AFRIKA/SÜDSUDAN - Kiir ruft unilateralen Waffenstillstand aus: Riek soll nicht am „nationalen Dialog“ teilnehmen

Mittwoch, 24 Mai 2017 politik   frieden  

Juba (Agenzia Fides)- “Riek Machar ist unsere Anführer und Oberbefehlshaber und wir werden keinen Delegierten nach Juba entsenden, wenn er es nicht befiehlt”, so Paul Gabriel, Sprecher der Sudan People's Lieberation Movement-in-Opposition (SPLM-IO) in einem Kommentar zu dem am vergangenen 22. Mai vom südsudanesischen Präsidenten ausgerufenen unilateralen Waffenstand und dem Beginn eines Dialogs mit allen Rebellen, unter der Voraussetzung das die SPLM-IO bei den Gesprächen nicht von Machar vertreten wird. Machar ist als ehemaliger stellvertretender Präsident des Südsudan heute der größte Widersacher von Präsident Kiir.
Nach Aussage des SPLM-IO-Sprechers ist der angebotene Dialog nur ein Vorwand, um den internationalen Druck auf die Regierung zu mindern, während “in Wirklichkeit führt die Armee weiterhin ihre Razzien durch, bei denen Ressourcen geplündert und Zivilisten getötet werden”.
Der wichtigsten Verbündete des Präsidenten Kiir, der ugandische Staatschef Yoweri Kaguta Museveni, forderte die Regierung dazu auf, die Stimmen des Jahres 2011 nicht zu vergeuden und erinnert daran, dass die meisten Wähler aus der gesamten Bevölkerung stammen und nicht einer bestimmten Tribu angehören. Auf den ethnischen Hintergrund des im Dezember 2013 ausgebrochenen Bürgerkriegs wiesen auch die Bischöfe des Landes hin (vgl. Fides 24/2/2017).
(L.M.) (Fides 24/5/2017)


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