Fides News - German (Standard)https://www.fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. AMERIKA/HAITI - Priesteramtskandidat von Polizei-Drohne getötethttps://www.fides.org/de/news/77451-AMERIKA_HAITI_Priesteramtskandidat_von_Polizei_Drohne_getoetethttps://www.fides.org/de/news/77451-AMERIKA_HAITI_Priesteramtskandidat_von_Polizei_Drohne_getoetetPort-au-Prince – Ein junger Priesteramtskandidat wurde im Zentrum von Port-au-Prince von einer von der Polizei eingesetzten Drohne getötet.<br />Wie die haitianische Tageszeitung „PouSiOupaTKonnen“ berichtet, wurde Jean-Louis Jamesly am Samstag, den 7. März, im Zentrum von Port-au-Prince in der Nähe des Hauptfriedhofs von einer Drohne getroffen. Der Zeitung zufolge geriet der junge Mann, während er mit seinem Motorrad unterwegs war, in eine Polizeiaktion, die in der Nähe durchgeführt wurde. <br />Seit 2017 war Jamesly Mitglied der Heiligen Familie der heiligen Bernadette in Martissant. Er war zutiefst gläubig war auch im Liturgischen Komitee und der Kiro-Gruppe der Pfarrei „Notre-Dame de la Caridad“. Als Priesteramtskandidat hatte er bereits versucht, den Weg zum Priesteramt anzutreten, doch das Nichtbestehen der offiziellen Abschlussprüfungen für das humanistische Studium im Juli 2025 hatte seinen Weg verlangsamt.<br />Seit 2025 setzt eine spezielle Polizeieinheit in Haiti, unterstützt von privaten Militärunternehmen, kleine, mit Sprengstoff bestückte kommerzielle Drohnen in Dutzenden von Angriffen gegen die im Land aktiven Banden ein. Mehrere hundert Menschen wurden bei bereits bei Drohnenangriffen getötet, die zudem auch von kriminellen Banden sowohl gegen die Polizei als auch bei ihren internen Auseinandersetzungen eingesetzt werden. Zu den Leidtragenden gehören auch normale Bürger.<br />Trotz der Polizeimaßnahmen sind kriminelle Banden weiterhin aktiv, insbesondere auch was Entführungen angeht. Unter den Entführten befindet sich auch Pfarrer Jean Robert Louis, der am 5. Februar verschleppt wurde. In einer am 5. März veröffentlichten Erklärung äußert die Erzdiözese Port-au-Prince tiefe Besorgnis um die Gesundheit von Pfarrer Jean Robert, der an schwerer Diabetes leidet.<br />„ Seit einem Monat ist der katholische Priester Jean Robert Louis, der sich in der Seelsorge für Häftlinge und Gefangene engagiert, entführt“, heißt es in der Erklärung der Erzdiözese, die „einen dringenden Appell an diejenigen richtet, die ihn als Geisel halten“. „Wir hoffen aufrichtig, dass dieser Appell ihre Aufmerksamkeit findet und dass unser Bruder so schnell wie möglich freigelassen wird, damit er seine pastorale Mission wieder aufnehmen kann“, so die Erzdiözese weiter.<br />„Pfarrer Jean Robert Louis hat einen bedeutenden Teil seines Wirkens der seelsorgerischen Begleitung von Gefangenen gewidmet, denen er Zeugnis von der Barmherzigkeit Gottes gibt“, betont die Erzdiözese, die daran erinnert, dass „jeder Mensch eine unantastbare Würde besitzt“. „Jemandem seine Freiheit zu nehmen und ihn als Druckmittel oder zur Gewinnerzielung zu benutzen, ist eine direkte Verletzung seiner grundlegenden Würde und eine schwere Sünde gegen die Brüderlichkeit unter den Menschen“, wird in der Verlautbarung bekräftigt. „Wir müssen unsere Anstrengungen verdoppeln, um unsere Gesellschaft, die durch diese Taten verletzt wurde, zu heilen und zu stärken“, schließt die Erklärung.<br /> Mon, 09 Mar 2026 13:15:47 +0100ASIEN/CHINA - Weltfrauentag: Katholische Gemeinden danken Frauen für ihren Beitraghttps://www.fides.org/de/news/77450-ASIEN_CHINA_Weltfrauentag_Katholische_Gemeinden_danken_Frauen_fuer_ihren_Beitraghttps://www.fides.org/de/news/77450-ASIEN_CHINA_Weltfrauentag_Katholische_Gemeinden_danken_Frauen_fuer_ihren_BeitragPeking – Mit Blick auf die großen Frauenfiguren der Heiligen Schrift spielen katholische Frauen weiterhin eine unverzichtbare Rolle im Leben der Kirche, der Familie und der Gesellschaft. Und die Kirche „dankt für das Zeugnis des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, das Frauen geben: Mütter, Großmütter, Ehefrauen, Töchter, Schwestern“, so Pfarrer Joseph Xu während beim Gottesdienst in der Pfarrei Sanbei an diesem Sonntag , an dem weltweit auch der Internaitonale Frauentag begangen wird. Der Priester lobte die Rolle der Ehefrauen und Mütter, die „mit der Liebe und Zärtlichkeit Christi für ihre Familien sorgen, ihre Pflichten verantwortungsbewusst wahrnehmen“ und auch anderen, angefangen bei ihren Kindern, das Geschenk des Glaubens vermitteln. Die kirchliche Gemeinschaft, so der Priester weiter, brauche das direkte und tatkräftige Engagement der Frauen auch in den pastoralen Initiativen der Pfarreien und bei der Verkündigung des Evangeliums. Es seien die Frauen, die das Wachstum der katholischen Gemeinschaft in China unterstützen und begleiten und mit ihrem christlichen Verantwortungsbewusstsein zum Wohl der gesamten Gesellschaft beitragen, „indem sie Gott loben und ihren Nächsten Gutes tun”.<br />Auch in der Pfarrei Jiujiang in der Provinz Jiangxi feierten die Frauen der Pfarrgemeinde gemeinsam den Weltfrauentag durch die Teilnahme an der heiligen Messe. Pfarrer Pang Rui erinnerte in seiner Predigt zum Tagesevangelium daran, dass „der Glaube ein kostenloses Geschenk Gottes ist“ und dass man während der Fastenzeit „im Geist der Umkehr leben“ und das Evangelium im täglichen Leben bezeugen solle, wie es viele „mit einem zugleich sanften und festen Glauben“ tun. Im Zeichen der Dankbarkeit überreichte der Gemeindepfarrer den anwesenden Frauen Nelken im Namen der Gemeinde. <br />Auch den ehrenamtlichen Helferinnen, Ordensfrauen und Laiinnen, die in der Seelsorge der Gemeinde Xujiahui, in der Kathedrale des heiligen Ignatius von Loyola in Schanghai, aktiv tätig sind, erhielten Blumen als Zeichen der Dankbarkeit und als Symbol für den Respekt und die Zuneigung der Gemeinschaft mit Blick auf ihren Beitrag zum Wachstum der Ortskirche. <br />Mon, 09 Mar 2026 12:23:34 +0100ASIEN/BAHRAIN - Kronprinz Salman bin Hamad Al Khalifa: „Kirchen für die spirituellen Bedürfnisse der Gläubigen offen lassen“https://www.fides.org/de/news/77449-ASIEN_BAHRAIN_Kronprinz_Salman_bin_Hamad_Al_Khalifa_Kirchen_fuer_die_spirituellen_Beduerfnisse_der_Glaeubigen_offen_lassenhttps://www.fides.org/de/news/77449-ASIEN_BAHRAIN_Kronprinz_Salman_bin_Hamad_Al_Khalifa_Kirchen_fuer_die_spirituellen_Beduerfnisse_der_Glaeubigen_offen_lassenManama – „In der vergangenen Nacht gab es mehrere Explosionen und es werden Verletzte gemeldet. Heute Morgen heulen die Sirenen und es sind laute Detonationen zu hören“, berichtet der Apostolische Vikar des Nördlichen Arabien, Bischof Aldo Berardi gegenüber Fides.<br />Die Lage in Bahrain ist alles andere als ruhig. Nach einem Angriff auf eine Ölförderanlage im Dorf Maameer hat das Innenministerium die Bevölkerung aufgefordert, Ruhe zu bewahren, sich in Sicherheit zu bringen und die Hauptstraßen nicht unnötig zu blockieren, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Das Gleiche gilt für die anderen Golfstaaten, wo die iranische Offensive mit Bomben und Drohnen gegen Kuwait, Bahrain, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate weitergeht. Nach der Ernennung des neuen Obersten Führers im Iran, Ajatollah Modschtaba Chamenei, meldete auch das kuwaitische Verteidigungsministerium am zehnten Tag des Krieges zwischen dem Iran, Israel und den Vereinigten Staaten einen neuen Bmben- und Drohnenangriff auf das Emirat.<br />Vor diesem Hintergrund traf sich der bahrainische Kronprinz und Premierminister, Salman bin Hamad Al Khalifa, an diesem Sonntag , mit Bischof Berardi und dem Klerus in der Kathedrale Unserer Lieben Frau von Arabien in Awali, um das Wohlergehen der katholischen Gemeinde in Bahrain zu gewährleisten. Salman bin Hamad Al Khalifa, Kronprinz und Premierminister, Bischof Berardi und den Klerus in der Kathedrale Unserer Lieben Frau von Arabien in Awali und bekräftigte sein Engagement, alle Bürger und Einwohner angesichts der aktuellen Lage im Königreich im Zeichen der Toleranz und des friedlichen Zusammenlebens zwischen verschiedenen Religionen und Kulturen zu schützen.<br />Bei seiner Ankunft wurde der Kronprinz von Bischof Berardi zusammen mit den anderen Priestern begrüßt, denen er die Grüße des Königs übermittelte und dessen Engagement bekräftigte, die Position Bahrains als Heimat der Toleranz, des friedlichen Zusammenlebens und des Respekts für alle Religionen und Glaubensrichtungen zu festigen. Der Kronprinz wollte sich im Rahmen der Begegnung angesichts der anhaltenden Aggression des Iran insbesondere über die Lage der katholischen Gemeinschaft informieren, um die Sicherheit des Königreichs zu gewährleisten und alle seine Bürger und Einwohner zu schützen.<br /> „Der Kronprinz“, so der Apostolische Vikar gegenüber Fides, „hat darum gebeten, die Kirchen für die spirituellen Bedürfnisse der Gläubigen offen zu lassen, und sich nach dem Datum von Ostern erkundigt“. <br />Der Kronprinz habe außerdem bekräftigt, dass die Sicherheit seiner Bürger und Einwohner für das Königreich oberste Priorität habe, und betonte die Verpflichtung, allen Schutz und Hilfe zu bieten. Die christlichen Religionsvertreter äußerten ihrerseits große Wertschätzung für die kontinuierliche Unterstützung des Königreichs unter der Führung des Königs bei der Festigung der Werte des Zusammenlebens und der Achtung des religiösen Pluralismus. Sie lobten auch das sichere und geschützte Umfeld, das das Königreich bietet, das die Menschen ermutigt, ihren Glauben frei auszuüben.<br />An dem Besuch nahmen auch der Innenminister, General Rashid bin Abdulla Al Khalifa, und der Minister für Finanzen und nationale Wirtschaft, Salman bin Khalifa Al Khalifa, teil.<br /> <br />Mon, 09 Mar 2026 11:59:03 +0100AMERIKA/USA - Kardinal Cupich bezeichnet Darstellung von Krieg als Videospiel als “Verlust der Menschlichkeit“https://www.fides.org/de/news/77448-AMERIKA_USA_Kardinal_Cupich_bezeichnet_Darstellung_von_Krieg_als_Videospiel_als_Verlust_der_Menschlichkeithttps://www.fides.org/de/news/77448-AMERIKA_USA_Kardinal_Cupich_bezeichnet_Darstellung_von_Krieg_als_Videospiel_als_Verlust_der_MenschlichkeitChicago – Es seien „mehr als tausend iranische Männer, Frauen und Kinder“, die „nach tagelangen Bombardierungen der USA und Israels ums Leben gekommen sind“. Unterdessen veröffentlichte der offizielle X-Account des Weißen Hauses am Donnerstagabend ein Video mit Szenen aus beliebten Actionfilmen mit echten Aufnahmen von Luftangriffen auf den Iran. Ein Videoclip, in dem „ein echter Krieg mit echtem Tod und echtem Leid“ behandelt wird, „als wäre es ein Videospiel“. So beschreibt der Erzbischof von Chicago, Kardinal Blaise J. Cupich, das Video, das in den letzten Tagen vom Weißen Haus verbreitet wurde und in dem Bilder der US-amerikanischen und israelischen Bombardierungen iranischer Städte mit der Musik des Songs „Macarena“ im Hintergrund gezeigt werden. Eine Idee, die der US-Kardinal in einer Erklärung mit dem Titel „Ein Appell an das Gewissen“ als „widerwärtig“ bezeichnete. Die Erklärung wurde veröffentlicht, während Kardinal Cupich in Chicago den Vorsitz des internationalen Treffens für Frieden und Versöhnung innehatte, das von der „Loyola University“ in Zusammenarbeit mit der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika organisiert wurde.<br />„Hunderte von Menschen“, so der US-Kardinal, „sind tot. Mütter und Väter, Töchter und Söhne, darunter Dutzende von Kindern, die den fatalen Fehler begangen haben, an diesem Tag zur Schule zu gehen. Sechs US-Soldaten wurden getötet. Auch sie werden durch diesen Social-Media-Beitrag entehrt. Hunderttausende sind vertrieben worden, und viele weitere Millionen im Nahen Osten leben in Angst.“ Und das „schreckliche“ Video, in dem der israelisch-amerikanische Angriff auf den Iran verherrlicht wird, „zeigt, dass wir in einer Zeit leben, in der sich die Distanz zwischen Schlachtfeld und Wohnzimmer drastisch verringert wurde“.<br />Der Krieg, beklagt Kardinal Cupich weiter, sei „mittlerweile zu einem Zuschauersport oder Strategiespiel geworden“. „Journalisten“, so der Kardinal, „verwenden den Begriff ‚Gamifizierung‘ des Krieges, um diese Dynamik zu beschreiben“. Dabei handele es sich um „ein tiefgreifendes moralisches Versagen, denn die ‚Gamifizierung‘ nimmt realen Menschen ihrer Menschlichkeit“.<br />Laut Kardinal Cupich beklagt die Haltung der US-Regierung, die „das Leiden des iranischen Volkes wie eine Kulisse für unsere eigene Unterhaltung behandelt, als wäre es nur ein weiterer Inhalt, den man durchblättert, während man im Supermarkt in der Schlange steht“. Eine Spirale, in der jede Menschlichkeit verloren geht, wenn „wir von der zerstörerischen Kraft unserer Armee“ begeistert seien. „Wir werden süchtig nach dem ‚Spektakel‘ von Explosionen. Und der Preis für diese Gewöhnung ist fast nicht wahrnehmbar, da wir gegenüber den wahren Kosten des Krieges abgestumpft werden“. „Ich weiß, dass das amerikanische Volk besser ist als das“, so Kardinal Cupich abschließend, „Wir haben den gesunden Menschenverstand zu erkennen, dass das, was geschieht, keine Unterhaltung, sondern Krieg ist, und dass der Iran eine Nation von Menschen ist und kein Videospiel, das andere spielen, um uns zu unterhalten.“<br /> Sun, 08 Mar 2026 11:15:10 +0100VATIKAN - On-line-Konferenz der Päpstlichen Missionsvereinigung: Missionarische Bildungsarbeit und Künstliche Intelligenz stehen im Mittelpunkthttps://www.fides.org/de/news/77447-VATIKAN_On_line_Konferenz_der_Paepstlichen_Missionsvereinigung_Missionarische_Bildungsarbeit_und_Kuenstliche_Intelligenz_stehen_im_Mittelpunkthttps://www.fides.org/de/news/77447-VATIKAN_On_line_Konferenz_der_Paepstlichen_Missionsvereinigung_Missionarische_Bildungsarbeit_und_Kuenstliche_Intelligenz_stehen_im_MittelpunktVatikanstadt – Die missionarischen Bildungsangebote, die anlässlich des 110-jährigen Bestehens der Päpstlichen Missionsvereinigung auf den Weg gebracht wurden sind Teil eines umfassenderen Programms von Initiativen, die zwischen 2024 und 2026 im Hinblick auf die bedeutenden Jubiläen des laufenden Jahres geplant sind: das 100-jährige Jubiläum der Einführung des Weltmissionssonntags, das 110-jährige Bestehen der Päpstlichen Missionsvereinigung und die Einführung der Initiative des „Lebendigen Rosenkranzes” vor 200 Jahren..<br />Am Mittwoch, dem 11. März, findet im Rahmen dieser Initiativen eine Online-Konferenz statt, die von der Nationaldirektion der Päpstlichen Missionswerke in Polen angeregt wurde und vom Internationalen Sekretariat der Päpstlichen Missionsvereinigung umgesetzt wird. Es ist bereits die zweite Veranstaltung einer Reihe von Konferenzen zum Thema Künstliche Intelligenz und Mission, die im Laufe des Jahres fortgesetzt werden.<br />Der bevorstehende Online-Workshop befasst sich insbesondere mit der praktischen Nutzung der verschiedenen Anwendungen der künstlichen Intelligenz in der missionarischen Animations- und Bildungsarbeit.<br />Die Konferenz steht allen offen und richtet sich insbesondere an die National- und Diözesandirektoren der Päpstlichen Missionswerke , an die Nationalsekretäre der PUM und an alle Mitarbeiter der Päpstlichen Missionswerke.<br />Der Generalsekretär der Päpstlichen Missionsvereinigung, Pater Dinh Anh Nhue Nguyen , wird das Treffen am 11. März um 12:30 Uhr eröffnen. Auf seine Einführung folgt ein Beitrak von Karol Gnat, Fernsehproduzent, Moderator und Gründer des polnischen Senders „Odbudowani” zum Thema „Wie können wir Künstliche Intelligenz zur Erstellung einfacher Animationen für die Missionsarbeit nutzen”. Im Anschluss an die Beiträge ist die Möglichkeit zur Diskussion und zum Austausch vorgesehen. Der Workshop wird in englischer Sprache mit Simultanübersetzung ins Französische, Spanische und Italienische abgehalten und endet um 14:00 Uhr .<br /> <br /><br/><strong>Link correlati</strong> :<a href="https://www.fides.org/it/attachments/view/file/def_PUM-AI_webinar_11.03-1.pdf">Veranstaltungsplakat</a>Sun, 08 Mar 2026 10:10:10 +0100AFRIKA/ÄQUATORIALGUINEA - Besuch von Papst Leo XIV.: Das Land im Zentrum der weltweiten Berichterstattunghttps://www.fides.org/de/news/77444-AFRIKA_AeQUATORIALGUINEA_Besuch_von_Papst_Leo_XIV_Das_Land_im_Zentrum_der_weltweiten_Berichterstattunghttps://www.fides.org/de/news/77444-AFRIKA_AeQUATORIALGUINEA_Besuch_von_Papst_Leo_XIV_Das_Land_im_Zentrum_der_weltweiten_BerichterstattungMalabo – Der für den 21. bis 23. April 2026 geplante Besuch von Papst Leo XIV. in Äquatorialguinea wird ein historisches Ereignis sein, weshalb auch die Vorbereitungen in dem Land, das die Aufmerksamkeit der Welt auf sich ziehen wird, bereits auf Hochtouren laufen.<br />Wie aus einer Mitteilung der Pressestelle des Amtes des Vizepräsidenten hervorgeht, die der Fides vorliegt, geht hervor, dass die Regierung die Organisation, die angesichts der Bedeutung des Ereignisses eine perfekte Koordination erfordert, bestmöglich vorbereitet. In diesem Zusammenhang traf sich der Vizepräsident, Teodoro Nguema Obiang Mangue, am vergangenen 3. März mit dem Minister für Information, Presse und Kultur, Jerónimo Osa Osa Ekoro, in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Unterausschusses für Presse und Bild, um den Arbeitsplan für die Medienberichterstattung zu erörtern.<br />Der Plan umfasst eine umfassende Berichterstattung vor, während und nach dem Besuch unter Einsatz von fest installierten und mobilen Kameras, Drohnen, Übertragungswagen und Pressezentren an strategisch wichtigen Punkten im Land. Dabei wird die Presse- und Bildkommission für die offizielle audiovisuelle Produktion der Veranstaltung zuständig sein und gemäß den Empfehlungen des Heiligen Stuhls auch ein Schulungsseminar für Journalisten aus verschiedenen Ländern organisieren, in dessen Mittelpunkt die Verwendung der Terminologie der katholischen Kirche und die korrekte Einordnung liturgischer Handlungen steht. <br /> <br />Sat, 07 Mar 2026 13:24:43 +0100ASIEN/KAMBODSCHA - Pläne für 2026: Katholische Kirche wird im Bildungsbereich zunehmend präsenter seinhttps://www.fides.org/de/news/77440-ASIEN_KAMBODSCHA_Plaene_fuer_2026_Katholische_Kirche_wird_im_Bildungsbereich_zunehmend_praesenter_seinhttps://www.fides.org/de/news/77440-ASIEN_KAMBODSCHA_Plaene_fuer_2026_Katholische_Kirche_wird_im_Bildungsbereich_zunehmend_praesenter_seinPhnom Penh – „Das Jahr 2026 ist ein Jahr voller Hoffnung für den Bildungssektor des Vikariats Phnom Penh“, erklärt der Apostolischer Vikar von Phnom Penh, Bischof Olivier Schmitthauesler , gegenüber Fides und erläutert die verschiedenen Initiativen, in deren Rahmen die kambodschanische Kirche im Bildungsbereich zunehmend präsenter sein wird. <br />„Am Technischen Institut ‚Saint Francis‘ bereiten wir einen neuen dreijährigen Studiengang vor. Wir bieten bereits Studiengänge in Landwirtschaft und Tourismus an. Dank der Partnerschaft mit den Ministerien für Bildung, Kultur sowie Post und Telekommunikation werden wir nun für den Zeitraum 2026-2027 Studiengänge in Geisteswissenschaften, Informatik und Künstlicher Intelligenz einrichten“, die, wie er anmerkt, das Interesse zahlreicher junger Menschen wecken werden. <br /> „Wir arbeiten mit der Katholischen Universität von Macao zusammen“, berichtet er §um einen neuen ‚Saint-Paul‘-Campus in Phnom Penh zu schaffen, und bemühen uns dabei um den Übergang vom Institut ‚Saint Paul‘ zur Universität ‚Saint Paul‘. Die Architekturfakultät der Katholischen Universität von Macao arbeitet derzeit an der Planung eines modernen, integrierten und ökologischen Campus.“<br />Was das Studium betrifft, so ist man vollständig in internationale Kreise integriert: „Zusätzlich zu den Erasmus-Stipendien, die bereits am Institut ‚Saint Paul‘ angeboten werden, werden wir unseren Austausch mit den Professoren der ‚Sophia University‘ in Japan intensivieren“, um ein immer qualifizierteres Bildungsangebot zu schaffen und zu gewährleisten. <br />Das „Saint Paul Institute“ hat bereits eine Vereinbarung mit der ‚Australian Catholic University‘ getroffen, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den beiden Instituten zu schaffen, die beide Mitglieder der Vereinigung katholischer Hochschulen und Universitäten Südostasiens und Ostasiens sind, mit dem Ziel, bei akademischen Aktivitäten, Forschungsprogrammen und der Mobilität von Personal und Studierenden zusammenzuarbeiten. Mit einem Ansatz, der auf „Glauben, Vernunft, Achtung der Menschenwürde und Streben nach Wissen“ basiert, verpflichten sich die ACU und das „Saint Paul Institute“, „Hoffnung zu wecken, Wachstum zu fördern und Studierende zu ermutigen, verantwortungsbewusste Bürger zu werden“, heißt es in der bereits unterzeichneten Vereinbarung.<br />Wie Bischof Olivier Schmitthauesler betont, ist der Wiederaufbau des Bildungssystems in Kambodscha, das durch das Regime der 1970er Jahre und zwanzig Jahre Bürgerkrieg zerstört wurde, eine der wichtigsten Aufgaben der Kirche in diesem Land. Der Bildungssektor hat deshalb für die Kirche in Kambodscha Priorität, wobei man sich um eine Verbesserung ihrer Bildungsstrategien auf allen Ebenen bemüht.<br />Seit Anfang der 90er Jahre arbeitet die Kirche mit der Regierung und der Zivilgesellschaft zusammen, um neue Schulen zu eröffnen, die nicht nur eine Grundausbildung bieten, sondern auch Werte in der Gesellschaft verbreiten und den Schülern vermitteln.<br />Die katholische Gemeinschaft engagiert sich seit Jahren insbesondere auch für die Bildung der Ärmsten. In vielen Städten wurden „Studentenwohnheime” eröffnet, die Kindern aus ländlichen Gebieten einen Ort bieten, an dem sie ihre Ausbildung fortsetzen können. <br /> <br />Sat, 07 Mar 2026 10:42:09 +0100ASIEN/INDONESIEN - Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke: „Wir leben in einer Zeit des interreligiösen Dialogs und beten gemeinsam für den Frieden“https://www.fides.org/de/news/77446-ASIEN_INDONESIEN_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_Wir_leben_in_einer_Zeit_des_interreligioesen_Dialogs_und_beten_gemeinsam_fuer_den_Friedenhttps://www.fides.org/de/news/77446-ASIEN_INDONESIEN_Nationaldirektor_der_Paepstlichen_Missionswerke_Wir_leben_in_einer_Zeit_des_interreligioesen_Dialogs_und_beten_gemeinsam_fuer_den_FriedenJakarta – „Wir erleben eine Zeit des reichen interreligiösen Dialogs zwischen Christen und Muslimen, der im Alltag der Menschen stattfindet, beispielsweise in den Pfarreien und lokalen Gemeinschaften. In Indonesien leben wir einen echten Dialog des Alltags, der sich in der Fastenzeit und im Ramadan deutlich zeigt“, so Pater Alfonsus Widhiwiryawan, Xaverianer-Missionar und Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Indonesien, dem bevölkerungsreichsten muslimischen Land der Welt mit 275 Millionen Einwohnern, von denen 90 % dem Islam angehören und etwas mehr als 10 Millionen Katholiken sind.<br /> „Es ist eine Zeit, die geprägt ist von Begegnungen, bei denen gemeinsam das Fasten gebrochen wird, und in einer Phase schwerer internationaler Spannungen, in der sich Muslime und Christen in Indonesien im Gebet für den Frieden vereinen“, so Pater Widhiwiryawan, „Der Frieden beginnt hier unter uns, in unserem Leben, und wir beten und engagieren uns dafür, dass er sich auf die ganze Welt ausbreitet, die von neuen Kriegen heimgesucht wird.“<br />Dieser Geist des Dialogs, des Gebets und des gemeinsamen Engagements für den Frieden wird am kommenden Freitag, dem 13. März, auch bei einem Treffen in Jakarta zum Ausdruck kommen, das vom Ausschuss für interreligiöse Beziehungen der indonesischen Bischöfe im Sitz der Bischofskonferenz in Jakarta organisiert wird. An dem Treffen nehmen der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Bischof Antonius Subianto Bunyamin von Bandung weitere Bischöfe und Priester sowie islamische Religionsführer und Vertreter des Netzwerks „Gusdurian” teilnehmen, das von Abdurrahman Wahid inspiriert ist, dem historischen indonesischen Präsidenten , einem großen Förderer des Dialogs und der Harmonie zwischen den Religionen. Das Netzwerk ist in 130 indonesischen Städten aktiv und setzt sich für die Förderung der interreligiösen Zusammenarbeit auf allen Ebenen ein.<br />Unter den interreligiösen Initiativen, an denen nicht nur Christen und Muslime, sondern auch Hindus beteiligt sind, nennt Pater Alfonsus den bevorstehenden „Tag der Stille“, des Fastens und der Meditation, das hinduistische „Nyepi“-Fest, das 2026 auf den 19. März fällt. Auf Bali, einer indonesischen Insel mit hinduistischer Mehrheit, wird der Tag auf Anordnung der Zivilbehörden von einer 24-stündigen totalen Sperre geprägt sein: keine Lichter, kein Verkehr, kein Internet, kein Lärm und keine Reisen .<br />„Man lebt Introspektion und Reinigung”, erklärt der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke, „aber diese Initiative bezieht auch muslimische und christliche Gläubige in einen Moment der Stille ein, der Besinnung und des Gebets”, betont er. „Und der gemeinsame Gedanke wird Frieden sein, Frieden im Herzen eines jeden und Frieden in der Welt”, bemerkt er.<br /> Fri, 06 Mar 2026 13:11:03 +0100AFRIKA/NIGERIA - Kathedrale von Wukari durch Brand schwer beschädigt: Brandursache war ein Kurzschlusshttps://www.fides.org/de/news/77445-AFRIKA_NIGERIA_Kathedrale_von_Wukari_durch_Brand_schwer_beschaedigt_Brandursache_war_ein_Kurzschlusshttps://www.fides.org/de/news/77445-AFRIKA_NIGERIA_Kathedrale_von_Wukari_durch_Brand_schwer_beschaedigt_Brandursache_war_ein_KurzschlussAbuja – Der Brand, der am 4. März die Marienkathedrale in Wukari schwer beschädigte, war ein Unfall. Dies erklärte die Diözese Wukari in einer von deren Kanzler, Pfarrer Simon Akuraga, unterzeichneten Mitteilung, die Fides vorliegt.<br />Nach der Rekonstruktion des Vorfalls durch die Diözese brach das Feuer aus, als die Mitglieder des Domchors gerade ihre Proben beendet hatten und die Kirche verlassen hatten, in der nur noch ein Priester und zwei Personen zum Gebet versammelt waren. Der Priester bemerkte einen elektrischen Funken an der Decke, und unmittelbar darauf brachen die Flammen aus. Trotz des Rauchs, der sich sofort im Raum ausbreitete, gelang es dem Priester, das Allerheiligste Sakrament aus dem Tabernakel zu holen und dann nach draußen zu eilen, um Hilfe zu holen.<br /> „Leider waren alle Bemühungen der Gemeindemitglieder und anderer Personen, die zur Brandbekämpfung herbeigeeilt waren, vergeblich“, heißt es in der Erklärung. „Mit Ausnahme des Allerheiligsten Sakraments konnten nur wenige Altarsitze, einige Musikinstrumente, wenige Gewänder und liturgische Gegenstände gerettet werden; alles andere wurde durch das Feuer vollständig zerstört, sodass nur noch die Mauern stehen geblieben sind.“<br />„Wir schätzen die schnelle Reaktion und die Unterstützung all jener, die während des Notfalls Hilfe geleistet haben, sehr. Ebenso schätzen wir all jene, die der Diözese durch ihre Gebete und Worte der Ermutigung ihre Solidarität bekundet haben“, heißt es in der Erklärung abschließend.<br /> Fri, 06 Mar 2026 12:45:44 +0100ASIEN/VIETNAM - Die Arbeit der vietnamesischen Ordensschwestern mit Leprakranken: Ein verborgener Schatz des Glaubens und der Liebehttps://www.fides.org/de/news/77443-ASIEN_VIETNAM_Die_Arbeit_der_vietnamesischen_Ordensschwestern_mit_Leprakranken_Ein_verborgener_Schatz_des_Glaubens_und_der_Liebehttps://www.fides.org/de/news/77443-ASIEN_VIETNAM_Die_Arbeit_der_vietnamesischen_Ordensschwestern_mit_Leprakranken_Ein_verborgener_Schatz_des_Glaubens_und_der_LiebeVon Andrew Doan Thanh Phong<br /><br />Im Jahr 2025 wurden in Vietnam offziell insgesamt 38 Leprafälle registrierten. Dies ist die niedrigste im Laufe der Jahre jemals verzeichnete Zahl. <br />Die Zahl der Fälle ist bereits in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen. Zwischen 2012 und 2016 wurden landesweit über 1.000 Fälle registriert. In den letzten fünf Jahren wurden nur noch wenige Dutzend Fälle pro Jahr festgestellt. Derzeit gelten alle Provinzen und Städte mit nur vereinzelten Fällen als leprafrei. <br />Laut vietnamesischen Gesundheitsexperten ist dieser starke Rückgang auf wirksame Behandlungsprotokolle und die rechtzeitige Behandlung von Leprafällen in der Bevölkerung zurückzuführen. Derzeit gibt es jedoch immer noch etwa 6.000 Leprapatienten im ganzen Land. Dort sind meist Menschen untergebracht, die in der Vergangenheit an der Krankheit litten und von der bakteriellen Infektion geheilt wurden, aber weiterhin unter schweren Spätfolgen leiden.<br />Die meisten Patienten werden von katholischen Ordensfrauen aus Kongregationen verschiedenen Kongregationen, darunter die Kreuzliebenden Schwestern und die Franziskaner Missionsschwestern, in über 10 Einrichtungen im ganzen Land betreut, die als „Leprakolonien” bekannt sind. Die Ordensfrauen kümmern sich nicht nur um Leprakranke, sondern auch um ältere Menschen und Waisenkinder, die an den Folgen der Krankheit leiden.<br /> Die meisten Leprakolonien in Vietnam wurden zwischen dem Beginn des 20. Jahrhunderts und den 1960er und 1970er Jahren in abgelegenen und isolierten Gebieten gegründet, aus Angst vor einer Ausbreitung der Krankheit in der Bevölkerung. Daher verfügen sie oft nicht über grundlegende Einrichtungen und bieten sowohl in materieller als auch in psychologischer Hinsicht prekäre Lebensbedingungen. <br />Lepra quält die Patienten nicht nur körperlich, sondern hinterlässt auch tiefe psychische Narben. Sie fühlen sich nicht nur wegen ihres Aussehens unwohl, sondern werden auch vielerorts ausgegrenzt und gemieden. Einige ältere Menschen, die sich in jungen Jahren mit der Krankheit angesteckt haben, leben seit 50 bis 60 Jahren in so genannten Leprakolonien, weil sie kein Zuhause haben, in das sie zurückkehren können.<br />Lo Thi Coc wurde zwar von Lepra geheilt, aber sie hat immer noch schlechtes Sehvermögen und leidet aufgrund von Deformitäten unter starken Schmerzen in den Beinen, insbesondere bei Wetterumschwüngen. Sie vergisst nie die schrecklichen Erfahrungen der Angst und Diskriminierung durch ihre Nachbarn, die sie in der Vergangenheit gemacht hat und erzählt: „Damals hatten meine Familie und ich es wirklich schwer, wir waren sehr arm und niemand wollte in unserer Nähe sein, aus Angst, sich anzustecken. In dieser Zeit dachte ich daran, in den Wald zu fliehen, um dort den Rest meines Lebens zu verbringen, aber dank der bedingungslosen Unterstützung und der Gesellschaft meines Sohnes habe ich meine Meinung geändert.“<br />Die Ordensfrauen, die sich der Pflege der Leprakranken gewidmet haben, haben das immense Leid der Patienten verstanden, weshalb sie vielen von ihnen geholfen haben, ihre Lebensfreude wiederzufinden. „Ich habe hier keine Familie, aber die katholischen Schwestern und verschiedene Organisationen helfen mir, sodass das Leben etwas leichter ist“, erzählt Joseph That , Patient der Leprakolonie von Ben San im Dorf Long Binh in der Provinz Binh Duong in Südvietnam. Er war verheiratet, aber seine Frau verließ ihn, nachdem diagnostiziert wurde, dass er an Lepra litt, und hat seitdem keinen Kontakt mehr zu ihm aufgenommen. Heute sind seine Beine amputiert und er trägt Prothesen, seine Hände sind durch die Lepra verkrüppelt und er humpelt beim Gehen.<br />Ein Patient der Leprakolonie von Quy Hoa, die von den Franziskaner Missionsschwestern in Quy Nhon in Zentralvietnam geleitet wird, berichtete: „Die Schwestern kämpfen für unsere Rechte, deshalb respektieren wir sie alle und betrachten sie als Mitglieder unserer Familie.“ Ein anderer Patient, der seit 1960 im Lepradorf lebt, dessen Vater Mitglied der Kommunistischen Partei war und dessen Brüder Buddhisten sind, erzählte, dass er katholisch geworden sei, weil die Schwestern sich um ihn kümmerten, als wäre er ihr eigener Sohn. Dem Beispiel der Schwestern folgend, blieb er auch nach seiner Genesung in der Leprakolonie, um älteren Patienten die Haare zu schneiden, sie zu besuchen und ihnen Trost zu spenden.<br />Die vielen Beispiele für den engagierten Dienst der katholischen Schwestern in den Leprakolonien werden von der Gemeinschaft geschätzt und auch von der staatlichen Presse gelobt. Eine besondere Ehre wurde der 1957 geboreenn Schwester Anna Nguyen Thi Xuan zuteil, die sich seit fast 40 Jahren um die Patienten in der Leprakolonie Qua Cam in der Diözese Bac Ninh im Norden Vietnams kümmert. Sie wurde vom vietnamesischen Präsidenten mit der Arbeitsmedaille dritter Klasse ausgezeichnet und gehört zu den 50 Personen, die vom Premierminister für ihre Leistungen im Bereich der Sozialfürsorge eine Auszeichnung erhalten haben.<br />Bedeutende Aktivitäten, die die Fürsorge und Verbundenheit der gesamten vietnamesischen katholischen Kirche gegenüber Leprakranken zum Ausdruck bringen, wie Besuche und Sammlungen von Geschenken für Leprakolonien, werden regelmäßig von katholischen Gemeinden im ganzen Land durchgeführt. Zuletzt organisierte die Diözese Thai Binh anlässlich des chinesischen Neujahrsfest im Zeichen des Pferdes am 5. Februar ein Treffen und ein besonderes Neujahrsfest mit Leprakranken in der Kapelle von Dong Tho in der Pfarrei Thai Sa. Bei dieser Gelegenheit lud Bischof Dominic Dang Van Cau, Bischof der Diözese, die Gläubigen ein, diejenigen, die an Lepra leiden, zu lieben und zu begleiten. Er betonte: „Dies ist ein Akt der Barmherzigkeit und auch eine konkrete Möglichkeit, das Geheimnis der Gemeinschaft in der Kirche zu leben. Derzeit baut die Diözese Thai Binh eine neue Einrichtung, ein Haus für Leprakranke, das hoffentlich einen stabilen, sicheren und einladenden Lebensraum schaffen und den Kranken eine langfristige Zuflucht bieten wird.“<br /><br />Fri, 06 Mar 2026 12:32:57 +0100AFRIKA/D.R. KONGO RD - “Neben Ruanda müssen auch die M23 und ihre kongolesische Führung sanktioniert werden”https://www.fides.org/de/news/77442-AFRIKA_D_R_KONGO_RD_Neben_Ruanda_muessen_auch_die_M23_und_ihre_kongolesische_Fuehrung_sanktioniert_werdenhttps://www.fides.org/de/news/77442-AFRIKA_D_R_KONGO_RD_Neben_Ruanda_muessen_auch_die_M23_und_ihre_kongolesische_Fuehrung_sanktioniert_werdenKinshasa – „Die US-Sanktionen gegen Ruanda haben keine Auswirkungen auf Kongolesen, die von der M23 rekrutiert werden“, so lokale Quellen aus der Provinz Süd-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo, die von den mit Ruanda verbündeten Guerillakämpfern der M23 besetzt ist, gegenüber Fides.<br />Am 2. März verhängte das US-Finanzministerium Sanktionen gegen die ruandische Armee und vier hochrangige Militärs aus Kigali unter dem Vorwurf, die M23-Rebellen im Osten der DR Kongo zu unterstützen . <br />Auf die Frage, ob diese Maßnahme dazu beitragen kann, die Besetzung großer Teile des Ostens der DR Kongo durch die Rebellenbewegung zu beenden, antworten die lokalen Quellen, die aus Sicherheitsgründen nicht genannt werden möchten: „ Wir alle wissen, dass die M23-Bewegung seit ihrer Gründung in Ruanda ihre Stützpunkte hat und zuvor auch in Uganda hatte. Aber wir wissen: Die M23 befindet sich heute hier im Kongo, und in den Reihen der M23 gibt es mehr als 20.000 Soldaten, die keine Ruander sind und die von den Sanktionen nicht betroffen sind. Und sie sagen es offen: ‚Die Sanktionen betreffen uns nicht‘.“<br />„Tatsächlich zeigten die Führer der M23-Bewegung wenige Tage nach Verhängung der Sanktionen gegen Ruanda im Fernsehen anlässlich einer Rede von Sultani Makenga insgesamt 1.500 neue Kommandosoldaten, wie die Mitglieder ihrer Spezialeinheiten genannt werden. Die Zeremonie wurde als Affront gegenüber der amerikanischen Maßnahme wahrgenommen“, so die Beobachter weiter.<br /> „Bislang wurden noch keine direkten Sanktionen gegen die Guerillakämpfer verhängt, die Nord- und Süd-Kivu besetzt halten“, bekräftigen die Beobachter. „Angesichts der gegen Ruanda verhängt Sanktionen, erklärt die M23, nichts mit diesem Land zu tun zu haben. Auch der Chef des politischen Flügels der Bewegung , Corneille Nangaa, erklärt, er sei Kongolese und die Sanktionen beträfen ihn nicht“.<br />„Wir sind der Meinung, dass die Sanktionen gegen die Anführer der Armee, die Goma und Bukavu besetzt hält, verhängt werden müssen“, so die Quellen weiter, „Ob Zivilisten oder Militärs, die Führung ist hier, weil die von der M23 eingesetzte Verwaltung aus Kongolesen besteht, auch wenn es in Goma etwas weniger sind. Wenn man also die M23 zwingen will, die besetzten Gebiete an die kongolesischen Behörden zurückzugeben, muss man Sanktionen gegen deren Führung verhängen, die sich hier im Osten des Kongo befindet. Es stimmt, dass Ruanda die Basis ist, von der aus die Männer der M23 aufgebrochen sind, aber nur dieses Land mit Sanktionen zu belegen, reicht nicht aus, denn die Kämpfe gehen sowohl in Nord-Kivu als auch in den Bergen von Süd-Kivu weiter“.<br /> <br />Fri, 06 Mar 2026 12:00:45 +0100ASIEN/PAKISTAN - Interreligiöses Treffen: “Wir beten mit dem Papst für den Frieden im Nahen Osten und in Pakistan"https://www.fides.org/de/news/77441-ASIEN_PAKISTAN_Interreligioeses_Treffen_Wir_beten_mit_dem_Papst_fuer_den_Frieden_im_Nahen_Osten_und_in_Pakistanhttps://www.fides.org/de/news/77441-ASIEN_PAKISTAN_Interreligioeses_Treffen_Wir_beten_mit_dem_Papst_fuer_den_Frieden_im_Nahen_Osten_und_in_PakistanLahore – Ein am 5. März in Lahore organisiertes interreligiöse Treffen zum Fastenbrechen war von einer Atmosphäre interreligiöser Harmonie geprägt. Eingeladen hatte Sardar Ramesh Singh Arora, Minister für Minderheiten in der Provinzregierung von Punjab. „Dieses interreligiöse Fastenbrechen hat Christen und Muslime zusammengebracht, die jeweils eine heilige Zeit durchleben, die Fastenzeit und den Ramadan. Es war ein großartiger Ausdruck der Harmonie und des Respekts zwischen Gläubigen verschiedener Religionen und zugleich ein Moment, um gemeinsam um Frieden und Versöhnung zu bitten“, berichtet der Dominikanerpater James Channan, Direktor des „Peace Center“ in Lahore, gegenüber Fides. Pater Channan war neben Erzbischof Benny Travas unter den Anwesenden. Ebenfalls unter den Teilnehmern waren anderen führende Religionsvertreter, darunter Allama Raghab Naeemi, Präsident des pakistanischen Rates für islamische Ideologie, der Mufti Adhiq Hussain und der muslimische Gelehrte Badar Munir sowie hohe zivile Autoritäten und Vertreter der Sikh- und Hindu-Gemeinden.<br /> „Es war ein wertvoller Ausdruck des Dialogs im Alltag. Es ist bewegend zu sehen, wie Gläubige verschiedener Religionen, insbesondere Christen und Muslime, die Werte des interreligiösen Dialogs im Lichte und in Umsetzung des Konzilsdokuments ‚Nostra Aetate‘ in die Praxis umsetzen“, betont Pater Channan gegenüber Fides. „Wir haben Gebete für den Frieden in der ganzen Welt gesprochen, insbesondere für den Nahen Osten und für die Spannungen zwischen Pakistan und Afghanistan“, betont er. <br />„Ich wollte betonen, dass die Fastenzeit und der Ramadan eine Zeit des Fastens, des Gebets und der Almosen sind. Diese Tage erinnern uns daran, mit Gott vereint zu sein und seine Barmherzigkeit und Vergebung zu suchen und uns gleichzeitig mit unseren Brüdern und Schwestern zu versöhnen“, berichtet der Dominikaner und merkt an, dass „diese interreligiösen Begegnungen wunderbare Gelegenheiten bieten, gegenseitigen Respekt und Unterstützung zum Ausdruck zu bringen“.<br />Die Anwesenden erinnerten im Rahmen des Treffens auch an die Worte von Papst Leo und teilten sein Engagement für den Frieden: „Wir danken Papst Leo XIV. für seine tiefe Sorge um Pakistan und Afghanistan sowie um die Völker, die unter der Gewalt im Nahen Osten leiden. Papst Leo XIV. fordert uns auf, für den Frieden zu beten, die Türen unserer Kirchen weit zu öffnen und den Allmächtigen anzurufen. Wir teilen seine Sorge um den Weltfrieden und beten mit ihm“, schließt Pater Channan.<br /> Fri, 06 Mar 2026 11:03:08 +0100ASIEN/BAHRAIN - Botschaft des Apostolischen Vikariats des Nördlichen Arabien: “Möge der Weg des Ramadan und der Fastenzeit uns in diesen schwierigen Zeiten vereinen”https://www.fides.org/de/news/77439-ASIEN_BAHRAIN_Botschaft_des_Apostolischen_Vikariats_des_Noerdlichen_Arabien_Moege_der_Weg_des_Ramadan_und_der_Fastenzeit_uns_in_diesen_schwierigen_Zeiten_vereinenhttps://www.fides.org/de/news/77439-ASIEN_BAHRAIN_Botschaft_des_Apostolischen_Vikariats_des_Noerdlichen_Arabien_Moege_der_Weg_des_Ramadan_und_der_Fastenzeit_uns_in_diesen_schwierigen_Zeiten_vereinenAwali – „Als Oberhaupt der katholischen Kirche des Apostolischen Vikariats Nördliches Arabien und als Bischof des Königreichs Bahrain möchte ich mich in diesen schwierigen Tagen, die aufgrund des Krieges von Schmerz und Unsicherheit geprägt sind, im Namen der gesamten katholischen Gemeinschaft – Priester, Ordensleute und Gläubige –, die ich vertrete, mit Worten der Ermutigung und Hoffnung an Sie wenden.“ <br />Fast eine Woche nach Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen in der Golfregion wendet sich der Apostolische Vikar, Bischof Aldo Berardi , an König Hamad bin Isa bin Salman Al Chalifa, Prinz Salman bin Hamad bin Isa Al Chalifa, die Mitglieder der Regierung, die Bürger Bahrains und alle Einwohner des Landes und wünschte allen Frieden und innere Ruhe.<br />„Der Ausbruch dieses Krieges hat uns alle, sowohl die muslimische als auch die christliche Gemeinschaft, in einer für beide Religionen besonders wichtigen religiösen Zeit überrascht: dem heiligen Fastenmonat Ramadan bzw. der vierzigtägigen christlichen Fastenzeit“, fährt der Bischof fort. „Ich glaube, dass diese beiden besonderen Zeiten dieses Jahr nicht zufällig, sondern durch göttliche Vorsehung am selben Tag, dem 18. Februar begannen. Muslime und Christen haben diesen Weg gemeinsam begonnen und wir wurden dabei – was durch den Krieg noch deutlicher wird – an die Zerbrechlichkeit unseres Lebens, an die Vergänglichkeit unserer Existenz auf dieser Erde und damit an die Notwendigkeit erinnert, uns von ganzem Herzen an Gott zu wenden, zu fasten und für unsere Fehler und die Sünden der Welt Buße zu tun.“<br /> „Möge dieser Weg des Ramadan und der Fastenzeit, den wir gemeinsam begonnen haben, uns auch in diesen schwierigen Zeiten des Konflikts vereinen“, heißt es in der Erklärung weiter, „indem wir unermüdlich nach Wegen zum Frieden suchen, mit dem Wunsch, zu Zeiten der Ruhe zurückzukehren, sowohl für das Volk des Königreichs Bahrain im Besonderen als auch für die gesamte Region des Nahen Ostens. Durch Fasten und beständiges, aufrichtiges Gebet, das aus Herzen kommt, die des Trost und der Hilfe bedürfen, können wir beim einzigen Gott, dem Gott unseres Patriarchen Abraham, für die Wiederherstellung des Friedens Fürsprache einlegen.“<br />„Ich bitte Gott ganz besonders, alle Familien zu trösten, die ihre Angehörigen verloren haben; ich bete auch für die Seelen derer, die in diesem Krieg ums Leben gekommen sind, und für alle, die auf die eine oder andere Weise physisch, psychisch, spirituell und materiell von diesem Konflikt betroffen sind. Lasst uns Friedensstifter sein, wie Jesus Christus in der Bergpredigt betont, und Gott darum bitten, Wege der Einheit aurzuzeigen, damit das Donnern der Raketen aufhört und wir ein für alle Mal in Gemeinschaft in einer Region leben können – dem Nahen Osten –, die leider so oft von Spaltung geprägt ist. Ich möchte auch all jenen meinen aufrichtigen Dank aussprechen, die mit Verantwortung und Engagement unsere Grenzen verteidigen und die Sicherheit des Königreichs schützen“, so der Apostolische Vikar.<br /> „Möge das Königreich Bahrain, das sich stets als Nation ausgezeichnet hat, in der Harmonie, gegenseitiger Respekt und Toleranz vorherrschen, weiterhin als Leuchtturm der Koexistenz und Hoffnung in dieser Region strahlen; und möge Gott der Allmächtige sein Volk segnen, seine Stabilität bewahren und ihm das dauerhafte und kostbare Geschenk des Friedens gewähren“, so Bischof Berardi abschließend.<br /> <br />Fri, 06 Mar 2026 08:34:02 +0100ASIEN/LIBANON - Katholische Patriarchen fordern Ende der Gewalt und Rückkehr zu einem konstruktiven Dialoghttps://www.fides.org/de/news/77438-ASIEN_LIBANON_Katholische_Patriarchen_fordern_Ende_der_Gewalt_und_Rueckkehr_zu_einem_konstruktiven_Dialoghttps://www.fides.org/de/news/77438-ASIEN_LIBANON_Katholische_Patriarchen_fordern_Ende_der_Gewalt_und_Rueckkehr_zu_einem_konstruktiven_DialogBeirut – Angesichts der „gefährlichen Verschärfung der bewaffneten Konflikte im Libanon und im Nahen Osten“, die durch die Tötung vieler „unschuldiger Opfer, die Vertreibung zahlreicher Familien und die Verschärfung der humanitären Notlage“ gekennzeichnet ist, fordern die Patriarchen und Bischöfe der katholischen Kirche im Libanon „die sofortige Beendigung der Gewaltspirale und die Rückkehr zu einem konstruktiven Dialog und verantwortungsvollen diplomatischen Maßnahmen, die auf das Wohl der Völker ausgerichtet sind, die ein friedliches Leben auf der Grundlage von Gerechtigkeit und Würde anstreben”.<br />In einer Botschaft der Versammlung der Patriarchen und Bischöfe des Libanon schließen sich die Oberhäupter der katholischen Kirchen des Landes der Zedern den Worten von Papst Leo XIV. an und wiederholen seine Worte: „Gewalt ist niemals die richtige Wahl, und wir müssen uns immer für das Gute entscheiden“.<br />In Bezug auf die Lage im Libanon fordern die katholischen Patriarchen und Bischöfe die Behörden auf, „ihre Verantwortung voll und ganz wahrzunehmen, sich für den Schutz unseres Landes vor regionalen Konflikten einzusetzen, seine innere Einheit zu bewahren und den inneren Frieden zu stärken“. Sie fordern auch „die verschiedenen spirituellen Familien, Einzelpersonen und Parteien auf, sich hinter die libanesische Regierung und ihre Entscheidungen zu stellen, insbesondere hinter die Entscheidung, den Einsatz von Waffen der Staatsgewalt vorzubehalten, um die Souveränität des Landes zu bewahren, die nationale Stabilität zu stärken und das Schicksal der Nation nicht zu gefährden“. Dies sind offensichtliche Anspielungen auf die Operationen der Hisbollah-Milizen.<br />Die Patriarchen und Bischöfe des Libanon fordern „die internationale Gemeinschaft und die zuständigen Institutionen auf, alle möglichen Anstrengungen zu unternehmen, um eine weitere Eskalation zu verhindern und gerechte Lösungen zu finden, die die Rechte der Völker gewährleisten und die Menschenwürde schützen“. Sie fordern auch die libanesischen Katholiken und „alle Menschen guten Willens auf, ihren Brüdern und Schwestern, die in ihren Dörfern leben, zu helfen“ und „für den Frieden im Libanon und im Nahen Osten“ zu beten. Außerdem erneuern sie ihren Appell, „die vertriebenen Brüder und Schwestern aufzunehmen und ihnen im Geiste des Evangeliums beizustehen“.<br />Die Erklärung wurde von den vier katholischen Patriarchen unterzeichnet, die ihren Sitz im Libanon haben: dem armenisch-katholischen Raphaël Bedros XXI. Minassian, dem melkitisch-griechischen Patriarchen Youssef Absi, dem syrisch-katholischen Patriarchen Ignace Youssef III. Younan und dem maronitischen Kardinal Bechara Boutros Raï. <br /> <br /><br/><strong>Link correlati</strong> :<a href="https://www.fides.org/de/attachments/view/file/21.1.26.038_-_Eng.pdf.pdf">Erklärung der katholischen Patriarchen im Wortlaut (Englisch)</a>Thu, 05 Mar 2026 15:28:50 +0100ASIEN/LIBANON - Trotz Evakuierungsbefehl der israelischen Armee: Christen bleiben in ihren Dörfern im Süden des Libanonhttps://www.fides.org/de/news/77437-ASIEN_LIBANON_Trotz_Evakuierungsbefehl_der_israelischen_Armee_Christen_bleiben_in_ihren_Doerfern_im_Sueden_des_Libanonhttps://www.fides.org/de/news/77437-ASIEN_LIBANON_Trotz_Evakuierungsbefehl_der_israelischen_Armee_Christen_bleiben_in_ihren_Doerfern_im_Sueden_des_LibanonRmeich – „Was hier gerade geschieht, ist klar. Die Operation der israelischen Armee auf libanesischem Gebiet ist bereits im Gange. Und in den Dörfern, in denen Christen leben, zumindest in denen, mit denen wir in Kontakt stehen, haben wir beschlossen, unsere Häuser nicht zu verlassen, denn wenn wir unsere Dörfer verlassen, könnten wir sicherlich nie wieder zurückkehren“, so Pfarrer Toni Elias, ein maronitischer Priester aus dem Dorf Rmeich, der mit wenigen Worten beschreibt, wie die christlichen Gemeinden im Südlibanon die Zeit seit Beginn der neuen Militäroperation Israels im Land der Zedern erleben. <br />Rmeich liegt weniger als zwei Kilometer Luftlinie von der Grenze zu Israel entfernt. Und bereits im Oktober 2024 schwebte das Dorf zwischen dem Leben und dem Untergang, der es umgab, als die Armee des jüdischen Staates zuletzt in den Südlibanon einmarschierte. <br />Das erklärte Ziel der neuen israelischen Intervention ist nun, das Gebiet von den Überresten der Stellungen der Hisbollah zu „säubern“, nachdem die mit dem Iran verbündete schiitische Miliz im Zusammenhang mit den neuen Unruhen, die durch den Angriff der USA und Israels auf den Iran ausgelöst wurden, Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert hat. In den letzten Tagen haben israelische Bombenangriffe neben dem Südlibanon auch die mehrheitlich schiitischen Viertel von Beirut und das Bekaa-Tal getroffen. <br />Die Aufforderung zur Evakuierung, die der arabischsprachigen Sprecher der israelischen Armee, Avichay Adraee, ausgesprochen hatte, erreichte in der Nacht zum Montag auch an die christlichen Dörfer im Südlibanon. Die Glocken einiger Kirchen hatten in der Nacht zu läuten begonnen, um die umliegenden Dörfer zu warnen. <br />„In Rmeich und den benachbarten Dörfern Debel und Ain Ebel“, berichtet Pfarrer Toni Elias im Gespräch mit Fides, „sind wir alle in unseren Häusern geblieben, ebenso wie die Menschen in Alma el Shaab und den weiter westlich gelegenen Dörfern. Auch die Drusen sind in ihren Häusern geblieben.“<br />Die Entscheidung, zu bleiben und der Evakuierungsaufforderung nicht zu folgen, basiert paradoxerweise auf der Erkenntnis der eigenen Wehrlosigkeit: „Wir haben keine Waffen, wir haben keine Raketen, wir sind für niemanden eine Gefahr“, fügt Pfarrer Toni hinzu, „Wir bleiben hier und bitten Gott um seinen Schutz. Wir sind unserem Bischof Charbel Abdallah, dem Apostolischen Nuntius Paolo Borgia und General Diodato Abagnara dankbar, mit denen wir in ständigem Kontakt stehen und die uns ihre Unterstützung zugesichert haben.“ <br />Angesichts der erneuten Flucht von Zehntausenden von Familien, die durch die Wiederaufnahme der Militäroperationen ausgelöst wurde, gibt es in Rmeich zahlreiche Beispiele für die Solidarität in der Bevölkerung, auch zwischen den verschiedenen Glaubensgemeinschaften. „Bei uns“, berichtet Pfarrer Toni Elias gegenüber Fides, „gibt es derzeit 1350 christliche Familien, zu denen noch weitere 100 christliche und schiitische Familien aus anderen Dörfern sowie 250 syrische Familien hinzukommen, die wir derzeit beherbergen und die zuvor in einem nahe gelegenen schiitischen Dorf Aufnahme gefunden hatten“. „Möge der Herr der ganzen Welt Frieden schenken“, schließt Pfarrer Toni Elias.<br /> Thu, 05 Mar 2026 13:22:42 +0100AFRIKA/D. R. KONGO - US-Regierung verhängt Sanktionen gegen ruandisches Militär: “Beweis für die Präsenz im Osten der Demokratischen Republik Kongo“https://www.fides.org/de/news/77436-AFRIKA_D_R_KONGO_US_Regierung_verhaengt_Sanktionen_gegen_ruandisches_Militaer_Beweis_fuer_die_Praesenz_im_Osten_der_Demokratischen_Republik_Kongohttps://www.fides.org/de/news/77436-AFRIKA_D_R_KONGO_US_Regierung_verhaengt_Sanktionen_gegen_ruandisches_Militaer_Beweis_fuer_die_Praesenz_im_Osten_der_Demokratischen_Republik_KongoKinshasa – „Es handelt sich um eine bedeutende Sanktion, die die Präsenz Ruandas im Osten der Demokratischen Republik Kongo bestätigt“, kommentieren lokale Quellen aus der kongolesischen Provinz Südkivu gegenüber Fides, nachdem das US-Finanzministerium am 2. März Sanktionen gegen die hochrangige Militärs und die gesamte ruandische Armee verhängt hatte. Die Sanktionen wurden mit der Begründung verhängt, dass Ruanda die M23-Rebellen im Osten der Demokratischen Republik Kongo unterstützt. Die Aufnahme der ruandischen Armee in die Liste der US-Sanktionen hat das Einfrieren ihrer Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten und das Verbot jeglicher Transaktionen mit US-Personen oder -Unternehmen zur Folge. Allerdings ist eine vorübergehende Ausnahme für bereits laufende Verträge oder Transaktionen bis zum 1. April 2026 vorgesehen.<br />Außerdem wurden Sanktionen gegen vier hochrangige Offiziere der ruandischen Streitkräfte verhängt. Es handelt sich um General Mubarakh Muganga, Stabschef der ruandischen Streitkräfte, General Vincent Nyakarundi, Stabschef des Heers, General Ruki Karusisi, Kommandeur der 5. Infanteriedivision und ehemaliger Chef der ruandischen Spezialeinheiten, der bereits seit März 2025 von der Europäischen Union mit Sanktionen belegt ist, und schließlich General Stanislas Gashugi, der Karusisi am 15. März 2025 an der Spitze der Spezialeinheiten abgelöst hat.<br /> „Was hindert daran, denjenigen, der hinter diesen dreißig Jahren Krieg steht, einschließlich des letzten , der ruandische Präsident Paul Kagame, mit schweren Sanktionen zu belegen?“, so die Beobachter, „Was macht ihn so „unantastbar“, dass die ganze Welt Angst hat, seine Freundschaft zu verlieren? Die Antwort ist im Wesentlichen eine: wirtschaftliche Vorteile. Aber die Politik kennt keine Freunde, und wenn man nicht mehr gebraucht wird, wird man fallen gelassen“, schließen unsere Quellen.<br /> Die von der Trump-Regierung verhängten Sanktionen signalisieren Ruanda, dass seine Einmischung in den östlichen Provinzen des Kongo nicht länger toleriert wird, nachdem die Vereinigten Staaten die Friedensabkommen von Washington vom 27. Juni 2025 und von Doha vom 19. Juli 2025 unterstützt haben und vor allem eine vorläufige Vereinbarung mit der Regierung in Kinshasa getroffen haben, um die Ressourcen in den von Ruanda unterstützten Rebellengebieten zu nutzen .<br />Kagame wurde in den Vereinigten Staaten militärisch ausgebildet, wo er Kurse in Fort Leavenworth in Kansas besucht hatte. Der ruandische Präsident verfügt nach wie vor über wichtige Kontakte in Washington, sodass er Ende Februar, als er von der bevorstehenden Verhängung von Sanktionen gegen seine Streitkräfte erfuhr, laut einer Untersuchung des „Wall Street Journal“ einen wichtigen republikanischen Senator gebeten haben soll, bei Präsident Trump zu intervenieren, um diese zu verhindern. Ohne Erfolg.<br /> <br />Thu, 05 Mar 2026 12:23:13 +0100ASIEN/BAHRAIN - Ab Morgen sollen wieder öffentlichen Messen stattfindenhttps://www.fides.org/de/news/77435-ASIEN_BAHRAIN_Ab_Morgen_sollen_wieder_oeffentlichen_Messen_stattfindenhttps://www.fides.org/de/news/77435-ASIEN_BAHRAIN_Ab_Morgen_sollen_wieder_oeffentlichen_Messen_stattfindenAwali – „Hier in Bahrain geht es uns allen gut, wir hatten zwar letzte Nacht Alarm, doch im Moment ist es ruhig. Morgen, Freitag, 6. März, nehmen wir die öffentlichen Messen wieder auf. Im Gegensatz zu Katar, wo alles geschlossen bleibt, und Kuwait, wo die heiligen Messen nur online stattfinden, ist die Kirche geöffnet, aber Versammlungen jeglicher Art sind verboten“, so Bischof Aldo Berardi , Apostolischer Vikar des Nördlichen Arabien, aus Awali, wo sich der Sitz des Bischofshauses befindet.<br />Solidarität und Unterstützung für das Königreich Bahrain wurden unterdessen von zahlreichen arabischen und internationalen Außenministern zum Ausdruck gebracht, die die iranischen Raketenangriffe auf das Land verurteilten. Sie wünschten der Region, dass sie bald zu dauerhafter Sicherheit, Stabilität und Frieden zurückfinden möge.<br />Die lokale Presse berichtet außerdem, dass der Flugbetrieb am internationalen Flughafen von Manama aufgrund der anhaltenden Sperrung des Luftraums des Königreichs gemäß den Richtlinien des Ministeriums für Zivilluftfahrt weiterhin ausgesetzt bleibt. Die Aussetzung sei Teil der Vorsichtsmaßnahmen, um angesichts der aktuellen regionalen Entwicklungen ein Höchstmaß an Sicherheit für Reisende und Flughafenpersonal zu gewährleisten. Man stimme sich kontinuierliche mit den zuständigen Behörden ab, um die Situation genau zu beobachten.<br />Unterdessen ermöglicht die Freiwilligenplattform „National Voluteering Plattform“ zum weiteren Schutz der gesamten Bevölkerung die Anmeldungen für Freiwillige, die die nationalen Bemühungen zur Bekämpfung der feindlichen Angriffe des Iran gegen das Königreich Bahrain unterstützen wollen. Die Initiative versteht sich als Ausdruck des Gefühls der nationalen Verantwortung, die Solidarität der Gemeinschaft und die kollektive Reaktion in dieser Zeit zu stärken. Binnen weniger Stunden verzeichnete die Plattform bereits über 20.000 Anmeldungen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung Bahrains, etwa 1,5 Millionen Menschen, sind Ausländer. Die Freiwilligenkampagne steht sowohl Bürgern als auch Ausländern offen. Die Bereiche für Freiwilligenarbeit wurden entsprechend den nationalen Bedürfnissen festgelegt und umfassen auch das Gesundheitswesen, das Ingenieurwesen, die Logistik und die Verwaltung. Die registrierten Freiwilligen werden entsprechend den operativen Erfordernissen kontaktiert, um eine effektive Organisation und eine wirksame Beteiligung an den nationalen Bemühungen zu gewährleisten.<br /> Thu, 05 Mar 2026 11:52:41 +0100ASIEN/SRI LANKA - Priester aus Colombo fordert Rückkehr zum Dialog: „Wir kennen die Wunden des Krieges: es ist immer eine Niederlage“https://www.fides.org/de/news/77434-ASIEN_SRI_LANKA_Priester_aus_Colombo_fordert_Rueckkehr_zum_Dialog_Wir_kennen_die_Wunden_des_Krieges_es_ist_immer_eine_Niederlagehttps://www.fides.org/de/news/77434-ASIEN_SRI_LANKA_Priester_aus_Colombo_fordert_Rueckkehr_zum_Dialog_Wir_kennen_die_Wunden_des_Krieges_es_ist_immer_eine_NiederlageColombo – „Jeder Krieg trifft und betrifft die ganze Welt. Unschuldige Menschen verlieren ihr Leben, unbeschreibliches Leid entsteht. Heute fordern wir ein Ende dieses neuen Krieges, der den Nahen Osten entflammt und die gesamte Menschheit erschüttert. Krieg ist niemals die Lösung, er schafft nur eine neue Spirale aus Hass und Vergeltung. Kehren wir zum Dialog und zu Verhandlungen zurück“, fordert der Sprecher der Erzdiözese Colombo und Direktor der singhalesischsprachigen katholischen Wochenzeitung „Gnartha Pradeepaya“, Pfarrer Cyril Gamini Fernando, im Gespräch mit Fides. <br />Vor der Küste der Insel Sri Lanka wurde durch einen von einem US-U-Boot abgefeuerten Torpedo ein iranisches Kriegsschiff versenkt. Die srilankische Marine entsandte Schiffe und Flugzeuge zu einer Rettungsmission, barg 87 Leichen und rettete 32 Menschen.<br /> „Wir sind von dieser Angelegenheit betroffen“, merkt Pfarrer Fernando an. „Die iranischen Seeleute werden im Krankenhaus behandelt. Die Öffentlichkeit ist erschüttert. Wir erinnern uns an den Bürgerkrieg, den wir über dreißig Jahre lang in unserem eigenen Land erlebt haben, einen Konflikt, der tiefe Wunden hinterlassen und Tausenden von Menschen Leid zugefügt hat. Deshalb können wir heute nur zu Gott flehen und die Regierenden bitten, den Krieg zu beenden.“<br />„ Krieg“, so der Sprecher der Erzdiözese Colombo abschließend, „ist niemals zu rechtfertigen, in keiner Weise. Er ist immer eine Niederlage für die Menschheit, wie die Päpste wiederholt betont haben. Die Bischöfe von Sri Lanka haben heute die Gläubigen aufgefordert, intensiv für den Frieden zu beten. Wir unterstützen alle Friedensbemühungen und vertrauen den Nahen Osten dem Herrn an, damit Frieden und Versöhnung über die Gewalt siegen mögen.“<br /> Thu, 05 Mar 2026 11:30:42 +0100NAHER UND MITTLERER OSTEN - "Religions for peace" fordert umgehende Einstellung der Feindseligkeiten und Achtung von Menschenwürde und Völkerrechthttps://www.fides.org/de/news/77433-NAHER_UND_MITTLERER_OSTEN_Religions_for_peace_fordert_umgehende_Einstellung_der_Feindseligkeiten_und_Achtung_von_Menschenwuerde_und_Voelkerrechthttps://www.fides.org/de/news/77433-NAHER_UND_MITTLERER_OSTEN_Religions_for_peace_fordert_umgehende_Einstellung_der_Feindseligkeiten_und_Achtung_von_Menschenwuerde_und_VoelkerrechtNew York – „Möge dieser Moment einen Wendepunkt darstellen: vom anhaltenden Leiden zur Heilung, von der Angst zur Hoffnung, von der Straflosigkeit zur Verantwortung, die auf Gerechtigkeit und Recht basiert“, heißt es in einem Appell der internationale Organisation „Religions for Peace“, die angesichts des Krieges im Nahen Osten „die sofortige Einstellung der Feindseligkeiten und die Rückkehr zu einer Verhandlungslösung aller Streitigkeiten“ fordert. „Die anhaltenden Vergeltungsmaßnahmen“, so die Organisation, „werden das Leiden der Zivilbevölkerung nur noch verschlimmern und die Region weiter destabilisieren. Dauerhafte Sicherheit kann nicht durch eine militärische Eskalation erreicht werden, sondern erfordert kontinuierliche diplomatische Bemühungen auf der Grundlage des Völkerrechts.“<br />Im Namen der Gläubigen verschiedener Religionen weltweit, vereint durch ihr Streben nach Frieden, äußert sich „Religions for Peace“ vom Hauptsitz in New York aus zum dem Angriff der USA und Israels auf den Iran und der Ausweitung des Krieges auf die Region. „Schweigen ist angesichts dieses Leids keine Option. Als religiöse Führer und gläubige Menschen bekräftigen wir den heiligen Wert jedes menschlichen Lebens und unser unerschütterliches Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung”, heißt es in der Verlautbarung.<br />„Mit großer Trauer und tiefer Besorgnis beobachten wir die Wiederaufnahme des Konflikts im Nahen Osten. Wir bekunden unsere Solidarität mit den Menschen in der Region, die unter den aktuellen Feindseligkeiten leiden: Die Welt muss vor allem ihrem Wohlergehen und der Achtung der Menschenrechte, der Souveränität und der Rechtsstaatlichkeit Vorrang einräumen“, heißt es in einer von Generalsekretär Francis Kuria unterzeichneten Erklärung.<br /> „Die Achtung der Menschenwürde und des Rechts auf Leben muss das wichtigste Kriterium sein, anhand dessen jedes internationale Engagement bewertet wird“, so die Nichtregierungsorganisation, „Es handelt sich dabei nicht um Zugeständnisse, sondern um grundlegende Säulen, die nicht zugunsten strategischer oder militärischer Vorteile kompromittiert werden dürfen. Wenn wir die Würde des Einzelnen nicht in den Mittelpunkt stellen, untergraben wir die moralische Autorität der Gesetze, die uns alle schützen sollten, und lassen die Schwächsten die unvorstellbaren Kosten des Krieges tragen.“<br />Die Organisation bekräftigt die Dringlichkeit der Einhaltung des Völkerrechts: „Die Achtung der Souveränität und der Rechtsstaatlichkeit muss mit glaubwürdigen und unparteiischen Prozessen einhergehen, die sich mit den gravierenden Herausforderungen befassen, die Fragen wie den Frieden und die Sicherheit aller sowie die legitimen Bedürfnisse aller Gemeinschaften in der Region betreffen.“ „Die jüngsten Maßnahmen außerhalb multilateraler Rahmenwerke schwächen die internationale Ordnung, die auf Regeln zum Schutz der Souveränität und Sicherheit aller Nationen basiert“, stellt sie fest.<br />Darüber hinaus sei es unerlässlich, „einen ungehinderten Zugang zu humanitärer Hilfe zu gewährleisten“. „Alle am aktuellen Konflikt beteiligten Parteien müssen außerdem sicherstellen, dass sich die humanitäre Lage im Nahen Osten nicht verschlechtert. Wir fordern alle Parteien, unabhängig von ihrem politischen oder militärischen Status, auf, einen ungehinderten, sicheren und dauerhaften Zugang zu humanitärer Hilfe zu gewährleisten. Wir bekräftigen, dass der Schutz des Lebens von Zivilisten und der Menschenwürde für alle derzeit in der Region tätigen Akteure weiterhin Priorität haben muss“, heißt es in dem Appell abschließend.<br /> <br />Thu, 05 Mar 2026 10:22:36 +0100ASIEN/JEMEN - Bischof Martinelli zum 10. Jahrestag des Anschlags auf Missionarinnen der Nächstenliebe “Zeuginnen der Liebe Christi“https://www.fides.org/de/news/77432-ASIEN_JEMEN_Bischof_Martinelli_zum_10_Jahrestag_des_Anschlags_auf_Missionarinnen_der_Naechstenliebe_Zeuginnen_der_Liebe_Christihttps://www.fides.org/de/news/77432-ASIEN_JEMEN_Bischof_Martinelli_zum_10_Jahrestag_des_Anschlags_auf_Missionarinnen_der_Naechstenliebe_Zeuginnen_der_Liebe_ChristiVon Gianni Valente<br /><br />Aden – Schwester Reginette und Schwester Margarita kamen aus Ruanda, Schwester Anselma aus Indien und Schwester Judith aus Kenia. Die vier Missionarinnen der Nächstenliebe wurden am 4. März 2016 von einer Gruppe Dschihadisten ermordet, die das von den Schwestern von Mutter Teresa geführte Altenheim in Aden überfielen und dabei auch zwölf Mitarbeitende verschiedener Nationalitäten und Religionen töteten. Pater Tom Uzhunnalil von den Salesianern Don Boscos wurde von den Terroristen entführt und nach langer Gefangenschaft im September 2017 freigelassen. <br />Das Apostolische Vikariat Südarabien gedenkt heute des 10. Jahrestages des Märtyrertodes der vier Ordensfrauen mit einer Gedenkfeier unter Vorsitz von Bischof Paolo Martinelli, Apostolischer Vikar von Südarabien, in der Kathedrale St. Joseph in Abu Dhabi vor.<br /> „Das Gedenken an diesen Jahrestag ist in einer Zeit, in der die gesamte Golfregion einen schweren Konflikt durchlebt, eine Quelle der Hoffnung“, betont Bischof Martinelli in einer Verlautbarung mit Blick auf den Jahrestag. „Die Missionarinnen der Nächstenliebe“, fügt er hinzu, „haben ihr Leben hingegeben, und einige von ihnen sind noch heute im Jemen präsent, wo sie sich ohne Unterschied um die Ärmsten kümmern und so die Liebe Christi bezeugen, die alle Barrieren überwindet. Wenn wir auf sie schauen, fühlen wir uns ermutigt, in diesem Land Friedensstifter zu sein.“<br />Die vier vor zehn Jahren ermordeten Ordensschwestern kümmerten sich in ihrer Einrichtung vorwiegend um alte und kranke Muslimen. Die lokale Bevölkerung liebte sie und „bewunderte ihre Art, anderen zu dienen, ohne auf die Religionszugehörigkeit zu achten, sondern nur auf die Entscheidung, denen den Vorzug zu geben, die es am meisten brauchen“, hatte ihr damaliger Bischof und Apostolischer Vikar des Südlichen Arabien, der Kapuziner Paul Hinder, kurz nach dem Massaker betont.<br />„Das Zeugnis der in Aden ermordeten Missionarinnen der Nächstenliebe“, so Bischof Martinelli, der ebenfalls dem Kapuzinerorden angehört, heute, „nährt weiterhin das Leben unserer Kirche und spornt uns an, unseren Glauben jeden Tag mit Freude und Engagement zu leben. Wie Bischof Paul Hinder damals kurz nach den Ereignissen von 2016 schrieb: ‚Wir bitten die vier Märtyrerinnen, für den Jemen und den gesamten Nahen Osten Fürsprache zu halten, damit Frieden einkehrt und die Gewalt aufhört‘.“<br />Die kurz nach dem Massaker verbreiteten Fotos zeigten auch Leichen der Ordensfrauen. Man konnte deutlich sehen, dass zwei von ihnen zum Zeitpunkt ihres Martyriums über ihrer Ordenskleidung Küchenschürzen trugen. Solche, die man bei Arbeiten trägt, bei denen man sich die Hände schmutzig macht, um die Ordenskleidung nicht zu beschmutzen. <br />Bischof Tonino Bello, der 1993 verstorbene Bischof aus Apulien, flehte den Herrn regelmäßig an, „für einige Jahre die Theologen und alle Redner” zum Schweigen zu bringen, die in der kirchlichen Gemeinschaft nur Reden halten. Seiner Meinung nach brauchte die Mission der Kirche genau das Bild dieser Schürze: „Es ist die Schürze”, wiederholte er immer wieder, „die wir als Kirche anlegen müssen. Wir müssen uns wirklich die Schürze umbinden.” Ein eindrucksvolles Bild, gewählt in Anlehnung an das Tuch, das Christus sich um die Hüften band, bevor er seinen Jüngern vor seiner Passion die Füße wusch. „Die Kirche mit der Schürze”, fügte Tonino Bello hinzu, „ist die Kirche, die Jesus bevorzugt, weil er selbst es so gemacht hat.”<br />Die Ordensschwestern im Jemen wurden getötet, während sie die Schürzen trugen, mit denen sie jeden Tag aus Liebe zu Christus arme, alte und kranke Muslime versorgten. Sie missionierten nicht. Sie desinfizierten Wunden und spendeten müden Menschen Trost. Der Hass, der ihre wehrlosen Körper tötete, war grundlos, wie der Hass, der Christus ans Kreuz brachte. <br />„Je näher die Kirche Jesus Christus ist, desto mehr hat sie Anteil an seinem Leiden“, sagte damals der inzwischen verstorbene Comboni-Missionar und Bischof Camillo Ballin, damals Apostolischer Vikar des Nördlichen Arabien, gegenüber der Fides, als er über die vier in Aden ermordeten Ordensfrauen sprach. Und wer sich Christus nähert, fügte Bischof Ballin hinzu, „ist an seinem Leiden und seinem Tod beteiligt, um auch an der Herrlichkeit seines Sieges teilzuhaben“.<br />Die Schwestern der von der Heiligen Teresa von Kalkutta gegründeten Kongregation der Missionarinnen der Nächstenliebe, sind seit 1973 auf Einladung der damaligen Regierung Nordjemens im Jemen präsent. Auch das „Altenheim” der Schwestern in Aden wurde am 25. März 1992 auf Wunsch der Regierung eröffnet.<br />Noch heute – heißt es in einer Mitteilung des Apostolischen Vikariats Südarabien – „bleibt die Präsenz der Missionarinnen der Nächstenliebe im Jemen durch ihren Dienst an den Schwächsten und Ärmsten ein bescheidenes, aber starkes Zeichen der Hoffnung. Zwei Gemeinschaften der Missionarinnen der Nächstenliebe setzen ihren Dienst in Hodeidah und Sana'a fort”.<br />Wed, 04 Mar 2026 13:18:46 +0100