Juba (Agenzia Fides) – Das Bistum Tombura-Yambio im Südsudan steht nach der Ausbreitung des Ebola-Virus in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo unter erhöhter Epidemieüberwachung.
„Obwohl in unserem Gebiet noch keine bestätigten Fälle gemeldet wurden, bleibt das Risiko einer grenzüberschreitenden Übertragung aufgrund der häufigen Bevölkerungsbewegungen innerhalb der Region hoch. Daher können wir nicht untätig bleiben oder unvorbereitet sein“, schreibt Pfarrer Charles Mbikoyo, Direktor der diözesanen Caritas, in einer Erklärung, die Fides vorliegt.
Pfarrer Mbikoyo veranlasst, „dass die Abteilung für Gesundheit, Wohlbefinden und Integration über das St. Theresa Mission Hospital die Maßnahmen zur Alarmierung, Vorbeugung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit unverzüglich verstärkt, um unsere Gemeinden und Einrichtungen zu schützen“.
Die Abteilung ist daher beauftragt „die Überwachungs- und Früherkennungsmechanismen in allen Gesundheitseinrichtungen und Gemeinden zu stärken; das Bewusstsein und die Gesundheitsaufklärung über Ebola-Symptome, Präventionsmaßnahmen, Hygienepraktiken und die Bedeutung der rechtzeitigen Meldung zu intensivieren; Notfallteams vorzubereiten und in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden die Isolationsbereitschaft sicherzustellen; die Bevölkerung zu Ruhe und Wachsamkeit aufzurufen, unnötige Panik zu vermeiden und die Richtlinien des öffentlichen Gesundheitswesens strikt zu befolgen; mit dem Büro des Gesundheitsministers und allen relevanten staatlichen und humanitären Gesundheitspartnern zusammenzuarbeiten; Gemeindevorsteher, Kirchen, Schulen und lokale Organisationen zu mobilisieren, um Präventionskampagnen und verantwortungsvolles Verhalten in der Bevölkerung zu unterstützen“.
Pfarerr Mbikoyo schließt mit einem dringenden Appell an die Bevölkerung, unnötigen Kontakt mit potenziell infizierten Personen oder Leichen zu vermeiden, auf gute Hygiene zu achten, ungewöhnliche Krankheitssymptome umgehend der nächstgelegenen Gesundheitseinrichtung zu melden und die Verbreitung von Gerüchten und Falschinformationen zu unterlassen.
Bislang haben die südsudanesischen Behörden keine Ebola-Fälle auf ihrem Gebiet gemeldet, jedoch Überwachungs-, Screening- und Vorsichtsmaßnahmen eingeleitet.
In der Demokratischen Republik Kongo gibt es etwa 105 bestätigte Fälle (darunter etwa 10 Todesfälle) und über 900 Verdachtsfälle (darunter etwa 220–223 Verdachtsfälle mit Todesfällen). Schätzungen zufolge übersteigt die Gesamtzahl der Verdachts- und bestätigten Fälle 1.000, mit mindestens 241 gemeldeten Todesfällen. In Uganda gibt es etwa zehn bestätigte Fälle und einen Todesfall.
(L.M.) (Fides 27/5/2026)