Karuna Mission Social Solidarity Myanmar
Yangon (Fides) – „Karuna Mission Social Solidarity“ (KMSS), international bekannt als Caritas Myanmar, feierte das 25-jährige Bestehen und bekräftigte damit eine Mission der Nächstenliebe und der Nähe zu Armen und Leidenden.
Die katholische Hilfsorganisation, die jährlich über eine Million Menschen durch ihr weitverzweigtes Netzwerk unterstützt, arbeitet heute in einem dramatischen Kontext, der vom Bürgerkrieg nach dem Militärputsch von 2021 und den verheerenden Folgen zweier schwerer Erdbeben im März 2025 in Myanmar geprägt ist. Die Jubiläumsfeierlichkeiten, die in den vergangenen Tagen in Yangon stattfanden, brachten religiöse Würdenträger, Caritas-Mitarbeitende, Geistliche, Ordensleute, Spender, Freiwillige und internationale Partner und standen im Zeichen der Dankbarkeit. Alle Anwesenden brachten ihre Wertschätzung für die Arbeit von „Karuna“ zum Ausdruck, die das Engagement für die Unterstützung bedürftiger Gemeinschaften in ganz Myanmar bekräftigte.
Unter den Gästen der Jubiläumsfeier betonte Alistair Dutton, Generalsekretär von „Caritas Internationalis“: „Was wir tun, ist sehr wichtig, aber wie wir es tun, ist noch wichtiger. Wir sind Ausdruck der Liebe Christi und Zeugen derselben.“ Er ermutigte Caritas Myanmar, weiterhin „Liebe und die Gute Nachricht des Evangeliums“ zu den Menschen im ganzen Land zu bringen.
Der Erzbischof von Yangon Kardinal Charles Maung Bo dankte bei einem Gottesdienst in Yangon für das 25-jährige Wirken von Caritas Myanmar. Er bezeichnete die Arbeit der Organisation als „sichtbar gewordene Liebe“. Dabei erinnerte er an das unschätzbare Engagement von Caritas in Friedenszeiten und insbesondere in Krisenzeiten, wenn sie von Konflikten, Vertreibung, Armut und sozialer Not geprägt sind.
Der Kardinal dankte „den unzähligen Mitarbeitenden, Freiwilligen, Priestern und Ordensleuten, die ihre Mission trotz Druck und Schwierigkeiten stillschweigend fortgesetzt haben“. „Denn die Liebe treibt uns an“, sagte er.
Angesichts der aktuellen Herausforderungen, vor denen Myanmar steht – das Land befindet sich inmitten einer „Polykrise“ –, betonte Kardinal Bo, dass Caritas inmitten von Konflikten, wirtschaftlicher Not und weitverbreitetem Leid weiterhin eine „lebensrettende Hand“ sei. „Trotz der Schwierigkeiten lieben wir weiter“, sagte er und rief zu „neuer Hoffnung und Frieden für Myanmar“ auf.
Monsignore Andrea Ferrante, Geschäftsträger des Heiligen Stuhls in Myanmar, überbrachte die Grüße und Gebete von Papst Leo XIV. anlässlich des Jubiläums. „Das 25-jährige Jubiläum ist ein Meilenstein, an dem wir dem Herrn für die erzielten Fortschritte danken und unser Engagement erneuern“, erklärte er und lobte Caritas Myanmar für ihre Hilfe in humanitären Notlagen, darunter der Zyklon Nargis im Jahr 2008 und das Erdbeben von 2025 und ermutigte die Organisation, ihre Hilfsbemühungen trotz der Krisen fortzusetzen.
In den vergangenen 25 Jahren hat Caritas Myanmar Gemeinden im ganzen Land durch humanitäre Hilfe, Bildungsinitiativen, Nothilfe und Programme zur sozialen Entwicklung unterstützt. Die Organisation verfügt über 16 Diözesanstellen. Um auf die durch den Konflikt und das Erdbeben von 2025 ausgelösten Krisen zu reagieren, ist sie in über 5.200 Dörfern und Flüchtlingslagern tätig. Die Hauptbegünstigten der Programme von Caritas Myanmar sind die am stärksten gefährdeten und von den Kampfhandlungen Betroffenen: Binnenvertriebene, ländliche und isolierte Gemeinden, Familien, die durch Konflikte oder Naturkatastrophen ihr Land und ihre Lebensgrundlage verloren haben. Frauen und Kinder, die in instabilen Kontexten einem erhöhten Risiko von Ausbeutung und Mangelernährung ausgesetzt sind, stehen im Fokus. Zudem gibt es ein spezielles Behandlungs- und Integrationsprogramm für HIV/AIDS-Patienten – eine Krankheit, die in Myanmar eine der höchsten Inzidenzen in Südostasien aufweist.
(PA) (Fides 4/6/2026)