Fides News - German (Standard)https://www.fides.org/Aus dem Archivder FidesagenturdeDie auf unseren Internetseiten veröffentlichten Inhalte unterliegen einer Licenza Creative Commons. AFRIKA/SÜDSUDAN - Ebola: “St. Theresa Mission Hospital” bringt Aufklärungskampagne auf den Weghttps://www.fides.org/de/news/77763-AFRIKA_SUeDSUDAN_Ebola_St_Theresa_Mission_Hospital_bringt_Aufklaerungskampagne_auf_den_Weghttps://www.fides.org/de/news/77763-AFRIKA_SUeDSUDAN_Ebola_St_Theresa_Mission_Hospital_bringt_Aufklaerungskampagne_auf_den_WegNzara – Das „St. Theresa Mission Hospital“ in Nzara hat eine umfassende Aufklärungskampagne für die katholische Diözese Tombura-Yambio auf den Weg gebracht, in deren Rahmen die Vorsichtsmaßnahmen gegen die anhaltenden Ebola-Epidemien in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda erläutert werden. Dabei wird die Bedeutung von Prävention und Wachsamkeit hervorgehoben, wobie es im Südsudan bisher keine bestätigten Fälle gab.<br />Bei einer Informationsveranstaltung die an diesem Donnerstag in den Räumlichkeiten der Diözesanverwaltung stattfand, wurde die die wachsende Besorgnis um die öffentliche Gesundheit in der Region angesichts der bestätigten Fälle in den Nachbarländern unterstrichen. Der Südsudan, in dem 1976 im Bezirk Nzara erstmals eine Ebola-Epidemie auftrat, bleibt aufgrund der Nähe zu den betroffenen Regionen und der historischen Bedeutung der Krankheit in seinem Gebiet besonders in Allarmbereitschaft .<br />Bischof Barani Eduardo Hiiboro Kussala von der Tombura Yambio dankte dem Missionskrankenhaus und der „Catholic Organization for Development and Peace“ für die Förderung der Initiative und würdigte die Bedeutung proaktiver Gesundheitsaufklärung. Er mahnte alle Teilnehmenden zur Wachsamkeit. Der Bischof betonte zudem die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen und warte vor der reellen Gefahr von Ebola, die er als „eine äußerst gefährliche Krankheit“ bezeichnete, „die im Alltag besondere Vorsicht erfordert“. Er rief Regierungsbehörden, internationale Partner, Gemeinden und Wissenschaftler dazu auf, Forschung und Aufklärungskampagnen zum Virus zu intensivieren und die potenzielle Gefahr für den Alltag und die Gesundheitssysteme der Gemeinden hervorzuheben. Dabei bat er Gemeinden, zivilgesellschaftliche Organisationen und Nichtregierungsorganisationen, Verdachtsfälle umgehend den Gesundheitsbehörden zu melden. Darüber hinaus forderte er regelmäßige Aufklärungsveranstaltungen in allen lokalen Sprachen, um alle Gemeindemitglieder unabhängig von Bildungsstand oder Sprachkenntnissen zu sensibilisieren.<br />Das katholische „Saint Teresa Missionary Hospital“ in Nzara spielt eine Schlüsselrolle im diözesanen Gesundheitssystem und dient als Anlaufstelle für Gesundheitspersonal aus der gesamten Diözese, das sich über Präventions- und Bekämpfungsmaßnahmen gegen Ebola informiert. Laut lokalen Gesundheitsbehörden sollen die gemeinsamen Initiativen der Diözese, des Krankenhauses, von CODEP, Regierungsbehörden und Gemeindeorganisationen die Ausbreitung von Ebola in Südsudan verhindern und die Gesundheit und das Wohlergehen gefährdeter Bevölkerungsgruppen im Bundesstaat Western Equatoria schützen.<br />An der Informationsveranstaltung nahmen Mitarbeiter der Diözese Tombura-Yambio und von CODEP, Vertreter der „Eve Organization“, Priester, Verantwortliche und Mitarbeitende der Diözesanverwaltung teil. Die vielfältige Beteiligung von Vertretern kirchlicher und zivilgesellschaftlicher Organisationen unterstreicht den kooperativen Ansatz im Bereich der Gesundheitssicherheit.<br /> <br />Fri, 05 Jun 2026 12:30:32 +0200ASIEN/MYANMAR - Fünf Bischöfe mussten seit Beginn des Bürgerkriegs ihr Bistum verlassen: "Die Menschen beten mit Tränen in den Augen”https://www.fides.org/de/news/77762-ASIEN_MYANMAR_Fuenf_Bischoefe_mussten_seit_Beginn_des_Buergerkriegs_ihr_Bistum_verlassen_Die_Menschen_beten_mit_Traenen_in_den_Augenhttps://www.fides.org/de/news/77762-ASIEN_MYANMAR_Fuenf_Bischoefe_mussten_seit_Beginn_des_Buergerkriegs_ihr_Bistum_verlassen_Die_Menschen_beten_mit_Traenen_in_den_AugenVatikanstadt – Aufgrund des seit 2021 andauernden Bürgerkriegs in Myanmar mussten fünf Bischöfe der insgesamt 17 Diözesen des Landes ihre Bischofssitze und ihre jeweiligen Kathedralen verlassen und leben nun in Pfarreien in sichereren Gebieten, die nicht von den Kämpfen zwischen Rebellen und Armee betroffen sind. „Es handelt sich um die Bischöfe der Diözesen Pekhon, Loikaw, Banmaw, Mindat und Lashio“, sagte Bischof Felice Ba Htoo von Pekhon, einer Stadt im Staat Shan in Zentralmyanmar, gegenüber Fides. Er schilderte das Leid dieser myanmarischen Bischöfe, die miterleben mussten, wie ihr Land seit fünf Jahren vom Bürgerkrieg verwüstet wird, was die Bevölkerung schwer trifft. „Auch wir als Bischöfe sind betroffen, und mit uns unsere Pfarreien. Viele mussten geschlossen werden, weil sie beschädigt oder zerstört wurden oder weil sie ohne Gläubige dastanden“, sagte er. Die Bischöfe von Myanmar, die sich derzeit zu ihrem Ad-limina-Besuch im Vatikan aufhalten, begegneten heute Papst Leo XIV. mit dem sie auch über ihr Leid und das des burmesischen Volkes sprachen. Gemeinsam mit ihm beteten sie für Frieden und Versöhnung.<br /> „Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt“, so Bischof Felice Ba Htoo gegenüber Fides, „Wir leben im Hier und Jetzt und vertrauen auf Gott. Unsere heutige Mission ist es, den Menschen nahe zu sein, den Binnenvertriebenen, die über das ganze Land verstreut sind: einige im Dschungel, andere in Flüchtlingslagern, wieder andere in Dörfern, die weniger stark von der Gewalt betroffen sind. Wir versuchen, sie zu besuchen, sie zu trösten und ihnen Hoffnung zu schenken. Wir feiern die Sakramente mit den Katholiken. Wir ermutigen sie und laden sie ein, im Geiste der gegenseitigen Liebe, der Zusammenarbeit und der Hilfe zu leben, um diese Zeit der Ungewissheit und der Schwierigkeiten zu überwinden. Die Menschen sind müde und traumatisiert von dem Konflikt, der nun schon fünf Jahre andauert. In diesem von Prüfungen und Leid geprägten historischen Kontext begeben wir uns auf unsere Pilgerreise der Hoffnung.“<br />Priester, Ordensleute und Katecheten stünden in engem Kontakt mit den Menschen und predigten Frieden und Versöhnung, um sicherzustellen, dass der Hass nicht die Oberhand gewinnt, berichtet er. „Wir vertrauen auf Gott und beten für eine Zeit des Lichts für unsere Zukunft.“<br /> „Mindestens 40.000 weitere Vertriebene haben in unserem Bistum Zuflucht gesucht“, so der Bischof zur Lage in seiner Diözese, „Sie gehören verschiedenen Religionen an und suchen Gebiete, die nicht von der Gewalt betroffen sind, wie beispielsweise den westlichen Teil des Bistums.“ Auch die Suche nach Wasser treibe den Flüchtlingsstrom an: „Die Vertriebenen versuchen, sich an Orten mit Wasser anzusiedeln, da Wasser in unserer Region knapp ist. Um zu überleben, waren die Bewohner der indigenen Dörfer in den letzten Jahren sehr gastfreundlich und teilten die Früchte des Landes und das Land zum Anbau. Doch nun, nach fünf Jahren, ist es sehr schwierig geworden: Die indigenen Menschen müssen für ihre Familien sorgen und haben keine Ressourcen mehr, die sie mit den Vertriebenen teilen können. Die humanitäre Lage hat sich verschlechtert.“ „Jetzt“, fährt er fort, „leben Tausende von Vertriebenen in über 30 Flüchtlingslagern in unserer Region. Andere leben in Lagern, wo immer sie können, wo immer sie einen Ort finden, der ihnen das Überleben ermöglicht.“<br />Zum Leben der katholischen Kirche, das von dieser prekären Lage geprägt ist, bemerkt der Bischof: „Das Leben der Kirche wurde durch den Konflikt beeinträchtigt. Die täglichen Kämpfe zwangen mich, das Pastoralzentrum in Pechon zu verlassen und in ein Dorf zur Pfarrei der Heiligen Jungfrau Maria zu ziehen. Wir mussten etwa sieben von 16 Pfarreien schließen. Von den rund 60.000 Katholiken der Diözese haben viele ihre Pfarreien verlassen und sind in ländliche Gebiete gezogen, näher zu ihren Verwandten.“<br /> „Einige Kirchen und Klöster wurden zerstört“, fährt er fort, „Gerade im Zentrum der Diözese, in Pekhon, lebte die größte katholische Bevölkerung, und es gab dort bessere Gebäude und eine bessere Infrastruktur. Doch in all diesen Gebieten konnten die Menschen nicht bleiben und sie wurden nach und nach entvölkert.“<br /> „Die Diözesanpriester“, berichtet Bischof Felice Ba Htoo, „leben in den Lagern Seite an Seite mit den Flüchtlingen. Sie leben dort mit den Menschen. Sie ermutigen sie, weil diese sich sozusagen den Priestern anvertrauen, ihnen vertrauen und sich sogar ein Stück weit beschützt fühlen. Priester, Ordensleute und Katecheten bemühen sich sehr, den Gläubigen nahe zu sein und ihren Bedürfnisse entgegenzukommen; sie versuchen sicherzustellen, dass diese zumindest sonntags die Messe besuchen können, organisieren Schulunterricht für Kinder und versuchen stets, vertriebene Familien zu ermutigen, zu trösten und zu begleiten.“<br />„Für uns Priester und Nonnen ist es unerlässlich, traumatisierte Menschen zu begleiten. Das ist unser Hauptanliegen: ihnen zu zeigen, dass der Herr sie immer liebt. Selbst in dieser schwierigen Situation hält Gott noch etwas Gutes für uns bereit: Er schenkt uns die Möglichkeit, diesen verletzlichen und leidenden Menschen wirklich nahe zu sein“, sagt der Bischof.<br />„Die Lage, in der wir uns befinden ist wirklich kritisch“, beklagt er, „Seit fünf Jahren quält uns die Gewalt. Die Menschen sind erschöpft, aber sie beten mit Tränen in den Augen, mit innigen, tiefgründigen Worten. Die Gläubigen beten den Rosenkranz, gehen in die Kirche oder in provisorische Kapellen und nehmen an der eucharistischen Anbetung teil: Es sind immer so viele Menschen da. Das ist von großer Bedeutung. Es zeigt, dass die Menschen an Gott glauben und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht aufgeben“.<br />Pekhon im Süden des Staats Shan liegt an der südöstlichen Front des Bürgerkriegs, wo es immer wieder zu sporadischen, aber anhaltenden Gewaltausbrüchen kommt. Das Gebiet ist strategisch wichtig für die Verkehrswege und di Streitkräften der Militärjunta stehen lokalen Volksverteidigungskräften gegenüber. In dieser komplexen und zersplitterten Situation sind auch regierungsnahe ethnische Milizen wie die „Pa-O-National Organisation“ präsent.<br />Das Gebiet ist nach wie vor umkämpft und äußerst instabil. Es kommt immer wieder zu Zusammenstößen zwischen der Armee, die einige Stützpunkte und die Hauptstraßen kontrolliert, und Widerstandsgruppen, deren Stellungen sich in ländlichen Gebieten und den umliegenden Hügeln befinden.<br /> <br />Fri, 05 Jun 2026 12:07:09 +0200Missionarische Dringlichkeit im Vorfeld des Besuchs von Papst Leo XIV.: Wenn das „Problem“ nicht mehr der Atheismus isthttps://www.fides.org/de/news/77761-Missionarische_Dringlichkeit_im_Vorfeld_des_Besuchs_von_Papst_Leo_XIV_Wenn_das_Problem_nicht_mehr_der_Atheismus_isthttps://www.fides.org/de/news/77761-Missionarische_Dringlichkeit_im_Vorfeld_des_Besuchs_von_Papst_Leo_XIV_Wenn_das_Problem_nicht_mehr_der_Atheismus_istVon Marie-Lucile Kubacki <br /><br />Madrid – Vom 6. bis 12. Juni 2026 wird Papst Leo XIV. im Rahmen seiner vierten apostolischen Reise außerhalb Italiens Spanien besuchen. Bei dieser Gelegenheit wird er auch Madrid und Barcelona besuchen, wo er in der „Sagrada Família“ eine Messe im Rahmen des Gedenkens zum 100. Todestag des berühmten Architekten Antoni Gaudí feiern wird. Anschließend reist er auf die Kanarischen Inseln, einen Archipel, der von der Migrationskrise betroffen ist.<br />Aus kirchlicher und missionarischer Sicht ist die Situation in Spanien besonders interessant. Das historisch vom Christentum geprägte Land durchläuft derzeit einen Säkularisierungsprozess, wobei die kirchliche Gemeinschaft weiterhin einen spürbaren gesellschaftlichen Zusammenhalt aufweist.<br />Eine vom CIS veröffentlichte Umfrage dokumentiert, dass sich 15,2 % der Befragten als praktizierende Katholiken bezeichnen. Von allen Befragten gaben 11,4 % an, „jeden Sonntag und an Feiertagen“ die Messe zu besuchen, während 4,7 % „mehrmals wöchentlich“ die Messe besuchen.<br />Angesichts dieser Situation befasst sich die Spanische Bischofskonferenz seit mehreren Jahren mit einer möglichen Neuausrichtung ihrer Mission im Hinblick auf die Realität des Landes.<br />Wenige Wochen vor der Ankunft des Papstes veröffentlichte die Bischofskonferenz ein umfangreiches und aufschlussreiches Dokument mit dem Titel „Poneos en camino“ , das pastorale Leitlinien für die kommenden vier Jahre vorschlägt.<br />Während Papst Leo XIV. in seiner jüngsten Ansprache an die Teilnehmer der Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke die „Gläubigen der ältesten Kirchen“ an die Bedeutung ihrer Teilhabe „am missionarischen Geist der ganzen Kirche“ erinnerte , bietet der Text der spanischen Bischöfe eine klare und dynamische Analyse. „In Spanien gehört die jahrhundertealte Ära, in der es hieß: ‚Ich bin katholisch, weil ich in Spanien geboren wurde‘, endgültig der Vergangenheit an“, heißt es in dem Dokument.<br /> „Die Schwierigkeiten, denen wir bei der Evangelisierung begegnen, verbunden mit der Alterung und dem Mitgliederschwund der christlichen Gemeinschaft – Ehepaare, Ordensleute, Pfarrer und Laien, die sich der Sendung der Kirche verpflichtet fühlen – führen zu einer gewissen Entmutigung in der Kirche, die durch die Arbeitsbelastung und die Herausforderungen der Evangelisierung, insbesondere unter den geweihten Geistlichen, noch verstärkt wird“, heißt es in dem Dokument weiter. „Die Ordensleute in Spanien erleben eine außergewöhnliche Umstrukturierung ihrer Provinzen und ihrer apostolischen Präsenz. Die laufende Umstrukturierung der Pfarreien zu ‚Pastoraleinheiten‘ vermittelt uns – unabhängig von ihrer Bezeichnung –zusammen mit den soeben beschriebenen Entwicklungen das Gefühl, dass wir uns auf die ‚Verwaltung des Ressourcenmangels‘ konzentrieren, was den Weg zu jener ‚pastoralen Umkehr‘ behindert, die die Neuartigkeit dieses epochalen Wandels erfordert.“<br /><br />Die Versuchung eines “Doppellebens” und die zu berücksichtigenden Erwartungen <br /><br />Die spanische Bischofskonferenz regt zum Nachdenken an, indem sie die Episode im Abendmahlssaal erinnert, in der die Jünger zunächst verängstigt eingeschlossen sind. „Manche meinen, es sei besser, im ‚Abendmahlssaal‘ Zuflucht zu suchen, bis der Sturm vorüber ist“, heißt es in diesem Zusammenhang. Die Bischöfe warnen vor der Versuchung, Mission und das Leben der Kirche zu unterteilen in das, was im ‚Tempel‘, im kirchlichen Kontext, geschieht, und in das, was außerhalb, in der übrigen Zeit, geschieht. „Die tief in der Kultur verwurzelten Schwierigkeiten drängen zu einer Art Doppelleben, in dem man zwar die Botschaft des Evangeliums verkündet, gleichzeitig aber weltliche Lebensweisen, Werkzeuge und Mittel annimmt“, heißt es weiter. „Wir reduzieren das Leben im Zeichen des Evangeliums letztlich auf den Tempel, während wir außerhalb – in Arbeitsbeziehungen, in Beziehungen zu anderen und Nachbarn, als Eltern in der Schule oder als Berufstätige – die von Geld und Macht beherrschten Regeln der Welt akzeptieren, die Gleichgültigkeit und Passivität gegenüber der Evangelisierung im Kontext der herrschenden Mentalität erzeugen“. Dieses „Doppelleben“ ist die „Entfremdung“, auf die Franziskus in der „Enzyklika Dilexit“ nos Bezug nimmt. Aus diesem Klima, so die Analyse der spanischen Bischofskonferenz, entstehen „ideologische Reduktionen des Glaubens oder Nostalgie für vergangene Zeiten“, die „alle Übel der Kirche der Konzilsreform und ihrer Rezeption zuschreiben“.<br />Zu den Symptomen der heutigen Weltgewandtheit zählen die spanischen Bischöfe eine Kultur der „Ermächtigung“ im anthropologischen, ökonomischen und politischen Bereich, die „eine Mentalität hervorbringt, die dem christlichen Menschenbild widerspricht“. Ein weiteres Symptom ist der Konsumismus. „Das gegenwärtige kulturelle, ökonomische und politische System ist wie ein Supermarkt strukturiert: Vergnügen, verstanden als Befriedigung eines Bedürfnisses, und Macht und Geld als Mittel zu dessen Erreichung“, heißt es. In einem Kontext, der vom Aufstieg des Individualismus geprägt ist und die traditionelle Auffassung von Familie und Gemeinschaft schwächt, beobachtet die Bischofskonferenz eine wachsende Unruhe angesichts des Unbekannten. Die „anthropologische Reduzierung des Menschen auf ein bloßes Individuum“ erzeugt tiefe Unzufriedenheit und verarmt „Vernunft, Gefühl und Willen“. Diese Unzufriedenheit wird oft durch das Streben nach „Macht“ oder „zusätzlichen Ersatzbefriedigungen“ kompensiert, ohne dass das anhaltende Unbehagen jemals überwunden wird. Und doch offenbart diese Spannung eine tiefere Sehnsucht: die Wiederentdeckung, dass „das Leben ein Geschenk ist, keine Macht“. Hinter der Verherrlichung des Individuums verbirgt sich somit eine „Sehnsucht nach der Person“, hinter dem Streben nach Macht die Sehnsucht nach „Liebe“ und hinter den Versprechungen eines „erfüllten Lebensplans“, die die Konsumgesellschaft bietet, die Sehnsucht nach „Heiligkeit“. Für die spanische Bischofskonferenz sind dies die Erwartungen, denen die Kirche entsprechen muss, um missionarisch tätig zu sein.<br /><br />Der Triumph einer „Do-it-yourself“-Religion<br /><br />Ein weiteres zentrales Ergebnis ist, dass die Kirche in der säkularisierten spanischen Gesellschaft weniger mit Atheismus als vielmehr mit der Sehnsucht nach Gott konfrontiert ist, die sich auf vielfältige Weise äußert. Laut einer Studie der „Fundación SM“ mit dem Titel „Jóvenes españoles 2026“, über die mehrere spanische katholische Medien berichteten, stieg der Anteil junger Menschen, die sich als katholisch bezeichnen, zwischen 2020 und 2025 zwar von 31,6 % auf 45 %, doch ist der Inhalt dieses Glaubens oft synkretistisch: Unter praktizierenden Katholiken glauben 60,7 % an Karma, 48,5 % an Reinkarnation und 44,1 % an magische Künste. So entsteht eine individuelle Spiritualität, die Elemente katholischer Tradition mit Fragmenten neoesoterischer Spiritualität verbindet. Auch wenn Zahlen nicht überbewertet werden sollten, verdeutlichen diese Daten die Komplexität der Situation, die sich nicht einfach durch die Dialektik von Niedergang und Erneuerung erklären lässt. Wie kann man also auf diese Sehnsucht nach Gott antworten, wohl wissend, dass sie oft mit einer individualistischeren und distanzierteren Haltung gegenüber d3en Institutionen einhergeht? Die Mission für jene, die Religionssoziologen mitunter als „spirituell, aber nicht religiös“ oder „Konfessionslose“ bezeichnen, stellt also eine der drängendsten Aufgaben unserer Zeit dar. Diese Elemente finden sich auch in Frankreich, wohin der Papst vom 25. bis 28. September reisen wird. In beiden Ländern erfordert die Erkenntnis der Säkularisierung und der Rückgang der katholischen Praxis mehr denn je einen stärkeren Fokus auf die Kohärenz und Vitalität des Zeugnisses.<br />In Spanien ruft die Kirche dazu auf, diesen Paradigmenwechsel mithilfe der von Papst Franziskus in seiner Ansprache an die Römische Kurie im Jahr 2023 dargelegten Unterscheidungskraft zu vollziehen: „Sechzig Jahre nach dem Konzil wird immer noch über die Unterscheidung zwischen „Progressiven“ und „Konservativen“ debattiert, aber das ist nicht der Unterschied: Tatsächlich ist der zentrale Unterschied der zwischen „Verliebten“ und „Gewöhnten“ besteht. Dies ist der Unterschied. Nur wer liebt, kann weitergehen“.<br />Zahlreiche apostolische Initiativen und Experimente wurden in den letzten Jahren umgesetzt, „in den Bereichen Erstverkündigung, Erwachsenenkatechumenat, Erneuerung der Sakramentenvorbereitung, neue Ehevorbereitungsprogramme, Volksfrömmigkeit, eucharistische Anbetung und Hilfe für die Ärmsten“, stellt die Bischofskonferenz fest und hebt zudem den Beitrag katholischer Migranten zur Revitalisierung und Erneuerung der Gemeinden hervor. Letztlich gehe es weniger darum, neue Rezepte zu erfinden, als vielmehr darum, in jeder Epoche und an jedem Ort die Quelle des lebendigen Wassers des Evangeliums und die einfachen, zeitlosen Gesten der Seligpreisungen wiederzuentdecken.<br />Fri, 05 Jun 2026 11:28:33 +0200Erzbischof Nwachukwu bei der Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke: "Mit Blick auf die Märtyrer verkünden wir der Welt die Auferstehung Christi"https://www.fides.org/de/news/77760-Erzbischof_Nwachukwu_bei_der_Generalversammlung_der_Paepstlichen_Missionswerke_Mit_Blick_auf_die_Maertyrer_verkuenden_wir_der_Welt_die_Auferstehung_Christihttps://www.fides.org/de/news/77760-Erzbischof_Nwachukwu_bei_der_Generalversammlung_der_Paepstlichen_Missionswerke_Mit_Blick_auf_die_Maertyrer_verkuenden_wir_der_Welt_die_Auferstehung_ChristiRom – Das weltweite Netzwerk der Päpstlichen Missionswerke ist heute eine lebendige Realität, getragen von „einem einfachen Ziel: die Botschaft Jesu Christi in Orte und Situationen zu bringen, in denen kirchliche Gemeinschaften gedeihen. Diese Mission kann nur dann fruchtbar werden, wenn wir an die Auferstehung glauben“.<br />Am Ende der Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke 2026 erinnerte Erzbischof Fortunatus Nwachukwu, Sekretär des Dikasteriums für die Evangelisierung, an das Geheimnis der Erlösung und des Heils, das Christus uns geschenkt hat, als Grundlage jeder authentischen und fruchtbaren apostolischen und missionarischen Arbeit. Dies tat er in der Predigt während der Eucharistiefeier, der er an diesem in der Kirche des „Collegio San Lorenzo da Brindisi“ vorstand, womit eine intensive Arbeitswoche zu Ende ging, an der über 100 Nationaldirektoren aus fünf Kontinenten in Rom teilgenommen hatten.<br />„Wenn wir nicht an die Auferstehung glauben“, fügte der nigerianische Erzbischof hinzu und verwies damit auf die vielen konkreten Initiativen und Projekte, die die Päpstlichen Missionswerke in den einzelnen Ländern unterstützen, „wird sich unsere Aufmerksamkeit letztlich auf die materiellen Dinge dieser Welt richten.“<br />Der Dienst der Päpstlichen Missionswerke an den kirchlichen Gemeinden, so erinnerte der Sekretär des Missionsdikasteriums, werde so lange geleistet, „bis die Ortskirchen ausreichend stark und selbstständig sind“. Papst Leo XIV., fügte er hinzu, „beharrt nachdrücklich darauf: Es geht nicht darum, diesen Kirchen einfach so lange zu helfen, bis sie selbstständig sind und sie dann im Stich zu lassen, sondern darum, ihnen zu helfen, selbstständig zu werden, damit wir uns alle weiterhin gegenseitig unterstützen können.“<br />Eine Erfahrung der Gemeinschaft, die auch jene Generationen einschließt, die in früheren Zeiten Leib und Seele für die Verkündigung des Evangeliums gaben. Wie der heilige Charles Lwanga und seine Gefährten, Märtyrer in Uganda, deren Fest am 3. Juni in der katholischen Kirche begangen wird.<br />„Ich persönlich gedenke in besonderer Weise“, sagte der nigerianische Erzbischof in seiner Predigt, „all jener Märtyrer und aller anderen Märtyrer, die es ermöglicht haben, dass das Evangelium andere Länder erreichte, dank der jungen Missionare, die ein bequemes Leben hinter sich gelassen haben und aufgebrochen sind, oft unter großen Opfern, und ihr Leben hingegeben haben.“<br />Früher waren die Transport- und Kommunikationsmittel nicht mit den heutigen vergleichbar. Und als die Missionare damals aufbrachen, „kehrten viele von ihnen nie zurück“. „Man kann sich vorstellen“, betonte der Erzbischof, „wie viele Tränen vergossen wurden. Deshalb beziehe ich mich auf Psalm 126, Vers 6: ‚Sie gehen, ja gehen und weinen und tragen zur Aussaat den Samen. Sie kommen, ja kommen mit Jubel und bringen ihre Garben‘. Sie brachen unter Tränen auf und trugen den Samen; sie säten den Samen, der Same brachte Frucht, und nun ist es Zeit für den zweiten Teil: Sie kehren mit Freuden zurück und bringen ihre Garben.“<br /> Thu, 04 Jun 2026 09:59:11 +0200ASIEN/MYANMAR - “Karuna Mission Social Solidarity” feiert 25jähriges Bestehen: “Lebensrettende Hand” für Menschen in Nothttps://www.fides.org/de/news/77757-ASIEN_MYANMAR_Karuna_Mission_Social_Solidarity_feiert_25jaehriges_Bestehen_Lebensrettende_Hand_fuer_Menschen_in_Nothttps://www.fides.org/de/news/77757-ASIEN_MYANMAR_Karuna_Mission_Social_Solidarity_feiert_25jaehriges_Bestehen_Lebensrettende_Hand_fuer_Menschen_in_NotYangon – „Karuna Mission Social Solidarity“ , international bekannt als Caritas Myanmar, feierte das 25-jährige Bestehen und bekräftigte damit eine Mission der Nächstenliebe und der Nähe zu Armen und Leidenden.<br />Die katholische Hilfsorganisation, die jährlich über eine Million Menschen durch ihr weitverzweigtes Netzwerk unterstützt, arbeitet heute in einem dramatischen Kontext, der vom Bürgerkrieg nach dem Militärputsch von 2021 und den verheerenden Folgen zweier schwerer Erdbeben im März 2025 in Myanmar geprägt ist. Die Jubiläumsfeierlichkeiten, die in den vergangenen Tagen in Yangon stattfanden, brachten religiöse Würdenträger, Caritas-Mitarbeitende, Geistliche, Ordensleute, Spender, Freiwillige und internationale Partner und standen im Zeichen der Dankbarkeit. Alle Anwesenden brachten ihre Wertschätzung für die Arbeit von „Karuna“ zum Ausdruck, die das Engagement für die Unterstützung bedürftiger Gemeinschaften in ganz Myanmar bekräftigte.<br />Unter den Gästen der Jubiläumsfeier betonte Alistair Dutton, Generalsekretär von „Caritas Internationalis“: „Was wir tun, ist sehr wichtig, aber wie wir es tun, ist noch wichtiger. Wir sind Ausdruck der Liebe Christi und Zeugen derselben.“ Er ermutigte Caritas Myanmar, weiterhin „Liebe und die Gute Nachricht des Evangeliums“ zu den Menschen im ganzen Land zu bringen.<br />Der Erzbischof von Yangon Kardinal Charles Maung Bo dankte bei einem Gottesdienst in Yangon für das 25-jährige Wirken von Caritas Myanmar. Er bezeichnete die Arbeit der Organisation als „sichtbar gewordene Liebe“. Dabei erinnerte er an das unschätzbare Engagement von Caritas in Friedenszeiten und insbesondere in Krisenzeiten, wenn sie von Konflikten, Vertreibung, Armut und sozialer Not geprägt sind. <br />Der Kardinal dankte „den unzähligen Mitarbeitenden, Freiwilligen, Priestern und Ordensleuten, die ihre Mission trotz Druck und Schwierigkeiten stillschweigend fortgesetzt haben“. „Denn die Liebe treibt uns an“, sagte er. <br />Angesichts der aktuellen Herausforderungen, vor denen Myanmar steht – das Land befindet sich inmitten einer „Polykrise“ –, betonte Kardinal Bo, dass Caritas inmitten von Konflikten, wirtschaftlicher Not und weitverbreitetem Leid weiterhin eine „lebensrettende Hand“ sei. „Trotz der Schwierigkeiten lieben wir weiter“, sagte er und rief zu „neuer Hoffnung und Frieden für Myanmar“ auf.<br />Monsignore Andrea Ferrante, Geschäftsträger des Heiligen Stuhls in Myanmar, überbrachte die Grüße und Gebete von Papst Leo XIV. anlässlich des Jubiläums. „Das 25-jährige Jubiläum ist ein Meilenstein, an dem wir dem Herrn für die erzielten Fortschritte danken und unser Engagement erneuern“, erklärte er und lobte Caritas Myanmar für ihre Hilfe in humanitären Notlagen, darunter der Zyklon Nargis im Jahr 2008 und das Erdbeben von 2025 und ermutigte die Organisation, ihre Hilfsbemühungen trotz der Krisen fortzusetzen.<br />In den vergangenen 25 Jahren hat Caritas Myanmar Gemeinden im ganzen Land durch humanitäre Hilfe, Bildungsinitiativen, Nothilfe und Programme zur sozialen Entwicklung unterstützt. Die Organisation verfügt über 16 Diözesanstellen. Um auf die durch den Konflikt und das Erdbeben von 2025 ausgelösten Krisen zu reagieren, ist sie in über 5.200 Dörfern und Flüchtlingslagern tätig. Die Hauptbegünstigten der Programme von Caritas Myanmar sind die am stärksten gefährdeten und von den Kampfhandlungen Betroffenen: Binnenvertriebene, ländliche und isolierte Gemeinden, Familien, die durch Konflikte oder Naturkatastrophen ihr Land und ihre Lebensgrundlage verloren haben. Frauen und Kinder, die in instabilen Kontexten einem erhöhten Risiko von Ausbeutung und Mangelernährung ausgesetzt sind, stehen im Fokus. Zudem gibt es ein spezielles Behandlungs- und Integrationsprogramm für HIV/AIDS-Patienten – eine Krankheit, die in Myanmar eine der höchsten Inzidenzen in Südostasien aufweist.<br /> Thu, 04 Jun 2026 12:48:03 +0200Erzbischof Sangalli bei Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke: “Missionarische Umkehr” ist kein abstraktes Konzepthttps://www.fides.org/de/news/77759-Erzbischof_Sangalli_bei_Generalversammlung_der_Paepstlichen_Missionswerke_Missionarische_Umkehr_ist_kein_abstraktes_Konzepthttps://www.fides.org/de/news/77759-Erzbischof_Sangalli_bei_Generalversammlung_der_Paepstlichen_Missionswerke_Missionarische_Umkehr_ist_kein_abstraktes_Konzept<p ><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/DxvUa3J5frc?si=CtWo3BL6BWqwOlQF" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p><br /><br />Rom – Die von Papst Leo XIV. als dringendes Gebot der Gegenwart geforderte „permanente missionarische Umkehr“ ist keine bloße Absichtserklärung und oder ein abstraktes Konzept. Das zeigt sich konkreten darin, dass die Säkularisierungsprozesse in vielen Ländern auch zu einem Rückgang der Spenden führen, was die Päpstlichen Missionswerke dazu bewegt, die für die apostolische Arbeit eingesetzten "weltlichen Güter" sorgfältig zu verwalten und ihnen mehr Aufmerksamkeit zu widmen.<br /><br />Während der letzten Tage der Generalversammlung, die vom Mittwoch, dem 27. Mai, bis Mittwoch, dem 3. Juni, in Rom stattfand, wurde die Vitalität des Netzwerks der Päpstlichen Missionswerke in ihrer ganzen Konkretheit deutlich – im Dialog der Nationaldirektoren mit den Generalsekretären der Internationalen Sekretariate sowie durch die Denkanstöße, die auch durch die Ansprache von Erzbischof Samuele Sangalli, beigeordneter des Dikasteriums für Evangelisierung und Leiter der Verwaltung des Dikasteriums, angeregt wurden.<br /><br />Am Nachmittag des Dienstags, dem 2. Juni, lud Erzbischof Sangalli auch in seiner Predigt während der Eucharistiefeier in der Kapelle des „Collegio internazionale San Lorenzo da Brindisi“ zum Nachdenken ein. Inspiriert von der Lesung aus dem Markusevangelium , betonte der Erzbischof, wie Jesus selbst wenige Tage vor seinem Leiden „im Umgang mit dem, was wir ‚weltliche Güter‘ nennen, auf die Probe gestellt wurde“. Und: „Seine Antwort bietet uns einen Leitsatz: Wir werden dem Kaiser nur dann ehrlich und transparent geben können, was dem Kaiser gehört, wenn wir zuvor gelernt haben, Gott zu geben, was Gott gehört.“<br /><br />Papst Leo XIV. hatte bei der Audienz für Teilnehmenden der Versammlung der Päpstlichen Missionswerke am Montag, dem 1. Juni , alle dazu aufgerufen, sich „einer ständigen missionarischen Umkehr zu verschreiben und gemeinsam Wege zu suchen, eine missionarische Kirche für die Heilung unserer von Spannungen, Konflikten und Kriegen geprägten Welt zu sein“. Ein Anliegen – so bekräftigte der Bischof von Rom –, bei dem „die Arbeit der Päpstlichen Missionswerke unverzichtbar bleibt“.<br /><br />Kardinal Luis Antonio Tagle, Pro-Präfekt des Missionsdikasteriums, appellierte während der vorangehenden Messe im Petersdom ebenfalls an alle Mitglieder des Netzwerks der Päpstlichen Missionswerke, sich gegenseitig als „Geschenk und Ressource“ zu erkennen. „Ermutigen wir einander“, bemerkte auch Erzbischof Sangalli, „auch im Hinblick auf die Verwaltung weltlicher Güter.“<br /><br />In seiner Ansprache an die Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke betonte der beigeordnete Sekretär des Missionsdikasteriums: „Die Säkularisierungsprozesse in der westlichen Welt, verbunden mit der Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft nicht mehr aus Tradition, sondern aus freier persönlicher Entscheidung, führen zunehmend nicht nur zu einem drastischen Rückgang der Zahl praktizierender Gläubiger, sondern auch zu einem erheblichen Rückgang der Spenden“ im Zusammenhang mit diesem Paradigmenwechsel.<br />Einerseits, so Erzbischof Sangalli, „ist es notwendig, eine umsichtigere und aufmerksamere Ressourcenverwaltung entschieden zu unterstützen.“ Andererseits, fügte er hinzu, „drängt uns die Lage auch materiell dazu, den Prozess der finanziellen Selbstversorgung jener jungen Kirchen abzuschließen, der kanonisch mit ihrer Anerkennung als Ortskirchen mit eigener Hierarchie eingeleitet wurde.“ Dies sei ein günstiger Zeitpunkt, um die wahre Quelle jener „missionarischen Zusammenarbeit“ wiederzuentdecken, die der Gründung der vier Päpstlichen Missionswerke zugrunde liegt.<br /><br /> „Gegenseitiger Austausch und Unterstützung im Gebet, in der apostolischen Tätigkeit und im Teilen von Ressourcen“, erklärte der stellvertretende Sekretär des Missionsdikasteriums, „müssen uns einerseits zu tiefgreifender Transparenz und Integrität in der Berichterstattung über die Verwaltung weltlicher Güter führen; andererseits dazu, vermehrt Pilotprojekte durchzuführen, die junge Kirchen schrittweise und ihren eigenen Möglichkeiten entsprechend zu Modellen der Selbstversorgung durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen führen.“<br /><br />In diesem Zusammenhang forderte Erzbischof Sangalli auch die Einrichtung von „Schulungen für diözesane Finanzverwalter in allen Ländern innerhalb der dem Dikasterium anvertrauten Gebiete, in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Bischofskonferenzen und den Missionsinstituten, die sich für diese Schulungsarbeit zur Verfügung gestellt haben.“<br /> <br />Wed, 03 Jun 2026 13:56:52 +0200AFRIKA/COTE D’IVOIRE - Bischöfe begrüßen Auflösung der Wahlkommission: “Reformprozess im Geiste des Zuhörens”https://www.fides.org/de/news/77758-AFRIKA_COTE_D_IVOIRE_Bischoefe_begruessen_Aufloesung_der_Wahlkommission_Reformprozess_im_Geiste_des_Zuhoerenshttps://www.fides.org/de/news/77758-AFRIKA_COTE_D_IVOIRE_Bischoefe_begruessen_Aufloesung_der_Wahlkommission_Reformprozess_im_Geiste_des_ZuhoerensAbidjan – Als „Antwort auf die von verschiedenen Vertretern des nationalen soziopolitischen Lebens geäußerten Bedenken“ bezeichnen die Bischöfe der Elfenbeinküste die Entscheidung der ivorischen Regierung, die Unabhängige Wahlkommission aufzulösen.<br />Die Auflösung der CEI wurde am vergangenen 6. Mai vom Ministerrat beschlossen. Die Bischöfe äußerten sich dazu in einer Erklärung, die im Anschluss an die 129. Vollversammlung der Bischofskonferenz der Elfenbeinküste , die vom 25. bis 31. Mai tagte, veröffentlicht wurde.<br />„In einer Zeit, in der das Land, das sich nach Frieden, echter Versöhnung und ganzheitlicher menschlicher Entwicklung sehnt, nach so vielen Jahren immer noch darum ringt, sein Gleichgewicht wiederzuerlangen und alle seine Bürger zu vereinen, begrüßen die Bischöfe der Elfenbeinküste die Entscheidung der Regierung, die Unabhängige Wahlkommission aufzulösen, um einen neuen Mechanismus zur Durchführung von Wahlen in der Elfenbeinküste einzurichten“, heißt es in der Erklärung der CECCI, die von deren Vorsitzenden, Bischof Marcellin Yao Kouadio von Daloa, unterzeichnet ist.<br />Die Bischöfe begrüßen, „diese Initiative, als Antwort der Behörden auf die von verschiedenen Vertretern des nationalen soziopolitischen Lebens geäußerten Bedenken“, und „ermutigen die Regierung, diesen Reformprozess im Geiste des Zuhörens, des Dialogs und der Konsultation mit allen wichtigen Kräften der Nation fortzusetzen.“<br />Gleichzeitig äußern die Bischöfe „die Hoffnung, dass das künftige System nicht länger politisiert wird und konkret dazu beiträgt, das Vertrauen der politischen Akteure zu stärken, das Vertrauen der Bürger in die Institutionen der Republik zu festigen und transparente, faire, inklusive und friedliche Wahlen zu gewährleisten.“ Die Botschaft schließt mit der Bekräftigung des Engagements der Kirche, ihre Unterstützung überall dort anzubieten, wo ihre Expertise benötigt wird. „Gemeinsam können Staat und Kirche zum Wohle der Elfenbeinküste ein Land der Hoffnung, der Gerechtigkeit, des Friedens, der Geschwisterlichkeit und des sozialen Zusammenhalts aufbauen, vorausgesetzt, dass dabei keiner das Ziel aus den Augen verliert: das vollkommene Wohlergehen aller Menschen.“<br />Die Unabhängige Wahlkommission wurde am 9. Oktober 2001 mit dem Auftrag gegründet, Wahlen und Referenden in der Elfenbeinküste zu organisieren und zu überwachen. Sie besaß Rechtspersönlichkeit und administrative Autonomie. Während ihres 25-jährigen Bestehens sah sich die Kommission anhaltender Kritik der Opposition wegen mangelnder Neutralität und Unabhängigkeit ausgesetzt und geriet wiederholt in Kontroversen während Wahlen. <br />Nach der Ankündigung ihrer Auflösung legten mehrere politische Parteien ihre eigenen Bedingungen für die Einführung eines neuen Wahlmanagementsystems dar. Gleichzeitig wurde kritisiert, dass die Entscheidung ohne Konsultation aller Parteien getroffen worden war.<br /> Wed, 03 Jun 2026 12:21:18 +0200ASIEN/PAKISTAN - “Jahr der Kinder” im Bistum Islamabad-Rawalpindi: Mehr Bildungschancen für benachteiligte Kinderhttps://www.fides.org/de/news/77756-ASIEN_PAKISTAN_Jahr_der_Kinder_im_Bistum_Islamabad_Rawalpindi_Mehr_Bildungschancen_fuer_benachteiligte_Kinderhttps://www.fides.org/de/news/77756-ASIEN_PAKISTAN_Jahr_der_Kinder_im_Bistum_Islamabad_Rawalpindi_Mehr_Bildungschancen_fuer_benachteiligte_KinderIslamabad – Im „Jahr der Kinder“ ist die katholische Glaubensgemeinschaft aufgerufen, die Qualität der Bildung zu verbessern und die Teilnahme von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen an Bildungsprogrammen zu fördern, um insbesondere den am stärksten benachteiligten Kindern Chancen zu eröffnen. Man wolle sich außerdem um die finanzielle Nachhaltigkeit der Schulen im Bistum Islamabad-Rawalpindi bemühen. Dies bekräftigt der Diözesanrat für Bildung, der 45 Schulen im Bistum verwaltet. Die Bildungseinrichtungen befinden sich in der Hauptstadt Islamabad, in der Region Upper Punjab und in Khyber Pakhtunkhwa, drei verschiedenen Distrikten, die zum Bistum gehören. Insgesamt rund 25.000 Schüler und Schülerinnen besuchen diese Schulen, davon etwa 10.000 Katholiken und 15.000 Nicht-Katholiken, überwiegend Muslime.<br />In der Diözese Islamabad-Rawalpindi, die 2026 das „Jahr der Kinder“ feiert, hat das Thema Alphabetisierung und Hochschulbildung für junge Menschen, insbesondere für Katholiken, nun Priorität. Erzbischof Joseph Arshad, der gemeinsam mit dem Diözesanrat einen Fünfjahresplan vorstellte, erklärt gegenüber Fides: „Bildung ist in unserem diözesanen Gemeindeleben nicht nur eine kulturelle Angelegenheit, sondern eine transformative Mission, die Glauben, Werte und intellektuelle Entwicklung integriert.“<br />In diesem Rahmen müssen „akademische Prinzipien, verankert in ethischen und spirituellen Werten, das Fundament jeder Institution bilden“, betont der Diözesanrat für Bildung, der in diesem Zusammenhang mehrere Handlungsfelder benennt. Erstens die Ausbildung kompetenter Lehrkräfte, verbunden mit notwendigen Investitionen in die Entwicklung ihrer kulturellen, pädagogischen und didaktischen Kompetenzen. „Motivierte und gut ausgebildete Lehrkräfte sind unerlässlich für eine qualitativ hochwertige Bildung an allen Schulen“, heißt es dazu.<br />Zweitens wurde die Integration von moderner Technologie als Instrument zur Verbesserung des Unterrichts, zur Optimierung der Verwaltung und zur Vorbereitung der Schüler auf die sich rasant entwickelnde digitale Welt identifiziert. Dabei wird betont, dass auch die Unterstützung der Schüler und ein ganzheitlicher Ansatz zur kindlichen Entwicklung, der die pädagogischen, emotionalen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse berücksichtigt, gewährleistet sein müssen. Ein besonders wichtiges Anliegen ist die Beschaffung von Mitteln für Stipendien an christliche Schüler aus armen oder benachteiligten Familien für die Primar-, Sekundar- und sogar Hochschulbildung.<br />Darüber hinaus betont der Rat: „Es ist unerlässlich, Eltern, Kirchengemeinden und die lokale Bevölkerung in die Bildung der Kinder einzubeziehen: Bildung gedeiht, wenn geteilte Verantwortung und aktive Zusammenarbeit Schulen und Gemeinden verbinden.“<br />Im Großraum Islamabad zeigt sich ein deutlicher Kontrast zwischen der Situation der Kinder in den entwickelteren Stadtgebieten und den benachteiligten Vororten, wo Kinder erheblichen Gefahren ausgesetzt sind. Obwohl die Hauptstadt im Allgemeinen bessere Indikatoren aufweist als die ländlichen Provinzen Pakistans, besuchen rund 90.000 Kinder keine Schule.<br />Auf nationaler Ebene sprechen Experten von einem „Bildungsnotstand“ in Pakistan: Die Analphabetenrate und die Zahl der Schulabbrecher sind hoch. Dieses Phänomen betrifft insbesondere die ärmsten Bevölkerungsgruppen, darunter auch christliche Gemeinden, wo laut Angaben der örtlichen Kirche „80 % der christlichen Kinder Analphabeten sind“. Kinderarbeit im Hausangestelltenbereich und im informellen Sektor ist ebenfalls weit verbreitet.<br /> Wed, 03 Jun 2026 12:07:22 +0200AFRIKA/NIGERIA - Gesellschaft der Afrikamissionen und Schwesternn unserer lieben Frau von dan Aposteln feiern dreifaches Jubiläumhttps://www.fides.org/de/news/77755-AFRIKA_NIGERIA_Gesellschaft_der_Afrikamissionen_und_Schwesternn_unserer_lieben_Frau_von_dan_Aposteln_feiern_dreifaches_Jubilaeumhttps://www.fides.org/de/news/77755-AFRIKA_NIGERIA_Gesellschaft_der_Afrikamissionen_und_Schwesternn_unserer_lieben_Frau_von_dan_Aposteln_feiern_dreifaches_JubilaeumLagos – Mit Blick auf Geschichte, Mission und Erneuerung kamen die Oberen der Gesellschaft der Afrikamissionen und der Schwestern Unserer Lieben Frau von den Aposteln im „Domus Fidei“- Zentrum der Schwestern vom Eucharistischen Herzen Jesu in Lagos zusammen, um ein dreifaches Jubiläum zu feiern: das 170jährige Bestehen der von Bischof Melchior de Marion Brésillac gegründeten Gesellschaft der Afrikamissionen ; das 150jährige Bestehen der Missionsschwestern unserer lieben Frau von den Aposteln ; und der 200. Geburtstag von Pater Augustin Planque, dem ersten Generaloberen der Gesellschaft der Afrikamissionen und Gründer der Kongregation der Schwestern unserer lieben Frau von den Aposteln. <br />Pater Pierre-Paul Dossekpli, ein togoischer Priester der Gesellschaft der Afrikamissionen, erinnert in seinem Bericht zu der Veranstaltung an „zwei Stimmen und ein Charisma“, die jeweils durch den Generaloberen der Gesellschaft der Afrikamissionen, Pater François du Penhoat und von der Generaloberin der Missionsschwestern unserer lieben Frau von den Aposteln, Schwester Mary T. Barron, am Ende des Plenarkonzils zum Ausdruck gebracht wurden .<br />Der Tag stand im Zeichen des Gebets: „Es geht uns noch besser, wenn wir uns gut verstehen“, sagte Pater du Penhoat zur Eröffnung des Treffens und blickte dabei auf die lange und bewegte Geschichte der beiden Ordensgemeinschaften zurück. Der Generalobere der betonte nachdrücklich, dass dieses Treffen nicht aus Notwendigkeit, sondern aus tiefem Wunsch entstanden sei: „Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Treffen auch den Beginn eines neuen Kapitels markiert. Nicht die Notwendigkeit, sondern unser Wunsch und unser Wille prägen es. Unser missionarische Arbeit ist das, was unsere gemeinsame Identität ausmacht: Die Gemeinschaftsfriedhöfe von Lagos, Ibadan, Agoué und anderen Orten an der Küste sind der sichtbare Ausdruck davon: sie zeugen von einem Leben, das wir gemeinsam hingegeben haben, damit das Reich Gottes wachsen kann.“<br />Schwester Mary T. Barron begrüßte die Anwesenden und betonte die Bedeutung des dreifachen Jubiläums: „Diese Jubiläen sind nicht bloß Meilensteine, sondern Einladungen. Sie erinnern uns daran, dass die Mission stets ein empfangenes Geschenk, eine gemeinsame Verantwortung und eine uns anvertraute Zukunft ist.“ Die Generaloberin sprach offen über die Bedeutung der Zusammenarbeit im Kontext der Mission: „Es ist nicht einfach nur eine schöne Beschäftigung oder etwas Angenehmes … es ist Teil unserer missionarischen Berufung in der heutigen Zeit … für die Authentizität unserer Mission, unseres Zeugnisses, unserer Evangelisierung.“<br />Schwester Anne Falola, Mitglied des Generalrats der Missionsschwestern unserer lieben Frau von den Aposteln, betonte: „Das Zusammensein dient nicht nur der Mission, sondern ist selbst eine Mission.“<br />Der Tag ging mit einem gemeinsamen Gottesdienst am Fest des heiligen Justinus zu Ende, eines Märtyrers, der sein Leben für die Wahrheit des Evangeliums gab und der an diesem Tag als Schutzpatron des Treffens der Missionare und Missionarinnen diente, die ihr gemeinsames Engagement für die Verkündigung des Evangeliums erneuerten.<br /> Wed, 03 Jun 2026 11:21:32 +0200AFRIKA/GHANA - Bischof Matthew Kwasi Gyamfi nach fremdenfeindlicher Gewalt: “Nein zu Vergeltungsmaßnahmen gegen Südafrikaner, die in anderen afrikanischen Ländern leben”https://www.fides.org/de/news/77754-AFRIKA_GHANA_Bischof_Matthew_Kwasi_Gyamfi_nach_fremdenfeindlicher_Gewalt_Nein_zu_Vergeltungsmassnahmen_gegen_Suedafrikaner_die_in_anderen_afrikanischen_Laendern_lebenhttps://www.fides.org/de/news/77754-AFRIKA_GHANA_Bischof_Matthew_Kwasi_Gyamfi_nach_fremdenfeindlicher_Gewalt_Nein_zu_Vergeltungsmassnahmen_gegen_Suedafrikaner_die_in_anderen_afrikanischen_Laendern_lebenAccra – „Ghanaer werden weiterhin in Südafrika leben und Südafrikaner weiterhin in Ghana. Ghanaer haben dort Geschäfte und Südafrikaner haben hier Geschäfte. Lasst uns in Einheit und Liebe leben“ so Bischof Matthew Kwasi Gyamfi von Sunyani, Vorsitzender der Bischofskonferenz von Ghana, in einer Erklärung gegenüber lokalen Medien. Er äußerte sich darin zu den fremdenfeindlichen Spannungen in Südafrika, von denen unter anderem ghanaische Einwanderer betroffen sind.<br />Mehrere Staatsbürger afrikanischer Länder wurden unterdessen bereits in ihre Heimatländer zurückgeführt, um fremdenfeindlicher Gewalt zu entgehen. Als Reaktion auf die Intoleranz gegenüber Ausländern in Südafrika breitet sich in den Herkunftsländern der Ausgewiesenen Feindseligkeit gegenüber Südafrikanern aus.<br />Bischof Gyamfi mahnt, dass diese Haltung vielmehr als Werk einer Minderheit und nicht aller Südafrikaner zu betrachten seien. „Ich glaube, dass die zurückgeführten Ghanaer sowie alle anderen afrikanischen Bürger diese Handlungen als Missverständnis seitens einiger Personen in Südafrika betrachten und nicht mit der Rückführung eigener Südafrikaner reagieren sollten.“ Der Vorsitzende der ghanaischen Bischofskonferenz warnt: „Sobald dieser Prozess in Gang kommt, wird er sich in ganz Afrika ausbreiten“. „Alle sollten Ruhe bewahren“, mahnt Erzbischof Gyamfi.<br />Der Vorsitzende der ghanaischen Bischofskonferenz verweist auch auf den Präzedenzfall gegenseitiger Ausweisungen zwischen Nigeria und Ghana. „Ghana beging einst den Fehler, Nigerianer zur Rückkehr aufzufordern, woraufhin Nigerianer ihrerseits Ghanaer auswiesen“, erinnert er sich. „Ich glaube nicht, dass die beiden Länder diese Fehler jemals wiederholen werden, denn sie haben ihre Lektion gelernt“, so Bischof Gyamfi abschließend. Der Bischof von Sunyani bezog sich dabei auf zwei unterschiedliche Ereignisse. Das erste datiert aus dem Jahr 1969, als Ghana eine Anordnung erließ, die Ausländer ohne gültige Papiere verpflichtete, das Land innerhalb von 14 Tagen zu verlassen. Hauptsächlich betroffen waren nigerianische Staatsbürger. Das zweite Ereignis ereignete sich 1983, als Nigeria mindestens zwei Millionen Ausländer ohne gültige Papiere auswies, darunter etwa eine Million Ghanaer.<br />Fremdenfeindliche Gewalt gegen Migranten aus Asien, Pakistan, Bangladesch und anderen Ländern sowie gegen Afrikaner aus Nachbarländern wie Simbabwe, Mosambik und sogar aus weiter entfernten Ländern wie Nigeria, Ghana und Somalia kommt in Südafrika immer wieder vor. Sie wird durch hohe Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Ungleichheit angeheizt. Migranten werden beschuldigt, Arbeitsplätze zu stehlen, Straftaten zu begehen oder soziale Dienste zu überlasten. Die Gewalt umfasst Selbstjustiz, Plünderungen und Übergriffe, insbesondere in Regionen wie Gauteng und KwaZulu-Natal. <br />Bei Protesten im Jahr 2026, die die Abschiebung von Migranten ohne gültige Papiere forderten, kam es zu Gewalt mit Toten und Verletzten sowie zur Rückführung mehrerer Ausländer. Obwohl nicht alle Südafrikaner diese Ansicht teilen, handelt es sich dabei um ein wiederkehrendes Problem. Sowohl die Südafrikanische Katholische Bischofskonferenz als auch das Symposium der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar haben fremdenfeindliche Gewalt entschieden verurteilt.<br /> <br />Tue, 02 Jun 2026 12:29:20 +0200ASIEN/PHILIPPINEN - Forum philippinischer Organisationen fordert Schutz der Rechte von Arbeitnehmern mit Blick auf die Herausforderungen der Künstlichen Intelligenzhttps://www.fides.org/de/news/77753-ASIEN_PHILIPPINEN_Forum_philippinischer_Organisationen_fordert_Schutz_der_Rechte_von_Arbeitnehmern_mit_Blick_auf_die_Herausforderungen_der_Kuenstlichen_Intelligenzhttps://www.fides.org/de/news/77753-ASIEN_PHILIPPINEN_Forum_philippinischer_Organisationen_fordert_Schutz_der_Rechte_von_Arbeitnehmern_mit_Blick_auf_die_Herausforderungen_der_Kuenstlichen_IntelligenzManila – Ein Forums philippinischer Organisationen, darunter die katholisch geprägte „Church People-Workers Solidarity“ sowie Gewerkschaften wie „Kilusang Mayo Uno“ und der Nationale Gewerkschaftsbund, wollen angesichts wirtschaftlicher Krisen und des Aufkommens von Technologien wie künstlicher Intelligenz, die den Menschen ersetzen könnten, die Würde und die Rechte der Arbeitnehmer schützen.<br />Angesichts der ernsten Lage auf dem philippinischen Arbeitsmarkt planen die Gewerkschaften Streiks und Protestkundgebungen, die sich an den Kraftstoffpreisen und Regierungsentscheidungen orientieren. Geplant sind Blockaden, Proteste, Demonstrationen und landesweite Streiks. Die Organisationen verweisen auf die steigende Inflation und die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten und fordern vom Kongress eine substanzielle landesweite Lohnerhöhung. Die Arbeitnehmer, so betont das Forum, seien gezwungen, oft mehr als zwölf Stunden am Tag in extremen Schichten zu arbeiten, um ihre Familien zu ernähren. Der derzeitige Mindestlohn ist unwürdig und muss per Gesetz in einen echten „Existenzlohn“ umgewandelt werden.<br />Es wird auch die Notwendigkeit betont, befristete Arbeitsverträge und das weit verbreitete System der befristeten Beschäftigung zu beenden das die Arbeitsplatzsicherheit untergräbt und keine angemessene soziale Absicherung bietet. Die Praxis des „Red-Tagging“, bei der Gewerkschaftsführer und Menschenrechtsverteidiger als „kommunistische Rebellen“ oder „Terroristen“ gebrandmarkt werden, um ihre Forderungen und gewerkschaftlichen Aktionen zu delegitimieren, wird ebenfalls verurteilt.<br />Ein besonderes Anliegen ist heute der Schutz vor Automatisierung und der unregulierten Anwendung künstlicher Intelligenz. In einer Erklärung nach der Veröffentlichung der Enzyklika „Magnifica Humanitas“ von Papst Leo XIV. fordern die CWS und andere Gewerkschaftsverbände einen konsequenten Schutz vor dem sogenannten „technokratischen Paradigma“. Bischof Gerardo Alminaza, Präsident der CWS, betonte: „Die Wirtschaft muss den Arbeitnehmern dienen, nicht umgekehrt.“ Die Organisationen weisen darauf hin, dass die Gefahr darin besteht, dass Unternehmen KI als Vorwand für Massenentlassungen, invasive Überwachung, weitere prekäre Verhältnissen auf dem der Arbeitsmarkt, Unterdrückung des Rechts auf gewerkschaftliche Organisierung und Aushöhlung der Arbeitnehmerrechte nutzen werden.<br /> „Arbeit ist nicht bloß eine wirtschaftliche Tätigkeit; sie ist Teilhabe an Gottes Schöpfungswerk“, erinnerte der Bischof. Und wenn Technologie dazu genutzt werde, Arbeitskräfte für höhere Gewinne zu ersetzen, „entsteht eine neue soziale Katastrophe, die den Menschen nicht nur ihren Lebensunterhalt, sondern auch ihre Würde, ihren Sinn und die Möglichkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben raubt“, erklärte er. <br />Der philippinische Arbeitsmarkt befindet sich derzeit in einer komplexen Übergangsphase. Laut offiziellen Angaben gibt es rund 51,65 Millionen erwerbstätige Filipinos. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5 %, was etwa 2,58 Millionen Menschen entspricht, während die Unterbeschäftigungsquote mit 12,3 % weiterhin besonders hoch ist. Das bedeutet, dass über 6 Millionen Filipinos, obwohl sie erwerbstätig sind, einen Zweitjob suchen oder Überstunden leisten müssen, um den täglichen Lebensunterhalt ihrer Familien zu sichern.<br />In einer heiklen Phase des nationalen Gesellschaftsgeschehens setzt ökumenische “Church People-Workers Solidarity“ , bestehend aus Bischöfen, Priestern, Ordensleuten und Arbeitern, ihre Mission fort, die Würde der Arbeit zu fördern, das Recht auf einen fairen Lohn zu verteidigen und Arbeitnehmer gegen Praktiken wie Arbeitsplatzunsicherheit und wirtschaftliche Ungleichheit zu unterstützen – mit dem Ziel sozialer Gerechtigkeit.<br />Darüber hinaus engagiert sich die Organisation in Bildungsaktivitäten durch Programme, die das Bewusstsein in Pfarrgemeinden und Schulen durch Informationskampagnen, Forschungsprojekte, Seminare und Initiativen für Schüler schärfen.<br /> Tue, 02 Jun 2026 12:10:47 +0200AMERIKA/HAITI - Missionar berichtet aus Pourcine Pic-Makaya: „Dieses Jahr sind wir auf Spenden angewiesen“https://www.fides.org/de/news/77752-AMERIKA_HAITI_Missionar_berichtet_aus_Pourcine_Pic_Makaya_Dieses_Jahr_sind_wir_auf_Spenden_angewiesenhttps://www.fides.org/de/news/77752-AMERIKA_HAITI_Missionar_berichtet_aus_Pourcine_Pic_Makaya_Dieses_Jahr_sind_wir_auf_Spenden_angewiesen<p ><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/rbuzJlLZXiM?si=0oloqVuNEchAehvd" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p><br /><br />Pourcine-Pic Makaya – „Trotz begrenzter Möglichkeiten konnten wir einen bedeutenden Tag feiern, an dem wir die Flagge, ein Symbol der Einheit, würdigten und den Wunsch aller Haitianer nach einem normalen Leben feierten“ so Pater Massimo Miraglio als Pfarrer tätig in der kleinen Berggemeinde Pourcine Pic-Makaya tätig ist, zur Feier des Tages der Flagge.<br />Der Kamillianer-Missionar berichtet von den vergangenen Wochen, in denen er sich mit der gesamten Gemeinde ausgetauscht hat. „Ich habe mich kürzlich mit den Lehrkräften der Alphabetisierungsschule getroffen, um die Lage zu erfassen und die Aktivitäten zum Jahresende zu planen. An der Schule unterrichten 13 Lehrkräfte die rund 170 Schüler, die auf 12 Klassen an verschiedenen Standorten in Pourcine Pic Makaya verteilt sind. Das Projekt wird dank der Begeisterung der Teilnehmer im nächsten Jahr fortgesetzt. Wir werden aus den Fehlern dieses Jahres lernen und vor allem die Lehrerausbildung verbessern.“<br />Pater Massimo spricht auch über die Rolle der Frauen in der Gemeinde: „Trotz unserer Bemühungen sind Frauen in Schlüsselpositionen unserer Gemeinde weiterhin unterrepräsentiert“, bemerkt er. „Wenn wir jedoch bedenken, dass wir ganz von vorn angefangen haben, ist heute schon etwas erreicht. Beispielsweise sind in der Pfarrschule fünf von neun Lehrkräften Frauen. Im Allgemeinen sind die Lehrkräfte an haitianischen Schulen überwiegend männlich, mit der einzigen Ausnahme des Kindergartens, wo ausschließlich Frauen unterrichten.“<br />Ein weiteres Thema, das der Kamillianer-Missionar anspricht, ist die Haupteinnahmequelle der Region: die Bohnenernte. „Die Ernte fiel für eine Minderheit gut und für viele zufriedenstellend aus; für einige Familien war sie schlecht und für eine Minderheit sogar katastrophal“, sagt er. „Leider war die Bohnenernte auf dem Gemeindeland... katastrophal! Zu viel Regen auf schattigen, überschwemmten Böden, und dazu noch eine verspätete Aussaat – wir haben die Ernte verloren! Kurz gesagt, dieses Jahr sind wir auf Spenden angewiesen, auf die Bohnen, die man uns gibt! Bald werden diejenigen, deren Land über 1500 Metern oder in feuchten Schluchten liegt, mit den Vorbereitungen für die Aussaat im Juli beginnen.“<br />Die Lage der gesamten haitianischen Bevölkerung bleibt äußerst prekär. Rund 6,4 Millionen Menschen, mehr als die Hälfte der Bevölkerung, sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Laut dem Bericht zur Infektionsprävention und -kontrolle vom April 2026 sind 5,8 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit bedroht. Ein Großteil der Bevölkerung lebt unter prekären Bedingungen. Verschärft wird diese Situation durch Massenvertreibung, den eingeschränkten Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und erhöhte Sicherheitsrisiken. Daher ist eine rasche, koordinierte und sektorübergreifende humanitäre Hilfe unerlässlich.<br /> Tue, 02 Jun 2026 11:48:48 +0200Kardinal Tagle: Mission ist Teilhabe an der Sendung Gotteshttps://www.fides.org/de/news/77750-Kardinal_Tagle_Mission_ist_Teilhabe_an_der_Sendung_Gotteshttps://www.fides.org/de/news/77750-Kardinal_Tagle_Mission_ist_Teilhabe_an_der_Sendung_GottesVatikanstadt – „Mission ist nicht nur eine Strategie, nicht nur ein strategischer Plan, sondern die wahre Teilhabe an der Sendung Gottes.“<br />In seiner Predigt im Petersdom während der Eucharistiefeier mit den Teilnehmenden der Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke an diesem Montag in der „Cappella del Coro“ erinnerte Kardinal Luis Antonio Tagle an die tiefe Quelle der missionarischen Dynamik.<br />Der Pro-Präfekt des Dikasteriums für Evangelisierung kommentierte das Tagesevangelium und das Gleichnis von den Winzern , und sprach über die Verantwortung der Gläubigen als Verwalter, nicht als Besitzer, der Gabe Gottes. „Im Evangelium“, erklärte der Kardinal, „wendet sich Jesus an die Hohenpriester, die Schriftgelehrten und die Ältesten. Seine primären Adressaten waren also die Juden – die religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Führer jener Zeit. Anhand eines Gleichnisses zeigt er, dass Gott sich um sein Volk kümmert. Der Weinberg ist ein Bild für das Volk Israel und verdeutlicht, wie sehr Gott sich um sein Volk sorgt.“ Während das Volk sich „manchmal an Gottes Wahrheit erinnert, Gott manchmal aber auch vergisst. Manchmal loben sie Gott, manchmal wählen sie andere Götter. Dies ist das Volk, das berufen ist, Gottes Volk zu sein. Doch Gott ist treu“, fuhr er fort.<br />Trotz der unterschiedlichen Auffassungen der Menschen von Gottes Treue existiere eine Dynamik von Erinnerung und Vergessen, die einen konkreten seelsorgerischen Ansatz biete. „Wir haben eine lange Liste von Problemen zu lösen, aber wir haben keine Liste, keine Erinnerung an Gottes Segen für uns“, bemerkte der Kardinal. Dieser Gegensatz zwischen der „Liste der Probleme“ und der „Erinnerung an den Segen“ lege nahe, dass Glaubenskrisen nicht nur aus realen Schwierigkeiten entstehen, die weder unterschätzt noch geleugnet werden sollten, sondern auch aus dem Verlust der Erinnerung an Gottes Wirken. „Ja, Schwierigkeiten wird es immer geben, aber lasst uns unsere Augen öffnen für Gottes wunderbares Wirken in unserem Leben, trotz unserer eigenen Unzulänglichkeiten“, betonte der Kardinal.<br />Im Gleichnis von den Winzern, so der Kardinal weiter, liege auch eine Botschaft, die zur Gewissensprüfung anregen solle. „Weil die Winzer vergaßen, dass sie Verwalter waren, wollten sie die Ernte nicht teilen, sondern für sich behalten. Deshalb wiesen sie diejenigen zurück, die der Gutsbesitzer geschickt hatte, um seinen Anteil einzuholen. Und als sogar der Sohn des Gutsbesitzers geschickt wurde, sagten sie: ‚Wenn wir den Sohn beseitigen, gibt es keinen Erben mehr. Wir werden die Erben‘“, erinnerte er sich und zog eine Brücke zur Gegenwart. „So ist die Situation bis heute“, erklärte der Kardinal. „Betrachten wir all die Konflikte und Kriege, die in der Welt und leider auch in der Kirche stattfinden.“ Und er warnte: „Wenn wir unsere Rolle als Verwalter vergessen, denen der Herr die Pflege seines Weinbergs anvertraut hat, können wir Gott einen schlechten Dienst erweisen und sogar den Weinberg ruinieren.“<br />Dies, so betonte der Kardinal, sei eine wichtige Haltung bei der Mission, die „wahrhaftig eine Teilhabe an der Mission Gottes – des Vaters, der sich um sein Volk kümmert – darstellt“.<br />Der Kardinal ermutigte anschließend alle Anwesenden – darunter die über hundert Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke, die aus fünf Kontinenten nach Rom gekommen waren – Gott füreinander zu loben: „Vielleicht ist Ihnen das nicht bewusst, aber jeder von uns ist ein kostbares Geschenk Gottes. Wir mögen alle begrenzt sein, aber wir sind kostbare Geschenke Gottes. Und wir wollen Gott füreinander danken und ihn loben. An alle, die formell oder informell verbunden sind: Bitte vergessen Sie nicht, dass wir – so unwürdig wir auch sein mögen – Teil von Gottes Segen für die Kirche sind. Lasst uns füreinander sorgen. Lasst uns für die Mission sorgen.“<br />Eine wahre Aussendung in die Mission kurz vor der Audienz der Teilnehmer der Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke bei Papst Leo XIV., und eine heilsame Erinnerung daran, dass die Quelle der Mission nicht Strategien oder Aktionspläne sind, die bei der geringsten Schwierigkeit infrage gestellt werden können, noch das persönliche Genie des Einzelnen, sondern die Erkenntnis eines unschätzbaren und freien Geschenks, Gottes, das es zu bewahren gilt. Ein Echo des ersten Briefes des Apostels Paulus an die Korinther: „Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte und wenn ich meinen Leib opferte, um mich zu rühmen, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.“<br /> <br />Mon, 01 Jun 2026 10:21:57 +0200AFRIKA/KONGO - Bischof von Nkayi zurückgetreten und Nachfolger ernannthttps://www.fides.org/de/news/77751-AFRIKA_KONGO_Bischof_von_Nkayi_zurueckgetreten_und_Nachfolger_ernannthttps://www.fides.org/de/news/77751-AFRIKA_KONGO_Bischof_von_Nkayi_zurueckgetreten_und_Nachfolger_ernanntVatikanstadt – Papst Leo XIV. hat den von Bischof Daniel Mizonzovon Nkayi eingereichten Rücktritt angenommen und den bisherigen Bischofskoadjutor derselben Diözese, François Halyday Mbouangui, zu seinem Nachfolger ernannt.<br /><br />Mon, 01 Jun 2026 09:50:20 +0200Papst an die Päpstlichen Missionswerke: Vereint im Zeichen einer „missionarischen Umkehr“https://www.fides.org/de/news/77749-Papst_an_die_Paepstlichen_Missionswerke_Vereint_im_Zeichen_einer_missionarischen_Umkehrhttps://www.fides.org/de/news/77749-Papst_an_die_Paepstlichen_Missionswerke_Vereint_im_Zeichen_einer_missionarischen_UmkehrVon Marie-Lucile Kubacki<br /><br />Vatikanstadt – Die Dringlichkeit einer dauerhaften „missionarischen Umkehr“ stand im Mittelpunkt der englischsprachigen Ansprache von Papst Leo XIV. an die Teilnehmer der Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke, die er am Montag, dem 1. Juni, in der „Sala Clementina“ des Apostolischen Palastes in Audienz empfing. Im Saal befanden sich über hundert Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke aus fünf Kontinenten, Kardinal Luis Antonio Tagle, weitere hochrangige Vertreter des Dikasteriums für Mission und Mitarbeitende der internationalen Sekretariate der Päpstlichen Missionswerke.<br /><br />Bedeutende "Meilensteine” im Jahr 2026<br /><br />Das laufende Jahr, so der Papst, sei „reich an missionarischen Meilensteinen“, angefangen mit dem hundertjährigen Jubiläum der Einführung des Weltmissionssonntages durch Papst Pius XI. „auf Bitten des Päpstlichen Werkes für die Glaubensverbreitung“. Seit hundert Jahren wird der vorletzte Sonntag im Oktober in aller Welt als Weltmissionssonntag begangen. „Dieser Tag ist dem Gebet, der Besinnung und dem Beitrag zum Evangelisierungsauftrag der Kirche gewidmet, insbesondere in Gebieten, in denen die Verkündigung des Evangeliums erst beginnt und die Kirche noch jung ist.“<br />Der Bischof von Rom betonte die konkrete Dimension dieses Engagements: „An diesem Tag“, sagte Papst Leo, „ist jede katholische Gemeinde eingeladen, zu beten und geistliche und materielle Opfer für die Missionsarbeit in den Gebieten der Erstevangelisierung darzubringen und die jungen Kirchen zu unterstützen.“ Dieses weltweite Engagement drückt die Gemeinschaft der Kirche aus: „Ich freue mich“, so der Papst, „ihnen allen und allen, die mit Ihnen weltweit zusammenarbeiten, meinen Dank auszusprechen für all Ihre Bemühungen, ob groß oder klein, den Weltmissionssonntag in allen kirchlichen Bereichen der universalen Gemeinschaft der Kirche zu fördern.“<br />Leo XIV. erinnerte auch an einen oft übersehenen, aber wesentlichen Aspekt: „Wenn ich hinzufügen darf“, sagte er, „eines der besonderen Ziele des Weltmissionstages ist es, die Gläubigen der ältesten Kirchen, der sozusagen konsolidierten Kirchen, daran zu erinnern, wie wichtig es ist, dass auch sie sich mit dem missionarischen Geist der gesamten Kirche vereinen.“<br />Der Papst hob die konkrete Rolle der einzelnen Päpstlichen Missionswerke hervor, die unter anderem durch die weltweit Weltmissionssonntag gesammelten Spenden ermöglicht wird. Diese Arbeit unterstützt durch das Päpstliche Werk für die Glaubensverbreitung die apostolische Tätigkeit in über 1.130 Kirchsprengeln in den Gebieten, die dem Dikasterium für Evangelisierung “, so sein Appell.<br /><br />Mon, 01 Jun 2026 09:36:56 +0200Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke auf den Spuren des seligen Paolo Mannahttps://www.fides.org/de/news/77748-Generalversammlung_der_Paepstlichen_Missionswerke_auf_den_Spuren_des_seligen_Paolo_Mannahttps://www.fides.org/de/news/77748-Generalversammlung_der_Paepstlichen_Missionswerke_auf_den_Spuren_des_seligen_Paolo_MannaDucenta – „Die ganze Kirche, alle Kirchen für die ganze der Welt.“ Das Motto des Seligen Paolo Manna, das den missionarischen Impuls als universelles Merkmal jeder lebendigen kirchlichen Gemeinschaft in Erinnerung ruft, erklang erneut in der sechseckigen Kapelle von Ducenta in der Diözese Aversa, wo die sterblichen Überreste des Seligen seit 2005 ruhen. Der neue Erzbischof von Benevento, Michele Autuoro, bekräftigte es in seiner Predigt während der Eucharistiefeier, die an diesem Sonntag am Hochfest der Heiligen Dreifaltigkeit, in der Kapelle von Ducenta mit den Teilnehmenden der Generalversammlung der Päpstlichen Missionswerke 2026 gefeiert wurde, die derzeit in Rom stattfindet, darunter mehr als 100 Nationaldirektoren der Päpstlichen Missionswerke von allen fünf Kontinenten.<br />Im Rahmen einer arbeitsreichen Woche am „Collegio Internazionale San Lorenzo da Brindisi“ unternahmen die Nationaldirektoren aus aller Welt an diesem Sonntag eine Wallfahrt zu einem Ort in Kampanien, der den Päpstlichen Missionswerken besonders am Herzen liegt.<br />1921 eröffnete Manna das „Herz-Jesu-Seminar“ in Ducenta , um junge Missionare in Süditalien zu fördern.<br /><br />Der “missionarische Eifer” des seligen Paolo Manna<br /><br />Paolo Manna , der 2001 während des Pontifikats von Johannes Paul II. seliggesprochen wurde, schenk den Päpstlichen Missionswerken mit seinem unermüdlichen missionarischen Eifer weiterhin wertvolle Impulse und aktuelle Orientierungshilfen für die Ausübung ihrer apostolischen Berufung in der heutigen Zeit. <br />Manna gilt als Gründer der Päpstlichen Missionsunion, eines der vier Päpstlichen Missionswerke, die 1916 von Papst Benedikt XV. unter dem Namen „Missionarsunion des Klerus“ anerkannt wurden. Laut Manna sollten alle Priester – und nicht nur die Missionare „ad gentes“ – von der Kirche, deren Horizont die ganze Welt umfasst, darin unterstützt werden, sich missionarisch zu engagieren.<br />Während seiner Zeit als Oberer des Päpstlichen Instituts für die Auslandsmissionen unternahm Manna eine 14-monatige Weltreise, um Missionserfahrungen aus erster Hand zu sammeln. Im Anschluss daran verfasste er 1929 ein Manuskript , das erst nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil veröffentlicht wurde. Darin plädierte Manna unter anderem nachdrücklich für eine Reform der Ausbildungsprogramme für Seminaristen, um die Leitung der Ortskirchen einheimischen Priestern und Bischöfen anzuvertrauen.<br />Die jährliche Versammlung der Päpstlichen Missionsgesellschaft bietet zudem Gelegenheit, Förderanträge für Projekte und Initiativen im Bereich der Missionsarbeit und der Bedürfnisse der lokalen Gemeinschaften zu erörtern. Dank Paolo Manna verfügt die PMS über wirksame Gegenmittel gegen die Gefahr, ihre Mission auf die bloße Bereitstellung materieller Ressourcen zu reduzieren.<br /> „Die Missionen“, schrieb Manna in den kritischen Passagen seiner „Beobachtungen“ in der Sprache der damaligen Zeit, „präsentieren sich den Ungläubigen aufgrund ihres ausgeprägt westlichen Charakters als Organisationen von Fremden. Heiden, die Verständigen, die, die etwas zu sagen haben, sehen Jesus Christus nicht an vorderster Front der Glaubensverbreitung. Sie sehen die Schule, das Krankenhaus, sie sehen andere große und schöne Werke, vor allem aber sehen sie reiche und mächtige Fremde und in den Konvertiten Menschen, die diesen Fremden wegen der Vorteile, die sie erhalten haben oder zu erhalten hoffen, unterworfen sind.“<br /><br />„Heute“, schrieb Manna weiter, „ist es besorgniserregend zu sehen, wie die Idee der Unentbehrlichkeit des Geldes die Köpfe der heutigen Missionare durchdrungen hat.“<br /><br />Der Ursprung der Mission und das Geheimnis der Dreifaltigkeit<br /><br />Paolo Manna, so Erzbischof Autuoro zum Abschluss seiner Predigt, „trug in seinem Herzen den Wunsch, dass das Evangelium allen verkündet werde und dass alle Mitglieder der Kirche, alle Getauften, diese Sehnsucht verspürten, dass das Evangelium alle erreiche und dass alle in Christus und in der trinitarischen Liebe heilig würden.“<br />Der von der Insel Procida stammende Erzbischof Michele Autuoro, den Leo XIV. am 13. Mai letzten Jahres zum Erzbischof von Benevento ernannte, ist Präsident der Kommission für die Evangelisierung der Völker und die Zusammenarbeit zwischen den Kirchen der italienischen Bischofskonferenz. Von 2013 bis 2018 nahm er als Nationaldirektor von „Missio Italia“ auch an den Versammlungen der Päpstlichen Missionswerke teil.<br />In seiner Predigt sprach Erzbischof Autuoro darüber, wie die missionarische Dynamik der Kirche ihren Ursprung nicht in Projekten und Strategien, sondern im Geheimnis der trinitarischen Gemeinschaft findet. „Und so“, fügte der Erzbischof hinzu, „ist es schön zu wissen, dass auch Sie heute die Versammlung der Päpstlichen Missionswerke begehen.“ „Wie Papst Leo in seiner Botschaft zum bevorstehenden 100. Weltmissionssonntag in Erinnerung rief“, fuhr Autuoro fort, „entsteht Mission nicht nur aus der Einheit, sondern sie ist auch wirksam, wenn wir alle vereint sind. Und die Päpstlichen Missionswerke sind weltweit Ausdruck dieser Einheit.“ „In einer Zeit, die von Zwietracht, Gewalt, Tod und Krieg gezeichnet ist“, bemerkte der Erzbischof, „ist die Kirche, auch durch das Engagement der Päpstlichen Missionswerke, umso mehr zu dieser Mission des Aufbaus von Beziehungen zwischen allen Völkern der Erde berufen. Geschwisterliche Beziehungen, Beziehungen der Gemeinschaft, Beziehungen, in denen die Welt, die Nationen und die Völker zum Frieden geführt werden. Denn das erste Geschenk des auferstandenen Jesus an die Kirche und die Menschheit ist eben dieses Geschenk des Friedens“.<br /> <br />Sun, 31 May 2026 11:26:16 +0200Seligsprechung der Priester und Märtyrer Jan Bula und Václav Drbola am 6. Juni: Eine Geschichte der Gnade inmitten von Verfolgunghttps://www.fides.org/de/news/77747-Seligsprechung_der_Priester_und_Maertyrer_Jan_Bula_und_Vaclav_Drbola_am_6_Juni_Eine_Geschichte_der_Gnade_inmitten_von_Verfolgunghttps://www.fides.org/de/news/77747-Seligsprechung_der_Priester_und_Maertyrer_Jan_Bula_und_Vaclav_Drbola_am_6_Juni_Eine_Geschichte_der_Gnade_inmitten_von_VerfolgungVon Chiara Dommarco<br /><br />Brünn – „Regime, Ideologien und Ängste vergehen, aber Wahrheit, Liebe und Treue haben eine Stärke, die die Geschichte überdauert“, so Pfarrer Karel Orlita im Gespräch mit Fides über das Leben von Jan Bula und Václav Drbola, den beiden tschechischen Priestern, die am 6. Juni in Brünn selig gesprochen werden. Während der Eucharistiefeier unter dem Vorsitz von Kardinal Michael Czerny wird ein Kelch von Jan Bula verwendet werden.<br />Pfarrer Orlita, Postulator der Diözesanphase und Verwalter der römischen Phase des Seligsprechungsverfahrens, erlebte die Fortschritte bei der Selig- und Heiligsprechung der beiden Märtyrer aus nächster Nähe: es handelt sich um die ersten Märtyrer in der Diözese Brünn und in der zeitgenössischen Geschichte der Tschechischen Republik, die selig- oder heiliggesprochen werden.<br />„Wir leben in einer Zeit, die von Kriegen, Polarisierungen, kulturellen Krisen, Angst und moralischer Verwirrung geprägt ist. In diesem Zusammenhang erinnern uns ihre Aussagen daran, dass der Mensch nicht ohne Wahrheit und ohne Hoffnung leben kann. Sie zeigen, dass es möglich ist, menschlich frei zu bleiben, auch wenn alles von Gewalt und Lügen dominiert zu sein scheint“, kommentiert Pfarrer Orlita.<br />Václav Drbola wurde 1912 in Starovičky in Südmähren in eine Familie mit bescheidenen Verhältnissen geboren. Nach seinem Abitur 1933 trat er noch im selben Jahr ins Priesterseminar in Brünn ein. 1938 wurde er zum Priester geweiht und widmete sich insbesondere Kindern und Jugendlichen, indem er Katechismusunterricht, Theateraufführungen und Sportveranstaltungen organisierte. Als Mitglied der Tschechoslowakischen Volkspartei engagierte er sich aktiv im öffentlichen Leben von Bučovice, wo er einen Großteil seines Dienstes als Seelsorger ausübte und sich durch seine liebenswürdige Art die Zuneigung aller erwarb.<br />Jan Bula wurde 1920 in Lukow, einem mährischen Dorf an der Grenze zu Deutschland, in eine sehr einfache Familie geboren. Wie Drbola trat er 1939 direkt nach dem Abitur in das Priesterseminar in Brünn ein. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete er während der deutschen Besatzung als Zwangsarbeiter in einer Keramikfabrik, wo sein künstlerisches Talent zur Verzierung von Gebrauchsgegenständen genutzt wurde. 1944 kehrte er in das zerbombte Brünn zurück, malte Szenen der Passion auf Karton und widmete sich dem Studium und dem Verfassen von Texten über die russische Ikonenmalerei. Nach Kriegsende wurde er zum Priester geweiht und nach Rokytnice entsandt, wo er sich durch seine Großzügigkeit den Respekt aller Gemeindemitglieder erwarb. Sein kurzes Wirken war geprägt von Ausflügen, Theateraufführungen für Kinder und Jugendliche, Renovierungsarbeiten an der Pfarrkirche, seinem Engagement im Gemeindeleben als Mitglied der Volkspartei und den Gemälden, die er in seiner Freizeit schuf.<br />Nach dem kommunistischen Putsch von 1948 geriet die katholische Kirche, die bereits unter der Verfolgung durch die Nationalsozialisten litt, in eine neue schwere Zeit. Die Verstaatlichung von Kirchenbesitz, die Schließung von Schulen und Priesterseminaren sowie zahlreiche Verhaftungen von Geistlichen und Laien führten zu einer verschärften systematischen Kampagne gegen die Kirche. Im Juni 1949 setzte die Regierung einen Plan zur Rekrutierung von Katholiken für eine neue, eigens gegründete Organisation um, die sogenannte „Katholische Aktion“. Nachdem sie die katholische Presse verboten und Bischöfe unter Hausarrest gestellt hatte, versuchte die Regierung, Geistliche und Bevölkerung davon zu überzeugen, dass dies die neue katholische Vereinigung sei, der sie sich anschließen sollten.<br />Auf Bitte des Prager Erzbischofs Josef Beran an alle Priester verlasen auch Bula und Drbola am Sonntag, dem 19. Juni, während der Messe das von ihm herausgegebene Rundschreiben. Darin wurden die Gläubigen zur Wachsamkeit und zur Treue gegenüber der römisch-katholischen Kirche aufgerufen. Bei dieser Gelegenheit stellte Bula auch klar, dass die Unterschrift mit seinem Namen, die unter den Mitgliedern der Regierungsinitiative „Katholische Aktion“ auftauchte, eine Fälschung war: „ Seid treu. Enttäuscht nicht das Vertrauen eurer Kirche, in die ihr hineingeboren wurdet. Betet, dass der Heilige Geist euren Verstand erleuchte und euch in diesen schwierigen Zeiten wahre Erkenntnis schenke.“<br />So gerieten sie ins Visier der des tschechische Staatssicherheitsdienstes , die einen verdeckten Ermittler, „Hauptmann Malý“, einsetzte, um die beiden Priester zu verhaften. Im Februar 1951 besuchte Bulas ehemaliger Klassenkamerad Ladislav Malý ihn und erzählte ihm von einem Plan, Erzbischof Beran aus dem Gefängnis zu befreien. Malý fügte hinzu, dass dieser den Wunsch geäußert habe, bei einem katholischen Priester zu beichten, der Rom treu geblieben sei. Bula erklärte sich bereit, die Beichte des Erzbischofs abzunehmen, und der Hauptmann suchte den Priester mehrmals auf, doch dieser weigerte sich, seine Fragen zu dem Treffen mit dem Bischof zu beantworten. Bula wurde im April desselben Jahres verhaftet. <br />Dasselbe Muster wiederholte sich bei Drbola: Malý erzählte ihm dieselbe Geschichte über den Erzbischof, und der Priester versprach, seine Beichte abzunehmen, doch der Zeitpunkt für die Beichte kam nie. Drbola wurde im Juni 1951 verhaftet. Ihm wurde vorgeworfen, den Mordanschlag auf Babice am 2. Juli 1951 angestiftet zu haben, bei dem der Hauptmann und andere drei Funktionäre der Kommunistischen Partei töteten. Drbola und Bula, die sich zum Zeitpunkt der Ereignisse beide im Gefängnis befanden, wurden unter Folter gezwungen, sich selbst zu belasten und ein vor dem Richter vorzutragendes Protokoll mehrmals zu wiederholen. Laut diesem Protokoll war Drbola einer der Hauptanstifter des Dreifachmordes und Bula der Anführer einer subversiven Gruppe, die den Hauptmann unterstützte.<br />Drbola wurde am 3. August 1951 und Bula am 20. Mai 1952 im Gefängnis von Jihlava in Westmähren hingerichtet. Ihr Ruf der Unschuld hatte sich bereits zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung in der Öffentlichkeit verbreitet.<br />Zwei Tage nach dem Prozess, in dem neben Drbola 13 weitere Katholiken angeklagt waren, berichtete Radio Vatikan über das Urteil mit den Worten: „Wir kennen den wahren Grund für die Verurteilung der Priester und Laien zum Tode nicht. Auch aus offiziellen Nachrichten werden wir ihn nicht erfahren. Wenn sie verurteilt wurden, weil sie die natürlichen und unveräußerlichen Menschenrechte verteidigten, dann sind sie wahre Märtyrer.“<br />„Während der Arbeit an der Positio“, so Pfarrer Orlito, „hatte ich oft den Eindruck, dass das eigentliche Hauptthema ihrer Geschichte nicht so sehr die Verfolgung war, sondern die Kraft der Gnade Gottes, die sie bis zum Ende trug.“<br />In einer Gesellschaft, die zunehmend von emotionaler und psychischer Zerbrechlichkeit geprägt ist, von der vor allem Jungendliche betroffen sind, „kann das Lebensbeispiel und die Umstände des Todes der beiden Märtyrer zur Reifung eines gesunden und freien christlichen Gewissens beitragen, das sich nicht falschen Ideologien unterwirft, die damals wie heute einflussreich und manipulativ sind“, bemerkt Maria Cristina Bresciani, Postulatorin der römischen Phase des Seligsprechungsverfahrens, im Gespräch mit Fides.<br />Die Briefe, die Bula aus dem Gefängnis an seine Familie schrieb und die von der Polizei zurückgehalten und erst später ausgehändigt wurden, zeugen von der inneren Ruhe, mit der der junge Mann die Monate seiner Haft durchlebte: „Der Herrgott hat mir ein kurzes Leben geschenkt, aber ich glaube, es war nicht vergeblich. Ich bin heute glücklich, Ihm gedient zu haben und bis zum Ende sein Diener geblieben zu sein. Ich gehe in Frieden mit Ihm. Ich freue mich darauf, in der Ewigkeit zu ruhen und all jene wiederzusehen, die mir vorausgegangen sind. Ich hatte viele Pläne, aber sie alle waren dem Willen Gottes untergeordnet".<br />„Auch die Gestalt von Václav Drbola“, bemerkt Pfarrer Orlito, „ist zutiefst bewegend. Aus den Zeugnissen geht hervor, dass er ein Priester war, der den Menschen sehr nahestand, demütig, väterlich und einfach. Und vielleicht macht gerade diese Normalität sein Zeugnis umso bedeutsamer. Es waren keine Männer, die nach Heldentum strebten: Es waren Priester, die einfach Christus und der Kirche treu bleiben wollten.“ <br />Zwei für die gesamte Gesellschaft wichtige Persönlichkeiten, betont Pfarrer Orlito: „Für Gläubige sind sie ein Beispiel für Treue zu Christus und der Kirche, selbst in Zeiten der Prüfung. Sie lehren uns, dass Glaube nicht bloß eine kulturelle Tradition oder ein privates Gefühl ist, sondern eine Realität, für die es sich zu leben und, wenn nötig, zu leiden lohnt. Doch ihre Botschaft spricht auch Nichtgläubige an, denn ihr Opfer berührt universelle Werte: Zivilcourage, die Verteidigung des Gewissens, die Ablehnung der Lügen der Macht. Selbst diejenigen, die nicht dem christlichen Glauben angehören, können in ihnen Männer erkennen, die ihre Würde nicht opfern.“<br /><br />Sat, 30 May 2026 09:03:25 +0200EUROPA/SPAGNA - Leiter der Caritasstelle der DiözeseTeneriffa zur Migration: “Wir dürfen uns nicht an das Leid gewöhnen”https://www.fides.org/de/news/77741-EUROPA_SPAGNA_Leiter_der_Caritasstelle_der_DioezeseTeneriffa_zur_Migration_Wir_duerfen_uns_nicht_an_das_Leid_gewoehnenhttps://www.fides.org/de/news/77741-EUROPA_SPAGNA_Leiter_der_Caritasstelle_der_DioezeseTeneriffa_zur_Migration_Wir_duerfen_uns_nicht_an_das_Leid_gewoehnenSanta Cruz de Tenerife – Der bevorstehende Besuch des Heiligen Vaters auf den Kanarischen Inseln am 11. und 12. Juni steht im Zeichen der Migration über den Atlantik. Diese zählt zu den gefährlichsten und tödlichsten Routen der Welt und führt Tausende von Menschen nach Überfahrten, die von Leid und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft geprägt sind, auf die Kanarischen Inseln. Laut den aktuellsten Daten erreichten im Jahr 2024 rund 24.000 Menschen die Kanarischen Inseln, während seit 2020 über 19.000 auf dieser Route ihr Leben verloren haben.<br />Fides interviewte Juan Pedro Rivero González, Leiter der Caritasstelle der Diözese Teneriffa, Professor für Theologie und Kirchengeschichte sowie Pfarrer im Bistum Santa Cruz de Tenerife, der sagt, die Realität der Migration stelle „das kollektive Gewissen zutiefst auf die Probe“ und zwinge dazu, sich nicht an das Leid zu gewöhnen oder das menschliche Drama auf Zahlen oder politische Debatten zu reduzieren. Durch Caritas und Pfarrgemeinden, so betont er, versucht die Kirche, in einem Land, das historisch gesehen auch Auswanderung erlebt hat, mit Nähe, Akzeptanz und Schutz der Menschenwürde zu antworten.<br /><br />Die Realität der Migration ist auf den Inseln besonders deutlich sichtbar, und die Atlantikroute gehört mit über 19.000 Todesfällen seit 2020 zu den tödlichsten der Welt. Welche Herausforderungen birgt diese Situation?<br /><br />Die Migration, die wir auf den Kanarischen Inseln erleben, stellt eine der größten menschlichen und moralischen Herausforderungen unserer Zeit dar. Hinter jeder Zahl verbirgt sich ein Gesicht, eine Geschichte, eine Familie und in vielen Fällen immenses Leid, geprägt von Armut, Gewalt, Perspektivlosigkeit und Verzweiflung. Die Atlantikroute ist zu einer Front des Schmerzes und des Todes geworden, die unser kollektives Gewissen zutiefst herausfordert.<br />Aus menschlicher Sicht besteht die größte Herausforderung darin, sich nicht an das Leid zu gewöhnen. Es besteht die Gefahr, Tragödien zu normalisieren, ankommende Menschen und Schiffbrüche zu bloßen Randnotizen zu degradieren. Doch kein Mensch darf als Mensch als illegal betrachtet oder auf ein statistisches Problem reduziert werden. Wir sprechen von Menschen mit Würde, die nach einer besseren Zukunft suchen. Und aus kirchlicher Sicht stellt uns diese Realität als Gläubige vor eine tiefgreifende Herausforderung. Das Evangelium erinnert uns immer wieder daran, dass Christus selbst im Fremden, im Armen und im Schutzlosen gegenwärtig ist.<br /><br />Könnten Sie uns einen allgemeinen Überblick über die historische und aktuelle Migrationssituation auf Teneriffa geben?<br /><br />Die Kanarischen Inseln waren historisch gesehen ein Auswanderungsland und jahrzehntelang auch ein Land der Aufnahme. Unser kollektives Gedächtnis ist geprägt von Generationen von Kanariern, die auf der Suche nach besseren Chancen in Amerika oder anderswohin auswandern mussten. Diese historische Erfahrung sollte uns heute helfen, Migration mit mehr Sensibilität und Menschlichkeit zu begegnen.<br /><br />Welchen Menschen begegnet man am häufigsten bei der Aufnahme von Migranten?<br />Derzeit erreichen Menschen unterschiedlichster Herkunft unsere Inseln. Darunter sind Familien aus Lateinamerika, insbesondere aus Venezuela, Kuba und Kolumbien; junge Menschen aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara; Menschen aus der Sahelzone; marokkanische Familien; unbegleitete Minderjährige sowie Migranten, die vor bewaffneten Konflikten oder extremen Gefahren fliehen. Oftmals haben sie besonders dramatische Überfahrten hinter sich, die erhebliche physische und psychische Folgen mit sich bringen.<br /><br />Wie erlebt und gestaltet die örtliche Kirche die Aufnahme, und welche Art von Unterstützung wird angeboten, einschließlich geistlicher Begleitung?<br /><br />Die örtliche Kirche möchte Nähe und umfassende Begleitung anbieten. Oft begegnen wir Menschen muslimischen oder anderen Glaubens, was tiefen Respekt und Dialogbereitschaft erfordert. Die Kirche fragt nicht in erster Linie nach der Religionszugehörigkeit der Betroffenen, sondern nach ihren Bedürfnissen und ihrer Würde. <br />Eine stille, aber unschätzbare Arbeit wird durch Pfarreien, Ordensgemeinschaften, die Diözesanstelle der Caritas und zahlreiche Freiwillige geleistet. Die Mitarbeitenden der kirchlichen Einrichtungen, die sich dieser Situation annehmen, werden Gelegenheit haben, Papst Leo XIV. auf der Plaza del Cristo in La Laguna zu begegnen.<br /><br />Was haben Sie persönlich durch den Kontakt mit Migranten in Ihrer kirchlichen Tätigkeit gelernt?<br /><br />Es gibt andere Priester, die direkteren Kontakt zu Migranten aus Afrika haben. Wir alle pflegen jedoch eine Beziehung zu Migranten aus Lateinamerika, die unsere christlichen Gemeinden bereichert haben. Der Kontakt mit Migranten hat mir vor allem den Wert der Hoffnung und der Menschenwürde gelehrt, selbst inmitten von Leid. Viele dieser Menschen kommen nach extrem schwierigen Erfahrungen an und bewahren sich trotz allem eine große Kampfkraft, Dankbarkeit und Zuversicht für die Zukunft.<br /><br />Was kann die christliche Gemeinschaft von Migranten lernen?<br /><br />Die christliche Gemeinschaft kann viel von ihnen lernen: Resilienz, Opferbereitschaft, den Wert der Familie und in vielen Fällen sogar einen einfachen und tiefen Glauben. Arme und Migranten sind nicht nur Empfänger von Hilfe; sie verkünden auch durch ihr Zeugnis das Evangelium.<br />Die Realität der Migration lässt sich nicht allein mit Notfällen oder Grenzkontrollen erfassen. Papst Franziskus hat wiederholt betont, wie wichtig es ist, die Ursachen anzugehen, die Millionen von Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat zwingen: Armut, Gewalt, Ausbeutung von Ressourcen, Krieg oder fehlende Perspektiven. In diesem Sinne sprach er auch vom „Recht, nicht auszuwandern“, also vom Recht jedes Menschen, in Würde, Sicherheit und Hoffnung im eigenen Land zu leben, ohne zur Auswanderung gezwungen zu werden. <br />Wahre Hilfe bedeutet nicht nur, Menschen willkommen zu heißen, sondern auch dazu beizutragen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass niemand mehr sein Leben auf See riskieren muss, um eine bessere Zukunft zu finden. In diesem Sinne hat die Stiftung „El Buen Samaritano“ der Pfarrei Añaza in Santa Cruz de Tenerife mit dem Bau eines Hotels im Senegal begonnen, um jungen Menschen ohne Zukunftsperspektive Arbeitsplätze vor Ort zu bieten. Ich betrachte dieses Projekt als einen Paradigmenwechsel im Kampf gegen die Auswanderung.<br /><br />Sie sind nicht nur Leiter der Caritasstelle, sondern auch Dozent und Pfarrer und verfügen daher über einen umfassenden Blick auf die gesellschaftliche Realität. Welchen Beitrag kann die Kirche Ihrer Ansicht nach zur gesellschaftlichen und politischen Debatte über Migration leisten?<br /><br />Die Kirche kann eine zutiefst menschliche und ethische Perspektive bieten. Es ist nicht die Aufgabe der Kirche, konkrete technische oder politische Lösungen zu liefern, sondern stets die zentrale Bedeutung der Menschenwürde und die Notwendigkeit des Aufbaus einer auf Geschwisterlichkeit und nicht auf Ablehnung gegründeten Gesellschaft zu betonen.<br /><br />Welche Rolle sollten öffentliche Institutionen und die Zivilgesellschaft spielen? Findet eine ausreichende Zusammenarbeit statt?<br /><br />Manchmal polarisiert sich die öffentliche Debatte übermäßig, und es besteht die Gefahr, dass das Phänomen Migration für ideologische oder wahlpolitische Zwecke instrumentalisiert wird. Die Kirche ist aufgerufen, daran zu erinnern, dass hinter jeder politischen Maßnahme echte Menschen stehen. Keine Institution kann einer so komplexen Realität allein begegnen. Deshalb ist die Zusammenarbeit zwischen Verwaltungen, sozialen Organisationen, Religionsgemeinschaften und Bürgern unerlässlich. <br />Auf den Kanarischen Inseln gibt es viele positive Beispiele für Kooperation, obwohl es natürlich immer Verbesserungspotenzial gibt. Wichtig ist, den Menschen dabei nie aus den Augen zu verlieren.<br /><br />- Wie ist die Stimmung in der örtlichen Kirche und in der Gesellschaft im Allgemeinen angesichts des bevorstehenden Besuchs von Papst Leo XIV. auf den Inseln?<br /><br />Der Besuch des Heiligen Vaters wird sowohl in der kanarischen Kirche als auch in weiten Teilen der kanarischen Gesellschaft mit großer Begeisterung und Hoffnung aufgenommen. Jenseits des institutionellen oder medialen Ereignisses verstehen viele Menschen diesen Besuch als Zeichen der Nähe und Anerkennung der Realität, in der wir auf den Inseln leben.<br /><br />Wie bereiten sich Pfarreien und Gemeinden auf die Ankunft des Papstes vor?<br /><br />Viele Pfarreien und Gemeinden fördern Momente des Gebets, der Besinnung und der Vorbereitung, insbesondere im Hinblick auf die Realität der Migration und den ständigen Aufruf des Papstes zur universalen Geschwisterlichkeit. Ich glaube, diese Vorfreude trägt dazu bei, die kirchliche Gemeinschaft zu stärken und unser Engagement für die Evangelisierung zu erneuern. Der Papst besitzt die bemerkenswerte Gabe, Fragen aufzuwerfen, Gewissen zu bewegen und viele Menschen, die der Kirche vielleicht fernstanden, der Kirche näherzubringen.<br />Ich persönlich glaube, der schönste Moment des Besuchs des Heiligen Vaters wird der danach sein, wenn wir die Gelegenheit haben, seine Reden in Ruhe zu lesen und darüber nachzudenken, wie die Kraft des Evangeliums unsere kirchliche Sendung erneuert.<br /><br />Der Papst wird Migranten begegnen: Welche Bedeutung hat diese Geste?<br /><br />Der Papst rückt diejenigen wieder in den Mittelpunkt, die oft am sozialen und existenziellen Rand leben. Dies ist nicht nur eine formale Geste; es ist ein Zeichen an die Welt, dass Migranten nicht unsichtbar sind und ihr Leid uns nicht gleichgültig lassen darf.<br />Darüber hinaus ist diese Begegnung tief mit dem Kern des Evangeliums verbunden. Jesus wandte sich stets denen zu, die von der Gesellschaft abgelehnt oder ausgegrenzt wurden. Der Papst folgt dieser Logik und gibt einer Realität, die oft nur durch politische oder wirtschaftliche Kategorien analysiert wird, ein menschliches Antlitz zurück.<br />Für die Migranten selbst bedeutet diese Geste auch die Anerkennung ihrer Würde und ihres Wertes als Menschen.<br /><br />Aus einer eher pastoralen Perspektive: Was sind die größten Herausforderungen für die Evangelisierung heute, und wie wird die missionarische Dimension der Kirche im Alltag auf den Inseln gelebt?<br /><br />In einer Gesellschaft, die von Säkularisierung, Individualismus und oft religiöser Gleichgültigkeit geprägt ist, genügt es heute nicht mehr, Strukturen zu erhalten; es gilt, echte Begegnungen mit den Menschen zu ermöglichen und Räume zu schaffen, in denen sie Nähe, Sinn und Hoffnung erfahren können. <br />Die missionarische Dimension der Kirche auf den Kanarischen Inseln zeigt sich oft im Alltag und in einfachen Dingen: offene Pfarreien, Unterstützung für Familien, Fürsorge für Bedürftige, Bildungsprojekte, karitative Arbeit und Präsenz in verschiedenen sozialen Bereichen.<br /><br />Gibt es Initiativen, die ein Zeichen der Hoffnung für die Evangelisierung darstellen?<br /><br />Es gibt viele hoffnungsvolle Initiativen, die vielleicht nicht immer mediale Aufmerksamkeit erhalten, aber im Stillen Leben verändern: Projekte mit Jugendlichen, Unterstützung für Familien, Hilfe für Migranten, Gemeinschaften, die gemeinsam beten und dienen, soziales Engagement oder Evangelisierungserfahrungen in Kontexten fernab der Kirche.<br />Ich glaube, eines der ermutigendsten Zeichen ist die Erkenntnis, wie viele Menschen – Priester, Ordensleute und Laien – ihr Leben weiterhin mit Freude und Großzügigkeit in den Dienst anderer stellen. Dort schlägt das missionarische Herz der Kirche weiterhin stark.<br />Solange es eine Gemeinschaft gibt, die bereit ist, Leidende willkommen zu heißen, ihnen zuzuhören und ihnen beizustehen, wird es Hoffnung geben; und die Kanarischen Inseln sind aufgrund ihrer Geschichte und ihrer Seele dazu berufen, ein Land der Begegnung, der Menschlichkeit und der gemeinsamen Hoffnung zu sein.<br /> <br />Fri, 29 May 2026 13:35:32 +0200AFRIKA/KENIA - Widerstand gegen ein US-amerikanisches Behandlungszentrum für Ebola-Patienten in Keniahttps://www.fides.org/de/news/77745-AFRIKA_KENIA_Widerstand_gegen_ein_US_amerikanisches_Behandlungszentrum_fuer_Ebola_Patienten_in_Keniahttps://www.fides.org/de/news/77745-AFRIKA_KENIA_Widerstand_gegen_ein_US_amerikanisches_Behandlungszentrum_fuer_Ebola_Patienten_in_KeniaNairobi – Die „Law Society of Kenya“ lehnt einem US-amerikanischen Behandlungszentrum für Ebola-Patienten in Kenia ab.<br />„Wir fordern die kenianische Regierung auf, strenge Maßnahmen zu ergreifen, um die Einschleppung von Ebola-Fällen nach Kenia zu verhindern. Dazu gehört die Ablehnung des Antrags der US-Regierung auf Einrichtung eines Ebola-Behandlungszentrums in Kenia, in das Ebola-Patienten aus anderen Ländern eingeflogen würden“, so der Präsident der LSK, die 20.000 Mitglieder zählt.<br />Die US-Regierung hat angekündigt, die Einrichtung einer Quarantäne- und Behandlungszentrums in Kenia speziell für Amerikaner zu erwägen, die dem Ebola-Virus ausgesetzt waren , anstatt sie in die Vereinigten Staaten zurückzuholen. Der Vorschlag löst in Kenia eine intensive öffentliche Debatte aus, insbesondere aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Risiken für die lokale Bevölkerung und der Frage nach der Kapazität des kenianischen Gesundheitssystems, eine mögliche Pandemie zu bewältigen. Die kenianischen Behörden bestätigten den Beginn von Gesprächen, betonten aber, dass die endgültige Entscheidung der nationalen Sicherheit Priorität einräumen werde.<br />Der Präsident der LSK bestreitet nicht, dass die vom Virus Betroffenen angemessene Versorgung erhalten sollten, betont aber, dass diese dort erfolgen müsse, wo die Infektion auftritt. „Da alle Ebola-Patienten Zugang zu medizinischer Versorgung auf höchstem Niveau verdienen und wir ihnen menschliche Solidarität schulden, während wir gleichzeitig die gesunde Bevölkerung schützen, schreiben die Gesundheitsprotokolle vor, dass Behandlungs- und Isolationseinrichtungen in der Nähe des Infektionsherdes eingerichtet werden“, bekräftigt er. <br />Bislang wurden in Kenia keine Ebola-Fälle gemeldet. Das Virus hat jedoch einige Gebiete im Osten der Demokratischen Republik Kongo und mit etwa zehn Fällen auch Uganda betroffen. Uganda hat die Grenze zur Demokratischen Republik Kongo geschlossen und die für den 3. Juni geplante Wallfahrt zum Tag der ugandischen Märtyrer zum Nationalheiligtum von Namugongo abgesagt . Unter den erwarteten Pilgern befanden sich auch mehrere aus Kenia. Mindestens 500 kenianische Gläubige, die sich auf den Weg nach Namugongo gemacht hatten, wurden an der Grenze aufgehalten.<br /> Thu, 28 May 2026 13:44:07 +0200AFRIKA/NIGERIA - “Möge Gottes Gnade gegenüber Abraham unsere Gemeinschaften in diesen schwierigen Zeiten zum Zusammenleben inspirieren”https://www.fides.org/de/news/77744-AFRIKA_NIGERIA_Moege_Gottes_Gnade_gegenueber_Abraham_unsere_Gemeinschaften_in_diesen_schwierigen_Zeiten_zum_Zusammenleben_inspirierenhttps://www.fides.org/de/news/77744-AFRIKA_NIGERIA_Moege_Gottes_Gnade_gegenueber_Abraham_unsere_Gemeinschaften_in_diesen_schwierigen_Zeiten_zum_Zusammenleben_inspirieren Abuja – „Möge Gottes Gnade gegenüber Abraham unsere Gemeinschaften in diesen schwierigen Zeiten zum Zusammenleben inspirieren“, so die nigerianische Bischofskonferenz in einer Botschaft an die muslimischen Gläubigen des Landes anlässlich des Eid al-Adha-Festes, das an Gehorsam des Propheten Abraham gegenüber Gott erinnert.<br />„Gottes Gnade, an die wir uns bei diesem Fest erinnern, lädt Muslime, Christen und alle Nigerianer dazu ein, über die Erlösung Abrahams nachzudenken, als sein Sohn verschont wurde und zu ihm zurückkehrte“, betonen die nigerianischen Bischöfe. „Für diese Gnade sind wir alle aufgerufen, Gott zu danken, der uns trotz der dunklen Wolken der Ungewissheit und der schwierigen Umstände in diesem Moment unserer nationalen Geschichte beschützt“, heißt es weiter in der Botschaft.<br />Die CBCN ruft die Nigerianer dazu auf, diesem Beispiel zu folgen und so zum Wachstum unserer Gemeinschaften beizutragen.<br />An die an die Oberhäupter islamischer Gemeinden gewandt, erklären die katholischen Bischöfe: „Gemeinsam können wir als Führungskräfte dazu aufrufen, mehr Nächstenliebe zum Wohle aller zu üben.“ Dies sei ein Aufruf, „egoistische Strategien und Programme aufzugeben“, um sich „unseren Mitmenschen, die heute unter den Folgen jahrelanger ineffektiver Politik leiden, selbstlos zu widmen.“<br />Das Bistum Oyo im Südwesten Nigerias veröffentlichte eine von Bischof Emmanuel Adetoyese Badejo und Pfarrer Joseph Ogundipe, dem Leiter des Büros für interreligiösen Dialogs im Bistum, unterzeichnete Botschaft. Darin äußerten sie die Hoffnung, dass der Feiertag eine Gelegenheit bieten werde, den Dialog zwischen Christen und Muslimen zu vertiefen. Angesichts der Entführungswelle rief die Botschaft Christen und Muslime zur Einheit im Kampf gegen „alle Formen des Bösen, die unsere Identität und unser gemeinsames Streben als Gläubige an den einen Gott bedrohen“, auf.<br /> <br />Thu, 28 May 2026 12:24:40 +0200