Missionare getötet

AUFSTELLUNG DER IM JAHR 2004 ERMORDETEN KIRCHLICHEN MITARBEITER DER MISSION

Thursday, 30 December 2004

Vatikanstadt (Fidesdienst) - Wie aus den dem Fidesdienst zur Verfügung stehenden Daten hervorgeht wurden im Jahr 2004 insgesamt 15 Priester, Ordensleute und Laien ermordet. Wie bereits in den vergangenen Jahren berücksichtigt die Aufstellung nicht nur Missionare ad gentes im engeren Sinn, sondern alle kirchlichen Mitarbeiter der Mission, die auf gewaltsame Weise ermordet wurden und die ihr Leben im Bewusstsein der bestehenden Gefahr hingaben, um nicht auf das eigene Engagement für das Zeugnis und das Apostolat zu verzichten. Einige der Opfer wurden erst Stunden oder Tage nach ihrem Tod gefunden und waren - zumindest dem Anschein nach - Opfer von Aggressionen, Überfällen und Diebstählen geworden, die in einem besonders gewaltsamen und armen sozialen Umfeld verübt wurden.

Die meisten Opfer gab es in Afrika: in Burkina Faso, Uganda, Burundi, Südafrika, Kenia und Tschad starben vier Priester, ein Laienbruder und eine Schwester. Sie wurden tot in ihren Wohnungen aufgefunden, wo sie von Kriminellen auf der Suche nach Geld ermordet oder mit blutiger Gewalt absichtlich getötet wurden.

In Amerika wurden insgesamt vier Priester ermordet, von denen drei in Mexiko und Guatemala in einem unter menschlichen und sozialen Gesichtpunkten besonders armen Umfeld tätig waren. Bei einem vierten in Chile ermordeter Mitarbeiter der Mission handelte es sich um einen italienischen Missionar, der sein ganzes Leben in diesem Land verbracht hatte, was so weit ging, dass er sogar chilenischer Staatsbürger geworden war. Er wurde mach der Heiligen Messe in der Kathedrale von einem jungen Mitglied einer Sekte ermordet.

Asien scheint ganz besonders unter fundamentalistischen Spannungen zu leiden: insgesamt drei junge pakistanische Katholiken wurden wegen falscher Anschuldigungen oder mit Ziel, sie zum Verzicht auf den eigenen Glauben zu bewegen, bis zum Tod misshandelt und gefoltert. In Indien wurde ein Priester tot aufgefunden, der zuvor bedroht und der Proselytenmacherei beschuldigt worden war, weil er hinduistische Familien besuchte, bei denen er gerne gesehen war.

In diesem Zusammenhang darf jedoch auch die lange Liste der im Irak ermordeten Katholiken (vgl. Fidesdienst vom 16. Oktober 2004) nicht vergessen werden. Außerdem möchten wir an die zahlreichen „unbekannten Mitarbeiter“ der Mission erinnern, die in allen Teilen der Welt für den Glauben sterben und von denen nie jemand erfahren wird. Der Fidesdienst nimmt deshalb gerne weitere Informationen und aktuelle Daten zur diesjährigen Aufstellung oder zu den Listen der vergangenen Jahre entgegen.


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