AMERIKA/MEXIKO - Bischof von Tlaxcala fordert Transiterlaubnis für Migranten

Montag, 30 Oktober 2017 migranten   gewalt   bischöfe   menschenrechte  

cencos.wordpress.com

Tlaxcala (Fides) – Bischof Julio César Salcedo Aquino, M.J, von Tlaxcla fordert von den zuständigen Behörden in Mexiko eine Transiterlaubnis für Migranten. Nach den tragischen Ereignissen in den vergangenen Jahren, in denen zahlreiche Migranten ums Leben kamen, deren Namen zum Teil bis heute unbekannt sind lud der Bischof bei seinem ersten Besuch in der Flüchtlingsunterkunft "La Sagrada Familia" in Apizaco anlässlich des 7jährigen Gründungsjubiläums der Einrichtung zum Gebet für die Opfer und ihre Angehörigen ein, nachdem er zuvor an einem gemeinsamen Gebet entlang der Zugstrecke teilgenommen hatte, die von dem vielen Migranten benutzten und als „La Bestia“ bekannten Güterzug befahren wird.
Bei seinem Besuch zitierte Bischof Salcedo Aquino aus der Botschaft von Papst Franziskus zum Welltag der Migranten Flüchtlinge 2018 und betonte sodann: “Das Volk trägt Verantwortung für den Schutz von Reisenden aus anderen Ländern. Migranten sollten in dem Land aufgenommen werden, in dem sie leben wollen, während Regierungen angemessene Programme auf den Weg bringen sollten".
Wie der Leiter der Flüchtlingsunterkunft “La Sagrada Familia”, Pfarrer Elías Dávila Espinosa, mitteilte, wurden seit Anfang des Jahre 2017 insgesamt 3.789 Menschen aufgenommen, davon 90% aus Honduras. Dies bedeute einen Rückgang um 50% im Vergleich zu 2016, als über sieben Tausend Migranten betreut wurden. Seit der Gründung vor sieben Jahren konnte das Haus in Zusammenarbeit mit freiwilligen Helfern, Wohltätern und Universitätsstudenten über 30.000 Migranten und Flüchtlinge aus Mittelamerika und Mexiko versorgen.
Der katholische Geistliche vermutet, dass der Rückgang der Flüchtlingszahlen in Tlaxcala darauf zurückzuführen sein könnte, dass die Fahrt im Zug gefährlich ist und das Nationale Institut für Migration in Mexiko (INM) regelmäßig Migranten ausweisen lässt. Rund 96% der Migranten, die in der Unterkunft betreut wurden versuchten die Durchreise durch Mexiko bis zu fünf Mal. Auch die vom US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump auf den Weg gebrachten Maßnahmen tragen nach Ansicht von Pfarrer Espinosa zum Rückgang der Flüchtlingszahl bei.
(CE) (Fides, 30/10/2017)


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