee aufgegeben wurde. Die Stadt Myawaddy, ein wichtiger Grenzübergang und Knotenpunkt für den Handel und die Versorgung von Thailand nach Myanmar, fiel nach einer Offensive der Karen National Liberation Army, einer der mit der birmanischen Opposition verbündeten ethnischen Milizen.<br />Ein weiteres Kapitel, über das sich auch Vertreter der katholischen Kirche sehr besorgt äußern, ist die wirtschaftliche Lage in Myanmar, die sich verschlechtert hat, mit steigenden Preisen und einer Verknappung der Grundversorgung, was zu weit verbreiteter Not und Unterernährung führt. Vor diesem Hintergrund benötigt der UN-Notfallplan für Myanmar für das Jahr 2024 Mittel in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar , um mehr als 5 Millionen bedürftige Menschen auf birmanischem Gebiet zu erreichen. Nach UN-Angaben gibt es über 2,6 Millionen Binnenvertriebene, und die Zahl steigt weiter an.<br /> <br />Mon, 15 Apr 2024 11:59:02 +0200AFRIKA/TANSANIA - Überschwemmungen in Rufiji: Hunderte von Vertriebenen, zerstörte Ernten, Bevölkerung von Epidemien und Unterernährung bedrohthttps://www.fides.org/de/news/74900-AFRIKA_TANSANIA_Ueberschwemmungen_in_Rufiji_Hunderte_von_Vertriebenen_zerstoerte_Ernten_Bevoelkerung_von_Epidemien_und_Unterernaehrung_bedrohthttps://www.fides.org/de/news/74900-AFRIKA_TANSANIA_Ueberschwemmungen_in_Rufiji_Hunderte_von_Vertriebenen_zerstoerte_Ernten_Bevoelkerung_von_Epidemien_und_Unterernaehrung_bedrohtMuhoro - Die Region Rufiji im Westen Tansanias ist mit enormen Schwierigkeiten konfrontiert, und der Bezirk steht vor einer der schlimmsten humanitären Krisen. Tausende von Menschen benötigen sofortige humanitäre Hilfe in verschiedenen Bereichen, darunter Gesundheitsversorgung, Ernährung, Trinkwasser und Abwasserentsorgung. Es besteht die Gefahr einer Ausbreitung von durch verschmutztes Wasser übertragenen Krankheiten.<br />Dies berichtet das Hilfswerk der Kamillianer-Missionare „Camillian Disaster Service International“ , der Organisation, die sofort eingreift, um den Tausenden von Vertriebenen zu helfen, die von den Überschwemmungen schwer betroffen sind.<br />Laut einer Mitteilung von CADIS, die Fides vorliegt, haben die jüngsten Überschwemmungen vom 4. April 2024 große Verwüstungen angerichtet und Tausende von Familien vertrieben, die nun dringend auf Hilfe angewiesen sind. Häuser wurden zerstört, Ernten weggeschwemmt und der Zugang zu Trinkwasser und wichtigen Dienstleistungen wurde unterbrochen. Besonders gefährdet sind die schwächsten Mitglieder der Gemeinschaft, darunter Frauen, Kinder und ältere Menschen, die dringend Unterstützung benötigen. Im Distrikt Muhoro, wo 75 Prozent des Gebiets unter Wasser stehen, sind etwa 17 000 Menschen betroffen: sie wurden obdachlos und leben nun in Grundschulgebäuden ohne Grundversorgung. Im Bezirk Chumbi wurden etwa 1.000 Menschen vertrieben. Die diesjährigen Überschwemmungen haben 28.374 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche überflutet und Ernten wie Mais, Reis, Sesam und Bananen vernichtet.<br />Das Büro von CADIS in Tansania setzt sich gemeinsam mit der Regierung, der lokalen Bevölkerung und humanitären Organisationen für die Bewältigung dieser Notsituation und die Verringerung der hohen Krankheits- und Sterberaten ein, die durch schlechte Ernährung und sanitäre Einrichtungen sowie den Mangel an sauberem Wasser in den Unterkünften und Evakuierungszentren für Binnenvertriebene verursacht werden. Die Kamillianer-Organisation wird sich vor allem in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene, insbesondere für Mütter und Kinder, engagieren sowie Wasserreinigungstabletten, provisorische Toiletten, Handwaschanlagen und Kleidung bereitstellen.<br />Aufgrund der geografischen Lage und der saisonalen Niederschlagsmuster ist das Gebiet seit jeher überschwemmungsgefährdet. Die Situation hat sich durch den Bau und den Betrieb des Nyerere-Wasserkraftwerks verschärft. Einerseits stellt der Staudamm eine wichtige Quelle erneuerbarer Energie für Tansania dar, andererseits hat er den natürlichen Flusslauf des Rufiji verändert und damit die Gefahr von Überschwemmungen in Zeiten starker Regenfälle erhöht.<br /> Mon, 15 Apr 2024 10:20:46 +0200VATIKAN - Fortbildungskurs für Delegierte der Päpstlichen Missionswerkehttps://www.fides.org/de/news/74897-VATIKAN_Fortbildungskurs_fuer_Delegierte_der_Paepstlichen_Missionswerkehttps://www.fides.org/de/news/74897-VATIKAN_Fortbildungskurs_fuer_Delegierte_der_Paepstlichen_MissionswerkeVatikanstadt - Rund 30 Vertreter der Nationaldirektionen der Päpstlichen Missionswerke in Kenia, Kamerun, Liberia, Malawi, Nigeria, Pakistan, Südafrika, Spanien und Bahrain werden an einem Fortbildungskurses in englischer Sprache teilnehmen, der sich an die Diözesandirektoren der Päpstlichen Missionswerke richtet. Der Kurs beginnt am Montag, den 15. April, im Internationalen Zentrum für missionarische Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit und schließt an die erste Fortbildungsveranstaltung im Februar an . Der Kurs wird koordiniert vom Generalsekretär der Päpstlichen Missionsvereinigung der Kleriker , Pater Dinh Anh Nhue Nguyen , der als und Direktor auch für die Leitung des CIAM zuständig ist, und von Pfarrer Anthony Chantry, Nationalerdirektor Päpstlichen Missionswerke in England und Wales und europäischer Kontinentalkoordinator unterstzützt. Es werden fünf Tage sein, in denen sich Fortbildung mit Beiträgen von Referenten, die aktiv als Missionare arbeiten, mit Momenten des Austauschs und der Reflexion abwechseln werden. Es wird auch die Möglichkeit der Teilnahme an Besuchen von Orten geben, die für das Leben und die Tätigkeit des Dikasteriums für Evangelisierung entscheidend sind.<br />Am Montag wird die Eucharistiefeier zur Eröffnung am Nachmittag von Erzbischof Emilio Nappa, dem Präsidenten der Päpstlichen Missionswerke, geleitet. Am Dienstag folgt die Ansprache von Monsignore Samuele Sangalli, Untersekretär des Dikasteriums für die Evangelisierung , gefolgt von der Beitrag von Pater Tadeusz Nowak , Generalsekretär des Päpstlichen Werks für die Glaubensverbreitung , mit anschließender Debatte. Der Nachmittag ist einem Besuch des Sitzes der Päpstlichen Missionswerke und des Missionsdikasteriums gewidmet.<br />Am Mittwochmorgen besteht die Möglichkeit, an der Generalaudienz mit dem Heiligen Vater teilzunehmen, während am Nachmittag ein Vortrag von Schwester Roberta Tremarelli AMSS, Generalsekretärin des Päpstlichen Kindermissionswerks, und ein Bericht von Pater Anthony Chantry über die Zukunft der „missio ad gentes“ auf dem Programm stehen, an den sich die Diskussion in Arbeitsgruppen anschließt.<br />Pater Guy Bognon , Generalsekretär des Päpstlichen Apostel-Petrus-Werks , wird mit seinem Beitrag den Donnerstagvormittag eröffnen, der mit den Arbeitsgruppen fortgesetzt wird und mit dem Bericht des Generalsekretärs der Päpstlichen Missionsvereinigung der Kleriker über die Mission und die Aktualität der Päpstlichen Missionswerke anhand der an sie gerichteten Botschaften von Papst Franziskus endet. Am Nachmittag sind Besuche des Collegio Urbano, der Päpstlichen Universität Urbaniana und des historischen Archivs der „Propaganda Fide“ vorgesehen. Am Freitag, dem vorletzten Tag des Kurses, ist die gemeinsame Eucharistiefeier am Grab des heiligen Petrus in der Vatikanbasilika vorgesehen. Danach wird Pater Anh Nhue Nguyen bei der Darstellung des Dienstes der Päpstlichen Missionsion der Kleriker auf die Botschaften des Papstes für die Weltmissionstage 2022/2023/2024 eingehen und über missionarische Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit im Lichte einer erneuerten Perspektive von Fundraising und Kommunikation sprechen wird. Am Nachmittag folgt ein Besuch im Collegio San Pietro. Mit der Feier der Eucharistie und der anschließenden Überreichung der Teilnahmezertifikate endet der Kurs. Im September ist ein Fortbildungsprogramm für Delegierte aus französischsprachigen Ländern geplant.<br /> Sat, 13 Apr 2024 12:45:05 +0200Das Martyrologium der Katholiken in Ruanda im Jahr 1994https://www.fides.org/de/news/74890-Das_Martyrologium_der_Katholiken_in_Ruanda_im_Jahr_1994https://www.fides.org/de/news/74890-Das_Martyrologium_der_Katholiken_in_Ruanda_im_Jahr_1994Von Stefano Lodigiani<br />Rom - In Ruanda, das 1994 von einem ungeheuren Völkermord heimgesucht wurde, der bei einer Bevölkerung von damals 6.733.000 Einwohnern die beeindruckende Zahl von einer Million Opfern erreichte, wurden auch die Kirche und ihre Mitglieder von der Welle der Gewalt und des Todes, die über das Land hinwegfegte, nicht verschont . "Es handelt sich um einen echten Völkermord, für den leider auch Katholiken verantwortlich sind", betonte Papst Johannes Paul II., bevor er am Sonntag, dem 15. Mai 1994, das Regina Coeli-Gebet sprach, und warnte: "Ich möchte noch einmal an das Gewissen all derer appellieren, die diese Massaker planen und durchführen. Sie führen das Land an den Rand des Abgrunds. Alle werden sich für ihre Verbrechen vor der Geschichte und vor allem vor Gott verantworten müssen".<br />Während des "Heiligen Jahres 2000" haben die Bischöfe Ruandas in einer liturgischen Feier Gott um Vergebung für die Sünden gebeten, die von Katholiken während des Völkermords begangen wurden. Am 4. Februar 2004, zehn Jahre nach dem Völkermord, veröffentlichten die ruandischen Bischöfe eine lange Botschaft, in der sie dazu aufriefen, "nicht zu vergessen, was geschehen ist, und deshalb Wahrheit, Gerechtigkeit und Vergebung zu fördern". "Wir haben sehr darunter gelitten, dass wir hilflose Zeugen waren, während unsere Landsleute einen schändlichen Tod erlitten und unter den gleichgültigen Blicken der internationalen Gemeinschaft gefoltert wurden; wir wurden auch durch die Beteiligung einiger unserer Gläubigen an den Morden tief verletzt", schrieben die Bischöfe, die Papst Johannes Paul II. für seine Nähe während des Völkermords und seinen Aufschrei vor der internationalen Gemeinschaft dankten. Die Bischöfe erinnerten an die Massaker, die das Ergebnis einer beispiellosen Bosheit waren, und riefen dazu auf, "die Einheit der Ruander zu fördern", indem sie alle baten, "zur Wahrung von Wahrheit und Gerechtigkeit beizutragen" und "die Vergebung zu erbitten und zu gewähren, die von Gott kommt". <br />Auch am Tag des Abschlusses des "Jubiläums der Barmherzigkeit" veröffentlichten die Bischöfe einen Brief, der in allen Kirchen verlesen wurde und ein neues "mea culpa" für die Sünden der Christen während des Völkermords enthielt. Wie der Vorsitzende der ruandischen Bischofskonferenz, Bischof Philippe Rukamba von Butare, erklärte, "kann man in Ruanda nicht von Barmherzigkeit sprechen, ohne vom Völkermord zu sprechen". In dem Text wurde die Verurteilung des 1994 an den Tutsi verübten Völkermordes sowie aller Handlungen und Ideologien im Zusammenhang mit der Diskriminierung aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit bekräftigt. Während des Besuchs des ruandischen Präsidenten Paul Kagame bei Papst Franziskus im Vatikan am 20. März 2017, dem ersten Besuch seit dem Völkermord, brachte der Bischof von Rom „das tiefe Bedauern des Heiligen Stuhls und der Kirche über den Völkermord an den Tutsi zum Ausdruck und erneuerte die Bitte an Gott um Vergebung für die Sünden und das Versagen der Kirche und ihrer Mitglieder, die dem Hass und der Gewalt erlegen sind und ihre evangelische Mission verraten haben."<br />Die Daten über die 1994 getöteten kirchlichen Mitarbeiter wurden, wie üblich, von Fides gesammelt. Missionsorden , andere Ordensgemeinschaften, Diözesen und katholische Medien wurden befragt, zusätzlich zur Überprüfung der spärlichen Informationen, die die damalige Kongregation für die Evangelisierung der Völker von der ruandischen Ortskirche erhielt. Aus diesen Daten geht hervor, dass es 248 Opfer unter dem Kirchenpersonal gab, darunter etwa 15, die an den Folgen von Misshandlungen und mangelnder medizinischer Versorgung starben, und die Vermissten, von denen man nie wieder etwas hörte und die daher als tot galten.<br />Die damals von Fides erstellte Liste der ermordeten pastoralen Mitarbeiter ist hier als Anhang am Ende dieses Artikels wiedergegeben. Diese Liste ist jedoch zweifellos unvollständig, weil sie nur Bischöfe, Priester, Ordensmänner und -frauen und geweihte Laien berücksichtigt. Hinzu kommen Seminaristen, Novizen und eine große Zahl von Laien wie Katecheten, Mitwirkende der Liturgie, Mitarbeiter von Wohltätigkeitsorganisationen, Mitglieder von Vereinen, die in der Kirche eine nicht unbedeutende Rolle spielten und an denen eine große Zahl von Katholiken, insbesondere junge Menschen, beteiligt waren. In vielen Fällen verfügten nicht einmal die Diözesen über gesicherte Informationen darüber, wie viele Menschen in normalen Zeiten das Leben der christlichen Gemeinden, die selbst in den unzugänglichsten Orten des "Landes der tausend Hügel" verstreut sind, gewährleisten. <br />Fides hat diese dramatische Liste regelmäßig aktualisiert, da sie die Nachrichten über die Massaker und die getöteten Bischöfe, Priester und Ordensleute sammeln und verifizieren konnte, wie ein Blick in die damals in gedruckter Form erscheinenden Fidesnachrichten zeigt. Nach dem von Fides rekonstruierten Bild kamen 1994 in Ruanda drei Bischöfe und 103 Priester auf gewaltsame Weise ums Leben; 47 Ordensbrüder aus 7 Instituten .<br />Die 65 Ordensfrauen gehörten 11 Instituten an: 18 Benebikira-Schwestern, 13 Schwestern vom Guten Hirten, 11 Bizeramariya-Schwestern, 8 Benediktinerinnen, 6 Schwestern von der Himmelfahrt, 2 Schwestern von der Nächstenliebe von Namur, 2 Dominikanerinnen von der Afrikamission, 2 Missionarinnen der Nächstenliebe, je eine Schwester von der Helferin, Schwerster unserer Lieben Frau vom Guten Rat und eine Kleine Schwestern Jesu.<br />Hinzu kommen mindestens 30 geweihte Laiinnen aus drei Instituten .<br />Dreißig Jahre nach dem Völkermord in Ruanda berichten wir im Folgenden über einige Zeugnisse aus dieser tragischen Zeit, die von Fides veröffentlicht wurden: Bei den Gräueltaten, an denen auch einige Katholiken beteiligt waren, kam es auch zu heldenhaften Taten derjenigen, die so weit gingen, ihr eigenes Leben zu opfern, um das Leben anderer zu retten. <br /><br /> „Was auch immer geschieht, wir werden hier bleiben": Drei Bischöfe in Kabgayi getötet<br />Am 5. Juni 1994 wurden in Kabgayi drei Bischöfe ermordet, zusammen mit einer Gruppe von Priestern, die sie begleiteten, als sie den von der Gewalt erschöpften Vertriebenen Hilfe und Trost brachten. Es handelte sich um den Erzbischof von Kigali, Vincent Nsengiyumva, den Bischof von Kabgayi und Vorsitzenden der ruandischen Bischofskonferenz, Thaddee Nsengiyumva, und den Bischof von Byumba, Joseph Ruzindana. In einem Brief, den sie wenige Tage vor ihrem Tod am 31. Mai geschrieben hatten, baten sie den Heiligen Stuhl und die internationale Gemeinschaft, Kabgayi zu einer "neutralen Stadt" zu erklären. Insgesamt 30.000 Vertriebene, sowohl Hutu als auch Tutsi, hatten sich hier versammelt und Zuflucht in katholischen Einrichtungen gefunden, die allen unterschiedslos offen standen, wie die bischöfliche Residenz, Pfarreien, Klöster, Schulen und ein großes Krankenhaus.<br />"Was auch immer mit uns geschieht, wir werden hier bleiben, um die Bevölkerung und die Vertriebenen zu schützen", schrieben sie in ihrem Aufruf. Obwohl man ihnen die Möglichkeit gab, sich in Sicherheit zu bringen, wollten die Bischöfe dort bleiben, weil sie glaubten, dass ihre Anwesenheit die gesamte Bevölkerung, einschließlich der Flüchtlinge, irgendwie schützen würde. Doch als sie unter den Schutz von Rebellen der RPF gestellt wurden, wurden sie von diesen ermordet. Weitere Massaker, die Mitgliedern der PRF zugeschrieben werden, folgten in jenen Tagen, darunter das in Kigali, bei dem etwa siebzig Menschen getötet wurden, darunter zehn Ordensleute, die sich mit Hunderten von anderen Flüchtlingen in einer Kirche versammelt hatten.<br />"Mögen die Ordensleute, die mit so vielen ihrer Brüder und Schwestern, die im Verlauf der mörderischen Auseinandersetzungen gefallen sind, verschwunden sind, im Himmelreich für immer den Frieden finden, der ihnen in ihrem geliebten Land verwehrt wurde", schrieb der Papst Johannes Paul II. in einer Botschaft an die ruandischen Katholiken am 9. Juni 1994. "Ich bitte den Herrn für die Diözesangemeinschaften, die ihrer Bischöfe und zahlreicher Priester beraubt wurden, für die Familien der Opfer, für die Verwundeten, für die traumatisierten Kinder, für die Flüchtlinge", fuhr der Papst fort und bat alle Einwohner Ruandas sowie die Führer der Nationen, "alles zu tun, damit die Wege der Eintracht und des Wiederaufbaus des so schwer betroffenen Landes geebnet werden". <br /><br /><br />Die Primiz an dem Ort, an dem seine Familie ausgelöscht wurde<br /><br />Pfarrer Gakirage feierte seinen Primizgottesdienst an dem Ort, an dem seine Brüder getötet worden waren. Dies ist der Bericht, den er über sein Leben und die Momente, die zu seiner Priesterweihe führten, gab.<br />"Ich wurde am 14. November 1960 in Musha in der Nähe von Kigali, der Hauptstadt Ruandas, in einer großen und tief religiösen Familie des Tutsi-Stammes geboren. Seit meiner Kindheit habe ich immer eine gewisse Anziehungskraft für das religiöse und missionarische Leben verspürt. Als ich das Kleine Seminar meiner Diözese besuchte, wurde ich zum ersten Mal auf die Probe gestellt: Der erste Konflikt zwischen Hutu und Tutsi brach aus, und viele Kameraden wurden getötet. Ich fühlte mich im Seminar nicht wohl, weil ich den Eindruck hatte, dass die Priester diese Missstände nicht ausreichend anprangerten, während sich draußen die Menschen gegenseitig umbrachten. Wollte ich auf diese Weise Priester werden? Ich verließ das Priesterseminar und ging nach Uganda, um andere Fächer zu studieren. Ich war kurz davor, ein Medizinstudium aufzunehmen, als ich den Ruf Jesu deutlich spürte. Ich trat in das Seminar der Comboni Missionare ein und ging 1990, nach dem Noviziat, nach Peru, um Theologie zu studieren. Vier Jahre später kehrte ich in mein Heimatland zurück, um zum Priester geweiht zu werden. Die Priesterweihe sollte in meinem Land stattfinden, aber während ich mich in Rom aufhielt, erfuhr ich, dass meine Familie von einer Gruppe von Hutu-Soldaten ermordet worden war. Dies geschah am Vorabend meiner Priesterweihe, und alles änderte sich für mich. Da ich nach dieser traurigen Nachricht nicht nach Ruanda zurückkehren konnte, reiste ich weiter nach Uganda, wo ich schließlich auch zum Priester geweiht wurde.<br />Da ich wissen wollte, ob jemand aus meiner Familie gerettet worden war, versuchte ich noch am Tag meiner Weihe, die Grenze zu überqueren und nach Ruanda zu gelangen. Meine Reise wäre ohne Gottes Vorsehung nicht erfolgreich gewesen. An der Grenze traf ich nämlich die Eskorte von Kardinal Roger Etchegaray, dem Präsidenten des Päpstlichen Rates "Justitia et pax", der im Auftrag des Papstes zu einem offiziellen Besuch in Ruanda weilte.<br />Am nächsten Tag, es war der 28. Juni, begleiteten mich einige Soldaten nach Musha. Bei der Ankunft in meinem vom Krieg verwüsteten und zerstörten Land war es mein erster Wunsch, in diesen Ruinen meine erste heilige Messe zu feiern. Der Gedanke, dass der Ort, an dem ich mich befand, derselbe war, an dem Brüder und Schwestern sowie 30 junge Tutsi ermordet worden waren, war schmerzhaft. Als ich daran dachte, dass ich keine lebenden Familienangehörigen mehr finden würde, überkam mich eine tiefe Traurigkeit. Als ich jedoch auf den Stein blickte, der mir als Altar diente, sah ich überraschenderweise drei Kinder: die beiden Töchter einer meiner Schwestern und den Sohn eines Cousins. Sie waren die einzigen Überlebenden eines Clans, der vor dem 6. April aus 300 Personen bestand. Ich war überwältigt und konnte die Tränen nicht zurückhalten, die mir in die Augen stiegen. Ich beruhigte mich, hob meinen Kopf und setzte die Feier fort, indem ich Gott dafür dankte, dass diese drei Kinder wie durch ein Wunder am Leben geblieben waren.<br />In meiner ersten Predigt habe ich von der Auferstehung gesprochen. Es waren keine leeren Worte oder Worte des Mitleids. Ich sprach von unserer eigenen Auferstehung, ich sagte, dass wir selbst unsere eigene Auferstehung sind. Es ist wirklich schwierig, inmitten von so viel Tod und Zerstörung auf diese Realität hinzuweisen. Es ist wie die schwache Flamme einer Kerze, die der stürmische Wind auszulöschen versucht".<br /><br /><br />Der Glaube von Maria Teresa und Felicitas: "Es ist Zeit, Zeugnis zu geben", "wir werden uns im Paradies wiedersehen"<br /><br />Maria Teresa war Hutu. Sie unterrichtete in Zaza. Ihr Mann Emmanuel war Tutsi. Er war Facharbeiter an der Schule in Zaza. Sie hatten vier Kinder, drei Jungen und ein Mädchen. Am Sonntag, den 10. April, ging Emmanuel mit seinem ältesten Sohn in ein Versteck. "Am Montagabend kamen sie zurück, um sich von uns zu verabschieden", erzählte Maria Teresa. Tatsächlich wurden sie am 12. April entdeckt und getötet. Maria Teresa erfuhr die Nachricht bei ihren Eltern, wo sie mit ihren Kindern Zuflucht gefunden hat, nachdem ihr Haus geplündert worden war. Am 14. April kamen vier Männer und nahmen ihre Söhne mit, um sie zu töten.<br />Marie-Thérèse meinte, sie müsse ihre Söhne vorbereiten: "Meine Kinder, die Männer sind böse, sie haben euren Vater und euren Bruder Olivier getötet. Sie werden sicher hinter euch her sein, aber habt keine Angst. Ihr werdet ein wenig leiden, aber dann werdet ihr mit eurem Papa und Olivier wieder vereint sein, denn es gibt ein anderes Leben mit Jesus und Maria, und wir werden wieder vereint sein und wir werden sehr, sehr glücklich sein". Noch am selben Tag holten sie die Kinder ab, und die Zeugen sagten aus, dass sie sehr tapfer und sehr ruhig waren.<br /><br />Felicitas war 60 Jahre alt, Hutu und Helferin des Apostolats in Gisenyi. Sie und ihre Schwestern hatten in ihrem Haus Tutsi-Flüchtlinge aufgenommen. Ihr Bruder, ein Oberst der Armee in Ruhengeri, wußte, dass sie in Gefahr ist, und bat sie, zu gehen und so dem sicheren Tod zu entgehen. Felicitas antwortete ihm jedoch in einem Brief, dass sie lieber mit den 43 Menschen, für die sie verantwortlich war, sterben würde, als sich selbst zu retten. Daraufhin rettete sie weiterhin Dutzende von Menschen, indem sie ihnen half, die Grenze zu überqueren.<br />Am 21. April suchte die Miliz nach ihr und lud sie und ihre Mitschwestern auf einen Lastwagen, der zum Friedhof fuhr. Felicitas ermutigt die Mitschwestern: "Es ist Zeit, Zeugnis zu geben". Auf dem Lastwagen sangen und beteten sie. Auf dem Friedhof, wo Massengräber bereitstunden, baten die Milizionäre, die den Zorn des Oberst fürchteten, Felicitas an, sich selbst zu retten, nachdem sie bereits alle 30 Helferinnen des Apostolats getötet hatten, aber sie antwortete: "Ich habe keinen Grund mehr zu leben, nachdem ihr meine Schwestern getötet habt". Felicitas sollte das 31. Opfer sein. <br /><br />Inmitten der Brutalität blühten Früchte des Glaubens <br /><br />Pater Josef Brunner von den Weißen Vätern gab das Zeugnis eines seiner Mitbrüder wider, der viele Jahre lang für das Ausbildungszentrum für christliche Gemeindeleiter in Butare verantwortlich war. "Die Ohren und Augen der Journalisten haben etwas übersehen", sagte der Missionar, „den tief verwurzelten und gelebten Glauben der Christen, von den einfachsten bis zu den Gebildeten, den Beamten, den Soldaten, die ihr Leben für ihren Nächsten geopfert haben. Im gleichen Maße wie die Grausamkeiten, die begangen wurden, hat sich auch echtes Heldentum entwickelt. Sicherlich ist die Kirche ins Fadenkreuz der Gewalt geraten: Ihre Botschaft des Friedens und der Einheit war ein Hindernis für die Extremisten. Anders ist es nicht zu erklären, dass zwischen vier- und sechstausend Menschen, die in Kirchen und nicht in Rathäusern Zuflucht gefunden hatten, massakriert wurden. Mehrere Priester wurden bei dem Versuch, diese Menschen zu retten, getötet. Im Fernsehen sah ich, wie acht meiner Schülerinnen einige verlassene Kinder wuschen und versorgten: So wurden meine Schülerinnen zu meinen Lehrerinnen".<br />Die Weißen Schwestern berichteten über ihre Erfahrungen mit folgenden Worten mit: "Wir waren Zeugen des Friedens Gottes und der völligen Annahme seines Willens, der sich in denen zeigte, die wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt wurden“.<br /><br/><strong>Link correlati</strong> :<a href="https://www.fides.org/de/attachments/view/file/Martirologio_Ruanda_Statistiken.docx">Liste der 1994 ermordeten Bischöfe, Priester, Ordensleute und geweihten Laiinnen</a>Sat, 13 Apr 2024 11:02:29 +0200ASIEN/SÜDKOREA - Parlamentswahlen: Demokratische Partei siegt deutlichhttps://www.fides.org/de/news/74899-ASIEN_SUeDKOREA_Parlamentswahlen_Demokratische_Partei_siegt_deutlichhttps://www.fides.org/de/news/74899-ASIEN_SUeDKOREA_Parlamentswahlen_Demokratische_Partei_siegt_deutlichSeoul - Bei den Parlamentswahlen am 10. April in Südkorea haben die Demokratische Partei und ihre Koalition einen deutlichen Sieg davongetragen: Nach der offiziellen Auszählung der Sitze erhielten die Parteien insgesamt 175 Sitze in der 300 Mitglieder zählenden Nationalversammlung. Darüber hinaus gewann eine weitere kleine liberale Partei 12 Sitze nach dem Verhältniswahlsystem. Die „People Power Party“ des amtierenden Staatspräsidenten Yoon Suk-yeol, errang zusammen mit "Satellitenparteien" nur insgesamt 108 Sitze. Nach Angaben der Wahlkommission lag die Wahlbeteiligung der 44 Millionen Wahlberechtigten in Südkorea bei 67 % und war damit die höchste bei einer Parlamentswahl seit 1992. Das neue Parlament wird sein Amt am 30. Mai antreten und eine vierjährige Amtszeit absolvieren. Von den 300 Sitzen wurden 254 in Direktwahlen in den lokalen Wahlkreisen und die übrigen 46 von den Parteien nach dem Verhältniswahlsystem entsprechend den erhaltenen Stimmen besetzt.<br />Unabhängig vom Ergebnis wird Präsident Yoon, der sein Amt 2022 antrat, bis 2027 an der Macht bleiben, allerdings erheblich geschwächt, da er keine Mehrheit im Parlament hat. Die Abstimmung wurde von vielen als Test für die Zustimmung zu Präsident Yoon gesehen, der während seiner Amtszeit mit schwierigen Problemen der Binnenwirtschaft und der inneren Sicherheit zu kämpfen hatte. Die Stimmung in der Bevölkerung gegenüber dem Präsidenten und der Regierungspartei hatte sich vor allem in den Monaten vor der Wahl aufgrund der steigenden Lebensmittelpreise und einer lang anhaltenden Krise im Gesundheitswesen verschlechtert. Der Präsident wird nun von politischen Beobachtern bereits als "geschwächt" bezeichnet, da es für ihn nun noch schwieriger sein wird, seine politische Agenda umzusetzen. Kritiker werfen ihm auch vor, dass er sich weigert, in Skandale verwickelte hohe Beamte zu entlassen, und dass er es bisher versäumt hat, den Dialog mit der Opposition zu fördern, um eine politische Koordinierung in wichtigen Fragen zu erreichen. Nach Ansicht von Kommentatoren wird Präsident Yoon bei der Verfolgung einiger wichtiger politischer Ziele, wie der Gesundheitsreform und der Abschaffung des Ministeriums für Gleichstellung, an Schwung verlieren.<br />Die Partei des Präsidenten konnte jedoch vermeiden, dass das liberale Bündnis eine Zweidrittelmehrheit der Sitze im Parlament erlangt, die es ermöglicht hätte, das Vetorecht des Präsidenten zu überstimmen, den Präsidenten anzuklagen und ein Referendum zur Änderung der Verfassung abzuhalten.<br />In der Außenpolitik bleiben Yoons Prioritäten trotz der Niederlage unverändert, da sie normalerweise nicht der Zustimmung des Parlaments bedürfen. In einem historischen Moment der Krise und der Spannungen mit Nordkorea hat Yoon das Bündnis mit den USA gestärkt und die Beziehungen zu Japan verbessert.<br />Am Vorabend der Wahl hatte die katholische Bischofskonferenz Koreas einen Fragebogen an die verschiedenen Parteien geschickt , um deren Position zu Fragen von öffentlichem Interesse zu erfragen und sie mit der Soziallehre der Kirche zu abzugleichen.<br /> <br />Fri, 12 Apr 2024 12:08:53 +0200AFRIKA/KENIA - Religion als Instrument des Friedens: Beschlüsse eines vom Dikasterium für interreligiösen Dialog veranstalteten Studienseminarshttps://www.fides.org/de/news/74898-AFRIKA_KENIA_Religion_als_Instrument_des_Friedens_Beschluesse_eines_vom_Dikasterium_fuer_interreligioesen_Dialog_veranstalteten_Studienseminarshttps://www.fides.org/de/news/74898-AFRIKA_KENIA_Religion_als_Instrument_des_Friedens_Beschluesse_eines_vom_Dikasterium_fuer_interreligioesen_Dialog_veranstalteten_StudienseminarsNairobi - Die Religion sollte nicht instrumentalisiert werden, um Konflikte zu schüren, die im Grunde von politischen, strategischen und wirtschaftlichen Faktoren bestimmt werden. So lautet die Botschaft, die zum Abschluss des Studienseminars zum Thema "Das Christentum im Dialog mit dem Islam und den traditionellen afrikanischen Religionen: Herausforderungen und Chancen" veröffentlicht wurde. An der vom Dikasterium für den interreligiösen Dialog organisierten Veranstaltung nahmen Vertreter der Kommissionen für den interreligiösen Dialog in Afrika und Madagaskar aus mehreren Ländern teil, darunter Marokko, die Zentralafrikanische Republik, Nigeria, Senegal, Kamerun, Benin, Burkina Faso, Tansania, Malawi, Südafrika, Togo, Mosambik, die Demokratische Republik Kongo und Kenia.<br />"Wir sind besorgt über die zunehmende Polarisierung, die Spannungen, die Konflikte und die religiöse Radikalisierung in einigen afrikanischen Ländern, insbesondere in West-, Zentral- und Ostafrika, die auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sind, darunter sozioökonomische und politische Faktoren. Diese Situation verschlimmert sich, wenn bestimmte Personen und Gruppen die Religion dazu instrumentalisieren", heißt es in dem Dokument.<br />"Solche Elemente schwächen die angeborene 'menschliche Berufung' zur Geschwisterlichkeit und untergraben das Zusammenleben zwischen verschiedenen sozialen und religiösen Gruppen. Sie behindern auch die Bemühungen der Kirche in Afrika und anderer Religionsgemeinschaften, einen konstruktiven interreligiösen Dialog zu fördern", heißt es weiter.<br />Um dieser Herausforderung zu begegnen, wird in der Botschaft daran erinnert, dass "die Kirche die moralischen und religiösen Werte der afrikanischen Traditionen mit großem Respekt betrachtet. Für uns ist der interreligiöse Dialog ein wirksames Mittel, um die Unwissenheit über andere religiöse Traditionen zu beseitigen, den gegenseitigen Respekt zu fördern und Werte zu bewahren, die die religiöse und kulturelle Vielfalt und die Würde jedes Menschen fördern".<br />"Der interreligiöse Dialog und die Verkündigung des Evangeliums sind, auch wenn sie nicht auf derselben Ebene stattfinden und sich nicht gegenseitig ausschließen, authentische Elemente des Evangelisierungsauftrags der Kirche. Um diesen Auftrag zu erfüllen, ist jeder Christ aufgerufen, sich an beiden Aktivitäten zu beteiligen ".<br />"Wir erklären, dass der afrikanische Kontinent nur dann eine ganzheitliche und nachhaltige Entwicklung erreichen kann, wenn es ihm gelingt, eine Kultur des Friedens und der Geschwisterlichkeit zu fördern, die auf den Grundsätzen von Freiheit, Gerechtigkeit, Demokratie, Respekt und Solidarität beruht. Eine Kultur, die durch Dialog, Diplomatie und Verhandlungen die Menschenrechte und die Würde des Menschen achtet und Gewalt ablehnt", heißt es in der Erklärung weiter. "In dieser Hinsicht tragen die religiösen Führer eine große Verantwortung für die Förderung der Harmonie und die Erziehung ihrer jeweiligen Gläubigen zu einem Leben als Brüder und Schwestern. Daher sollte in jedem afrikanischen Land die Einrichtung einer bischöflichen Kommission für den interreligiösen Dialog angeregt werden, um verschiedene Ausdrucksformen des interreligiösen Dialogs zu fördern."<br />Abschließend verpflichteten sich die Teilnehmer des Studienseminars, "erstens die Diskussion über die Merkmale des afrikanischen kulturellen Umfelds und der afrikanischen Identität fortzusetzen, die einen konstruktiven interreligiösen Dialog ermöglichen, der vom Licht des Evangeliums und der lehramtlichen Lehren der Kirche geleitet wird. Zweitens soll die Bedeutung des interreligiösen Dialogs in einem pluralistischen Umfeld hervorgehoben werden, indem eine Bildung gefördert wird, die offen ist für die Synergien und neuen Herausforderungen unserer Zeit und die isolationistische Haltungen ablehnt, die inner- und zwischenreligiöse Spannungen und Konflikte hervorrufen. Drittens sollen politische Entscheidungsträger, Religionsführer, Nichtregierungsorganisationen, Frauen und Jugendlichen in innovative interreligiöse Strategien eingebunden werden, die den Dialog auf lokaler, nationaler und kontinentaler Ebene fördern. Viertens sollen verschiedene Möglichkeiten erkundet werden, die unterschiedliche Formen des interreligiösen Dialogs stärken können“.<br /> <br />Fri, 12 Apr 2024 11:50:29 +0200ASIEN/KUWAIT - Katholische Kirche vereint sechs verschiedene Ritenhttps://www.fides.org/de/news/74896-ASIEN_KUWAIT_Katholische_Kirche_vereint_sechs_verschiedene_Ritenhttps://www.fides.org/de/news/74896-ASIEN_KUWAIT_Katholische_Kirche_vereint_sechs_verschiedene_RitenVon Antonella Prenna<br /><br />Kuwait-Stadt - Maronitisch, koptisch-katholisch, syro-malabarisch, syro-malankarisch, melkitisch und lateinisch sind die sechs Riten, die die vielfältige katholische Gemeinde Kuwaits, die zum Apostolischen Vikariat von Nordarabien in Kuwait gehört, in einer großen Kirche vereint.<br /><br />Jeden Tag versammeln sich Tausende von Katholiken unterschiedlicher Herkunft in vier Kirchen: die Konkathedrale der Heiligen Familie in Kuwait-Stadt, die Pfarrkirche Unserer Lieben Frau von Arabien in Ahmadi, die Kirche der Heiligen Theresa im Herzen der indischen Gemeinde von Salmiya und die neuere, dem Heiligen Daniele Comboni geweihte Kirche in Abbasaya. Unterschiedlich in Sprache, Ethnie, Alter, Traditionen und Kulturen. Alle sind durch die Taufe in dem einen Leib Jesu Christi vereint, zusammen mit den Brüdern und Schwestern, die die Kirche des melkitischen Ritus in Kuwait-Stadt besuchen.<br /><br />"Was diese Pfarreien lebendig macht, sind neben den Priestern vor allem die Laien, einschließlich der Mitglieder des Pfarrgemeinderates, der Lektoren, der Kommunionhelfer, der Messdiener, der Chöre, der Katecheten, der Pastoralassistenten und der Mitarbeiter, die dort ihren Dienst tun", so der Apostolischer Vikar von Nordarabien, Bischof Aldo Berardi , gegenüber der Fides, der sich zusammen mit einer Gemeinschaft von Kapuzinern und anderen Diözesan- oder Fidei Donum-Priestern um die Seelsorge an den Gläubigen kümmert. Trotz verschiedener Einschränkungen feiern alle in Kuwait anwesenden Priester die Messen in den verschiedenen Sprachen, nehmen die Beichte ab und üben an den ihnen zugewiesenen Orten die gewöhnliche Pfarrarbeit aus.<br /><br />Die Vitalität der vielen katholischen Gläubigen, die im Herzen eines vom Islam geprägten Landes zutage tritt, scheint ein Paradox zu sein. Die überwiegende Mehrheit, der mehr als 350.000 Katholiken, hält sich zum Arbeiten in Kuwait auf, oft ohne die eigenen Familien, von denen sie für Monate oder Jahre getrennt leben. Es sind Filipinos, Inder, Pakistani, Singhalesen, Libanesen..., die sich nach anstrengenden Arbeitsstunden im Gebet wiederfinden. Sie stehen in langen Schlangen, um die Kirche zu betreten, in den verschiedenen Räumen, die in der Konkathedrale eingerichtet und zur Verfügung gestellt wurden; sie teilen sich Gebetsräume, die durch genaue Zeitpläne gekennzeichnet sind, jeder in seiner eigenen Sprache und seinem eigenen Ritus, in völligem Respekt füreinander. Es sind Männer, Frauen und Kinder, die die Feiern gestalten und die mit ihrer Anwesenheit eine kindliche und bedingungslose Liebe zu Gott vermitteln.<br /><br /><br />Heilige Messen in Kellerräumen<br /><br />Tausende von Gläubigen versammeln sich in den "Kellerräumen" einiger großer Gebäude, um zu beten, das Allerheiligste Sakrament zu verehren und an der heiligen Messe teilzunehmen. Dies sind beengte und oft logistisch unsichere Räumlichkeiten. Aber die Gläubigen sind da. Sie sind die lebendige Präsenz der Kirche und bezeugen durch ihre Beharrlichkeit ihren Glauben auch unter sozusagen weniger "normalen" Bedingungen.<br /><br />Als Bischofsvikar ist Pater Johny Lonys für die syro-malabarische Pfarrei von Abbasiya, besser bekannt als Klein-Kerala, zuständig. "Unsere 15.000 Gemeindemitglieder", sagt Pater Johny, "feiern abwechselnd in allen drei indischen Riten in drei 'Kellerräumen'. Wir haben einen kleinen Raum, den Saal Unserer Lieben Frau von Arabien, der der einzige Ort ist, an dem das Allerheiligste Sakrament angebetet wird. Es gibt etwa dreitausend Katechismusschüler, 2800 im malabarischen Ritus und 362 englischsprachige, und sie werden von 130 Katechisten betreut."<br /><br />Ebenso stark ist die Präsenz der maronitischen Gemeinde in Kuwait, die seit 2012 von Bischof Raymond Mtanios Eid betreut wird. Die Treffen und Aktivitäten mit jungen Menschen aus der maronitischen Gemeind und Familien finden im Jabriya-Zentrum statt, einem großen Wohngebiet, in dem sich die libanesische maronitische Gemeinde trifft, während sie sonntags in der Konkathedrale in Kuwait-Stadt zusammenkommt.<br /><br />Das Gelände der Konkathedrale der "Heiligen Familie" ist riesig. Hier treffen jeden Freitag ab dem frühen Morgen Tausende von Menschen ein, um an den Gottesdiensten teilzunehmen, die mit den Gottesdiensten am Samstagabend ihren Höhepunkt erreichen. Die Gottesdienste werden in 14 Sprachen gefeiert: Arabisch, Englisch, Tagalog, Malayalam, Tamil, Bengali, Urdu, Hindi, Spanisch, Französisch, Italienisch, Singala, Koreanisch und Konkani. Der Pfarrer der Gemeinde, Pater Gaspar Fernandes , feiert die Messe in fünf Sprachen: Koreanisch, Spanisch, Urdu, Konkani und Englisch. Er kam am 9. Dezember 2009 in das Vikariat Kuwait und war vom 22. Januar 2010 bis zum 19. Oktober 2012 Pfarrer der Co-Kathedrale der Heiligen Familie, bevor er in die Pfarrei Unserer Lieben Frau in Ahmadi wechselte. Nach einer Zeit in Goa kehrte er am 18. November 2022 als Pfarrer der Konkathedrale zurück.<br /><br />Die großen Osterfeierlichkeiten <br /><br />Bei den liturgischen Feiern rund um Ostern wechseln sich rund um die Uhr die Gläubigen von sechs Riten auf beeindruckende Weise ab. Sie alle tragen unterschiedslos dazu bei, den Höhepunkt des liturgischen Jahres lebendig werden zu lassen. Es beginnt bereits am Samstagnachmittag und dauert die ganze Nacht bis Sonntagabend an. Während um 3 Uhr morgens aus einem der Räume des Geländes die Gesänge der syro-malankarischen Gemeinde zur Feier der Auferstehung Jesu erklingen, inszeniert die philippinische Gemeinde im großen Hof der Konkathedrale eine berührende Darstellung der Passion über das Leiden und den Tod Jesu bis zur Begegnung des Auferstandenen mit seiner Mutter Maria am Ostermorgen. Konkret wird um vier Uhr morgens die Statue der Muttergottes im Gefolge des Engelchors, der wiederum von Kindern gespielt wird, die ihr den schwarzen Schleier abnehmen, von einer Gruppe von Frauen zur Statue des auferstandenen Jesus begleitet, die wiederum von einer Gruppe von Männern getragen wird.<br /><br />Die Achtung der verschiedenen Traditionen <br /><br />Die koptisch-katholische Gemeinde in der Konkathedrale feiert ihre Messen weiterhin nach dem julianischen Kalender. Sie wird dieses Jahr Ostern im Mai feiern.<br /><br />Auch während des gerade zu Ende gegangenen Ramadan haben die katholischen Gläubigen die Traditionen ihrer muslimischen Brüder respektiert. Tagsüber wurde weder gegessen noch getrunken.<br /><br />“Wir bräuchten viel mehr Kirchen”<br />Die Konkathedrale ist nicht nur der Sitz des katholischen Bischofs in Kuwait, sondern auch ein lebendiges Zeugnis des Katholizismus in diesem Land. Sie steht auf einem Grundstück, das 1956 vom Emir und der kuwaitischen Regierung gestiftet wurde. Sie wurde 1961 vom ersten Bischof des Landes, dem Karmeliten Theophanus Stella feierlich gesegnet und eingeweiht. Dieser beschloss, die Kathedrale der "Heiligen Familie in der Wüste" zu widmen, wobei er die besonderen Umstände berücksichtigte, unter denen die Katholiken Kuwaits lebten, d.h. als vorübergehende Bewohner.<br /><br /><br />Die "Mutterkirche" in Ahmadi<br /><br />Ahmadi, wo sich die Kirche Unsere Liebe Frau von Arabien , die erste katholische Kirche des Landes, befindet, ist das Zentrum der Ölförderung, wo sich unzählige Menschen, hauptsächlich Wanderarbeiter, niederließen. "Eine große Statue, die von den Karmelitinnen hierher gebracht wurde, wird in der kleinen Kirche aufbewahrt, in der das Heiligtum Unserer Lieben Frau von Arabien entstanden ist. In diesem Jahr feiern wir das 75-jährige Bestehen", sagt Bischof Berardi. "Es bräuchte noch viele weitere Kirchen, um alle unterzubringen, aber das bleibt leider ein Traum. Es ist ein langer und komplizierter Prozess".<br /><br />Pfarrer Roswin Pires ist der Gemeindepfarrer und kümmert sich zusammen mit zwei weiteren Priestern um die Gemeinschaft der Gläubigen, die auch von außerhalb Ahmadis zur "Mutterkirche" kommen. Viele andere Gläubige gehen in andere Kirchen, die sich in einigen Kellerräumen befinden. "Die Kuwait Oil Company hat unsere Kirche in Ahmadi gebaut und unterhält sie", erklärt Pfarrer Roswin. Am Wochenende werden 32 Gottesdienste in 11 verschiedenen Sprachen gefeiert. Der aus Goa stammende Pfarrer zelebriert jeden Freitag fünf Messen, abwechselnd am Nachmittag mit der syro-malabarischen Gemeinde. Während der Woche, wenn die Menschen arbeiten, wird eine Messe am Morgen und eine am Abend gefeiert, und die Gläubigen kommen mit einem von der Kirche zur Verfügung gestellten Privattransport. "Es gibt bei uns viele Aktivitäten und pastorale Angebote für Kinder , Jugendliche und Familien", fügt Pfarrer Roswin hinzu. Von den Gläubigen sind etwa viertausend malaiischsprachig und dreitausend haben eine andere Sprache.<br /><br /><br />Das Jubiläumsjahr<br /><br />Im gesamten Apostolischen Vikariat Nordarabien wird ein Jubiläumsjahr zum 1500. Jahrestag der Märtyrer von Arabien, der Heiligen Arethas und seiner Gefährten aus der Oase Nadschran , gefeiert. Die ihnen gewidmeten Heiligen Pforten wurden offiziell am 24. Oktober 2023 die der Kathedrale von Bahrain und die der Konkathedrale von Kuwait geöffnet. Aus diesem Anlass gewährte der Papst einen vollkommenen Ablass.<br />"Wir betrachten dies als ein Jahr der Gnade für das gesamte Vikariat und für alle christlichen Gemeinschaften am Arabischen Golf", sagt Bischof Berardi. "Wir feiern im Glauben das Gedenken an unsere christlichen Vorfahren, die ihr Leben für Christus gegeben haben und ihm bis zum Ende treu geblieben sind. Wir stehen in der Kontinuität dieser christlichen Gemeinschaften und Klöster, die es in dieser Region gab. Die archäologischen Überreste laden uns dazu ein". <br /><br />Fri, 12 Apr 2024 09:40:27 +0200VATIKAN - „Patriarch des Westens“: Papst nimmt Ehrentitel wieder für sich in Anspruchhttps://www.fides.org/de/news/74895-VATIKAN_Patriarch_des_Westens_Papst_nimmt_Ehrentitel_wieder_fuer_sich_in_Anspruchhttps://www.fides.org/de/news/74895-VATIKAN_Patriarch_des_Westens_Papst_nimmt_Ehrentitel_wieder_fuer_sich_in_Anspruchvon Nikos Tzoitis<br /><br />Rom - Im Päpstlichen Jahrbuch 2024, das von der „Libreria Editrice Vaticana“ herausgegeben wird und seit Dienstag, dem 9. April, erhältlich ist, erscheint auf der Seite mit den Titeln, die Papst Franziskus, dem Bischof von Rom, zugeschrieben werden, auch der des „Patriarchen des Westens“. <br />Diese Bezeichnung war seit 2006 auf Veranlassung von Papst Benedikt XVI. aus der Liste der päpstlichen Ehren-Titel verschwunden. <br />Nach dieser Streichung gab der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen, der damals von Kardinal Walter Kasper geleitet wurde, ein Kommuniqué heraus, in dem er unter anderem klarstellte, dass der Titel "Patriarch des Westens" bereits im Jahr 642 von Papst Theodore I. verwendet wurde. Später habe sich der Titel im 16. und 17. Jahrhundert durchgesetzt, "im Rahmen der Vervielfältigung der Papsttitel", wie es im Päpstlichen Jahrbuch 1863 erstmals hieß.<br />Der Begriff 'Westen'", so das Kommuniqué weiter, "soll weder ein kirchliches Territorium beschreiben, noch kann er als Definition eines patriarchalen Territoriums verwendet werden". Daher würde der Titel "Patriarch des Westens" - so das Dokument - "die besondere Beziehung des Bischofs von Rom zu diesem Gebiet beschreiben und könnte die besondere Jurisdiktion des Bischofs von Rom für die lateinische Kirche zum Ausdruck bringen". Es wurde betont, dass die Abschaffung des Patriarchentitels, der sich auf den Bischof von Rom bezieht, nicht die Möglichkeit "neuer päpstlicher Ansprüche" in Bezug auf die Kirchen des Ostens impliziert, wie dies in einigen negativen Reaktionen von Theologen und Vertretern der orthodoxen Kirchen angesichts einer solchen Abschaffung vermutet worden war: Vielmehr sollte - so wurde bekräftigt - ein "historischer und theologischer Realismus" zum Ausdruck gebracht werden, der die Abschaffung eines Titels, der als veraltet angesehen wird, dringend erforderlich macht. <br />Die Entscheidung von Papst Franziskus, den Titel "Patriarch des Westens" wieder einzuführen, kann mit seinem Beharren auf der Bedeutung der Synodalität und der ökumenischen Sorge in Verbindung gebracht werden, die dazu drängt, immer wieder auf die ersten Jahrhunderte des Christentums zurückzublicken, als es noch keine dogmatischen Verwerfungen zwischen den Kirchen gab. <br />Der Titel "Patriarch des Westens" erinnert in gewisser Weise auch an die Erfahrung des ersten christlichen Jahrtausends, als die fünf Stätten des antiken Christentums trotz ihrer unterschiedlichen Geschichte und geistigen Akzente aufgrund des Bandes, das sie mit der apostolischen Tradition verband, besonders wichtig waren. Die Beziehungen dieser fünf Stätten in Gemeinschaft zeigten sich in der Praxis, die die Kirchengeschichtsforschung als "Pentarchie" bezeichnet. Die fünf Patriarchatssitze - so der Historiker Giorgio Morini – wurden auch von den kaiserlichen Mächten „als gemeinsam verantwortlich für die Rechtgläubigkeit und die Leitung der Gesamtkirche" anerkannt.<br />In einer Zeit der Geschichte, die durch die Ausbreitung von Konflikten gekennzeichnet ist, die die Völker an den Abgrund eines dritten Weltkriegs treiben, sieht die ökumenische Fürsorge das Herannahen des 1700. Jahrestags des Konzils von Nicäa, das 325 n. Chr. abgehalten wurde, als günstigen Anlass. Die Christen haben - wie Papst Franziskus bereits am 6. Mai 2022 betont hat – „die Gelegenheit, zusammenzukommen und die 1700 Jahre seit dem Konzil von Nizäa zu feiern, wie für einen Neuanfang“. Genau im Jahr 2025 werden alle Christen, unter anderem, das Osterfest des Herrn erstmals am selben Tag, Sonntag, dem 20. April, feiern. <br />Am 31. März, dem Ostersonntag für die Kirchen nach dem Gregorianischen Kalender, betonte Bartholomäus I., Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel, in einer Ansprache, dass: "An diesem Tag gewinnt die universelle Botschaft der Auferstehung noch mehr an Bedeutung, denn unsere nicht-orthodoxen christlichen Brüder und Schwestern feiern heute die Auferstehung unseres Herrn von den Toten, das Heilige Osterfest. Wir haben bereits unsere Vertreter zu allen hier anwesenden christlichen Gemeinschaften der anderen Konfessionen gesandt, um ihnen die festlichen Grüße der Heiligen Großen Kirche Christi und unsere patriarchalischen Glückwünsche zu übermitteln. Aber auch von hier aus richten wir einen herzlichen Gruß der Liebe an alle Christen, die heute das Osterfest feiern. Wir bitten den Herrn der Herrlichkeit, dass die gemeinsame Feier des Osterfestes, die wir im kommenden Jahr begehen werden, nicht nur ein glücklicher Zufall, ein zufälliges Ereignis sein wird, sondern der Beginn der Festlegung eines gemeinsamen Datums für die jährliche Feier durch die östliche und westliche Christenheit“.<br />In seiner Rede verwies Patriarch Bartholomäus auch auf den 1700. Jahrestag der Einberufung des Ökumenischen Konzils von Nizäa, "das sich unter anderem mit der Frage der Regelung des Zeitpunkts der Osterfeier befasste. Wir sind optimistisch", fügte der Patriarch hinzu, "weil auf beiden Seiten der gute Wille und die Bereitschaft besteht, dies zu tun. Denn in der Tat ist es ein Skandal, das einzigartige Ereignis der Auferstehung des einen Herrn getrennt zu feiern". <br /> Thu, 11 Apr 2024 13:22:34 +0200AFRIKA/TOGO - Universitätswissenschaftler fordern einen Stopp des Prozesses zur Verabschiedung der neuen Verfassunghttps://www.fides.org/de/news/74894-AFRIKA_TOGO_Universitaetswissenschaftler_fordern_einen_Stopp_des_Prozesses_zur_Verabschiedung_der_neuen_Verfassunghttps://www.fides.org/de/news/74894-AFRIKA_TOGO_Universitaetswissenschaftler_fordern_einen_Stopp_des_Prozesses_zur_Verabschiedung_der_neuen_VerfassungLomé - In Togo, wo die Familie Gnassingbé seit über 50 Jahren an der Macht ist, wird es in Zukunft keine Präsidentschaftswahlen mehr geben, nachdem die togoischen Abgeordneten zwischen dem 25. und 26. März eine neue Verfassung verabschiedet haben, die die Wahl des Präsidenten der Republik durch das Parlament und nicht mehr durch die Wähler vorsieht.<br />In einem offenen Brief an den Präsidenten der togoischen Republik, Faure Essozimna Gnassingbé, forderten nun die Akademiker des afrikanischen Landes, den Prozess der Verabschiedung einer neuen Verfassung zu stoppen, damit die Debatte über die Änderung von den neu gewählten Abgeordneten unter fairen und transparenten Bedingungen und vor allem von den Bürgern geführt werden kann, die in einem Referendum entscheiden sollen.<br />"Gemäß Artikel 59 der togolesischen Verfassung muss für jede Änderung, die die Art und Weise der Wahl des Präsidenten der Republik oder seine Amtszeit in Frage stellt, ein Referendum abgehalten werden", heißt es in dem Brief, der der Fides vorliegt. „Aus diesem Grund lehnen wir togolesischen Akademiker, die wir uns unseres Auftrags als vorurteilsfreie Pädagogen bewusst sind, diesen Prozess entschieden ab. Die Ausarbeitung einer neuen Verfassung, eines grundlegenden Textes für die Regierung unseres Landes, kann nicht in einem Klima von Spannungen und starken Protesten stattfinden. Sie erfordert ein Mindestmaß an Konsens. "<br />In dem Schreiben wird die Tatsache angeprangert, dass die Nationalversammlung unter keinen Umständen eine neue Verfassung verabschieden kann, weder während ihrer regulären Amtszeit noch während ihrer Verlängerung. "Die Verfassung stellt die soziale Kontrolle über die gesamte Gesellschaft dar. In modernen demokratischen Systemen ist die Verabschiedung einer neuen Verfassung im Prinzip eine Befugnis, die dem Volk zusteht, das sie per Referendum ausübt. "<br />Nach der neuen Verfassung wird der Präsident der Republik "ohne öffentliche Debatte" vom Parlament und nicht mehr von den Wählern gewählt. Außerdem kann er nur noch für eine Amtszeit von sechs Jahren im Amt bleiben: Bislang dauerte das Amt des Präsidenten fünf Jahre und es war möglich, für eine zweite Amtszeit zu kandidieren.<br />Die Parlaments- und Regionalwahlen, die ursprünglich für den 20. April angesetzt waren, werden am 29. April 2024 stattfinden. Zuvor wird ein Wahlkampf geführt, der am Ende des letzten Tages der derzeitigen Proteste, um Mitternacht des 13. April, beginnt.<br /> <br />Thu, 11 Apr 2024 13:04:06 +0200ASIEN/GIAPPONE - Bischof Berndt: " Wir lernen Frieden und Gewaltlosigkeit von den Menschen in Okinawa“https://www.fides.org/de/news/74893-ASIEN_GIAPPONE_Bischof_Berndt_Wir_lernen_Frieden_und_Gewaltlosigkeit_von_den_Menschen_in_Okinawahttps://www.fides.org/de/news/74893-ASIEN_GIAPPONE_Bischof_Berndt_Wir_lernen_Frieden_und_Gewaltlosigkeit_von_den_Menschen_in_OkinawaVatikanstadt - "Wir lernen Frieden und Gewaltlosigkeit von den Menschen in Okinawa. Diese sanftmütigen Menschen geben uns das Evangelium, sie schenken uns einen ganz und gar franziskanischen Wert wie den des Friedens, sowohl innerlich als auch in der Lebenspraxis", betont der Bischof von Naha auf der japanischen Insel Okinawa, Wayne Berndt gegenüber Fides. Der aus Amerika stammende Bischof nimmt zusammen mit den japanischen Bischöfen am Ad-limina-Apostolorum-Besuch im Vatikan teil. <br />Der Name Okinawa bedeutet "Seil im Meer" und ist eine ziemlich treffende Beschreibung für eine lange Strecke von Inseln zwischen den Hauptinseln von Japan und Taiwan. Die Präfektur Okinawa besteht aus der gleichnamigen Hauptinsel und weiteren kleineren Inseln und ist die südlichste Präfektur Japans, die sich durch eine tausendjährige Kultur und natürliche Schönheit hervorsticht. Als amerikanischer Ordensmann war Pater Berndt, der 1981 als Missionar nach Japan kam, zunächst in den Diözesen Naha und Saitama als Seelsorger tätig, in letzterer auch im „Open House Centre for Migrants“. Zurück in Naha war er Gemeindepfarrer und ist seit 2017 Bischof eines Insel-Diözesangebiets in der Präfektur mit rund 1,5 Millionen Einwohnern, einer Gruppe von rund 6.000 registrierten Katholiken, "aber etwa 10.000 in Wirklichkeit", wie er betont.<br />Okinawa ist die größte Insel des Ryūkyū-Archipels, der einst ein autonomes Königreich bildete und erst 1874 formell annektiert wurde. Die örtliche Bevölkerung hat sich ihre eigenen kulturellen und sprachlichen Eigenheiten, Dialekte und Bräuche bewahrt: Die Okinawaner sehen sich als etwas anderes als die Japaner auf dem Festland . Die Okinawaner nennen sich selbst stolz "uchinanchu" oder "Menschen des Meeres".<br />Der Bischof erklärt: "Die Kultur ist ganz anders als in Japan. Auch die religiöse Landschaft ist anders: Während im übrigen Japan der shintoistisch-buddhistische Glaube vorherrscht, ist hier die Grundlage das „Ryukyuan“, das indigene Glaubenssystem. In diesem Kontext steht der christliche Glaube im Dialog mit dem Leben der Menschen: Die Einwohner sind Boten der Gewaltlosigkeit. Selbst in den Tagen des Ryūkyū-Königreichs, als es weder Waffen noch eine Armee gab, gibt es ein Wohlwollen füreinander, das aus den Tiefen der Herzen der Menschen entspringt. Das ist ein evangelischer und franziskanischer Wert, dem wir jeden Tag begegnen und den wir wiederentdecken", sagt er. Die Werte des Evangeliums gehen Hand in Hand mit der okinawanischen Kultur, wie er betont. „Icharibacho-de" bedeutet zum Beispiel "wenn wir uns einmal treffen, werden wir Brüder" und drückt aus, wie Bischof Berndt selbst - und viele andere - von den Okinawanern aufgenommen wurden, da es ein lokaler Glaube ist, dass "diejenigen, die sich entscheiden, mit ihnen zu leben und zusammen zu sein, eine Familie werden". Ein weiteres Konzept ist das des "Chimugurusan", was übersetzt so viel bedeutet wie "den Schmerz anderer fühlen" und ihn teilen, um in der eigenen Seele stärker zu werden. "Die Menschen haben eine tiefe Spiritualität. Aus Okinawa stammt das berühmte Ikigai, die Philosophie, den Grund für das eigene Leben zu finden, das, was dem Leben einen Sinn gibt", erinnert er sich.<br />Auf kirchlicher Ebene wurden 1927 die Präfektur Okinawa und die Präfektur Kagoshima im Süden Japans von der Diözese Nagasaki abgetrennt und zur Apostolischen Präfektur Kagoshima zusammengefasst. Dann gab es politische Ereignisse, die sich auf die Organisation der Kirche auswirkten: Mit dem Friedensvertrag von San Francisco am Ende des Zweiten Weltkriegs standen die Präfektur Okinawa und die südliche Präfektur Kagoshima unter amerikanischer Militärbesetzung. Daher wurden die Gebiete von Okinawa und den südlichen Inseln der direkten Jurisdiktion des Heiligen Stuhls unterstellt und den amerikanischen Kapuzinern anvertraut. Im Mai 1972, als Japan die Souveränität über Okinawa wiedererlangte, wurde die Apostolische Administratur Ryukyu in den Rang einer Diözese erhoben und wurde zur Diözese Naha, mit dem ersten Kapuzinerbischof, Pater Tadamaro Ishigami OFMCap.<br />"Seit 80 Jahren kennen und schätzen die Menschen das franziskanische Charisma und verbinden es mit der Verkündigung des Evangeliums des Friedens, auch heute noch, hier in Okinawa, einem Gebiet, in dem sich amerikanische Militärstützpunkte befinden und in dem die Spannungen in den Beziehungen zu China oder die angespannte Situation in Taiwan deutlich zu spüren sind", stellt der Bischof fest. <br />"Heute", berichtet er, "ist die katholische Gemeinde vielfältig: In Naha sind die Gläubigen meist älter und verteilen sich auf die 14 Pfarreien der Diözese. Zu den internationalen Gruppen gehören Filipinos, spanischsprachige Gemeinschaften wie Peruaner, Vietnamesen und Amerikaner, aber was die Demografie und die Taufen angeht, ist die Situation stabil. Sicherlich ist es schwierig, den Glauben an die neuen Generationen weiterzugeben: Aus diesem Grund fördert die Diözese pastorale Initiativen wie ein jährliches Sommercamp für okinawanische Kinder, das von Universitätsstudenten organisiert wird, die vom japanischen Festland zurückkehren, mit der Idee - für die Kinder und auch für die Jugendlichen -, sich selbst als Okinawaner zu sehen, mit ihren eigenen Besonderheiten und ihrer kulturellen Sensibilität". <br />Der Bischof schließt mit den Worten: "Zwischen den beiden Giganten auf dem Territorium der Ureinwohner, den Japanern und den Amerikanern, bewahrt die Kultur und die Gemeinschaft Okinawas ihre Identität, die das Evangelium mit der Förderung von Frieden und Gewaltlosigkeit verbindet".<br /> <br />Thu, 11 Apr 2024 12:51:18 +0200ASIEN/CHINA - Fastenkollekte 2024: Katholische Gemeinden zeigen große Spendenbereitschafthttps://www.fides.org/de/news/74892-ASIEN_CHINA_Fastenkollekte_2024_Katholische_Gemeinden_zeigen_grosse_Spendenbereitschafthttps://www.fides.org/de/news/74892-ASIEN_CHINA_Fastenkollekte_2024_Katholische_Gemeinden_zeigen_grosse_SpendenbereitschaftShijiazhuang - Wie schon in den vergangenen acht Jahren haben auch dieses Jahr am Ende der Fastenzeit viele chinesische Katholiken an einer Kollekte teilgenommen, die von „Jinde Charites“ auf den Weg gebracht wurde, der Organisation, die seit fast 27 Jahren die von den katholischen Gemeinschaften auf dem chinesischen Festland unterstützten karitativen Werke koordiniert. Und auch in diesem Jahr sind die ersten veröffentlichten Daten über die gesammelten Spenden ermutigend. <br />Bei der Kollekte, die traditionell am Palmsonntag ihren Höhepunkt erreicht, werden Gelder gesammelt, die größtenteils für Hilfsmaßnahmen in Gebieten bestimmt sind, die von Katastrophen und sozialen Notlagen betroffen sind. <br />Nach den von der Fides gesammelten Informationen hat die Diözese Peking insgesamt rund 169.286 Yuan gesammelt, und auch aus Diözesen in wirtschaftlich weniger wohlhabenden Gebieten sind bedeutende Zeichen gekommen. So zum Beispiel aus den Provinzen Jiangsu, Shanxi , Guizhou und Shandong .<br />Bis zum 8. April hat allein die Diözese Schanghai, in der die Kollekte am Barmherzigkeitssonntag durchgeführt wurde, rund 530.000 Yuan in den Pfarreien und Pflegeheimen gesammelt. "Die Praxis der Kollekte", so der Bischof von Schanghai, Joseph Shen Bin, "weist auch den Weg zur Heiligung, sie wird von der Liebe zu Gott bewegt, die sich in der Liebe zu den Menschen manifestiert".<br />Die Kollekte zur Sammlung von Geldern zugunsten von Bedürftigen wurde von den katholischen Gemeinden in ganz China stets mit großer Spendenbereitschaft unterstützt, auch dank der Möglichkeit, die Verwendung der im Laufe der Jahre gesammelten Gaben stets auf ein Höchstmaß an Transparenz hin überprüfen zu können. Zu den finanzierten Projekten gehören auch die Hilfsinitiativen, die nach Überschwemmungen und Erdbeben in verschiedenen Teilen Chinas sowie nach dem Erdbeben von Hualien in Taiwan, dem Vulkanausbruch in Guatemala und dem Tsunami in Indonesien im Jahr 2018 unterstützt wurden.<br /> Thu, 11 Apr 2024 12:28:03 +0200AFRIKA/GHANA - Stipendien für benachteiligte Studierende angeblich an Söhne und Töchter der Elite vergeben: "Das muss aufhören"https://www.fides.org/de/news/74891-AFRIKA_GHANA_Stipendien_fuer_benachteiligte_Studierende_angeblich_an_Soehne_und_Toechter_der_Elite_vergeben_Das_muss_aufhoerenhttps://www.fides.org/de/news/74891-AFRIKA_GHANA_Stipendien_fuer_benachteiligte_Studierende_angeblich_an_Soehne_und_Toechter_der_Elite_vergeben_Das_muss_aufhoerenAccra - "Wenn man auf dem Geld für die Armen sitzt, weinen sie und Gott hört sie", warnt der Erzbischof von Accra, John Bonaventure Kwofie, mit Blick auf die Veruntreuung von Stipendiengeldern für verdiente unterprivilegierte Studierende. <br />In seiner Predigt bei der Messe zum Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit in der „Holy Trinity Church“ in Sapeiman sagte Erzbischof Kwofie: "In den sozialen Medien sind Berichte über Stipendien erschienen, die von der ghanaischen Regierung vergeben werden. Ich zitiere: ‚Manche Leute zahlen Bestechungsgelder, um sie zu bekommen. Studiengebühren, Lebenshaltungskosten und Studentenbeihilfen werden nicht gezahlt. Wenn sie gezahlt werden, dann verspätet. Es gibt Studenten, die sich ihren Weg zu ausländischen Stipendien erkaufen und nicht einmal zu den Vorlesungen erscheinen‘“.<br />Der Erzbischof erinnerte daran, dass "das erste der fünf Ziele des Stipendienvergabesystems der Regierung darin besteht, bedürftigen, aber brillanten Studierenden in den Hochschulen des zweiten Zyklus auf der Grundlage ihrer Verdienste und des Grades ihrer finanziellen Notlage Stipendien zu gewähren. Es werden jedoch immer mehr Stipendien an reiche Leute und deren Freunde vergeben. Das muss aufhören".<br />Das korrupte System, auf das sich Erzbischof Kwofie bezieht, wurde durch eine journalistische Untersuchung aufgedeckt, die ergab, dass verdiente Studierende, die für Stipendien für wirtschaftlich Schwächere in Frage kämen, angeblich von Regierungsbeamten und ihren Kindern bei der Vergabe übergangen werden.<br />Im Mittelpunkt der Untersuchung steht das Stipendiensekretariat, eine dem Präsidialamt unterstellte Behörde, die 1960 eingerichtet wurde, um in- und ausländische Stipendien an akademisch begabte, aber finanziell bedürftige Studierende zu vergeben. Das Sekretariat verwaltet bilaterale Stipendien, die vom Ausland finanziert werden, und nicht bilaterale Stipendien, die von ghanaischen Steuerzahlern finanziert werden.<br />In den letzten Jahren ist diese Einrichtung zunehmend in die Kritik geraten, weil sie angeblich Personen mit politischen und gesellschaftlichen Verbindungen bevorzugt. Zu denjenigen, die Stipendien für ein Studium an angesehenen Einrichtungen im Ausland erhalten haben, ohne dazu berechtigt zu sein, gehören angeblich Kinder von Politikern, Botschaftern, hohen Polizeibeamten und bekannten Schauspielern. <br />Darüber hinaus sollen mindestens 26 Personen Mehrfachstipendien erhalten haben, die es ihnen ermöglichten, in zwei aufeinanderfolgenden Jahren verschiedene Programme oder in einem einzigen Jahr verschiedene Programme zu absolvieren. Das bedeutet, dass einige bedürftige Studierende um ein Stipendium zur Finanzierung eines Studiengangs kämpften, während andere angeblich eine Finanzierung für zwei verschiedene Studiengänge erhielten.<br /> Thu, 11 Apr 2024 11:47:00 +0200ASIEN/JAPAN - Die katholische Kirche in Japan: Statistiken und Hintergründehttps://www.fides.org/de/news/74889-ASIEN_JAPAN_Die_katholische_Kirche_in_Japan_Statistiken_und_Hintergruendehttps://www.fides.org/de/news/74889-ASIEN_JAPAN_Die_katholische_Kirche_in_Japan_Statistiken_und_HintergruendeVatikanstadt - Anlässlich des Ad-Limina-Besuchs der Bischöfe von Japan veröffentlicht die Fides Statistiken und Hintergrundinformationen über die katholische Kirche in Japan. <br />Die katholische Kirche in Japan zählt heute 419.414 Katholiken, bei einer Bevölkerung von insgesamt rund 125 Millionen Einwohner . Es gibt 459 Diözesanpriester, 761 Ordenspriestern, 135 Ordensbrüdern, 4.282 Ordensschwestern und 35 Priesteramtskandidaten. Die japanische Kirche, die auf dem Territorium mit drei Kirchenprovinzen vertreten ist, in denen die 15 Diözesen zusammengefasst sind, unterhält, obwohl sie zahlenmäßig klein ist, zahlreiche Bildungs- und karitative Einrichtungen .<br />Die Verfassung garantiert den japanischen Bürgern die Freiheit, sich zu jeder Religion zu bekennen . Die wichtigsten Religionen sind der Shintoismus und der Buddhismus . Die Christen der verschiedenen Konfessionen machen insgesamt 1,2 % aus, während es kleine Gemeinschaften von Muslimen gibt und ein großer Prozentsatz der Japaner sich als "nicht religiös" bezeichnet.<br />Die katholische Bevölkerung ist im Allgemeinen rückläufig , wobei in den Diözesen Saitama, Naha und Nagoya ein leichter Anstieg zu verzeichnen ist.<br />Zur katholischen Glaubensgemeinschaft in Japan zählt außerdem rund 500.000 ausländische Gläubige, darunter Migranten aus Asien, Südamerika und Europa. Die Kirche hat es sich zur Aufgabe gemacht, "Migranten willkommen zu heißen, die japanische Gesellschaft gemeinsam zu erneuern und sich auf eine multikulturelle Gesellschaft und kirchliche Gemeinschaft zuzubewegen". Die Anwesenheit der großen Gemeinschaft ausländischer Katholiken stellt jedoch auch eine zusätzliche Herausforderung für die Ortskirche dar, die auch das Bedürfnis verspürt, eine japanische katholische Identität zu bewahren. Der pastorale Dienst an Japanern und Ausländern erfordert Unterscheidungsvermögen und Weisheit, und das "multikulturelle Zusammenleben", das auf der Einheit in Jesus Christus gründet, ist eine gemeinschaftliche Verpflichtung.<br /><br /><br />Historischer Hintergrund zur Evangelisierung<br /><br />Die Evangelisierung Japans hat ein genaues Anfangsdatum: den 15. August 1549, den Tag, an dem der heilige Franz Xaver von der Halbinsel Malakka aus auf dem Archipel landete. Die erste christliche Gemeinde wurde auf der Insel Kyushu gegründet, der südlichsten der vier großen Inseln, aus denen der Archipel besteht. Nachdem der heilige Franz Xaver Japan verlassen hatte, kam der italienische Jesuit Alessandro Valignano auf dem Archipel an.<br />Auf die Jesuiten folgten Franziskanermönche, hauptsächlich Italiener. Die Ausländer, die damals mit ihren dunkel gefärbten Schiffen aus dem Süden nach Japan kamen , wurden Nan Ban genannt, da sie als ungehobelte und ungebildete Menschen galten, weil sie die Sitten und Gebräuche des Landes nicht pflegten.<br />Im 16. Jahrhundert wuchs die katholische Gemeinde auf mehr als 300.000 Menschen an, und 1588 wurde die Diözese Funay gegründet. Die Küstenstadt Nagasaki war ihr Mittelpunkt. Die italienischen Missionare befolgten bei ihrer Evangelisierungsarbeit die von Pater Valignano, dem Verfasser des grundlegenden Zeremoniells für Missionare in Japan, aufgestellten Regeln.<br />Im Jahr 1582 organisierten die japanischen Jesuiten eine Reise nach Europa, um die Öffnung des Volkes der aufgehenden Sonne für den christlichen Glauben zu bezeugen. Die Reise dauerte acht Jahre. Die Delegation, bestehend aus vier Prälaten, besuchte zunächst Venedig, ging dann nach Lissabon und kehrte schließlich nach Italien zurück, wo sie ihre Reise in Rom beendete. Die Jesuiten aus Japan wurden von Papst Gregor XIII. empfangen und trafen auch seinen Nachfolger Sixtus V. Im Jahr 1590 kehrten sie in ihr Heimatland zurück.<br />Das Tokugawa-Shogunat erkannte bald, dass die Jesuiten durch ihre Evangelisierungsarbeit einen Einfluss auf das Kaiserhaus ausübten, der faktisch auf eine rein symbolische Funktion zurückgeführt wurde, und interpretierte daher die Anwesenheit der Christen insgesamt und der Nan Ban im Allgemeinen als eine Bedrohung für die Stabilität seiner Macht.<br />Im Jahr 1587 erließ der Kampaku Hideyoshi, "Marschall der Krone" in Nagasaki, ein Edikt, das ausländischen Missionaren befahl, das Land zu verlassen. Sie arbeiteten jedoch weiterhin im Untergrund. Zehn Jahre später begannen die ersten Verfolgungen. Am 5. Februar 1597 wurden sechsundzwanzig Christen gekreuzigt.<br />Im Jahr 1614 verbot der Shogun Tokugawa Ieyasu, Herrscher Japans, in einem weiteren Edikt das Christentum und untersagte den japanischen Christen die Ausübung ihrer Religion. Am 14. Mai desselben Jahres fand die letzte Prozession durch die Straßen von Nagasaki statt, die sieben der elf bestehenden Kirchen der Stadt berührte; alle wurden später abgerissen.<br />Die Politik des Regimes wurde zunehmend repressiver. Zwischen 1637 und 1638 brach in Shimabara, in der Nähe von Nagasaki, ein Volksaufstand aus. Der Aufstand, der hauptsächlich von Bauern angeführt wurde, wurde von dem christlichen Samurai Amakusa Shiro blutig niedergeschlagen, und es folgten mehrere Hinrichtungen von Anhängern. Schätzungsweise 40.000 Konvertiten wurden ermordet. Im Jahr 1641 erließ der Shogun Tokugawa Iemitsu ein Dekret, das später als Sakoku bekannt wurde und mit dem er jede Form von Kontakt zwischen der japanischen Bevölkerung und Ausländern verbot. Von da an schufen die Christen eine Symbolik, ein Ritual und sogar eine eigene Sprache, die außerhalb ihrer eigenen Gemeinschaften unverständlich waren. Im Jahr 1644 wurde der letzte verbliebene christliche Priester zum Tode verurteilt.<br /><br /><br /> “Verborgenes Christentum” und Märtyrer <br /><br />Zweieinhalb Jahrhunderte lang blieb Nagasaki das einzige Tor zum Handel mit Europa und dem asiatischen Kontinent. Der Hafen, seine Umgebung und die der Küste vorgelagerten Inseln boten den wenigen Christen, die sich versteckt hielten, Zuflucht. Ohne Priester und Kirchen organisierten sich die Katholiken selbst: Der Dorfvorsteher leitete die Gemeinschaft, legte die religiösen Feiertage nach dem christlichen Kalender fest und bewahrte die heiligen Bücher auf; der Katechet unterrichtete die Kinder; der Täufer spendete das erste Sakrament; der Verkünder besuchte die Familien, um die Sonntage, die christlichen Feste, die Tage des Fastens und der Enthaltsamkeit anzukündigen.<br />Der Franzose Théodore-Augustin Forcade war der erste Apostolische Vikar Japans von 1846 bis 1852, dem Jahr, in dem er das Land aufgrund von Verfolgungsdekreten verlassen musste. Er konnte sein Amt jedoch nie aktiv ausüben, da es ihm unmöglich war, den Archipel zu erreichen. Bischof Forcade wurde später Bischof von Nevers. Nach den Erscheinungen von Lourdes im Jahr 1858 verbreitete sich die Verehrung der Muttergottes in Japan.<br />Im Jahr 1853 wurde das Land auf Druck der Vereinigten Staaten wieder für ausländische Beziehungen geöffnet. Obwohl der Proselytismus weiterhin verboten war, kamen zahlreiche Missionare des katholischen, protestantischen und orthodoxen Glaubens ins Land. Das Christentum gelangte erneut über Handels- und Botschaftswege ins Land und landete in den Häfen von Kobe und Yokohama.<br />Im Jahr 1862 sprach Papst Pius IX. die sechsundzwanzig Christen, die im Jahr 1597 den Märtyrertod erlitten hatten, heilig. Im folgenden Jahr errichteten französische Missionare in Nagasaki eine Kirche zu ihrem Gedenken: die Oura-Kirche, die den Märtyrern gewidmet ist.<br />Mit der Meiji-Restauration von 1871 wurde die Religionsfreiheit eingeführt und damit das Existenzrecht der christlichen Gemeinschaften anerkannt. Es wurden neue Kirchen gebaut, die größtenteils von französischen Vorbildern inspiriert waren. Die christliche Botschaft konnte sich in Handelsstädten wie Osaka und Sendai und sogar in der damaligen Hauptstadt Kyoto verbreiten. Die Zisterziensergemeinschaften drangen bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts in die nördlichen Gebiete der Insel Honshu und sogar bis nach Hokkaido vor. Am 24. Februar 1873 hob die japanische Regierung das aus dem Jahr 1614 stammende Verfolgungsedikt auf. Im Jahr 1888 wurde das Recht auf Religionsfreiheit anerkannt, das 1899 um das Recht erweitert wurde, den eigenen Glauben zu verkünden und Sakralbauten zu errichten.<br /><br /><br />Die Kirche mit japanischem Antlitz<br /><br />Der erste Bischof japanischer Nationalität nach der Rückkehr der Religionsfreiheit war Januarius Kyunosuke Hayasaka, der am 16. Juli 1927 zum Bischof der Diözese Nagasaki ernannt wurde.<br />Im Jahr 1930 wurde eine Mission zur Evangelisierung Japans von Maximilian Maria Kolbe und seinen Mitbrüdern durchgeführt. Zu den Errungenschaften dieser Mission gehörte in den 1950er Jahren die Entstehung des "Ameisendorfs", in dem die Armen und die infolge des Krieges Vertriebenen unterkamen. Der Betreuung armer Kinder widmete sich Elisabeth Maria Satoko Kitahara aus, die 2015 zur Ehrwürdigen erklärt wurde.<br />Nach den schwierigen Jahren des japanischen Militarismus und des Zweiten Weltkriegs kam es zu einer gewissen Wiederbelebung der katholischen Gemeinde. Auch der berühmte Admiral Isoroku Yamamoto gehörte ihr an.<br />Johannes Paul II. war 1981 der erste Papst, der das Land besuchte. Im Anschluss an den Aufruf zur Versöhnung und zum Frieden am 25. Februar organisierte die japanische Bischofskonferenz die "Zehn Tage für den Frieden" , eine Reihe von Veranstaltungen, die jedes Jahr zum Gedenken an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki stattfinden. Die Veranstaltung, an der alle japanischen Diözesen teilnehmen, steht auch anderen Religionsgemeinschaften offen.<br />Einige katholische Gebäude wurden zum "nationalen Kulturgut" erklärt. Japan hat auch eine Liste von Denkmälern erstellt, die der UNESCO vorgelegt werden soll. Sie umfasst 47 Gebäude, die zwischen 1864 und 1938 errichtet wurden, sowie die neue Kathedrale von Urakami, die 1959 gebaut wurde, und die Kirche der 26 Märtyrer, die 1962 errichtet wurde.<br />Am 24. November 2008 wurden in Nagasaki 188 katholische Märtyrer, die zwischen 1603 und 1639 gefoltert und getötet wurden , in einer Zeremonie in Anwesenheit von Papst Benedikt XVI. seliggesprochen.<br />Im Jahr 2019 besuchte Papst Franziskus vom 23. bis 26. November Japan. Im Rahmen seines Besuchs stattete er Kaiser Naruhito einen Höflichkeitsbesuch ab, hielt Reden über Atomwaffen und erinnerte an die Märtyrer. Die apostolische Reise hat wesentlich dazu beigetragen, die katholische Kirche in den politischen, intellektuellen und kulturellen Kreisen des Landes bekannt zu machen, so dass auch der Durchschnittsbürger die katholische Kirche von den vielen anderen christlichen Konfessionen unterscheiden kann. Allerdings fällt es der Bevölkerung normalerweise immer noch schwer, Katholiken von Christen anderer Konfessionen zu unterscheiden.<br />Wed, 10 Apr 2024 09:34:04 +0200AFRIKA/NIGERIA - Nach Massaker an 17 Soldaten: Welche Rolle spielt das Militär im Leben des Landes?https://www.fides.org/de/news/74886-AFRIKA_NIGERIA_Nach_Massaker_an_17_Soldaten_Welche_Rolle_spielt_das_Militaer_im_Leben_des_Landeshttps://www.fides.org/de/news/74886-AFRIKA_NIGERIA_Nach_Massaker_an_17_Soldaten_Welche_Rolle_spielt_das_Militaer_im_Leben_des_LandesAbuja - Welche Rolle spielt das Militär im Leben des Landes? Diese Frage stellt man sich in Nigeria nach dem Massaker, das am 14. März an insgesamt 17 Soldaten, darunter vier Offiziere, von der jugendlichen Bevölkerung des Dorfes Okuama im Bundesstaat Delta im Süden des Landes verübt haben.<br />Offiziell hatten die Soldaten eingegriffen, um einen Streit zwischen der Gemeinde Okuama und der eines Nachbardorfes zu schlichten. Laut Zeugenaussagen eskalierte die Situation irgendwann und Jugendliche aus dem Dorf griffen die Soldaten an. Andere Soldaten griffen später als Reaktion auf das Massaker an ihren Kameraden ein und verübten Repressalien gegen die Zivilbevölkerung. Das Gebiet, in dem das Massaker stattfand, ist bekannt für Öldiebstahl und die Präsenz der Separatisten der „Indigenous People of Biafra“ , einer von den nigerianischen Behörden verbotenen Gruppe. Die IPOB gab eine Erklärung ab, in der es heißt, die Einwohner von Okuama hätten die Soldaten zunächst friedlich empfangen, dann aber rebelliert, als die Soldaten versuchten, einige örtliche Anführer zum Verhör mitzunehmen. Eine andere Version besagt, dass eine bewaffnete Gruppe in Tarnanzügen mit Booten kam und das Feuer auf Soldaten und Zivilisten eröffnete.<br />Dem Militär gelingt es trotz seiner allgegenwärtigen Präsenz nicht, die zahlreichen Entführungen, Morde und andere Verbrechen zu stoppen, die weite Teile Nigerias in Unsicherheit stürzen. Der Bischof von Sokoto, Matthew Kukah, fragte sich in seiner Osterbotschaft: "Wie können wir sagen, dass wir uns in einer zivilisierten Demokratie befinden, wenn das Militär buchstäblich wie eine Besatzungsarmee aussieht, die sich wie eine Krake über alle 36 Bundesstaaten und die Bundeshauptstadt Abuja erstreckt". "Es ist schwer zu verstehen, warum das Militär in unserem Land allgegenwärtig ist", betonte der Bischof von Sokoto und fügte hinzu, dass dies "sehr ernste Folgen für ihre Professionalität, ihre Integrität und ihre wahrgenommene Rolle beim Schutz der Gesellschaft hat."<br />Nach Ansicht von Bischof Kukah ist es notwendig, dass die Führung des Staates, sich um eine klare Strategie zur Lösung der allgemeinen Unsicherheit im Land zu bemühen. "Die Bekämpfung der Unsicherheit ist heute eine Herausforderung. Ich glaube, dass unsere Männer und Frauen von den Sicherheitsdiensten diese Kriminellen innerhalb weniger Monate besiegen können. Alles, was wir hören und sehen, sind die Finger, die nach oben zeigen", sagt der Bischof und verweist auf die höchsten Behörden des Staates.<br />Die von der Erzdiözese Lagos herausgegebene katholische Wochenzeitung „Catholic Herald Weekly“ veröffentlicht eine ausführliche Analyse über den Zustand der Beziehungen zwischen der Zivilgesellschaft und dem Militär. Dem Autor Olu Fasan zufolge sind die Beziehungen zwischen Zivilgesellschaft und Militär in Nigeria insbesondere von drei Faktoren geprägt. Erstens sei Nigeria zwar ein Staat, aber keine Nation, verstanden als eine zusammenhängende Gemeinschaft, die "ein Zugehörigkeitsgefühl und ein starkes Gefühl einer gemeinsamen und ungeteilten nationalen Identität hat". Zweitens sei Nigeria ein fragiler Staat, dem "die Fähigkeit fehlt, mit Sicherheitsbedrohungen durch organisierte und nichtstaatliche Gewalt umzugehen". Und drittens hätten Militär und Polizei durch Korruption und Massaker in der jüngsten Vergangenheit das Vertrauen und den Respekt der Bevölkerung verspielt.<br /> Wed, 10 Apr 2024 08:36:52 +0200ASIEN/LIBANON - Nach Mord an Politiker: Maronitischer Patriarch ruft zur Ruhe aufhttps://www.fides.org/de/news/74888-ASIEN_LIBANON_Nach_Mord_an_Politiker_Maronitischer_Patriarch_ruft_zur_Ruhe_aufhttps://www.fides.org/de/news/74888-ASIEN_LIBANON_Nach_Mord_an_Politiker_Maronitischer_Patriarch_ruft_zur_Ruhe_aufBeirut – Indem er den barbarischen Mord verurteilt ruft er zu "Ruhe und Mäßigung in dieser heiklen und angespannten politischen, sicherheitspolitischen und sozialen Situation" auf. So äußerte sich der maronitische Patriarcch, Kardinal Béchara Boutros Raï, in einer Erklärung nach dem Fund der Leiche von Pascal Sleiman, Koordinator in Jbeil der „Christian Lebanese Forces Party“. Sleiman war am Sonntag, den 7. April verschwunden und Opfer einer Entführung geworden. Seine Leiche wurde in Syrien an der Grenze zum Libanon gefunden. Nach Angaben des libanesischen Militärgeheimdienstes wurde Sleiman Opfer einer Entführung durch eine nicht näher bezeichnete "syrische Verbrecherbande", die ihn bei dem Versuch, sein Auto zu stehlen, tötete und anschließend seine Leiche nach Syrien brachte.<br />Die Christian Lebanese Forces Party teilt unterdessen mit, dass meisten Mitglieder der kriminellen Bande verhaftet wurden und man in Kontakt mit den syrischen Behörden zu stehen, um die Leiche des Politikers zu bergen.<br />Kardinal Raï sagte, er sei "wie alle ehrlichen Libanesen traurig über die Tragödie der Entführung und Ermordung von Pascal Sleiman". "Wir haben alle gehofft, dass er noch am Leben ist, und das wurde anfangs auch gesagt. Aber die bittere Wahrheit ist ganz anders. Ich habe für das Heil seiner Seele gebetet. Möge Gott seine in Trauer vereinte Familie sowie seine Weggefährten in der Partei trösten", so der maronitische Patriarch.<br />Der maronitische Patriarch lobte insbesondere die Besonnenheit der Witwe, die "den Libanesen eine Lektion für das Leben erteilt", weil sie keine Rachegedanken geäußert habe. Der Kardinal fügte hinzu: "Möge Gott den Libanon und sein Volk vor den Übeltätern beschützen" und rief "die Medien auf, sich jeglicher Fehlinterpretation zu enthalten und das Feuer der Zwietracht nicht zu schüren".<br /> Tue, 09 Apr 2024 12:20:16 +0200ASIEN/CHINA - Ein Ostern voller Früchte des Glaubens: 470 Taufen in Schanghaihttps://www.fides.org/de/news/74887-ASIEN_CHINA_Ein_Ostern_voller_Fruechte_des_Glaubens_470_Taufen_in_Schanghaihttps://www.fides.org/de/news/74887-ASIEN_CHINA_Ein_Ostern_voller_Fruechte_des_Glaubens_470_Taufen_in_SchanghaiShanghai – Insgesamt 470 Taufen wurden in der Diözese Schanghai in der Osternacht gefeiert. Auch in den anderen katholischen Diözesen Chinas wurde in der Osternacht ein kostbares Aufblühen der Gabe des Glaubens verzeichnet. In Peking wurden in der Osternacht 142 Taufen in der Kathedrale gefeiert. In der Kirche der Unbefleckten Empfängnis, die von dem Jesuiten Matteo Ricci gegründet wurde, empfingen etwa 100 neue Katholiken das erste Sakrament des christlichen Lebens, während in der Kirche Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel 25 Taufen gefeiert wurden. <br />Laut einer Teilstatistik des chinesischen katholischen Portals „xinde.org“ empfingen insgesamt 349 der 470 Neugetauften in Schanghai alle drei ersten Sakramente der sogenannten christlichen Initiation .<br />Am 4. April, in der ersten Osterwoche, stand Bischof Jin Yangke von Ningbo , der Einweihung der neuen Kirche in Wenling vor, die dem Heiligen Franz Xaver geweiht ist. Während der feierlichen Liturgie, an der alle Priester der Diözese Taizhou teilnahmen, empfingen etwa dreißig Jugendliche und Erwachsene das Sakrament der Firmung. Die von einem Priester entworfene Kirche hat die Form eines Kreuzes und eine neobarocke Fassade. Sie ist 39 Meter lang und hat eine Gesamtfläche von 1.500 Quadratmetern. Die Baukosten betrugen fast 8 Millionen Yuan, die zum Teil durch Spenden der Gläubigen und einen erheblichen Beitrag der Diözese Taizhou und der staatlichen Behörden aufgebracht wurden.<br /> Tue, 09 Apr 2024 12:06:02 +0200