ASIEN/MYANMAR - Katholische Kirche wünscht eine “Spiritualität der Einheit“

Donnerstag, 16 November 2017 einheit   aussöhnung   kirchliche bewegungen   bruderschaft   dialog  

Focolare.org

Yangon (Fides) - Die katholischen Bischöfe von Myanmar wollen eine „Spiritualität der Einheit“ fördern, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz von Myanmar Bischof Felix Liam. Dabei wollen die Bischöfe von Myanmar insbesondere mit einer kirchlichen Gemeinschaft zusammenarbeiten, die sich der „Spiritualität der Einheit“ verpflichtet: die die im Jahr 1943 von Chiara Lubich gegründete Fokolare-Bewegung. Im Juni dieses Jahres trafen sich Delegierten der Fokolare-Bewegung in Yangon mit Vertretern der Bischofskonferenz. Im Anschluss an das Treffen würdigten die Bischöfe öffentlich den Geist der Bewegung, die Ideale der Einheit und der universalen Brüderlichkeit unter den Völkern, Kulturen und Religionen fördert.
"Die Menschen in Myanmar müssen diese Einheit neu entdecken", betont Bischof Liam. "Ich war sehr beeindruckt von der Geschichte des charismatischen und prophetischen Lebens der Gründerin der Bewegung. Mehr denn je braucht die Kirche in Myanmar heute eine Bewegung wie die Fokolare-Bewegung. Während die Arroganz der Macht Menschen basierend auf Farbe und Rasse teilt, hat der Geist der Fokolare-Bewegung eine ‚Weltgemeinschaft‘ für den Weltfrieden geschaffen“, fügt der Erzbischof von Yangon, Kardinal Charles Bo, hinzu.
Die Bischöfe von Myanmar wünschen sich eine Kirche, „die Zeugnis der Gemeinschaft ist“ und im Land ein Beispiel für "Einheit in der Vielfalt" ist. Im Gespräch mit dem Fidesdienst erinnerte der Kardinal daran, dass "die katholische Kirche in Myanmar für Gerechtigkeit, Frieden und Menschenwürde eintritt und dafür betet, eine Aufgabe, die alle Religionen vereint. Keine Religion spricht von Hass. Alle, die im Namen der Religion Hass verbreiten, sind die wahren Feinde der Religion. Wir haben ein großes Verlangen nach Frieden, und wir müssen in unserem Land zu Frieden und Einheit beitragen. Unsere Nation leidet an tiefen Wunden, an Spaltungen und an Hass, die in der Gesellschaft weit verbreitet sind. Wir sind berufen, jenen Licht und Freude zu bringen, die in der Dunkelheit der Angst, des Hasses und der Traurigkeit leben. Mit diesem Geist erwarten wir Papst Franziskus, der bald unter uns sein wird“
(SD-PA) (Fides 16/11/2017)


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