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Nemi (Fides) – Nach den von den Dikasterien des Heiligen Stuhls organisierten Fortbildungskursen für neu ernannte Bischöfe (siehe Fides 2.9.2026) veranstaltet das Dikasterium für die Evangelisierung, (Sektion für die Erstevangelisierung und die neuen Teilkirchen) einen Fortbildungskurs für jene Bischöfe an, die in den vergangenen Jahren geweiht wurden. Der Leitgedanke des Kurses ergibt sich aus dem Thema, das die sie als „Diener der Gemeinschaft in der Kirche“ versteht.
An den Arbeits- und Austauschrunden des Kurses – der eine neue „experimentelle“ Initiative im Rahmen der vom Missionsdikasterium geförderten Aktivitäten darstellt – nehmen diesmal 21 Bischöfe teil, die alle aus englischsprachigen afrikanischen Ländern stammen und zwischen 1999 und 2022 die Bischofsweihe empfangen haben.
Der Kurs findet im Zentrum „Ad Gentes“ in Nemi in der Region Castelli Romani statt, dem Sitz der Gesellschaft des Göttlichen Wortes (Verbiti), einem Ort, der reich an bedeutenden Momenten und Initiativen im Zusammenhang mit dem jüngsten kirchlichen Auftrag zur Mission ist: In dieser Residenz, damals erst seit kurzer Zeit genutzt, fanden in den ersten Monaten des Jahres 1965 die Sitzungen der Kommission statt, die damit beauftragt war, den Entwurf des Dokuments des Zweiten Vatikanischen Konzils über die missionarische Tätigkeit der Kirche von Grund auf neu zu verfassen (das Dokument wurde später am 7. Dezember 1965, einen Tag vor dem feierlichen Abschluss des Konzils, als Dekret „Ad Gentes“ verabschiedet).
Zu den theologischen Mitgliedern dieser Kommission gehörten auch der Dominikaner Yves Congar und der damals 38-jährige Joseph Ratzinger, der als Papst am 9. Juli 2012 nach Nemi zurückkehrte, um das Zentrum „Ad Gentes“ zu besuchen.
Die Ziele des Kurses
Das Programm soll Anregungen und Hinweise zu Fragen bieten, mit denen sich die Bischöfe täglich in ihrem geistlichen Amt auseinandersetzen müssen: praktische Fragen im Zusammenhang mit der Ausübung der Nächstenliebe, der Verkündigung des Evangeliums und der Liturgie. Im Einzelnen werden auch Themen wie die Beschaffung von Finanzmitteln, die Nähe zu und die Unterstützung von Missbrauchsopfern sowie die Übertragung von Führungsaufgaben an Frauen behandelt; die Herausforderungen bei der geistlichen Begleitung im digitalen Zeitalter sowie der Umgang mit Konflikten und Arbeitsüberlastung.
Der Kurs bietet zudem eine günstige Gelegenheit, die Verbundenheit unter den Mitgliedern des Episkopats zu stärken und die Bande der Gemeinschaft zwischen den Teilkirchen und innerhalb der Weltkirche zu festigen.
Zu den Referenten und Moderatoren zählen unter anderem Erzbischof Joseph Marino, emeritierter Präsident der Päpstlichen Akademie und Apostolischer Nuntius, sowie Professor Peter Beer, ehemaliger Generalvikar der Erzdiözese München und Freising und Professor am Institut für Anthropologie der Päpstlichen Universität Gregoriana.
Die Durchführung des Kurses wird von Pater Olivier Soma von den Missionaren von Afrika, der ebenfalls Professor am selben Institut ist, sowie von Pater Marco Sungsu Kim, Beamter des Dikasteriums für die Evangelisierung und Professor am Institut für Psychologie der Päpstlichen Universität Gregoriana, unterstützt.
Details zum Programm
Am Montag, dem 14. September, ist der Tag dem Thema „Bischof sein heute“ gewidmet, mit Vertiefungen zu kirchlichen Fragen und aktuellen Themen. An den Arbeiten wird Erzbischof Fortunatus Nwachukwu, Sekretär des Missionsdikasteriums, teilnehmen.
Am Dienstag, dem 15. September, werden einige „Leitlinien für den eigenen pastoralen Dienst“ behandelt, mit Vertiefungen, die sich auch mit der Nutzung von Referenzdokumenten in Bezug auf die Ausübung der Nächstenliebe, die Verkündigung des Evangeliums und die Liturgie befassen.
Am Mittwoch, dem 16. September, werden sich die Beiträge und Diskussionen auf Fragen zur konkreten Ausübung des bischöflichen Dienstes bei der Leitung der Teilkirchen konzentrieren, wobei auch auf Themen im Zusammenhang mit der Kommunikation und den Beziehungen mit den zivilen Behörden eingegangen wird.
Am Donnerstag, dem 17. September, steht die Tagesordnung unter dem Leitgedanken „Konflikte und Krisen. Im Dienst der Gemeinschaft“
Am Freitag, dem 18. September, werden sich die Arbeitssitzungen mit weiteren Fragen und dringenden praktischen Anliegen im Zusammenhang mit der Ausübung des bischöflichen Amtes befassen. Dabei wird auch auf die Notwendigkeit Bezug genommen, in den Beziehungen zu anderen zwischen Funktion und Person zu unterscheiden. Zudem soll an die Möglichkeit zum Austausch und zur Unterstützung durch die verschiedenen Bestandteile der kirchlichen Gemeinschaft erinnert werden. Es soll generell der Anspruch vermieden werden, dringende Angelegenheiten allein bewältigen und Probleme auf individualistische Weise lösen zu müssen.
Der Kurs endet am Samstag, dem 19. September, einem Tag, der der abschließenden Bewertung gewidmet sein wird. Um 11.45 Uhr wird die Eucharistiefeier unter dem Vorsitz von Erzbischof Samuele Sangalli, dem stellvertretenden Sekretär des Dikasteriums für die Evangelisierung, stattfinden.
(PR) (Fides-Agentur 13/9/2026)