AMERIKA/VENEZUELA - Nach US-Militäreinsatz: Venezolanische Bischöfe und CELAM bringen Verbundenheit mit der Bevölkerung zum Ausdruck und beten für die Opfer

Montag, 5 Januar 2026 krisengebiete   geopolitik   ortskirchen   heilige   celam   soldaten  

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Caracas (Fides) – Nüchterne Appelle an die Vernunft und Einheit des Volkes, verbunden mit Worten der spirituellen Begleitung. Dies ist der Tenor der Botschaften, die in den letzten Stunden von den venezolanischen Bischöfen und den Spitzenvertretern des CELAM (Rat der Lateinamerikanischen Bischöfe) an die Bevölkerung Venezuelas gerichtet wurden, nachdem in den frühen Morgenstunden des 3. Januar in Caracas und anderen Gebieten des südamerikanischen Landes eine Militäroperation der US-Streitkräfte stattgefunden hatte, die mit der Verhaftung des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seiner Frau endete.
Die venezolanische Bischofskonferenz hat über ihr offizielles Instagram-Profil eine Botschaft verbreitet, in der sie ihre Verbundenheit mit den Opfern des US-Blitzangriffs (mindestens achtzig Soldaten und Zivilisten, nach den zuverlässigsten Informationen der lokalen und internationalen Medien) zum Ausdruck bringt und alle zum Gebet für die Bewahrung der Einheit des Landes aufruft.
„Angesichts der Ereignisse, die unser Land derzeit erlebt“, schreiben die venezolanischen Bischöfe, „bitten wir Gott, allen Venezolanern Gelassenheit, Weisheit und Kraft zu schenken. Wir sind solidarisch mit den Verletzten und den Familien der Verstorbenen. Wir beten weiterhin für die Einheit unseres Volkes.“
Auch der Vorstand des CELAM veröffentlichte am Sonntag, dem 4. Januar, eine Botschaft „der Verbundenheit und Hoffnung an die Kirche und das pilgernde Volk in Venezuela”. An die Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien Venezuelas gerichtet, schreiben die Verantwortlichen des CELAM, dass die Feier des Festes der Erscheinung des Herrn in diesem Moment „bedeutet, unseren Glauben an Gott zu erneuern, der den Völkern nahe ist, mit ihnen geht, die Nacht erhellt und neue Wege eröffnet, auch wenn alles ungewiss erscheint. Wie die Heiligen Drei Könige suchen wir weiterhin nach dem Stern, der uns zu Christus führt, dem Licht, das niemand löschen kann“.
In der Botschaft, die vom Vorsitzenden des CELAM und Erzbischof von Porto Alegre, Kardinal Jaime Spengler, und vom ersten Vizepräsidenten, dem Venezolaner José Louis Azuaje Ayala, Erzbischof von Maracaibo, unterzeichnet ist, macht sich die Leitung des CELAM die Worte von Papst Leo XIV. zu eigen, „der sich zur Lage in Venezuela geäußert und daran erinnert hat, dass das Wohl des Volkes immer über allen anderen Erwägungen stehen muss. Sein Appell ist klar und voller Hoffnung: Es gilt, jede Gewalt zu überwinden, die Würde jedes Menschen zu achten, sich um die Ärmsten zu kümmern und Wege der Gerechtigkeit und des Friedens zu beschreiten, die auf Dialog und Wahrheit beruhen“. „Mit dieser Überzeugung“, so heißt es weiter in der Botschaft an die venezolanischen Brüder und Schwestern, „möchten wir bekräftigen, dass ihr nicht allein seid. Der CELAM geht mit euch und dem venezolanischen Volk und unterstützt alle Bemühungen, Brücken zu bauen, Wunden zu heilen und Versöhnung zu fördern, ohne jemanden auszuschließen.“
Die Botschaft des CELAM schließt mit den Worten „diese Zeit und diesen Weg der liebevollen Fürsprache Unserer Lieben Frau von Coromoto, der Mutter des venezolanischen Volkes, und dem leuchtenden Zeugnis des Heiligen José Gregorio Hernández und der Mutter Carmen Rendiles (die am 19. Oktober 2025 von Papst Leo XIV. heiliggesprochen wurden, Anm. d. Red.) an, damit sie die Kirche und die gesamte venezolanische Nation beim Aufbau einer Zukunft in Frieden, Würde und Hoffnung begleiten mögen” .
(GV) (Fides 5/1/2026)


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