Fides News - German (Standard)http://www.fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. AFRIKA/SIMBABWE - Oberstes Gericht genehmigt eine zunächst von der Polizei aufgelöste Protestkundgebunghttp://www.fides.org/de/news/60622-AFRIKA_SIMBABWE_Oberstes_Gericht_genehmigt_eine_zunaechst_von_der_Polizei_aufgeloeste_Protestkundgebunghttp://www.fides.org/de/news/60622-AFRIKA_SIMBABWE_Oberstes_Gericht_genehmigt_eine_zunaechst_von_der_Polizei_aufgeloeste_ProtestkundgebungHarare – Die sambische Polizei löste zunächst mit Tränengas eine Protestkundgebung auf, die am heutigen 26. August in Harare, der Landeshauptstadt, stattfinden sollte. Damit kamen die Polizeibeamten einem Urteil des Obersten Gerichts zuvor, das die Kundgebung genehmigte, zu der 18 Parteien und Organisationen aufgerufen hatten, darunter auch der Vorsitzende der Oppositionspartei „Movement for Democratic Change“ Morgan Tsvangirai. Bei der Kundgebung wollten die Teilnehmer gegen die Arbeit der Unabhängigen Wahlkommission und deren Zusammenarbeit mit dem amtierenden Präsidenten Robert Mugabe protestieren und die Beteiligung von Wahlbeobachtern bei der Wahl im Jahr 2018 fordern. <br />Nach der Genehmigung durch das Oberste Gericht soll die Kundgebung nun von 12 bis 16 Uhr Ortszeit stattfinden. Es handelt sich um die erste gemeinsame Kundgebung aller Komponenten der bisher in den eigenen Reihen gespaltenen Opposition. Spaltungen gibt es unterdessen auch unter den Anhängern des Präsidenten, was die Teilnahme des ehemaligen stellvertretenden Präsidenten Joice Mujuru, an der Kundgebung unter Beweis stellt, der einen Flügel der Regierungspartei leitet. <br /> <br /><br /><br />Fri, 26 Aug 2016 13:51:46 +0200AMERIKA/KOLUMBIEN - Bischöfe wünschen Erläuterung der Friedensvereinbarungen im Vorfeld der Volksabstimmunghttp://www.fides.org/de/news/60618-AMERIKA_KOLUMBIEN_Bischoefe_wuenschen_Erlaeuterung_der_Friedensvereinbarungen_im_Vorfeld_der_Volksabstimmunghttp://www.fides.org/de/news/60618-AMERIKA_KOLUMBIEN_Bischoefe_wuenschen_Erlaeuterung_der_Friedensvereinbarungen_im_Vorfeld_der_VolksabstimmungBogotà – “Wir begrüßen hoffnungsvoll die neuen Chancen, die sich durch die Beendigung des Konflikts eröffnen, der die Geschichte unseres Landes über 50 Jahre lang geprägt hat”, so die Bischofe Kolumbiens nach der Unterzeichnung der Friedensvereinbarungen zwischen der Regierung und den kolumbianischen Rebellen in Kuba. <br />In ihrer Botschaft erinnern die Bischöfe jedoch auch an die Notwendigkeit einer Erläuterung der Inhalte der Friedensvereinbarungen, damit die Bürger beim Referendum am 2. Oktober deren Inhalte kennen. Poltiker, Bürgerinitiativen Medienschaffenden und Bürger im Allgemeinen sollen “in einem Klima des Dialogs und des Respekts und beseelt vom Bemühen um den Aufbau des Friedens, darüber nachdenken und dabei an das Wohl des Landes und nicht an besondere Interessen denken”. <br />Wie bereits bei der 101. Generalversammlung forderte die Bischofskonferenz mit Blick auf das Referendum erneut eine “verantwortliche, informierte und gewissenhafte” Stimmabgabe und wenden sich an alle Katholiken mit der Bitte “für unser Land zu beten und im Licht des Wortes den Weg zu erkennen, der uns zu Mitarbeitern des Friedens werden lässt”. Alle Gläubigen sollen „sich von jeder Form der Gewalt distanzieren und zum Aufbua eines friedlichen Kolumbien beitragen”.<br /> <br />Fri, 26 Aug 2016 13:40:51 +0200AFRIKA/SÜDAFRIKA - Jesuiten beklagen politischen Missbrauch von Sonderermittlungseinheitenhttp://www.fides.org/de/news/60623-AFRIKA_SUeDAFRIKA_Jesuiten_beklagen_politischen_Missbrauch_von_Sonderermittlungseinheitenhttp://www.fides.org/de/news/60623-AFRIKA_SUeDAFRIKA_Jesuiten_beklagen_politischen_Missbrauch_von_SonderermittlungseinheitenJohannesburg - “Das Jesuit Institute South Africa ist ernsthaft besorgt im Hinblick auf den Einsatz der Sondereinheiten der Hawks gegen den Finanzminister Pravin Gordhan”, heißt es in einer Verlautbarung des Instituts. Bei den “Hawks” handelt es sich um Sonderermittlungseinheiten der südafrikanischen Partei für die Bereiche organisiertes Verbrechen und Finanzdelikte. <br />Gordhan wurde von den Hawks im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen einer angeblichen Nutzung des Geheimdienstes durch den Finanzminister mit dem Ziel des Sammelns von Informationen über verschiedene Politiker, darunter auch der Staatspräsident Jacob Zuma, befragt.<br />Die Jesuiten erinnern an den Einsturz des südafrikanischen Ratings nach der Vorladung des Finanzministers “mit schwerwiegenden Folgen vor allem für arme Bevölkerungsteile” und bekräftigen: “Es entsteht der Eindruck, dass die Hawks von Präsident Zuma und/oder dessen Anhängern im Kampf um den Zugang zu staatlichen Geldern missbraucht werden, insbesondere im Hinblick auf Geschäfte mit Atomkraftwerken und der staatlichen Fluggesellschaft South African Airways”.<br />Schließlich erinnern die Jesuiten auch daran, dass Zuma bereits den vorherigen Finanzminister Nene Nhlanha entlassen hatte , “was schwerwiegende Auswirkungen auf die Wirtschaft hatte“. “Ein weiters Mal stellt die Regierung Zuma einen selbstbezogenen Regierungsstil unter Beweis, der sich nicht um das Gemeinwohl kümmert. Halten sie inne, Herr Präsident, beenden Sie diesen Missbrauch und stellen Sie die Wirtschaft des Landes, die sich in Schwierigkeiten befindet an erste Stelle. Es könnte die letzte Chance sein, um unter Beweis zu stellen, dass Ihnen das Gemeinwohl am Herzen liegt”, heißt es in der Verlautbarung abschließend. <br /> <br /><br />Fri, 26 Aug 2016 13:39:45 +0200AFRIKA/TSCHAD - Erzbischof von N’Djaména ernannthttp://www.fides.org/de/news/60619-AFRIKA_TSCHAD_Erzbischof_von_N_Djamena_ernannthttp://www.fides.org/de/news/60619-AFRIKA_TSCHAD_Erzbischof_von_N_Djamena_ernanntVatikanstadt – Papst Franziskus hat am 20. August 2016, den bisherigen Bischof von Sarh, Edmond Djitangar zum Erzbischof von N’Djaména ernannt. <br />Edmond Djitangar wurde am 2. November 1952 in Bekoro geboren. Er besuchte das Kleine Seminar St. Pierre in Sarh und studierte Philosophie und Theologie am Großen Seminar in Nkolbison und Koumi . Am 30. Dezember 1978 wurde er zum Priester geweiht. Danach erwarb er eine Lizenz im Fach Bibelwissenschaften am Pontificio Istituto Biblico . Nach seiner Rückkehr in den Tschad im Jahr 1985 war er in verschiedenen Pfarreien als Seelsorger tätig, unterrichtete Bibelwisseschaften, leitete das Katechesezentrum der Diözese und war Generalvikar von. Am 11. Oktober 1991 wurde er zum Bischof von Sarh ernannt und am 2. Februar 1992 zum Bischof geweiht. Im Oktober 2009 war er Sondersekretär bei der Afrikasynode. <br /><br /><br />Fri, 26 Aug 2016 12:39:58 +0200OZEANIEN/AUSTRALIEN - Katholische Kirche begrüßt Schließung der Einrichtung für Abschiebehaft auf Manus Islandhttp://www.fides.org/de/news/60620-OZEANIEN_AUSTRALIEN_Katholische_Kirche_begruesst_Schliessung_der_Einrichtung_fuer_Abschiebehaft_auf_Manus_Islandhttp://www.fides.org/de/news/60620-OZEANIEN_AUSTRALIEN_Katholische_Kirche_begruesst_Schliessung_der_Einrichtung_fuer_Abschiebehaft_auf_Manus_IslandSydney – Die von der australischen Regierung verwaltete umstrittene Haftanstalt auf der Manus Island , in der Flüchtlinge und illegale Einwanderer aus zumeist asiatischen Ländern auf die Abschiebung warten, wird geschlossen. Dies teilen der Premierminister von Papua Neu Guinea, Peter O'Neill, und der australische Migrationsminister Peter Dutton mit. Der Beschluss wird von Vertretern der katholischen Kirche und der Zivilgesellschaft begrüßt, die in der Vergangenheit immer wieder die unmenschlichen Haftbedingungen auf der Insel angeprangert hatten. <br />Pfarrer Maurizio Pettena, der das Büro für Migration der australischen Bischofskonferenz leitet, betont in diesem Zusammenhang: “Die katholische Kirche begrüßt die Schließung der Haftanstalt, in der sich manche Gefangne seit über drei Jahren aufhalten”. „Viele katholische Gruppen und Gemeinden in Australien sind breit, allen zu helfen, die auf der Flucht sind. Wir werden die Regierung auffordern, ihr Möglichstes zu tun, um diese Menschen unterzubringen. Wir sind besorgt angesichts der Tatsache, dass viele, die tatsächlich den Flüchtlingsstatus haben, auf ein Land stoßen, in dem sie nicht willkommen sind. Die katholische Kirche ist gegen die Einrichtung eine Einrichtung für die Abschiebehaft und gegen politische Maßnahmen, die die Würde bedürftiger Menschen nicht respektieren“. “Die Menschenwürde muss immer Vorrang habe”, so der katholische Geistliche weiter, “Regierungen tragen Verantwortung dafür, dass die Flüchtlingsströme bewältigt werden können, doch der aktuelle Ansatz der australischen Regierung ist unter moralischen Gesichtspunkten abstoßend und sollte geändert werden“. <br />"Im Jahr der Barmherzigkeit sollten wir angesichts der Tatsache, dass viele Migranten und Flüchtlinge in Australien Asyl suchen, eine Kultur der Begegnung pflegen, und zwar auf persönlicher und gemeinschaftlicher Ebene”, so Bischof Vincent Nguyen Van Long, OFM Conv, in einer Botschaft zum Tag der Migranten und Flüchtlinge am kommenden 28. August, der in diesem Zusammenhang an den Besuch von Papst Franziskus auf der griechischen Insel Lesbos erinnert, “von wo er 12 muslimische Flüchtlinge aus Syrien mitnahm, deren Häuser vom Krieg zerstört worden waren“. "An diesem Tag”, so der Bischof, “sollen wir die Herzen für das Leid andere Menschen öffnen” und zwar im Zeichen des “Mitgefühls” und insbesondere im “heiligen Jahr der Barmherzigkeit”. <br /> <br /><br />Fri, 26 Aug 2016 12:08:50 +0200ASIEN/MONGOLEI - Nach der Weihe des ersten einheimischen Priesters wird die katholische Kirche nicht länger „fremd“ seinhttp://www.fides.org/de/news/60621-ASIEN_MONGOLEI_Nach_der_Weihe_des_ersten_einheimischen_Priesters_wird_die_katholische_Kirche_nicht_laenger_fremd_seinhttp://www.fides.org/de/news/60621-ASIEN_MONGOLEI_Nach_der_Weihe_des_ersten_einheimischen_Priesters_wird_die_katholische_Kirche_nicht_laenger_fremd_seinUlaanbaatar – Die katholische Kirche in der Mongolei ist bereit für ihren ersten einheimischen Priester: Joseph Enkh wird vom Apostolischen Präfekt von Unlaanbaatar, Bischof Wenceslao Padilla, CICM, am kommenden Sonntag, den 28. August in der Kathedrale die Priesterweihe empfangen. Für seien Weihe wählte der Neupriester das Motto “Verleugne die selbst, nimm täglich dein Kreuz auf dich und folge mir nach” . “Über 1.500 Personen haben die Teilnahme an der Feier zugesagt, die für die katholische Kirche in der Mongolei und für die ganze Gesellschaft des Landes ein ganz besonderer Moment sein wird”, so der kongolesischer Missionar Pater Prosper Mbumba, CICM. “Die katholische Glaubensgemeinschaft wurde in der Mogolei 1992 zu neuem Leben erweckt und hat heute über 1.000 getaufte Mitglieder und mit dem ersten einheimischen Priester wird die Begeisterung wachsen und ein größerer Zusammenhalt entstehen. Die Kirche wurde lange aus ‚fremd’ und als von den Missionaren eingeführt betrachtet. Dies wird sich nun ändern”, so Pfarrer Mbumba <br />Als Ehrengäste werden auch der Apostolische Nuntius in Südkorea und der Mongolei, Erzbischof Osvaldo Padilla, und Bischof Lazzaro You von Daejeon in Südkorea anwesend sein, in dessen Joseph Enkh seine Priesterausbildung absolvierte. <br />Joseph Enkh wurde am 11. Dezember 2014 in Daejeon zum Diakon geweiht und kehrte im Januar 2016 in die Mongolei zurück. Seither ist er dort im pastoralen Dienst in verschiedenen Pfarreien des Landes tätig, in deren derzeit insgesamt 20 Missionare und 50 Ordensschwestern aus 12 verschiedenen Orden die Gläubigen betreuen.<br /> <br /><br />Fri, 26 Aug 2016 11:40:58 +0200AFRIKA/UGANDA - Erzbischof von Tororo bezeichnet häusliche Gewalt als “größte Herausforderung für die Familien”http://www.fides.org/de/news/60617-AFRIKA_UGANDA_Erzbischof_von_Tororo_bezeichnet_haeusliche_Gewalt_als_groesste_Herausforderung_fuer_die_Familienhttp://www.fides.org/de/news/60617-AFRIKA_UGANDA_Erzbischof_von_Tororo_bezeichnet_haeusliche_Gewalt_als_groesste_Herausforderung_fuer_die_FamilienKampala - “Bei uns gibt es jede Form der häuslichen Gewalt und keiner ist davon ausgenommen: Kinder, Jugendliche, Mütter und Väter“, so Erzbischof Emmanuel Obbo von Tororo in Uganda, in einem Interview mit der „Catholic News Agency for Africa“. Bischof Obbo bezeichnet die häusliche Gewalt sogar als “größte Herausforderung” für die Familien in seinem Erzbistum.<br />Nach Angaben des Erzbischofs schlagen Ehemänner ihre Frauen; doch auch Frauen schlagen ihre Männer; Kinder werden geschlagen und sexuell missbraucht, während “Mädchen nicht als freie Personen in der Gesellschaft leben dürfen”.<br />Häusliche Gewalt sei so weit verbreitet, so der Erzbischof, dass sie zu einer „Lebensform“ geworden sei, weil nicht in der Lage seien, die eigene Situation zu akzeptieren. “Die Menschen sind mit ihrem Leben nicht zufrieden”, so Erzbischof Obbo, “sie wollen eine Veränderung, sind aber nicht in der Lage selber etwas dafür zu tun, weshalb sie frustriert sind”. <br />Deshalb will der Erzbischof mit einer Kampagne gegen häusliche Gewalt gegen das Phänomen vorgehen: Familien, in denen es keine häusliche Gewalt mehr gibt, sollen über ihre Erfahrungen berichten und anderen Familien dabei helfen, Konflikte zu überwinden.<br /> <br />Thu, 25 Aug 2016 13:14:29 +0200AFRIKA/GHANA - Caritas-Konferenz: “Land grabbing: Bedrohung oder Entwicklungschance?”http://www.fides.org/de/news/60616-AFRIKA_GHANA_Caritas_Konferenz_Land_grabbing_Bedrohung_oder_Entwicklungschancehttp://www.fides.org/de/news/60616-AFRIKA_GHANA_Caritas_Konferenz_Land_grabbing_Bedrohung_oder_EntwicklungschanceAccra Am 23. August eröffnete Caritas Ghana unter Schirmherrschaft der Katholischen Bischofskonferenz eine Konferenz zum Thema “Land grabbing”, bei der „land grabbing in Ghana aufgedeckt und der Weg für eine nachhaltige Entwicklung geebnet“ werden soll.<br />Den Arbeiten liegt eine Untersuchung zugrunde, die Caritas Ghana in Zusammenarbeit mit dem Indigenous Knowledge on Development und Africa Faith and Justice Network in den vergangenen sechs Monaten durchführen ließ.<br />Der Direktor des Africa Faith and Justice Network, Aniedi Okure, erinnerte in seinem Vortrag daran, dass Afrika der Kontinent ist, auf dem die meisten Grundstücke gekauft werden. “Über 10 Millionen Hektar wurden zumeist in ostafrikanischen und westafrikanischen Ländern von Investoren aus dem Nahen Osten für die Produktion von Lebensmitteln und Futtermitteln, oder von Großbritannien und asiatischen Ländern für den Anbau von biologischen Treibstoffen, sowie von Privatunternehmen für die Produktion von Zucker, Reis, Gummi, Palmöl und Jatropha sowie als Weideland gekauft”.<br />Unter den Auswirkungen leiden oft die Einheimischen, denn das von ausländischen Investoren gekaufte Land wurde vorwiegend gemeinschaftlich und für den lokalen Verbrauch genutzt. Das Ackerland befindet sich oft entlang der Wasserläufe und ist deshalb besonders fruchtbar und in dicht besiedelten Regionen, wo es einfach ist Landarbeiter zu geringen Löhnen zu finden, um Getreide nicht für den lokalen Konsum sondern für den Export zu produzieren. <br />Deshalb können sich viele Gemeinden nicht mehr selbst versorgen und sind von den Gehältern abhängig, die ausländische Investoren zahlen, die nach Angaben von Pfarrer Okure ihre eigenen Interessen vor Augen haben und nicht die der Einheimischen, obwohl sie „Entwicklung“ versprechen und angeblich für das wohl der einheimischen Gemeinden arbeiten. <br />Infolge von “land grabbing” komme es oft zu Konflikten zwischen den Gemeinden, die ihren Lebensraum eingeschränkt sehen, so Pfarrer Okure´, der an einen Fall in Sierra Leone erinnert, wo eine Gemeinde das Land an einen ausländischen Investor verkauft hat und nun nicht einmal mehr ein Grundstück besitzt auf dem die Toten begraben werden können.<br /> <br /><br />Thu, 25 Aug 2016 13:04:38 +0200ASIEN/INDIEN - Viele Opfer der Massaker von Orissa warten auf Gerechtigkeithttp://www.fides.org/de/news/60615-ASIEN_INDIEN_Viele_Opfer_der_Massaker_von_Orissa_warten_auf_Gerechtigkeithttp://www.fides.org/de/news/60615-ASIEN_INDIEN_Viele_Opfer_der_Massaker_von_Orissa_warten_auf_GerechtigkeitNew Delhi – Acht Jahre nach den antichristlichen Massakern im indischen Staat Orissa, die am 25. August 2008 begannen, gibt es für die Opfer immer noch keine Gerechtigkeit: wie der ehemalige Vorsitzende der "All India Catholic Union", John Dayal, betont "ist die Zeit der Trauer nach dem jüngsten Tod des emeritierten Erzbischofs von Orissa, Raphael Cheenath, auch eine Zeit des Gedenken an das größte Martyrium indischer Christen in Indien seit Jahrhunderten“. Die katholische Kirche beging am vergangenen 30. August einen “Tag der Märtyrer” und will für die Opfer des Massakers ein Seligsprechungsverfahren auf den Weg bringen. <br />"Eine Welle der gezielten Gewalt gegen Dalit und tribale Völker im Distrikt Kandhamal, die mörderischen Aktionen“ beklagt der katholische Aktivist, der daran erinnert, dass „diesen Straffreiheit vom Staat und Regierungsapparaten garantiert wurde. Der verstorbene Erzbischof setzte sich sein Leben lang für Gerechtigkeit ein, doch im Zusammenhang mit vielen Verbrechen wird noch nicht einmal ermittelt. Wir müssen uns weiterhin um Gerechtigkeit bemühen”. <br />Am 25. August 2008 forderte eine Welle der Gewalt gegen die christlichen Gemeinden in Kandhamal mindestens 100 Opfer, von denen die Regierung offiziell nur 38 bestätigte. Nach Schätzungen wurden rund 5.600 Wohnungen geplündert und in Brand gesteckt, rund 300 Kirchen und Kultstätten wurden zerstört. Über 50.000 Christen suchten Zuflucht in den Wäldern und versuchten als Flüchtlinge der ethnischen Säuberung zu entgehen. <br />Viele der Überlebenden haben bis heute keine Gerechtigkeit erfahren. Am 2. August ordnete das Oberste Indische Gericht die Revision von insgesamt 315 Fällen der Gewalt an, in denen nicht korrekt ermittelt wurde. <br />“Christian Solidarity Worldwide” betont in diesem Zusammenhang: "Der Beschluss des Obersten Gerichts, insgesamt 315 Fälle noch einmal untersuchen zu lassen, ist ein erster Schritt: wir fordern staatliche Garantien für die Festnahme der Schuldigen, die für ihre Aktionen bestraft werden müssen. Die Ereignisse in Kandhamal dürfen wir nicht vergessen; wir werden auch künftig Maßnahmen gegen die Ungerechtigkeit fordern".<br /> <br />Thu, 25 Aug 2016 12:44:42 +0200ASIEN/PAKISTAN - Caritas hilft Opfern des Attentats von Lahorehttp://www.fides.org/de/news/60614-ASIEN_PAKISTAN_Caritas_hilft_Opfern_des_Attentats_von_Lahorehttp://www.fides.org/de/news/60614-ASIEN_PAKISTAN_Caritas_hilft_Opfern_des_Attentats_von_Lahore<br />Lahore – Familien, deren Angehörige am vergangenen 27. März Opfer des Attentats in Lahore wurden, bei dem insgesamt 81 Menschen starben, leiden auch heute noch unter den Folgen des tragischen Ereignisses: aus diesem Grund will Caritas Lahore diesen Familien bei der Rückkehr zur Normalität im Alltag helfen und eine wirtschaftliche Selbständigkeit garantieren. Nach Angaben von Caritas Lahore stellte das katholische Hilfswerk vier “Rickshaw” als Einkommensquelle für betroffene Familien zur Verfügung und kommt für die medizinische Versorgung der Menschen auf, die bei dem Attentat verletzt wurden und noch behandelt werden dürfen. <br />Die Mini-Taxis überreichte Erzbischof Sebastian Francis Shaw von Lahore persönlich an die Familien: "Mit dieser kleinen Geste wollen wir zeigen, dass die katholische Kirche in dieser Schwierigen Zeit auf der Seite der Opfer steht”, so der Erzbischof, „Gleichsam danken wir der pakistanischen Regierung und der Provinzregierung, den zivilen Hilfswerken und dem Gesundheitsministerium, die den Menschen helfen, die sich immer noch im Krankenhaus befinden. Jeder Bürger dieses wunderbaren Landes muss zur Förderung der Geschwisterlichkeit und des Friedens beitragen”. <br />Der Direktor von Caritas Pakistan, Amjad Gulzar, und der Koordinator der Caritas-Programme der Diözese Lahore, Rojar Noor Alam, dankten allen Teilnehmern der feierlichen Übergabe und ermutigten alle “auch in schwierigen Situationen vereint und entschlossen zu handeln und auf die göttliche Vorhersehung zu bauen”.<br /> <br />Thu, 25 Aug 2016 10:57:58 +0200AFRIKA/NIGERIA - Acht Personen sterben bei Brandanschlag auf eine Wohnung: der Besitzer hatte ein Blasphemieopfer gerettethttp://www.fides.org/de/news/60613-AFRIKA_NIGERIA_Acht_Personen_sterben_bei_Brandanschlag_auf_eine_Wohnung_der_Besitzer_hatte_ein_Blasphemieopfer_gerettethttp://www.fides.org/de/news/60613-AFRIKA_NIGERIA_Acht_Personen_sterben_bei_Brandanschlag_auf_eine_Wohnung_der_Besitzer_hatte_ein_Blasphemieopfer_gerettetAbuja – Insgesamt acht Menschen starben bei einem Übergriff auf die Wohnung eines Mannes, der einem Studenten geholfen hatte, der in Zamfara im Norden Nigerias der Blasphemie beschuldigt worden war.<br />Der muslimische Studenten war zum Christentum konvertiert und wurde beschuldigt, die islamische Religion beleidigt zu haben, weshalb er von einigen Kommilitonen mit Prügeln bestraft wurde, die ihn bewegungslos am Boden liegen ließen, im Glauben, dass er tot sei.<br />Ein muslimischer Bekannter half ihm und brachte ihn ins Krankenhaus. Nachdem die Angreifer davon erfahren hatten, machten sie sich auf den Weg zum Krankenhaus, wo sie ihn ein weiteres Mal misshandeln wollten. Doch eine andere Person hatte ihn rechtzeitig an einen sicheren Ort gebracht.<br />Die Angreifer fanden ihr Opfer nicht mehr im Krankenhaus vor und begaben sich desjhalb zur Wohnung des ersten Helfers und steckten sie in Brand: dabei kamen acht Menschen ums Leben, die sich zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung aufhielten. Nach Angaben der Polizei, sollen sich unter den Opfern jedoch weder der Helfer noch seine Frau befinden. <br /> <br /><br />Wed, 24 Aug 2016 13:28:08 +0200AFRIKA/SAMBIA - Radio- und TV-Sender der Opposition nach der Wiederwahl des Präsidenten geschlossenhttp://www.fides.org/de/news/60612-AFRIKA_SAMBIA_Radio_und_TV_Sender_der_Opposition_nach_der_Wiederwahl_des_Praesidenten_geschlossenhttp://www.fides.org/de/news/60612-AFRIKA_SAMBIA_Radio_und_TV_Sender_der_Opposition_nach_der_Wiederwahl_des_Praesidenten_geschlossenLusaka – Die sambische Telekommunikationsbehörde erteilt einem TV- und zwei Radiosendern der Opposition keine neue Lizenz mit der Begründung, dass diese den Frieden und die Stabilität während der Wahlkampagne im Vorfeld der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 11. August gefährdet haben sollen. Die Wahl gewann mit knapper Mehrheit der scheidenden Präsident Edgar Lungu.<br />Sein Herausforderer Hakainde Hichilema focht die Wahlergebnisse unterdessen wegen Wahlbetrugs an. <br />Es handelt sich um Muvi TV, den wichtigsten Privatsender des Landes, sowie die Radiosender Komboni Radio und Radio Itezhi Tezhi.<br />Bereits vor der Wahl hatte Bischof Evans Chinyama Chinyemba, OMI, von Mongu beklagt, dass die vom Staat kontrollierten Sender keine korrekte Berichtestattung während der Wahlkampagne gewährleisten .<br />In einem Hirtenbrief zur Wahl hatten die Bischöfe die Bürger Sambias aufgefordert, “die Stimmabgabe als eine ihrer wichtigsten Rechte und Pflichten zu betrachten”. “Es handelt sich auch um eine christliche Pflicht”, so die Bischöfe, „Wir beten dafür, dass jeder Bürger seine Stimme im Zeichen der Ehrlichkeit abgibt und sich von Stimmenkauf und Betrug distanziert. Wir beten dafür, dass alle Wähler und Politiker sich zum Aufbau des Friedens verpflichten und auf Gewalt verzichten”.<br /> <br /><br />Wed, 24 Aug 2016 13:17:07 +0200ASIEN/INDIEN - Barmherzigkeit überwindet Grenzen und Barrierenhttp://www.fides.org/de/news/60611-ASIEN_INDIEN_Barmherzigkeit_ueberwindet_Grenzen_und_Barrierenhttp://www.fides.org/de/news/60611-ASIEN_INDIEN_Barmherzigkeit_ueberwindet_Grenzen_und_BarrierenMumbai – Durch Barmherzigkeit können Grenzen und Barrieren überwunden werden: diese Überzeugung stand im Mittelpunkt eines interreligiösen Treffens, das in den vergangenen Tagen im Stadtviertel Wadala in Mumbai stattfand. Im Rahmen der Veranstaltung waren Intellektuelle, Experten und Theologen verschiedener Religionen zusammengekommen, “um sich mit dem wunderbaren Thema der Barmherzigkeit zu befassen, das das Herze jedes Menschen umfasst ohne religiöse, ethische und kulturelle Unterschiede”, so Schwester Teresa Joseph FMA, Sekretärin des Büros für Dialog und Ökumenismus der Indischen Bischofskonferenz. <br />“Das Treffen stand unter dem Motto ‘Barmherzig, wie der Vater’, wie das ganze außerordentliche Heilige Jahr”, so Schwester Teresa Joseph. Das Thema ist auch im Hinduismus präsent, so Professor Harsha Badkar vom Wilson College, der betont, dass die Anhänger des Hinduismus, “sich um Barmherzigkeit bemühen und diese an die Mitmenschen weitergeben sollen”. Professor Shilpa erklärte, dass im Jainismus, vor allem “Freiheit und Verantwortlichkeit” wichtig sind; “Alle sind aufgerufen gerecht zu handeln” und dies sei ein Aspekt der “Barmherzigkeit”. Zuhair Nathani sprach über die Barmherzigkeit im Islam, “die sich an der Liebe einer Mutter zu ihrem Kind inspiriert. Professor Rustom erinnerte im Zusammenhang mit dem Zoroastrismus, dass dort die Barmherzigkeit “eine Eigenschaft des allwissenden Gottes ist“. „Barmherzigkeit und Gerechtigkeit sind zwei Seiten derselben Madaille”, so die Teilnehmer “Die Barmherzigkeit Gottes überwindet alle Grenzen”, so Pfarrer Vivian D 'Souza von der örtlichen katholischen Gemeinde mit einem Zitat von Papst Franziskus. “Der Name Gottes ist Barmherzigkeit, Jesus verkörpert als Mensch die Liebe und Barmherzigkeit des Vaters. Die Liebe und die Barmherzigkeit erfordern von uns zur Inklusion und zur Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen”. <br />“Die Barmherzigkeit überwindet Grenzen”, so die Teilnehmer, die daran erinnern, dass “die Werke der Barmherzigkeit zum Lebensstil der Gläubigen der verschiedenen Religionen gehört“. <br /> <br /><br />Wed, 24 Aug 2016 12:58:35 +0200AFRIKA/MALAWI - Missionar: “Malawi stirbt einen langsamen Hungertod”http://www.fides.org/de/news/60610-AFRIKA_MALAWI_Missionar_Malawi_stirbt_einen_langsamen_Hungertodhttp://www.fides.org/de/news/60610-AFRIKA_MALAWI_Missionar_Malawi_stirbt_einen_langsamen_HungertodLilongwe – “In den Dörfern des Landes gibt es immer mehr Begräbnisse und Trauerzüge, ein Zeichen dafür, dass Malawi langsam stirbt”, so Pater Piergiorgio Gamba, zur dramatischen Lage in dem afrikanischen Land, nachdem die Dürre zu einer Zuspitzung der bereits verheerenden Wirtschaftslage geführt hat:<br />“Als erstes sterben die alten Menschen, Großväter und Großmütter, die in normalen Jahren nur mit Mühe überleben Krankheiten wie die Malaria, mit der sie sich arrangiert hatten, nicht mehr überleben.<br />Lebensmittelknappheit ist die Haupttodesursache und führt dazu, dass in regelmäßigen Abständen Menschen begraben werden müssen. Doch dies ist nicht der einzige Grund für die zunehmende Schwäche der Alten. Auch die Krankenhäuser funktionieren kaum, sind überfüllt und können kaum mehr helfen. <br />Die Universitäten des Landes erleben die schlimmste Zeit in der Geschichte. Der Anstieg der Studiengebühren, die sich bereits in der Vergangenheit nur wenige leisten konnten, …sind für Menschen, die von einem Dollar pro Tag leben, unbezahlbar. Über 50% der Studenten besucht die Vorlesungen nicht mehr … und auch viele Schüler brechen die Schule ab.<br />Das größte Übel, unter dem Malawi leidet ist jedoch die Korruption. Die jüngsten von der Regierung veranlassten Neubesetzungen der Ämter, vom Oberbefehlshaber der Armee, über lokale Verwaltungschefs, bis hin zur Polizei scheinen mit Blick auf die Wahl im Jahr 2019 vorgenommen zu werden und nicht für das Gemeinwohl. … Die Regierungsunfähigkeit der staatlichen Führungskräfte machen das Land zu einem “failed state”, einem Land ohne Zukunft“. <br /> <br /><br />Tue, 23 Aug 2016 13:58:44 +0200AFRIKA/SÜDAFRIKA - Bischöfe: “Bei dieser Wahl haben die Bürger gegen Korruption und schlechte Verwaltung gewählt”http://www.fides.org/de/news/60609-AFRIKA_SUeDAFRIKA_Bischoefe_Bei_dieser_Wahl_haben_die_Buerger_gegen_Korruption_und_schlechte_Verwaltung_gewaehlthttp://www.fides.org/de/news/60609-AFRIKA_SUeDAFRIKA_Bischoefe_Bei_dieser_Wahl_haben_die_Buerger_gegen_Korruption_und_schlechte_Verwaltung_gewaehltJohannesburg - “Der friedliche Verlauf der Wahl ist ein gutes Zeichen für die Stabilität unseres politischen Systems”, so die südafrikanischen in einer Botschaft nach den Kommunalwahlen vom vergangenen 3. August .<br />“Die Bevölkerung Südafrikas hat den Verdienst, dass die lokalen Wahlen von allen als frei und korrekt bezeichnet wurden. Es war ein Sieg der Demokratie als solcher”, so die Bischöfe zur Arbeit der Unabhängigen Wahlkommission. Gleichsam danken sie “der Kommission für Frieden und Gerechtigkeit und verschiedenen kirchlichen Beobachtern, die sich in den Dienst des Vaterlandes gestellt haben. Wir danken Gott für zunehmende demokratische Reife und würdigen die Bereitschaft der Parteien, das Ergebnis zu akzeptieren”.<br />Aus der Wahl ging vor allem die Oppositionspartei „Democratic Alliance“ gestärkt hervor, während der seit 1994 regierende „African National Congress“ Nelson Mandelas starke Einbussen verzeichnen musste <br />“Das Wahlergebnis”, so die Bischöfe, “könnte eine neue Phase in der Geschichte unserer Demokratie einläuten, in der es Regierungsbündnisse und realistische Oppositionspartei sowie mehr Verantwortung bei der Ausübung der Macht gibt”.<br />Deshalb bitten die Bischöfe „die verschiedenen Parteien um einen Verzicht auf die Siegermentalität. Unser Land sieht sich mit dramatischen sozialen Problemen konfrontiert: Arbeitslosigkeit, Ungleichheit, ´Rassismus, Gewalt, Drogenmissbrauch und ein Verfall der familiären Traditionen“. Die Politiker sich sollen sich um diese Probleme kümmern und “daran denken, dass die Lebensqualität in einem Land am Augenmaß für Arme, Kinder und Ausgegrenzte gemessen wird“.<br />“Mit dieser Wahl fordern die Bürger einen Wandel; sie erwarten sich mehr Dienstleistungen und sind der Korruption und der schlechten Verwaltung müde. Sie wollen nicht länger ignoriert werden. Gott wird uns beistehen, wenn wir unsere Zukunft auf den Respekt der Menschenwürde gründen”, so die Bischöfe abschließend”.<br /> <br />Tue, 23 Aug 2016 13:25:33 +0200ASIEN/MYANMAR - Kardinal Bo fordert Beteiligung der Minderheiten an einer “inklusiven Friedenskonferenz“http://www.fides.org/de/news/60608-ASIEN_MYANMAR_Kardinal_Bo_fordert_Beteiligung_der_Minderheiten_an_einer_inklusiven_Friedenskonferenzhttp://www.fides.org/de/news/60608-ASIEN_MYANMAR_Kardinal_Bo_fordert_Beteiligung_der_Minderheiten_an_einer_inklusiven_FriedenskonferenzYangon – Nach einem halben Jahrhundert der Militärregierung in Myanmar sieht sich das Land mit einer Reihe von Konflikten zwischen der Armee und ethnischen Minderheiten im ganzen Land konfrontiert. "Es ist wichtig, dass die neue Regierung sich um einen dauerhaften Frieden mit diesen Gruppen bemüht”, so der Erzbischof von Yangon, Kardinal Charles Maung Bo. "Die Regierung versucht eine Lösung zu finden, doch der Aufbau des Friedens wird viel Zeit erfordern“. Wahrer Frieden kann nur entstehen „wenn die wichtigsten beteiligten Parteien daran beteiligt werden und diese an der bevorstehenden Friedenskonferenz in Myanmar teilnehmen", so der Kardinal weiter, der alle dazu einlädt, „die Bereitschaft zur Aussöhnung kund zu tun“. <br />"Führungskräfte, bewaffnete Gruppen und Parteien: alle besitzen die moralische Pflicht, den Weg des Friedens zu beschreiten”, so Kardinal Bo, der auch die Beteiligung jener Organisationen an der “Konferenz von Panglong des 21. Jahrhunderts“ fordert, die den Waffenstillstand bisher noch nicht unterzeichnet haben. Mit der Konferenz will die derzeit von der Liga für Demokratie angeführte birmanische Regierung die Friedensgespräch mit den ethnischen Gruppen, die für mehr Unabhängigkeit kämpfen, wieder in den Mittelpunkt der politischen Agenda stellen. <br />Nach Ansicht des Kardinals handelt es sich dabei um einen historischen Schritt, da erstmals seit dem 12. Februar 1947 wieder eine solche Konferenz stattfindet. Damals unterzeichneten vier ethnische Gruppen die Gründung Birmas: Bamar, Chin, Kachin und Shan. Nach Ansicht von Beobachtern könnte ein föderatives Staatssystem mögliche Perspektiven für eine Aussöhnung schaffen.<br /> <br />Tue, 23 Aug 2016 12:04:57 +0200ASIEN/INDIEN - Intoleranz und Gewalt gegenüber pfingstkirchlichen Gemeinden nimmt zuhttp://www.fides.org/de/news/60607-ASIEN_INDIEN_Intoleranz_und_Gewalt_gegenueber_pfingstkirchlichen_Gemeinden_nimmt_zuhttp://www.fides.org/de/news/60607-ASIEN_INDIEN_Intoleranz_und_Gewalt_gegenueber_pfingstkirchlichen_Gemeinden_nimmt_zuNew Delhi - "Es gibt eine wachsende Intoleranz und Feindseligkeit gegenüber kleinen pfingstkirchlichen Gemeinden, denen nicht erlaubt wird, ihre von der Verfassung garantierten Rechte in Anspruch zu nehmen”, so der Vorsitzende des „Global Council of Indian Christians“, Sajan K. George, der in diesem Zusammenhang an die jüngsten Episoden der Gewalt gegen protestantische Pastoren erinnert. <br />Am 20. August wurde Pastor Roy von der "Sharon Fellowship Town Church" von Extremisten in Kodungallur mit Steinen beschmissen. Wie Pastor Roy mitteilt herrschte in den vergangenen fünf Jahren immer wieder eine angespannte Atmosphäre bei den Sonntagsgottesdiensten, bei denen oft hinduistische Fanatiker anwesend waren, die versuchten den Gottesdienst zu stören. Bei einer weiteren jüngsten Episode in Bangalore wurde am 18. August ein 26jähriges Mitglied der “Thadou Christian Fellowship Church” von fünf Männern mit Schlägen und Stößen angegriffen nachdem er einen Freund besucht hatte, bei dem er ein Gebetstreffen leitete. <br />Wie pfingstkirchliche Gemeinden bestätigen nimmt die Zahl der Übergriffe zu. "Die Pastoren tun nichts Illegales”, so Sajan K. George “und sie stören mit ihren Aktivitäten auch nicht die öffentliche Ordnung. Sie werden von Radikalen angegriffen, die ohne Grund gewaltsam gegen unschuldige Gläubige vorgehen. Der Staat sollte dagegen institutionelle Maßnahmen ergreifen, die die Gewalt stoppen und die rechtsstaatlichen Prinzipien garantieren".<br /> <br />Tue, 23 Aug 2016 11:48:11 +0200AFRIKA/KENIA - Bischöfliche Kommission für Bildung: “Kapläne sollen schwierige Schüler begleiten”http://www.fides.org/de/news/60605-AFRIKA_KENIA_Bischoefliche_Kommission_fuer_Bildung_Kaplaene_sollen_schwierige_Schueler_begleitenhttp://www.fides.org/de/news/60605-AFRIKA_KENIA_Bischoefliche_Kommission_fuer_Bildung_Kaplaene_sollen_schwierige_Schueler_begleitenNairobi - “Wir haben mit Sorge festgestellt, dass an den meisten Brandanschlägen in den Schulen Schüler beteiligt sind, die aus schwierigen familiären Verhältnissen kommen oder Waisen sind”, so der Vorsitzende der bischöflichen Kommission für Bildung und Religionsunterricht, Bischof Maurice Muhatia Makumba von Nakuru in seiner Ansprache an die Konferenz der Schulleiter der katholischen Schulen , bei der die jüngsten Unruhen und Brandanschläge in mehreren Schulen im ganzen Land im Mittelpunkt standen. Bischof Makumba wünscht sich in diesem Zusammenhang Hilfsprogramme für Familien, die sich in einer schwierigen Lage befinden, “die vom Bildungsministerium in Zusammenarbeit mit religiösen Einrichtungen auf den Weg gebracht werden. Die religiösen Einrichtungen sollten dabei für die Begleitung der Studenten die Genehmigung zur Bereitstellung von Kaplänen an allen Schulen erhalten”.<br />Der kenianische Bildungsminister Fred O. Matiang’i versprach den Versammlungsteilnehmern, “das persönliche Engagement für einen neuen Dienstplan, der auch die Bereitstellung von Kaplänen an den weiterführenden Schulen bereits für das kommende Jahr vorsieht“.<br /> <br /><br /><br /><br />Mon, 22 Aug 2016 13:46:47 +0200ASIEN/PHILIPPINEN - Katholische Kirche begrüßt Friedensgespräche mit Guerillabewegunghttp://www.fides.org/de/news/60606-ASIEN_PHILIPPINEN_Katholische_Kirche_begruesst_Friedensgespraeche_mit_Guerillabewegunghttp://www.fides.org/de/news/60606-ASIEN_PHILIPPINEN_Katholische_Kirche_begruesst_Friedensgespraeche_mit_GuerillabewegungManila – Die katholische Kirche der Philippinen äußert sich mit Blick auf die bevorstehenden Friedensgespräche zwischen der philippinischen Regierung und der Guerillabewegung NFD “hoffnungsvoll und zuversichtlich”. In der NDF schließen sich politische und militante Gruppen des kommunistischen Flügels zusammen, der seit der Unabhängigkeit des Landes aktiv ist und deren Kampf in den vergangenen 40 Jahren zahlreiche Opfer forderte . <br />Erzbischof Antonio Ledesma von Cagayan de Oro, würdigt die Tatsache, dass “beide Parteien sich an einen Tisch setzen, um über den Frieden zu sprechen, während der Konflikt anhält. Es müssen ernsthafte Anstrengungen unternommen werden, damit es Frieden gibt. Es gut, wenn die beteiligten Parteien sich zunächst gegenseitig kennen lernen und ein gewisses Vertrauen entsteht: der Friede beginnt mit Freundschaft”.<br />Den Gesprächen ging ein Waffenstillstand zwischen der Regierung und den Rebellen voraus. Präsident Rodrigo Duterte hatte einen unilateralen Waffenstillstand der Armee in seiner jüngsten Ansprache zur Lage der Nation vor dem Kongress des Landes angekündigt. Die Guerillakämpfer stimmten einem solchen Waffenstillstand mit Blick auf die bevorstehenden Verhandlungen zu, nachdem zwei der wichtigsten Anführer der kommunistischen Bewegung, Benito und Wilma Tiamzon aus der Haft entlassen wurden. Beide werden an den Verhandlungen teilnehmen. Zwei weiter wichtige Vertreter der Bewegung, Alfredo Mapano und Pedro Codaste, wurden gegen Kaution freigelassen und werden an den Verhandlungen als „Berater“ teilnehmen.<br />"Der Waffenstillstand wird so lange dauern bis der Frieden garantiert ist und die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen wurden”, so ein Berater des philippinischen Präsidenten. <br />Bei dem Gipfeltreffen in Oslo werden die Teilnehmer sich mit den in der Vergangenheit unterzeichneten Abkommen befassen und eine „road map“ für den Waffenstillstand, die Beendigung der Kämpfe und den Verlauf der Verhandlungen festlegen. Dabei wird auch die Freilassung von über 500 politischen Häftlingen Gegenstand der Verhandlungen sein, sowie eine gemeinsame Erklärung über Sicherheit und Immunität. Auf der Tagesordnung stehen auch soziale und wirtschaftliche Reformen und andere Anliegen, der vor allem im Süden des Landes aktiven Rebellen.<br /> <br />Mon, 22 Aug 2016 13:28:54 +0200AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Opposition lehnt “nationalen Dialog” ab und kündigt Proteste anhttp://www.fides.org/de/news/60604-AFRIKA_DEMOKRATISCHE_REPUBLIK_KONGO_Opposition_lehnt_nationalen_Dialog_ab_und_kuendigt_Proteste_anhttp://www.fides.org/de/news/60604-AFRIKA_DEMOKRATISCHE_REPUBLIK_KONGO_Opposition_lehnt_nationalen_Dialog_ab_und_kuendigt_Proteste_anKinshasa – Das kongolesische Oppositionsbündnis “Rassemblement"” will sich nach eigener Aussage nicht am “nationalen Dialog” beteiligen, zu dem der Mediator der Afrikanischen Union am 23 August einlädt. Die Initiative soll friedliche Wahlen in der Demokratischen Republik ermöglichen. Die Einladung des Vermittlers bezeichnet die Opposition als „Provokation“ und kündigt für den 23. August einen Tag des Protests an. <br />Die katholische Kirche ruft unterdessen alle beteiligten Parteien am Dialog zur Dialogbereitschaft auf, um zu verhindern, dass die politische Krise zur Gewalt führt. <br />“Es wurden kleine Schritte unternommen und es können auf beiden Seiten weitere folgen, in der Hoffnung, dass durch den Dialog Missverständnisse überwunden werden”, so der Generalsekretär der Bischofskonferenz der Demokratischen Republik Kongo , Pfarrer Léonard Santedi, am Ende des Treffens der Bischöfe mit einer Delegation der Unabhängigen Nationalen Wahlkommission am vergangenen 15. August, bei der die Teilnehmer sich mit dem von Präsident Joseph Kabila vorgeschlagenen inklusiven nationalen Dialog befassten. <br />Die Demokratische Republik Kongo sieht sich mit einer schweren politische Krise konfrontiert, nachdem es zur Verzögerungen bei der Organisation der Präsidentschaftswahl und der politischen und lokalen Wahlen gekommen war. Insbesondere die politischen Wahlen und die Präsidentschaftswahlen sollten entsprechend der Verfassung des Landes noch vor Ende des Jahres stattfinden, doch die CENI hat bisher noch keine Datum festgelegt und stellte stattdessen einen Kalender für eine Revision der Wahllisten vor, die mindestens 11 Monate in Anspruch nehmen soll. Somit wurden die Wahlen de facto um ein Jahr verschoben. <br />Pfarrer Santedi fordert in diesem Zusammenhang Mehrheit und Opposition dazu auf, “dem Interesse des Landes Vorrang zu gewähren und die eigenen Erwartungen in den Hintergrund zu stellen, damit Chaos im Land verhindert werden kann”.<br />Der Vorsitzende der Wahlkommission CENI, Corneille Naanga, versprach den Bischöfen, dass innerhalb einer Woche das vollständige Programm für die Revision der Wahllisten vorgelegt werden wird und würdigte den Beitrag der Kirche zu einem friedlichen Verlauf der Wahlen. <br />Mon, 22 Aug 2016 12:46:46 +0200