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General Santos (Fides) – Im Zeichen tiefer Solidarität bringen katholische Gemeinden auf den Philippinen humanitäre Hilfe und Gebete für die Menschen auf den Weg, die von dem schweren Erdbeben der Stärke 7,8 im südlichen Archipel betroffen sind. Das Beben vom 8. Juni erschütterte mehrere Provinzen der großen Insel Mindanao, forderte mindestens 37 Todesopfer und verletzte etwa 500 Menschen; die Zahl der Toten steigt weiter. In vielen Gebieten kam es zu Stromausfällen; Häuser, Infrastruktur, Straßen und einige Kirchen wurden zerstört, insbesondere in der Region um General Santos. Die Hilfsmaßnahmen laufen weiter, während die Behörden das Ausmaß der Schäden und den unmittelbaren Bedarf der betroffenen Gemeinden ermitteln.
In einer Erklärung vom heutigen 9. Juni ruft der Vorsitzende der Katholischen Bischofskonferenz der Philippinen (CBCP), Erzbischof Gilbert Garcera von Lipa, Diözesen, Pfarreien, Ordensgemeinschaften und katholische Einrichtungen dazu auf, in den Messen am kommenden Sonntag besondere Fürbitten für die Erdbebenopfer einzuschließen. Er appellierte zudem an die Bischöfe des Landes, am 14. Juni eine Sonderkollekte zu genehmigen, deren Erlös den diözesanen Sozialzentren und Caritas Philippinen zur Unterstützung der Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen in den betroffenen Gebieten zugutekommt.
„Gerade in Zeiten wie diesen dürfen wir nicht vergessen, dass die Kirche berufen ist, ein Zeichen der Hoffnung und ein Zeugnis der Nächstenliebe zu sein“, so Erzbischof Garcera. „Als eine Familie in Christus dürfen wir dem Leid unserer Brüder und Schwestern nicht gleichgültig gegenüberstehen. Ihr Schmerz ist unser Schmerz, ihr Verlust ist unser Verlust“, fügte er hinzu.
Caritas Philippinen hat unterdessen mit der Koordinierung der Hilfsmaßnahmen für die betroffenen Gemeinden begonnen. Der Präsident der Caritas auf den Philippinen, Bischof Gerardo Alminaza von San Carlos, versicherte den Überlebenden, dass das soziale Netzwerk der katholischen Kirche ihnen beim Wiederaufbau nach der Katastrophe zur Seite steht.
„Inmitten von Angst, Sorge und Ungewissheit möchten wir allen versichern, dass sie nicht allein sind“, sagte Bischof Alminaza und appellierte an Diözesen, Ordensgemeinschaften und alle Menschen guten Willens, die Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen zu unterstützen. Einige Gebiete der Diözese Marbel sind jedoch weiterhin schwer zugänglich, insbesondere jene, die von indigenen Gemeinschaften in der Region um den Sebu-See bewohnt werden.
Der Erzbischof von Manila, Kardinal José Advincula, versicherte die Menschen der Gebete der Kirche und versprach die anhaltende Unterstützung der Gemeinde beim Wiederaufbau. In einer Botschaft, die auf „Radio Veritas“ ausgestrahlt wurde, betont der Kardinal die gemeinsame Verantwortung in Krisenzeiten: „In schwierigen Zeiten können wir Kraft aus unserem Glauben und unserer gegenseitigen Solidarität schöpfen.“
Erzbischof Alberto Uy von Cebu, im Zentrum des Archipels, rief die Gläubigen ebenfalls zum Gebet für die Erdbebenopfer auf und bat um spirituelle Unterstützung neben der humanitären Hilfe. Bischöfe verschiedener Diözesen organisieren bereits eine Kollekte, die am Sonntag, dem 14. Juni, während der Messe stattfinden wird; der Erlös wird über Caritas Philippinen der humanitären Hilfe für die betroffene Bevölkerung zugutekommen.
(PA) (Fides 9/6/2026)