EUROPA/ITALIEN - Diözese Rom erinnert an 65 Jahre “Fidei donum”: Zeitzeugen berichten von ihren Erfahrungen

Mittwoch, 8 Juni 2022 missionarische Öffentlichkeitsarbeit   ortskirchen    

Rom (Fides) - Anlässlich des 65. Jahrestages der Missionsenzyklika "Fidei donum" von Papst Pius XII. hat das Missionszentrum der Diözese Rom in Zusammenarbeit mit Caritas Roma und dem Büro Migrantes eine Konferenz zur Feier des Jahrestages organisiert, um "die Herausforderungen der Mission neu zu interpretieren und die Schönheit des Gesendetseins hervorzuheben". Wie Schwester Elisa Kidane, Comboni-Missionarin und Leiterin des Missionszentrums der Diözese Roma, erklärt, "werden wir bei der Konferenz die lebendigen Zeugnisse derjenigen hören, die den Geist der Enzyklika konkret gelebt haben, die wegen des darin enthaltenen evangelischen Mutes als Magna Charta der Mission gilt".
Die Enzyklika, die am 21. April 1957 veröffentlicht wurde, rief alle Menschen dazu auf, die große Aufgabe zu übernehmen, der Welt das Kommen des Reiches Gottes zu verkünden, und ermutigte insbesondere die Diözesanpriester, sich auf den Weg zu machen. "Dieser Text hat bei Priestern und Laien große Begeisterung ausgelöst", bemerkt Schwester Elisa, "die in dadircj die Möglichkeit sahen, 'hinauszugehen' und nicht ad vitam, sondern für einen mit ihren kirchlichen Verantwortlichen vereinbarten Zeitraum die Freude zu erleben, ihren Glauben mit anderen Völkern und anderen Kirchen zu teilen".
Heute, 65 Jahre danach und mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil, das den missionarischen Geist ebenfalss gestärkt, sowie mit den verschiedenen Missionsenzykliken, die den Mut, aus dem eigenen Land hinauszugehen, immer wieder neu belebt haben, und der begeisterten Antwort so vieler Diözesen, die über die Grenzen der Erde verstreut sind, "spüren wir die Notwendigkeit, die Leidenschaft, das Staunen, die Großzügigkeit des Kerygmas wiederzuerwecken und neu zu beleben", betont die Ordensfrau. "Gestärkt durch dieses wunderbare Erbe hielten wir es für wichtig, die einmalige Gelegenheit zu nutzen, diese Enzyklika noch einmal neu zu lesen, sie neu zu drucken und sie den heutigen und künftigen Generationen erneut zu übermitteln", so Schwester Kidane abschließend.
(SL) (Fides 8/6/2022)


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