ASIEN/INDONESIEN - Christen und Muslime beten gemeinsam für den Frieden und fordern ein Ende der Feindseligkeiten im Nahen Osten

Dienstag, 17 März 2026

KWI Catholic Bishops' Conference of Indonesia

Jakarta (Fides) – „Inmitten globaler Konflikte sind wir, indonesische Christen und Muslime, entschlossen, Brücken der Geschwisterlichkeit zu bauen. Dieses Iftar (Fastenbrechen) bietet Raum für interreligiöse Begegnungen im Geiste des Mitgefühls, für Harmonie und Frieden. Es ist der Frieden, den wir täglich pflegen wollen, es ist der Frieden, den wir weltweit suchen und erbitten, während Kriege die Menschheit verwunden“, so Pater Aloys Budi Purnomo, Priester aus der Erzdiözese Semarang und Sekretär der Kommission für interreligiöse Beziehungen der Indonesischen Bischofskonferenz, gegenüber Fides zur Initiative eines islamisch-christlichen Treffens, das anlässlich der Fastenzeit und des Ramadan in Jakarta von den indonesischen Bischöfen organisiert wurde, die „ein Zeugnis für eine echte, diskriminierungsfreie Geschwisterlichkeit ablegen“ wollten.
An dem Treffen, das kürzlich im Hauptsitz der Bischofskonferenz stattfand, nahm Shinta Nuriyah Abdurrahman Wahid, die Ehefrau des ehemaligen indonesischen Präsidenten Abdurrahman Wahid (bekannt als „Gus Dur“) teil. Sie hob die innenpolitische Lage des Landes hervor und äußerte ihre Besorgnis. Sie sprach von einem „Fastenmonat im Angesicht des Unglücks“ und einem „Schock für die Demokratie“ und äußerte den Wunsch, dass „in diesem heiligen Monat alle Menschenrechtsverletzungen, die dem Volk Leid zufügen, unverzüglich aufhören mögen“.
Während beim Sitz der Bischofskonferenz neben christlichen Gesängen auch Koranverse und Sufi-Tänze erklangen, betonten der Erzbischof von Jakarta, Kardinal Ignatius Suharyo, und der Vorsitzende der indonesischen Bischofskonferenz, Bischof Antonius Subianto (OSC), das Engagement der katholischen Kirche für Vielfalt und Inklusion in Indonesien auf allen Ebenen. Die Anwesenheit von Religionsvertretern des Indonesischen Ulema-Rates (MUI), der „Nahdlatul Ulama“ und der „Muhammadiyah“ (den beiden größten muslimischen Organisationen Indonesiens) sei „ein eindrucksvolles Zeugnis gegenseitiger Nähe und Geschwisterlichkeit“, bemerkte Pater Purnomo. Die Teilnehmer des Treffens erinnerten an die ernste internationale Lage und den Konflikt im Nahen Osten und riefen gemeinsam zu einem Ende der Feindseligkeiten und zur Wiederaufnahme des Dialogs auf – zum Wohle der Völker der Region und der gesamten Menschheit.
Im Rahmen des interreligiösen Treffens wurde auch ein gemeinsames Zeichen der Solidarität und des Engagements für Bedürftige gesetzt: Hunderte Lebensmittelpakete wurden im Vorfeld des Eid al-Fitr-Festes (20. März), das das Ende des Ramadan markiert, an Waisen, Witwen und Arbeiter verteilt. „Dies ist eine karitative Initiative, die in mehreren abgelegenen Gebieten durchgeführt wurde, um Bedürftigen zu helfen und gleichzeitig Toleranz und Freundschaft unter den Gläubigen zu stärken: So leben wir den wahren Geist der Fastenzeit und des Ramadan“, so Pfarrer Purnomo abschließend.
(Fides 17/3/2026)


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