ASIEN/INDIEN - Katholische Gemeinden der Erzdiözese Bombay helfen in Zeiten der Pandemie: „Zeugnis von der christlichen Liebe“

Freitag, 3 Juli 2020     ortskirchen   armut   freiwilliger hilfsdienst   jugendliche   menschenrechte  

Mumbai (Fides) - Im Rahmen zahlreicher karitativer Initiativen helfen die katholischen Gemeinden der Erzdiözese Bombay, seit Beginn des von der Regierung verhängten Lockdown zur Eindämmung von Covid-19, der bis heute andauert, den Ärmsten, deren Lage sich in Zeiten der Pandemie weiter verschlechtert.
Das Programm "Manna on Weels" fahren freiwillige Helfer mit dem Auto in die ärmsten Gebiete und helfen vor Ort. Die Initiative wurde von der Gmeinde des heiligen Joseph im Bezirk Bandra auf den Weg gebracht und von Gemeindemitgliedern unterstüzt, die dazu beitragen, Menschen zu helfen, die in Bandra West an Hunger leiden und auf der Straße leben, darunter zahlreiche Kinder. Auf Initiative eines katholischen Ehepaars (Richard Pereira und seine Frau Canice) und in Zusammenarbeit mit dem Jesuitenpater Gerard Rodricks, wurden am 30. März die ersten 25 Lebensmittelpakete verteilt. Das Programm wuchs schnell untd wird von zahlreichen frewilligen Hilfern und insbesondere von jungen Menschen aus der katholischen Gemeinde aber aus anderen Religionsgemeinschaften unterstützt, die derzeit mit 14 Autos, die täglich 1.850 Pakete mit Lebensmitteln ausliefern. Insgesamt wurden über 40.000 Mahlzeiten verteilt, um den Wanderarbeitnehmern, Obdachlosen und anderen Bedürftigen helfen und dies vor allem dank über 200 Spendern, die einen Beitrag von über 50.000 US-Dollar zur Verfügung gestellt haben.
"Die Initiative soll ein Zeugnis von Glauben, Hoffnung und Nächstenliebe geben. Und als wir die Spendenaktion starteten, haben wir uns nicht vorgestellen können, dass viel Geld zusammenkommen würde. Ich denke, diese Initiative wurde von Gott inspiriert. Das Projekt ist ein Zeugnis von Teamarbeit und Dienst, mit Liebe und Barmherzigkeit nach dem Vorbild Christi", so Richard Pereira gegenüber Fides.
Mit einer ähnliche Initiative hilft die Pfarrei der Heiligen Drei Könige in Gorai-Culvem Bauern und Fischer in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die Ortschaften Gorai und Culvem liegen an der Küste des Arabischen Meeres und sind umgeben von Feldern und Bergen, in denen vor allem Bauern und Fischern leben. "Covid-19 hat sich auf die soziale, köperlische und psychische Gesundheit der Menschen ausgewirkt. Am stärksten betroffen sind Wanderarbeiteer, Hausangestellte, Tagelöhner und kleine Fischer. In der Krise hat die Pfarrei der Heiligen Könige diese besondere Bedürfnigkeit erkannt und versucht, eine Antwort zu geben", so der Gemeindepfarrer Edward Jacinto. Freiwillige Helfer der katholischen Gemeinde versorgen hier auch Menschen anderer Glaubensrichtungen, Angehörige indigener Völker, Wanderarbeiter, Witwen und andere bedürftige Menschen in Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und anderen Organisationen der Zivilgesellschaft mit Lebensmitteln und Vorräten. Seit über drei Monaten sind rund 80 junge Katholiken, Frauen und Männer, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche in der Region unterwegs und haben dort inzwischen ein effizientes Solidaritätsnetzwerk aufgebaut.
"Mehrere Pfarreien, Vereine und Bewegungen der örtlichen Kirche versorgen die Hungrigen mit Mahzeiten", sagte Pfarrer Mario Mendes, Direktor des "Center for Social Action" der Erzdiözese Bombay. "Viele Gruppen und viele katholische Gläubige zeigen echten Mut und großes Mitgefühl. Diese spontane Hilfsbereitschaft, die Tausenden von Menschen zugutekommmt, die sonst vernachlässigt würden, ist einer der schönsten und ermutigendsten Aspekte in dieser Zeit der Pandemie und soziale Distanzierung. Wir haben uns nicht verschlossen, sondern sind auf unsere Mitmenschen zugegangen. Die Liebe Christi überwindet jede Barriere und erreicht jeden Menschen. Dies ist das Zeugnis, das die katholische Kirche in Indien heute gibt", schließt Pfarrer Mendes.
(SD-PA) (Fides 03/07/2020)
 


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