NEWS ANALYSIS/OMNIS TERRA - Kardinal Hummes: “Entwicklungsmodell für das Amazonasgebiet muss auf dem Evangelium basieren”

Freitag, 19 Januar 2018     eingeborene   menschenrechte   zivilgesellschaft   wirtschaft   politik  

„Das Entwicklungsmodell, das Regierungen, große staatliche und private Unternehmen im Amazonasgebiet umsetzen, ist schädlich und hat verheerend Folgen für die Umwelt und für die indigenen Völker. Die Kirche kann und muss sich an der Debatte darüber beteiligen, indem sie sich auf das Evangelium bezieht", so der brasilianische Kardinal Claudio Hummes - Präsident des länderübergreifenden Kirchenetzwerks der lateinamerikanischen Kirche für das Amazonasgebiet (Red Eclesial PanAmazónica, REPAM) und der Amazonas-Kommission der brasilianischen Bischofskonferenz, im Interview mit Fides. Im Gespräch mit Fides erläutert der Kardinal, wie sich die Ortskirchen auf die bevorstehende Sondersynode der Bischöfe im Vatikan vorbreiten, während sie sich im Alltag den schwierigen missionarischen und sozialen Herausforderungen stellen.

Wie bereitet sich die Kirche in Brasilien und Lateinamerika auf die Amazonas-Synode vor?

Die Entscheidung von Papst Franziskus, eine Sondersynode für das Amazonasgebiet einzuberufen und deren Ankündigung am vergagenen 15. Oktober auf dem Petersplatz, ist für die Katholiken in Brasilien und insbesondere für die Bevölkerung des Amazonasgebiets Anlass zu großer Freude und Dankbarkeit. Diese begeisterte Antwort von unserer Seite ist der erste Schritt bei der Vorbereitung der Synode. Die Brasilianische Bischofskonferenz (CNBB) hat eine bischöfliche Kommission für das Amazonasgebiet und beim Rat der Lateinamerikanischen Bischofskonferenzen (CELAM) ist der Hauptsitzes des länderübergreifenden Kirchennetzwerks der lateinamerikanischen Kirche für das Amazonasgebiet (Red Eclesial PanAmazónica, REPAM). Natürlich sind diese Organismen zusammen mit den anderen Kirchsprengeln des Amazonasgebiets direkt mit der Vorbereitung der Synode beauftragt. Es wurden bereits zahlreiche Treffen in der Region auf den Weg gebracht. Sicherlich wird der Besuch des Papstes im peruanischen Amazonasgebiet in Puerto Maldonado am 19. Januar und seine Begegnung mit Hunderten Vertretern der indigenen Völker sowie mit den Bischöfen aus den neun Ländern des Amazonasgebiets, ein wichtiger erster Impuls für diese Vorbereitung sein. (...)


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