AMERIKA/GUATEMALA - Moderne Technologie als „Verbündete“ des Wortes Gottes

Freitag, 29 Mai 2020 medien   internet   evangelisierung     medien   pastorale  

Guatemala City (Fides) - Die Technologie ist zu einer "guten Verbündeten" geworden, mit der die guatemaltekischen Gemeinden Tausende von Gläubigen erreichen, denen es aufgrund der Ausgangs- und Versammlungssperre zur Eindämmung der Ausbreitung von Covid-19, verboten ist, sich zu gottesidnesten zu treffen. Sowohl die katholische als auch die evangelische Kirche in Guatemala fordern die Gläubigen auf, "den Glauben an Gott nicht zu verlieren und inmitten der Pandemie nicht zu verzweifel". "Das wird schnell vorbeigehen, so Gott will, und als heiliges Volk Gottes behalten wir die Hoffnung und wir schützen das Leben", so Pfarrer Donaldo Rodríguez, der die Gemeinde San Pedro in der Hauptstadt von Guatemala leitet, in einer Botschaft an die Gläubigen.
Die moderne Technologie, erklärte der Gemeindepfarrer, sei ein nützliches Werkzeug geworden, um das Wort Gottes in die Häuser der Guatemalteken zu bringen, aber sie bleibe auch eine Herausforderung: „Diese Realität und die neue Modalität haben uns vor eine echte Herausforderung gestellt. Wir wussten zu Beginn nicht genau, wie wir Medien wie das Internet, Facebook und diese aktuellen Medien am besten nutzen konnten", so der katholische Geisteliche, der bemerkt, "und dadruch hat die Arbeit des Priesters zugenommen: Manchmal muss ich am Sonntag acht Mal predigen."
"Die Tatsache, dass die Gemeinde nicht physisch in die Kirche kommt“, so der Pfarrer, „und die Tatsache, dass wir nicht in die Gemeinden gehen können, bedeutet nicht, dass das Bedürfnis nach Gott nicht besteht. Im Gegenteil, dieses Bedürfnis verspüren die Gläubigen heute besonders stark, ganz besonders in dieser Hinblick auf diese Zeit der Schwierigkeit. Das Wort Gottes hat die Kraft, dem Volk Trost und Hoffnung zu schenken", so Pfarrer Rodríguez. Und die Gläubigen, so betont er fest, suchten die Nähe und die Verkündigung des Wortes Gottes über das Internet, was sich damit als äußerst nützliches Mittel in dieser prekären Situation herausgestellt habe, in der jede zwischenmenschliche Beziehungen beeinträchtigt sind.
In Guatemala, El Salvador, Honduras und Costa Rica sind Kirchen immer noch geschlossen. In Nicaragua sind nur die evangelischen Kirchen offen.
(CE) (Fides 29/05/2020)
 


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