AFRIKA/ANGOLA - Pater Sebastião Moniz Dejoro: erster angolanischer Priester der Gesellschaft der Afrikamissionen

Montag, 14 September 2026

SMA

Luanda (Fides) – „Ich bringe Angola in die SMA, so wie die SMA von den ersten Missionaren nach Angola gebracht wurde.“ In diesem Satz liegt die Bedeutung der Berufung von Sebastião Moniz Dejoro, der Ende August zum Priester geweiht wurde und damit der erste angolanische Priester der Gesellschaft der Afrikamissionen (SMA) ist.

Es liegt darin nicht nur eine persönliche Bedeutung. Seine Weihe markiert einen bedeutenden Meilenstein in der Geschichte der missionarischen Präsenz der SMA in Angola: Eine Kirche, die jahrzehntelang ausländische Missionare aufgenommen hat, beginnt nun, selbst Missionare auszusenden.

„Die Missionare, die nach Angola kamen, haben eine Saat gesät; mir ist nun die Gnade zuteil, eine ihrer ersten Früchte zu sein“, erzählt Sebastião. Seine Worte drücken das Bewusstsein aus, Teil einer Geschichte zu sein, die vor vielen Jahren begann, als die Missionare der SMA in das Land kamen, um das Evangelium zu verkünden, die Gemeinden zu begleiten und zum Wachstum der Ortskirche beizutragen.

Der erste angolanische Priester der SMA zu sein, ist für ihn jedoch kein Grund zum Hochmut. „Es ist eine Gnade, als Erster berufen zu sein. Ich begreife dies in erster Linie nacht als Titel, sondern als Geschenk und als Verantwortung.“ Eine Verantwortung, die bereits in die Zukunft blickt: „Ich möchte die Tatsache, ‚der Erste‘ zu sein, nicht als etwas betrachten, das mich wichtig macht. Ich sehe es vielmehr als eine Einladung, den anderen den Weg zu ebnen.“ Auch das ist einer der Gründe, warum Sebastião den Berufungen jüngerer Menschen zuversichtlich entgegenblickt. Der gesellschaftliche Wandel, die Säkularisierung und wirtschaftliche Schwierigkeiten können es für einen jungen Menschen erschweren, sich für das Priesteramt oder das geweihte Leben zu entscheiden. „Sie denken an ihr Studium, an die Arbeit und daran, wie sie sich eine Zukunft aufbauen können“, bemerkt er. Doch die Schwierigkeiten bedeuten nicht, dass der Wunsch nach der Weihe verschwunden ist. „Die Flamme ist nicht erloschen. Sie braucht nur Menschen, die bereit sind, sie zu schützen, zu nähren und ihr Wachstum zu ermöglichen.“

Seine persönliche Geschichte begann mitten im Herzen der christlichen Gemeinschaft. Nachdem er in seiner Jugend wieder begonnen hatte, aktiv am Leben der Kirche teilzunehmen, erkannte Sebastião die Notwendigkeit einer vertieften Katechese. Während er sich auf die Firmung vorbereitete, begleitete er, gemeinsam mit einem Katecheten Kinder, die sich für die Taufe und die Erstkommunion bereit machten. Dieser Dienst war der erste Schritt auf einem Weg, der sich immer weiter entwickeln sollte. Von seiner eigenen Gemeinde aus richtete Pater Sebastião seinen Blick nach und nach auf die Provinz, das Land und über die Grenzen Angolas hinaus. In seinem Wunsch, der Kirche in unterschiedlichen Kontexten zu dienen, fand er in der SMA eine Familie und eine klare missionarische Identität.

„Ich habe eine Familie und eine missionarische Berufung gefunden, die diesem Wunsch Sinn verliehen haben“, erklärt er. Ein Wunsch, der sich heute in der Bereitschaft niederschlägt, den Armen und Verlassenen zu dienen, die Menschen in den Freuden und Schwierigkeiten des Lebens zu begleiten und überall dort zur Verfügung zu stehen, wohin die Kirche ihn entsenden wird. Seine Entscheidung erhält so eine weitreichendere Bedeutung für die angolanische Kirche.

Das afrikanische Land blickt auf eine lange Geschichte der Aufnahme von Missionaren zurück und hat durch deren Dienst viel erhalten. Heute fühlt es sich jedoch bereit, das, was es empfangen und erfahren hat, mit anderen Kirchen zu teilen.
„Wir haben viel von den Missionaren erhalten und verfügen heute über eine stark wachsende Kirche mit großem Potenzial, vielen Talenten und zahlreichen Angeboten“ – betont Pater Sebastião. „Wir können von anderen Kirchen empfangen, aber wir können auch geben. Ich glaube, dass Angola bereit ist, seinen Horizont für die SMA zu öffnen. Wir können unseren Glauben, unsere Kultur, unsere Erfahrung und unsere Art, Kirche zu sein, an andere Orte tragen.“
Das ist letztlich die Neuheit, die die Weihe des jungen Priesters darstellt: nicht nur der erste Angolaner der SMA, sondern das Zeichen einer Kirche, die, nachdem sie das Geschenk der Mission empfangen hat, fähig ist, es ihrerseits weiterzugeben. Angola wandelt sich von einem Missionsland zunehmend zu einem Land, das Missionare aussendet. Und Pater Sebastião möchte der erste Schritt auf diesem neuen Weg sein.

(AP) (Fides-Agentur 14/9/2026)


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