ASIEN/CHINA - Francis Xavier Duan Yongkun zum Bischofskoadjutor von Bameng geweiht

Mittwoch, 29 Juli 2026 bischöfe   ortskirchen   weihen   papst leo xiv.  

Von Marta Zhao

Bayannur (Fides) – „Heute darf ich Priester sein, dank der unverdienten Gnade des Herrn… Ich möchte mein ganzes Leben und all meine Kraft dem Dank für dieses Geschenk widmen, indem ich unserem Herrn und meinen Mitmenschen treu und liebevoll diene“, so Francis Xavier Duan Yongkun am Tag seiner Priesterweihe, dem 1. Januar 2011.
Mehr als 15 Jahre später, am 15. Juni 2026, ernannte ihn Papst Leo XIV. zum Bischofskoadjutor des Bistums Bameng in der Autonomen Region Innere Mongolei, „nachdem er seine Kandidatur im Rahmen des vorläufigen Abkommens zwischen dem Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China genehmigt hatte“, wie das Presseamt des Heiligen Stuhls heute mitteilte. Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass Francis Xavier Duan am Mittwoch, dem 29. Juli, in der Kirche St. Dominikus in Shanba bei Bayannur die Bischofsweihe empfing.
Die Bischofsweihe wurde von Paul Meng Qinglu, Bischof der Diözese Hohhot, geleitet. Mitkonsekranten waren die Bischöfe Joseph Yang Xiaoting (Bischof der Diözese Yulin), Matthias Du Jiang (Bischof der Diözese Bameng), Anthony Yao Shun (Bischof der Diözese Wulanchabu) und Joseph Chang Yanfeng, der am 22. Juli zum Bischof der Diözese Chifeng geweiht wurde.
An der Bischofsweihe nahmen etwa 350 Personen teil, darunter Priester, Ordensfrauen und Laien.
Mit der Ernennung durch Leo XIV. und der heutigen Bischofsweihe ist die Zahl der neu in voller Gemeinschaft mit dem Bischof von Rom geweihten chinesischen katholischen Bischöfe auf 16 gestiegen. Dies entspricht dem vorläufigen Abkommen über neue Bischofsernennungen, das unter dem Pontifikat von Papst Franziskus am 22. September 2018 vom Heiligen Stuhl und der Volksrepublik China unterzeichnet wurde. Dieses Abkommen wurde 2020 und 2022 für jeweils zwei Jahre erneuert und im Oktober 2024 um weitere vier Jahre verlängert. Auch der gesamte Prozess, der zur Ernennung und Bischofsweihe von Fancis Xavier Duan führte, fand unter dem Pontifikat von Papst Leo XIV. statt.

Der Werdegang des neuen Bischofskoadjutors

Francis Xavier Duan Yongkun wurde am 6. Dezember 1980 in Hangjin Houqi (Innere Mongolei) geboren. Von 2000 bis 2007 besuchte er das Theologische Seminar in Hebei. Von 2008 bis 2013 studierte er an der Beijing University und an der Beijing Foreign Studies University. Am 1. Januar 2011 empfing er die Priesterweihe und wurde in das Bistum Bameng inkardiniert. Von 2013 bis 2016 setzte er sein Studium an der Katholischen Universität „Fujen2 in Taiwan fort. Nach seiner Rückkehr in seine Heimat war er von 2016 bis 2020 als Direktor des örtlichen Bildungszentrums tätig. Anschließend wurde er zum Generalvikar der Diözese Bameng und zum Pfarrer der Kathedrale ernannt.
Mit der Unterstützung und Ermutigung von Matthew Du Jiang, dem Bischof der Diözese Bameng, hat Francis Xavier Duan Yongkun sich als Generalvikar der Diözese engagiert den pastoralen Bedürfnissen seiner Diözese und anderer Schwesterdiözesen gewidmet. Im Jahr 2024 wurde er berufen, die jährliche Exerzitienwoche für die Priester Shanghais und der Autonomen Region Innere Mongolei zu leiten, die unter dem Motto „Spiritualität der Gemeinschaft“ stand. Anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes 2026 besuchte er die vier Pfarreien und vier Gebetszentren im Kreis Hangjinhouqi und rief die Gemeinden dazu auf, die Gemeinschaft zwischen Priestern und Laien zu bewahren, die Seelsorge in den Pfarreien zu fördern, ihren Glauben durch karitative Werke zu bezeugen und als Gläubige zum Gemeinwohl und zum harmonischen Zusammenleben der verschiedenen ethnischen Gruppen beizutragen.
Eine bestimmte Begebenheit gilt als Beispiel für das seelsorgerische Engagement des neuen Bischofs Francis Xavier Duan. An Weihnachten 2019 herrschte in Urad Houqi nach einem heftigen Schneesturm ein starker Temperatursturz. Trotz dieser widrigen Wetterbedingungen legte Duan eine lange Strecke zurück, um frühzeitig zur katholischen Kirche von Dongshengmiao zu gelangen und dort mit der Pfarrgemeinde die Geburt Jesu Christi zu feiern. Am 25. Dezember taufte er zwei Katechumenen, und am Nachmittag, trotz anhaltenden Schneefalls und noch kälterer Temperaturen, fuhr er weitere zwölf Kilometer mit dem Auto in die Stadt Qingshan, um dort mit der katholischen Gemeinde den Weihnachtsgottesdienst zu feiern.

Das apostolische Engagement der Kirche von Bameng

In jüngerer Zeit erlebte die katholische Gemeinde in der Region Bameng dank des Wirkens der Kongregation der Missionare vom Unbefleckten Herzen Mariens (CICM), auch bekannt als die „Scheut-Missonare“, eine Blütezeit.
Das Bistum Bameng zählt heute etwa 40.000 Katholiken und rund dreißig Priester und zwanzig Ordensschwestern der Kongregation der Heiligen Mutter.
Trotz der Herausforderungen durch das raue Klima der Steppe der Inneren Mongoei zeigte sich der apostolische Eifer der Gemeinde in der Intensität und Kreativität, mit der sie selbst die alltäglichsten Praktiken des kirchlichen Lebens prägte: Katechismusunterricht, Exerzitien für Priester und Laien, karitative Werke, die Blüte von Jugend- und Berufungsgruppen sowie die Ausrufung von Pastoraljahren, die bestimmten Persönlichkeiten und Themen gewidmet sind, wie beispielsweise dem heiligen Paulus, dem heiligen Josef und der Verkündigung des Evangeliums. Bischöfe und Priester nutzen mit Hilfe Bildungszentrums in Bameng und der Bibelgruppe jede Gelegenheit, ihre Leidenschaft für die Verkündigung des Evangeliums mit allen getauften Katholiken zu teilen.
Bereits 2011 rief Bischof Mattia Du Jiang, anlässlich der Weihe einer neuen Kirche, alle dazu auf, „dieses Geschenk, die Frucht eines beschwerlichen Weges, dankbar zu bewahren und zu schätzen“. „Kümmert euch um den heiligen Tempel“, fügte der Bischof hinzu, „den der Herr uns anvertraut hat, macht ihn zu einem lebendigen Ort des Glaubens und der Gemeinschaft, bezeugt Christus mit eurem Leben und sorgt dafür, dass die Heilige Kirche sich immer weiter ausbreitet.“
Die Gemeinde Bameng hat ohne großes Aufsehen stets Schnelligkeit und Dynamik bei der Förderung karitativer Werke und Initiativen bewiesen: Als 2008 ein verheerendes Erdbeben Wenchuan in der Provinz Sichuan erschütterte, sammelte allein die Gemeinde in Linhe umgehend 12.777,60 Yuan für die Betroffenen der Naturkatastrophe.
In der Diözese ist ein sehr aktiver Diözesaner Pastoralrat tätig. Seit 2010 veranstaltet der Rat jährlich ein Konzert mit geistlicher Musik, das sich als Gelegenheit versteht, die Schönheit glaubensinspirierter Kunst bekannt zu machen.
2011 organisierte der Rat das erste Treffen zum Austausch von Erfahrungen und Zeugnissen im Bereich der Evangelisierung. Dabei wurden auch Situationen thematisiert, in denen die Verkündigung des Evangeliums vor großen Herausforderungen stand.

Die dankbare Erinnerung an die Missionare

In der Diözese Bameng werden die Seelsorge für Neugetaufte, Jugendliche, Ältere, Mütter und Bedürftige sowie die Bewältigung der dringenden Bedürfnisse der Gegenwart von der dankbaren Erinnerung an die Missionare begleitet, die ihr Leben für die Verbreitung des Evangeliums in diesem Land gaben. Am 28. Juli 2018, während die Weltkirche der heiligen chinesischen Märtyrer, darunter des heiligen Paul Chen Changpin und seiner vier Gefährten, gedachte, zelebrierte Bischof Matthew Du Jiang eine feierliche Eucharistiefeier und würdigte gemeinsam mit Priestern, Ordensschwestern und Laien die Reliquien der Scheut-Missionare. Die sterblichen Überreste der Missionare wurden in die Krypta der Sanshenggong-Kirche überführt, wo Katholiken bis heute dankbar dem stillen und selbstlosen Engagement chinesischer und ausländischer Missionare gedenken.
(Fides 29/7/2026)


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