AFRIKA/SIMBABWE - Der tragische Tod von Pater Chikuni rückt die Sicherheit im Straßenverkehr wieder in den Fokus

Dienstag, 15 September 2026

Harare (Fides) – Er wurde bei einem Verkehrsunfall überfahren und getötet; elf Tage lang galt er als vermisst. Das ist das tragische Schicksal von Pater Regis Chikuni, einem Priester der Erzdiözese Harare in Simbabwe.
Der Priester war am 29. August verschwunden, doch seine Leiche wurde erst am 9. September in der Leichenhalle des Parirenyatwa-Krankenhauses gefunden.

Zum Zeitpunkt seines Todes hatte Pater Chikuni keine Ausweispapiere bei sich. Seine Leiche war daher als nicht identifiziertes Opfer in die Leichenhalle des Krankenhauses überführt worden, wo sie bis zum 9. September verblieb, bis ein anderer Priester, Pater Prince Murungweni, seine Identität bestätigte.

Die Polizei hat den 22-jährigen Sean Gamu Makoni im Zusammenhang mit dem Tod des Priesters wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr angeklagt. Nach Angaben der Behörden war Makoni am 29. August auf der Prince Edward Road in Richtung Süden unterwegs, als sein Fahrzeug, ein Honda Fit, Pater Chikuni erfasste. Der junge Mann befand sich allein im Fahrzeug und kooperiert bei den Ermittlungen mit den Strafverfolgungsbehörden.

Ersten Rekonstruktionen zufolge befand sich das Fahrzeug nicht mehr am Unfallort, als der Priester geborgen und weggebracht wurde. Die Polizei hat nicht bestätigt, dass Pater Chikuni absichtlich ins Visier genommen wurde. Die gegen den 22-Jährigen erhobene Anklage bezieht sich auf den Tod des Priesters infolge des Verkehrsunfalls.

Die Beerdigung von Pater Chikuni fand am 14. September statt.

Sein Verschwinden hatte in der Erzdiözese Harare große Besorgnis ausgelöst, die um Hilfe bei der Suche nach ihm gebeten hatte. In der Mitteilung, mit der siese schließlich den Tod des Priesters bekanntgab, erinnerte sie an „sein Engagement im pastoralen Dienst“ und betonte, dass „der Beitrag, den er für unsere Gemeinschaft geleistet hat, für immer in unseren Herzen bleiben wird“.
„Wir sind uns bewusst, dass die Nachricht von seinem Tod für uns alle einen schweren Verlust darstellt“, heißt es in der Mitteilung, „deshalb laden wir die Gemeinde ein, sich im Gebet zu vereinen und dankbar an die Gaben und Segnungen zu denken, die Pater Chikuni in unser Leben gebracht hat.“

Pater Chikuni, 58 Jahre alt, leitete charismatische Gruppen in Harare und hatte in der Pfarrei „Heiliger Rosenkranz“ in Mvurwi in der Provinz Zentral-Mashonaland gedient.

Der tragische Unfall, bei dem der Priester ums Leben kam, lenkt zudem die Aufmerksamkeit erneut auf das Problem der Verkehrssicherheit in Simbabwe. Nach Angaben, die im Rahmen einer Kampagne zur Verkehrssicherheit veröffentlicht wurden, verzeichnete die Polizei zwischen Januar und März 2026 2.081 Fußgänger, die bei Verkehrsunfällen mit Fahrerflucht getötet oder verletzt wurden – eine Zahl, die über den 1.905 Fällen liegt, die im gleichen Zeitraum des Vorjahres registriert wurden.
Die Polizei berichtete, dass unter den Opfern auch Schulkinder und Fußgänger waren, die die Straße überquerten oder auf besonders stark befahrenen Straßen unterwegs waren.

(L.M.) (Fides 15/9/2026)


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