ASIEN/HONG KONG - Symposium: Bischöfe, Priester und Wissenschaftler im Dialog über Synodalität und “Sinisierung”

Donnerstag, 23 November 2023 ortskirchen   evangelisierung   synodalität   inkulturation  

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Hongkong (Fides) - "Der Geist der Synodalität und die Kirche in China: Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung" war das Thema des dritten gemeinsamen Symposiums von Wissenschaftlern aus Hongkong und dem chinesischen Festland, das am 15. und 16. November im Holy Spirit Study Center stattfand und mit dem Besuch des Erzbischof der Diözese Peking, Joseph Li Shan, in Hongkong zusammenfiel (vgl. Fides 17/11/2023).
Das Symposium wurde gemeinsam von der Theologischen Forschungskommission der Chinesischen Bischofskonferenz und dem Holy Spirit Study Center der Diözese Hongkong organisiert. Kardinal John Tong, emeritierter Bischof von Hongkong, stand dem Eröffnungsgebet vor. Der Bischof von Hongkong Kardinal Stephen Chow (sj), und Bischof Joseph Li Shan hielten die Hauptreden. Etwa fünfzig Wissenschaftler, Bischöfe und Priester setzten sich im Rahmen des Symposiums gemeinsam mit verschiedenen Themen auseinander. Bischof Joseph Yang Yongqiang von Zhoucun hielt die Abschlussrede und berichtete den Teilnehmern von seinen Erfahrungen bei der Versammlung der Bischofssynode zur Synodalität im Oktober in Rom. In weiteren Beiträgen wurden die biblischen und patristischen Wurzeln der synodalen Praxis in der Kirche, ihre theologischen Grundlagen und die mögliche Beziehung zwischen Synodalität und Formen der Anpassung der kirchlichen Dynamik an die Kultur und die Verwaltungsverfahren der chinesischen Gesellschaft untersucht.
"Der Hauptakteur der Synodalität ist der Heilige Geist". Dies war das Leitmotiv der Rede von Kardinal Chow, in der der Bischof von Hongkong auch mehrere Bezüge zu seinen Erfahrungen bei der Synodenversammlung im Oktober einstreute. "Um die Erfahrung einer synodalen Kirche zu machen", sagte Kardinal Chow unter anderem, "müssen wir als erstes lernen und bereit sein, 'im Heiligen Geist zu sprechen'. Es ist der Heilige Geist, der uns dazu führt, einander zuzuhören, uns auszutauschen und zu unterscheiden, in gegenseitigem Respekt, Vertrauen und Tiefe". Durch den Dialog und den Austausch, betonte der Kardinal, "kann die Kirche die Ausübung der Synodalität weiter vertiefen und den Prozess der Verwandtschaft in der Kirche fördern".
Bischof Joseph Li Shan betonte, dass auch die ursprüngliche Absicht des gemeinsamen theologischen Symposiums darin bestand, "einander in der Gemeinschaft der Liebe zuzuhören und gemeinsam zu erkunden, wie man das Evangelium besser verbreiten kann". Die beiden Diözesen Hongkong und Peking "lernen voneinander, ergänzen sich, bereichern sich gegenseitig, fördern die evangelische und pastorale Arbeit auf dem Weg der ‚Sinisierung‘ und arbeiten zusammen, um das Studium des theologischen Denkens und die Vermittlung des Katholizismus in China zu fördern".
Der Austausch zwischen Wissenschaftlern und Geistlichen aus Hongkong und dem chinesischen Festland und das erfolgreiche Symposium eröffneten nach Meinung vieler Teilnehmer neue Perspektiven für die Zusammenarbeit auch im Bereich der theologischen Studien.
(NZ) (Fides 23/11/2023)


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