Archdiocese of Colombo
Colombo (Fides) – „Jeder Krieg trifft und betrifft die ganze Welt. Unschuldige Menschen verlieren ihr Leben, unbeschreibliches Leid entsteht. Heute fordern wir ein Ende dieses neuen Krieges, der den Nahen Osten entflammt und die gesamte Menschheit erschüttert. Krieg ist niemals die Lösung, er schafft nur eine neue Spirale aus Hass und Vergeltung. Kehren wir zum Dialog und zu Verhandlungen zurück“, fordert der Sprecher der Erzdiözese Colombo und Direktor der singhalesischsprachigen katholischen Wochenzeitung „Gnartha Pradeepaya“, Pfarrer Cyril Gamini Fernando, im Gespräch mit Fides.
Vor der Küste der Insel Sri Lanka wurde durch einen von einem US-U-Boot abgefeuerten Torpedo ein iranisches Kriegsschiff versenkt. Die srilankische Marine entsandte Schiffe und Flugzeuge zu einer Rettungsmission, barg 87 Leichen und rettete 32 Menschen.
„Wir sind von dieser Angelegenheit betroffen“, merkt Pfarrer Fernando an. „Die iranischen Seeleute werden im Krankenhaus behandelt. Die Öffentlichkeit ist erschüttert. Wir erinnern uns an den Bürgerkrieg, den wir über dreißig Jahre lang in unserem eigenen Land erlebt haben, einen Konflikt, der tiefe Wunden hinterlassen und Tausenden von Menschen Leid zugefügt hat. Deshalb können wir heute nur zu Gott flehen und die Regierenden bitten, den Krieg zu beenden.“
„ Krieg“, so der Sprecher der Erzdiözese Colombo abschließend, „ist niemals zu rechtfertigen, in keiner Weise. Er ist immer eine Niederlage für die Menschheit, wie die Päpste wiederholt betont haben. Die Bischöfe von Sri Lanka haben heute die Gläubigen aufgefordert, intensiv für den Frieden zu beten. Wir unterstützen alle Friedensbemühungen und vertrauen den Nahen Osten dem Herrn an, damit Frieden und Versöhnung über die Gewalt siegen mögen.“
(PA) (Fides 5/3/2026)