AMERIKA/CHILE - „Magnifica Humanitas“ soll im Mittelpunkt des VII. Internationalen Seminars über Kommunikation der chilenischen Kirche stehen

Mittwoch, 27 Mai 2026

Santiago (Fides) – Jugend, Bildung und Arbeit sind die Themen, die der Vorsitzende der chilenischen Bischofskonferenz (CECh), Erzbischof René Osvaldo Rebolledo Salinas von La Serena, in einer ersten Stellungnahme zur Enzyklika „Magnifica Humanitas“ anspricht.
„Papst Leo XIV. warnt uns in seiner Enzyklika vor den Gefahren, Kinder und Jugendliche mit Technologie allein zu lassen. Für uns bestätigt dies, dass die digitale Welt das natürliche Missionsgebiet für die neuen Generationen ist. Es genügt nicht, die Bildschirme auszuschalten; wir müssen sie begleiten, damit sie das Licht des Evangeliums in diese neue Welt tragen können“, erklärt Erzbischof Rebolledo in der Stellungnahme, die auf der offiziellen Website der CECh veröffentlicht wurde.
Erzbischof Rebolledo befasst sich anschließend mit den wirtschaftlichen und sozialen Fragen der künstlichen Intelligenz (KI) und betonte: „Der Heilige Vater hat es deutlich gemacht: Eine Technologie, die nur auf wirtschaftlichen Gewinn aus ist, schafft ein neues babylonisches Sprachgewirr zu Lasten der Schwächsten.“ „In Chile“, so der Vorsitzende der CECh, „stellt uns dies vor die direkte Herausforderung, auf der Seiter derjenigen zu stehen, die mit neuen Formen der Armut konfrontiert sind.“ „Künstliche Intelligenz muss im Lichte der Soziallehre der Kirche betrachtet werden, damit niemand von Algorithmen ausgeschlossen oder vernachlässigt wird“, bekräftigt er.
„In einem Zeitalter, in dem Desinformation und künstliche Intelligenz Wahrheit und Lüge verwechseln können, muss die Wahrheit als Schlüsselelement für das Gemeinwohl geschützt werden“, fährt Erzbischof Rebolledo fort.
„Die Veröffentlichung von ‚Magnifica Humanitas‘ erfolgt zu einem glücklichen Zeitpunkt, da sich alle Bischöfe des Landes Ende Juli zum Seminar über Kommunikation im Bereich der Künstlichen Intelligenz versammeln werden“, betont er. „Es wird zweifellos ein grundlegender und aufschlussreicher Text für dieses Treffen sein. Wir werden uns gemeinsam und in Mitverantwortung bemühen, die damit verbundenen Herausforderungen zu erkennen und nach Lösungen zu suchen, damit die Technologie im Dienste der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung stehen kann“, so der Vorsitzende der chilenischen Bischofskonferenz abschließend.
Das VII. Internationale Seminar über Kommunikation findet am 27. und 28. Juli statt und steht unter dem Motto „Die Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz“. Es wird von der Chilenischen Bischofskonferenz und der Päpstlichen Katholischen Universität sowie weiteren Institutionen organisiert. Insgesamt 35 chilenischen Bischöfen werden daran teilnehmen.
(L.M.) (Fides 27/5/2026)


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