AMERIKA/PERU - Erdbeben im Zentrum Perus: Katholische Kirche bringt Hilfen auf den Weg

Montag, 20 Juli 2026 erdbeben   naturkatastrophen   caritas   ortskirchen  

Huancayo (Fides) – Die peruanische Bischofskonferenz hat ihr tiefstes Mitgefühl für die Opfer und die schweren Schäden des Erdbebens in der Region Junín im Zentrum des Landes zum Ausdruck gebracht und den betroffenen Familien und Vertriebenen ihre geistliche Verbundenheit versichert. In einem vom Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Erzbischof Carlos García Camader von Lurín, unterzeichneten Botschaft bekunden die Bischöfe ihr Gebet für das ewige Seelenheil der Verstorbenen und bitten den Herrn, allen Betroffenen Kraft, Trost und Hoffnung zu schenken.
Nach Angaben des Geophysischen Instituts von Peru (IGP) ereignete sich das Erdbeben mit einer Stärke von 5,1 und geringem Epizentrum am Samstag, dem 18. Juli, um 21:24 Uhr (Ortszeit) im Distrikt Chongos Bajo in der Provinz Chupaca in der Andenregion Junín, etwa 300 km östlich von Lima. Die vorläufigen Zahlen belaufen sich auf mindestens sechs Tote, über dreißig Verletzte und mehrere hundert Obdachlose. Die Behörden prüfen weiterhin die Lage in den abgelegensten Dörfern. Sie befürchten, dass die Zahl der Todesopfer steigen könnte, sobald die Rettungsteams die schwer zugänglichen Gebiete erreichen.
Die Bischöfe sprechen denjenigen, die ihr Zuhause verloren haben, sowie allen an den Rettungs-, Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen Beteiligten ihre besondere Verbundenheit aus. „In diesen schweren Zeiten bitten wir den Herrn des Lebens um seinen Schutz, damit er unser Volk stärkt und den Geist der Solidarität festigt, der Peru seit jeher auszeichnet“, heißt es in der Erklärung weiter. Die Gläubigen werden aufgefordert, die Hoffnung nicht zu verlieren und daran zu denken, dass „Christus, der Sieger über Schmerz und Tod, mit den Leidenden geht“.
In der direkt vom Erdbeben betroffenen Region das Erzbistum Huancayo, zu dem auch die Provinz Chupaca gehört, in Zusammenarbeit mit Caritas Huancayo eine Solidaritätsaktion für die vom Erdbeben in Pumpunya-Chupaca betroffenen Familien auf den Weg gebracht. In einem Spendenaufruf wird die gesamte Gemeinde aufgerufen, sich zusammenzuschließen und den Bedürftigsten „Hoffnung, Trost und Hilfe“ zu bringen. Gesammelt werden insbesondere haltbare Lebensmittel, gut erhaltene Kleidung, Decken, Trinkwasser in Flaschen, Hygieneartikel und andere lebensnotwendige Dinge.
Das Erdbeben verursachte den Einsturz oder die teilweise Zerstörung zahlreicher ländlicher Häuser aus Lehmziegeln, wie sie für die Andengemeinden der Region typisch sind. Auch einige Gesundheitseinrichtungen, öffentliche Gebäude und lokale Kirchen wurden beschädigt.
(MLK) (Fides 20/4/2026)


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