AMERIKA/BRASILIEN - Initiative zur Förderung der Impfung für Kinder und Jugendliche: “Recht auf Leben und Gesundheit”

Mittwoch, 26 Januar 2022   kinder    

avvenire

Brasilia (Fides) - Die Unterzeichner des "Paktes für das Leben und für Brasilien" bekräftigen in einer jüngsten Verlautbarung die Notwendigkeit einer Impfkampagne für Kinder und Jugendliche, wie sie in mehreren Ländern bereits durchgeführt wird. Dies sei ein Zeichen der Verantwortung und eines tiefen ethischen Bewusstseins gegenüber den Millionen brasilianischer Kinder und Jugendlicher. Frühere Impfkampagnen in Brasilien seien sehr erfolgreich gewesen und hätten Krankheiten wie Masern und Kinderlähmung unter Kontrolle gebracht.
„Heute dürfen wir die Sabotagekampagne rund um die Kinderimpfung nicht mehr akzeptieren", heißt es in einer Mitteilung zur Initiative, „während einer Pandemie, die noch weit davon entfernt ist, unter Kontrolle gebracht zu werden, das Recht auf Leben und Gesundheit einer Altersgruppe ignoriert, zu der etwa 69 Millionen Brasilianer gehören, unter eklatanter Missachtung der Verfassung und des Statuts des Kindes und Jugendlichen (ECA)". In dem Vermerk wird darauf hingewiesen, dass Brasilien zu einem der Länder mit den meisten Todesfällen durch Covid 19 in der Welt gehört, mit bisher etwa 622.000 Todesfällen, von denen die meisten vermeidbar gewesen wären.
Die Unterzeichner des Dokuments beklagen das „unaufhörlichen Bombardement unbegründeter Behauptungen", die das Vertrauen der Eltern in die Impfung ihrer Kinder untergraben, sowie die irreführenden Erklärungen von Regierungsbeamten. Sie appellieren daher an die Gouverneure und Bürgermeister, "keine Mühen zu scheuen, um sicherzustellen, dass die pädiatrische Immunisierung im Lande fortgesetzt wird und alle Kinder erreicht werden, auch diejenigen, die in einer prekären Situation leben". Eltern und Lehrer werden aufgefordert, vom brasilianischen Staat zu verlangen, "was zu diesem Zeitpunkt notwendig ist, um nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Zukunft der Jüngsten zu sichern". Schließlich werden die Bürger des Landes aufgefordert, angesichts der Pandemie „einen klaren Kopf zu bewahren“. "Als freie und demokratische Gesellschaft, die auf den Säulen der Ethik, des gesunden Menschenverstandes und des Gemeinwohls aufgebaut ist, werden wir gestärkt daraus hervorgehen", heißt es abschließend.
Der "Pakt für das Leben und für Brasilien" wurde bereits am Weltgesundheitstag, dem 7. April 2020, von der brasilianischen Bischofskonferenz (CNBB) gemeinsam mit der brasilianischen Anwaltskammer (OAB), der Arns-Kommission, der brasilianischen Akademie der Wissenschaften, dem brasilianischen Presseverband und der brasilianischen Gesellschaft für die Förderung der Wissenschaft ins Leben gerufen.
(SL) (Fides 26/01/2022)


Teilen: