NEWS ANALYSIS - Umweltkatastrophen und geringes Bewusstsein für Nachhaltigkeit: „Sorge um das gemeinsame Haus“ in Zentralasien

Samstag, 11 Juli 2020 laudato si'   nachhaltige entwicklung   caritas     umwelt      

Astana (Fides) – Die Themen ganzeheitliche Ökologie und Erhalt der Schöpfung sind in den fünf zentralasiatischen Ländern (Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan, Kirgisistan, Tadschikistan), obschon diese stark von den noch von der Politik der ehemaligen Sowjetunion verursachten Umweltkatastrophen geprägt sind, wenig präsent. Dies betont Alessandro De Stasio, Nachhaltigkeitexperte und Kenner der Geopolitik der so genannten "Stan"-Republiken, gegenüber Fides, "In den letzten Jahren wurden in Kasachstan erste Schritte für mehr Aufklärung in Bezug auf Umweltfragen unternommen dank einer deutlich stabileren Wirtschaftslage und Interesse an ausländischen Investoren. Auch Kirghisistan und Tadschikistan spielt ökologische Nachhaltigkeit inzwischen eine größere Rolle, aber aus rein wirtschaftlichem Interesse: sie können ihre Energieunabhängigkeit zur mit großem Wasserkraftwerken erreichen, ein Merkmal, das sie als „grüne“ Länder auszeichnet. Dabei wird allerdings wird den Gemeinden, die durch den Bau großer Dämme überflutet werden oder durch die Überschwemmungen, die häufig durch die Freisetzung von Wasser im Winter zur Maximierung der Energieerzeugung verursacht werden kaum beachtet. In Usbekistan und Turkmenistan ist die Wirtschaft immer noch abhängig von fossilen Brennstoffen und zu schwach, um sich auf einen nachhaltige Wandel einzulassen".
In einem Kontext eines eher geringen Umweltbewusstseins engagieren sich die kleinen katholischen Gemeinden in den Ländern der Region auf sozialer und institutioneller Ebene für die Förderung der "Sorge um das gemeinsame Hause" im Einklang mit der Enzyklika Laudato si '. (...)


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