Bogotá (Fides) – Die VI. Generalversammlung der Kirchlichen Konferenz des Amazonas (Conferencia Eclesial Amazonica, CEAMA), die von Montag, dem 16. März, bis Freitag, dem 20. März, in Bogotá stattfindet, will sich mit der Gegenwart und Zukunft der kirchlichen Mission im Amazonasgebiet befassen und nächsten Schritte des neuen Weges erörtern, der mit der Bischofssynode zum Thema Amazonas und dem nachsynodalen Apostolischen Schreiben „Querida Amazonia“ von Papst Franziskus eingeschlagen wurde.
Zur Teilnahme an Versammlung sind einhundert Personen eingeladen: 45 stimmberechtigte Mitglieder und etwa dreißig Sonderdelegierte, zusätzlich zu den Mitarbeitern des Sekretariats und der Versammlungsorganisation, darunter Vertreter der indigenen Völker Amazoniens, Bischöfe, Ordensleute, Priester und Laien.
Auf der Tagesordnung steht der „Fahrplan“ für die in Amazonien tätigen kirchlichen Einrichtungen für den Zeitraum 2026–2030. Es sollen die für die kommenden Jahre entworfenen „synodalen pastoralen Horizonte“ auf der Grundlage einer breiten Konsultation in den Gebieten bestätigen werden. Darüber hinaus wird die Versammlung die Ämter des CEAMA-Vorstands neu besetzen, beginnend mit dem Amt des Vorsitzenden, das derzeit von dem peruanischen Jesuiten-Kardinal Pedro Ricardo Barreto Jimeno, emeritierter Erzbischof von Huancayo, bekleidet wird. Neben den kolumbianischen Delegierten werden bei der Versammlung auch Delegierte aus Brasilien, Peru, Venezuela, Bolivien und Ecuador anwesend sein. Außerdem wird der vom Dikasterium für die Evangelisierung (Sektion für die Erstevangelisierung und die neuen Teilkirchen) entsandte Generalsekretär der Päpstlichen Missionsvereinigung, Pater Dinh Anh Nhue Nguyen, anwesend sein.
Die Versammlungen, die im Hauptsitz des Rates der Lateinamerikanischen Bischofskonferenzen (CELAM) stattfinden, stehen unter dem Motto und biblischen Leitmotiv eines Verses aus dem Buch des Propheten Jesaja: „Siehe, nun mache ich etwas Neues. Schon sprießt es, merkt ihr es nicht?“.
Die Kirchenkonferenz des Amazonas (CEAMA) ist das regionale kirchliche Gremium, das auf Wunsch der Bischöfe der Amazonasregion nach der Amazonassynode (Oktober 2019) gegründet und am 9. Oktober 2021 von Papst Franziskus kirchenrechtlich als öffentliche kirchliche Rechtspersönlickeit anerkannt.
Die in nun in Bogotá einberufene Versammlung hat zudem die Aufgabe, die Zusammenarbeit und die Methoden der Koordination mit anderen kirchlichen Gremien und Institutionen zu bestätigen und zu überprüfen, die in den letzten Jahren als Zeichen der Verbundenheit der katholischen Kirche mit den Völkern des Amazonasgebietes etabliert wurden, darunter Organisationen wie das Panamazonische Kirchennetzwerk (REPAM), das 2014 als kontinentales Netzwerk zur Unterstützung der Völker und Gebieteder Amazonasregion gegründet wurde; oder neuere Initiativen wie das „Red de Educación Intercultural Bilingüe Amazónica“ (REIBA) und das Amazonische Universitätsprogram (PUAM), die auf Anregung der 2019 stattgefundenen Bischofssynode zum Thema Amazonas entstanden sind.
Alle diese Organisationen teilen die Aufgabe, das Evangelium Christi in einem Gebiet zu verkünden und zu bezeugen, das von großen sozialen und ökologischen Notlagen betroffen ist und in dem kirchliche Gemeinschaften ein Zeichen der Hoffnung für alle sein können, angefangen bei den indigenen Völkern.
Zu den in den pastoralen Leitlinien für die kommenden Jahre vorgeschlagenen Prioritäten gehört der Aufruf, das ökologische Engagement der lokalen Gemeinschaften zu stärken und konkrete Antworten auf die großen und zunehmend besorgniserregenden Umweltbedrohungen zu finden, die die Region bedrohen.
Wenige Monate nach seiner Wahl zum Papst hatte sich Papst Leo XIV. in einem Telegramm an die Bischöfe gewandt, die vom 17. bis 20. August in Bogotá (Kolumbien) an der Versammlung der kirchlichen Amazonas-Konferenz teilnehmen (vgl. Fides 18/08/2025). „Es ist von wesentlicher Bedeutung“, so der Papst in dem vom Staatssekretär, Kardinal Pietro Parolin, unterzeichnete Telegramm, „dass Jesus Christus, in dem alles zusammengefasst ist, den Bewohnern des Amazonasgebiets mit Klarheit und unermesslicher Liebe verkündet wird“. Papst Leo dankte den Bischöfen für „Ihre Bemühungen, das Wohl der Kirche für die Gläubigen im geliebten Amazonasgebiet zu fördern“, und fordert sie auf, „auf der Grundlage der Einheit und Kollegialität, die einem ‚bischöflichen Organ‘ eigen sind, einen Weg zu finden, wie sie den Diözesanbischöfen und Apostolischen Vikaren konkret und wirksam helfen können, ihre Sendung zu erfüllen“.
(GV) (Fides 15/3/2026)