ASIEN/BANGLADESCH - “Jedes Mittel wird genutzt, um Papst Franziskus zu sehen”

Freitag, 1 Dezember 2017 papst franziskus     jugendliche   orden   ortskirchen   evangelisierung  

G.Battiston

Dakka (Fides) - “Der Besuch von Papst Franziskus ist ein echter Segen für uns. Unser Glaube wird stärker werden. Wir können es kaum erwarten ihn zu sehen und zu hören. Und vor allem, mit ihm zu beten", so der 18jährige Shuvro Purification aus der Stadt Rajshahi, im Nordwesten von Bangladesch. Er ist Ordenskandidat bei der Kongregation vom Heiligen Kreuz in Dakka, der Hauptstadt von Bangladesch. Mit zwanzig Mitbrüdern besucht er eine Klasse auf dem Gelände der katholischen St. George’s-School, die der Benediktinermissionar Gregory De Groote im Jahr 1882 gründete und die heute zu den renommiertesten Bildungseinrichtungen der der Hauptstadt gehört. Bereits im Jahr 1851 vertraute die Kongregation für die Evangelisierung der Völker die Mission in Ost-Bengalen den Missionaren der Kongregation vom Heiligen Kreuz an, die noch heute in Bangladesch großes Ansehen genießt.
Das Gebäude, in dem sich der Hörsaal der Ordenskandidaten befindet ist nur durch einen großen Schulhof von der St. George’s-School getrennt. Die Aspiranten sind 17 und 18 Jahre alt und besuchen das erste Studienjahr, das sie vor allem dem Erlernen der englischen Sprache widmen. Sie kommen aus allen Teilen des Landes, aber ein Element vereint sie in diesen Tagen: die Begeisterung für den Besuch von Papst Franziskus. Shorob Costa ist 17 Jahre alt, er kommt aus Dakka, und bekräftigt: "Ich bin so aufgeregt, dass ich nachts nicht schlafe". Am heutigen 1. Dezember wird er an der Messe teilnehmen, die der Heilige Vater im Suhrawardy Udian Park feiern wird.
Zu der Messe werden rund 100.000 Menschen erwartet. Viele bereiten sich schon seit einiger Zeit darauf vor: "Wir arbeiten seit Wochen daran, uns auf den Besuch von Papst Franziskus vorzubereiten, nicht nur aus praktischer, sondern auch aus spiritueller Sicht", so Pater Prodip Placid Gomes, Rektor der St. George’s School. Er erinnert daran, dass „von den rund 3.500 Schülern 95% nicht katholisch sind. Ein Zeichen jener Harmonie, die der Heilige Vater in seiner Botschaft hervorheben wird". Um an der Messe im Suhrawardy Udian Park teilzunehmen und der Botschaft des Heiligen Vaters zu lauschen, machen sich Menschen aus allen Teilen von Bangladesch auf den Weg.
„Manche haben sogar Urlaub genommen, nur um die Gelegenheit zu haben, Papst Franziskus zu treffen", so der Katholik Damian Quiah im Anschluss an den Gottesdienst in der Kathedrale Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz in Chittagong. "Die Kirche hat einige Busse von hier nach Dakka organisiert. Aber machen sich alleine auf den Weg in die Hauptstadt. Jemand wird den Zug oder den Bus, andere sogar das Flugzeug nehmen. Jedes Mittel wird genutzt, nur um den Heiligen Vater zu sehen und mit ihm zu beten ", fährt er fort, "Ich kann es kaum erwarten, Papst Franziskus zu sehen. Ich habe viel dafür gebetet, dass er gesund und munter ist", so die Katholikin Sorna Dajel, ebenfalls aus Chittagong. "Sein Besuch wird die Einheit fördern und das Zusammenleben der Religionen einfacher machen".
(GB) (Fides 1/12/2017)


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