AFRIKA/DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO - Bischöfe: “Voraussetzung für unsere Teilnahme am Dialog ist die Achtung der Verfassung”

Mittwoch, 7 September 2016 politik   bischöfe  

Kinshasa (Fides) – Die kongolesischen Bischöfe nehmen am “Nationalen Dialog” teil, der die Demokratische Republik Kongo aus dem politischen Stillstand herausführen soll. Voraussetzung dafür sei, dass dabei die Verfassung des Landes respektiert werde. Dies geht aus einer Verlautbarung der Kongolesischen Bischofskonferenz (CENCO) hervor.
Die Freilassung “mehrerer politischer Häftlinge und die Wiedereröffnung der Medien” bezeichnen die Bischöfe als “ermutigende Geste” seitens der Regierung. “Die CENCO wünscht sich sehr, dass diese Maßnahmen auch auf Personen ausgeweitet werden, die sich unter denselben Bedingungen in Haft befinden wie die Freigelassenen”, heißt es in der Verlautbarung weiter. „Ein Dialog, an dem auch die Oppositionsparteien beteiligt werden, würde dem Land die Möglichkeit geben eine dauerhafte und auf einer Einigung basierende Lösung zu finden”.
Am 10. August hatten sich die Bischöfe mit dem aus dem Togo stammenden Vermittler Edem Kodjo getroffen und ihre Bereitschaft zum Mitwirken an der Förderung des politischen Dialogs betont. Dabei hatten sie sich verpflichtet, auch den Oppositionsführer Etienne Tshisekedi und die Mitglieder des Oppositions-Bündnisses “Le Rassemblement” an den Verhandlungstisch zu bringen. Kodjo hatte jedoch den Dialog bereits eröffnet ohne den Ausgang der Verhandlungen mit der Opposition abzuwarten, was bei den Kirchenvertretern auf Kritik stieß (vgl. Fides 2/9/2016).
(L.M.) (Fides 7/9/2016)


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