ASIEN/MYANMAR - Corona-Pandemie: Diözese Pathein versorgt Bedürftige mit humanitären Hilfen

Donnerstag, 26 November 2020   solidarietät   freiwilliger hilfsdienst   humanitäre hilfe    

Pathein (Fides) - Mit Hilfe großzügiger Spender und freiwilliger Helfer versorgt die Diözese Pathein auf Initiative von Bischof John Hsane Hgyi Menschen, die aufgrund der Covid-19-Pandemie in Armut geraten sind, mit humanitärer Hilfe und Nahrungsmitteln. Wie die Ortskirche berichtet, ruft der Bischof im Internet mit Predigten und Gedanken zum Tagesevangelium zu Spenden für Bedürftige auf. Bei einer kürzlichen Übertragung fragte der Bischof eine zugeschaltete Familie, was sie zum Abendessen hätten. Die Familie antwortete: "Nichts". Für diese Familie hat wurde in der Gemeinde gesammelt. Mit den Spenden mobilisiert der Bischof freiwillige Helfer, die Ärmsten, Bedürftigsten und Verletzlichen unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit mit Hilfsmitteln versorgen. Pfarrer Felix Soe Win aus Pathein und Pfarrer Peter Saw Ngwe, Sekretär des Bischofs, koordinieren mit Hilfe von Laien und Jugendlichen die Verteilung der Lebensmittel an die Armen. Über 1.446 arme Menschen in den Dörfern um Myaugnmya, Latbuta und Pathein haben bereits Unterstützung von der katholischen Gemeinde erhalten. "Wir hoffen, in der Zeit der globalen Gesundheitskrise weiterhin den ärmsten Gemeinden helfen zu können. Christus ist in den Armen gegenwärtig. Wir versuchen, jedem seine Liebe mit Worten und Taten zu bezeugen", bemerkt Bischof Hsane Hgyi von Pathein im Süden Myanmars, derfür etwa 60.000 Katholiken verantwortlich ist.
„Inmitten der Pandemie, die alle wirtschaftlichen Aktivitäten beeinträchtigt hat, gibt es diejenigen, die ihre ganze Lebensgrundlage verloren haben. Wir sind aufgerufen, uns gegenseitig zu helfen. Wir stehen an der Seite von Bischof Hgyi, um armen Gemeinden zu helfen“, so Nant Khan Khan, ein junger Freiwilliger, gegenüber Fides.
Laut einer aktuellen Studie des International Food Policy Institute (IFPRI), das die Ernährungssicherheit beobachtet, gab ein Drittel der Familien in Myanmar während der zweiten Welle von Covid-19 an, im letzten Monat kein Einkommen gehabt zu haben. "Diese Armut birgt enorme Risiken für Ernährungsunsicherheit und führt zu Unterernährung", stellt IFPRI fest. "Obwohl dies zur Bekämpfung des Virus notwendig ist, haben die Bestimmungen des Lockdown katastrophale Auswirkungen im Hinblick auf die Armut gehabt und müssen von Zuschüssen der Regierung begleitet werden, die sich an die Ärmsten und Schwächsten richten, wenn der wirtschaftliche und soziale Schaden eingedämmt werden soll", stellt das Institut fest.
Die Regierung von Myanmar zieht untersdessen eine Lockerung der Maßnahmen in Betracht, um die Wirtschaft des Landes wiederzubeleben. Die Maßnahme zur Lockerung der Protokolle, die den internen Personen- und Warenverkehr einschränken, wird geprüft, auch wenn das Land in der vergangenen Woche einen Anstieg der Infektionen um 74% mit über 11.000 Neuinfektionen verzeichnete.
(SD-PA) (Fides 26/11/2020)


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