AMERIKA/NICARAGUA - Bischöfe warnen vor Einheitspartei und fordern Pluralität

Mittwoch, 15 Juni 2016 politik   wahlen   bischofskonferenzen   demokratie  

Managua (Fides) – Die Bischofskonferenz von Nicaragua (CEN) befasste sich im Rahmen einer Versammlung am gestrigen 14. Juni mit der Situation des Landes und veröffentlichte im Anschluss eine Botschaft zur bevorstehenden Wahl im Land, die im Rahmen einer Pressekonferenz vom Sekretär der Bischofskonferenz, Bischof Jorge Solórzano Pérez, präsentiert wurde.
"Als Hirten der Kirche”, heißt es in der Botschaft, “möchten wir dem Land Licht und Hoffnung schenken, angesichts der unruhigen zeit in der wir leben und nachdem die jüngsten Ereignisse leider bei vielen ein Gefühl der Unsicherheit hervorgerufen haben, was die Glaubwürdigkeit und den Wettbewerb bei der bevorstehenden Wahl im November beeinträchtigen und das Desinteresse der Wähler begünstigen könnte.
"Jeglicher Versuch die Voraussetzungen für das Entstehen eines Regimes der Einheitspartei zu schaffen, in dem ideologische Pluralität und politische Parteien verschwinden ist unter sozialen, wirtschaftlichen und politischen Gesichtspunkten schädlich für unser Land“, so die Bischöfe weiter, „Ein Leben in Harmonie und Toleranz ist auch dort möglich, wo es gesunde soziale und politische Unterschiede gibt, die alle Teile unseres Landes bereichern".
"Es gilt auch heute noch, was wir in unserem Schreiben an den Präsidenten im Mai 2014 gefordert haben: 2016 muss ein transparenter und ehrlicher Verlauf der Wahl garantiert werden, bei der ohne jeglichen Zweifel der Wille des Volkes zum Ausdruck kommt“ (vgl. Fides 7,8,14/06/2016).
"Wir fordern alle Bürger Nicaracuas auf”, so die Bischöfe abschließend, “diesen Moment im Zeichen der Hoffnung und des Bürgerbewusstseins zu leben. Die derzeitige Lage sollte nicht zu mehr Apathie oder Gleichgültigkeit führen, sondern als Herausforderung für den Aufbau einer neuen Gesellschaft verstanden werden, die auf Recht und Gerechtigkeit basiert und den souveränen Willen des Volkes respektiert".
(CE) (Fides, 15/06/2016)



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