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Vatikanstadt (Fides) – Die Verkündigung des Evangeliums Christi „besteht in erster Linie darin, anderen Zeugnis zu geben von der persönlichen Begegnung mit ihm, die für jeden einzigartig ist.“ Und „die Kraft des Apostolats beruht - jenseits von Techniken und Mitteln - auf dem Wirken des Heiligen Geistes in uns und auf die Wahrhaftigkeit unserer Antwort.“ Daran erinnerte Papst Leo XIV. an diesem Sonntag (21. Juni) beim Angelusgebet mit den auf dem Petersplatz versammelten Pilgern und Gläubigen.
Der Papst erinnerte an die grundlegende Dynamik jedes apostolischen Wirkens und ließ sich dabei von der Stelle im Matthäusevangelium inspirieren, die in der sonntäglichen Liturgie verlesen wurde. Darin sendet Jesus seine Jünger zur Mission aus und gab ihnen folgende Ermahnung mit: „Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet im Licht; und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern.“
Papst Leo fügte hinzu: „Der heilige Thomas von Aquin sprach von der Verkündigung als einer Weitergabe dessen ist, was wir betrachtet haben: ‚contemplata aliis tradere‘ (vgl. Summa Theologiae)“.
Und „das Betrachten“, betonte der Papst, sei keine „exklusive Erfahrung, die nur einigen Heiligen, Mönchen oder Eremiten vorbehalten ist“. Es sei vielmehr eine Erfahrung, zu der jeder in der Lage ist „wenn wir uns bemühen inmitten unserer täglichen Verpflichtungen Momente der Ruhe zu bewahren, in denen wir vor Gott still werden, um auf seine Stimme zu hören, um ihm unsere Freuden und Sorgen anzuvertrauen und gemeinsam mit ihm unser Leben zu prüfen“.
Der heilige Matthäus, so der Bischof von Rom weiter, „schrieb für Gemeinden, die es nicht leicht hatten. Sie mussten Feindseligkeit und Verfolgung erleben, wie auch heute noch viele Christen an verschiedenen Orten in der Welt, und die Versuchung, sich entmutigen und von Müdigkeit oder der Angst überwältigt zu werden, war groß.“ Damals wie heute, angesichts von Schwierigkeiten und Konflikten, „müssen wir die Wurzeln unseres Glaubens und unsere Sendung in einer innigen Beziehung zu ihm verankern“. Dies, so der Nachfolger Petri, „gibt uns die Kraft, nicht aufzugeben und weiterhin allen Menschen unter allen Umständen seine Botschaft der Hoffnung, der Liebe und des Friedens weiterzugeben. Die Welt hat sie sehr nötig!“.
(GV) (Fides 21/6/2026)