Von Pfarrer John Mi Shen*
Jakarta (Fides) – Die XII. Vollversammlung der Föderation Asiatischer Bischofskonferenzen (FABC), die vom 20. bis 26. Juli 2026 in Jakarta, Indonesien, stattfand, brachte über 120 Teilnehmende zusammen, darunter Bischöfe aus ganz Asien, Vertreter des Heiligen Stuhls, Theologen und Theloginnen, Ordensleute und Laienmitarbeitende. Die Woche stand im Zeichen des Gebets, der Besinnung und des Dialogs über die Zukunft der Kirche in Asien.
Inspiriert vom Thema „Synodale Umkehr und die Mission, Brückenbauer und Brücken in Asien zu sein“, das dem Johannesevangelium (1,50) entlehnt ist, bekräftigte die Versammlung das Engagement der Kirche, in Gemeinschaft, Teilhabe und Mission im Kontext der reichen kulturellen, religiösen und sozialen Vielfalt des Kontinents zusammen voranzugehen.
Während der Woche nahmen die Teilnehmer an Eucharistiefeiern, theologischen Reflexionen, Hauptvorträgen, regionalen Konsultationen und „Gesprächen im Geist“ teil, um zu ergründen, wie die Ortskirchen effektiver auf die aktuellen pastoralen Realitäten antworten können.
Besonderes Augenmerk lag auf der Stärkung der synodalen Führung, der Förderung des Dialogs mit anderen Religionen und Kulturen, der Begleitung junger Menschen, dem Schutz der Schöpfung, der Förderung von Gerechtigkeit und Frieden sowie der Annahme der Chancen und Herausforderungen des digitalen Zeitalters und der künstlichen Intelligenz.
Die Versammlung wurde durch die Anwesenheit von Kardinal Oswald Gracias als Sondergesandtem des Papstes, Kardinal Filipe Neri Ferrão, Präsident der FABC, Kardinal Luis Antonio Tagle, Kardinal Mario Greck, Pater Tomáš Halík, der Wissenschaftlerin Choong Pui Yee und zahlreichen profilierten Vertretern verschiedener kirchlicher Gemeinschaften bereichert, deren Reflexionen die gemeinsame Entscheidungsfindung der asiatischen Kirchen mitprägten. Eine Videobotschaft von Papst Leo XIV. ermutigte die Teilnehmer zudem, treue Zeugen der Hoffnung und der Gemeinschaft zu bleiben.
Ein bedeutendes Ergebnis der Synodalversammlung war die Annahme der gemeinsamen Schlussbotschaft und des „Vademecums“ zur Synodalität in Asien (als Leitfaden gedacht), das den asiatischen Kirchen pastorale Orientierung für ihre weitere synodale Ausrichtung und ihr missionarisches Engagement in den kommenden Jahren bietet. Die abschließende Eucharistiefeier in der Kathedrale Mariä Himmelfahrt, gefolgt von einem symbolischen Besuch durch den so genannten „Tunnel der Freundschaft“ in Jakartas zur Istiqlal-Moschee, spiegelte den Auftrag der Synodalversammlung wider, Brücken zu bauen – nicht nur innerhalb der Kirche, sondern auch zu Menschen anderer Religionen, Kulturen und Traditionen – und damit Asiens langjährige Berufung zum Dialog und friedlichen Zusammenleben zu verkörpern.
Im Rückblick auf die Synode würde ich sie als einen Moment beschreiben, in dem die Kirchen Asiens einander zuhörten, gemeinsam berieten und ihr gemeinsames missionarisches Engagement erneuerten. Pfarrer John Mi hob zudem hervor, dass dank der gemeinsamen Berichterstattung von „Radio Veritas Asia“ und seinen Medienpartnern die Stimmen und Hoffnungen der Synode zu Katholiken in ganz Asien gelangen konnten, wodurch die Gemeinschaft der Ortskirchen gestärkt und die Früchte des synodalen Prozesses dem gesamten Volk Gottes zugänglich gemacht wurden.
(Fides 27/7/2026)
* Exekutivsekretär des Büros für soziale Kommunikation der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen (FABC)