Bratislava (Fides) – Die „Konferenz der Europäischen Kindermissionswerke“ („Conference de l’Enfance Missionnaire Européenne“ CEME), die vom Sonntag, dem 12., bis Donnerstag, dem 16. April, in Bratislava stattfand, endete heute mit einem gemeinsamen Gottesdienst (vgl. Agenzia Fides 11/04/2026).
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus rund 20 europäischen Ländern tauschten sich während der vier Tage in konstruktiver und geschwisterlicher Atmosphäre über ihre Erfahrungen bei der missionarischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus. Das zentrale Thema der Konferenz war „Kreativität bei der Neuevangelisierung“.
„Die Verbindung von Kreativität und Neuevangelisierung stellt eine der zentralen Herausforderungen der heutigen Kirche dar, wie Papst Franziskus wiederholt betont hat“, so Schwester Inês Paulo Albino, Generalsekretärin des Päpstlichen Kindermissionwerks, in ihrer Eröffnungsansprache am Mittwoch, dem 15. April. Es gehe nicht darum, neue Inhalte zu suchen, sondern darum, Kreativität, Leidenschaft und Intelligenz einzusetzen, um die Botschaft des Evangeliums zu vermitteln, wie auch Erzbischof Nicola Girasoli, Apostolischer Nuntius in der Slowakei, hervorhob, der in seinem Beitrag von missionarischem Enthusiasmus sprach.
Schwester Albino hob vier Elemente hervor: Kühnheit als Schlüssel zu diesem Richtungswechsel; die Bedeutung des Zeugnisses und die Fähigkeit, Kreativität einzusetzen, um über den Ansatz „Das haben wir schon immer so gemacht“ hinauszugehen; Kreativität als göttliche Eigenschaft, die sich in der Menschheit widerspiegelt und Neues und Hoffnung in Kontexte bringt, die oft von Desillusionierung geprägt sind; und schließlich die Aufmerksamkeit für die Kultur, da die Neuevangelisierung eine Umkehr von Geist und Herz erfordert, die die Gemeinschaft in einen kreativen Ort verwandelt, der offen ist für Dialog und die Zeichen der Zeit.
Die Generalsekretärin des Päpstlichen Kindermissionswerks schilderte ihre persönlichen Erfahrungen bei Besuchen in verschiedenen Nationaldirektionen in Gebieten, wo Kinder ihrer Rechte beraubt, oft misshandelt und missbraucht werden: „Jedes Kind trägt Gottes Traum für sich in sich. Nichts ist menschlicher, als zu versuchen, diesen Traum zu verwirklichen. Unbegleitete Minderjährige sind kein Problem, vor dem wir uns schützen müssen; sie sind Kinder und Jugendliche, die Hilfe brauchen. In sie, in ihren Schutz und in die Wahrung ihrer Rechte zu investieren, ist ein Gewinn für alle: für sie, für uns, für unsere Städte, für die Welt.“
Schwester Albino sprach auch die Unruhe an, die heute Kinder und Jugendliche, insbesondere in den Industrieländern, erfasst, und rief die Kirchen Europas, die die Päpstlichen Missionswerke finanziell maßgeblich unterstützen, dazu auf, innezuhalten und dem Wort Gottes „wirklich zuzuhören“, um den Weg einer neuen Evangelisierung wieder aufzunehmen.
„Gestern wie heute sehen wir die Gefahr, zu glauben, wir könnten unser Glück allein durch die Betrachtung der Gegenwart und das Vertrauen in materielle Dinge erlangen und vertrauen manchmal zu sehr auf die Vernunft, wobei wir vergessen, dass wir auch Geist und Seele sind“, sagte Schwester Albino. Sie schloss ihren Vortrag mit Impulsen, die die Teilnehmer ermutigen sollten, ihre Reflexion nach ihrer Rückkehr in ihre Heimatländer fortzusetzen.
(EG) (Fides 16/04/2026)