ASIEN/CHINA - Welt-Lepra-Tag: Katholische Stiftung hilft Betroffenen

Freitag, 14 Januar 2022 leprakranke    

Nanjing (Fides) - Wie jedes Jahr brachten Mitglieder der „Nanjing Ark Charity Foundation“, der Wohltätigkeitsstiftung der katholischen Gemeinde von Nanjing, der Hauptstadt der Provinz Jiangsu - eine der vielen katholischen Hilfswerke, die über das gesamte chinesische Festland verstreut sind - den geheilten Leprakranken, die Gäste des „Nanjing Public Health Medical Centre“ sind, Spenden, Geschenke und gute Wünsche zum chinesischen Neujahr.
Der 69. Welt-Lepra-Tag und der 30. chinesische Lepra-Tag werden am kommenden 30. Januar begangen. Mit ihrem Besuch setzten die ehrenamtlichen Helfer die katholische Tradition der Fürsorge für Leprakranke und Bedürftige in der Gemeinde Nanjing fort, die mittlerweile auf das Jahr 2000 zurückgeht. Es handelt sich jedoch um ein ganzjähriges Engagement, das sich nicht auf den Lepra-Tag beschränkt. Die freiwilligen Helfer der Stiftung besuchen regelmäßig Leprakranke und deren Pfleger und bieten ihnen nicht nur die benötigten materiellen Güter, sondern auch geistigen und moralischen Trost, indem sie ihnen zuhören, ihre Einsamkeit durchbrechen und ihre Sorgen teilen.
Due Nanjing Ark Charity Foundation wurde m Jahr 2015, im Rahmen der Feierlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen des Ark-Nanjing-Sonderpädagogikzentrums in der Kathedrale der Erzdiözese Nanjing, die der Unbefleckten Empfängnis gewidmet ist, offiziell ins Leben gerufen und ist seit vielen Jahren mit Genehmigung des „Nanjing Municipal Bureau of Civil Affairs“ tätig. Die neue Stiftung widmet sich den Benachteiligten in der Gesellschaft: den alten Menschen und den Waisen, den Armen, den Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung, den Opfern von Naturkatastrophen, Kindern aus armen Verhältnissen, denen eine Ausbildung ermöglicht wird, und vor allem den Kindern von Wanderarbeitern und berufstätigen Eltern, die am meisten benachteiligt sind. Sie betreibt auch eine Tafel, eine Wäscherei, und Duschen. Und nicht zuletzt fördert sie die Berufsausbildung, um eine Chance zur Eingliederung in die Gesellschaft zu ermöglichen...
In der Geschichte der Hilfe für Leprakranke in China stand die chinesische katholische Kirche immer an vorderster Front: katholische Nonnen leiten das Leprazentrum in Yunnan leiten. Schwester Xue Ling von der Diözesankongregation der Heiligen Familie in Lanzhou, Provinz Gansu, kam am 13. Juni 2008 bei einer Überschwemmung ums Leben, während sie Leprakranken half. Ihre Kongregation unterstützt seit Jahren Leprapatienten im Bezirk Huiyang in der Provinz Guangdong (vgl. Fides 16/06/2008). Seit 2009 haben die chinesischen Schwestern in Zusammenarbeit mit der „Jinde Charity“ (Chinas größtes katholisches Hilfswerk) begonnen, am Peking-Marathon teilzunehmen, um Spenden für die Projekte der katholischen Kirche für alte Menschen, Waisen, AIDS-Prävention und auch für Leprakranke zu sammeln (vgl. Fides 24/10/2013).
(NZ) (Fides 14/01/2022)


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