ASIEN/HONG KONG - Diözese feiert 80jähriges Gründungsjubiläum: Mission und karitativer Dienst an den Schwächsten

Samstag, 18 April 2026

Photo KungKaoPo

Hongkong (Fides) – „Vor 80 Jahren, genau an diesem Tag, verkündete Papst Pius XII. die Erhebung Hongkongs vom Apostolischen Vikariat in den Rang einer Diözese. Wir sind dankbar für den selbstlosen Einsatz so vieler unserer Vorgänger, die durch die Verkündigung des Evangeliums, die Liturgie, das Engagement in der Gemeinde, die Bildung und die Förderung der Schulen die Liebe Christi in dieses Land brachten“, so der Bischof von Hongkong, Kardinal Stephen Chow Sau-yan, beim Festgottesdienst anlässlich des 80-järigen Grundgsjubiläums des Bistums am 11. April 1946. Der Kardinal gedachte in diesem Rahmen auch aller Bischöfe, die einander an der Spitze des Bistums nachgefolgt sind und sich dem Aufbau der Ortskirche gewidmet haben. Er bekräftigte, dass die Kirche von Hongkong sich der Fortsetzung der missionarischen Tradition und dem Dienst an den Bedürftigsten verpflichtet fühle.
Wie die Wochenzeitung der Diözese „KungKaoPo“ berichtet, wurde der Gttesdienst Liturgie unter dem Vorsitz von Kardinal Chow von den emeritierten Bischöfen der Diözese, Kardinal Joseph Zen und Kardinal John Tong, Weihbischof Joseph Ha Chi-shing und 130 Priestern im Beisein von über tausend Gläubigen und Ordensfrauen in der Kathedrale der Diözese konzelebriert, die der Unbefleckten Empfängnis Mariens geweiht ist. Im Verlauf der Liturgie wurden auch Gebete am Grab des Schweizer Priesters und ersten Apostolischen Präfekten von Hongkong, Theodor Joset (1804–1842), und an den Gräbern mehrerer in der Kathedrale beigesetzter Bischöfe gesprochen. Eine feierliche Prozession hielt vor der Marien-Grotte um der Gottesmutter im Namen der gesamten kirchlichen Gemeinde der Diözese zu danken.
In seiner Predigt schilderte Kardinal Chow die Geschichte der Hongkonger Gemeinde, die seit dem 22. April 1841 eine Apostolische Präfektur war. Seit 185 Jahren leiste die katholische Kirche dort wertvolle Dienste im Gesundheitswesen, im Bildungswesen und in der karitativen Arbeit. Am 11. April 1946, mit der Etablierung der katholischen Hierarchie in China, wurde schließlich auch das Apostolische Vikariat Hongkong zur Diözese erhoben.
„Die Kirche von Hongkong“, bemerkte Kardinal Chow, „hat sich stets für die Schwächsten eingesetzt. Und auch in Zukunft wird sie das Erbe der Vergangenheit bewahren und an die Zukunft weitergeben, indem sie eine Brücke und ein synodaler Weg für die Weltkirche und die Kirche auf dem chinesischen Festland bildet.“ Auch die Jugendlichen Hongkongs trugen zur Gestaltung des Festgottesdienstes bei, dem ein Konzert unter dem Motto „Youth on Stage“ folgte.
Die katholische Kirche in Hongkong wurde 1841 als Apostolische Präfektur gegründet, 1874 in den Rang eines Apostolischen Vikariats und schließlich 1946 in den Rang einer Diözese erhoben. Hongkong zählt etwa 392.000 Katholiken, 268 Priester, 49 Brüder und 404 Ordensschwestern. Es gibt insgesamt 52 Pfarreien mit 39 Kirchen, 30 Kapellen und 26 Sälen für Gottesdienste in Kantonesisch; drei Fünftel der Pfarreien bieten auch Gottesdienste in Englisch und teilweise in Tagalog, der philippinischen Sprache, an. Die Diözese ist in ihrer apostolischen Arbeit stets bestrebt, der gesamten Gemeinde zu dienen, angefangen bei den Schwächsten.
Die Diözese betreibt 249 katholische Schulen und Vorschulen mit rund 134.824 Schülern. Medizinische und soziale Dienstleistungen werden von mindestens sechs Krankenhäusern, zehn Kliniken, 46 Sozial- und Familienzentren, 17 Gästehäuser, 15 Seniorenheimen, 33 Rehabilitationszentren sowie zahlreichen Selbsthilfegruppen und -vereinen angeboten. Caritas Hongkong ist das offizielle Hilfswerk der katholischen Diözese Hongkong. Diese Angebote stehen allen Einwohnern der Diözese offen, und rund 95 % der Leistungsempfänger sind nicht katholisch.
(NZ) (Fides 17/4/2026)


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