AMERIKA/KOLUMBIEN - Bischof Barreto bittet Santos um Investitionen zur Bekämpfung von Gewalt

Freitag, 1 September 2017 gewalt   frieden   bewaffnete gruppen  

Andrés Mosquera/ eltiempo.com

Quibdo (Fides) – Bischof Juan Carlos Barreto von Quibdo bittet den kolumbianischen Staatspräsidenten Juan Manuel Santos in einem Brief an das Staatsoberhaupt um die Bekämpfung der Gewalt in der Region Chocò. Die "Gewaltrate in Quibdo ist höher als im Landesdurchschnitt und die Einwohner leiden unter Angst und Pessimismus”, beklagt der Bischof in dem Schreiben, mit dem er sich auch an das Oberste Gericht, die Staatsanwaltschaft und die Ombudsstelle wendet.
In den vergangenen fünf Jahren kamen in der Stadt 521 Menschen gewaltsam ums Leben. "Das sind alarmierende Zahlen. Aus diesem Grund fordere ich umfassende und strukturelle Maßnahmen auf, mittel- und langfristiger Ebene, die darauf abzielen, die Unsicherheit und die Gewalt in diesem Territorium zu bekämpfen… Palliativmaßnahmen reichen nicht aus, denn wir müssen das Blutvergießen dringend stoppen. Nur durch soziale Investitionen und wirkkräftiges staatliches Handeln können das Überleben der Jugend garantieren".
Bereits in der Vergangenheit hatte Bischof Barreto wiederholt die Situation in der Region angeprangert (vgl. Fides 24/02/2016 und 23/05/2017).
(CE) (Fides, 01/09/2017)


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