EUROPA/ITALIEN - Kamillianer-Orden gedenkt seiner Märtyrer und erinnert an die Hingabe der Krankenpfleger in der heutigen Zeit

Donnerstag, 21 Mai 2026

Cadis

Rom (Fides) – Mehr als 300 Blutzeugen haben ihr Leben im Dienst an Kranken, Verwundeten und Vergessenen geopfert, oft inmitten von Kriegen, Epidemien und Katastrophen. „Ihr Vermächtnis ist nicht nur eine Erinnerung, die wir bewahren; es ist eine lebendige Berufung, die uns bis heute prägt und unser Handeln beeinflusst“, so Pater José Ignacio Santaolalla Sáez (MI), Präsident des Camillian Disaster Serivice International (CADIS International), zum des Festes der Märtyrer des Krankenpflegeordens am 25. Mai.
„Lasst uns an diesem Tag, an dem wir der Märtyrer gedenken, gemeinsam für Gerechtigkeit und Frieden in der Welt beten, im Rahmen der Novene zu den Märtyrern des Kamillianerordens, die am 16. Mai begann“, so der Missionar in einer Mitteilung, die Fides vorliegt. „Lasst uns auch uns selbst fragen und darüber nachdenken: Wie sind wir aufgerufen, ihren Geist in einer Welt zu verkörpern, die von komplexen und lang anhaltenden Krisen geprägt ist? Wo sind wir aufgerufen, Solidarität zu zeigen, auch wenn es schwierig oder kostspielig ist? Dies sind die Fragen, die unsere Treue zu der uns anvertrauten Mission prägen werden.“
„Die Märtyrer der Kamillianer waren nicht einfach nur Gestalten der Vergangenheit; ihre Geschichten zeugen von demselben Mut und derselben Hingabe, die auch heute noch Gesundheitsfachkräfte inspirieren. Sie lebten und starben im Sinne des kamillianischen Charismas: den Kranken zu dienen, selbst unter Einsatz ihres eigenen Lebens. Während wir auf die Vergangenheit zurückblicken, dürfen wir in der Gegenwart die dringenden Hilferufe des andauernden Konflikts im Nahen Osten nicht ignorieren. Ganze Gemeinschaften sind unmittelbar von der Gewalt betroffen: Familien werden aus ihren Häusern vertrieben, Verwundete benötigen dringend medizinische Versorgung, Kinder sind ihrer Sicherheit und Bildung beraubt, und die Gesundheitssysteme sind am Limit“, so der CADIS-Präsident, der die vielfältigen Bedürfnisse hervorhebt, die erfüllt werden müssen, darunter die medizinische Notfallversorgung der Verwundeten, der Zugang zu lebenswichtigen Medikamenten, psychosoziale Unterstützung für Kriegstraumatisierte, der Schutz der Schwächsten und die Wiederherstellung der grundlegenden Menschenwürde. „Ebenso wichtig sind die langfristigen Bedürfnisse“, fügt Pater José Ignacio hinzu, „um die Gemeinschaftsstrukturen wiederaufzubauen, die Lebensgrundlagen zu sichern, die lokalen Gesundheitskapazitäten zu stärken und die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung in dieser anhaltenden Unsicherheit zu fördern.“
„Während wir diesen Gedenktag begehen, müssen wir uns auch den umfassenderen Realitäten stellen, die unsere humanitäre Lage prägen. Das Zusammenwirken bewaffneter Konflikte, klimabedingter Katastrophen und globaler Gesundheitsprobleme verstärkt die Verwundbarkeit der Menschen. Das Beispiel der Märtyrer der Kamillianer mahnt uns, dass unsere Reaktion nicht halbherzig oder zögerlich sein darf. Sie muss mutig, koordiniert und tief in unserer Identität verwurzelt sein“, fügt er hinzu.
„Möge uns das Zeugnis der Märtyrer der Nächstenliebe weiterhin inspirieren“, schließt der Präsident von CADIS International, „Möge ihr Opfer unsere Reaktion auf die dringenden Bedürfnisse unserer Zeit leiten. Und möge unsere gemeinsame Mission, selbst in kleinen, aber bedeutsamen Schritten, zur Wiederherstellung von Frieden und Würde für alle beitragen.“
(AP) (Fides 21/5/2026)


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