AMERIKA/KOLUMBIEN - Diözese Tumaco beklagt staatliche Vernachlässigung und Gewalt

Freitag, 13 Oktober 2017 drogenhandel   gewalt   armut   menschenrechte   frieden  

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Tumaco (Fides) – “Die vielen Aktionen der Gewalt und des Todes in der Geschichte unsere Region und die Vernachlässigung und Ausgrenzung durch den Staat haben dazu geführt, dass ein fruchtbarer Nährboden für die Entstehung von bewaffneten Gruppen in unserem Land entstanden ist und die Korruption in unseren Institutionen begünstigt wurde”, heißt es in einer Verlautbarung der Diözese Tumaco, die eine Situation des “Schreckens“ beklagt, unter denen die Bevölkerung leidet
"Der Bischof, die Priester und die Pastoralarbeiter wissen um diese Entwicklung”, heißt es in der Botschaft, “und fordert eine Analyse der Lage und wünschen sich Hoffnung, Dialog und Ordnung, damit wir aus dieser schrecklichen Nacht aufwachen”.
"Es gibt selektive Morde und ‘unsichtbare Grenzen’, es haben erneut illegale bewaffnete Gruppen die Kontrolle über die Gesellschaft übernommen, Personen verschwinden, der Drogenkonsum unter den Jugendlichen steigt und viele Kinder und Jugendliche werden rekrutiert”, beklagt die Diözese. "Dies macht es um so schlimmer, dass am 5. Oktober in Tandil sechs Menschen ums Leben kamen. Und dies ist für uns Anlass zur Empörung (vgl. Fides 12/10/2017)“, heißt es in der Verlautbarung weiter, die „Strukturen der Sünde in der Gesellschaft“ als Hauptursachen nennt, die Familien und die persönlichen und gemeinschaftlichen Pläne zerstören.
Bischof Orlando Olave Villanoba bittet die Behörden um Ermittlungen bei Ausschreitungen, insbesondere auch im Zusammenhang mit den Ereignissen von 5. Oktober ín Tandil. Außerdem wünscht er sich Entwicklungsprojekte für die Region. Die Einwohner der Diözese bittet er um gemeinsames Engegement für den Aufbau der Gesellschaft.
Unter der Vernachlässigung durch den Staate leiden vor allem die ländlichen Gebiete. Kleine Dörfer und Bauernsiedlungen werden dort oft von kriminellen Banden bedroht.
(CE) (Fides, 13/10/2017)


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