Sri lanka PMS
Colombo (Fides) – „Das Land erholt sich von der Katastrophe des Zyklons ‚Ditwah‘, der uns im Dezember 2025 heimgesucht hat. Ich sehe, dass die Menschen allmählich wieder auf die Beine kommen. Die Regierung unterstützt die Bevölkerung weiterhin, um die prekäre Lage zu verbessern. Viele Menschen, die schwer vom Zyklon betroffen sind, befinden sich noch immer in Flüchtlingsunterkünften. Sie haben mit Problemen im Alltag zu kämpfen, insbesondere mit Arbeitslosigkeit“, so Pfarrer Basil Rohan Fernando, Priester aus Colombo und Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Sri Lanka, gegenüber Fides.
„Regierung und Bevölkerung arbeiten gemeinsam daran, das Land auf den Weg der Entwicklung zu führen und die Krise zu bewältigen, um eine bessere Zukunft zu gestalten. Die Menschen haben täglich mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, aber ich höre keine Klagen: Stattdessen herrscht Entschlossenheit, die Ärmel hochzukrempeln für den sozialen und wirtschaftlichen Wiederaufbau, Vertrauen und ein gemeinsames Ziel“, berichtet der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke.
Mit Blick auf die katholische Gemeinde bemerkt Pfarrer Fernando: „Wir haben in allen Diözesen die Fastenzeit begonnen, mit einem Schwerpunkt auf dem Fasten, wie der Papst es in seiner Botschaft gefordert hat, und auf Werken der Nächstenliebe. Es ist eine spirituell intensive Zeit: Es gibt Wallfahrten, die Feier des Kreuzwegs und Exerzitien in den verschiedenen Gemeinden. Wir erleben eine Zeit des Gebets, der Stille und des Verzichts, wobei das Evangelium stets im Mittelpunkt steht. In diesem Geist der Umkehr und Buße stellen sich die Gläubigen den Herausforderungen der Gegenwart. Ein kleines Opfer im Alltag gibt uns die Möglichkeit, diejenigen zu unterstützen, die wirklich bedürftig sind.“ Pfarrer Fernando erwähnt auch die kürzlich stattgefundene Wallfahrt zum Marienheiligtum in Tewatta im Erzbistum Colombo: „Unser Kardinal Malcolm Ranjith, der Erzbischof von Colombo, erinnerte anlässlich des Festes Unserer Lieben Frau von Lanka, der Schutzpatronin der Nation, an die wirtschaftlichen und sozialen Nöte vieler Bürger und vertraute unsere Gegenwart Maria, unserer Mutter, an.“
Die im September 2024 gewählte Regierung der „National People’s Power“ (NPP) unter Präsident Anura Kumara Dissanayake verfolgt ein Programm mit Schwerpunkt auf Systemreformen, Korruptionsbekämpfung und wirtschaftlicher Erholung. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen der Bau von Wohnungen für einkommensschwache Familien, Investitionen in die Bewässerungsinfrastruktur, Agrarsubventionen, Lohnerhöhungen und die Schaffung von 75.000 neuen Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst. Im Gegensatz zu den alten politischen Eliten genießt die aktuelle Regierung hohes Vertrauen in der Bevölkerung und hat die Sparmaßnahmen bestätigt, die das vom Internationalen Währungsfonds nach der Wirtschaftskrise 2022 erhaltene Kreditprogramm mit sich bringt.
Der verheerende Zyklon „Ditwah“ hat den Wiederaufbauprozess verlangsamt und im ganzen Land Opfer und Schäden verursacht. Fast 10 % der Bevölkerung Sri Lankas waren betroffen, über 600 Menschen starben, und mehr als 91.000 Häuser wurden beschädigt oder zerstört.
(PA) (Fides 3/3/2026)