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Vatikanstadt (Fides) – „Ich möchte alle Kinder und Jugendlichen grüßen und ihnen danken, die in vielen Teilen der Welt für die Missionare beten und sich für ihre benachteiligten Altersgenossen einsetzen. Danke, liebe Freunde!“. Mit diesen Worten dankte Papst Leo XIV. Kindern und Jugendlichen, die sich im weltweiten Netzwerk des Päpstlichen Kindermissionswerks. Er tat dies, nachdem er anlässlich des Hochfestes der Erscheinung des Herrn das Angelusgebet von der zentralen Loggia des Petersdoms aus gesprochen hatte, das – wie der Bischof von Rom in Erinnerung rief – auch das liturgische Fest ist, an dem der „Weltmissionstag der Kinder“ gefeiert wird.
Trotz des Regens versammelten sich zahlreiche Gläubige auf dem Petersplatz, um mit Papst Leo XIV. das Hochfest der Erscheinung des Herrn zu feiern. Das Wort „Epiphanie“ bedeute Erscheinung, so der Papst, und diese Erscheinung Gottes in Jesus sei die Quelle einer Freude, die auch in schwierigen Zeiten Bestand habe.
“Unsere Freude“, so Papst Leo, „ entspringt einem Geheimnis, das nicht mehr verborgen ist. Das Leben Gottes hat sich offenbart: viele Male und auf verschiedene Weise, aber mit endgültiger Klarheit in Jesus, sodass wir nun wissen, dass wir auch inmitten vieler Bedrängnisse hoffen können. „Gott rettet”: Er hat keine anderen Absichten, er hat keinen anderen Namen. Nur das, was befreit und rettet, kommt von Gott und ist Erscheinung Gottes“.
Mit der Erscheinung des Herrn, so der Papst in seiner kurzen Katechese zum Angelusgebet, sei das göttliche Leben „in unserer Reichweite, es hat sich gezeigt, um uns miteinzubeziehen in seine befreiende Dynamik, die Ängste auflöst und uns einander in Frieden begegnen lässt. Es ist eine Möglichkeit, eine Einladung: Gemeinschaft kann nicht erzwungen werden, aber was kann man sich mehr wünschen?“.
„Die Hoffnung, die wir verkünden, muss realistisch sein“, so der Papst mit Bezug auf biblische Erzählung, „Sie kommt vom Himmel, aber um hier auf Erden etwas Neues entstehen zu lassen. In den Gaben der Sterndeuter sehen wir also das, was jeder von uns mit anderen teilen kann, was er nicht mehr für sich behalten, sondern weitergeben kann, auf dass Jesus in unserer Mitte wachsen kann. Möge sein Reich wachsen, mögen seine Worte in uns Wirklichkeit werden, mögen Fremde und Gegner zu Brüdern und Schwestern werden, möge anstelle von Ungleichheit Gerechtigkeit herrschen, möge sich anstelle der Kriegsindustrie das Handwerk des Friedens etablieren“.
(GV) (Fides 6/1/2026)
AFRIKA/MALAWI - Weltmissionstag der Kinder: 100.000 Kinder und Jugendliche nehmen an den Feiern teil