AMERIKA/COSTA RICA - Corona-Krise verschärft sich: Bischöfe laden am 12. Juli zum Gebet ein

Samstag, 11 Juli 2020   bischofskonferenzen   gebet  

San José (Fides) - Die Bischöfe von Costa Rica laden alle Katholiken, Christen und Glaubenden sowie “alle Menschen guten Willens” ein, am morgigen, Sonntag, 12. Juli, einem Gebet für eine Reihe von Anliegen im Zusammenhang mit der Ausbreitung der Covid-19-Epidemie anzuschließen. Die Bischöfe laden ausdrücklich ein "für das Ende der Pandemie zu beten" und bieten eine Reihe von vorschlagen für die Gestaltung der Eucharistiefeier an.
In ihrem Schreiben listen die Bischöfe auch die Gebetsabsichten auf: für die Genesung von Covid-19-Patienten im Land; für Ärzte, Krankenschwestern und Angehörige der Gesundheitsberufe, damit sie ausreichen Kraft haben, auf die Bedürfnisse der Kranken und ihrer Familien einzugehen; für Regierungsbehörden, damit sie wissen, wie sie auf die Bedürfnisse der Bevölkerung in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Soziales eingehen können; für die Sicherheits- und Polizeikräfte, damit es ihnen gelingt, die Ordnung und sozialen Frieden aufrechtzuerhalten; für Bauern und Unternehmer in verschiedenen Bereichen, damit sie trotz der Widrigkeiten de Augenblicks die Hoffnung nicht verlieren; für die ewig Ruhe aller Toten, besonders für diejenigen, die an Covid-19 starben, und den Trost ihrer Angehörigen; für alle Bürger, damit sie die Gesundheitsvorschriften verantwortungsvoll respektieren.
„Aus unseren Kirchen, Tempeln, Kultstätten und aus unseren Familien”, so die Bischöfe, „möge das Gebet zu unserem ewigen und barmherzigen Vater, durch Jesus Christus, den Herrn und durch durch die mächtige Fürsprache unserer Mutter, der Jungfrau Maria, Königin der Engel, aufsteigen".
Am 3. Juli veröffentlichte die Bischofskonferenz von Costa Rica eine Botschaft "angesichts der sich verschärfenden Krise für Covid-19 im Land", in der sie dazu auffordert, "unsere Verantwortung zu übernehmen und Einheit und Hoffnung zu stärken". "Heute ist Lateinamerika das Epizentrum der Pandemie und Costa Rica entgeht dieser Realität nicht", schrieben die Bischöfe und erinnerten an die Worte von Papst Franziskus. In diesem Moment nehme im Land wächst die Anzahl der Infektionen exponentiell zu und die steigende Anzahl der Patienten gehe mit dem Risiko eines Zusammenbruchs der Krankenhäuser einher. In diesem Kontext stellen die Bishöfe fest: „Es ist eine ernsthafte moralische Verantwortung, die sich aus dem Glauben, der Sorge um die eigene Gesundheit und die Gesundheit unserer Mitmenschen ergibt, die gesundheitlichen Vorgaben, die uns die Behörden seit Beginn der Krise gegeben haben, gewissenhaft einzuhalten. Das Leben ist ein Geschenk Gottes, um das sich jeder für sich und die Mitmenschen kümmern muss."
In ihrer der Botschaft prangern die Bischöfe "einen Mangel an Verantwortungsbewusstsein angesichts der starken Zunahme der in den letzten Tagen registrierten Fälle" an und fordern daher alle auf, Gesundheitsregeln zu beachten und einzuhalten sowie Solidarität mit den Geringsten zu zeigen und Gesundheit aller Costa Ricaner im Herzen zu haben "Der Herr bleibt immer unsere Stärke", so die Bischöfe abschließend im Vetrauen auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria.
(SL) (Fides 11/07/2020)


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