AFRIKA/GHANA - Amoris Laetitia steht im Mittelpunkt der Vollversammlung der Bischofskonferenz

Montag, 20 November 2017 familien   bischöfe    

One Village Initiative (CC)

Accra (Fides)- „Das Phänomen der frühen Mutterschaft und Elternschaft, der allein erziehenden Mütter, von Eltern, die in Armut leben oder ihre Verantwortung nicht übernehmen, getrennte Familien und Eheleute, die weit entfernt voneinander leben: dies alles sind Aspekte, die Familien in Ghana heute prägen", so der Vorsitzende der ghanaischen Bischofskonferenz Erzbischof Philip Naameh von Tamale, bei der Eröffnung der Vollversammlung, am 13. November. Im Mittelpunkt der Versammlungsdebatte steht die Familienseelsorge auf der Grundlage des Apostolischen Schreibens „Amoris Laetitia“ von Papst Franziskus.
In diesem Zusammenhang äußerte sich der Erzbischof besorgt darüber, dass viele ghanaischen Familien unter Bedingungen leben, die nicht mit den Prinzipien einer christlichen Ehe und der christlichen Morallehre vereinbar sind.
Insbesondere klagte der Vorsitzende der über die falsche Nutzung sozialer Medien und wies darauf hin, wie die neuen Medien das Leben von Jugendlichen und Bürgern beeinflussen.
Eine weitere Herausforderung seien die neuen Fortpflanzungstechniken. "Es gibt eine allgemeine Zunahme bei der Anwendung der medizinischer assistierten Reproduktionstechnologien in den gehobenen Gesellschaftsschichten der Städte", so der Vorsitzende der Bischofskonferenz weiter. Die Kirche sei berufen auf die moralischen Probleme hinzuweisen, mit denen sich katholische Paare konfrontiert sehen, wenn sie sich damit befassen ob solche Möglichkeiten für sie infrage kommen.
„Ich schätze die Wahl des Themas für die Vollversammlung der Bischofskonferenz von Ghana, die sich auf ganzheitliche Seelsorge von Familien konzentrieren will. Denn dies ist das eigentliche Ziel von Papst Franziskus' bahnbrechenden Dokument", so der Apostolische Nuntius in Ghana, Erzbischof Jean-Marie Speich.
(DBO-LM) (Fides 20/11/2017)


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