AMERIKA/KOLUMBIEN - Dreißigste Woche für den Frieden zeitgleich mit dem Besuch von Papst Franziskus

Mittwoch, 30 August 2017 ortskirchen   frieden   aussöhnung   papst franziskus  

Bogotà (Fides) – Die “Woche für den Frieden 2017” (3. bis 10. September) findet dieses Jahr zeitgleich mit zwei anderen wichtigen Ereignissen statt: der Beginn des Friedensprozesses nach der Unterzeichnung der Friedensvereinbarungen am 24. November 2016 und der Besuch von Papst Franziskus, der “die Herzen der Kolumbianer mit Begeisterung und Versöhnungsbereitschaft füllen wir”, so der Vorsitzende der Kolumbianischen Bischofskonferenz und Erzbischof von Villavicencio Oscar Urbina Ortega bei der Präsentation der 30.“Woche für den Frieden”, die 1987 auf Initiative der Kirche auf den Weg gebracht wurde, die immer wieder für den Frieden und die Aussöhnung des Landes eintrat.
Erzbischof Urbina Ortega erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass “der Friede ein Geschenk Gottes ist, aber auch ein Auftrag an das Verantwortungsbewusstsein der Menschen” und dass “der Papst die Herzen der Kolumbianer berühren und einen Samen aussähen wird”.
Über tausend Friedensinitiativen stehen während der Woche des Friedens in ganz Kolumbien auf dem Programm, der sich rund einhundert Institutionen, Organisationen, Universitäten, Hilfswerke und andere Einrichtungen anschließen, die für eine Vielfalt religiöser, sozialer, ethnischer, kultureller, wirtschaftlicher und politischer Gegebenheiten stehen. Ziel ist es das Bemühen sichtbar zu machen, das tausende Menschen im Bereich der Friedensarbeit und bei der Förderung der Menschenwürde unter Beweis stellen. Die Aktion, die sich insbesondere auch an junge Menschen wendet steht unter dem Motto „Viele Schritte hin zu Frieden und Aussöhnung“ und inspiriert sich an der Botschaft von Papst Franziskus zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2017.
Im Veranstaltungsausschuss arbeitet das bischöfliche Sekretariat für Soziales mit dem Netzwerk Redepaz und der Päpstlichen Universität „Javeriana“ sowie dem Bildungszentrum CINEP zusammen. Zu den Höhepunkten der Aktion gehört der Marsch für den Frieden der am 6. und 7. September beginnend in verschiedenen Teilen des Landes mit dem gemeinsamen Ziel Villavicencio beginnt, wo die Teilnehmer am 8. September an dem Treffen mit dem Papst teilnehmen; während am 4. September die verschiedenen Akteure des bewaffneten Konflikts an einem offiziellen Akt der Aussöhnung teilnehmen; eine Foto-Ausstellung veranschaulicht die 30jährige Geschichte der Initiative und ein landesweiter Wettbewerb würdigt das Engagement für Menschenrechte in Kolumbien.
“Die Woche des Friedens”, heißt es in der Einladung zur Initiative, “wird dazu beitragen eine Vision des Friedens auf der Grundlage der ethnischen und sozialen Rechte und der Rechte der Arbeitet, einschließlich des Rechts auf Chancengleichheit für Frauen in Kolumbien zu schaffen. Sie soll Schulen und Universitäten als Territorien des Friedens konsolidieren und jungen Menschen eine Kultur des Zusammenlebens vermitteln. Das Treffen mit Papst Franziskus, dem Freund des Friedens, mit dem kolumbianischen Volk, wird die Fähigkeiten beim Aufbau des Friedens stärken, der sich als Ausdrucksform von Gerechtigkeit, Demokratie, Wiedergutmachung für die Opfer und Aussöhnung versteht”.
(SL) (Fides 30/8/2017)


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