Fides News - German (Standard)http://www.fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. ASIEN/MYANMAR - Die Rolle der Frauen im Kampf um Freiheit und Menschenwürdehttp://www.fides.org/de/news/73096-ASIEN_MYANMAR_Die_Rolle_der_Frauen_im_Kampf_um_Freiheit_und_Menschenwuerdehttp://www.fides.org/de/news/73096-ASIEN_MYANMAR_Die_Rolle_der_Frauen_im_Kampf_um_Freiheit_und_MenschenwuerdeRom - Burmesischee Frauen leisten seit Jahren einen entscheidenden Beitrag im Kampf für die Achtung der Menschenwürde, für die Wiederherstellung von Freiheit und Demokratie und im Widerstand gegen die Gewalt der Militärjunta in Myanmar. Wie bei dem Webinar "Burma: Frauen an vorderster Front für Demokratie" am 24. November hervorgehoben wurde, kämpfen in den Reihne der Volksverteidigungskräften , die nach dem Militärputsch im Februar 2021 entstanden sind, "viele junge Frauen, Studentinnen, Arbeiterinnen", betonte Cecilia Brighi, Generalsekretärin des Vereins "Italia Burma Insieme". „Viele andere", fuhr sie fort, "leisten gewaltlosen Widerstand: Frauen in verschiedenen Berufszweigen wie dem Gesundheitswesen oder der öffentlichen Verwaltung weigern sich, für die Militärjunta zu arbeiten".<br />Khin Ma Myo, die das Wirtschaftsministerium Myanmars Exil-Regierung "National Unity Governement" leitet, der insgesamt acht Frauen angehören, darunter die Politikerin und Nopelpreisträgerin Aug San Suu Kyi, berichtet "Bereits im vergangenen Jahrzehnt gab es eine aktive Beteiligung von Frauen am politischen Leben und an der Zivilgesellschaft, und viele Frauen waren an dem strategischen Plan für den Friedensprozess in Myanmar im Jahrzehnt 2011-2021 beteiligt". "Heute", so fuhr sie fort, "leisten die Frauen ihren Beitrag zum Kampf, mutig, in allen Bereichen. Die herrschende Militärjunta kennt jedoch keine Gnade und ist besonders rachsüchtig gegenüber Frauen. Die Festgenommenen werden oft sexuell missbraucht. Nach Angaben des Hilfsvereins für politische Gefangene wurden in den anderthalb Jahren des Aufstands 307 Frauen getötet und über zweitausend verhaftet. Die Frauen opfern ihr Leben für die Zukunft des Landes". <br />Seit dem Staatsstreich sind birmanischen Frauen zu Symbolen des Widerstands gegen die Militärmacht geworden. Einige beteiligen sich als Sodatinnen aktiv am bewaffneten Widerstand. Andere haben eine führende Rolle in der Bewegung des zivilen Ungehorsams übernommen und widmen sich der sozialen Arbeit und Hilfsprogrammen. Die 1995 gegründete birmanische Frauenunion hat vor kurzem ein dokumentarisches Buch mit dem Titel "Women Trailblazers - Call for a New Era of Reform" vorgestellt, in dem die Beteiligung von Frauen an der Bekämpfung von Diskriminierung und Unterdrückung in Myanmar seit den Jahren der Militärdiktatur, die 1962 begann, veranschaulicht wird. Darunter sind ethnische Frauen der Karenni , Chin Karen, Mon, Shan sowie birmanische Frauen aus Yangon und Ayeyarwady. "Dieses Buch wird die burmesischen Frauen inspirieren. Ich denke, es wird den Frauen die Möglichkeit geben, gemeinsam eine Bewegung zu entwickeln, damit sie sich ihrer Rolle bewusster werden", sagte Ma Thwe Zin Toe von der burmesischen Frauenunion.<br />Zu den Frauen "an vorderster Front" gehört auch Schwester Ann Rose Nu Tawng, eine katholische Ordensfrau und Krankenschwester in der Stadt Myitkyina im Bundesstaat Kachin. Im Februar 2021 gingen Aufnahmen von der Nonne um die Welt, als sie niederkniete und das Militär anflehte, die jungen Demonstranten nicht zu töten. Heute sagt Schwester Ann Rose, dass sie wiederholtg von den Sicherheitskräften angehalten wurde, die ihr Telefon kontrollierten, und dass sie nicht mehr die Freiheit genießt, die sie noch vor einem Jahr hatte. Derzeit arbeitet die Ordensfrau in Flüchtlingslagern für Vertriebene im Staat Kachin. Wie Tausende anderer Frauen berichtet die aus Kachin stammende 43jährige Katholikin Benedette Marang Ji Grawng, Mutter von drei Kindern und Bewohnerin eines Lagers für Binnenvertriebene, das von "Karuna", der Caritas in der Diözese Myitkyina, betrieben wird: "Mit jedem Tag, der vergeht, wird das Leben noch schwieriger, mit zunehmenden Herausforderungen und Problemen. Aber wir vertrauen auf Gott, der uns nahe ist und unsere Gebete erhört. Mein Mann Paul und ich finden jeden Tag Zeit, mit unseren beiden heranwachsenden Kindern im Alter von 16 und 18 Jahren in der Bibel zu lesen. Der Herr gibt uns die Kraft, weiterzumachen“.<br /> <br />Fri, 25 Nov 2022 13:22:19 +0100ASIEN/IRAK - Monatlich rund 20 Familien: Patriarch Sako beklagt Auswanderung irakischer Christenhttp://www.fides.org/de/news/73095-ASIEN_IRAK_Monatlich_rund_20_Familien_Patriarch_Sako_beklagt_Auswanderung_irakischer_Christenhttp://www.fides.org/de/news/73095-ASIEN_IRAK_Monatlich_rund_20_Familien_Patriarch_Sako_beklagt_Auswanderung_irakischer_ChristenBagdad - Irakischen Christen, die vor allem in den Städten der Ninive-Ebene und anderen Gebieten des Nordiraks leben, verlassen weiterhin das Land. Dies gesche "mit einer Rate von rund 20 Familien pro Monat“, so der irakischen Kardinal Louis Raphael Sako, Patriarch der chaldäischen Kirche, in einer Reflexion über die Lage der Christen im Irak. In einer vom chaldäischen Patriarchat veröffentlichten Erklärung erinnerte der Kardinal daran, dass mehr als die Hälfte der irakischen Christen in den letzten fünf Jahren ausgewandert ist und viele andere "auf der Warteliste stehen". <br />Der chaldäische Patriarch weist in diesem Zusammenhang auf die zahlreichen soziologischen, politischen und umweltbedingten Faktoren hin, die den langsamen und stillen Exodus der einheimischen Christen aus ihren Heimatländern begünstigen und erinnert an politische und soziale Instabilität, Unsicherheit, mangelnde Chancengleichheit, Diskriminierung und Bestrafung am Arbeitsplatz, fehlende gesetzliche Bestimmungen zum Schutz der vollen Gleichheit der Bürger - einschließlich der Christen - vor dem Gesetz. Der Primas der chaldäischen Kirche beklagt insbesondere das Fehlen eines Gesetzes über den Personenstand der Christen, was seiner Ansicht nach den Weg für konfessionelle Diskriminierung ebnet und nicht zuletzt auch Christen dazu zwingt, Fragen des Personenstands nach Gesetzen zu regeln, die sich auf die islamische Rechtstradition stützen und direkt oder indirekt auf die Scharia verweisen. <br />In seinem Text bedauert der Patriarch auch die Instrumentalisierung von religiösen Worten und Symbolen in der Propaganda und in politischen Kontroversen. Der Patriarch nennt als Beispiele auch einige Fälle von Korruption und Diskriminierung, die ihm in letzter Zeit bekannt geworden sind. "Wenn jemand nicht will, dass wir als gleichberechtigte Bürger in unserem Land bleiben", so der irakische Kardinal abschließend, "dann sollte man es uns offen sagen, damit wir das Problem angehen können, bevor es zu spät ist“. <br /> <br />Fri, 25 Nov 2022 12:54:17 +0100AFRIKA/NIGERIA - Im Abstand von einer Woche: Weiterer Priester und Gläubige entführthttp://www.fides.org/de/news/73094-AFRIKA_NIGERIA_Im_Abstand_von_einer_Woche_Weiterer_Priester_und_Glaeubige_entfuehrthttp://www.fides.org/de/news/73094-AFRIKA_NIGERIA_Im_Abstand_von_einer_Woche_Weiterer_Priester_und_Glaeubige_entfuehrtAbuja – Der Gemeindepfarrer der römisch-katholischen Missionskirche St. Stephen , Peter Abang Ochang, wurde zusammen mit mehreren Mitgliedern der „St. Jude Society“ im Bundesstaat Nasarawa entführt. Der katholische Priester und eine nicht näher bezeichnete Anzahl von Mitgliedern der „St. Jude Society“ waren am gestrigen 24. November auf dem Weg nach Abuja, um dort an kirchlichen Veranstaltungen teilzunehmen, als sie überfallen und in den Busch verschleppt wurden.<br />Die Nachricht von ihrer Entführung wurde am heutigen 25. November vom Administrator der „St. Benedict's Cathedral“ in Igoli , Pfarrer Fidelis Kajibia, während der Morgenmesse bekannt gegeben und später vom Vorsitzenden des Diözesanrats für Bildung der katholischen Diözese Ogoja, Peter Nandi Bette, auf seiner Facebook-Seite bestätigt, während die Polizeibehörden beider Staaten haben bisher noch keine offizielle Erklärung zu der Entführung abgegeben haben.<br />Unterdessen wurde vor knapp einer Woche Pfarr Victor Ishiwu, Gemeindepfarrer der „St. Jude“ Kirche in Eburummiri freigelassen, der in den frühen Morgenstunden des Samstags, 19. November, entführt worden war. "Pfarrer Victor wurde vor zwei Tagen im Busch freigelassen", sagte der Sprecher der Diözese Enogu, Pfarrer Benjamin Achi, gegenüber Fides. "Er ist bei guter Gesundheit", fügt er hinzu. <br /> <br />Fri, 25 Nov 2022 12:45:08 +0100AMERIKA/BOLIVIEN - Generalstreik in Santa Cruz: “Das Problem muss ein für allem Mal gelöst werden”http://www.fides.org/de/news/73093-AMERIKA_BOLIVIEN_Generalstreik_in_Santa_Cruz_Das_Problem_muss_ein_fuer_allem_Mal_geloest_werdenhttp://www.fides.org/de/news/73093-AMERIKA_BOLIVIEN_Generalstreik_in_Santa_Cruz_Das_Problem_muss_ein_fuer_allem_Mal_geloest_werdenSanta Cruz - "Die Pfarrer der katholischen Kirche von Santa Cruz schließen sich den Forderungen der Menschen an, die darum bitten, dass das Problem ein für alle Mal gelöst wird und dass die Stadt und das Departement umgehend ihre Aktivitäten, ihre Arbeit und ihr tägliches Leben wieder aufnehmen können", so die Bischöfe, die mit ihrer Botschaft versuchen, die Situation zu entschärfen. Seit 34 Tagen befindet sich das Departement Santa Cruz, die größte und wirtschaftlich wichtigste Verwaltungsregion in ganz Bolivien, in einem Generalstreik in dessen Rahmen es zu Straßenblockaden kommt, bei denen die Demonstranten die Regierung auffordern, die Volkszählung auf das Jahr 2024 verschoben wurde bereits im Jahr 2023 durchzuführen, da die Verschiebung der Region wirtschaftlichen Schaden zufügen und die politische Vertretung bei den nächsten Wahlen beeinträchtigen würde. <br />Der Streik löste eine Reihe von zum Teil gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern der Regierung aus, wobei die Prostete politische Züge annahmen und auf andere Städte in Bolivien übergriffen. Bischöfe, Ordensleute und Laien forderten mehrfach ein Ende der Gewalt zwischen Brüdern, die Aufhebung der Straßensperren, von denen vor allem die schwächsten Bevölkerungsgruppen betroffen sind, und eine Lösung des Problems durch die zuständigen Behörden. Dabei erinnerten sie immer wieder daran, dass alle persönlichen, parteipolitischen oder sektoriellen Interessen beiseite gelassen und das Gemeinwohl und der Dienst, für den die Führungsgräfte gewählt wurden, in den Mittelpunkt gestellt werden müssen .<br />Unterdessen wurde bekannt, dass die Volkszählung im Jahr 2024 durchgeführt werden wird, was damit begründet wird, dass eine Durchführung im Jahr 2023, technisch nicht mehr machbar ist. Daraufhin wurde der regionalen Streik bis zur Verabschiedung eines Gesetzes zur Volkszählung durch das Parlament bestätigt. Die Ankündigung erfolgte in einer gemeinsamen Erklärung des Gouverneurs von Santa Cruz, Luis Fernando Camacho, des Vizepräsidenten des regionalen Bürgerkomitees, Stello Cochamanidis, und des Rektors der Autonomen Staatlichen Universität Gabriel René Moreno, Vicente Cuéllar.<br />In ihrem jüngsten Appell mit dem bezeichnenden Titel "Friede sei mit euch" , betonen die Bischöfe nun, dass die Verlängerung des Generalstreiks und der Blockaden im Departement nicht nur den Bürgern, den Institutionen und der Bildungs-, Gesundheits-, Arbeits- und Sozialwelt im täglichen Leben schweren Schaden zufügt, sondern auch "eine große Belastung darstellt, die den Armen, den Kranken, den einsamen älteren Menschen, den Gelegenheitsarbeitern und den zahllosen verletzlichen und bedürftigen Brüdern und Schwestern besonderes Leid und Schmerz zufügt".<br />Die Bischöfe würdigen „den Geist des Mutes und der Liebe zu diesem Land“, die den Protest gegen die Volkszählung prägte, betonen jedoch, dass "diese Situation immer unerträglicher wird und Gefahr läuft, aufgrund der Gleichgültigkeit und der mangelnden Reaktion der Behörden und der staatlichen Institutionen zu einem Aufstand mit unvorhersehbaren Folgen zu werden".<br />Die Bischöfe von Santa Cruz schließen ihre Botschaft, die das Datum 24. November 2022 trägt, mit einem Gebet zur "Mamita de Cotoca", der Schutzpatronin von Santa Cruz und des bolivianischen Ostens, damit "sie die Herzen der Behörden und aller Bürger berührt, damit gewalttätige und widersprüchliche Haltungen hinter sich gelassen werden, damit wir für das Gemeinwohl und nicht für Partikularinteressen arbeiten, damit wir das suchen, was uns verbindet, und damit wir alle als Brüder und in Frieden leben".<br /> Fri, 25 Nov 2022 12:13:25 +0100AFRIKA/ETIOPIA - Friedensgespräche wecken Hoffnung: “Doch die Menschen sind erschöpft und brauchen Hilfe“http://www.fides.org/de/news/73092-AFRIKA_ETIOPIA_Friedensgespraeche_wecken_Hoffnung_Doch_die_Menschen_sind_erschoepft_und_brauchen_Hilfehttp://www.fides.org/de/news/73092-AFRIKA_ETIOPIA_Friedensgespraeche_wecken_Hoffnung_Doch_die_Menschen_sind_erschoepft_und_brauchen_HilfeRom - "Trotz der enormen Schwierigkeiten aufgrund der Krise, die Auswirkungen der Konflikte, des Klimawandels und der schweren Dürre, die unser Land heimsuchen, findet die Bevölkerung zumindest Erleichterung in der Tatsache, dass man beginnt, ein 'Klima des Friedens' zu spüren. Wir haben die Entwicklung der Friedensabkommen mit Zuversicht mitverfolgt . Und nun warten wir voller Hoffnung, dass sie Wirkung zeigen werden. Die Menschen sind erschöpft von dem Krieg, der Leben, Eigentum und die Beziehungen zwischen den Gemeinschaften zerstört hat", so der Generalsekretär der äthiopischen Bischofskonferenz, Pfarrer Teshome Fikre Woldetensae, gegenüber Fides am Rande der Konferenz des Dachverbands der katholischen Hilfswerke „Caritas Internationalis“ in Rom.<br />„Die Kirche in Äthiopien setzt sich seit langem für die Lösung der Konflikte in Tigray und in der Region Oromia im Westen des Landes ein", sagte der Generalsekretär und erinnerte an die vielen Notsituationen, die die derzeitige dramatische Situation prägen: "Durch den Krieg ist die Zahl der Vertriebenen gestiegen. Einige von ihnen befinden sich noch in Flüchtlingslagern, andere kehren in ihre Heimat zurück. Wir haben es derzeit zudem mit dem Klimawandel zu tun, mit einer Dürre, die sehr schlimm geworden ist. Am stärksten betroffen sind die südlichen und östlichen Teile des Landes. Auch die Krise des Krieges zwischen Russland und der Ukraine, die zu einem Anstieg der Lebenshaltungskosten in der ganzen Welt geführt hat, hat uns schwer getroffen, worunter vor allem die Ärmsten leiden“.<br />Zur Situation der Schulen und des Bildungswesens erinnerte Pfarrer Teshome Fikre Woldetensae an das Problem der Schulen, die in vielen Gegenden des Landes seit Jahren wegen der Covid-19-Pandemie und der Konflikte geschlossen sind. "In den letzten Jahren haben wir versucht, Kindern und Binnenvertriebenen in Flüchtlingslagern zu helfen, denen es an allem mangelt, selbst an grundlegenden Dingen. Darüber hinaus haben viele Familien aufgrund der Dürre ihre Ressourcen und ihren Viehbestand verloren, was zu einem Anstieg der Unterernährungsraten bei Kindern und älteren Menschen führt. Die Kirche versucht gemeinsam mit der Caritas in den Pfarreien, so viele Kinder wie möglich zu ernähren, in Familien, Schulen und Flüchtlingslagern."<br />Im Hinblick auf die Friedensabkommen äußerte sich der Priester zuversichtlich. "In den letzten zwei Jahren haben wir nur von Krieg, Zerstörung und Verrat gehört, und jetzt ist es schon ein Anlass zur Hoffnung, wenn wir erfahren, dass sich die beiden Krieg führenden Gruppen treffen, um über Frieden zu verhandeln. Wir hoffen und beten weiterhin, dass dies geschehen wird. Wir hoffen, dass Systeme eingerichtet werden, um zu überprüfen, ob die von den Parteien gemachten Versprechungen und Zusagen auch tatsächlich eingehalten werden. Die ersten positiven Ergebnisse sind zu verzeichnen, die humanitären Korridore sind offen und viele Organisationen schicken ihre Unterstützung in Konvois. Auch die katholische Kirche leistet in enger Zusammenarbeit mit den internationalen Partnern im Lande einen Beitrag. Wenn es ein politisches Engagement gibt und die Konfliktparteien bereit sind, nicht ihre eigenen Interessen in den Mittelpunkt zu stellen, sondern die Anliegen der Menschen, der Armen und der Leidtragenden, kann alles leichter gelöst werden. Die Menschen sind glücklich, denn sie sind diejenigen, die den bittersten Preis bezahlt haben. Es sind die Armen, die ihren gesamten Besitz verloren haben, die in Kriegen und Konflikten gestorben sind.“<br />„Wie bei allen Verhandlungen kann es zu Verzögerungen kommen", fügt der Geistliche hinzu, "aber ich sehe, dass auf beiden Seiten Interesse und politisches Engagement vorhanden sind, und die internationale Gemeinschaft hat sich ermutigend dafür eingesetzt, dass die Konfliktparteien in einen Dialog eintreten und rechtzeitig eingreifen, um humanitäre Notsituationen zu bewältigen. Die Region Tigray erlebt einen Moment der großen Hoffnung, nicht zuletzt wegen der Hilfe, die ankommt“. <br />„Die Kirche", fügt der Generalsekretär der äthiopischen Bischofskonferenz hinzu, "war immer an der Seite des Volkes, der Bischof der Eparchie von Adigrat ist da, die Missionare sind vor Ort! Wir halten den Kontakt im Rahmen unserer Möglichkeiten aufrecht. Wir stehen in Kontakt mit den Mitarbeitern der Diözese und den Gemeinden, wenn sie die Möglichkeit dazu haben. Wir haben alle möglichen Kanäle genutzt, um humanitäre Hilfe zu erhalten. Wenn wir Missionare und unsere Mitarbeiter in die Region Tigray geschickt haben, trafen wir uns mit Bischof Tesfaselassie Medhin. Im vergangenen Juli war der Direktor der Caritas Äthiopien zusammen mit Leitern anderer Caritasorganisationen in Adigrat, und auch sie sprachen mit ihm, der sicherlich viele Probleme hat, denn es fehlt wirklich an allem, und er als Seelsorger, der mitten unter den leidenden Menschen lebt, hat jetzt kaum Möglichkeit, etwas zu tun und das schmerzt ihn. Aber die Kirche ist da. Alle äthiopischen Bischöfe und die Bischofskonferenz haben über die Caritas versucht, so gut wie möglich zu helfen und das Leid der Menschen zu teilen."<br />Pfarrer Fikre fügt hinzu, dass Schmerz und Verzweiflung nicht nur in der Region Tigray herrschen: "Im westlichen Teil des Landes herrscht noch ein weiterer Konflikt, über den die Medien nicht berichten und für den sich keine internationale Organisation interessiert. Es gibt auch dort viele Vertriebene, und jeden Tag sterben viele Menschen bei den Guerillakämpfen in diesem Gebiet. Jetzt, da der Konflikt in Tigray internationale Aufmerksamkeit erregt hat, müssen wir uns auch mit den anderen Konfliktherden befassen, in die so viele andere Teile des Landes verwickelt sind. Im Allgemeinen wurde dieser Notsituation nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt; es gibt immer noch wenig humanitäre Hilfe für die Vertriebenen. Auch hier handelt es sich um eine sehr ernste Situation, deren Opfer wieder einmal die armen Landwirte sind“.<br /> <br />Fri, 25 Nov 2022 11:27:19 +0100ASIEN/SYRIEN - Armenisch-katholisches Patriarchat bittet im Advent um Gebet für Frieden im Nordosten Syrienshttp://www.fides.org/de/news/73091-ASIEN_SYRIEN_Armenisch_katholisches_Patriarchat_bittet_im_Advent_um_Gebet_fuer_Frieden_im_Nordosten_Syrienshttp://www.fides.org/de/news/73091-ASIEN_SYRIEN_Armenisch_katholisches_Patriarchat_bittet_im_Advent_um_Gebet_fuer_Frieden_im_Nordosten_SyriensAleppo – Im Advent lädt das armenische-katholische Patriarchat die Christen insbesondere zum Gebet für den Frieden und das Ende des Leids für die Menschen im Nordosten Syriens ein, der seit langem unter den Auswirkungen Bombardierungen und militärischen Angriffen der türkischen Streitkräfte auf kurdische Ziele der Regionen leidet. <br />Das Patriarchat wendet sich mit diesem Ersuchen geistlicher Natur in erster Linie an seine eigenen, über den gesamten Nahen Osten und den Rest der Welt verstreuten Gemeinden und erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass Luftangriffe, Drohnenangriffe und Artillerieangriffe auf Veranlassung der türkischen Regierung gegen die Städte Hassaké und Qamishli sowie gegen Dörfer in den syrischen Provinzen Aleppo, Raqqa, Deir ez Zor und Hassakè weitergehen. „Die militärischen Angriffe", heißt es in dem Gebetsaufruf wörtlich, "treffen Infrastrukturen und führen auf diese Weise zur Blockierung der Wasser- und Stromversorgung zum Nachteil der lokalen Bevölkerung. Ein Szenario des Schmerzes und des Leids, in dem es notwendig ist, den Herrn im Gebet um die Rückkehr des Friedens in die von endlosen Konflikten gequälten Länder und Bevölkerungen zu bitten“. <br />Die Türkei will mit den Angriffen Stellungen kurdischer Kämpfer im Nordosten Syriens treffen. Die Region wurde de facto der Kontrolle der Regierung in Damaskus entzogen und untersteht einer so genannten Autonomen Verwaltung Nordostsyriens, die von Syrischen Demokratischen Kräften geführt wird. Das Bündnis aus kurdisch geführten Kräften und Milizen wurde während der Jahre des Syrienkonflikts gebildet. Auch Soldaten der syrischen Armee und insbesondere die Zivilbevölkerung in der Region zahlen den Preis für die militärische Eskalation. Zuletzt verursachte der Angriff auf ein Gaswerk in Hassaké einen Großbrand, der Tote und Verletzte unter den Arbeitern zur Folge hatte, während türkische Bombardements in der Gegend von Deir ez Zor auch die dort stationierten US-Militärposten alarmierten. Nach einem Drohnenangriff auf das Lager El-Hol gelang Dutzenden von dschihadistischen Gefangenen, die mit dem Islamischen Staat in Verbindung stehen, die Flucht.<br />Nach Ansicht mehrerer Beobachter soll die türkische Militäroffensive möglicherweise in allen syrischen Gebieten entlang der Grenze den Weg für eine Bodeninvasion ebnen.<br /> <br />Thu, 24 Nov 2022 13:37:18 +0100AFRIKA/MALI - Bischofskonferenz: "Keine weiteren Nachrichten von Pater Hans-Joachim Lohre“http://www.fides.org/de/news/73090-AFRIKA_MALI_Bischofskonferenz_Keine_weiteren_Nachrichten_von_Pater_Hans_Joachim_Lohrehttp://www.fides.org/de/news/73090-AFRIKA_MALI_Bischofskonferenz_Keine_weiteren_Nachrichten_von_Pater_Hans_Joachim_LohreBamako - "Im Moment haben wir keine weiteren Nachrichten oder Kontakte mit den Entführern von Pater Hans-Joachim Lohre", sagen Quellen aus Kreisen der Bischofskonferenz von Mali gegenüber Fides in Bezug auf die Entführung des deutschen Pater Hans-Joachim Lohre von den Weißen Vätern, der seit dem vergangenen Sonntag, den 20. November, vermisst wird .<br />"Im Moment haben wir nur ein Kommuniqué des Erzbischofs von Bamako, Kardinal Jean Zerbo, in dem er die Verbundenheit der katholischen Kirche in Mali mit der Familie des Missionars zum Ausdruck bringt", so die Quellen.<br />"Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Schreibens haben wir noch keine Nachricht von Pater Hans Joachim“, schrieb der Kandinal in seinem Kommuniqué vom gestrigen 23. November, "Unsere Gedanken gelten besonders an seinen Angehörigen in Deutschland und wir beten in Gemeinschaft mit allen Menschen guten Willens, dass der Herr ihn unverzüglich und gesund zu uns zurückbringen möge."<br />Kardinal Zerbo äußerte sich auch zu den genauen Umständen des Verschwindens von Pater Hans-Joachim, der um 8.30 Uhr die Sonntagsmesse in der christlichen Gemeinde von Kalaban-Coura feiern sollte. Der Missionar erschien nicht zu dem Gottesdienst. "Es war am späten Sonntagabend, als seine Mitbrüder von seiner Abwesenheit erfuhren. Sein grauer Peugeot war seit dem Morgen vor dem Haus geparkt und am Telefon sprang der Anrufbeantworter an. Die unerklärliche Abwesenheit deutete auf eine Entführung hin, so dass die Mitbrüder sich schließlich an die Polizei des 5. Arrondissements wandten", so der Erzbischof von Bamako, der mit einem Gebet für die rasche Freilassung des Missionars und aller Entführten schließt: "Möge die Gottesmutter von Mali für ihn, für uns und für alle Entführten und Geiselnahmen nicht nur in Mali, sondern in der ganzen Welt Fürsprache halten“. <br /> <br />Thu, 24 Nov 2022 13:18:51 +0100AMERIKA/CHILE - “Dialog für mehr Einheit”: Kardinal Aos empfliehlt Gebet als Grundlage für den Dialoghttp://www.fides.org/de/news/73089-AMERIKA_CHILE_Dialog_fuer_mehr_Einheit_Kardinal_Aos_empfliehlt_Gebet_als_Grundlage_fuer_den_Dialoghttp://www.fides.org/de/news/73089-AMERIKA_CHILE_Dialog_fuer_mehr_Einheit_Kardinal_Aos_empfliehlt_Gebet_als_Grundlage_fuer_den_DialogSantiago - In der Demokratie gebe es zwei wesentliche aber gegensätzliche Instrumente der Konfrontation: Debatte und Dialog. Eine Debatte werde geführt mit dem Ziel durch Argumentation, zu gewinnen. Ein Dialog sei hingegen etwas ganz anderes, denn das Ziel sei nicht, zu gewinnen, sondern durch Zuhören zu verstehen. Man suche dabei auch nach der Stärke des Gegenübers, was Selbstdisziplin, Toleranz und das Vermögen, sich Dinge anzuhören, die durchaus unbequem sein können, erfordere. Diese Konzepte wurden von Alfredo Zamudio, Leiter der chilenischen Niederlassung des Nansen-Zentrums für Frieden und Dialog, im Eröffnungsvortrag des VI. Sozialkongresses der Katholische Universität von Chile hervorgehoben, mit Blick auf die Notwendigkeit, eine gemeinsame Zukunft aufzubauen, in der nicht unbedingt Einigkeit herrscht, die aber in der Vielfalt konstruktiv geteilt werden kann.<br />An dem Kongress, der unter dem Motto "Dialog für mehr Einheit" stand, nahmen rund 300 Delegierte aus 100 Organisationen der Zivilgesellschaft, darunter verschiedene Stiftungen, Institutionen und Unternehmen, teil. In seinem Grußwort betonte der er Rektor der Universität, Ignacio Sánchez, die Bedeutung der dieser Art von Zusammenkünften: "Unsere öffentliche Rolle als Universität zeigt sich in der Fähigkeit unserer Institution, den Dialog in unserem Land zu fördern und zu stärken. Das ist so notwendig für unsere Gesellschaft. Diese sechsten Ausgabe des Kongresses versteht sich auch als Antwort auf die Einladung von Papst Franziskus reagieren, der uns bei seinem Besuch in Chile zum Dialog für die Einheit aufgefordert hat".<br />Der Erzbischof von Santiago und Großkanzler der UC, Kardinal Celestino Aós, betete gemeinsam mit den Anwesenden das Friedensgebet des heiligen Franz von Assisi und betonte zur Bedeutung des Gebets: "Der heilige Franz von Assisi wuchs dadurch in seiner Liebe zur Kirche und zur Gesellschaft und wurde zu einem Friedensstifter und Instrument des Friedens. Deshalb wissen wir, dass Intelligenz allein nicht ausreicht. Wenn wir wirklich einen Dialog wollen, müssen wir viel Zeit damit verbringen, auf Jesus am Kreuz zu schauen und zu beten. Ohne dies werden wir nicht in der Lage sein, unsere Herzen zu öffnen".<br />Pater Jorge Merino, Großkaplan der Päpstlichen Katholischen Universität von Chile, hob abschließend die konstruktive Atmosphäre und Einstellung der Kongressteilnehmer hervor: "Wir haben mit großer Freude gesehen, dass viele Menschen teilgenommen haben; wir haben gesehen, dass es einen Wunsch gab, zu teilen, zu lernen, einen Dialog zu führen, um Frieden und Einheit zu schaffen". Auch er wies auf die Rolle der Universität in diesem Zusammenhang hin: "Wir schließen uns den Worten von Papst Franziskus an, wenn er sagt, dass die Universität einen Beitrag zur Gesellschaft leisten muss. Heute sehen wir, dass in Chile ein großer Bedarf an Dialog und Einigkeit besteht, und deshalb wollen wir mit der Einfachheit der Universität, angeführt von der Pastoral, dazu beitragen, den Dialog zu fördern".<br />Benjamin Cruz, der die Pastoralabteilung der Universität leitet, hob hervor, dass der Kongress zum ersten Mal wieder „in Präsenz“ stattgefunden habe: "Es war wertvoll, sich wieder persönlich zu treffen, um Netzwerke und Verbindungen zwischen Institutionen und Menschen zu erneuern. Die große Herausforderung, mit der wir aus diesem Kongress hervorgehen, ist der Wunsch, einen Beitrag zu Chile, zu einer gerechteren und brüderlicheren Gesellschaft zu leisten". "Der diesjährige Kongress“ so Cruz, „ist besonders relevant mit Blick auf den Kontext, in dem wir gesellschaftlich, politisch und kulturell leben".<br />Mehr als zwei Monate nach dem Referendum, bei dem der Entwurf einer neuen Verfassung von den chilenischen Bürgern abgelehnt wurde, befindet sich das Land immer noch in einer tiefgreifenden politischen, sozialen und wirtschaftlichen Krise, die das tägliche Leben der Menschen beeinträchtigt und eine tiefe Spaltung in der Gesellschaft verursacht hat .<br /> <br />Thu, 24 Nov 2022 13:03:13 +0100AFRIKA/SÜDSUDAN - Erzbischof von Juba: Stabilität und Frieden durch mehr Zusammenhalthttp://www.fides.org/de/news/73088-AFRIKA_SUeDSUDAN_Erzbischof_von_Juba_Stabilitaet_und_Frieden_durch_mehr_Zusammenhalthttp://www.fides.org/de/news/73088-AFRIKA_SUeDSUDAN_Erzbischof_von_Juba_Stabilitaet_und_Frieden_durch_mehr_ZusammenhaltJuba - Der seit Jahren andauernde Bürgerkrieg führt im Südsudan nach wie vor zum Tod Tausender von Menschen, der Vertreibung aus vielen Gebiete und der Zerstörung der Infrastruktur. <br />Die Nichteinhaltung des Friedensvertrags von 2018 schürt die politische Instabilität, die zu Gewalt und interethnischen Konflikten führt. Trotz des im Februar 2020 erzielten Kompromisses zwischen den rivalisierenden Gruppen unter jeweiliger Führung des Präsidenten Salva Kiir und des Ersten Vizepräsidenten Riek Machar gibt es bis heute weder Frieden noch Stabilität und viele Bestimmungen des Abkommens von 2018 sind aufgrund der anhaltenden Uneinigkeit zwischen den beiden Rivalen noch nicht umgesetzt worden.<br />Der Erzbischof Stephen Ameyu Martin von Juba fordert eindringlich, Frieden und Einheit in dem ostzentralafrikanischen Land. Anlass war eine Dankesmesse, die am 21. November in der Kathedrale St. Peter und Paul zum des hundertjährigen Bestehens der Diözese Torit gefeiert wurde. "Seid Säulen der Stabilität, des Friedens und der Einheit in euren Gemeinden und setzt euch für das Wohl eures Volkes ein", so der Erzbischof in seiner Predigt. <br />In diesem Zusammenhang wies er auch darauf hin, dass sich die Mitglieder des Klerus ihrer Rolle gegenüber dem Volk Gottes bewusst sein müssen. "Ihr müsst ein Instrument der Versöhnung zwischen den Menschen innerhalb der Gemeinschaft sein, das ist eure Aufgabe als Priester und Boten Gottes. Wir Priester müssen die Versöhnung zwischen den Gemeinschaften fördern, um einen dauerhaften Frieden zu erreichen", betont er.<br />Der Erzdiözese von Juba, der als Apostolischer Administrator auch für die Diözese Torit verantwortlich ist, forderte alle Anwesenden auf, im Alltag gute Taten zum Wohle der Kirche und der Gemeinschaften zu vollbringen. "Wir müssen lernen, die Dinge richtig zu tun und uns verpflichten, richtig zu denken", sagte er und fügte hinzu, dass jeder in der Kirche und auch im Staat in Sicherheit leben wird, wenn er den Sendungsauftrag lebt. "Möge Gott uns den Frieden schenken, damit wir zum Wohle unserer Kirche und unseres Landes zusammenarbeiten können", so Erzbischof Stephen Ameyu Martin abschließend.<br />In dem afrikanischen Land sind 8,9 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Die im ganzen Land herrschende Krise hat mehrere Ursachen, zu denen nicht zuletzt auch die Auswirkungen des Klimawandels und die damit verbundenen Überschwemmungen gehören, die dazu führen, dass sich die Bedingungen für die landwirtschaftlichen Flächen und die Viehzucht, die wichtigsten Lebensgrundlagen, zunehmend verschlechtern.<br /> <br />Thu, 24 Nov 2022 12:17:25 +0100AFRIKA/ESWATINI - Bischof von Manzini: “Medien dürfen nicht als Waffe eingesetzt werden"http://www.fides.org/de/news/73087-AFRIKA_ESWATINI_Bischof_von_Manzini_Medien_duerfen_nicht_als_Waffe_eingesetzt_werdenhttp://www.fides.org/de/news/73087-AFRIKA_ESWATINI_Bischof_von_Manzini_Medien_duerfen_nicht_als_Waffe_eingesetzt_werdenMbabane - "Die Angst scheint unseres täglichen Leben zu prägen", so Bischof José Luis Ponce de León von Manzini im Königreich Eswatini , gegenüber Fides und gibt damit ein Zeugnis über eine Krise, die vom Rest der Welt weitgehend ignoriert wird.<br />Bischof Ponce de Léon erinnert daran, dass die Krise, die im Juni 2021 begann, auf den fehlenden Dialog zwischen der Regierung, der Opposition und der Zivilgesellschaft zurückzuführen ist. „Und das, obwohl es einen allgemeinen Konsens darüber gibt, dass ein nationaler Dialog notwendig ist", so der Bischof von Manzini. "Ich glaube, dass jede Stimme, die sich seit Juni 2021 zu Wort meldet zwar ihre Appelle wiederholen, dafür jedoch kein Gehör finden. Ein Vakuum, das zunehmend durch Gewalt gefüllt wird. Nicht nur von Seiten der Armee, die sich der Polizei angeschlossen hat, sondern auch Seitens des bewaffneten Flügels der oppositionellen Swaziland Solidarity Forces , die das Land angeblich von König Mswati befreien wollen", berichtet der Bischof.<br />„Die SSF wird für die Brandanschläge und die Morde verantwortlich gemacht", so Bischof Ponce de León weiter. Ihre Mitglieder "drohen, diejenigen zu töten oder deren Eigentum in Brand zu setzen, die nicht tun, was ihnen aufgetragen wird. Ich weiß nicht, ob jemand weiß, wer sie sind und wer sie finanziert. Diese Fragen, so wichtig sie auch sind, werden selten gestellt", beklagt er.<br />Die Bevölkerung sieht sich zwischen zwei Feuern gefangen: den staatlichen Sicherheitskräften auf der einen und den SSF-Milizen auf der anderen Seite. In diesem Kontext der Angst und Unsicherheit ist die Rolle der Medien von entscheidender Bedeutung. „Dies ist ein weiterer Bereich, in dem wir Veränderungen festgestellt haben. Früher habe ich immer gesagt, dass man in den sozialen Medien wenig über Eswatini finden kann", sagt der Bischof. "In vielen Fällen gab es eine Art Selbstzensur: 'Besser nicht reden'. Dies ist seit Juni 2021 nicht mehr der Fall. Vieles mehr kann man heute auf den sozialen Seiten und im Internet nachlesen. Die Herausforderung besteht darin, das, was man liest, kritisch zu betrachten", mahnt der Bischof. "Wir alle müssen hinterfragen, was gesagt und was nicht gesagt wird. Man kann darauf hinweisen, dass die staatlichen Medien sich darauf beschränken, über Gewalt zu berichten, aber das Gleiche könnte man auch über diejenigen sagen, die sich dafür entscheiden, über alles Positive, das die Regierung tut, nicht zu berichten, weil es ihrer Sache nicht entsprechen könnte. Es scheint wichtig zu sein, den anderen als Feind darzustellen", so der Bischof weiter. "Beide Seiten sagen in den sozialen Medien Dinge, die nicht bewiesen sind und die - die andere Seite - bestreitet, dass sie wahr sind: 'Söldner sind ins Land gekommen' und 'es gibt Ausländer unter den Soldaten in unserer Armee' sind zwei bekannte Beispiele."<br />"Gewalt und Medien scheinen Hand in Hand zu gehen", betonte der Bischof. "Informationen dürfen nicht als Waffe eingesetzt werden, um Wut, Angst und Gewalt zu schüren", so der Bischof. Medien „haben alle ein Ziel: die eine oder andere Seite zu unterstützen und die Art und Weise zu beeinflussen, wie die Menschen die Situation interpretieren", so Bischof Ponce de León, der mit einer Reflexion über die globalen Medien schließt: "Heutzutage ist es auch interessant zu sehen, wie wenig Informationen über Eswatini außerhalb unserer Grenzen vorhanden sind. Die Medien, die früher so viel über unsere Unruhen berichtet haben, schweigen jetzt. Es scheint kein Interesse mehr an dem zu geben, was hier passiert".<br /> <br />Wed, 23 Nov 2022 13:41:53 +0100AMERIKA/KOLUMBIEN - Provinz Darién: Bischöfe beraten über Schicksal von Migranten im Grenzgebiethttp://www.fides.org/de/news/73086-AMERIKA_KOLUMBIEN_Provinz_Darien_Bischoefe_beraten_ueber_Schicksal_von_Migranten_im_Grenzgebiethttp://www.fides.org/de/news/73086-AMERIKA_KOLUMBIEN_Provinz_Darien_Bischoefe_beraten_ueber_Schicksal_von_Migranten_im_GrenzgebietApartado - "Die Migranten bei denen es sich um Menschen aus zahlreichen Ländern handelt, haben uns von den Wechselfällen berichtet, denen sie ausgesetzt sind, um in Necocli anzukommen, und von den Ängsten, die sie bei der Durchquerung der so genannten 'Hölle von Darién' erleiden, wo sie Krankheiten, Diebstählen, Übergriffen, Unfällen und der Ausbeutung durch diejenigen ausgesetzt sind, die in ihnen eine Gelegenheit für die eigenen wirtschaftliche Gewinne sehen. All dies geschieht ohne jegliche institutionelle, lokale oder staatliche Kontrolle", so die Bischöfen, die den Vorstand der Bischofskonferenzen von Venezuela und Kolumbien vertreten und am 21. und 22. November zusammenkamen, um die über die Migrationskrise von Tausenden von Venezolanern, Haitianern und Ecuadorianern zu sprechen, die auf ihrem Weg in die Vereinigten Staaten den gefährlichen Weg durch die Wälder in der Provinz Darién durchqueren. Das Treffen fand im Rahmen der Kampagne "Zu Füßen der Migranten" statt, die jährlich von der Diözese Apartadó auf den Weg gebracht wird. Es handelte sich um das zweite Treffen der Bischofskonferenzen der beiden Länder zur Migrationskrise nachdem sie bereits im Oktober 2022 in San Cristóbal zusammengekommen waren .<br />Nach Angaben der Bischofskonferenzen beider Länder begegneten die kolumbianischen und venezolanischen Bischöfe Migrantenfamilien im Hafen von Necoclí in der Region Urabá in Antioquia, wo Tausende von Migranten ankommen, bevor sie die Grenze zu Panama erreichen. In den Räumen der Pfarrei Nuestra Señora del Carmen hörten sie sich Geschichten der Entwurzelung an und sprachen über die Gründe, die Migranten dazu bringen, sich in Kolumbien niederzulassen oder in andere Länder auszuwandern. Die Bischöfe verteilten im Hafen auch Hilfspakete an Menschen auf der Durchreise. Die katholische Kirche hilft in den Städten Necoclí und Acandí in Zusammenarbeit mit der Caritasstelle der Diözese Apartadó, der Caritas Kolumbien, des kirchlichen Netwerks Clamor, und Ordensschwestern aus verschiedenen Kongregationen.<br />Auf der Tagesordnung des zweitägigen Treffens stand auch eine Begegnung der Bischöfe mit Vertretern der lokalen Behörden, des Büros des Bürgerbeauftragten, Migration Colombia, UNICEF, IOM, UNHCR, dem Kolumbianischen Roten Kreuz, dem Mercy Corps und WORLD VISION. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Charakterisierung der jüngsten Migrantenwelle mit Großfamilien, zu denen auch Kinder, Jugendliche und ältere Menschen gehören, sowie der Menschenhandel, sexuelle Ausbeutung und Ausbeutung der Arbeitskraft sowie das Schicksal der unbegleiteten Kinder und Jugendlichen. In dem Bewusstsein, dass es sich nicht um ein nationales, sondern um ein regionales Problem handelt, verpflichteten sich die kolumbianischen und venezolanischen Bischöfe, Initiativen und Projekten zur Unterstützung von Migranten durch die Sozialpastoral und die Caritas der beiden Länder Priorität einzuräumen.<br />Im gemeinsamen Abschlusskommuniqué stellten die Bischöfe fest, dass "der Migrationsstrom in Darien anhält und weiterhin Herausforderungen für alle Beteiligten mit sich bringt". Sie erinnern daran, dass „Migranten und Flüchtlinge aufgrund von Armut, politischen Konflikten und Gewalt gezwungen sind, ihre Herkunftsländer auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen und Chancen für die Zukunft ihrer Familien zu verlassen".<br />Die Bischöfe dankten den verschiedenen Organisationen, die sich gemeinsam für Migranten einsetzen, und riefen dazu auf, "das Recht auf menschliche Mobilität zu respektieren, den Fremden willkommen zu heißen“ und „jede Form von Nationalismus und alle fremdenfeindlichen Handlungen der Verachtung und Misshandlung von Ausländern zu unterbinden". Darüber hinaus sollten Migranten mit allen Mitteln begleitet werden, „insbesondere im institutionellen Bereich, um Menschenhandel, alle Arten von Gewalt und Ausbeutung zu vermeiden…“. Es sollten Möglichkeiten zur Integration geboten werden und „alle öffentlichen Einrichtungen sollten sich verpflichten, sichere Routen zu fördern, die die Menschenrechte respektieren". <br /> <br />Wed, 23 Nov 2022 13:24:34 +0100ASIEN/INDONESIEN - Zusammenhalt zwischen Christen und Muslimen: Gemeinsames Engagement und Hilfsprogrammehttp://www.fides.org/de/news/73085-ASIEN_INDONESIEN_Zusammenhalt_zwischen_Christen_und_Muslimen_Gemeinsames_Engagement_und_Hilfsprogrammehttp://www.fides.org/de/news/73085-ASIEN_INDONESIEN_Zusammenhalt_zwischen_Christen_und_Muslimen_Gemeinsames_Engagement_und_HilfsprogrammeBandung - In der Stadt Yoyagakarta mit ihren vielen Universitäten und Bildungseinrichtungen engagieren katholische und muslimische Studierende gemeinsam in Hilfsprogrammen für die Ärmsten. Auf der Insel Flores, dem "katholischen Herzen" Indonesiens, verteilen Ordensleute der Kamillianer Lebensmittel an Hunderte Familien in Not. Im indonesischen Borneo, in der Provinz West-Kalimantan, ist ein neues Trappistenkloster im Bau, nachdem es bereits drei andere in dem asiatischen Land gibt. In Bandung auf der Insel Java nimmt Schwester Gerardette Philips, eine Missionarin des Heiligsten Herzens Jesu, die seit 22 Jahren in Indonesien lebt, am muslimischen Fastenmonat Ramadan teil. In Jakarta kümmert sich die von den indonesischen Jesuiten gegründete Organisation "Sahabat Insan" um Wanderarbeiter und Opfer des Menschenhandels.<br />Mit diesen Aktionen - und daneben gibt es noch viele andere – setzen indonesische Katholiken in dem riesigen indonesischen Archipel mit rund 18.000 Inseln und etwa 400 einheimischen ethnischen Gruppen sowie 742 Sprachen und Dialekten geprägt ist, "den Sendungsauftrag Christi konret um, indem sie das Gesicht der katholischen Kirche zeigen", so der neu gewählter Vorsitzender der indonesischen Bischofskonferenz Antonius Subianto Benjamin von Bandung.<br />In einer Abschlusserklärung der Vollversammlung der indonesischen Bischöfe die vor kurzem in Bandung zu Ende gegangen ist, bekräftigt Bischof Subianto den Weg "zu einer wahrhaft synodalen Gemeinschaft, in der Brüderlichkeit, Teilhabe und der Geist der Mission gelebt werden". In diesem Sinne "zeigt die indonesische katholische Kirche die Einheit in der Vielfalt, wie die Weltkirche im Kleinen", stellt er fest, und erinnert an die die Bischöfe der verschiedenen Diözesen, die in Kultur und Tradition so unterschiedlich sind und "in Glauben, Hoffnung und Liebe zusammenkommen".<br />Bischof Antonius Subianto Benjamin erinnerte auch an die Apostolische Konstitution "Praedicate Evangelium" von Papst Franziskus "der indonesischen katholischen Kirche helfen wird, präsenter, freundlicher und offener zu werden und Salz, Licht und Sauerteig in der Gesellschaft zu sein". Die indonesische Kirche, fügte er hinzu, "will dem Aufruf von Papst Franziskus im Apostolischen Schreiben 'Gaudete et Exultate' folgen und im Namen des Evangeliums allen Indonesiern, insbesondere den Armen, Schwachen und Vergessenen, eine Botschaft des Trostes und der Freude bringen“.<br />Abschließend zitiert Bischof Subianto das von Albertus Soegijapranata, dem ersten einheimischen Bischof Indonesiens, formulierte Motto: "Jeder Getaufte ist 100 % katholisch und 100 % indonesisch".<br />Der indonesische Jesuitenpater Ignatius Ismartono, ehemals Sekretär der bischöflichen Kommission für den interreligiösen Dialog in Indonesien war, kommentiert gegenüber Fides: "In unserem täglichen Engagement leben wir Christen in diesem Land mit einer großen islamischen Mehrheit, in dem 87 % der Bevölkerung Muslime sind, friedlich, unter dem Banner der Achtung der Unterschiede und der interreligiösen Harmonie zusammen. Wir sind an der Seite der Schwächsten und Ausgebeuteten. Wir versuchen, eine Gemeinschaft zu sein, die auch in Schwierigkeiten die Gemeinschaft zwischen allen Teilen der Gesellschaft fördert. Unsere Priorität ist es, uns unterschiedslos um unsere armen und leidenden Brüder und Schwestern zu kümmern, in denen Christus sich gegenwärtig macht. Das ist sozusagen unser synodaler Weg".<br /> <br />Wed, 23 Nov 2022 12:46:54 +0100EUROPA/ITALIEN - Missio ad gentes: Missionsschwestern in einem sich wandelnden Europahttp://www.fides.org/de/news/73083-EUROPA_ITALIEN_Missio_ad_gentes_Missionsschwestern_in_einem_sich_wandelnden_Europahttp://www.fides.org/de/news/73083-EUROPA_ITALIEN_Missio_ad_gentes_Missionsschwestern_in_einem_sich_wandelnden_EuropaRom – Wenn es darum geht für die „Missio ad gentes“ zu arbeiten, ist es nicht ausschlaggebend, an welchem geographischen Ort man lebt, sondern es bedarf der Leidenschaft für das Reich Gottes und das Bewusstsein im selben Boot zu sitzen, gemeinsam die Erde mit dem Himmel im Herzen zu durchschreiten, um in die Ferne zu schauen und den Horizont des Herzens auf die Welt auszudehnen.<br />"Über die bekannten Grenzen hinauszugehen, um neuen Völkern und Kulturen zu begegnen, war charakteristisch für den Stil der ersten Ordensgemeinschaften der Mariahilfschwestern, die der Welt die überraschende und überwältigende Botschaft verkünden wollten: die Zärtlichkeit der Liebe Gottes", so Schwester Ruth del Pilar Mora, Generalrätin der Don-Bosco-Schwestern , bei der Eröffnung des jüngsten Treffens mit Vertreterinnen der Missionsschwestern in Europa. "Seitdem hat eine Geschichte begonnen, die bis heute von vielen Mariahilfschwestern in 98 Ländern auf der ganzen Welt weitergeschrieben wird. Unsere ersten Schwestern, die Italien verließen, gingen an Orte am Ende der Welt. Dank der großzügigen Bereitschaft so vieler unserer Schwestern sind alle Kontinente von unserem Charisma ergriffen worden", so Schwester Ruth. „Die Saat ist aufgegangen, und jetzt antworten viele Schwestern mit der gleichen Bereitschaft, und wollen als Missionarinnen ad gentes in Europa aktiv sein."<br />Die westlichen Länder, die einst ein Reservoir an Berufungen und reich an Spendenden für die missionarische Zusammenarbeit waren, erleben heute unerwartete soziale und kulturelle Veränderungen, vor deren Hintergrund auch r der christliche Glaube neu gedacht und in neuen Formen angeboten werden muss. "Die missionarische Leidenschaft neu zu beleben, über die Bedeutung unserer Präsenz, unseres Zeugnisses hier in Europa an diesem 150. Jahrestag der Gründung unseres Instituts nachzudenken", war die Absicht des Generalrats für das Treffen.<br />Bei dieser Gelegenheit hatte die Gruppe der Missionsschwestern aus acht europäischen Provinzen die Gelegenheit, die Internationalen Sekretariate der Päpstlichen Missionswerke sowie die Stiftung Migrantes und die Stiftung Missio der Italienischen Bischofskonferenz kennenzulernen, um die Einbindung in die missionarischen Netzwerke der Kirche zu fördern und das Phänomen der Migration mit wissenschaftlichen Daten und einem pastoralen Ansatz in einem sich verändernden Europa zu betrachten.<br />Das Treffen der Don-Bosco-Schwestern wurde 14. November im Generalat in Rom eröffnet, dem Tag, an dem der 145. Jahrestag der Entsendung der ersten Missionarinnen der Mariahilfschwestern gefeiert wurde, und endete am 18. November.<br /><br />Wed, 23 Nov 2022 11:55:51 +0100VATIKAN - Bischof Arrieta: Vereinbarungen über die Ernennung von katholischen Bischöfen in China sind keine Neuheit in der Geschichte der Kirchehttp://www.fides.org/de/news/73084-VATIKAN_Bischof_Arrieta_Vereinbarungen_ueber_die_Ernennung_von_katholischen_Bischoefen_in_China_sind_keine_Neuheit_in_der_Geschichte_der_Kirchehttp://www.fides.org/de/news/73084-VATIKAN_Bischof_Arrieta_Vereinbarungen_ueber_die_Ernennung_von_katholischen_Bischoefen_in_China_sind_keine_Neuheit_in_der_Geschichte_der_Kirche<center><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/OJFiW03fRgM" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></center><br /><br />Rom - Die sogenannte "Sinisierung" der katholischen Kirche in China, d.h. die Anpassung der Formen des kirchlichen Lebens an kulturellen und sozialen Kontext in China, sei an sich "kein Problem". Wichtig sei, dass bei einer solchen Anpassung die "grundlegenden Dinge", die das Wesen der Kirche ausmachen und die nur "einige wenige" sind, erhalten blieben. Dies erklärte der spanische Bischof Juan Ignacio Arrieta, Sekretär des Dikasteriums für die Gesetzestexte, in einem Interview, das Teresa Tseng Kuang yi für die Fides führte . <br />Die katholische Kirche habe bei der Erfüllung ihres Sendungsauftrags immer die Legitimität und auch die Notwendigkeit anerkannt, Elemente aus dem Kontext des jeweiligen Landes und traditionelle Ausdrucksformen der jeweiligen Kultur einzubeziehen, fügt Bischof Arrieta hinzu. Die einzige Bedingung sei, dass solche Anpassungen das "Grundlegende", sozusagen die konstitutiven genetischen Faktoren, die die Identität der katholischen Kirche und das ihr angemessene Handeln prägten, nicht beeinträchtigten oder verdunkelten.<br />In diesem Zusammenhang geht der Sekretär des Dikasteriums für die Gesetzestexte auch auf das vorläufige Abkommen zwischen der Volksrepublik China und dem Heiligen Stuhl über die Ernennung chinesischer Bischöfe ein, das im September 2018 unterzeichnet und im vergangenen Oktober zum zweiten Mal verlängert wurde.<br />Die Vereinbarung über die Verfahren zur Ernennung von Bischöfen in China, so Bischof Arrieta, solle sicherstellen, dass die Ernennung von Bischöfen an die Spitze katholischer Gemeinschaften "im gegenseitigen Einvernehmen zwischen der chinesischen Regierung und dem Papst" erfolge, der nach den Bestimmungen des Codex des kanonischen Rechts das Vorrecht hat, Bischöfe frei zu ernennen oder "rechtmäßig gewählte Bischöfe" zu bestätigen .<br />Bischof Arrieta weist auch darauf hin, dass der Heilige Stuhl und die "legitimen Autoritäten des chinesischen Volkes" sich in den Beziehungen, die zur Unterzeichnung des Abkommens und zur Überprüfung seiner konkreten Anwendung aufgebaut wurden, gegenseitig als Gesprächspartner anerkennen. <br />In dem Videointerview weist der Sekretär des Dikasteriums für die Gesetzestexte auch darauf hin, dass die direkte Beteiligung der zivilen Behörden an den Verfahren zur Ernennung katholischer Bischöfe keineswegs ein chinesisches Vorrecht oder ein Novum in der Geschichte der Kirche sei.<br />Der in Vitoria im Baskenland geborene Bischof Arrieta erinnert in diesem Zusammenhang an die Situation in Spanien zur Zeit Francos, als bei der Wahl der spanischen Bischöfe "die Regierung drei Namen vorlegte und der Papst auswählte".<br />Zu Beginn des Interviews erzählt Bischof Arrieta, dass er seit zwanzig Jahren Beziehungen und Austausch mit "chinesischen Freunden" pflege und dass er China besucht habe und beeindruckt war von einem Volk "mit einer tausendjährigen Kultur". Arrieta fügt hinzu, dass er nicht offiziell und direkt in die Beziehungen des Heiligen Stuhls zu Vertretern der chinesischen Regierung involviert sei und bekräftigt gleichzeitig seine Verpflichtung, sich entsprechend seiner eigenen Kompetenz für die Stärkung des Vertrauens in den Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Peking einzusetzen und dabei auch die kulturellen Beziehungen und die Freundschaft mit chinesischen Gelehrten und Akademikern zu pflegen.<br />Bischof Arrieta betont, er bemühe sich darum, das Studium des Kirchenrechts in China zu verbreiten, um auch denjenigen, die sich für die Normen des Zivilrechts in Bezug auf die Glaubensgemeinschaften in China interessieren, neue Impulse und Möglichkeiten zum weiteren Studium zu bieten.<br />Der am 10. April 1951 geborene Juan Ignacio Arrieta Ochoa de Chinchetru wurde am 23. August 1977 als Mitglied der Prälatur vom Heiligen Kreuz zum Priester geweiht. Er promovierte in Kirchenrecht und Rechtswissenschaften an der Universität von Navarra und arbeitete als Professor für Kirchenrecht, zunächst an der Universität von Navarra und später in Rom und Venedig. Er war Dekan der Fakultät für Kirchenrecht an der Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz von ihrer Gründung im Jahr 1984 bis 1993 und erneut von 1995 bis 1999. Seit 2003 ist er Dekan des Instituts „San Pio X“ für Kirchenrecht in Venedig. Im Februar 2007 wurde er zum Sekretär des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte ernannt. Am 12. April 2008 erhielt er den Titularsitz von Civitate und am 1. Mai 2008 die Bischofsweihe.<br />In seinem Aufsatz über die organisatorischen Aspekte der Beziehungen zwischen Kirche und Staat in China, der in dem von den Professoren Agostino Giovagnoli und Elisa Giunipero herausgegebenen Band "Das Abkommen zwischen dem Heiligen Stuhl und China" enthalten ist, bekräftigt Bischof Arrieta mit Bezug auf die Ereignisse im chinesischen Katholizismus, dass "das Kirchenrecht aufgrund seiner Elastizität auch heute noch in der Lage ist, wie sie es im Laufe der Jahrhunderte in verschiedenen Kulturen und historischen Situationen war, auftretende Probleme zu überwinden, wobei nur die wesentlichen Elemente der Theologie der Kirche zu beachten sind". <br /> <br /><br />Wed, 23 Nov 2022 11:32:48 +0100ASIEN - Gemischte Ehen: Wachsendes Phänomen bedarf besonderer Begleitunghttp://www.fides.org/de/news/73082-ASIEN_Gemischte_Ehen_Wachsendes_Phaenomen_bedarf_besonderer_Begleitunghttp://www.fides.org/de/news/73082-ASIEN_Gemischte_Ehen_Wachsendes_Phaenomen_bedarf_besonderer_BegleitungBangkok – Gemischte Ehen seien ein wachsendes Phänomen in Asien, das der besondere pastoralen Begleitung bedürfe, damit ein Dialog der Worte, der Liebe und des Lebens gefördert werden könne, so das „Christian Family Movement“, in dem sich Familien zusammenschließen, die das Evangelium Jesu Christi in den Mittelpunkt stellen und die Spiritualität der Ehe und des Familienlebens in asiatischen Ländern wie Indien und den Philippinen fördern wollen. Die Bewegung hat Anhänger in vielen anderen Ländern des Kontinents. Auf dem jüngsten Asienkongress der Bewegung, der in Bangkok stattfand und an dem mehr als 100 Delegierte aus Kambodscha, Indien, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, den Philippinen, Singapur, Sri Lanka, Thailand und Vietnam teilnahmen, lag der Schwerpunkt auf dem interreligiösen Dialog in den Familien.<br />So genannte „Mischehen“ mit Partnern verschiedener Konfessionen oder Religionen sei als "vom Heiligen Geist geschenkte Gelegenheit für ein demütiges, respektvolles, aber stets beredtes Zeugnis des christlichen Glaubens", so die Kongressteilnehmer. Indem sie die christlichen Grundlagen des interreligiösen Dialogs in der Tradition, der Heiligen Schrift und den kirchlichen Dokumenten und lebten, könnten solche Familien "gegenseitigen Respekt und Verständnis zwischen Ehepartnern verschiedener Glaubensrichtungen aufbauen und damit die Mission der christlichen Familie in Asien leben und entfalten".<br />Der Kongress stellte fest, dass das Phänomen der Eheschließungen zwischen Katholiken und Andersgläubigen zunimmt. In Bangladesch machen interreligiöse Ehen mit einem katholischen Ehepartner etwa 12 % der Gesamtzahl aus, und die Zahl ist ähnlich hoch wie in Pakistan, wo es zudem auch das Phänomen der "Zwangsheirat" mit der Entführung christlicher Mädchen gibt. Der Trend ist auch in Sri Lanka sehr ausgeprägt, wo zum Beispiel in der Diözese Galle 70 % der Ehen zwischen Katholiken und Buddhisten geschlossen werden. In anderen Ländern wie Myanmar hingegen sind Eheschließungen zwischen Buddhisten, Christen und Muslimen aus kulturellen Gründen immer noch tabu.<br />Auch der indischer Theologe P. Michael Peters, der das Phänomen der interreligiöse Ehen in mehreren Diözesen in Südindien untersucht hat, bestätigte, dass "solche Ehen in Indien ständig zunehmen" und dass die indische Kirche "offen dafür ist, Paare in dieser Situation zu begleiten".<br />Nach Ansicht des Missionars ist dieser Trend nicht zuletzt auf anthropologischer und soziologischer Ebene das Ergebnis der technologischen Revolution, die in den letzten Jahren zu drastischen Veränderungen in der Art und Weise geführt hat, wie junge Menschen ihre zwischenmenschlichen Beziehungen und auch die von Paaren aufbauen. Die neuen technologischen Hilfsmittel tragen entscheidend zur Zunahme von Mischehen in den asiatischen Ländern bei. Darüber hinaus werden in pluralistischen Gesellschaften Arbeitsumgebungen geschaffen, in denen Tausende von jungen Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund zusammenkommen und miteinander in Kontakt treten können. "In diesem Szenario verlieben sich junge Menschen, und Religion und Glaube spielen eine geringere Rolle", so Peters. Obwohl diese Paare "der Kirche großen Reichtum bringen", werfen diese, vor allem in Ländern, in denen die Religionszugehörigkeit zivilrechtliche Auswirkungen hat auch Fragen auf. In Indien zum Beispiel haben die verschiedenen Religionen ihre eigenen Gesetze und Bräuche, die das Familienleben regeln, wie Heirat, Scheidung und Erbschaft.<br />Während die Kirchen in Asien in der Vergangenheit von gemischten Ehen abrieten, lassen sie solche Beziehungen heute im Allgemeinen zu, jedoch unter der Bedingung, dass die Paare sich verpflichten, ihre Kinder im katholischen Glauben zu erziehen, und dass der katholische Ehepartner weiterhin den Glauben praktizieren darf. Das größte Hindernis sind jedoch oft die Eltern und Verwandten des Paares. <br />„Der Priester oder der Gemeindepfarrer", so die Kongressteilnehmer "sind aufgerufen, den Familien von Ehen mit ungleichem Kultus besonderen seelsorgerischen Beistand zu leisten, denn es gibt Fälle, in denen der nicht getaufte Ehepartner die Bedingungen der Kirche für die Feier der Ehen ablehnt und sich weigert, die Kinder taufen zu lassen. Oder einige ungetaufte Partner akzeptieren die Bedingungen zunächst, um sie dann nach der Heirat abzulehnen. Wenn der katholische Ehepartner die Frau ist, sind die Chancen, die Kinder im Sinne ihres Glaubens zu erziehen, gering, insbesondere in Indien und anderen Ländern, in denen die Gesellschaft patriarchalisch strukturiert ist“. <br />Aus diesem Grund will die Bewegung Eheleute bei nachehelichen Treffen begleiten und dem katholischen Partner helfen, den Glauben weiter zu praktizieren, wobei das Paar die Bande stärken und in gegenseitiger Achtung und Liebe leben soll. Kirchengemeinden sollen Paare zu solchen Treffen einladen und schließlicgh sollen auch diözesanen Kommissionen für die Familie in den verschiedenen Ländern Mittel zur Verfügung stellen und nach Wegen suchen, um solche Familien besonders dabei zu begleiten, die Freiheit des anderen zu respektieren und die moralischen Werte ihrer jeweiligen Traditionen zu verstehen und anzunehmen.<br /> <br />Tue, 22 Nov 2022 13:30:23 +0100AFRIKA/MALI - Deutscher Pater vermisst: Möglicherweise handelt es sich um eine Entführunghttp://www.fides.org/de/news/73081-AFRIKA_MALI_Deutscher_Pater_vermisst_Moeglicherweise_handelt_es_sich_um_eine_Entfuehrunghttp://www.fides.org/de/news/73081-AFRIKA_MALI_Deutscher_Pater_vermisst_Moeglicherweise_handelt_es_sich_um_eine_EntfuehrungBamako - "Wir wissen, dass die Polizei alles tut, um Pater Hans-Joachim zu finden, aber im Moment ist noch nicht bekannt, ob und welche Gruppe ihn entführt haben könnte", so die Generalkurie der Afrikamissionare in Rom gegenüber Fides, die das Verschwinden des deutschen Pater Hans-Joachim Lohre bestätigt. Der Afrikamissionar mit deutscher Staatsangehörigkeit wird seit dem vergangenen Sonntag, dem 20. November, vermisst.<br />Der 65-jährige Pater Hans-Joachim Lohre, der auch "Ha-Jo" genannt wird, lebte seit mehr als 30 Jahren in Mali. "Pater Hans-Joachim vom Institut für christlich-islamische Bildung, der auch das Zentrum für Glauben und Begegnung in Hamdallaye in Bamako leitet, wird seit gestern Morgen vermisst", heißt es in der Ordenszeitung der Afrikamissionar. "Er war wohl auf dem Weg zur Sonntagsmesse in die Gemeinde Kalaban Coura und wir haben seitdem nichts mehr ihm gehört“.<br />Sein Auto wurde in der Nähe des Instituts in der Hauptstadt Bamako gefunden, und die Ermittler fanden später die abgetrennte Kreuz-Halskette des Priesters neben seinem Fahrzeug. Die Tür des seines Wagens war offen und auf dem Boden waren Fußspuren, als hätte jemand gekämpft", so Dia Monique Pare vom Institut für christlich-islamische Bildung.<br />Die deutsche Staatsangehörigkeit des Missionars könnte ein Grund für die Entführung sein. In Mali ist die Bundeswehr mit rund 1.200 Soldaten an der UN-Mission beteiligt. Deutschland ist eines der wenigen europäischen Länder, das nach dem Abzug der französischen Streitkräfte noch mit eigenen Truppen in Mali vertreten ist, und auch Großbritannien will diesem Beispiel folgen. Auch die Ampel-Regierung erwägt die Beendigung des Einsatzes, für den es noch bis Mai 2023 ein Mandat des Bundestages gibt. <br />Islamistische Milizen sind seit Jahren in dem Land aktiv und hatten bereits andere ausländische religiöse Persönlichkeiten als Geiseln genommen wie z. B. Schwester Gloria Cecilia Narváez, die kolumbianische Missionarin, die am 7. Februar 2017 in der Nähe von Koutiala entführt und am 9. Oktober des vergangenen Jahres wieder freigelassen wurde .<br /> <br />Tue, 22 Nov 2022 13:09:23 +0100AMERIKA/CHILE - Bischöfe: “Christen sind aufgerufen, aktive Protagonisten des Wandels zu sein”http://www.fides.org/de/news/73080-AMERIKA_CHILE_Bischoefe_Christen_sind_aufgerufen_aktive_Protagonisten_des_Wandels_zu_seinhttp://www.fides.org/de/news/73080-AMERIKA_CHILE_Bischoefe_Christen_sind_aufgerufen_aktive_Protagonisten_des_Wandels_zu_seinLo Cañas - "Wir wollen alle Initiativen fördern, die zum sozialen Dialog, zum Zusammenhalt und zum Gemeinwohl führen, insbesondere im Hinblick auf den verfassungsgebenden Prozess, der die Anerkennung und das Zuhören aller Sektoren erfordert. Wir, die wir uns zum christlichen Glauben bekennen, sind aufgerufen, aktive Protagonisten des Wandels zu sein, die Chile braucht, indem wir die in der Gesellschaft bereits vorhandenen Formen der Solidarität fördern, die sich aktiv für soziale Gerechtigkeit einsetzen", so die chilenischen Bischöfe zum Abschluss der Vollversammlung der Bischofskonferenz, zu der sie vom 14. bis 18. November in Lo Cañas zusammengekommen waren. <br />In ihrer Botschaft erklärten die Bischöfe, dass sie gemeinsam über die Realität im globalen Kontext nachgedacht: "Wir nehmen die Schwere der sozialen Unsicherheit, der Gewalt und der Kriminalität wahr, die so viele unserer Landsleute und einige unserer Gemeinschaften erleben", schreiben die Bischöfe, "wir sind uns der wirtschaftlichen und geistigen Unsicherheit so vieler Familien bewusst, die von Inflation und Entmutigung geplagt sind. Wir erleben die Verzweiflung vieler Jugendlicher und Erwachsener, wir fördern die Integration von Migranten in unsere Gesellschaft". Gleichsam wollen sich die Bischöfe um „kirchliche Erneuerung“ bemühen und „uns auf den Weg der Umkehr zu begeben".<br />Die Bischöfe erinnern an die kirchliche Versammlung, an der Vertreter der katholischen Diözesen, der verschiedenen Ordensgemeinschaften, der apostolischen Bewegungen und der kirchlichen Bildungseinrichtungen teilgenommen haben: Es sei "eine tiefe spirituelle Erfahrung und eine pastorale Erneuerung“ gewesen damit man gemeinsam die „Aufgabe der Evangelisierung und der Verkündigung Jesu Christi fortführen" könne. Die chilenischen Bischöfe erneuerten in diesem Zusammenhang ihr Engagement für einen Weg der Umkehr und für die Ermutigung und Anleitung der Gemeinschaften zur weiteren Vertiefung der synodalen Prozesse.<br />In dieser Vollversammlung haben die Bischöfe ratifizierten im Rahmen auch das Laienamt des Katecheten auf der Grundlage des von Papst Franziskus herausgegebenen Dokuments „Antiquum Ministerium“. Jede Diözese solle entscheiden, welche Gläubigen zu diesem Laienamt berufen werden können, "das vor allem der Belebung und Entwicklung der Wege der christlichen Initiation und der ständigen Weiterbildung in unseren Gemeinschaften dient". <br />Abschließend erinnerten die Bischöfe daran, dass ihre Versammlung im Rahmen des Marienmonats stattfand, "der Mutter Chiles und Frau der Hoffnung, die wir am 8. Dezember, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis, in ihren zahlreichen Heiligtümern in ganz Chile feiern wollen". Sie begleite die Kirche vor allem auch in der Adventszeit, „die uns auf die Geburt des vom Vater gesandten Christus vorbereitet".<br />Bei einem am 4. September in Chile abgehaltenen Referendum war der Entwurf der neuen Verfassung mit 60 Prozent der Stimmen abgelehnt worde. Der Entwurf war das Ergebnis eines langen Prozesses, der im Oktober 2019 mit landesweiten Protesten begonnen hatte, bei denen es Tote und Verletzte gab. Die Krise zog sich durch alle Bereiche - Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche – mit zahlreichen Protestkundgebungen, Gewalt und Zusammenstößen. Die Volksabstimmung vom 25. Oktober 2020 hat den Beginn des Prozesses zur Ausarbeitung einer neuen Verfassung genehmigt, mit der ein von den Bürgern gewählter "Verfassungskonvent" betraut wurde .<br />Am 11. März 2022 trat der erst 36jährige Gabriel Boric, der die Proteste vom Oktober 2019 als Studentenführer geleitet hatte und die Stichwahl bei den Präsidentschaftswahlen vom 19. Dezember 2021 gewonnen hatte, sein Amt als Präsident Chiles an und bekundete die Absciht, die sozio-politische Struktur Chiles durch progressive Reformen zu verändern . In der Zwischenzeit wurde auch die Arbeit an der neuen Verfassung fortgesetzt, mit Diskussionen und Beiträgen zum Text , der das abschließende Referendum über die Annahme vorsah. <br />Mehr als zwei Monate nach der Volksabstimmung, bei der der Entwurf der neuen Verfassung abgelehnt wurde, hat die Justitia-et-Pax-Kommission der Bischofskonferenz einen Aufruf zum Dialog und zum Zusammenhalt an alle Menschen guten Willens gerichtet, "im Kontext einer politischen, sozialen und wirtschaftlichen Krise, die das tägliche Leben der Menschen, insbesondere der Schwächsten, beeinträchtigt" .<br /> <br />Tue, 22 Nov 2022 12:27:25 +0100AMERIKA/KOLUMBIEN - Regierung nimmt Friedensgespräch mit ENL wieder auf: Bischofskonferenz will Wege des Dialogs ebnenhttp://www.fides.org/de/news/73079-AMERIKA_KOLUMBIEN_Regierung_nimmt_Friedensgespraech_mit_ENL_wieder_auf_Bischofskonferenz_will_Wege_des_Dialogs_ebnenhttp://www.fides.org/de/news/73079-AMERIKA_KOLUMBIEN_Regierung_nimmt_Friedensgespraech_mit_ENL_wieder_auf_Bischofskonferenz_will_Wege_des_Dialogs_ebnenBogotà - Der IX. “Kongress der Versöhnung“, zu dem die katholische Kirche vom 22. bis 24. November einlädt, sei besonders wichtig in einem Moment, da die Friedensgespräche zwischen der Regierung und der ELN-Guerilla wieder aufgenommen werden sollen. Dies bekräftigte der Delegierter für die Beziehungen zwischen Kirche und Staat der Bischofskonferenz von Kolumbien, Prälat Héctor Fabio Henao, mit Blick auf die Veranstaltung zum Thema "Wege des Dialogs und der Hoffnung ebnen", die von der Bischofskonferenz von Kolumbien in Zusammenarbeit Sekretariat für Sozialpastoral und der Kommission für Versöhnung organisiert wird.<br />Vertreter der kolumbianischen Regierung und der Nationalen Befreiungsarmee nehmen am heutigen Montag, den 21. November, in Caracas die Friedensverhandlungen wieder auf, die 2018 auf Initiative des damaligen kolumbianischen Präsidenten Ivan Duque in Kuba unterbrochen wurden. Venezuela ist neben Kuba und Norwegen eines der drei Länder, die für die Abkommen bürgen, und spielt aufgrund seiner Nähe zu Kolumbien und der starken Präsenz der ELN in den Grenzgebieten eine besonders wichtige Rolle.<br />Bei der zweiten Runde den diesjährigen Präsidentschaftswahlen in Kolumbien am 19. Juni 2022 siegten der linke Kandidat Gustavo Petro und die Vizepräsidentschaftskandidatin Francia Márquez. Bei mehreren Gelegenheiten hatten die Bischöfe alle Kolumbianer aufgefordert, sich an den Wahlen zu beteiligen . Bereits am Tag nach der Wahl Petros brachte der Vorsitzender der Bischofskonferenz, Erzbischof Luis José Rueda Aparicio von Bogotá, seine Glückwünsche zum Ausdruck und bekräftigte die Verpflichtung der Kirche, "weiterhin für Frieden, Versöhnung und Brüderlichkeit unter allen Kolumbianern zu arbeiten" . <br />Der Kongress, so Prälat Héctor Fabio Henao wolle, „die Hoffnung stärken und ein Umfeld zu schaffen, das uns hilft, inmitten all der Erwartungen, die im Land bestehen, angesichts der enormen Herausforderung, eine neue Form des Zusammenlebens, eine neue Form der Begegnung, der Beziehungen in der kolumbianischen Bevölkerung zu schaffen“. Der Kongress zeige, dass Versöhnung und Frieden möglich seien, und rief dazu auf, bei der langen und komplexen Aufgabe der Versöhnung durchzuhalten: "Der Horizont, der sich heute im Land auftut, ist in weiter Ferne. Es ist eine weitreichende Aufgabe und wir haben bereits wichtige Schritte unternommen, aber es gibt aktuelle Herausforderungen, die es erfordern, dass wir weiterhin unermüdlich für die Versöhnung unseres Landes arbeiten“. Der Kongress sei Gelegenheit zur Begegnung und zum Zuhören, "denn Zuhören ist von grundlegender Bedeutung für den Prozess, den wir durchlaufen, für den Prozess der Versöhnung". Es gehe darum "einen Raum für einen respektvollen Dialog" anzubieten.<br />Mit einem Schlussdokument werde der Kongress „Strategien zur Stärkung der Arbeit der katholischen Kirche in der Friedensarbeit“ und die Grundlagen eines gesellschaftlichen Dialogs in der kolumbianischen Gesellschaft sein sollen. Bischof Juan Carlos Barreto von Soacha erinnerte in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der bischöflichen Kommission für Sozialpastoral daran, dass alle Kirchsprengel des Landes und insbesondere kirchliche Einrichtungen die sich für den Frieden einsetzen, bei dem Kongress vertreten sein werden. Das Treffen müsse zur Förderung der Brüderlichkeit des kolumbianischen Volkes beitragen und die Versöhnung aller fördern: "Beim Aufbau des Friedens im Land sind wir alle mit unterschiedlichen Verantwortlichkeiten beteiligt, der Staat, die Zivilgesellschaft und auch die Menschen und Gruppen, die beschlossen haben, das Land mit Waffengewalt anzugreifen", bekräftigte der Bischof.<br /> <br />Mon, 21 Nov 2022 13:44:20 +0100AFRIKA/SÜDUDAN - Humanitäre Katastrophe: Bischof fordert sofortige Hilfsmaßnahmenhttp://www.fides.org/de/news/73078-AFRIKA_SUeDUDAN_Humanitaere_Katastrophe_Bischof_fordert_sofortige_Hilfsmassnahmenhttp://www.fides.org/de/news/73078-AFRIKA_SUeDUDAN_Humanitaere_Katastrophe_Bischof_fordert_sofortige_HilfsmassnahmenEl Obeid - Die Situation der im Bezirk Aneet Romamer im Verwaltungsgebiet von Abyei lebenden Binnenvertriebenen verschlechtert sich aufgrund der anhaltenden Konflikte zwischen den ethnischen Gruppen der Ngok und Twiic Dinka. Angesichts der humanitären Katastrophe forderte der Vorsitzende der Bischofskonferenz des Sudan und des Südsudan, Bischof Yunan Tombe Trily von El Obeid, nach einem Besuch in der Pfarrei „St. Mary“ in Abyei die Caritas Südsudan und die Hilfsrganisationen der Vereinten Nationen zum sofortigen Eingreifen auf.<br />"Ich appelliere an die Caritas und insbesondere an die Caritas Südsudan, sofort zu handeln, um die Menschen in Abyei zu retten, indem sie die Menschen in Aneet und Agok mit Nahrung und Medikamenten versorgen", so der Bischof, der auch an die Regierungen des Sudan und des Südsudan appelliert, Nichtregierungsorganisationen und UN-Organisationen zu bitten, umgehend humanitäre Hilfe zu leisten. "Ich fordere die Republik Sudan und den Südsudan nachdrücklich auf, schnell eine Lösung für das Abyei-Problem zu finden", betont er <br />Im Februar 2022 brach ein interethnischer Konflikt zwischen den Ngok Dinka im Verwaltungsgebiet Abyei und den Dinka Twiic Mayardit im Bundesstaat Warrap aus, bei dem es um Gebietsansprüche auf einen Teil eines lokalen Marktes ging. Lokalen Quellen zufolge kam es zuletzt am 10. Oktober zu Gewalt mit Hausbränden und Plünderungen, die auf beiden Seiten Tausende von Menschenleben kosteten und zur Vertreibung führten. <br />Unterdessen erklärte Papst Franziskus, er sei weiterhin bereit für einen Besuch in dem Land, der im Juli 2022 verschoben werden musste. In seiner Ansprache an die Teilnehmer des Treffens des medizinischen Hilfswerks „Medici con l‘Africa Cuamm“, das am 19. November 2022 im Vatikan stattfand , stellte der Papst eine Reise in Aussicht, die voraussichtlich schon Anfang 2023 stattfinden wird. <br />Die Region Abyei ist ein 10 546 km2 großes Gebiet an der Grenze zwischen dem Südsudan und dem Sudan, dem im Rahmen des Friedensabkommens, das den zweiten sudanesischen Bürgerkrieg beendete, 2004 ein "besonderer Verwaltungsstatus" zuerkannt wurde. Im Rahmen des Abyei-Protokolls wurde das Gebiet mit Sonderstatus übergangsweise sowohl als Teil der Republik Südsudan als auch der Republik Sudan betrachtet.<br />Nach anhaltenden Streitigkeiten, die in Gewalt ausarteten und das Friedensabkommen von 2004 bedrohten, wurden die Grenzen von Abyei im Jahr 2009 durch ein internationales Schiedsverfahren neu gezogen. Diese neue Grenze wurde nun von allen beteiligten Parteien ratifiziert.<br /> <br />Mon, 21 Nov 2022 13:21:47 +0100ASIEN/MALAYSIA - Nach den Parlamentswahlen ist das Land gespalten: “Christen fühlen sich dem Gemeinwohl verpflichtet”http://www.fides.org/de/news/73077-ASIEN_MALAYSIA_Nach_den_Parlamentswahlen_ist_das_Land_gespalten_Christen_fuehlen_sich_dem_Gemeinwohl_verpflichtethttp://www.fides.org/de/news/73077-ASIEN_MALAYSIA_Nach_den_Parlamentswahlen_ist_das_Land_gespalten_Christen_fuehlen_sich_dem_Gemeinwohl_verpflichtetKuala Lumpur - "Die Christen fühlen sich dem Gemeinwohl des Landes verpflichtet und haben keinerlei Absicht, die Nation zu missionieren oder zu christianisieren", so der malaysische Kirchenrat nach Bekanntgabe der Ergebnisse der Parlamentswahlen vom 19. November, aus denen das Land es mit einem Parlament ohne starke Mehrheit hervorging. Die von Oppositionsführer Anwar Ibrahim geführte „Pakatan Harapan“-Bündnis erhielt 82 Sitze in der 222 Mitglieder zählenden Versammlung, während die „Perikatan Nasional“-Partei des ehemaligen Premierministers Muhyiddin Yassin mit 73 Sitze erheilt und das "Barisan Nasional"-Bündnis unter Führung der "United Malays National Organisation" einen starken Stimmenverlust verzeichnete und nur 30 erhielt. Die politische Landschaft erscheint Beobachtern zufolge zunehmend zersplittert.<br />Der Kirchenrat - ein Gremium, in dem sich protestantischen Kirchen und die orthodoxe Kirche des Landes zusammenschließen - bekräftiget, dass die malaysischen Christen, die in allen Bundesstaaten vertreten sind, sich als Staatsbürger betrachten sind und sich als solche jeden Tag für das Gemeinwohl der Nation einsetzen. Der Rat kritisierte in diesem Zusammenhang insbesondere ein Video, in dem der ehemalige Premierminister Tan Sri Muhyiddin Yassin erklärte, das „Pakatan Harapan“-Bündnis werden von Juden und Christen unterstützt, die eine Christianisierung Malaysias anstrebten.<br />Der Generalsekretär des Rates, Pastor Jonathan Jesudas sagte, eine solche Aussage sei „falsch und unverantwortlich". "Wir leben in einem multireligiösen und multirassischen Land, und die Empfindlichkeiten der einzelnen Gemeinschaften müssen in öffentlichen Foren berücksichtigt werden. Solche unbedachten Äußerungen können zu rassistischen und religiösen Spannungen und Konflikten führen", warnte Jesudas, der dazu aufrief, "die Wahrheit und das Empfinden der verschiedenen Religionen zu respektieren".<br />Die "Christian Federation of Malaysia", ein weiteres Gremium, der auch die katholische Kirche angehört, äußerte ebenfalls "große Besorgnis" über die Äußerungen des ehemaligen Premierministers Tan Sri Muhyiddin Yassin. "Äußerungen von Politikern sollten keine Konflikte und Verleumdungen aufrührerischer Art transportieren, um die Unterstützung einer bestimmten ethnischen oder religiösen Gruppe zu gewinnen", heißt es in einer Mitteilung des Verbandes. Die Organisation erinnert daran, dass die Worte von Politikern "den Frieden, die Harmonie und das Wohlergehen aller Bürger in unserem geliebten Malaysia" nicht stören sollten. Christen wollten dazu beitragen, eine "geeintere und stärkere Nation" zu schaffen, schrieb die „Christian Federation of Malaysia“, die ihr Engagement und ihre Gebete versicherte, "um reichlich Segen für das Land zu erbitten".<br />Der Vorsitzende der derzeitigen Mehrheitskoalition, Anwar Ibrahim, rief die Bevölkerung unterdessen auf, sich stets gegen Rassismus und religiösen Fanatismus zu stellen, und "sich nicht durch rassistische Botschaften gegeneinander zu wenden". „Als Muslim wurde mir nie beigebracht, andere Ethnien oder Religionen zu hassen. Wenn wir dem religiösen Fanatismus nicht Einhalt gebieten, kann er zu einer sehr ernsten Gefahr werden", betonte er.<br />Malaysia ist ein Land, das durch ethnischen und religiösen Pluralismus gekennzeichnet ist. Die 32 Millionen Einwohner teilen sich in drei ethnische Hauptgruppen auf: Malaien, Inder und Chinesen. Die Bevölkerung besteht zu 60 % aus Muslimen, zu 20 % aus Buddhisten, zu 10 % aus Christen, zu 6,3 % aus Hindus und schließlich aus anderen einheimischen Minderheiten. Unter den 13 Bundesstaaten der Föderation befinden sich die beiden Staaten Sarawak und Sabah , in denen rund zwei Drittel der Christen des Landes leben. Im ganzen Land gibt es rund 1,2 Millionen Katholiken.<br /> <br />Mon, 21 Nov 2022 13:05:47 +0100