VATIKAN/ANGELUS - Papst Leo XIV. zu den Kriegen in verschiedenen Region der Welt: “Wir dürfen nicht schweigen”

Sonntag, 22 März 2026 papst leo xiv.   angelusgebet   evangelium   kriege   sportliche tätigkeiten   lehramt  

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Vatikanstadt (Agenzia Fides) – Tod und Schmerz durch die Kriege im Nahen Osten und in anderen Regionen der Welt „sind ein Skandal für die gesamte Menschheitsfamilie und himmelschreiend“ und „wir dürfen angesichts des Leides so vieler wehrloser Menschen, die Opfer dieser Konflikte sind, nicht schweigen“, so Papst Leo XIV. am fünften Fastensonntag im Anschluss an das Angelusgebet mit den auf dem Petersplatz versammelten Pilgern und Gläubigen.
Der Bischof von Rom erklärte, er verfolge „mit Besorgnis die Lage im Nahen Osten sowie in anderen Regionen der Welt, die von Krieg und Gewalt heimgesucht werden“ und erneuerte seinen nachdrücklich seinen Aufruf, „im Gebet auszuharren, damit die Feindseligkeiten ein Ende finden und sich endlich Wege des Friedens eröffnen, die auf aufrichtigem Dialog und der Achtung der Würde jedes Menschen beruhen“. Anschließend bezog er sich auf den an diesem in Rom stattfindenden Marathonlauf, „an dem zahlreichen Athleten aus aller Welt teilnehmen. Dies ist ein Zeichen der Hoffnung“, betonte der Papst, „Möge der Sporte Wege des Friedens, der sozialen Inkludion und der Spiritualität ebnen“.
In seiner kurzen Katechese vor dem Angelusgebet zitierte Papst Leo XIV. die Lesung aus dem Johannesevangelium der Auferweckung des Lazarus, die an diesem fünften Fastensonntag in der Liturgie verkündet wurde.
Dies sei auf dem Weg durch die Fastenzeit ein Zeichen, betonte der Papst, „das von Christi Sieg über den Tod und vom Geschenk des ewigen Lebens spricht, das wir durch die Taufe empfangen.“ Jesus, so der Papst weiter, „sagt heute auch zu uns, wie er zu Martha, der Schwester des Lazarus: ‚Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.‘“
Die Gnade Christi, fügte er hinzu, „erleuchtet diese Welt, die ständig auf der Suche nach Neuem und Veränderung zu sein scheint“, selbst wenn dies bedeutet, „wichtige Dinge – Zeit, Energie, Werte, Zuneigung zu opfern, als ob Ruhm materieller Besitz, Vergnügungen, flüchtige Beziehungen unser Herz erfüllen oder uns unsterblich machen könnten.“ Auch dies könne als „Zeichen für das Verlangen nach Unendlichkeit, die jeder von uns in sich trägt“, gesehen werden. Doch „nichts Endliches“, fügte der Nachfolger Petri hinzu und zitierte damit eine Stelle aus den Bekenntnissen des heiligen Augustinus, „kann unseren inneren Durst stillen, denn wir sind auf Gott hin geschaffen und wir finden keinen Frieden, solange wir nicht in ihm ruhen.“
Es gebe „Gewohnheiten, Bedingtheiten und Denkweisen“, räumte der Papst ein, „die uns wie Felsbrocken in das Grab des Egoismus, des Materialismus, der Gewalt und der Oberflächlichkeit einschließen“. Doch wie schon bei Lazarus rufe Jesus auch uns zu: „Kommt heraus!“, und sporne uns damit an, „durch seine Gnade erneuert, aus diesen engen Räumen herauszutreten, um im Licht der Liebe zu wandeln - als neue Frauen und Männer, die nach dem Vorbild seiner unendlichen Leibe fähig sind, ohne Berechnung und ohne Maß zu lieben und zu hoffen“.
(GV) (Fides 22/3/2026)


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