AMERIKA/ECUADOR - Friedensabkommen und Dialog: Bischöfe ziehen Bilanz

Donnerstag, 8 September 2022 soziale lage   politik     eingeborene  

Radio panamericana

Quito (Fides) - Mit einer an alle Ecuadorianer gerichteten Botschaft hat der Vorstand der Bischofskonferenz von Ecuador, der als Garant der Friedensabkommen fungiert, eine Bilanz dem aktuellen Stand der Arbeiten gezogen (vgl. Fides 22/6/2022; 24/6/2022; 01/07/2022;06/07/2022;19/7/2022).
Der Text erinnert zunächst an die 18tägigen Proteste auf die am 30. Juni ein von der Regierung und den Organisationen der indigenen Völker unterzeichnetes Friedensabkommen folgte, in dem man sich zu einem Dialog verpflichtetet, während die katholische Kirche gebeten wurde, als Garant einzutreten. Daher wurden "in einer Atmosphäre der Herzlichkeit, des Respekts und der Mitverantwortung" ein runder Tisch und zehn Arbeitsgruppen eingerichtet, an denen Vertreter der Regierung, indigener und sozialer Organisationen, der Kirche sowie Experten und Gäste teilnahmen. In einer Road Map wurden die konkreten Ziele, die Methodik und der Zeitrahmen vorgegeben.
In einer Sitzung am 31. August, so der Text weiter, bewertete der runde Tisch die Fortschritte der Arbeitsgruppen und stellte fest, dass nur eine Gruppe die Arbeit bereits abgeschlossen hatte, was unter anderem auf die Komplexität der behandelten Themen zurückzuführen sei. Es wurde beschlossen, das die anderen Gruppen ihre Arbeit bis zum 9. September abschließen sollen und am 12. September weitere Arbeitsgruppen ihre Arbeit aufnehmen werden, um 12. Oktober abzuschließen.
"Wir danken den Vertretern der Regierung und der indigenen und sozialen Organisationen, den Moderatoren, Rednern, Experten und geladenen Gästen für ihren bedeutenden Beitrag bei der Suche nach Lösungen für die dargelegten Probleme", heißt es in der Botschaft der Bischöfe, die die Regierung und die indigenen und sozialen Organisationen auffordern, "den bisher eingeschlagenen Weg zu würdigen und den Dialog als einzigen vernünftigen und praktikablen Weg zur Lösung der großen Konflikte und der historischen Forderungen aller Ecuadorianer, insbesondere der Ausgegrenzten und Verarmten, fortzusetzen".
Mit der Aufforderung, der festgelegten Chronologie zu folgen, bestätigte der Vorstand der Bischofskonferenz die Verpflichtung, "die Bemühungen zur Erleichterung des Dialogs fortzusetzen, die Fachtische zu begleiten und offiziell über die erzielten Ergebnisse zu informieren".
(SL) (Fides 8/9/2022)


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