ASIEN/PHILIPPINEN - Forum philippinischer Organisationen fordert Schutz der Rechte von Arbeitnehmern mit Blick auf die Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz

Dienstag, 2 Juni 2026

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Manila (Fides) – Ein Forums philippinischer Organisationen, darunter die katholisch geprägte „Church People-Workers Solidarity“ (CWS) sowie Gewerkschaften wie „Kilusang Mayo Uno“ (KMU) und der Nationale Gewerkschaftsbund, wollen angesichts wirtschaftlicher Krisen und des Aufkommens von Technologien wie künstlicher Intelligenz, die den Menschen ersetzen könnten, die Würde und die Rechte der Arbeitnehmer schützen.
Angesichts der ernsten Lage auf dem philippinischen Arbeitsmarkt planen die Gewerkschaften Streiks und Protestkundgebungen, die sich an den Kraftstoffpreisen und Regierungsentscheidungen orientieren. Geplant sind Blockaden, Proteste, Demonstrationen und landesweite Streiks. Die Organisationen verweisen auf die steigende Inflation und die stark gestiegenen Lebenshaltungskosten und fordern vom Kongress eine substanzielle landesweite Lohnerhöhung. Die Arbeitnehmer, so betont das Forum, seien gezwungen, oft mehr als zwölf Stunden am Tag in extremen Schichten zu arbeiten, um ihre Familien zu ernähren. Der derzeitige Mindestlohn ist unwürdig und muss per Gesetz in einen echten „Existenzlohn“ umgewandelt werden.
Es wird auch die Notwendigkeit betont, befristete Arbeitsverträge und das weit verbreitete System der befristeten Beschäftigung zu beenden das die Arbeitsplatzsicherheit untergräbt und keine angemessene soziale Absicherung bietet. Die Praxis des „Red-Tagging“, bei der Gewerkschaftsführer und Menschenrechtsverteidiger als „kommunistische Rebellen“ oder „Terroristen“ gebrandmarkt werden, um ihre Forderungen und gewerkschaftlichen Aktionen zu delegitimieren, wird ebenfalls verurteilt.
Ein besonderes Anliegen ist heute der Schutz vor Automatisierung und der unregulierten Anwendung künstlicher Intelligenz. In einer Erklärung nach der Veröffentlichung der Enzyklika „Magnifica Humanitas“ von Papst Leo XIV. fordern die CWS und andere Gewerkschaftsverbände einen konsequenten Schutz vor dem sogenannten „technokratischen Paradigma“. Bischof Gerardo Alminaza, Präsident der CWS, betonte: „Die Wirtschaft muss den Arbeitnehmern dienen, nicht umgekehrt.“ Die Organisationen weisen darauf hin, dass die Gefahr darin besteht, dass Unternehmen KI als Vorwand für Massenentlassungen, invasive Überwachung, weitere prekäre Verhältnissen auf dem der Arbeitsmarkt, Unterdrückung des Rechts auf gewerkschaftliche Organisierung und Aushöhlung der Arbeitnehmerrechte nutzen werden.
„Arbeit ist nicht bloß eine wirtschaftliche Tätigkeit; sie ist Teilhabe an Gottes Schöpfungswerk“, erinnerte der Bischof. Und wenn Technologie dazu genutzt werde, Arbeitskräfte für höhere Gewinne zu ersetzen, „entsteht eine neue soziale Katastrophe, die den Menschen nicht nur ihren Lebensunterhalt, sondern auch ihre Würde, ihren Sinn und die Möglichkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben raubt“, erklärte er.
Der philippinische Arbeitsmarkt befindet sich derzeit in einer komplexen Übergangsphase. Laut offiziellen Angaben gibt es rund 51,65 Millionen erwerbstätige Filipinos. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5 %, was etwa 2,58 Millionen Menschen entspricht, während die Unterbeschäftigungsquote mit 12,3 % weiterhin besonders hoch ist. Das bedeutet, dass über 6 Millionen Filipinos, obwohl sie erwerbstätig sind, einen Zweitjob suchen oder Überstunden leisten müssen, um den täglichen Lebensunterhalt ihrer Familien zu sichern.
In einer heiklen Phase des nationalen Gesellschaftsgeschehens setzt ökumenische “Church People-Workers Solidarity“ (CWS), bestehend aus Bischöfen, Priestern, Ordensleuten und Arbeitern, ihre Mission fort, die Würde der Arbeit zu fördern, das Recht auf einen fairen Lohn zu verteidigen und Arbeitnehmer gegen Praktiken wie Arbeitsplatzunsicherheit und wirtschaftliche Ungleichheit zu unterstützen – mit dem Ziel sozialer Gerechtigkeit.
Darüber hinaus engagiert sich die Organisation in Bildungsaktivitäten durch Programme, die das Bewusstsein in Pfarrgemeinden und Schulen durch Informationskampagnen, Forschungsprojekte, Seminare und Initiativen für Schüler schärfen.
(PA) (Fides 2/6/2026)


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