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2014-06-27

AFRIKA/ÄTHIOPIEN - Armut und Hunger ist Folge ungerechter Wirtschaftssysteme

Wukro (Fides) – Armut in Afrika ist die Folge ungerechter weltweiter Wirtschaftssysteme. Chronischer Hunger ist auf dem Kontinent Normalität. “Niemand ist in der Lage sich die horrenden Folgen der Armut vorzustellen”, so P. Ángel Olaran, von den Weißen Vätern, der zwanzig Jahre lang in Tansania tätig war und weitere zwanzig Jahre in einer der ärmsten Regionen Äthiopiens, in der die Menschen unter anhaltender Hungersnot leiden. Nach seiner Ankunft in Wukro, eine kleinen Ort im Nordosten des Landes im Jahr 1994, wo er eine Landwirtschaftsschule aufbauen sollten, weitete sich sein Tätigkeitsfeld auf alle Sektoren des alltäglichen Lebens aus, in denen der Hunger das vorherrschende Thema war. Im Laufe der Jahre konnte er durch seine Arbeit in der Mission Saint Mary dazu beitragen, dass die sozialen und ökologischen Verhältnisse in der Region Tigray sich verbesserten. Dabei wurde er von den einheimischen Behörden und verschiedenen spanischen Hilfswerken unterstützt.
P. Olaran brachte zahlreiche Projekte auf den Weg, die er auch heute noch betreut, darunter auch Ernährungsprogramme für Kinder, die Vergabe von Mikrokrediten, finanzielle Unterstützung für ältere und kranke Menschen, Bildungsprogramme für Jugendliche, Aufbau von Kooperativen sowie Aufforstungs- und Bewässerungsprogramme. Doch der Missionar ist noch nicht „zufrieden“ mit dem, was bisher erreicht wurde, da „humanitäre Hilfen nur Palliativmedizin sind für die Not, derer, die die Folgen einer ungerechten Weltwirtschaft, die auf einer ungleichen Verteilung des Reichtums basiert, wobei Reicher immer reicher und Arme immer ärmer werden”. “Wenn wir denen helfen, denen es schlecht geht, dann helfen wir auch uns selbst”, so P. Angel, „denn wir geben etwas, aber wir können auch etwas lernen“. “Wenn ich mit Frauen spreche, die sich prostituieren, weil sie Hunger haben“, so der Ordensmann abschließend, „dann denke ich, dass diese Frauen Respekt verdienen“. (AP) (Fides 27/6/2014)

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