AFRIKA/SUDAN - Vorsitzender der Bischofskonferenz begrüßt Einigung in Khartum

Montag, 26 August 2019 frieden   demokratie   bischöfe  

Khartum (Fides) - "Ich danke den Mitgliedern der internationalen Gemeinschaft, insbesondere der IGAD (Intergovernmental Authority for Development) und der Afrikanischen Union, dass sie zur Vermittlung des Friedensabkommens beigetragen haben", so der Vorsitzende der Bischofskonferenz des Sudan, Bischof Edward Hiiboro Kussala Tombura-Yambio in einem Kommentar zu dem am 17. August in Khartoum unterzeichneten Abkommen zwischen dem Militärregime und der zivilen Opposition, das die Schaffung eines Souveränen Rates vorsieht, der sich aus sechs zivilen und fünf militärischen Vertretern zusammensetzt und das Land innerhalb von 39 Monaten zu demokratischen Wahlen führen soll.
Ein Volksaufstand, der am 19. Dezember 2018 begann, führte im April zum Sturz und zur Verhaftung von Präsident Omar Al Bashir. Die Macht war daraufhin von einer Militärjunta übernommen worden, während die Opposition weiterhin für zivile Herrschaft und demokratische Wahlen demonstrierte. Bei Zusammenstößen mit dem Militär kamen seither mehrere hundert Menschen ums Leben.
„Unser Herz war im Sudan, während dieser Zeit, in der das Land die unruhigste Zeit seiner jüngsten Geschichte erlebte", so der Bischof von Tombura-Yambio, der im Südsudan lebt, aber Vorsitzender einer Bischofskonferenz ist, in der sich auch der Trennung die Bischöfe des Sudan und des Südsudan zusammenschließen. Bischof Kussala betont, dass "wir in Wirklichkeit alle immer noch Sudanesen sind; wir teilen eine gemeinsame Grenze; unsere Geschichte ist miteinander verflochten… wir sind zwei Länder mit einem einzigen System ", deren Einwohner auch durch Arabisch als gemeinsame Sprache vereint sind.
"Tausende von Flüchtlingen aus dem Südsudan leben noch im Sudan", so Bischof Kussala. "Daher ist die Situation wirklich besorgniserregend und geht uns alle an. Darüber hinaus ist der Sudan Partner des südsudanesischen Friedensabkommens. Als katholische Kirche sind wir unter einer Bischofskonferenz vereint, weshalb uns der Konflikt im Sudan direkt betroffen hat", so Bischof Kussala, der hofft, dass die Rechte und die Religionsfreiheit der christlichen Minderheit im Sudan anerkannt werden.
(L.M.) (Fides 26/8/2019)


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