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Kupang (Fides) – Der 3. Mai 2026 wird für die Kamillianer Indonesiens und die Pfarrgemeinde Bolawolon auf der Insel Flores ein historisches und bedeutsames Datum bleiben. In einer feierlichen Zeremonie wurde Pater Andrea Yobe offiziell als erster Pfarrer des Kamillianer-Ordens in der Gemeinde Bolawolon in sein Amt eingeführt. Damit begann ein neues Kapitel für die Kamillianer-Missionare in der Diözese Maumere.
Diesen berichtet Pater Luigi Galvani (MI) gegenüber Fides, der selbst jahrelang auf der Insel Flores lebte und arbeitete, und heute im „St. Camillus Social Center“ in Kupang in West-Timor tätig ist.
„Für viele hatte diese Rückkehr der Kamillianer nach Bolawolon den Charakter einer ‚Rückkehr nach Emmaus‘. Vor 17 Jahren begannen die Kamillianer, mich eingeschlossen, in dieser Pfarrei ihre Tätigkeit in Indonesien, nachdem sie von den Philippinen gekommen waren“, bemerkt er. „Hier unternahmen sie ihre ersten Schritte und konzentrierten sich vor allem auf die Berufungsförderung und verschiedene soziale Wohlfahrtsaktivitäten.“
„Wenn man heute auf ihren Weg in Indonesien zurückblickt, kann man wahrlich von einer von der göttlichen Vorsehung gesegneten Geschichte sprechen. In nur siebzehn Jahren ist die Präsenz der Kamillianer in Indonesien mit positiver und vorausschauender Entwicklung gewachsen, die heute konkrete und vielversprechende Früchte trägt“, so Pater Galvani. „Derzeit zählt die Delegation der Kamillianer 24 junge Priester, 6 Diakone, 25 Theologiestudierende, 8 Novizen und mehr als 40 Seminaristen im Philosophiestudium, die sich auf vier Priesterseminare verteilen. Diese Zahlen zeugen nicht nur vom institutionellen Wachstum, sondern vor allem vom Mut so vieler junger Menschen, die sich entschieden haben, ihr Leben im Geiste des heiligen Kamillus von Lellis dem Dienst an Gott und den Kranken zu widmen“.
Neben der religiösen Ausbildung haben die Kamillianer auch bedeutende soziale und seelsorgerische Initiativen auf den Weg gebracht. „Die beiden Gemeindezentren in Maumere und Kupang sind mittlerweile zu wichtigen Anlaufstellen für Treffen, Seminare und Bildungsprogramme geworden, die sich insbesondere an junge Menschen richten. Hinzu kommt ein positiver missionarischer Impuls, der das Wachstum der Mission der Kamillianer in Indonesien bezeugt. Zwei junge Missionare wurden bereits nach Taiwan und zwei weitere nach Australien entsandt – ein Zeichen für eine junge Gemeinschaft, die sich nicht nur um sich selbst kümmert, sondern auch den Wunsch verspürt, die empfangene Gabe über ihre Grenzen hinaus weiterzugeben. Derselbe Geist prägt auch das Engagement für die Berufungsförderung in Pakistan und Osttimor“, heißt es in dem Bericht.
Die neue Aufgabe, die den Kamillianern in der Pfarrei Bolawolon anvertraut wurde, gewinnt im Kontext der Diözese Maumere, einer lebendigen Kirche mit vielen Berufungen, noch an Bedeutung. Die Diözese umfasst 42 Pfarreien und 61 Diözesanpriester sowie 60 Ordensinstitute, davon 17 für Männer und 43 für Frauen. Sie ist eine dynamische, missionsorientierte Kirche, die tief im Glauben der Bevölkerung der Insel Flores verwurzelt ist.
„Die Amtseinführung von Pater Andrea“, so Pater Galvani abschließend, „ist nicht bloß eine Ernennung durch die Gemeinde, sondern ein Symbol für eine wachsende Mission und einen hoffnungsvollen Traum. Die Kamillianer kehren nicht als Fremde nach Bolawolon zurück, sondern als Söhne und Töchter, die die Heimat wiederentdecken, wo alles begann. Von hier aus setzen sie ihre Missionsreise fort, blicken mit neuem Enthusiasmus in die Zukunft und sind bestrebt, im Dienst an der Kirche, den Armen und Kranken zu wachsen. Alles Weitere vertrauen sie wie immer Gott an, der in all den Jahren still jeden Schritt ihrer Mission geleitet hat.“
(AP) (11/5/2026)
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