AFRIKA/BENIN - Bischöfe: “Kranke dürfen nicht zu Geiseln der Gewerkschaften werden”

Freitag, 27 Oktober 2017 gesundheitswesen   bischöfe  

By MVN - Originally uploaded to Flickr as Notre Dame des Apotres (Cotonou, Benin), CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5542369

Cotonou (Fides) - “Wir sind besonders betroffen über den Streik der Mitarbeiter Gesundheitswesens, der nun schon mehrere Wochen andauert und sich dramatisch auf die Situation der Kranken auswirkt”, schreiben die Bischöfe von Benin in einer Zum Abschluss ihrer Vollversammlung veröffentlichten Botschaft, in der sie “mit Nachdruck an die Regierung und an die Gewerkschaften appellieren“ damit diese „im Rahmen des Dialogs eine rasche Lösung finden“. Kein Kranker darf dem eigenen Schicksal überlassen bleiben”.
“Der Streik, der Mitarbeiter des Gesundheitswesens hat vor einem Monat begonnen und er soll unbefristet andauern, so lange die Regierung nicht auf die Forderungen der Beschäftigten eingeht”, so Radio Immaculée Conception in Benin. “Wir wissen nicht wie lange die Krise dauern wird. Die Gewerkschaften fordern eine Gehaltserhöhung aber die Regierung scheint zur Zeit nicht bereit, darauf einzugehen… Die Bevölkerung leidet unter den Folgen des Streiks. Die Krankenhäuser funktionieren nicht und auch die Notaufnahme wird nicht mehr garantiert”.
Die Bischöfe beklagen aber auch “prekäre Arbeitsverhältnisse und Armut” von der ein Großteil der Menschen betroffen ist. “Viele Bürger Benins leben in ständiger Angst davor, dass sie ihre Familien nicht mehr ernähren können. Eine solche Situation gefährdet den sozialen Zusammenhalt“, warnen die Bischöfe abschließend.
Der Präsident von Benin, Patrice Talon, sieht sich unterdessen auch mit zunehmenden Protesten gegen Korruption und autoritäre Amtsführung konfrontiert.
(L.M.) (Fides 27/10/2017)


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